Das Ganze muss als totes Material angesehen werden.

Der Mann, der zu viel wollte.

Verständlichkeit: Ganz interessant, wenn man etwas sagt, aber ganz offensichtlich nicht verstanden wird. Der Gesprächspartener geht davon aus, dass er verstanden hat, führt das Gespräch aber in einer Weise weiter, aus der hervorgeht, dass er im besten Fall genau das Gegenteil von dem verstanden hat, was man eigentlich sagen wollte, vielleicht aber auch einfach etwas ganz anderes. Man macht ein, zwei Versuche der Richtigstellung, merkt aber schnell, dass es keinerlei Aufnahmebereitschaft für das gibt, was man eigentlich sagen will. In einer Art unbewussten Absichtlichkeit kann der Gesprächspartner gar nicht verstehen, was wir sagen wollen, weil dies sein Weltbild (zumindest in Bezug auf den Ausschnitt, über den wir sprechen) zerstören würde. Offensichtliche Frage: Wie oft missverstehen wir selbst absichtlich, ohne uns dessen bewusst zu sein? Wie abgeschottet, wie unbeweglich ist unser Weltbild? Nächste Frage: Wie offen kann ein Weltbild sein, wenn es praktikabel bleiben soll?

Ich meine hier nicht einfach kleine Missverständnisse, sondern Situationen, wo man etwas sagt, das man für selbstverständlich hält, das vielleicht zwei, dreimal wiederholt und erklärt, und dann merkt: Oh, lieber nicht anfassen, lieber in Ruhe lassen, sonst bricht hier etwas auseinander, was Du später vielleicht nicht mehr zusammenbekommst. Hier verteidigt jemand sein Leben. Welches Recht hast Du, hier nachzubohren? Allerdings: Welches Recht hast Du, hier zu schweigen? Vgl. Taktgefühl: Wer hat Dir denn eigentlich erlaubt, taktvoll zu sein?

Und dann wurde er BÖSE.

Comments Off on Das Ganze muss als totes Material angesehen werden.

Filed under Uncategorized

Comments are closed.