Seelenlandschaften

Was soll das eigentlich sein? Gibt es ja tatsächlich, dass Landschaften etwas auszudrücken scheinen, auch wenn das real eher Unsinn ist. Ganz interessant dann aber, wenn man sich eine Landschaft vorstellt oder von ihr träumt, wenn sie also nicht mehr real ist, sondern auf realen Vorbildern aufbaut. Was macht denn da die Seele mit der Landschaft? Werden da reale Empfindungen vor echten Landschaften rückimaginiert, werden da z.B. Bedrohungen, die einer echten Landschaft innewohnen könnten, rückgeschlossen, werden also z.B. Ängste durch Bedrohungen, die von einer imaginierten Landschaft ausgehen könnten, bebildert? Ist wahrscheinlich noch ein bisschen komplizierter, viele Erfahrungen, die in einem Bild zusammenfließen. Nochmal komplizierter übrigens, wenn eine reale Landschaft imaginiert wird: Die Empfindungen von damals oder die Empfindungen von heute oder – am wahrscheinlichsten – ein Gemisch, eine Verquickung. Ähnliches Problem: Bild einer realen Landschaft vs. Bild einer imaginierten Landschaft. Die Seele. Lustig. Könnte aber tatsächlich eine Funktion von Landschaftsmalerei sein: Die Seele erkunden.

Der stramme Marxist hat halt wenig Ahnung von den feineren Verflechtungen der Seele, wie alle, die grundsätzlich davon ausgehen, dass sie recht haben.

Landschaft natürlich auch Urbild von Material, Reservoir.

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