Sterben Kacke Scheiße Tod

Lustig, wie das Leben vorformatiert ist durch Notwendigkeiten wie Essen, Trinken und Schlafen. Im Grunde ist der Gestaltungsspielraum ziemlich eng.

Wir verstehen einfach nicht, was es bedeutet, jemand anderes zu sein. Wir sehen jemanden, können ihn aber nicht verstehen. Was bedeutet es, so auszusehen? Bedeutet es überhaupt etwas? Auf der anderen Seite, warum sollte das, was jemand z.B. sagt, mehr bedeuten als sein Aussehen? Und umgekehrt. Grund für Fremdenhass: der Fremde macht uns klar, dass wir die Welt nicht verstehen. Und zwar gar nicht. Wie sollte man da nicht Panik bekommen?

Es ist schon ziemlich kacke zu sterben.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass deine letzten Minuten zu deinen unangenehmsten gehören werden. Wie solltest du da keine Angst vor dem Sterben haben, zumal es sich ja um deine finale Erfahrung handeln wird?

Man muss den Phänomenen ohne Scheu ins Auge blicken können, eine andere Wirklichkeit gibt es nicht.

Harald Fricke, Texte 1990-2007

Dinge, die intuitiv gemacht sind, sind meistens nicht gut. Man muss die Intuition brechen, z.B. durch Regeln, die ruhig auch absurd oder sogar sinnlos sein können, solange sie für die Arbeit fruchtbar sind. Auf der anderen Seite: das Ergebnis kann nur intuitiv beurteilt werden. Das Urteil, ob etwas geht oder nicht, ob etwas so bleiben kann oder nicht, kann nur intuitiv sein.

Gleichzeitig: Absicht ist natürlich auch Scheiße. Wobei Absicht und Intuition sich auch nicht gegenseitig ausschließen. Also: Absicht UND Intuition brechen.

Because they are the same.

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