Aggressive Tonalität ist wahrscheinlich die einzige Grundlage, auf der komponierte Musik heute eine irgendwie weiterreichende Bedeutung erzielen kann.
Es ist natürlich schon die Darstellung, die einen am Ende interessiert. Die Ähnlichkeit, die Erinnerung, also ganz einfache, unmittelbar nachvollziehbare Dinge. Ansonsten vielleicht noch die Funktion, die aber sicher auch einen Aspekt des Gegenständlichen vertritt.
Ein Problem von Atonalität könnte sein, dass sie nicht zu schwer, sondern zu leicht verständlich ist: Sie ist genau das, was sie ist, es gibt keine Perspektive, kein Geheimnis, nichts zu verstehen. Konzeptualismus ist nicht atonal, das Konzept ist immer gegenständlich.
Natürlich weißt du, wie Schimmel schmeckt.
Category Archives: Essen
Shit & Shine
Subtilität und Mehrdeutigkeit
Cops on my dick in Philly,
I’m ‘bout to move to Atlanta,
and I wish she could see me,
I do this shit for grandma.
Der Hunger ist mein Frühstück (I mean it).
Sinnlosigkeit: Warum sollte man sich die ganzen Gespräche, Anweisungen, Ratschläge nochmal anhören? Aber genau deswegen ist es interessant!
Lady Macbeth of Minsk – benutzen!
Whatever happened to – I don’t even know what – Innovation, Neuerung, Erfindung?
Pop benutzen? Fühlt sich irgendwie übergriffig an, als ob man sich das nicht verdient hätte. Wenn, dann knallhart, ultra direkt, ohne Ausflüchte. Müsste eigentlich gehen. Mein AS-Stück.
Musik und Sprache. Musik und Sprechen. Sprache, sprechen, reden, labern. Letztlich auch Pontormo. Blog.
Plötzlich ein Gefühl wie: Mir wird das Material nie mehr ausgehen können. Ruhig dann auch mal wieder davon weg arbeiten, sich entfernen. Zum Beispiel Schostakovich. Wirklich nur einzelne Stellen, Abschnitte, Takte verwenden, immer weiter und weiter verarbeiten, bis – vielleicht – nichts mehr übrig ist.
So Help Me God
SWISH
Waves
The Life of Pablo
Man darf nie aussprechen, was man wirklich will.
einfach weglachen
Lustig, Klänge, die man wiedererkennt, die man aber selten bewusst wahrnimmt, z.B. das Klopfen auf Putz, das meistens ziemlich hohl klingt, als ob eine dünne Schicht Luft zwischen Putz und Wand liegen würde – was manchmal ja stimmt, wenn der Putz anfängt sich abzulösen, meistens aber nicht – nehme ich zumindest an.
Ganz interessant, wieviele Bilder es inzwischen gibt, in denen die Zubereitung von Essen mit Töten oder Mord in Verbindung gebracht wird. Wenn man sich die Vorgänge genau anschaut, haben sie tatsächlich eine gewisse Grausamkeit an sich. Und das betrifft beileibe nicht nur tierische Produkte – vielleicht sogar im Gegenteil: Es sieht halt schon ziemlich fies aus, wenn man eine Paprika der Länge nach aufschlitzt und in kleine Stücke schneidet. Prachtvolles Meucheln.
Of course I always live in fear, how could I not to? How could it be otherwise?
1. 방탄소년단 (BTS): Love Yourself 轉 ‚Tear’
2. Haiyti: Montenegro Zero
3. J Balvin: Vibras
4. JPEGMAFIA: Veteran
5. Low: Double Negative
6. Zuli: Terminal
7. Kelman Duran: 13t Month
8. Joey Purp: QUARTERTHING
9. Rosalía: El Mal Querer
10. Graham Lambkin: No Better No Worse (Vol 1)
11. Popcaan: Forever
12. A.G. Cook: Hollywood Ambient
13. Father: Awful Swim
14. Klein: cc EP
15. Playboi Carti: Die Lit
16. Hermit & The Recluse: Orpheus vs. The Sirens
17. Westside Gunn: Supreme Blientele
18. BlocBoy JB: Simi
19. Pablo’s Eye: Spring Break
20. Ms Banks: The Coldest Winter Ever
21. XXXTENTACION: ?
22. Blood Orange: Negro Swan
23. Pusha-T: Daytona
24. Amine: ONEPOINTFIVE
25. Tirzah: Devotion
26. Nicki Minaj: Queen
27. Marissa Nadler: For My Crimes
28. Leikeli47: Acrylic
29. Rian Treanor: RAVEDIT
30. Earl Sweatshirt: Some Rap Songs
31. Evitceles: Anuket
32. Elysia Crampton: Elysia Crampton
33. Roc Marciano: Behold A Dark Horse
34. Clara!: Reggaetoneras 3
35. Lykke Li: So Sad So Sexy
36. Doja Cat: Amala
37. Young Dolph: Role Model
38. The Armed: Only Love
39. Meyers: Struggle Artists
40. Tinashe: Joyride
41. Joan of Arc: 1984
42. The Caretaker: Everywhere At The End Of Time – Stage 4
43. Alex Zhang Hungtai: Divine Weight
44. Tierra Whack: Whack World
45. Kanye West, Kid Cudi: KIDS SEE GHOSTS
46. Acre: Hollow Body
47. Roc Marciano: Rosebudd’s Revenge 2: The Bitter Dose
48. Post Malone: beerbongs & bentleys
49. Bambu: Exrcising A Demon | Article I | A Few Left
50. U.S. Girls: In a Poem Unlimited
51. Xzavier Stone: POINTCLOUDS 2
52. Denzel Curry: TA1300
53. James ‘Creole’ Thomas: Omas Sextet
54. Hannah Diamond: Soon I won’t see you at all
55. Aisha Devi: DNA Feelings
56. Varg: Nordic Flora Series Pt.4, Techno Music
57. Cholula Dans Division: Heavenly Sounds in Lo-fi Vol.1
58. Zaumne: Emo Dub
59. EQ Why & Traxman: WhyTrax
60. Second Woman: Instant / Apart
61. Smino: NØIR
62. Matthewdavid: Time Flying Beats
63. Janek Schaefer: What Light There Is Tells Us Nothing
64. Blood Room & TANS: LENZ
65. Teresa Winter: What The Night Is For
66. Gacha Bakradze: Word Color
67. Cecilia: Adoration
68. Der Kindestod: God As Daddy the Deranged
69. Priscilla Renea: Coloured
70. Pink Siifu: ensley
71. xin: To Shock the Sky and Shake the Earth
72. John Tilbury / Keith Rowe / Kjell Bjorgeengen: Sissel
73. Marianne Faithfull: Negative Capability
74. Lukah: „Chickenwire”
75. Carola Baer: The Story Of Valerie
76. anemone: anemone
77. City Girls: Girl Code
78. Kane Brown: Experiment
79. Kelman Duran: DC I
80. Jay Bolotin: No One Seems to Notice That It’s Raining (Previously Unreleased Recordings 1970-75)
81. NAO: Saturn
82. Kelman Duran & Asha Mirr: DISPLAY 009/010
83. Senyawa: Sujud
84. Shoeg: Container
85. Ian Isiah: Shugga Sextape (Vol. 1)
86. Hilary Woods: Colt
87. Maria w Horn: Kontrapoetik
88. Thou: Magus
89. Gel: Drama Tools
90. Gemini Sisters: Gemini Sisters
91. Kaia Kater: Grenades
92. Georgie McVicar: Failure to Meet Repayments Could Result in One (or
more) of the Following Being Actioned Against You
93. Strict Nurse: Erratic
94. Kodak Black: Heart Break Kodak
95. Raime: We Can’t Be That Far from the Beginning
96. Drake: Scorpion
97. DJ Playstation: 1984 EP
98. RetcH: After The Verdict
99. Oneohtrix Point Never: The Station
100. I Gst Sudarsana: GAYATRI MANTRAM
Auf den ersten Blick schlappes Jahr, viele faule Witze. Klingt sehr erschöpft. Kann mich komischerweise nicht wirklich daran erinnern, wie sich das angefühlt hat. Awful Records so ein bisschen das Sprachrohr des Jahres: Knallig, gut gemacht, gleichzeitig aber auch demonstrativ lässig und antikonventionell. Irgendwie hat dann anscheinend alles in das Jahr hineingepasst, wie eine Art Limbo, in dem alles geht. Merkwürdig ist normal. Den Sack gerade nicht zumachen ist eben manchmal auch eine gute Idee. Die Härte des vergangenen Jahres einer eigenartigen Lockerheit gewichen. Geht Alles. Als ob es uns das sagen wollte.
