How does the world look like? Im Prinzip interessant, diese Prüf- und Klickbilder im internet, weil sie auf eine völlig bizarre und scheinbar zufällige Art tatsächlich unsere Welt zeigen. In gewisser Weise hat man immer wieder das Gefühl: Ja, genau so sieht es aus, gerade weil die Bilder so extrem kunstlos und willkürlich sind.
Interessant, dass alternative Interpreten oft noch viel spießiger wirken als der Mainstream. Ist nicht schlimm, aber schade. Weiß nicht, ob das am kleineren Wirkungskreis, der geringeren Welterfahrung, oder einfach an einer gewissen Selbstgenügsamkeit liegt. Könnte auch mit dem relativ offensichtlich vorgelebten Gefühl zu tun haben, dass man das Richtige tut. Bringt einen halt nicht weiter, leider.
Es geht hier nicht mehr um ein Zelebrieren des Verschwindens, dass etwas kaum noch oder gerade wieder wahrgenommen werden kann, dass die Sinne also in demonstrativer Schärfung auf winzige optische oder akustische Phänomene hin eingestellt werden (eine inzwischen etwas plump gewordene Form des künstlerischen Pathos), sondern darum, dass wir alles mühelos wahrnehmen können, dass wir aber nicht wissen, wo es beginnt und wo es aufhört, und vor allem nicht, welchem Bereich des Lebens es zuzuordnen ist, etwa der Welt der Werbung oder der Welt der Kunst, diese aber nur als exemplarische Bereiche in einer viel feineren Abstufung von Kategorien.
Politische Oper als Ultraopportunismus. Und vermutlich merken sie es noch nicht einmal.
Beethoven Bagatellen: Eigentlich so etwas wie leere Musik, oder kann man das auch anders verstehen? Und gibt es irgendeine realistische Möglichkeit, dass das nicht Absicht ist? Aber was will er damit, was will er damit zeigen?