Hipster-Bashing: Mal abgesehen von der Hipster-Karrikatur, die da zum Gegner erklärt wird, was ist die Alternative? Was soll daran schlecht sein, möglichst viel wissen zu wollen? Logischerweise kann das Wissen je Einzelgegenstand nur in Ausnahmefällen tiefgehend sein, in der Breite muss es oberflächlich bleiben. Aber soll man sich deswegen nur noch mit seinem eigenen kleinen Spezialgebiet beschäftigen? Und außerdem: Was für eine Möglichkeit haben wir denn, zu verstehen, wohin wir uns bewegen, wenn wir uns nicht mit den vielen Mini-Veränderungen unserer Welt beschäftigen? Der Gelehrte ist da sicher nicht das Gegenmodell. Ganz abgesehen davon, dass der Anti-Hipster natürlich der neue Hipster ist, der plötzlich alles schon immer viel besser gewusst haben will. Eigentlich auch ein ganz unangenehmes Besserwissertum, viel schlimmer als das originale Hipstertum.
Immer wieder Fehlfunktionen: Elektronik ist eigentlich nur interessant, wenn sie – scheinbar oder tatsächlich – nicht funktioniert. Wenn die Koordination zwischen Elektronik und Instrumenten aufgehoben oder bewusst verhindert wird. Wenn das Aussetzen eines Lautsprechers zum eigentlichen Thema der Übertragung wird. Immer wieder ein Knarzen, eine Andeutung von Klang – aber sonst nichts.
If you have nothing to hide, you’re almost certainly an idiot.