Category Archives: Gesang

Subtilität und Mehrdeutigkeit

Cops on my dick in Philly, 
I’m ‘bout to move to Atlanta, 
and I wish she could see me, 
I do this shit for grandma.

Der Hunger ist mein Frühstück (I mean it).

Sinnlosigkeit: Warum sollte man sich die ganzen Gespräche, Anweisungen, Ratschläge nochmal anhören? Aber genau deswegen ist es interessant!

Lady Macbeth of Minsk – benutzen!

Whatever happened to – I don’t even know what – Innovation, Neuerung, Erfindung?

Pop benutzen? Fühlt sich irgendwie übergriffig an, als ob man sich das nicht verdient hätte. Wenn, dann knallhart, ultra direkt, ohne Ausflüchte. Müsste eigentlich gehen. Mein AS-Stück.

Musik und Sprache. Musik und Sprechen. Sprache, sprechen, reden, labern. Letztlich auch Pontormo. Blog.

Plötzlich ein Gefühl wie: Mir wird das Material nie mehr ausgehen können. Ruhig dann auch mal wieder davon weg arbeiten, sich entfernen. Zum Beispiel Schostakovich. Wirklich nur einzelne Stellen, Abschnitte, Takte verwenden, immer weiter und weiter verarbeiten, bis – vielleicht – nichts mehr übrig ist.

So Help Me God
SWISH
Waves
The Life of Pablo

Man darf nie aussprechen, was man wirklich will.

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Sorglosigkeit

Der Adler: Am Anfang zweimal ganz trocken, normale Sprechstimme: Ad-ler, Ad-ler. Wahrscheinlich in 16teln notiert. Quasi Sample. Oder eben echtes Sample. Wie wäre das: Alle Mitglieder des Ensembles nehmen den Text für sich auf, ausdruckslos, quasi Zeitungslektüre, am besten mit klanglich sehr verschiedenen Aufnahmegeräten: iPhone, Studio, Kassettenrekorder, Raum nebenan usw. Dann entweder alle Wörter zu einzelnen Samples schneiden, oder vorher überlegen, welche Wörter man braucht, und diese dann schneiden. Möglicherweise jedem Ensemblemitglied sein eigenes Keyboard geben, mit dem es dann seine eigenen Samples (oder auch die der anderen) abrufen kann. Das wäre dann noch die Frage: Wie werden die Samples lautsprechertechnisch zugeordnet, und werden die realen Stimmen mikrophoniert und über Lautsprecher abgespielt, oder rein akustisch vorgetragen.

Fixierung
Fixation
Zwangshandlung

l’identico
il simile
il contrasto
l’opposto

Oli XL

What’s he got that I ain’t got a lot of?

what is the most ugly thing you can imagine, and then do it and it’ll be beautiful

man war Teil von etwas, interessant

verändert sich ständig

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Filed under Der Adler., Gesang, Pop

Distort Decay Sustain

Ok, zwei wesentliche Fragen:
Was für eine Funktion haben die Lücken in der Gesangsstimme?
Und was für eine Funktion haben die Bläser im Ensemble?
Hängt zusammen, ist aber nicht das Gleiche

Sollen die Lücken die Gesangsstimme fortsetzen/ergänzen?
Dann wären die ersten Einsätze mit den Klavierclustern ziemlich falsch gesetzt – es sei denn, man versteht die Modifikationen des Cluster-Nachklangs als sprachlich/stimmlich.

Auf jeden Fall zwei Typen, die ergänzt werden müssen: Kurze Takte (syllabisch) und lange Takte (melismatisch). Eindeutige Grundformen. Die melismatischen Takte kann man wahrscheinlich nur nachspielen und strukturieren, wenn man sie nicht durch etwas völlig anderes ersetzen will. Die syllabischen Takte lassen sich durch repetitive (Cluster-) Strukturen tatsächlich ganz gut nachbauen. Eine gewisse Rauheit wäre bei den syllabischen Passagen ganz schön, oder?

Im Prinzip würde man die instrumentalen Passagen gerne ein bisschen mechanisieren, formalisieren, damit sie nicht zu offensichtlich die Stimme imitieren/ersetzen. Das kann dann aber auch wieder sehr platt/künstlich wirken.

Im Prinzip können die melismatischen Passagen nur von den Streichern gespielt werden – bei den Bläsern wäre das unweigerlich extremer Kitsch – die instrumentale Linie – funktioniert überhaupt nicht.

Oder total, anschlagsmäßig die Stimme imitieren, vielleicht sogar zeigen, wie sie klingen SOLLTE? Das wäre aber dann definitiv ein Soloinstrument, und wahrscheinlich sogar immer die Geige.

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Filed under Form, Gesang, Material, Schlachten 1: Arie, Schlachten 1: Arie (Bad Vibes Version)

Die Goetz-Saga

Heiliger Krieg 1: Stolen Friend
Heiliger Krieg 2: Die totale Partitur
Heiliger Krieg 3: Chorstück

Größtes grundsätzliches Problem: Was machen die/was machen wir mit den Chorsolisten? U.U. könnte man dafür die Kaleidoskopvillemusik in die Oper rückführen und unabhängig von der ursprünglichen Textableitung komplett neu und quasi völlig ignorant umtextieren.

wenn ich schon tot bin, aber es nicht merke

Break Mirrors In The Face Of The United States (DJ Earl VIP)/Tight Up Skirt (DJ Earl VIP): Thomas Mahmoud/Heidegger? Dieses Lallen, Ungenaue, Hingeworfene, Aggressive könnte interessant sein. Telefongespräch kann nicht einfach als formaler Witz übernommen werden, muss als musikalische Struktur überschrieben werden. Eigentlich das komplette Album interessant, weil Juke-Versionen von relativ konventionellen Vocals.

Kästchen mit Text + Cues wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

Die Welt ist sehr, sehr eng geworden. Außer für absolute Vollidoten.