Zu entspannt ist nicht gut, zu angespannt auch nicht: Beide Haltungen haben im Grunde das gleiche Problem: Dass man glaubt, etwas zu besitzen, an etwas festhalten zu können, was aber faktisch nicht funktioniert. Es ist hörbar eine feste Haltung, also eine Pose, und nicht etwas, das erarbeitet ist. Dazu gehört auch der zu deutliche Bezug auf ein Genre.
Die wirklich guten Platten dann ziemliche Hämmer. Auch tatsächlich etwas Neues. Und überhaupt nicht von den Akteuren, von denen man es erwartet hätte. Eigentlich toll, wenn man ehrlich ist. Möglicherweise war das dann sogar ein richtig gutes Popjahr. Am Ende unglaublich viel interessante Musik. Man weiß gar nicht, was man rauswerfen soll aus der Liste, wirklich schwer runterzukürzen auf 100 Nummern. Unfassbar viel Hip Hop, keine Ahnung, wie das geht. Wirklich erstaunlich. Ist offensichtlich das Genre selbst, das hier trägt.
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Huhn taubscharf
Der (inzwischen wahrscheinlich abgeschlossene) Aufstieg der Fernsehserie, und der Niedergang des Kinofilms könnten ein Indiz dafür sein, dass unsere Zeit die auserzählte, zu Ende geführte Geschichte nicht mehr akzeptiert – vielleicht, weil die Komplexität des Realen so offensichtlich geworden ist, dass jede Vereinfachung lächerlich wirkt. Und man muss ganz klar sagen, dass ein Musikstück von konzertkompatibler Dauer mit einem eindeutigen Anfang und einem eindeutigen Ende immer wie eine auserzählte Geschichte wirken wird, egal, wie differenziert die interne Dramaturgie angelegt ist.
Überforderung der Geduld – Sekundenschlaf – im visuellen Medium (Film) viel eingreifender/offensichtlicher als im akustischen (Musik). Man fragt sich viel eher, wie ist das Video zu Ende gegangen, als, was war das Ende der Musik.
Wir dachten mal… aber dann war’s das doch nicht…
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Hello, I wanna die.
Rapsöl
Tofu
Jamaican Jerk
Ume Su
Chicorée
Rettich
Quitten
Lange Paprika
Rote Zwiebeln, bissfest
Frühlingszwiebeln
Kleine Champions, geviertelt
Szechuan Pfeffer
Frische Chilli
THERE IS NO WAY OUT!
Sie war ein sehr gutes Mädchen
Aha Aha
Sie war ein sehr gutes Mädchen
Mhm Mhm
Gilt leider auch für Lully: Warum sind die denn dauernd so aufgeregt? Letztlich ständig emotionaler Überdruck. Wirkt letztlich auch nicht besonders intelligent – sowohl, was die Figuren, als auch, was die Musik betrifft. Oder ist das einfach nur immer und ohne Ausnahme falsch gesungen?
Argh! (Haiyti)
Emile Beyer, Eguisheim
It comes back.
Die Botticelli Avatare.
Überbreiter Fluss, an beiden Ufern gigantische, brückenartige Autobahntrassen, nicht über den Ufern, sondern über den Rändern des Flusses, wie über dem Wasser schwebende, heruntergekommene Ozeanriesen.
La leggenda dei frati:
Gambas, Walnüsse und geschwärztes Brot unter Kefir
Riegel von gestampftem Rindfleisch mit frisch gepflückten Blättern und Stengeln
I wanna die. I tell you I wanna die.
I don’t know why the fuck he did it, but he did (Giotto).
6 Knöpfe
Oh no. No you didn’t. Say you didn’t.
Das kann nicht unser Anspruch sein.
Schiere Größe.
What are all these people doing here?
I like that.
It’s like the perfect kit.
Don’t do that again.
Not now.
Not here.
Maybe later.
Giotto: Christus rinnt aus. Wahnsinn. Wie kommt er denn darauf?
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Pavillon: Ruhm der Unvernunft.
Ziemlich interessant wie sich in den Bergen die Perspektive durch relativ kleine Bewegungen deutlich verändert. Wenig Schritte und die Punkte in der Landschaft wirken wie neu angeordnet.
Pierre Frick, Le 3 Décembre 2015
Pane Carasau
Cioccolato Piemont La Nocciola Crema Gianduja
Wolken: Schöne Dreidimensionalität. Transparenzvarianten. Interessant. Lustig, wie ein Flugzeug sich in die Kurve legt. Sieht immer so aus, als ob es auch umkippen, sich seitwärts überschlagen könnte. Bisschen unangenehm, als ob man in der Luft hängen würde – was man de facto ja auch tut. Fühlt sich nur unsolider an als der gerade Flug.
Vielleicht ganz einfach alle Jahrescharts auf einmal. Fühlt sich nicht so bescheuert ordentlich an.
Zurück in Deutschland: Ist ja geil eng hier. Kann ich bitte kurz sterben?
Von Nazis geträumt. Wie war das nochmal? Ach ja, Nazis, die Postzusteller töten und zerstückeln. Ich sollte den nächsten Postzusteller spielen und sie überführen. Das böse war nicht im Empfangsraum, sondern im Raum dahinter. Klassische Falle. Unangenehm.
Summen mit Glottisschlägen artikulieren, wie wenn man eine Tonleiter artikulieren wollte, aber auf einem Ton.
Bründlmayer
Brut Rosé
Air Austria: Sprechen mit einem ständigen Räuspern in der Stimme, quasi viel Räuspern und wenig Stimme, Text wirkt dann sogar so, als ob das Band springen/rückwärts laufen würde, obwohl das natürlich nicht der Fall sein kann. Wäre aber natürlich eine Option bei absichtlichem Silbentausch.
Ähä-al-ähä-ähä-ähä-al-ähä-ähä-so-ähä-al-ähä-ähä-ähä-ich-ähä-ähä-de-ähä-ähä-wer-ähä-de-ähä-ähä-jetzt-ähä-mal-ähä-jetzt-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-Klo-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä-ge-ähä-ähä-ähä-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä.
