Fake for Forschung

Z.B. Conforce, Dawn Chorus: Erstaunlich, dass ich die Alben, die konsequent einen bestimmten Post-Technoklang durchdeklinieren, in diesem Bereich immer noch (oder wieder) am überzeugendsten finde. Hat sicher auch mit einer stabilen Stimmung/Atmosphäre zu tun, die dadurch etabliert werden kann.

Besteht der Todestrieb nicht zu einem großen Teil aus dem Impuls, es endlich hinter sich haben zu wollen? Nicht mehr darauf warten zu müssen, dass es passiert? Könnte mir vorstellen, dass bestimmte Formen von Mord einen ähnlichen Antrieb haben.

Der Adler: Kurze Einwürfe, sehr schnell gesprochen, daher ausdrucksfrei. Keine längeren Passagen, keine Schnellsprechorgien.

Immer noch darüber nachdenken, mit Samplern neutralen Ausdruck quasi einzuspielen.

Vielleicht ist die Übertragung von Romanstoffen auf die Bühne nicht vor allem der Erschließung neuer Themen/Geschichten geschuldet, sondern dem Interesse am Medienbruch, dass der Stoff noch nicht zurechtgelegt ist, dass die Darstellung den Zwängen des Romans und nicht der Bühne folgt, und dadurch Details in die Bühnendarstellung einbringen kann, die beim direkten Schreiben für die Bühne normalerweise nicht aufscheinen würden. Elektronik/Instrumentalmusik.

Fehlstart – schöner Klang – als Material. Ist jetzt eben auch zu Fremdmaterial geworden.

Karin Kneffel: Bläsersatz, ziemlich schön. Verschwommen, verzerrt: Eine echte, aber realistische Anamorphose.

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