It’s no fun any more, I’m sorry.

Transkriptionstechniken/Neue Musik

Elektronik: Sehr sparsam anfangen, kaum, vielleicht gar nicht hörbar, am Ende alles übertönend.

FRKWYS 15, Serenitatem: Einfache, aber ziemlich schöne Sprachverfremdung (minidelay + pitching)

style & fashion: wird uns leider auch nicht retten

Mixer/Ventilator/E-Bow etc.: Theoretisch für liegende Flächen ja tatsächlich eine interessante Option, sozusagen eine mechanische Form der Energieerhaltung. Ein entscheidender Punkt dabei wäre der Gegensatz zwischen der anstrengungsfreien und theoretisch unendlich lang laufenden Repetition der Maschine und der von Erschöpfung und Unregelmäßigkeit geprägten Repetition des menschlichen Körpers. Ein weiterer Punkt die Frage, ob es möglich ist, das Gimmick-artige dieser Idee verschwinden zu lassen. Und ein dritter, ob es nicht vielleicht sogar möglich ist, eine gewisse Körperlichkeit in diese mechanische Repetition zu bringen, z.b. mit Accelerando- oder Crescendo-Effekten (die natürlich auch rein mechanisch gesteuert würden, aber dennoch nachvollziehbar gesteuert, und nicht sich selbst überlassen). Doppelter E-Bow/doppelter Ventilator, oder virtuose Sequenzen könnten eine Möglichkeit sein, der mechanistischen Repetition Körperlichkeit zu geben. Was aber eben auch genau die falsche Strategie sein könnte. Vielleicht am besten: Winzige Manipulationen.

Unter Umständen alle melodischen Instrumentalklänge wegnehmen, wirklich nur andeuten, quasi zerstören. Problem: Dass ein großer Teil der Vibrati quasi mechanisch sind. Wie kriege ich das hin, wenn sie tatsächlich ausgespielt werden müssen?

Ist ein bisschen schade, weil leider sehr Neue Musik konform, aber eindeutig als Befund: Wenn das Ensemble als ein Instrument behandelt werden soll, kann man nicht alle parallel spielen lassen, also verdoppeln. Die instrumentalen Gesten können nicht intakt bleiben, sondern müssen aufgebrochen und neu zusammengesetzt werden. Nur absurde Aktionskombinationen lösen sich selbst als Geste auf bzw. werden zu einer neuen Geste, müssen also nicht von außen aufgebrochen werden. Verdopplung betont letztlich die Einzelstimmen.

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