Just in time. Almost.

Mhm, stimmt tatsächlich (Caravaggio): Wenn man sich klassische malerische Konzeptionen auf ihre formale Komposition hin anschaut, kann man erstaunlich viel über musikalische Dramaturgie und Spannungsverhältnisse lernen.

Etwas mit total übertriebenem Zeitbezug machen, aber ohne Ironie. Total überkodieren, bis es einem zu den Ohren herauskommt.

Aber ja, das könnte eine Strategie sein: Den ganzen scheiß Zeitbezug so fett zurückspielen, oder so täuschend echt nachspielen, dass man es vom Original gar nicht mehr unterscheiden kann.

Auf jeden Fall müsste die doofe kritische Distanz, ich weiß es besser, Ihr müsst nur auf mich hören, wegfallen.

Die Versprechen der Philosophie, leider nie eingehalten. Wieviele Bücher, bei denen man hofft, das bringt uns weiter, das könnte eine Lösung sein, und jedes Mal die Enttäuschung der Banalität, des im besten Fall gut gemachten, der harten Arbeit, in den meisten Fällen aber der unbegründeten Behauptung, der argumentativen Anmaßung oder der Inhaltslosigkeit. Trotzdem immer wieder neue Hoffnung: Da könnte etwas drin stehen, was Dir hilft. Die absolute Neugier, hervorgerufen durch einen tollen Titel, und das fast genauso große Bedauern, wenn man sieht, dass der tatsächliche Erkenntnisgewinnung gering ist und das Buch im wesentlichen nur zur Anreicherung des argumentativen Wortschatzes zu gebrauchen ist. Und zwar durch alle Jahrhunderte hindurch, ich spreche nicht von philosophischen Neuerscheinungen.

Auch interessant: Die vielen Personen, die auch dann, wenn sie in hohen und höchsten Positionen sitzen, wirken, als ob sie auf das System, das sie steuern sollen, eigentlich keinen Einfluss haben. Als ob sie eher Opfer als Täter wären. Als ob die Gesamtorganisation der beteiligten Interessen längst viel stärker wäre als jede einzelne Führungsposition. The hunter and the hunt.

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