Die vokale Verarbeitung des Textes ins Instrumentalensemble legen.
Software-Prozesse, die auf physikalischen Grundlagen beruhen, aber in der Transkription nicht mehr nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen: Transposition/Rückung, Dehung/Stauchung, vertikal/horizontal asymmetrische Verzerrung, beliebige Vergrößerung/Detail, dynamische Prozesse der Verarbeitung (immer kleiner/immer größer, immer tiefer/immer höher etc.).
Bei einem solchen Kompositionsprozess wäre es dann möglicherweise fast egal, wie der endgültige/vollständige Text am Ende auf die Musik gelegt wird, und aus dieser Egalität der Textverteilung/Unterlegung könnte die MUSIKALISCHE Qualität der Komposition hervortreten.
Frage wäre dann noch, ob die Auswahl der Soundfiles aus dem Text, und die damit erzeugte Bezogenheit der Soundfiles auf den Text nicht möglicherweise rein formal ist und genauso gut weggelassen bzw. durch andere, nicht mit dem Text verbundene Soundfiles ersetzt werden könnte.
Nicht sicher: Die vokale Gestik eine Reizwortes, der Verlauf dieser vokalen Geste könnte schon einen Teil des expressiven Gehalts des Textes transportieren und in die musikalische Struktur überführen. Vielleicht könnte hierdurch sogar eine ziemlich starke Verbundenenheit von Text und Musik entstehen, durch die Herausarbeitung der gestischen Eigenschaften des Kurzsamples im musikalischen Prozess vielleicht sogar eine deutlich stärkere Verbindung als durch das einfache mit dem Text mit- und am Text entlanglaufen.
Die Auswahl der Reizwörter im Text wäre auch eine starke Strukturierung des Textes und ein erster spürbarer Eingriff in den Text. Eigentlich schon eine Rhythmisierung des Textes, ein Zusammenfassen von Zeilen zu Abschnitten.
Kleiner Nebeneffekt: Die reine Arbeit, die Maloche, das stupide Abarbeiten als Transkribieren wird natürlich viel weniger, wie Kompositionstechnik IMMER Arbeit spart. Und die Arbeit macht mehr Sinn, weil sie Eingriffe/Kritik/Veränderung/Entscheidungen erlaubt und erzwingt/voraussetzt.