Vielleicht eher he-he-he-he-he-he-he-, extrem trocken, quasi knacksen.
Funktioniert natürlich am besten mit einer Stimme, die ohnehin schon extrem kehlig geführt ist.
Schmerzensmann
Karl Lehmann
Es gibt keine Geheimnisse mehr.
Es gibt keine offenen Fragen mehr.
Was bedeutet das für uns? Dass die Hoffnung, hinter der nächsten Ecke könnte etwas warten, das unsere Welt komplett verändert, zumindest auf der Wissensebene ersatzlos gestrichen ist. Es sei denn, man sucht sich Gebiete, die immer noch schwer zu erschließen sind.
Austernpilze, Schirme und Stengel
Festes Tofu, relativ grob geschnitten
Milde Chillis
Mönchsbart
In Südamerika: Brusttasche mit Messer an Stock aufgeschnitten, damit Geldbörse herausfällt. Dabei Brust mit angeritzt. Bilder, die immer wiederkehren. Andere gar nicht, für immer verschwunden, sind eben gar nicht da. Sowas wie der in der Zeit fortentwickelte Fingerabdruck des Gedächtnisses.
Genau träumen/sich vorstellen, wie ein Knochen bricht. Tagträume zwischen dunklen Gedanken.
Das einzige, was man hier lernen kann: Wie unendlich platt die Bühne sein kann, und wie unvorstellbar unempfindlich dabei mit der Musik umgegangen wird. Letztlich auch, dass das darstellende Grimassieren und Gestikulieren zu Musik nicht wirklich eine gute Idee ist. Bei soviel Grobheit beginnt man sich nach Beckett zurückzusehnen. Auch das dokumentarische Theater ist natürlich ein möglicher Weg aus dieser Falle. Genau wie die trashige Überspitzung. Aber, natürlich, alles längst Presets geworden, die nur graduell frischer sind als die Posen des gestischen Theaters. In other words: Find something new. Überlege dir, wie dein Theater wirklich aussehen soll auf der Bühne. Möglicherweise Mikrochoreographie.
Der heute 18jährige hatte seit Jahren schwere Alkoholprobleme.
Trap-Klicken = Footwork-Klicken
Gitarrenvideounterricht: Das vermeiden ungewollter Nebengeräusche beim Spielen. Genau! Nur umgekehrt.
Man fragt sich natürlich schon: Wie wird man eigentlich sterben.
DARE
Yeah, it’s fuckin’ grotesque, I know.
DTM: Dead To Me
Metrum: Ist ja dann tatsächlich nicht mehr primär die Dauer, die man hört, sondern die Platzierung in der Zeit, und quasi eine kurze oder lange Artikulation der Zeit.
Kaleidoskopvillemusik II: Gesangsstimmen und Streicherstimmen getrennt ausdrucken, Gesangsstimmen nach Stimmlage verteilen.
Dexter am Ende komplett oder unterbrechen? Wahrscheinlich zweite Gesangseinlage, dann Dexter 1, dann Ende, dann Dexter 2, und dann noch mal Ende.
Quitte, Apfel, Zwiebel
It’s giving me a strong hold.
I like this product very much.
My mom used to say.
Yeah, I know, I know. It’s fuckin’ ridiculous, I know. Please don’t mention it.
You don’t want my job. Add two hours at the chiropractic and you got the overall picture.
Ich entdecke gerade, wie es ist, in den letzten Zügen zu liegen.
Oh, schau mal, da hängt ja jemand an der Laterne! Nee, stimmt nicht, sieht nur so aus, steht daneben. Schade.
Janggu: Rechts genau auf Höhe des Knies, links deutlich über dem Knie. Rechts flach links hoch
His painting offers a savage description of pointlessness, which, nevertheless, explodes on the mind like a powerful flash in a dark room.
Do not ask WHY
If you dont want to DIE
Do like you’re TOLD
If you want to get OLD
$ha Her: Ziemlich geil, wenn die Artikulation so schnell ist, aber leicht behindert wirkt, als ob er sich durch irgendeinen Widerstand durcharbeiten müsste.
Konjunktionen doppelt setzen oder zwei verschiedene Konjunktionen in ein Satzglied setzen, also eigentlich grobe grammatikalische Fehler: Nicht nur ein Nachahmen von wörtlicher Rede, sondern auch ein eigener Sprach- und Denkrhythmus. Und genau deswegen so gut. E.g.: And but.
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Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Essen, Gesang, Kaleidoskopvillemusik II, Literatur, Pop, Text
Gandesa
there’s chaos in my head
there’s chaos in my heart
so why would I pretend I know what I’m doing
Na ja, und ich lasse mir dann fake Logos auf meine Hosen nähen, damit die Leute nicht denken, dass ich denke, dass ich was Besseres bin, weil ich keine Markenartikel trage.
His unforced-error stats look like a decimal-error.
Merkwürdig, dass wir immer denken, dass Geschichten uns etwas erzählen wollen, dass sie uns die Welt erklären können, selbst wenn wir genau wissen, dass sie erfunden sind. Als ob die einfache Tatsache, dass sich jemand eine Geschichte ausdenken konnte, genügen würde, um ihr einen unbestreitbaren Wahrheitswert zu geben.
Veronese, Abendmahl: Das inhaltliche Zentrum eines Bildes ganz an den Rand zu setzen ist ein extrem cinematographischer Effekt. Warum eigentlich? Möglicherweise, weil er immer impliziert dass der Bildausschnitt beweglich ist, dass das Zentrum in die Mitte schwenken könnte. Also ein implizit bewegtes Bild bzw. bewegter Bildausschnitt: Wenn der Bildausschnitt so extrem gewählt werden kann, muss er auch beweglich sein. Wirkt übrigens immer ein bisschen billig als künstlerisches Mittel – vielleicht, weil es zu gut funktioniert, weil man damit eigentlich keinen Fehler machen kann.
Jean Materne
Brut Nature
CAVA
Lehmann, Tortosa
Kopf mit Schulterstümpfen, aber ohne Körper, treibt auf Wasser. Lebt. Es gelingt ihm tatsächlich, von Zeit zu Zeit Mund oder Nase über die Wasseroberfläche zu bekommen um einzuatmen. Wirkt vergnügt. Gespenstisch. Badewanne.
Sie können ihr Glück kaum fassen.
Gekochtes Gemüse, kalt gegessen, quasi italienische Vorspeisenplatte, aber ohne Geschmacksverstärker Tomaten/Salz/Olivenöl: Extrem merkwürdiger Geschmack, wenn man bewusst darauf achtet, komplett verschieden zu rohem oder frisch gekochten Gemüse, wie ein völlig anderer Zustand. Weiß jeder, ist aber trotzdem komisch.
Die Bürger sind Schubert: Sonnenklar.
Die Soldaten: Shomyo-Mönche.
reinen Ton und helles Rauschen mischen
Imitation/Kanon in der Sekunde: Man hört tatsächlich nicht, dass es exakt das gleiche ist, sogar die Kontur wird durch das nicht tonale Verhältnis so verzerrt, dass sie nur ähnlich, nicht gleich zu sein scheint. Tonales Hören im atonalen Raum.
Großer Marktplatz, wirkt fast wie ein Amphitheater, leer, ein einziges Café an den oberen Rand gedrückt.
