Kader Attia, La Piste d’Atterrissage (2003)
Projektorgeräusch
Arabpop
Gespräch
Transvestiten
Belly Dance
Trommeln
Camille Henrot: Cut/Delay (Coupé/Décalé)
Wäre ja vielleicht gar keine schlechte Idee, eine Aufführung und ihre Verstärkung minimal gegeneinander zu verschieben, vielleicht auch Abstände zu verändern, 1 Sekunde, 2 Sekunden, eine halbe Sekunde, etc.?
Auch wenn sich das Ensemble anzupassen versucht, bleibt der Abstand gleich – nur das (Gesamt-) Tempo verändert sich.
Eigentlich das perfekte Medium dafür. Könnte auch mit sich selbst multipliziert werden, so dass die Verschiedenheit größer wird, wenn der Abstand größer wird, und verschwindet, wenn die Schichten zusammenfallen: Replay mit dem aktuellen Geschehen multiplizieren. Problem: Könnte immer gut/immer schlecht klingen, also eigentlich bescheuert sein.
Was ist denn eigentlich das Problem? Das Problem ist, dass die Instrumentalmusik keine Elektronik und die Elektronik keine Instrumentalmusik braucht. Und man beides wahnsinnig leicht verwenden kann, um das andere aufzupeppen. Und wahrscheinlich bei einer intelligenten Lösung die Instrumentalmusik absolut minimal sein müsste. Und ob man das will, logischerweise.
Komisch, dass das Unentschiedene plötzlich so ein Gewicht bekommt.