tonal-atonal vs. konsonant-dissonant
Anders gefragt: Wo sind tonale Akkorde in einem konsonant-dissonant definierten Feld angesiedelt? Wo ist ihr Platz?
Sea of Vapors 2014 15:00
Sounding Glass 2011 10:00
False Friends 2007 4:50
(Way Fare 2009 6:30)
(Remote Intimacy 2007/2008 14:30)
(Memories 2004 19:00)
Mal überlegen, wie ein Konzert (oder ein Stück) aussehen würde, wenn man 100% vom visuellen Aspekt ausgehen würde.
Z.B. eben nur Blitze einen ganzen Abend lang, sonst nichts. Possible Arbeitstitel: black and white (and grey). Spot + Gegenspot + Wand
Sprache, Textform (PTP): Rede, Vortrag, Talkshow, Gespräch, Smalltalk, Witz, alles NICHT für die Show produziert, alles ORIGINAL eingespielt. Bzw. abgespielt und nachgesprochen.
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Technischer Zynismus
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If you know what it is about, throw it away.
Wegnehmen
Wegnehmen
Wegnehmen
Nicht alles gleich scharf
Verwischen
Aufmerksamkeit lenken
Auch mal was freilassen
Überlegen, wo sich die Aufmerksamkeit zuspitzen soll
Zum Teil genügt da wahrscheinlich schon die Dynamik als steuernder Parameter, zum Teil aber vielleicht auch wirklich Material verwischen, was nicht mit mehr oder weniger Detail zu tun haben muss, sondern mit der Hörbarkeit/Nichthörbarkeit des Materials.
Sich öfter mal vorstellen, dass man die Sprache, die die Leute um einen herum sprechen, nicht versteht. Macht die Sache deutlich interessanter. Entbindet einen von dem Anspruch, dass man weiß, was die Leute denken, eben weil man sie sprachlich versteht.
Ikonizität
Chiffre
Signatur
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flammendes Grün
unmögliche Schnitte vorproduzieren
Elektronik (an/aus, Verstärkung, etc., im wesentlichen Mischpult) ganz normal rhythmisch ausnotieren, dann wie eigenes Instrument spielen.
shepard tone
shepard scale
risset glissando
tritone paradox
Licht an wie schneller Kameraschwenk: Du orientierst dich sofort, aber nicht ganz ohne Verzögerung. Als ob der Raum in seine Position schwingen würde.
Orchester durch zwei Türen hindurch gehört: Was bleibt, ist das unvermeidbare Pathos, das man ihm leider nicht austreiben kann. Eigentlich wie eine Art angeborene Seelenkrankheit, die allem eine falsche Betonung, eine falsche Farbe gibt. Als ob man das gesamte 19. Jahrhundert immer mit sich herumschleppen würde. Ein einfaches Entschlacken genügt da leider nicht. Eine Krankheit, die grundsätzlich alle klassischen Instrumente befallen hat, aber nirgends so heftig auftritt wie im Orchesterverband.
Wäre naiv zu denken, dass es das Problem bei Popmusik nicht gibt. Es ist aber mehr als einfach nur ein abgegriffener Klang. Eher eine Klanglichkeit mit falschem Anspruch: Ich bin so entspannt, ich bin so engagiert, etc. Immer nur, weil dieser Klang für diese Haltung steht, bzw. diese Haltung diesem Klang eingeschrieben ist: Er wird sie nicht mehr los, er kann sie gar nicht mehr loswerden.
Alter Porsche, sowas wie moosgrün: Super Idee, wahrscheinlich aber nachgespritzt, also einfach nur Design. Schade.
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Was wäre denn am unangenehmsten?
Immer noch das gleiche Gesicht wild verzaubert wütend
Kolik als Proportionskanon: Literarische Unmittelbarkeit brechen, um musikalische Unmittelbarkeit zu erzeugen. Am Ende reiner Auslauf.
The Rambler: Einmal schmutzig, immer schmutzig. Dreck kann man nicht abwaschen. Oder dann plötzlich doch. Beten im 1/4-Takt. Immer schön. Digitaler VHS-Schnitt.
Digitalen Dreck auf analoge Instrumente legen: Konstruktion markieren, oder auch falsch markieren, daneben markieren. Oh, falsch, war gar nicht da. Direkt daneben.
Articulacao: Sprache gegen Sprache, Artikulation gegen Artikulation. Nicht gerade subtil, aber trotzdem lehrreich.
Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.
C.P.E.: Hatte da schon mal jemand das gleiche Problem, nämlich Strukturen nur äußerlich, und damit offenkundig willkürlich darstellen zu können?
Nicht Blinzeln!