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Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Essen, Krieg, Krieg 1: Lichtblitz, Material, Oper
Gegen die Vernunft
it’s called triplets, you…
Erbarmungsloser Blick, unvoreingenommen, keinerlei Scheu vor Widersprüchen, größtes Interesse an zwischenmenschlichem Verhalten, die Regeln der Höflichkeit als unerschöpflicher Forschungsgegenstand, und dann kommt plötzlich ganz trocken ein Geisterfuchs um die Ecke.
Reiner Eklektizismus, gar nicht erst bemüht, etwas eigenes zu machen. Das als REGEL.
Vorteil von Guckkastenbühne: Du kannst den Blick wirklich lenken, Du kannst wirklich bestimmen, was man sieht, und was man nicht sieht. In dieser Hinsicht sehr filmisch.
Mandeln + Kümmel: Überraschend homogene Mischung, fast wie EIN Geschmack.
Nachtkritik: Ein Soapcast auf Speed, nur eben in Zeitlupe, athritisch.
Bei Suzuki an Fukasaku gedacht: Somehow traurig.
EQUALITY
COURAGE
LOVE
LOYALTY
STRENGTH
UNIFIED
UNITY
POWER
VERSACE
Geil zynisches Branding: Einfach behaupten macht lustigerweise deutlich mehr Eindruck als wenn es eine ernstgemeinte Kampagne wäre, gerade, dass die erhabenen Begriffe zynifiziert, aber genau dadurch dann eben doch auch ernst genommen werden, gibt der Entscheidung ihre Stärke.
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Filed under black and white (and grey), Essen, Film, Literatur, Methode, Mode, Philosophie, Theater
Of monumental ugliness
Rotkohl
Umeboshiwasser
Sardellenöl
Hollundersirup
Rote Beete
Gurke
Chilli
Tomate
Maurizio/Licht: Eigene Licht-Stimme ausarbeiten, Rhythmus/Dauer + Graustufen, eigentlich offensichtlich. Nicht Helligkeit, sondern Graustufen. Oder beides. Auf keinen Fall Farbe.
Le travail éloigne de nous trois grands maux: l’ennui, le vice et le besoin. (Voltaire)
Pas si mal, on doit dire.
Ein Stück, bei dem man wirklich nicht weiß, ob es schon angefangen hat oder nicht, wo der Kontrabass wie Stuhlrücken klingt oder das Stuhlrücken wie Kontrabass. Vielleicht so weit treiben, dass das Publikum nie merken wird, dass das Stück überhaupt gespielt worden ist, obwohl die Musiker die ganze Zeit auf der Bühne waren. Also perfekte Täuschung ohne jedes Auftritts- oder Anti-Auftritts-Pathos.
Intervention: Lange Schlange, Gedränge, viele Leute vor einem, viele hinter einem, sehr langsamer Einlass, endlich ist man durch, kommt in einen langen, geräumigen Gang, der merkwürdiger Weise bis auf wenige Gestalten leer ist. Schließlich kommt man in eine große, bestuhlte Halle, die vollständig leer ist. Die Vorstellung findet nicht statt, das ist die Vorstellung. Aber wo sind die ganzen Leute geblieben? Die Vorstellung findet nicht statt, und das Publikum ist verschwunden. Die Schlange war die Aufführung. Oder: Das Publikum ist die Aufführung. Das Warten des Publikums auf die Aufführung konsequent durchchoreographieren, Sitzende, Stehende, Grüppchenbildung.
Momente, an die man sich immer wieder erinnert, ohne dass man die geringste Ahnung hat, warum: z.B. 2003, 2004, nach einem Abend im X führe ich den Kollegen, besonders SG, meine neue koreanische Winterfütterung vor. Was zum Teufel ist daran so interessant? Warum kann ich mich so genau an sein Gesicht erinnern? Vielleicht, dass dieser Moment ihn für mich definierte? Wie ein Knopf, der nach Belieben immer wieder gedrückt werden kann.
Oder Bilder, die immer wiederkehren, obwohl es sie eigentlich nicht gegeben haben kann. Z.B. großes Haus eines Klassenkameraden am Neckarufer, drei oder vier Stockwerke + tiefliegender Garten dahinter, scheinbar alles zu seiner Verfügung, fremd, dunkel, mir nicht verständlich.
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Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Essen, Form, Konzert, Maurizio/Licht, Philosophie, Video
Bäume im Wind
…
No, she’s busy.
…
And tomorrow.
…
Well, that’s tomorrow in the plural.
…
All of them.
Hermetik verstärken oder aufbrechen. Das Stück darf sich auf keinen Fall objektifizieren. Oder das so deutlich machen, dass der Vorgang sich selbst aufhebt. Etwas hinzufügen, das nicht nur nicht passt, sondern auch von einem ganz anderen Ort stammt. Allerdings: Ingesamt auch eine ziemlich konventionalisierte formale Geste. Das Schlechte, Unfertige, Unvollkommene ist ja in der Musik nicht unbedingt als solches zu erkennen, zumindest nicht in einer Musik, in der konventionalisierte Regeln als solche aufgehoben sind bzw. mühevoll reaktiviert werden müssen. Z.B. plötzlich genau das einbringen, wogegen das Stück sich eigentlich wendet: Hohe Töne, europäisches Vibrato. Nur ganz kurz, um klar zu machen, dass es auch etwas anderes gibt.
weil ich mich eigentlich nur für Dinge interessiere, die nicht funktionieren (stimmt nicht)
Tomaten, rote Paprika, rote Beete, Gurke: Interessante Farbtönung, ultraintensiv.
Gemüse dünsten, dann abkühlen lassen: Geschmack wird deutlich schwächer, dafür Struktur stärker. Haut, Schale, Kerne, Fleisch, alles überdeutlich voneinander getrennt wahrnehmbar, fast unangenehm.
Kunst – Repräsentation
Film – Dokumentation
Theater – Politik
Musik – Ereignis
echt jetzt?
Bäume in der Stadt
El Greco, San Pedro: Dramaturgie in der Fläche, die große Geste, Format groß/viel vs. klein/wenig und vice versa.
Logischerweise auch vom Motiv abhängig (San Ildefonso)
San Antonio de la Florida: Weiß, Engel, Gold, absolute Musik. Schwer zu erinnern, selbst als Eindruck, Stimmung.
Ganzes Stück nur über verschiedene Formen des Pressens schreiben (Sibirien/Gesang). Vielleicht tatsächlich so rangehen: Stimmtypen durch Gesangstechniken definieren. Total reduzieren.
Küche: Merkwürdige Form von Gedächtnis. Totale Einprägsamkeit in der Gegenwart, schnelles Verlöschen auch der gelungensten Teller im Gedächtnis. Hat möglicherweise auch mit mangelnden technischen Kenntnissen, also letztlich mangelnden Fähigkeiten der Analyse zu tun. Du verstehst letztlich nur den Effekt, das Resultat, aber nicht die Arbeit, und deshalb hast Du kein Handwerkszeug, mit dem Du Dir die Teller merken könntest.
Ich finde, dass hier ziemlich viele Leute rumlaufen, die morgen sagen und gestern meinen.
Schon hübsch so ein sonniger Frühmorgen, an dem sich die Stadt auf 30+ Grad vorbereitet. Letzte Frische, nicht mehr schläfrig, schon allein, weil es so verdammt hell ist, und komplett im Bewusstsein, dass dies ein wirklich anstrengender Tag werden wird. Friedlich, den angenehmsten Moment des Tages genießend. Extrem schönes Tiefgrün, so nur im Frühsommer zu haben. Sieht alles superschön aus. Erwartungsvoll, auch wenn eigentlich klar ist, was kommen wird.
