Frage, warum die Linke zu vornehm ist, eklatante Fehler der Rechten auszunutzen. Ist die Linke nicht überzeugt vom ihrer Politik? Es sieht ja fast so aus, als ob die Rechte viel mehr an die Richtigkeit ihrer Politik glaubt als die Linke und deshalb Lügen, absurde Kehrtwendungen und mangelnde Fairness gerne in Kauf nimmt, um ihre Politik durchzusetzen. Vielleicht ist es aber im Gegenteil so, dass die Rechte von vornherein weiß, dass ihre Politik falsch ist und ausschließlich ihr selbst nützt, und aus genau diesem Grund nur mit Unwahrheiten und Tricks durchzusetzen ist. Daher der radikale Verzicht auf jeden Anstand und jede politische Konsequenz, wenn sie nicht unmittelbar nützlich sind. Genau dies könnte dann aber wieder der Grund für die Wahlgewinne der Rechten sein: Der bedingungslose Wille zum Erfolg erweckt den Eindruck, dass man von der eigenen Sache überzeugt ist.
Wahrscheinlich könnte man von Antworten auf Sachfragen nie so überzeugt sein, wie es die Rechte zu sein scheint, in Wirklichkeit glaubt sie ja nur an den eigenen Erfolg. Dies wiederum das Problem der Linken, die vor dieser Folie hoffnungslos zögerlich und in Sachfragen verstrickt wirken muss. Das Geheimnis der Rechten: Es gibt gar keine Sachfragen, nur Machtfragen. Merkel als perfektes Beispiel: Falls es jemals sachliche Anliegen gegeben haben sollte, sind sie längst durch Machtkalkül abgelöst worden.
Leute, die man gut findet, Leute, die man hervorragend findet, und Leute, die man wirklich liebt. Leute, die man respektiert, aber eigentlich nicht gut findet. Mit allen Schattierungen. Liebe hat wahrscheinlich schon etwas mit Ähnlichkeit des Projekts, Vergleichbarkeit mit der eigenen Arbeit zu tun, hervorragend mit Größe, gut mit Qualität und Respekt mit Handwerk.
Unsicherheit: Eigentlich ja toll, wenn man etwas nicht auf Anhieb beurteilen kann. Merkwürdige Denkbewegungen, wenn wir unsere Meinung im Nachhinein ändern müssen.
Alles sehr zerfahren und unkonzentriert. Nervös.