Roxy Music, Brian Eno, David Bowie, etc.: Ikonen der 70er Jahre, Qualität offensichtlich, aber nie wirklich verstanden, wofür die Musik wirklich steht. Offensichtlich ist das Billige, Abgeschmackte, Sentimentale Teil der expressiven Geste. Gleichzeitig aber auch das Raue, Rockige, das gerade im Klangbild Punk vorweg zu nehmen scheint. Also nicht der absolute Gegensatz. Alles immer ein bisschen zu eng zusammengemischt, Gegenteil von transparentem Klang. Relativ deutlicher Hang zu Hässlichkeit, die aber nie ganz in den Vordergrund tritt. Dann die echten 70er Jahre-Ingredientien wie Gitarren- und Saxophonsoli, eigentlich ganz furchtbar, man weiß aber auch nie, wie ernst sie wirklich gemeint sind, ob sie da sind, weil es sich so gehört, weil sie wirklich etwas ausdrücken sollen, oder ob sie schon gleich als (vielleicht auch halb unbewusst) parodistisches Element eingesetzt waren. Da gehört dann natürlich auch das Kabarettistische, das Musicalhafte, das Over-the-Top-Spielen dazu. New York Dolls, Johnny Thunders dann direkter Übergang zu Punk. In too much too soon.
Filmriss: Schwarzfilm als scharfes Reißen, deutlich abgegrenzt, aktive Bewegung, statische, in sich ruhende Aggressivität, trotz Bewegung nicht Geste, sondern reine Unterbrechung. Am Steg pressen mit schnellem, im Gesamtklang verschwindenden Glissando.
Auch ganz schöne Idee: Fast alle, aber eben nicht wirklich alle Szenen durch Schwarzfilm voneinander zu trennen. Man ist dann nicht sicher, ob man vielleicht in dem Moment geblinzelt hat, in dem der Schwarzfilm kam, oder ob die Szenen wirklich ohne Trennfilm aufeinander gefolgt sind. Das alte Problem: Man kann wegschauen, aber man kann nicht weghören. Ein Schnitt könnte ein Blinzeln sein, im Grunde besteht unsere normale visuelle Wahrnehmung aus lauter kleinen Schnitten, sowohl wenn wir blinzeln, als auch wenn wir woanders hin schauen. Das geht beim Hören offensichtlich so nicht.
Ein Klang, der alle anderen Klänge verschlucken könnte, einsaugen würde, das Schwarze Loch der Klänge. Weich fallen. Sanft weg. Fast plötzlich.
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Damit der Papa es nicht hört!
facebook-Isolation/Pascal: Öffentlichkeit ist Lüge.
Jean Louis Ughetto
handkeonline
La Leggenda Di Kaspar Hauser: Ganz kurzer Schwarzfilm zwischen den Einstellungen, zum Teil auch mit Zwischentiteln, dann länger. Funktioniert gut, mischt sich mit Schwarzweiß, wirkt zum Teil wie Filmfehler – wahrscheinlich vor allem, wenn vorher viel Schwarz im Bild war, der Zwischentitel also weniger deutlich abgesetzt ist. Maurizio/Licht, Teil II: Einstellungen voneinander trennen, aber auch Einstellungen falsch trennen, z.B. Krach dort einsetzen, wo er regulär, wenn die Einstellung nicht durch Überlappung und Vervielfältigung verlängert würde, sitzen müsste, also falsche, aber zugleich formal richtige Signale setzen.
Unterbrechung: Geschwindigkeit/Wiederholung/Dauer
Wiederholungen in der Geschwindigkeit der Unterteilung
Unterbrechungen in der Geschwindigkeit des Grundtempos (1/16*x)
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Sexualität ausleben
3/8 + 1/8
3/8 + 3/8
3/8 + 3/16
3/8 + 1/4
selbstvergessen
When one speaks of the aesthetics of film, with regard to the director of photography, we often blend great pictorial references: painters, great photographers… Obviously… we can’t ignore them, but this is our work, with every shot we would consider the previous shot – it’s rhythm, the use of a pan, the speed of movement, in the case of a fixed shot, the speed of movement of the actors. The shot about to be filmed has to take into account the shot that will follow. And so on. Hence, there is a prevalent sense of rhythm in the general aesthetic balance of the film.
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Schlachtvieh
Maybe a little too secure, a little too confident.
Motivation einfach, dass irgendetwas gehen MUSS.
Parallelmontage geht allerdings wirklich überhaupt nicht mehr. Völlig nervendes Kunstmittel.
Synchrone und sukzessive Einsätze: Gestische Bedeutung der Tonhöhe verändert sich komplett. Man könnte fast sagen, dass der gleiche Ton nicht die gleiche Tonhöhe ist.
Das Gefühl, plötzlich sterben zu müssen. Jetzt, hier, auf der Stelle. Völlig klar, warum hat man das bloß nicht früher verstanden. Allerdings, was hätte es geändert, wenn man es verstanden hätte. Heidnischer Aberglaube. Hysterie.
Akkorde als Pathosgeste. Nicht bestimmte Akkorde, sondern der Akkord an sich, drei oder mehr verschiedene Töne gleichzeitig. Merkwürdige Idee.
Romantischer Brutalismus: So würde ich auch gerne heißen. Paul Rudolph.
Es muss schnell gehen, sonst ist es nicht toll.
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all songs by levon vincent
Jede Stufe einzeln charakterisieren? Eigentlich nicht, warum nicht Entwicklungen nebeneinanderher laufen lassen?