Mahakala/Tibet: Die Soldaten (zumindest die Chöre)
Schubert: Die Bürger (zumindest die Chöre)
Le Mystere des voix Bulgares: Die Mädchen (zumindest die Chöre)

Macht voll Sinn, ehrlich gesagt.

Thomas Mahmoud: Heidegger mit Clicktrack

Caravaggio/Moment = Monodie? Wird ja tatsächlich ein Raum geöffnet, der in einer konventionellen Erzählung nicht vorhanden ist. Der Raum wird sozusagen nicht wegerzählt, nicht statifiziert. Der entscheidende Moment, der eigentlich nicht sichtbare Moment. Insofern vielleicht auch der ausgedachte Moment. Wird ans Licht gezerrt, wird festgehalten, gewinnt eine extreme Dynamik.

Gut, was würdest du denn wirklich gerne machen, was wäre keine Bestrafung?

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Filed under Form, Gesang, Krieg, Krieg 1: Lichtblitz, Krieg 2: Stolen Friend, Malerei, Pop

Fragile state of pain.

Musiktheater als Pastiche, zumindest als Selbst-Pastiche. Müsste funktionieren. Wahrscheinlich aktuell die einzige Option neben einem monolithischen Entwurf.

THE PAST EHT TSAP
THE PAST EHT TSAP
THE FAST EHT TSAF

THE FAST EHT TSAF
THE FAST EHT TSAF
THE PAST EHT TSAF

weiß-weißrosa Licht

Don’t

Well, things change, right? So we have to change, too.

Bitte schnell
Bitte schnell gehen
Bitte schnell weg
Bitte schnell weg gehen

flüstern
sprechen
hauchen
raunen
murmeln

Liberez/Wa Wu We

some die, some don’t
some die, some don’t
some die, some don’t

Schon wieder Murmeln: Everyone needs a plan. Schön!

Noch mehr murmeln: Shackles (Bad Tracking Remix Part I & II)

Hat auch eine sehr schöne Lichtverteilung im Dunkeln: Egal wie viele und welche Lichter an sind, es sieht immer gut aus. Gewisse Leichtigkeit, fast Ausgelassenheit.

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Hello, I wanna die.

Rapsöl
Tofu
Jamaican Jerk
Ume Su
Chicorée 
Rettich
Quitten
Lange Paprika
Rote Zwiebeln, bissfest 
Frühlingszwiebeln
Kleine Champions, geviertelt 
Szechuan Pfeffer
Frische Chilli

THERE IS NO WAY OUT!

Sie war ein sehr gutes Mädchen
Aha Aha
Sie war ein sehr gutes Mädchen
Mhm Mhm

Gilt leider auch für Lully: Warum sind die denn dauernd so aufgeregt? Letztlich ständig emotionaler Überdruck. Wirkt letztlich auch nicht besonders intelligent – sowohl, was die Figuren, als auch, was die Musik betrifft. Oder ist das einfach nur immer und ohne Ausnahme falsch gesungen?

Argh! (Haiyti)

Emile Beyer, Eguisheim

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Geld hat keinen Charakter.

Es schien unnatürlich warm, ich stand auf, ging ins Wohnzimmer und wunderte mich, dass das Feuer in allen Kaminen lichterloh brannte. In der Mitte des Raumes hatte jemand über Nacht oder am frühen Morgen eine tischgroße Fläche dicht an dicht mit Geschenken voll gestellt, alle in Alufolie eingepackt und mit einfachen Stoffbändern verschnürt. Ich fragte mich, wie sie ins Haus gekommen sein konnte, als ich sah, dass die Flammen inzwischen die Wände hoch züngelten und das ganze Haus in Brand setzten.

bequem bequem bequem
alles bequem

Tatsächlich ist das ein Problem, dass man, wenn man glaubt, über alles schon mal nachgedacht zu haben, tendenziell bequem wird, weil man nur noch mit den Gedanken arbeitet, die man vor langer Zeit gedacht hat, und dazu auch keine neuen Ergebnisse erzielen kann. Besonders schlimm, wenn man tatsächlich recht hat, wenn es tatsächlich keinen Sinn macht, die gleichen Themen noch einmal durchzuarbeiten, weil man zu den gleichen Ergebnissen kommen würde. Man müsste sich fast fragen, ob es dann nicht besser wäre, fehlerhafte Ergebnisse zu produzieren, als mit den gleichen Gedanken jahrelang herumzulaufen.

All die. Why do they do that?

Kollektive Ideale
Konkrete Gewalt

ziemlich leere Augen

Edward Louis Severson:  Einfach knallhart transkribieren, mit allem Rumeiern und Anschleifen.

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Slow Release

Große Fuge verwenden. Würde wahrscheinlich gehen. Als ob es fremde Musik wäre.

Rhythmische Formeln wiederholen, dann plötzlich Abstand halbieren, so dass sie fast nicht mehr ausführbar sind. Das gilt auch für nicht ausgeschriebene Verzierungen, ist dann aber nicht so effektiv: Das rhythmische Muster streubt sich nicht so offenkundig gegen die Beschleunigung, sondern wird tendenziell angepasst.

Lustig, die Singstimme dann ausschließlich mit schnellen Verzierungen zu füttern (die man quasi nicht hören kann, weil sie so schnell sind). Dito Cembalo.

Interessant, dass man die einfachen Rhythmen (besonders in den Bläsern) eigentlich nicht hört. Wenn überhaupt ein regelmäßiges Voranschreiten. Könnte man sich aber auch viel komplizierter notiert vorstellen.

Tatsächlich hört man quasi keine Unterschied zwischen Trillo, Senza Trillo, und Tremolo (was immer das sein soll).

Alle Bläserklänge immer mit Flageolett Tremolo. Im Prinzip super Methode, um dem Klang einen inneren Rhythmus zu geben, ihn aber nicht aufzubrechen. Könnte man sicher auch rhythmisch ausnotieren.

