Lustig, wie lächerlich es ist, ein Leben nachzufilmen. Der Anspruch ist natürlich, durch eine echte Geschichte Realität auf die Leinwand zu bringen, aber in Wirklichkeit wird der Abstand zur Realität nur vergrößert. Man vergleicht ständig die Figur mit der Realität und fragt sich, ob es wirklich so war. Ob Look-alike oder Not-look-alike, allein die Frage nach der Ähnlichkeit zerstört die filmische Realität. Man fragt sich auch, was die Funktion eines Biopic sein soll: Geschichte zu vermitteln, Vergangenheit gegenwärtig zu machen? Lustigerweise funktioniert das viel besser, wenn man nachliest, was man wissen kann, als wenn man gezwungen ist, sich ständig zu fragen, was Geschichte und was Fiktion ist. Dazu der ziemlich eklige Aspekt des Kostümfilms, das Zurschaustellen der Virtuosität im Nachbilden einer vergangenen Epoche, und da ist ziemlich egal, ob es sich um die 1970er Jahre oder um das 19. Jahrhundert handelt, es bleibt Kindergeburtstag.
Kaum wird‘s wärmer, liegen die Toten auf der Straße.