Der Arme

Problemstellung: Du musst nicht alles nehmen! Du musst Dein Objekt nicht komplett abbilden!

Tatsächlich hast Du, wenn Du mit Soundfiles arbeitest, feste Objekte, auf die Du Dich beziehst. Es sind feste, fertige Objekte, die, auch wenn Du sie selbst aufgenommen hast, quasi außerhalb der Komposition stehen, nicht TEIL der Komposition sind, sondern OBJEKT der kompositorischen Darstellung. Die Komposition KONSTRUIERT das Objekt nicht, sondern sie STELLT ES DAR.

Dabei gilt für die aufgenommenen Klangobjekte grundsätzlich, dass die Frequenzbänder in Hertz gerechnet gleichmäßig und homogen über das gesamte Spektrum verteilt sind, d.h. dass der Ambitus und die Bewegungsart der Frequenzbänder in allen Bereichen des Spektrums in Hertz gerechnet homogen ist, dass aber aus genau diesem Grund Frequenzbänder, die in Cent umgerechnet werden, also letztlich dem Wahrnehmungsvermögen unseres Gehörs angepasst werden, nach oben immer enger und, auch wenn sie in Hertz wilde Sprünge vollziehen, in Cent im Wesentlichen auf Liegetöne reduziert werden.

Wenn man also die Frequenzbänder eines Klangobjekts in ihrem ursprünglichen Frequenzspektrum belässt, ist es unvermeidlich, dass die größten und auffälligsten Tonbewegungen im Bassbereich stattfinden, und dass die Tonbewegungen nach oben, in den Sopranbereich hinein, immer geringfügiger werden, bis sie schließlich völlig verschwinden und in das Erscheinen und Verschwinden von Liegetönen übergehen. (Das entspricht dann im Übrigen von Ferne der Bewegungsverteilung im Generalbass.)

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