Gagokbounce 1-n: Z.B. Stimme solo, Stimme + Daegeum, Stimme + Geomungo, Stimme + Geomungo + Mundorgel, Stimme + komplettes Ensemble, immer nur Ausschnitte aus komplettem Gesang, beliebig erweiterbar durch neuen Gesang, Titel immer: Gagokbounce n: Erste Zeile. Alles auf übergenauer Transkription aufbauen, sozusagen Ensemblestruktur sinnlos vertikal auseinandernehmen.
Caravaggio, Ribera, Guercino: Im Grunde extrem schnelle Malerei, zumindest was die mehrfigurigen Arbeiten betrifft, komplexe Montage von Blicken (der Figuren, aber auch der Betrachter).
Haltetöne: Stück nur aus beschissenen Haltetönen aufbauen, quasi nur Hintergrund. Oder den Vordergrund wie Hintergrund behandeln. Aktivitätsinseln einbauen. Haltetöne offensichtlich nicht das gleiche wie Pausen, da sie trotz minimaler Aktion eine körperliche Aktion voraussetzen (Instrument oder Lautsprecher). Elektronische Instrumente oft wie negative Aktion, weil sie die körperliche Aktion der akustischen Instrumente rein akustisch negieren/ad absurdum führen: Man hört sofort, dass es sich um keine echte Aktion handelt. Bedienen statt spielen.
Missqualität als Stimmung: In bestimmten Situationen funktioniert ein technisch anspruchsloses, kompositorisch eigentlich inexistentes Stück tatsächlich besser als eine wirklich ausgearbeitete Komposition. Weil es nur eine Stimmung aufruft, eine Assoziation herstellt und nicht durch Ambitionen, die davon ablenken, stört. Es klingt wie echte Musik, aber ohne die störende kompositorische Intensität. Und man muss zugeben, dass das eben auch eine eigene, ein bisschen beunruhigende Qualität haben kann. Auch wenn es eigentlich eine komplette Selbstverarschung des Komponisten und des Publikums ist. Sozusagen Faszination mit absolut nichts. Eben auch: Der absolute Kitsch als positive Qualität.
Ich freue mich auf alles.
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