Zelt

Zahlen: Natürlich auch deswegen so attraktiv, weil man sie nicht vollständig beherrscht. Man kann sie so anpassen, dass sie weitgehend das repräsentieren, was man ausarbeiten will, man wird aber nie ganz genau wissen, was man gerade macht, und genau das ist der Punkt: Das exakte Ergebnis lenkt nicht von der Ausarbeitung ab, man kann sich mit einzelnen Aspekten des Materials beschäftigen, ohne die ganze Zeit schon das Endergebnis konkret vor Augen zu haben. Und vielleicht würde das Endergebnis ja tatsächlich von der kompositorischen Arbeit ablenken: Es sollte nicht zu früh im Raum stehen, man sollte sich nicht zu früh darauf ausruhen können.

Und genau deswegen hilft es einem auch, wirklich klare, eindeutige Entscheidung zu treffen: Weil man sich nicht die ganze Zeit Fragen wie, geht das wirklich, kann man das wirklich machen, stellen muss, sondern einfach macht, und schaut, was dabei herauskommt. Und dann vielleicht damit dealt, was herausgekommen ist, aber nicht schon die ganze Zeit vorher damit rummacht. Ist einfach zu viel auf einmal.

Immer wieder überschreiben, immer wieder erneuern, immer wieder erweitern. Und wenn sich das Überschreiben nicht mehr lohnt, ist es fertig.

Eigentlich die perfekte Gelegenheit, noch mal im Detail, aber ohne zu großen Aufwand auszutesten, was es mit dieser Arbeitsweise auf sich hat. What the fuck is form? Form spricht, alles andere ist Babykram. Und genau das ist mein Problem. Du weißt schon wo. Adresse, Adressat.

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