Ob die Streicherflageoletts wohl durchgehört sind? Klingt jedenfalls ziemlich schrecklich zusammen mit der tonalen Sopranmelodie. Cello + Paukenbegleitung klingt merkwürdiger Weise extrem orchestral. Möglicherweise wegen der vielen mitschwingenden Obertöne. Auch No. 6 klug instrumentiert: Tiefe Bläser, halbgeblasen, plus Celloflageoletts – klingt erstaunlich perfekt nach Drehorgel. Insofern passt dann auch das Material (oder umgekehrt). Lustige Verarbeitung im Tramonto: Gefällt mir nicht, ist aber extrem gut gemacht, einschließlich Melodiebruchstücken in Altflöte. Und ultraeffektiv. Fast ein bisschen frech dann eine echte Da Capo Arie einzufügen (quasi Tremolo Arie). Zum Teil wirklich verdammt langsam – rein dramaturgisch gedacht passiert lange absolut nichts, damit dann die Crescendi um so deutlicher auffallen. Haupttöne der Singstimme extrem begrenzt, quasi tonal/diatonisch, hört man aber nicht, weil sie durch die Verzierungen weitgehend verdeckt werden (war wahrscheinlich immer so, würde nur in der tonalen Musik durch den Begleitakkord geklärt). In gewisser Weise sehr volkstümlich: Klanglichkeit, einfacher Rhythmus, lange Strecken des gleichen Materials, regelmäßige Gestik, damit auch klare Motorik verbunden, und tatsächlich auch der reduzierte, aber durchdachte und vor allem effektive Einsatz der Instrumente. Lustig auch die komplette Wiederholung der Overtura als Finale.

There’s some fear in letting go.

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resist the terror of symmetry

– Beethoven/Werkstatt/Slapstick 
– Greed
– Klage/Friedman
– Maurizio/Straßenkreuzung/Video
– Minhee/Hong, vielleicht sogar Hölderlin? Möglicherweise Ultrapathos. Tragödienabend. Das wäre dann eher Antigone als Andenken. Muss das aber nicht unbedingt heißen.
– Fassungen Saturn: Jetzige Fassung im Timing nachbessern, lange Fassung, ausnotierte Fassung
– Aufnahme Klage
– Aufnahme Hong solo
– Aufnahme Minhee solo
– Verdi-Oper, z.B. Macbeth

East Man/Mission: Phrasen immer in lockerem Rhythmus auf die nächste Eins hin, ergibt gleichzeitig große Varianz und überklare rhythmische Fassung. Ähnlich, aber viel schneller/strenger: Look & Listen.

Man könnte natürlich auch verschiedene Reimformen, z.B. eine ganze Platte auf eine Figur projizieren.

Was alles so an einem Tag geschehen kann – immer wieder erstaunlich – und zwar an einem ganz normalen Tag, der eigentlich komplett ruhig wirkt.

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Pavillon: Ruhm der Unvernunft.

Ziemlich interessant wie sich in den Bergen die Perspektive durch relativ kleine Bewegungen deutlich verändert. Wenig Schritte und die Punkte in der Landschaft wirken wie neu angeordnet.

Pierre Frick, Le 3 Décembre 2015
Pane Carasau
Cioccolato Piemont La Nocciola Crema Gianduja 

Wolken: Schöne Dreidimensionalität. Transparenzvarianten. Interessant. Lustig, wie ein Flugzeug sich in die Kurve legt. Sieht immer so aus, als ob es auch umkippen, sich seitwärts überschlagen könnte. Bisschen unangenehm, als ob man in der Luft hängen würde – was man de facto ja auch tut. Fühlt sich nur unsolider an als der gerade Flug.

Vielleicht ganz einfach alle Jahrescharts auf einmal. Fühlt sich nicht so bescheuert ordentlich an.

Zurück in Deutschland: Ist ja geil eng hier. Kann ich bitte kurz sterben?

Von Nazis geträumt. Wie war das nochmal? Ach ja, Nazis, die Postzusteller töten und zerstückeln. Ich sollte den nächsten Postzusteller spielen und sie überführen. Das böse war nicht im Empfangsraum, sondern im Raum dahinter. Klassische Falle. Unangenehm.

Summen mit Glottisschlägen artikulieren, wie wenn man eine Tonleiter artikulieren wollte, aber auf einem Ton.

Bründlmayer
Brut Rosé

Air Austria: Sprechen mit einem ständigen Räuspern in der Stimme, quasi viel Räuspern und wenig Stimme, Text wirkt dann sogar so, als ob das Band springen/rückwärts laufen würde, obwohl das natürlich nicht der Fall sein kann. Wäre aber natürlich eine Option bei absichtlichem Silbentausch.

Ähä-al-ähä-ähä-ähä-al-ähä-ähä-so-ähä-al-ähä-ähä-ähä-ich-ähä-ähä-de-ähä-ähä-wer-ähä-de-ähä-ähä-jetzt-ähä-mal-ähä-jetzt-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-Klo-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä-ge-ähä-ähä-ähä-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä.

Vielleicht eher he-he-he-he-he-he-he-, extrem trocken, quasi knacksen.

Funktioniert natürlich am besten mit einer Stimme, die ohnehin schon extrem kehlig geführt ist.

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einen moment lang

Die Irre: Ist lustigerweise wirklich viel interessanter als normale, vernünftige Sprache. Merkt man schon allein an der Sprachmelodie. Als ob Vernunft da vor allem Standardisierung wäre.

Raum als Instrument, und zwar besonders einer, der sich nicht dafür eignet, und dadurch dann vielleicht besonders geeignet ist.

