Ganz interessant, wie man immer wieder allmählich zu wählerisch wird und sich das dann wieder abgewöhnen muss, davon wegarbeiten muss, oder warten, bis es vorbei ist, bis diese Haltung von alleine zusammenbricht
Felswände, schroff, eigentlich eine riesige Höhle, oder ein Überhang, der in seiner Schwere über uns zu schweben scheint: Bild, Screen, Bewegung, Leinwand.
Nee, das geht jetzt wirklich gar nicht: Alles, was man auslässt, weglässt, was wegfällt, weil es nicht passend scheint oder weil es nicht aussprechbar ist. Es bleiben nur die Reaktionen, Antworten, Anschlüsse, die noch nicht einmal unbedingt auf die Fehlstellen verweisen, erst recht nicht auf das, was fehlt. Eher scheinen sie auf sich selbst zu verweisen, mit sich selbst zufrieden zu sein. Schweben im Raum.
Wie wäre das: Streichquartett tritt auf, setzt sich, spielt einige Takte, und steht gleich wieder auf, um hinter der Bühne zu verschwinden. Nach einigen Minuten kommt es zurück, spielt diesmal etwas längere Taktfolge, und tritt sofort wieder ab. Und so fort: Dauer der Auftritte und Dauer der Pausen exakt auskomponiert, keinerlei Reaktion auf das Publikum, kein Verbeugen, kein Warten, bis das Publikum ruhig ist, keine Rücksicht auf Applaus. Auch zuletzt einfaches Abtreten und dann, vielleicht nach vorherbestimmter Zeit, letzter Auftritt für Applaus, um die Gesamtdarstellung des Stückes zu definieren. Etwa 40 Minuten, wie Zwei/2240. Quasi Parallelstück. Auf keinen Fall auf der Bühne bleiben, kein pathetisches Warten, keine Ungeduld, keine Bedeutung. Könnte auch in der Zwischenzeit etwas anderes passieren (Interpreten/Publikum), nur die exakten Zeitabstände müssen eingehalten werden.