Ernst Busch
Mozart, Preussische Quartette: Once more without feeling. Was bleibt, wenn das Gefühl, die Intensität weg ist? Eigentlich ist (fast) alles da, (fast) alles stimmt, super Ideen, aber plötzlich wirkt es retrospektiv, als ob, was vorher da war, rekonstruiert werden müsste. Als ob wir nicht mehr wirklich dabei wären. Kitschig ausgedrückt: Das Herz ist nicht mehr dabei. Warum auch immer, vielleicht einfach aus Erschöpfung. Es tritt aber auch keine neue Qualität hinzu, außer eben die Abwesenheit, die leere Stelle, wo vorher etwas war. In gewisser Weise viel schöner, weil abstrakter, als die Haydn-Quartette, aber definitiv weniger beeindruckend, eigentlich auch ein wenig bedrückend, weil man spürt, dass etwas auf dem Weg kaputt gegangen ist. Wie gefroren. Auf einer Ebene, die nicht unmittelbar an die Musik gekoppelt ist, extrem traurig.
ensemble HAND//WERK
Leiden ist nur echt, wenn es echt ist, übrigens, by the way, wenn du nicht wirklich am Boden bist, ist dein Fake Kitsch, sorry. What you see is what you see.