Richter, Kerze: Als Bild erstaunlich reizlos, paradoxerweise erst die Fotografie, die aus dem Bild nach einer Fotografie eine Ikone macht. Weil die uninteressante Machart mit ihrer stumpfen Oberfläche wegfällt und das perfekte Abbild bleibt. Sorry, aber brushstroke DOES matter, auch wenn man ihn nicht sieht. Es sei denn, es soll wirklich so tot aussehen. Das wäre dann eine ziemlich interessante Entscheidung GEGEN das Bild.
Fotorealistische Kunst sieht auf Fotos viel besser aus als im Original. Sieht dann nämlich tatsächlich aus wie ein Bild, nicht wie ein abgemaltes Foto. Lustig.
Sample: It’s a new… Enthusiastischer Pop-Chorus. Sammeln. Vielleicht auch nachbauen. Stichwort: Genre.
1. David Bowie: Black Star
2. Kanye West: The Life Of Pablo
3. Babyfather: „BBF“ Hosted By DJ Escrow
4. Frank Ocean: Endless
5. KA: Honor Killed The Samurai
6. Purple Tape Pedigree: CELL, Issue 02: Club Cacao – Vae Solis / CELL 02 (Audio Codex)
7. Fatima Al Qadiri: Brute
8. 18+: FORE
9. Young Thug: No, My Name is Jeffrey
10. N-Prolenta: A Love Story 4 @deezius, Neo, Chuk, E, Milkleaves, Angel, ISIS, + Every1else…. And Most Of All MY DAMN SELF 12“
11. Celestial Trax: From The Womb
12. Moor Mother: Fetish Bones
13. Frank Ocean: Blonde
14. Jenny Hval: Blood Bitch
15. Will Long: Long Trax
16. Young Thug: I’m Up
17. Demdike Stare: Testpressings
18. 18+: Collect
19. Future: Evol
20. I Wayan Sinti MA: Suling Gambuh – Balinese solo flute
21. Cardi B: Gangsta Bitch Music Vol. 1
22. WWWINGS: PHOENIXXX
23. Mykki Blanco: Mykki
24. Dedekind Cut: $uccessor
25. Loretta Lynn: Full Circle
26. ABBA/Portishead: SOS
27. Space Camp 1991: Space Camp 1991
28. HEXA: Factory Photography
29. D/P/I: Composer
30. Amnesia Scanner: AS EP
31. Tinashe: Nightride
32. Cassy: Donna
33. Jean-Louis Huhta: NO HISTORY NO FUTURE
34. MORO: SAN BENITO
35. Studio OST: Scenes (2012-2015)
36. Yaleesa Hall: Woodall
37. Jenny Lanza: Oh No
38. Sam Kidel: Disruptive Muzak
39. Elysia Crampton: Demon City
40. SpaceGhostPurrp: Blackland Radio 666 Pt. 2 Episode 1. EP
41. N-Prolenta & Dviance: STRIATED INATTENTION AND A CRIPPLED BLISSING
42. Marissa Nadler: Bury Your Name EP
43. Graham Lambkin: Community
44. Klein: Lagata
45. Fear of Men: Fall Forever
46. Suzanne Ciani: Buchla Concerts 1975
46. Vince Staples: Prima Donna
47. Martyrdod: List
48. Palmistry: Pagan
49. SHALT: Acheron
50. Désormais: Drown Variations
51. LILLITH双生: (SEASON_0) Hazard Garden
52. VA: TEKLIFE VIP
53. Matthew Revert/Vanessa Rossetto: Earnest Rubbish
54. KAGAMI Smile: M.O.U.T.H.T.R.I.P
55. Hannah Peel: Awake but Always Dreaming
56. Elysia Crampton: Dissolution of The Sovereign: A Time Slide Into The Future (Or: A Non-Abled Offender’s Exercise in Jurisprudence)
57. VA: Music of Morocco, Recorded by Paul Bowles, 1959
58. Archibald Slim & Ethereal: Slum Beautiful
59. Ekin Fil: Heavy
60. Demdike Stare: Wonderland
61. Vanessa Rossetto: The Way You Make Me Feel
62. Katie Dey: Flood Network
63. Jake Meginsky: Seven Psychotropic Sinewave Palindromes
64. VA: #FEELINGS Vol. 1
65. Beatwife: Ranch Road 10400
66. Rennick Bell: Empty Lake
67. Martha: Hyp 278
68. Eaves: Verloren
69. Amnesia Scanner & Bill Kouligas: LEXACHAST
70. Apk ♀ ᴎᴇᴛ ☯ Ltd℻: ⦇⦇⦇ⓢꝎⓝ⦈⦈⦈
71. Pierce Warnecke: Memory Fragments
72. DJ Diamond: Footwork or Die
73. The Outfit, TX: Green Lights (Everythang Goin)
74. Tevo Howard: A Decade of Me
75. Solange: A Seat at the Table
Ich dachte mir noch, oh, David Bowie hat sein erstes wirklich gutes Album gemacht, da wurde auch schon sein Tod gemeldet. Natürlich ein Wahnsinns Abgang, krass tapfer und konsequent zu Ende gebracht, fühlt sich aber trotzdem irgendwie komisch an.
Und dann doch wieder Kanye. Obwohl man bei den Vorab-Videos dachte, dass es nun wirklich zu Ende geht mit ihm. Dann die Platte, und es ist sofort klar, dass die Stücke quasi durchgerechnet und im Gesamtzusammenhang des Albums nicht nur unverzichtbar, sondern tatsächlich auch perfekte Stücke sind. Quasi Kuratoren-Musik, am offensichtlichsten am Anfang und in Low Lights, wo er einen kompletten Bekenntnismonolog von einer anderen Platte nimmt und fast ohne Veränderung einfügt. Tatsächlich wird die Platte dadurch besser, dass er nicht alles selber macht, und dass er auch nicht das Gefühl hat, alles selbst machen zu müssen.
Ganz nebenbei hat er damit eben auch noch das Jahr des Gospel eingeläutet.
Mit Abstand fühlt sich das an wie ein Rückblick auf glanzvolle Zeiten, in denen das Leben leichter und lässiger war. Wo man aus dem Vollen schöpfen konnte und nicht jeden Move begründen musste. War bestimmt nicht so, zeigt aber, wie sehr sich unsere Welt verändert hat.
Letztlich auch angenehm aggressiv – und extrem privat. Bin nicht sicher, ob das heute noch gehen würde.