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böser Spuk/schwer ums Herz
RTE = AH
Ich weiß nicht, ob wir gerade erst eingezogen waren, es fühlte sich aber jedenfalls so an, als ob wir noch nicht lange dort wohnen würden. Eines Tages, oder eines Nachts, hatte sich das Treppenhaus – wir wohnten im vierten Stock – zusammengezogen, es war so eng geworden, dass man sich nur mit Mühe auf den Treppenabsätzen um die Kehre herumzwängen konnte. Ich kam mit mehreren Einkaufstüten nach Hause, die ich hinter mir her durch das verengte Treppenhaus ziehen musste. Mein erster Gedanke war: Wir werden hier niemals wieder ausziehen können. Es wird keine Möglichkeit geben, unsere Möbel durch dieses Treppenhaus oder durch diese kleinen Fenster wieder nach draußen zu bringen.
Man macht sich keine Begriffe davon, wie eitel die Leute tatsächlich sind: Die unauffälligsten Typen verbringen in der Umkleide mehr Zeit vorm Spiegel als unter der Dusche. Und da sind sie auch ziemlich lange. Immer wieder erstaunlich, besonders, wenn man sich selbst für den eitelsten Menschen der Welt hält.
BEISS DICH REIN, DU ARSCHLOCH!
Sprachaufnahmen als abstraktes musikalisches Material betrachten.
TOTALHYSTERIE: ALLES PLAYBACK
Kohl und Rüben, Rüben und Kohl
Sichuan Pfeffer stark salzig, Kumin zitronig
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a chance for sameness
20 Haselnüsse
11 Macadamianüsse
10 Walnusshälften
10 Pecannusshälften
Country: Absurd lang gezogene Vokale, starr gehalten, aber relativ elegant verlassen. Könnte man als Muster verwenden: Die langen Töne gerade NICHT strukturieren, sondern ausstellen.
Was für Situationen wollen wir haben? Das ist die eigentliche Frage.
Scheußliche Dialoge im Rücken, Du drehst Dich um, Aha, sind ja wirklich Scheiße. Eklige Spießer-Hipster. 100 Jahre später auch in Moabit angekommen.
Es gibt in der Literatur ein unumstößliches Gesetz. Was einer recht auffällig ins Schaufenster legt, das führt er gar nicht, hat Kurt Tucholsky einmal geschrieben und als Beispiel die Männlichkeit bei Brecht genannt.
We forgot our friend.
Very, very nice.
Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.
Goya: Der Himmel voller Frauen.
Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.
Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???
Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.
Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?
Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.
Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.
Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.
– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.
Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?
Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!
Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!
I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!
PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus
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Katalog von Stimmfarben männlich/weiblich
Vaporwave: Absolute Musik, ALSO Musik über Musik
Mandelmus mit Eigelb-Konsistenz. Auch ähnlich klebrig.
Dass man immer nur das versteht, was man selbst gerade macht.
Beten als Metapher für … Glück, z.B.
Nichts ist alles. Du sein Schein. Auch nicht schlecht.
Stoffwechsel: Auch was schönes.
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ich will, dass es mir gut geht
Gelbe Nektarine und rote Johannisbeere. Cassis natürlich auch toll. Schreibsprache vs. Sprechsprache. Koriander, wo kommt der denn her? Korsika, Brin d’Amour.
Dödel
Trudel
Dudel
Hintergrundverzierung: Der geschlagene Rhythmus spielt in diesem Tempo fast keine bewusste Rolle, ist mehr selbstverständliche Markierung als Teilhaber am Voranschreiten.
interessanterweise komplett andere Stimmtechniken bei Gagok und Pansori
Relationen gehen wahrscheinlich immer davon aus, dass sie sich eigentlich auf das Gleiche beziehen, dass die Ableitungen eigentlich auf einen gemeinsamen Ursprung bezogen werden können, auch wenn es den nie gegeben hat bzw. wenn es sich dabei nur um die Konstruktion des aufeinander bezogen seins, sich voneinander absetzens geht, quasi ein leerer Raum, sonst nichts.
Gesetzt: Dass ein Wort innerhalb einer Phrase immer die gleiche Form von Grunddeklamation beibehält. Kann man das so setzen? Ist das im Ergebnis nicht eine ganz starke Annäherung an Imitation/Fugato?
Nur Rhythmus und Tonhöhen in Relation setzen, oder auch Material? Wenn nicht, würde man dann nicht voraussetzen, dass das Material grundsätzlich immer homogen bleibt und nur durch rhythmusbedingte Zeitverschiebungen Differenzen aufbauen kann?
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Singstimme als Ausnahme
komplett egal, aber gut
Sprechstimme: Realer Ambitus vs. möglicher Ambitus
Das Problem: Man kann nichts dagegen sagen. Wie willst Du dagegen argumentieren? Ist doch eh alles richtig. Bringt’s aber genau deswegen leider gar nicht.
By the way: Uninteressant ist nicht das Gleiche wie langweilig.
professioneller Konzertaufbau
superprofessioneller Konzertaufbau
Konzertaufbau als Performance,
aber eben nicht als Witz
Schablone, logischerweise (KG):
– Kann ich mal eine Stimmschablone haben, bitte?
– Wieso, haben Sie doch eh.
– Na, nicht so eine. Eine richtige.
– Ach so, ne richtige. Nee, ne richtige haben wir nicht. Hatten wir noch nie.
– Stimmt.
Reaktion braucht Zeit (Keaton). Pause. Zoom. Mikrophongeräusch. Leere Bühne.
Man sieht Masse, hört aber nur eine Stimme.
Extrem durchbrochener Satz mit einzelnen Verdopplungen, zum Teil einander überlappend, zum Teil voneinander abweichend. Z.B.
krasser Durst: Warum denkt man eigentlich, wenn man sehr durstig ist, dass Bier oder Wein oder Saft oder whatever den Durst besser löscht als z.B. Wasser? Und warum fühlt sich das tatsächlich manchmal so an?
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Geld
liebevolle Ironie
Graue Haare so färben, dass unter der Blondierung Schwarz durchscheint (Madonna): Ziemlich geile Idee.
Cembalo als Pixelierung von Empfindungen (Händel/Dantone).
Comté/Trüffel
Das verlorene Reich
Die seltsamen Augenblicke
Emotionale Unbegrenztheit
Michel Djerzinski
Körperhaltung der Besitzenden: Nicht gerade schön oder kleidsam, eher auf eine unangenehme Art selbstbewusst, vielleicht Stolz, vielleicht das Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein, vielleicht aber auch tatsächlich die Vorstellung, dass sie Dich jederzeit kaufen könnten, falls das nötig sein sollte.
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komisch
Antiauthentizität als zeitgemäße Form von Modernität: Wahrscheinlich nur mit tonalen, vielleicht sogar nur mit diatonischen Klängen möglich, weil allen anderen Klängen eine authentizistische Rauhheit eingeschrieben ist. Es sei denn, die Klänge selbst würden künstlich (= elektronisch) geglättet. Akustische Instrumente natürlich auch Erzeuger von klanglicher Authentizität, wahrscheinlich aber nicht im gleichen Maß wie Atonalität.
Don’t wait, just work. No matter what.
