yes is more: not that stupid
eine Geschichte umständlich erzählen/eine Geschichte ZU umständlich erzählen
Ganz normal, dass Leute Fehler machen. In einer Geschichte wirken Fehler aber unglaubwürdig, wie billige Kunstgriffe des Erzählers, um einen bestimmten Ausgang zu erzwingen. In der Geschichte müssen also auch Fehler motiviert sein, es sei denn, man würde sich sehr viel Mühe geben, das Zufällige eines Fehlers zu betonen (und damit zum Thema der Geschichte machen). Frage wäre, ob das tatsächlich unsere Weltsicht ist, oder ob das einfach nur eine Art Abkommen mit dem Erzähler ist, dass wir eine Geschichte nur dann interessant finden, wenn wir das Geschick des Erzählers, den Fortgang seiner Geschichte durchzumotivieren, bewundern können. Der eigentliche Held wäre dann tatsächlich der Erzähler, und es ginge in einer gelungen Geschichte nicht um eine realistische, glaubwürdige Weltsicht, sondern um die geschickte Erfüllung einer hermetischen Erzählhaltung.
Oder geht es eigentlich darum, durch eine sinnvolle Erzählung die Welt als sinnvoll darzustellen, die so sinnvoll gar nicht sein kann?
Das aufstrebende Bürgertum – auweia, nichts wie weg. Besitz = Bürgertum? Sieht ein bisschen danach aus. Wäre schon ein Debakel.
Was sagt Dein Herz?
Ich will ein bisschen …
Bitte auch Kopf aufräumen!
Wo soll ich den denn hinstellen?