Steve Locke, Three Deliberate Grays for Freddie (A Memorial for Freddie Gray): Was ist das denn genau, was wir da sehen? Drei Farbflächen, deren exakter Farbton jeweils dem Farbdurchschnitt eines von drei Fotos des 2015 in Polizeigewalt gestorbenen Schwarzen Freddie Gray entspricht. Das Werk ist offensichtlich erst einmal ein Angriff auf den abstrakten Modernismus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der Bedeutung über das Werk hinaus entweder grundsätzlich vermied oder absichtlich im Vagen hielt. Kann man aus der merkwürdigen Farbauswahl schließen, dass die Farben irgendetwas über sich selbst hinaus aussagen müssen? Im Endeffekt, und ich bin sicher, dass dies der Aspekt ist, der von Locke am wenigsten intendiert ist, könnte man das Werk aber auch als Memento mori lesen: Dass von uns nichts übrig bleibt, als im besten Fall drei Farbtöne, die nicht das geringste über das aussagen, was wir gewesen sind.

Einen Raben gestreichelt.

Es gibt keine verfügbare Schönheit, sorry.

Ergebnisse für No Problem Dichtung an der Route werden angezeigt.

surreal friedlich

Ja, sie wollen dass ich falle…

Nie wieder Miracoli.

Schade, dass man alles vergessen wird.

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Boy, is he extreme.

Gately was unglad glad to see them.

Gesummten Ton mit so wenig Schwankungen wie möglich so lange wie möglich halten, dann möglichst glatt, ohne zusätzliche Unregelmäßigkeiten wegen Luftmangel beenden. Ziemlich interessante Details, die dann übrig bleiben. Ganz abgesehen davon, dass der rein sportliche Aspekt natürlich an sich interessant ist.

Umkleide immer wieder ein Ort für Überraschungen: Eitelkeitsexzesse bei Leuten, bei denen man aus dem Stehgreif annehmen würde, dass sie noch nie in einen Spiegel geschaut haben.

James Brown, Public Enemy No. 1: Interessante Begleitung, sehr sentimental, sehr starke Wirkung mit extrem wenig Material.

op. 132, Alla Marcia, assai vivace: Will mir doch hoffentlich niemand erzählen, dass das nur aus dem Zusammenhang heraus so merkwürdig klingt. Wer hat denn sonst so etwas geschrieben?

Spanierin in der S-Bahn, spricht sehr laut und deutlich, perfektes Deutsch und perfektes Spanisch, schaltet ständig mitten in den Sätzen ohne erkennbaren Bruch zwischen den beiden Sprachen hin und her. Wie ein zweisprachiges Radio, auf dem man nach Belieben zwischen den beiden Sprachen hin und her wechseln kann – die dafür dann absolut synchron laufen müssten, was eigentlich nicht möglich ist. Quite nice.

Immer wieder lautes, eindringliches Crescendo, und zwar nicht leise-laut, sondern laut-noch lauter. Kreischen.

Können wir jetzt bitte endlich sterben?

Endlich sind wir alle tot.

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Double chicken originator

BRIDGET RILEY, Measure for Measure 6, 2016: Ganz interessant, geometrisches Muster, matte Farben, die so wirken, als ob das gesamte Bild mit einer dünnen Schicht Weiß überstrichen wäre. Fast schmerzhafter Widerspruch zwischen ultraklarem Muster und abgedeckter Farbe.

Kennen Sie den schon?
Nee, Sie?

Krasse Szene: Mann ohne Beine liegt wie Sitzfigur bewegungslos auf dem Trinkerrasen, drei Polizisten um ihn herum, ein leerer Rollstuhl steht zehn Meter entfernt auf dem Trottoir. Frage: Warum ist der Rollstuhl so weit weg?

ORANGE FELDSPAT MOOS OLIVE ERDBEERE

HELLBLAU HELLGELB HELLGRÜN SONNENGELB

Verzweiflung: Gibt es denn wirklich keine NEUIGKEITEN?

One number at a time – better than no number at all.

Ich frage, was ist das, ein Schleuder… Er zögert, weiß offensichtlich nicht, wie er es erklären soll. Wohl auch ein bisschen erstaunt über die Frage. Plötzlich wird meine Sicht milchig, ich denke, es liegt an der beschlagenen Brille, nehme sie ab, aber es wird nicht besser, eine weißliche, undurchsichtige Schicht scheint sich vor meine Augen zu legen. Während er nach Worten sucht, merkt er, dass mit mir etwas nicht stimmt. Tatsächlich kann ich ihn kaum mehr erkennen. Sein Gesicht verschwindet in dem milchigen Nebel.

Saturn A: Zum ersten Mal seit gefühlt 100 Jahren Metrum nicht an Materialeinsätze anpassen? Meaning: 4/4 durchlaufen lassen?

sk-in: Macht doch nur Sinn, wenn eine Pause dazwischen ist, oder? Dann aber möglicherweise tatsächlich schön, interessant, einfach wegen des Stockens gegen das vorprogrammierte Voranschreiten.

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Mondo di inconvenienza

Stachel-Aufschlag + Nachklang-Griffe: Erstmal entscheiden, wieviele Klänge überhaupt gebraucht werden, dann über Klänge nachdenken.

So vielleicht auch über Text/Krieg, oder auch Text/Hölderlin nachdenken: Erst festlegen, wieviel Zeit für einen bestimmten Abschnitt (Silbe/Wort/Satz/Zeile etc.) zur Verfügung steht, dann entscheiden, was wirklich benutzt wird – und was wegfallen muss.

Also: KEINE VOLLSTÄNDIGKEIT!

Horoskop: Ich muss essen und trinken. Ich muss schlafen. Und ich muss sterben. That’s all.

Man ist sicher, dass man recht hat, aber man versteht überhaupt nicht, was die anderen denken.

Spracherwerb: Mitsprechen. Speak along. Klingt tatsächlich immer gut, wie eine Verdopplung, quasi wie Unisono/Oktave. Einfach mal machen: Einer führt, einer folgt. Und umgekehrt.

