Einfach irgendwann Schluss machen, wenn es nicht mehr besser, sondern nur noch anders wird. Das heißt, wenn es keinen qualitativen Unterschied mehr macht, ob man weiterarbeitet oder nicht. Das Stück pendelt sich auf einer bestimmten Ebene ein. Im Unterschied zu: Die erste Idee ist immer die beste.
Kriterien, wenn es keine Kriterien gibt: Es geht nicht mehr weiter.
Letztgültiges Kriterium, wenn man immer weiter arbeiten könnte: Abgabetermin.
Die Entscheidung im Moment – aber in welchem Moment?
Entscheidungsfähigkeit definitv eine Frage der körperlichen Befindlichkeit: Wenn Du müde bist, kannst Du keine Entscheidungen fällen. Also darfst Du auch nicht müde sein, wenn Du arbeitest. Es sei denn, Du führst nur aus, oder Du willst ein gewisses Kontrolldefizit provozieren.
Das Komische ist nur, dass Du dann irgendwann auch wirklich den Sack zu machen musst. Du musst dann die Entscheidung, wie Du sie in einem bestimmten Moment getroffen hast, akzeptieren, auch wenn Du aktuell anders entscheiden würdest.
Logischerweise auch die Frage, ob es eigentlich von Stimmungen abhängt, wenn man plötzlich alles gut findet, was man gemacht hat, oder von Erschöpfung. Insofern gehört Selbstbeobachtung definitiv zur Stellenbeschreibung. Und Nichtentscheidbarkeit ist vorprogrammiert.
Zu viele Entscheidungen am Stück und plötzlich akzeptiert man alles. Ziemlich klare Begrenzung der Entscheidungskapazitäten, deutliche Linie, eindeutige Verknüpfung mit aktueller Lebenskraft. Alles andere ist Autopilot – was natürlich auch toll sein kann.