Schmerzensmann

Karl Lehmann

Es gibt keine Geheimnisse mehr.
Es gibt keine offenen Fragen mehr.
Was bedeutet das für uns? Dass die Hoffnung, hinter der nächsten Ecke könnte etwas warten, das unsere Welt komplett verändert, zumindest auf der Wissensebene ersatzlos gestrichen ist. Es sei denn, man sucht sich Gebiete, die immer noch schwer zu erschließen sind.

Austernpilze, Schirme und Stengel 
Festes Tofu, relativ grob geschnitten 
Milde Chillis 
Mönchsbart

In Südamerika: Brusttasche mit Messer an Stock aufgeschnitten, damit Geldbörse herausfällt. Dabei Brust mit angeritzt. Bilder, die immer wiederkehren. Andere gar nicht, für immer verschwunden, sind eben gar nicht da. Sowas wie der in der Zeit fortentwickelte Fingerabdruck des Gedächtnisses.

Genau träumen/sich vorstellen, wie ein Knochen bricht. Tagträume zwischen dunklen Gedanken.

Das einzige, was man hier lernen kann: Wie unendlich platt die Bühne sein kann, und wie unvorstellbar unempfindlich dabei mit der Musik umgegangen wird. Letztlich auch, dass das darstellende Grimassieren und Gestikulieren zu Musik nicht wirklich eine gute Idee ist. Bei soviel Grobheit beginnt man sich nach Beckett zurückzusehnen. Auch das dokumentarische Theater ist natürlich ein möglicher Weg aus dieser Falle. Genau wie die trashige Überspitzung. Aber, natürlich, alles längst Presets geworden, die nur graduell frischer sind als die Posen des gestischen Theaters. In other words: Find something new. Überlege dir, wie dein Theater wirklich aussehen soll auf der Bühne. Möglicherweise Mikrochoreographie.

Der heute 18jährige hatte seit Jahren schwere Alkoholprobleme.

Trap-Klicken = Footwork-Klicken

Gitarrenvideounterricht: Das vermeiden ungewollter Nebengeräusche beim Spielen. Genau! Nur umgekehrt.

Man fragt sich natürlich schon: Wie wird man eigentlich sterben.

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