HELLBLAU
ORANGEROT
MITTELGRAU
SCHWARZGRUEN
DUNKELBLAU
OLIVGRÜN
DISRUPT
WEISSGELB
GRASGRUEN
GOLDGELB
DISRUPT
DUNKELROT

Saturn A: In einem repetitiven Umfeld kann es interessant sein, einige Gesten/Aktionen tatsächlich nur einmal auftauchen und sofort wieder verschwinden zu lassen, so dass sie fast wie Fehler/Unachtsamkeiten wirken. Sie sind durch ihre Umgebung so sehr als Einzelpositionen definiert, dass sie als solche auch dann wahrgenommen werden, wenn sie als Fehler interpretiert werden.

It is so black it looks like a mistake.

IJ, p. 935

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It’s a fuckin’ Metermaß!

Lots of ways to die. Infinite number. Actually, maybe not.

The only way out is through.

we’ll see
we’ll see
we’ll see

we’ll die

und schon ist er weg

I regret very much to be here. I‘m terribly sorry.

Bitte alles wiederholen, vor allem Texte, Wörter, Silben – wirklich? Hat natürlich auch eine gestische Wirkung, wie ein echter Sprechakt, dass man nochmal nachspricht, was man eben gesagt hat, sich dessen vergewissert, was man gerade gesagt hat. Bin aber nicht sicher, ob es wirklich gut ist, Textwiederholungen von vornherein auf ihren gestischen Gehalt hin zu definieren. Könnte funktionieren, könnte aber auch viel zu naturalistisch gedacht sein und darum zu sehr einengen. Trotzdem: Wäre zumindest AUCH eine Möglichkeit, mit Textwiederholung umzugehen.

Einfach am Ende der Zeile nochmal nachmurmelnd, einfaches Echo, etc., schwieriger in der Mitte der Zeile, da wäre es eher etwas wie sich selbst widersprechen, sich selbst ins Wort fallen, stammeln, murmeln, tatsächlich auch deutlich unterschiedene dynamische Ebenen, um Haupt- und Nebenakt zu unterscheiden.

Und da könnte dann natürlich auch noch mal der fliegende Wechsel zwischen Singen und Sprechen ins Spiel kommen, bei Stammheim und Stockhausen z.B. im ständigen Ineinandergreifen der beiden Stimmen, die letztlich immer das Gleiche sagen, bei Heidegger in plötzlichen Tonfalländerungen, dass eine einzige Silbe plötzlich Farbe bekommt – oder gerade nicht. Ja, ich denke die drei wäre die Hauptkandidaten für schnelle Sprech/Sing-Wechsel.

At least look nice before you’re dying.

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Filed under Der Adler., Gesang, Krieg, Krieg 1: Lichtblitz, Krieg 2: Stolen Friend

… and then you wait …

Falsett + Strohbass: Please do it!

Kadai Chana

Problem: Alles was über Träume/Pläne hinausgeht, ist letztlich banal/langweilig. Scheitert an der Banalität des Alltäglichen. Die vielen Hindernisse, die es sich eigentlich nicht lohnt zu überwinden.

Listen
Listen
Listen
Rhythmus 
Rahmen

Schönheit: Einem etablierten Schönheitsideal folgen und dabei ein neues Schönheitsideal erfinden, unabsichtlich und unbewusst. Des Demonas.

There is no way it could feel worse.

Zimmermann: Ganz interessant, wie wenig das funktioniert, wenn die Tonbewegung nie einrastet, sich nie wirklich in etwas verbeißt, sondern letztlich alles nur anreißt, darüber hinweggleitet.

Ein komplett normaler Typ, der komplett normal aussieht und eine komplett normale Frisur hat, aber dann 5 Minuten in der Umkleide vor dem Spiegel steht um sich zu frisieren. Nicht übel.

Satie-Rekonstruktion, negatives Arpeggio, rätselhafte Atmosphäre, Ernst ist von den Vortragsanweisungen genervt, Rebecca wiederholt nach der Premiere immer wieder, DAS KANN MAN DOCH NICHT MACHEN, bis alle anderen ebenfalls genervt sind. Bei der Premierenfeier wird eine Jubiläumsbox vorgestellt, eine kofferartige Schachtel, vollgepackt mit kleinen, geschenkartigen Päckchen, zum Teil mit Banderolen, die die Box exakt bis an den Rand füllen, von denen aber niemand weiß, was sie beinhalten. Alles ziemlich schwer, fühlt sich wie Süßigkeiten an, ist es aber mit ziemlicher Sicherheit nicht. Das Stück läuft weiter, Rebecca regt sich immer weiter auf, bis sie es schließlich ausmacht und etwas anderes auflegt, eine ziemlich müde Tanzmusik, generischer Dubtechno.

Plötzlich wollen alle um jeden Preis nützliche Mitglieder der Gesellschaft sein – ist da nicht irgendetwas oberfaul?

to get a life, please wait 09 minutes 08 seconds

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Filed under Gesang, Neue Musik, Politik

Die Musik der Bedeutungen.

Man fühlt sich so existentiell ausgehöhlt. Hm…

Ich singe im wesentlichen nur einen Ton. Ich singe nicht höher oder tiefer, sondern lauter und leiser. Wurde mir jedenfalls so gesagt.

Schostakowitsch Streichquartett für Streichquartett bearbeiten.

Veränderungsrate systematisch steuern: Es kann nicht sein, dass die Musik einfach so die Zeitgerade (in der Oper gleich Text/Handlung) entlangläuft. Einmal bleibt alles stehen, dann verändert es sich extrem schnell, dann extrem langsam. Auch unabhängig vom Text. Wenn der Text die Zeitachse diktiert, bist du verloren. Arien und Rezitative waren da im Grunde ein genialer Ausweg. Geht aber offensichtlich nicht mehr, muss man anders angehen. Bei Monteverdi ganz offensichtlich auch nicht gelöst. Mal ein Einfall, mal keiner: Das ist bei ihm im Grunde die einzige Manipulation der Veränderungsrate. Und Einfall ist im Grunde immer da, wo die Zeit stehen bleibt. Schwierig zu verstehen, dass es interessanter ist, wenn nichts passiert, als wenn ständig irgendetwas geschieht.

Please let me go. Tell me I did well. Final farewell.

