Form
Wie wäre es, Form ganz unabhängig vom Text zu erarbeiten, d.h.:
Abschnittsbildung identisch mit Text,
Tempi vom Text abhängig,
Dynamik vom Text abhängig,
Instrumentation vom Text abhängig,
aber Materialbildung und Verarbeitung losgelöst vom Text und vorformatiert.
Macht das irgendwie Sinn?
d.h. die benennbaren, zählbaren expressiven Qualitäten der Musik an den Text anpassen, um ein Zusammenlaufen an der Oberfläche zu gewährleisten, und die strukturellen Qualitäten der Musik unabhängig vom Text formatieren, so dass sich die Musik auch gegen den Text wenden kann.
Nur: Welches Material wäre das dann? Es könnte offensichtlich nicht eine direkte Übernahme des Textes in die Musik sein.
Musik-Text: Vertikale Desintegration
Wäre das möglich? Musik und Text auseinanderfallen zu lassen, d.h. das Verhältnis zwischen Text und Musik zum formalen Thema des Stückes machen. Aber was würde das heißen, wenn Musik und Text auseinanderfallen? Ist die Auffassung nicht so geduldig, dass sie jedes vertikale Übeinander als notwendigerweise zusammengehörend versteht? Kann es überhaupt ein Auseinanderfallen geben, so lange man nicht mit vollständig plattem, weil Vorurteils-generiertem Material arbeitet?
Erste Frage: Was würde es TECHNISCH heißen, Musik und Text auseinanderfallen zu lassen?
Aus dem AUSEINANDERFALLEN das Material ableiten?
Zumindest wäre das ein echtes, ernstzunehmendes Thema.
Personalstil
Aufarbeitung
Ende der Aufarbeitung