Man muss sich natürlich fragen, warum Komponisten um jeden Preis mit Text arbeiten wollen, wo doch offensichtlich ist, dass es so gut wie nie funktioniert. Nur, weil es mal funktioniert hat? Das geliebte historische Vorbild – ich will auch so was haben! Oder weil es die Möglichkeit einer Aussage bereitstellt? Der Glaube, dass man etwas gesagt hat?
In dieser Hinsicht nicht viel anders als der Glaube an die Vorlage, dass das Umsetzen einer Vorlage, die in der Umsetzung verschwindet, dennoch im Ergebnis durchscheint und die Aussage eines Stückes mit bestimmt. Wieviele Stücke, in denen man kein Wort versteht, werden erst durch den Glauben an die Aussage des (akustisch nicht vorhandenen) Textes zusammengehalten. Wirkung im Wesentlichen auf die Psychologie des Komponisten beschränkt.
Warum ist selbst schlechter Pop weniger peinlich als selbst gute Klassik?
Anspruch