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DARE

Yeah, it’s fuckin’ grotesque, I know.

DTM: Dead To Me

Metrum: Ist ja dann tatsächlich nicht mehr primär die Dauer, die man hört, sondern die Platzierung in der Zeit, und quasi eine kurze oder lange Artikulation der Zeit.

Kaleidoskopvillemusik II: Gesangsstimmen und Streicherstimmen getrennt ausdrucken, Gesangsstimmen nach Stimmlage verteilen.

Dexter am Ende komplett oder unterbrechen? Wahrscheinlich zweite Gesangseinlage, dann Dexter 1, dann Ende, dann Dexter 2, und dann noch mal Ende.

Quitte, Apfel, Zwiebel

It’s giving me a strong hold.
I like this product very much.
My mom used to say.

Yeah, I know, I know. It’s fuckin’ ridiculous, I know. Please don’t mention it.

You don’t want my job. Add two hours at the chiropractic and you got the overall picture.

Ich entdecke gerade, wie es ist, in den letzten Zügen zu liegen.

Oh, schau mal, da hängt ja jemand an der Laterne! Nee, stimmt nicht, sieht nur so aus, steht daneben. Schade.

Janggu: Rechts genau auf Höhe des Knies, links deutlich über dem Knie. Rechts flach links hoch

His painting offers a savage description of pointlessness, which, nevertheless, explodes on the mind like a powerful flash in a dark room.

Do not ask WHY
If you dont want to DIE
Do like you’re TOLD
If you want to get OLD

$ha Her: Ziemlich geil, wenn die Artikulation so schnell ist, aber leicht behindert wirkt, als ob er sich durch irgendeinen Widerstand durcharbeiten müsste.

Konjunktionen doppelt setzen oder zwei verschiedene Konjunktionen in ein Satzglied setzen, also eigentlich grobe grammatikalische Fehler: Nicht nur ein Nachahmen von wörtlicher Rede, sondern auch ein eigener Sprach- und Denkrhythmus. Und genau deswegen so gut. E.g.: And but.

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indulge

Ich fürchte, die Nebennoten müssen alle als kurze Vorschläge notiert werden, sonst ist einfach nicht verständlich, wie die Musik funktioniert. Die Nebennoten geraten zu sehr auf die gleiche Ebene wie die Hauptnoten.

Problem Glissandi: Es gibt in Sibelius keine Glissandi zu einem Vorschlag hin, d.h. Vorschläge, die einen liegenden Ton unterbrechen, können nicht als durchlaufendes Glissando notiert werden. Das wäre vielleicht zu verschmerzen, aber noch größeres Problem: Es gibt in Sibelius keine Vorschläge am Taktende, sie werden immer in den nächsten Takt, vor die nächste Note oder die nächste Pause gezogen. D.h. man kann einen Ton nicht mit einer Art Endwischen abschließen. Echtes Problem, rhythmisch ausnotiert wird das überbetont und als eigener rhythmischer Wert tendenziell irreführend. Möglicherweise nicht lösbar.

Winziges, aber ernstzunehmendes Problem: Wenn es dann plötzlich ZU einfach aussieht, wenn die Notengraphik nicht mehr darstellt, was die Musik eigentlich leisten soll. Man könnte sagen, das ist genau richtig so, es kommt darauf, was in der Aufführung geschieht, nicht, was auf dem Papier steht. Man könnte aber auch sagen, dass die Notation in irgendeiner Weise die Expressivität der Musik darstellen muss, um als Notation zu funktionieren.

Silben immer trennen, in eigene Takte aufteilen: Hilft das? Für die kompositorische Arbeit bestimmt, für die Transkription wahrscheinlich eher nicht.

Oder die Taktschwerpunkte doch ausnotieren, z.B. als Akzente?

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Filed under Gesang, Methode, Schlachten 1: Arie

Vollgefressene Laberheinis

Komata Kahori (Satsuma Biwa): Nasuno Yoichi
Ueno Koshuzan (Shakuhachi)

The Caretaker/Leyland Kirby, everywhere at the end of time: Natürlich eine perfekte Metapher für Demenz, aber in dem Augenblick, in dem die reale Krankheit mit dem Resultat gleichgesetzt wird, eigentlich nicht mehr nachvollziehbar – müsste am Ende nicht das unveränderte Original stehen, da der Künstler die Knöpfe gar nicht mehr bedienen kann? Bzw. muss man nicht davon ausgehen, dass die einzelnen Stadien im Voraus aufgenommen wurden und mit dem realen Fortschreiten der Krankheit nichts zu tun haben, da es extrem unwahrscheinlich ist, dass der Gesamtplan im weiteren Verlauf der Krankheit noch weiter ausgeführt werden kann? Insofern kein ganz glückliches Ineinssetzen von Krankheit und musikalischem Auflösungsprozess, weil die künstlerische Bewältigung die Beherrschung des Erinnerungs- und Verfallsprozesses voraussetzt, was aber mit fortschreitendem Gedächtnisverlust gerade nicht gegeben sein kann.

KLAGE: E-Gitarre, E-Bass, 2 Stimmen

Völlig bescheuerter Jahresanfang: Fast vier Monate für 45.000 Zeichen Analyse? Bisschen arg krass.

S1A:
The Rapture: Open Up Your Heart
Kanye West: Runaway
Arca: Piel

VVV, Fun in the Wonderland: Punktierten Rhythmus so spielen, dass er sich als Rhythmus ständig verändert. Z.B. jeden einzelnen Impuls auf ein anderes Instrument legen.

A aa ag fe d: Super einfache Basslinie, eher gesummt als gesungen, immer wieder wiederholen. Keine echten Variationen, eigentlich auch keine Varianten, eher, dass es so klingt, dass man es eben nicht absolut exakt wiederholen kann. Z.B. kleine dynamische Nuancen, Ansprache, winzige Tonhöhenabweichungen, fast nicht hörbare Andeutungen von Vibrato.