Brown like hell,
Stupid like shit.
David Tamburini
Zuviel Ehrgeiz,
zuviel Trauer.
As banal as it gets
//e-e-a-c-a-e/d-e-gis-h-gis-e//d-c-h
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als ob alle krank wären
zeitgemäß
nicht mehr zeitgemäß
nie zeitgemäß gewesen
reicht tatsächlich nicht mehr: interessant
fast als ob es besser wäre, schlechter zu sein
Pulsieren/in Bewegung halten: Funktioniert, ist aber letztlich ein bisschen zu flach (Lawrence English, For/Not for John Cage). Trotzdem schön.
Ideal: So schreiben, als ob es jeder könnte.
basically we are all waiting for permission to die
Was würdest du tun, wenn du WÜSSTEST, dass alles, womit du dich beschäftigst, nicht MIT dir, sondern VOR dir verschwinden wird?
Deutlichkeit: Like aufgespritzte Lippen oder so?
Recaredo Brut Nature Gran Reserva 2008
Stolen Friend: Chorpassagen ganz einfach halten, blockhaft, quasi einstimmig, einzelne Szenen sehr deutlich voneinander trennen. Absolut homophoner Satz, Besetzung orchestral aufspalten. Immer Gruppen. Möglicherweise einzelne Solisten/Protagonisten hervorheben. Besetzungsstärke variieren, orchestral denken. Orchester Verdopplung + reine Begleitung. Muss Szenen zusammenfassen, Pausen artikulieren. Quasi keine Substanz. Bitte keine Einwürfe! By the way: Was aber dann? Eindeutige Begleitung: Super Erfindung.
Poolcide
Death Metal zum Entspannen: Schöner Sound, klingt echt gut. It actually does. Tatsächlich trotz tiefgelegter Gitarren keine echter Bass, daher nie echter Druck, sondern nur Lautstärke, Sound eben, Schallwand. Man könnte fast annehmen, dass die Gitarren tief-, und der Bass hochgelegt ist, tiefe Mittellage als Meer, in dem sich alles trifft. Weite Perspektive. Schönheit, wenn man so will.
Wahrscheinlich ist es böse, sich zu ärgern, weil es einfach überhaupt nichts bringt.
– Does that mean we have a problem?
– Oh yeah. Yes, we do.
Was sollte denn genau vorkommen?
Was für Techniken wolltest Du denn verwenden?
Monk, Blue Note: Hi-Hat klingt wirklich wie Blechschüssel, Marching Band.
Jochen Hein
Dahin gehen, wo es am hässlichsten ist.
Schmeckt irgendwie nach Kohle oder so?
Wie, nach Geld?
Nee, verbrannt halt.
Ach so.
Schärfe als eine Art Duft: Tatsächlich wirklich scharf, aber nicht wirklich mit dem Geschmackskörper verbunden, eher darüber schwebend, wie ein Hauch. Als ob man ihm den Körper weggenommen hätte – was man ja tatsächlich auch hat.
Genaue Vorstellung vs. Verfahrensweisen: Soll es das denn wirklich sein? Nur, weil es passt? Weil du so vorgehen willst? Weil du weißt, wie man damit umgeht? Oder solltest du nicht vielleicht besser darüber nachdenken, was tatsächlich am Ende des Arbeitsprozesses stehen soll? Wobei es ja den Mythos gibt, dass man sich dafür nicht interessieren soll, dass man es darauf ankommen lassen soll, was am Ende als Ergebnis steht, und den eigenen Verfahrensweisen vertrauen. Könnte durchaus kompletter Unsinn sein. Du darfst nicht darüber nachdenken. Schau einfach, wie du Schritt vor Schritt setzt. Das ist ja wahrscheinlich so etwas wie Gottvertrauen: Der liebe Gott wird dir schon helfen! Die Konstruktion wird dir schon helfen, wenn du wirklich an sie glaubst. Wirklich? Warum sollte das so sein?
the party and the afterparty
Obsessionen, die wie Krankheiten verfliegen – oder auch nicht. Ich kann mich gar nicht erinnern, was da war.
Pisaro: Would you mind if I skip the next 72 minutes, darling? Irgendwie ganz falsch, einfach das Mikrophon in die Landschaft zu halten, andererseits hört man tatsächlich zu.
Klavierklänge in geräuschhafter Umgebung, Einzeltöne mit tonalen Implikationen: Nostalgische Emotion, Wiedererkennen eines musikalischen Ausdrucks, erstaunliche Effektivität im Evozieren einer verschwundenen Welt. Dabei hilft es, wenn das Klavier ein wenig verstimmt/ältlich klingt, ist aber nicht notwendig.
Angenehm zu spielen, aber extrem unangenehm zu hören – gibt es sowas? Einfach schlecht spielen ist hier natürlich nicht gemeint.
Es macht nur Spaß, wenn es aufwärts geht: Was wäre denn, wenn es ab sofort nur noch abwärts gegen würde, wie würde man sich damit einrichten? Naivität des Optimismus. Steigerung im Schlechterwerden. Glück.
Notizen M/L: Rauschen am Anfang, ein Takt (also Schlag), z.B. auf Dämpfer, quasi als Rahmen?
U.U. Teil I-III NICHT alle Instrumente erste Lage, sondern mittlere Lage für das gesamte Ensemble, also hohe Streicher tief, und tiefe Streicher hoch legen. Dann mit Teil IV oder spätestens Teil V in die extremen Lagen, also hohe Streicher hoch, und tiefe Streicher tief gehen.
Teil VII: Wischen differenzieren durch Selektion der Saiten, quasi Saitenmelodie auskomponieren, hohe Streicher/tiefe Streicher, hohe Saiten/tiefe Saiten. Auch ganz hell (alle auf hohen Saiten) und ganz dunkel (alle auf tiefen Saiten) überlegen. In diesem Zusammenhang auch gehaltene Klänge, gestrichenes gegen gewischtes Rauschen möglich. Intensivierung.
Bei der Entwicklung seiner Gerichte, sagt Rüffer, gehe er gern von zwei, drei Produkten aus, die eigentlich nicht zusammenpassen dürften.
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Gier vs. Gier
Hat ja übrigens etwas Herzloses, Arbeit.
Dumpf, ganz dumpf, minutenlang völlig abgedunkelt, schön (Caribou).
Wie Haselnussmus-Atem, Schwarzer Tee, diese Art von Eindrücken, die man instinktiv vermeidet. Warum eigentlich? Erinnert uns an –
Weil Du’s noch nicht kannst, kannst Du noch nicht darüber nachdenken, was Du da eigentlich machst, oder was Du machen solltest. Beim zweiten Versuch fängst Du an nachzudenken. Gnade des Nichtkönnens.
Dynamikvibrato vs. Tonhöhenvibrato
Bogenvibrato vs. Bogenwechsel
die Wespe auf die Stirn küssen
Kalter Kaffee.
Ganz interessant, wenn es eigentlich egal ist, wie es weitergeht, Hauptsache, es geht irgendwie weiter. Trifft leider aus heutiger Sicht auf ziemlich viel klassische Musik zu. Gut gemacht, sorgfältig gearbeitet, wahrscheinlich auch tolle Ideen, aber der Klang wird dann eigentlich nur noch durchgehalten, fortgesponnen, und die Verteilung des Materials entspricht komplett den Erwartungen. (Das Ende kommt nicht am Anfang und umgekehrt.) Man kommt rein, setzt sich hin, checkt den Klang, und weiß dann im wesentlichen, was passieren wird. Und passieren kann. Gilt logischerweise auch für Stücke, die man nicht kennt, deren Stil aber bekannt ist. Bestimmte Formen von 20. Jhdt. Musik in dieser Hinsicht absolut ehrlich, weil es einfach immer weiter geht. Reine Ausdehnung: 10 Minuten dies, 5 Minuten das.
