Vielleicht ist Musik da sogar im Vorteil: Wir können tatsächlich Musik über Musik schreiben, ohne kopieren zu müssen, bzw. wir müssen nicht allzu viel ändern, um eine komplett andere Wirkung zu erzielen. Und wir müssen nicht gegen das Foto als permanente gegenständliche Bildquelle kämpfen. Popmusik ist da vermutlich viel harmloser als Gegner. Und ebenfalls sehr einfach in eine andere Richtung zu wenden.
Ich öffne: Viel lauter, so dass man den akustischen Klang nicht mehr hört/die Instrumente völlig übertönt werden. Überintime, aber viel zu laute Lautsprechermusik.
Amanda Michalopoulou
Diabelli Variationen: Studie darüber, dass alles auch viel länger, oder viel kürzer sein könnte. Oder anders. Einfach mehr, oder weniger, oder anders sequenzieren. Und natürlich ganz anders weitergehen könnte. Die Frage wäre, was die expressive Idee des Stückes ist – wenn es eine gibt. Witz könnte eine Idee sein, letztlich auch ein gewisser Zynismus – vielleicht sogar ein gewisser Sadismus. Auch bei den offenbar innigsten Partien ist man nicht sicher, ob man nicht vorgeführt wird.