Ok. Du hättest gerne einen Plan, aber Du verbietest Dir einen zu haben, und tatsächlich fühlt es sich auch nicht richtig an, wieder mit einem Plan zu arbeiten. Gleichzeitig hat es aber auch eine gewisse Bescheuertheit, einfach so drauflos zu arbeiten, oder Material hin und herzuschieben. Man hätte doch gerne eine gewisse Stringenz, einen gewissen Widerstand.
Ich bin nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, Zeitabläufe sich einfach ergeben zu lassen. Ein bisschen Zwang ist da im Grunde wohltuend und klärend. Nur, wo soll er herkommen, wenn es keinen Generalplan gibt/geben soll? Was wäre eine Arbeitsalternative?
Man könnte natürlich auch von der Arbeitshypothese ausgehen, dass Sprache und Musik ABSOLUT NICHTS miteinander zu tun haben.
Es ist merkwürdig, dass bestimmte Sachen wirklich nicht gehen, dass es nichts mit Prüderie zu tun hat, bei bestimmten Sachen nein zu sagen. Das interessante dabei ist, dass man automatisch schlechter wird, wenn man doch ja sagt, und das liegt nicht daran, dass das, was man tut, in der falschen Umgebung anders wirkt, oder dass der Betrachter die falsche Umgebung mitdenkt, sondern dass man faktisch das Falsche tut. Beispiel: Juergen Teller im Zeitmagazin.
Es könnte allerdings sein, dass man in bestimmten Situationen tatsächlich ja sagen muss, auch wenn man weiß, dass es falsch ist, weil nein einfach zu lächerlich wäre. Dass Korruption die einzige Möglichkeit ist, sich zu bewegen. In der Hoffnung, dass man da wieder rauskommt. Was aller Wahrscheinlichkeit nach eine Illusion ist, sieht man sich die Faktenlage an: Es sieht nicht so aus, als ob irgendjemand da jemals wieder rausgekommen wäre. Es sei denn, es gab eh nichts zu verlieren. Unausweichlichkeit. Tragödie. Berühmte Maler.