Sex z.B.
The good die first
And they whose hearts are dry as summer dust
Burn to the socket.
what. ever
why does it feel so wrong?
why does it all feel so wrong?
it should be ONLY work, NOTHING else, maybe
Mikroklima Brot/Papier
Während man schläft, kann man sich nicht langweilen, oder? Im Schlaf natürlich schon.
Appetit, oder eben gerade kein Appetit, und trotzdem Hunger.
Original und Kopie nach unten oder nach oben (Verdopplung/Transposition): Es ist klar, dass das Material identisch ist, aber es kann nicht mehr entschieden werden, welches das Original und welches die Kopie ist.
Tonhöhenvibrato vs. Dynamikvibrato vs. Tremolo
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Lost. Again. Trust. Faith.
M&A/Quay: Gut verstecktes Vier Jahreszeiten-Zitat
Witze, die vorgetragen werden, als wären sie keine Witze, aber eben nicht demonstrativ stoisch wie bei Keaton, sondern lässig ernst, als ob man eine ganz normale Geschichte erzählen würde.
Notation:
Dummheit ist böse.
Nichts + Nichts = Nichts
Pause + Pause = Pause
nicht in sich strukturierbar, nicht zwei Pausen, sondern eine längere Pause
Das Überflüssige, das Nichtnotwendige: Regel und über die Regel hinaus erfüllen?
Ziemlich bizarre Angewohnheit, alle Abstufungen als musikalische Skalen zu denken, gerne als diatonische mit wechselnder Zuordnung, damit unterschiedliche Strukturen frei aneinander angepasst werden können. Eine Art Vorstellungshilfe, die aber ganz klar nicht den eigentlichen Gegenstand vorstellt, sondern nur seine Ordnung vorstellbar und damit nachvollziehbar und handhabbar macht. Möglicherweise für einen Musiker nicht zu vermeiden, weil die grundsätzlichen Skalenstrukturen fest ins Hirn eingebrannt sind. Diatonisch ja übrigens viel leichter singbar/vorstellbar als chromatisch.
Das gleiche gilt natürlich auch für mechanische Arbeitverläufe wir Abtippen, Abzählen etc., die wir immer auf einfache Rhythmen herunterbrechen, um sie besser beherrschen und in gewisser Weise automatisieren zu können. Ein bestimmter Bewegungsablauf (und wenn es nur die Zählbewegung des Mundes, vielleicht zusammen mit dem Deuten des Fingers auf das zu zählende) in einer bestimmten Rhythmisierung etabliert und so genau wie möglich wiederholt, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren und die Geschwindigkeit (immer im gleichen Rhythmus) erhöhen zu können. Zeitersparnis. Nichts denken, nichts vorstellen müssen.
Süßkirschen + Pastis: Wie füreinander gemacht, aber ziemlich pervers, guilty pleasure. Wie Salzkaramellen vielleicht. Übrigens erstaunlich robustes Obst, wenn man darüber nachdenkt, pralle Haut, kräftiges Fleisch.
Entspannte Konzentration: Läuft alles von alleine, ohne Anstrengung, fehlerfrei. Dann wieder Ermüdung, geistiges Abschweifen, grobe Schnitzer: Wo bin ich? Wo war ich? Unüberwindbare Müdigkeits-Wand. Weitermachen und leiden. Durchkämpfen. Warten, dass es vorübergeht. Stichwort: Langeweile. Aufmerksamkeits-Kapazität. Irgendwann einfach verbraucht. Schwer, damit umzugehen. Eigentlich inakzeptabel. Aber unausweichlich. Hilft nur das berühmte Aussitzen.
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Anschlussthema: Anstrengung/Übergang
Gnadenlose Permutationen, rücksichtslos.
Reicht das?
Reicht das nicht?
Was reicht?
Was reicht nicht?
Mal wieder: Dauern vs. Einsatzabstände (Streichquartett)
Zahl der Anschläge
Zahl der Unterteilungen
Art der Unterteilungen
Art der Dauern abhängig von Art der Spielweisen
Kartoffel/Ei: Merkwürdige Geschmacksähnlichkeit
Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten (DFW): Macht definitiv Sinn.
Entwicklungen, klein- und großformale Gesten: How the fuck could I forget that? Oper als statisches Feld, Raum ohne Bewegung. Wie kommt man davon wieder weg, ohne gleich bei Wagner zu landen?
Montierte Entwicklungen natürlich auch als SCHNITTE viel präsenter als statische Abschnitte: Kulminations-/Umschlagpunkt. Eigentlich hierdurch erst die Bestimmung eines bestimmten Punktes in der Zeit möglich.
Wahnsinns Rhythmus: Heirate, du wirst es bereuen. Heirate nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen. Entweder heiratest du, oder du heiratest nicht, bereuen wirst du beides.
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Sinn-Uhren
Ruccola
Kautschuk
Oktave
Quinte
Prime
Quinte
Oktave
Prime
Quinte
Quinte
Prime
Oktave
Oktave
Prime
Sekunde
Sekunde
Prime
Wiederholung teilt
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Filed under Essen, Schlachten 2: Motette, Stücke
am Ende Unisono-Piepsen
Frisches Schwarzbrot merkwürdigerweise erfrischend – how the fuck come? Knusper, Feuchtigkeit, Elastizität, saurer, leicht fruchtiger Nachgeschmack – was noch?
Melodie und Begleitung kann ein tolles Konzept sein – vgl. Doo Wop. Warum funktioniert das da so verdammt gut? Vielleicht tatsächlich die extreme Einfachheit des Satzes, in der dann jede Mini-Abweichung ein Ereignis ist. Lustig, dass da auch das Klimper-Klavier wie ein exterritoriales Ereignis wirkt. Übrigens zum Teil tatsächlich wie Samples arrangiert: Ein bisschen Schlagzeug hier, ein bisschen Klavier da, ganz wenig Saxophon dort, bloß nicht zu viel wovon auch immer. Super Idee. Ziemlich professionell gedacht.
Hat eigentlich schon mal jemand drüber nachgedacht, wie Titel in der textlosen Popmusik funktionieren? Oder ob sie überhaupt funktionieren? Wenn es keinen konkreten Bezug gibt (z.B. Textsample), ist der Titel ja mindestens so arbiträr wie in der Neuen Musik. Ein ganz normaler Techno-Track mit revolutionärem Titel: Ich meine, ich verstehe schon, dass damit eine bestimmte Stimmung erzeugt wird, auch für den Produzenten selbst, aber, naja, das war doch schon mit Text schwierig, wie soll es denn dann ohne gehen?
Man könnte sagen, dass im Pop die Person des Produzenten enger mit dem Stück verbunden ist als in der Neuen Musik, dass sie mehr für das Stück, für die Haltung des Stücks steht, dass die kultivierte Anonymität vieler Elektronik-Produzenten gerade wieder eine persönliche Haltung ist, die zu Stück und Titel dazugehört, aber das ist ja letztlich auch nur eine Art Stimmungsbild, dessen konkreter Nutzen sehr begrenzt ist.
