Wenn man sich alles nochmal anschaut unter dem Aspekt, wie es aussehen würde, wenn das jemand auf der Bühne spielt. Also nicht unter einem theatralen Aspekt, der zusätzliches Material und eine zusätzliche Form der Dramaturgie einbringen würde, sondern einfach nur mit der Frage, ob es sinnvoll ist, das auf der Bühne, vor Publikum zu tun. Dass ein Stück in dem Moment, in dem es auf der Bühne vor Publikum aufgeführt wird, nicht mehr als rein akustische Information angesehen werden kann, sondern im wesentlichen Aufführungsmaterial ist, das nicht nur akustische und visuelle Eindrücke produziert, sondern letztlich auch die Ausführenden vorführt. Die Konsequenzen dürften nicht offensichtlich sein, sondern eher darin bestehen, dass es plötzlich nicht mehr unangenehm ist, Musikern auf der Bühne zuzuschauen.
Ganz interessant, dass nur noch Penner und Freaks wirklich gut ausschauen. Der eine groß, kräftig, durch extremen Dreck genial verfärbte Kleidung, der andere ultraasthenisch, mit einem Becken, das weit vor dem Brustkorb platziert ist. Klingt zynisch, ist aber real. Letztlich die Rache der sozialen Verlierer.
Alles andere ist bekannt, alles andere kann man sich kaufen. Was wir wahrscheinlich Demna Gvasalia zu verdanken haben. Der hat da schon ziemlich genau drüber nachgedacht – ohne zynisch zu sein. Und wie ist das mit der Polentasche von LV?
Meaning (möglicherweise): Ab jetzt zählt nur noch der Freak.