Langgezogenes, helles Räuspern.
Kurzes, tiefes Räuspern.
Z.B. Doppelakzent.
Tiefes, abfallendes Stöhnen: ieh, ieh, ieh.

as1
e3
a1

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Filed under Der Adler., Gesang, Klage, Kolik, Material, Pop, Schlachten 1: Arie, Weltmusik

Alles viel zu durchsichtig

Blur
Blurry
Bleed Out
Bled Out

Ist ja kalt! Das sieht so schön aus… Aber kalt!

Heute ist Kitschfrei.
Heute ist Pathosfrei.
Und heute?
Heute geht’s wieder in die Schule.

Luft durch die Kehle
Durchdrehen
Glissando nach unten
Unartikulierter Überdruss 
Ausbruch
In Ausnahmen mit Ton 
Lange und laut räuspern, in einer langen Phrase
Laut ausatmen, aber ohne Ton, quasi angeekelt, aber nicht genau das, vielleicht doch  auch Überdruss.
Aggressives Minetti-Räuspern
Mit geschlossenem Mund geräuschhaft ausatmen, quasi Feueratem.

Bescheuertheit als Qualität: Interessanter Dilettantismus. Faktisch egal, was morgen kommt. Im Moment interessant sein.

Aggressiver Optimismus, wie würde das genau aussehen? Und wie würde es sich anfühlen?

Oscar Benl: Keine Spuren hinterlassen

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falling through the day

Tony Conrad: Flicker

Immer wieder interessant, dass das Praktische, Zielführende, Zeitsparende so wahnsinnig spießig wirkt, gerade, wenn es sich um technische Neuerungen handelt, wie z.B. Handy-Freisprechen, Siri, Fitness-Apps etc., und tatsächlich auch fast immer vor allem von auffallend spießigen Menschen als ersten akzeptiert und benutzt wird. Gilt letztlich auch für die technische Avantgarde, die allerdings bewusst oder unbewusst immer eine gewisse Selbstironie in ihre Technikbegeisterung mit einbringt, gerade durch ihren enthusiastischen Übereifer: Hat trotzdem am Ende immer etwas abstoßend Utilitaristisches, ist eben nicht wirklich lustig, sondern tendenziell geistlos und selbsterfüllend. Umgekehrt könnte es aber auch eine ausgeprägt konservative Arroganz sein, auf diese Neuerungen grundsätzlich zu verzichten.

Wichtig: Sprachfehler. Aber auf keinen Fall als Karikatur. Don Alfonso: Leichtes Alterslispeln. NIE so, dass es jeder merkt, KÖNNTE auch ganz normal sein, KÖNNTE auch gar niemand merken. Aber ist eben doch da, steht im Raum.

Così, Zweiter Akt, No. 23, Il core vi dono: Klingt verdammt gut, wenn es richtig gespielt wird, sollte man einfach mal so abschreiben.

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Man soll sich einbilden, man sei gleich.

Pollock/teacher/diagrams

Piero
James
Giorgio
Philip

Nezhdanova-Reste verwenden
überhaupt klassische Oper
vor allem/gerade 19. Jahrhundert
wichtig – nicht unterschätzen!

Auch ne Option: Nur ein bisschen singen. Kann ja wirklich nerven, wenn da ein Sänger vorne auf der Bühne steht und die ganze Zeit singen muss, weil er eben da ist und was zu tun haben soll. Vorteil von singenden Instrumentalisten: Haben was zu tun, wenn sie gerade nicht singen. Ist ja nicht unbedingt kompositorische Feigheit, wenn man einem Sänger auf der Bühne was zu singen geben will, sondern sieht wirklich bescheuert aus, wenn er ohne Aufgabe auf der Bühne steht. Es sei denn, man würde damit extrem offensiv umgehen.

You can never be overdressed or overeducated. OW
In doubt overdress. VW

BP, Dornröschen: Wird niemand tun, weil es dafür zu sehr im Bereich des akzeptierten musikalischen Bewegungsrahmens bleibt, könnte man aber auch als absolute Hässlichkeitsattacke verstehen.

PTP: Eigentlich eine super Idee, Musik als Text, bzw. Text als Musik auszugeben, und zwar rein Informations- bzw. Argument-getriebenen Text ohne den geringsten Anspruch auf eine Qualität über die informativen bzw. argumentativen Aufgaben hinaus. Der genau dadurch eine eigene lyrische Qualität und unmittelbar einsichtige Schönheit bekommt.

Lech
St. Barth 
St. Moritz 
Aspen

Sonya Spence: Saddest music ever? Kompletter Ausdruck von rückhaltsloser Aufgabe, ausgerechnet im positiven Reggae-Genre. Muss wie ein absoluter Alien gewirkt haben. Keine Ahnung, wie man das hinbekommt, dass dann auch die Band so wahnsinnig traurig klingt, wie von ganz weit weg, fast, als ob sie gar nicht da wäre. Ultrastrange.

Vortrag als HÖRSPIEL!

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Flying Cymbals

Buchstabieren/Chvrches: Ganz interessant, wie man innerlich mitspricht, und dann den abweichenden Buchstaben auch versucht, entsprechend auszusprechen, um sicher zu gehen, dass man sich nicht verschreibt.

Hat natürlich auch etwas zutiefst spießbürgerliches, wenn alles seinen Zweck, seinen Sinn haben soll. Letztlich hält man sich die Dinge damit vom Leibe, dass man vorgibt, sie ihrem Nutzen nach einordnen und beurteilen zu können. Schwierig: Wie spricht man über etwas, ohne es auf diese Weise einzuordnen. Die Annahme, Kunst gleich welcher Art wirklich erklären zu können, läuft eigentlich immer auf eine Illusion hinaus. Fakten ja, Beschreibung ja, Erklärung nein. Nur: In dem Moment, in dem Du etwas verteidigen willst, und das ist ja eine der häufigsten Situationen, wenn man über Kunst spricht, bleibt Dir gar nichts anderes übrig, als mit den Erklärungsversuchen zu starten.

