DECOMUNICAZIONE

Wahrscheinlich ließe sich tatsächlich nachweisen, dass die Dringlichkeit des Redeflusses in umgekehrtem Verhältnis zum IQ der sprechenden Person steht – sehr unangenehm und ein echtes gesellschaftlich-politisches Problem. Möglicherweise noch nicht einmal eine festgeschriebene Position, sondern eher ein dynamisches Verhältnis: Die Qualität sinkt mit steigender Quantität. Wenn du dich entschließt, in den Diskurs einzusteigen, musst du auch die Konsequenzen für dein Denken tragen. Also lässt du es lieber gleich.

radikaler Opportunismus

Bei jemandem wie TT ist es offensichtlich fetischistisch, ein Konzert zu veranstalten/in ein Konzert zu gehen. TT ist so offensichtlich ein digitaler Künstler, dass es in einem Konzert ausschließlich darum gehen kann, wie sieht der in echt aus/wie benimmt der sich, was letztlich zutiefst boring und auch gänzlich uninteressant ist. Ein grotesker Trugschluss zu denken, dass man das digitale Medium dann plötzlich zurück in die analoge Konzertform überführen kann – oder eben einfach nur Geldverdien-Kompromiss auf der Künstlerseite, und ein Originalitäts-Kompromiss auf der Veranstalter-Seite.

better to do than not to

Erschreckend, wie genau die Ich-bin-kein-Roboter-Bildchen im Netz unsere Realität beschreiben: Das ist unser Leben. Genau so sieht es aus.

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