Letzter Versuch: Der Titel ist die Message des Stückes, das Stück wird geschrieben, um den Titel zu transportieren. Nicht undenkbar, vielleicht wirklich eine Art Gleichwertigkeit zwischen Titel und Stück, die sich gegenseitig rechtfertigen. Das müsste dann letztlich auch für Stücke gelten, die einfach nur durchnummeriert sind: Unknown 001, #001-004. Der stärkste Ausdruck, der in diesem Zusammenhang mit einem Titel zu erzeugen war?
Lenin-Museum Bischkek: Als ob die Steinplatten nur abgelegt wären. Schöne Idee.
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eine Aufgabe
Alinea: Absolute Zartheit. Gespinst, quasi nicht vorhanden. Gewebefaden, ins Leere gezogen. Hässlichkeit der Fragilität. Abfall, Dreck, Staub, Spinnenweben.
Es hatte zu lange keine Bedeutung mehr gehabt.
Reim: Unmittelbare Überprüfbarkeit.
Das könnte übrigens ein wesentliches Merkmal des Zwanzigsten Jahrhunderts sein: Ständiger und systematischer Entzug der Überprüfbarkeit. Immer, wenn Du denkst, Du hast verstanden, was ich mache, ändere ich die Regeln. Was Du verstehst, kann nicht gut sein. In diesem Sinne wäre der konventionelle Roman definitiv nicht Zwanzigstes Jahrhundert. Und man könnte sage, Film wollte nie Zwanzigstes Jahrhundert sein. Wollte eher das Neunzehnte Jahrhundert in eine neue Technik überführen. Und was macht das Einundzwanzigste? Sagt es: Bitte versteh mich? Ich will auch ganz brav sein. – Wie versteckt man Unverständlichkeit?
Traum-Archetyp: Raum hinter dem Raum, Welt hinter der Welt, die offen sichtbaren, bekannten Vorgänge sind nur eine Fassade für die eigentliche Mechanik der Welt. Fließender, anstrengungsloser Übergang.
Flunkern: Dann passt’s besser. Viel besser.
Pieps-Elektronik: DJ Rashad, Drums Please
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Grammatik des Fehlers
grammatikalische Fehler im atonalen Raum
Zucker auf Zucker, z.B. Marmelade auf Honig: Geht überraschend gut
Abschattierungen zwischen Ton und Rauschen + Rauschen im gleichen Rhythmus
DAFÜR sollen wir die Goldmedaille bekommen?
Nun ja, wir mussten INTENSIV schlagen.
Bassarie murmeln
Orgelsolo
und noch mal überarbeiten
und noch mal überarbeiten
bis es eben stimmt
letztlich völlig egal, womit man angefangen hat
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Mögliche Themen.
Keine Arbeit: Es ist natürlich interessanter, wenn es keine Arbeit ist. Oder?
Ausgewählte Samples vs. systematische Samples
Damit könnte man doch?
the day Wakamatsu died
Können wir das bitte noch harmloser haben? Nee, ich meine total harmlos, ich meine, absolut total harmlos, so dass es absolut niemandem wehtut. Nee, noch harmloser. Ja, ja – super! Bitte nicht wehtun. Bitte niemandem wehtun. Geht doch. Ist doch super.
self sample
Interessant, dass beim Essen winzige Portionen genügen, um den Hunger zu stillen. Man isst dann meistens weiter, weil man das Gefühl hat, es lohnt sich nicht, so wenig zu essen.
wahnsinnig ruhig
der falsche Schnitt ist immer der schönste: Schnitt als Schnitt
es geht eigentlich nicht so sehr darum, zu gewinnen, sondern gut zu sein
gewinnen ist eher sowas wie ein Zubrot
aber gut sein ist der Hauptgewinn
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Bildgeschichte
A lot of doubts are coming my way.
Zeile als Takt als Kasten: Irgendwo hier muss das rein, irgendwo hier muss das vorkommen. Fast egal wo. Zeitspanne, innerhalb derer etwas passieren muss. Zeit zwischen Zeitspannen. Zeit innerhalb Zeitspannen.
Temperatur in der Küche möglicherweise ein ähnlicher Parameter wie Raum in der Musik: Ist immer da, ist auch jedem klar, wirkt aber schnell banal, wenn er bewusst ausgeschöpft wird. Heiß-kalt als gern genutzter, nicht sehr subtiler Effekt, Abstufungen dazwischen wirken schnell wie einfach nur lau, oder sogar unbeabsichtigt. Was natürlich auch daran liegt, dass lau schnell kalt wird und dann einfach kühl wirkt. Die Beherrschbarkeit des Effekts ist also nur bedingt gegeben. Auch im Kalten verschiedene Abstufungen nur bedingt einsetzbar: Wird ziemlich schnell zu kalt, um überhaupt essbar zu sein. Und die berühmte Stickstoff-Küche ist ja einfach nur schockgefroren und tendenziell sogar eher lau als kalt, weil natürlich nicht durchgefroren. Verschiedene Texturen im Kalten da wesentlich evidenter.
I understood nothing.
I didn’t realize that I understood nothing.
Love Exposure: Ziemlich weit ausgespielt, das Szenario, zwischen Klamauk und Tiefe. Interessante Strategie, den Film aus vielen einzelnen Geschichten, die in sich geschlossen sind, aber dennoch logisch aufeinanderfolgen und aufeinander aufbauen, also nicht einfach nur aneinandergereiht sind, zusammenzusetzen. Serienepik im Kinofilm. Deswegen natürlich auch so lang.
There is no time to waste (Kusama). Probably true.
Melismen, um den verdammten Sprachrhythmus zu zerstören.
Wo ist Volker?
Mode: Könnte es sein, dass alles IMMER da ist, dass man es nur die meiste Zeit nicht SIEHT? Plötzlich sehen einige Leute, dass eine bestimmte Farbe interessant ist, dann sehen es immer mehr, schließlich fast alle, nur die, die es zuerst gesehen haben, sehen schon eine andere. Nur bedingt beeinflussbare, eigengesetzliche Massenprozesse. So etwas wie eine romantische, verklärende Sicht auf Mode. Türkis. Orange.
Auch interessant: Dass man so vieles nicht einfach sich ausdenken kann. Das Denken ist eigentlich nur dafür da, Szenarien zu entwerfen, wie etwas funktionieren könnte, was man ausprobieren sollte, also das Interesse zu steuern, für alles andere ist das Sehen, Schmecken, Hören zuständig.
Lesen/Denken: Merkwürdige Zwischenstellung – einerseits läuft die Kontrolle doch im Wesentlichen über das Sehen, über die Schrift, andererseits ist das Ergebnis am nächsten an dem, was das Ganze eigentlich kontrollieren soll, dem Gedanken. Allerdings nein, das stimmt nicht ganz: Sinneswahrnehmungen werden eigentlich nicht durch den Gedanken kontrolliert, sondern durch sich selbst, durch das Abschmecken, Vergleichen, letztlich auch Wissen. Das Denken dient dabei nur als Verknüpfungsmaschine.
riecht nach Fruchtjoghurt: Im konventionellen Fruchtjoghurt muss etwas sein, was wahrscheinlich weder Joghurt, noch Frucht ist, aber die sofortige Assoziation Fruchtjoghurt auslöst.