Spieltechniken einander überlagern, quasi eigene Stimmen, die in der Überlagerung die Struktur verdichten? Wenn zwei verschiedene Spieltechniken gleichzeitig, dann automatisch auch mehr Aktion? Eigentlich unmöglich, aber lustige Idee.
Oder aber unabhängige Entwicklungen, die so lange dauern, wie sie vorgesehen sind, und sich gegenseitig überlagern und auslöschen. Also nicht verdichten, sondern unkenntlich machen.
Visuelle Hindernisse als Blenden in tracking shots, quasi Montage-Ersatz.
Ich würde gerne –
I would like to –
Please, let me –
But – of course!
The whole day it felt later than it actually was. Strange, huh? So tell me, why is that? How can it be?
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Himmelserscheinungen
Schwarzblende – Weißblende – Farbblende: Wenn Schwarzblende Nichts ist, Abwesenheit, Auslöschung, reine Unterbrechung, wenn Weißblende Überintensität ist, in die Sonne schauen und deswegen nichts sehen, vielleicht aber auch Verblassen, Ausbluten, was ist dann Farbe? Stimmung, Atmosphäre, Emotion, Gegenstand, Wand, Tafel? Jedenfalls eher Etwas als Nichts. Jede Fläche könnte auch etwas bedeuten, überführt werden in Bedeutung durch Verknüpfung, aber das ist nicht der Punkt. Das Gefühl, wenn nichts mehr zu sehen ist und doch etwas da ist. Und klar eine Bedeutung, eine Funktion hat, die man eigentlich auch sofort versteht. Wenn es funktioniert.
Pulp, His ,N‘ Hers/Different Class/This Is Hardcore: Völlig over the top, ins Extrem produziert, alles in Großaufnahme. Habe ich damals gar nicht gemerkt, obwohl für mich This Is Hardcore wahrscheinlich sogar DAS Album der End-90er war. Ich glaube, ich habe den Pulp-Sound damals für ganz normal gehalten, eben genau richtig, habe damals alles voll ernst genommen, gar nicht überdreht, bin auch nicht sicher, ob es nicht tatsächlich so gemeint war, obwohl gerade musikalisch alles extrem überproduziert ist. Glaube nicht, dass das einfach so passieren kann, könnte ironisch sein, könnte aber auch einfach ganz weit aus dem Fenster gelehnt sein. Mit anderen Worten: Toll, Respekt, ganz große Oper.
Streichquartett: Tonhöhen nicht absolut setzen, sondern in Beziehung zu den Instrumenten, vieleicht sogar zu den Taktdauern. Möglicherweise nicht Instrumente, sondern Stimmen als führender Parameter, also Tonhöhen auf Stimmen auf Instrumente durch Taktdauer – oder so ähnlich. Das kann eigentlich nur heißen, Stimmen und Tonhöhen als je eigener, unabhängiger Parameter.
I‘m not well – well, who is?
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Still Life
Cigarettes
Liquor
Tea
Toffee
Man müsste im Prinzip mal nachfragen, ob das, was trist aussieht, auch wirklich trist ist. Logischerweise ist es trist, aber irgendwie ist es doch auch ein Triumpf, zumindest des Überlebens, aber nicht nur.
Die fliegende Untertasse verbindet. Das Raumschiff hebt ab.
Auch wenn‘s nervt, weil es zu gut aussieht und den Bildern zu viel Glanz gibt, ist es natürlich nur konsequent, dass mit der Modernisierung des Landes das körnige Filmmaterial dem HDTV weichen muss. Lustigerweise ist es jetzt wohl auch das billigste und am einfachsten zu handhabende Material, und daher unvermeidbar. Wahrscheinlich je körniger, desto teurer. Körnig is the new expensive. Ist aber trotzdem zu schön. Ist ein bisschen wie mit IRCAM-Elektronik: Wenn man es wirklich benutzen will, muss man den Lack irgendwie brechen, sonst geht es nicht.
Apropos Krieg: Du kannst Dich unmöglich auf die richtige Seite stellen, es gibt nichts Dooferes als das zu tun, auf der richtigen Seite sind ohnehin alle, zumindest so lange es um nichts geht. Du musst das Böse ernsthaft und ehrlich darstellen, quasi objektiv, aber ohne Distanzierung. Das ist die einzige Möglichkeit, damit umzugehen. Du darfst das Publikum auf keinen Fall schützen, indem Du deutlich machst, auf welcher Seite Du stehst. Genau das ist künstlerisch Lüge und deswegen ist gutgemeinte Kunst so irrsinnig langweilig.
M.B.R.M.M.P.P., Schlagzeug: Anschläge nur in den Nahtstellen, da auch schnelle Folgen, u.U. irrationale Unterteilungen, wahrscheinlich nur Stoppschläge. Ungedämpfte Schläge möglicherweise ganz auslassen. Coda nur Schleifen, auch als Solo, da dann wahrscheinlich durchlaufend, ohne Ansatz.
das Leben ein Fest – klingt doof, stimmt aber
Das allerletzte Lied
Yellow He
Brynych
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