Einen Namen aus dem Gedächtnis kramen, den man eigentlich gar nicht kennt. Erstaunlich, dass das geht.

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Immer Ärger mit Harry L

And for a while life was more or less one big party.

Das war ja dann wohl das Jahr des Gospel. Any other opinions? Unbefuckinlievable.

The soul’s certainty that the day will have to be not traversed, but sort of climbed, vertically, and then that going to sleep again at the end of it will be like falling, again, off something tall and sheer.

Antonio Molina nochmal nachschauen (Ultramelisma).

Everest: Wir sind gleich wieder runter. War eh nichts zu sehen.

Immer wieder geträumt von einem Kriminalroman von Jackson MacLow, angeblich (im Traum) bei DTV Klassik erschienen, liegt in irgendeiner Schütte, scheußliches Exemplar, Wasserschäden, eklige Widmung. Aus irgendeinem Grund schaue ich nach: Bei Eurobuch sonst nur für 2500 Euro zu haben. Im dritten Traum schaue ich rein, toll geschrieben, super klarer Stil, eher essayistisch, viele Anmerkungen, schöner Satz. Ich kaufe es dann doch, das liegengebliebene Exemplar.

Bach/Muschg: Ist doch wohl eher so, dass Bach ein besonders radikaler Fall von horror vacui ist, der wirklich alles zustellt, was irgendwie nach Leere klingen könnte – und genau daraus auch seine Qualität bezieht, positiv wie negativ.

Scheißzahlen: Unsinnige Suggestion, dass man etwas verstanden hat.

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Zählen

Die Antwoord: Nicht so falsch als vokale Performance. Alienbabystimme.

Lustig, dass man in vielen Fällen nur noch raten kann, ob die Leute mit sich selbst sprechen oder einen Knopf im Ohr haben.

Ganz leises Schluchzen, kaum hörbar, aber eindeutig da. Ein bisschen, wie wenn jemand fast nicht schnarcht, es aber eben doch tut. Verstärken.

A propos: Kolik komplett umarbeiten, Glissandi deutlich komplexer gestalten, mit Kehlkopflauten perforieren. So, dass man es zunächst gar nicht bemerkt, dann denkt, dass es ein Fehler ist, und erst allmählich versteht, dass es zum Stück gehört.

Stumpfer, illusionsloser, aber eben nicht desillusionierter Egoismus in den milchigen Urlauberaugen: Nicht schön.

Moderne Instrumente sind eigentlich atonale Instrumente mit der erhöhten Saitenspannung bei den Klavieren, den lauten und gleichmäßigen, uncharakteristischen Metallsaiten bei den Streichern, und der perfektionierten Chromatik bei den Bläsern. Während historische Instrumente tonale Instrumente oder vielleicht sogar diatonische Instrumente sind. Deshalb klingt atonale Musik auf historischen Instrumenten zutiefst unidiomatisch.

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Kompartimentierung

Levon Vincent, Untitled: Material direkt auf den Schlag setzen, als ob das Material durch den Schlag ausgelöst würde.

Nochmal über Stottern nachdenken: Wortwiederholungen, Silbenwiederholungen, Lautwiederholungen. Eigentlich ganz einfach. Also: Wer stottert denn so bei uns?

Cairopraktor 4: Einspielen/überlagern

fehlt Eleganz, eindeutig

Die Funktion von Regeln ist ja letztlich immer, der eigenen Ratlosigkeit angesichts einer zu großen Anzahl von möglichen Lösungen zu entfliehen, sich an eine offenbar gelungene Lösung zu halten und daraus dann weitere gelungene Lösungen abzuleiten und alle anderen Lösungen auszuschließen. Absolut verständlich als Vorgehensweise, und vielleicht sogar notwendig, um mit einer gewissen Zuverlässigkeit vernünftige Ergebnisse zu erzielen, aber es gibt keine belastbaren Anzeichen dafür, dass die ausgeschlossenen Lösungen tatsächlich schlechter gewesen wären als die zugelassenen. Insofern handelt es sich ausschließlich um eine praktische Hilfe zur Entscheidungsfindung. Was ja auch nicht so schlecht ist, wenn man nicht zu viel darin sieht.

O.k., was ist das Problem? Das Problem ist letztlich immer, warum folgt b auf a, warum folgt c auf b, etc., also Form. Solange Du keine Geschichte erzählst, in der die Abfolge der Ereignisse im Voraus feststeht, und es nur darum geht, in welcher Reihenfolge und in welcher Ausführlichkeit Du sie erzählst, bist Du für alle Aspekte der Form komplett verantwortlich, d.h. Du kannst Dich nicht darauf berufen, dass etwas so oder so sein muss, sondern Du musst selbst entscheiden, wie es sein soll. Hier jetzt in der abgespecktest möglichen Fassung: Ein einzelnes, einstimmiges Instrument, ausschließlich einstimmiges Material, das nicht übereinander gelegt, sondern nur aneinander gereiht werden kann.

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Durch den Schleim singen.

Keine Ahnung, was ich da tue. Ich organisiere es, und mache es dann. Aber es ist definitiv ein Stochern im Dunkeln.

Three Bedrooms: Stotternde, stolpernde, rasende Begleitfiguren – gute Idee, sollte man gleich mal anfangen zu üben!

If it is not subtle, it doesn’t exist, sorry.

We all hurt sometimes, don’t we?
We all get hurt sometimes, don’t we.
The shit is chaotic in disguise.
Let, let, let, let, let it go.

S1A: Alltagsgeräusche aufs Keyboard legen

M/L: Müsste gemein und gefährlich klingen, muskulös, kräftig, letztlich tatsächlich wie ein Monster.

Na ja – ich meine – dann texte ich Dich eben einfach zu.

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böser Spuk/schwer ums Herz

RTE = AH

Ich weiß nicht, ob wir gerade erst eingezogen waren, es fühlte sich aber jedenfalls so an, als ob wir noch nicht lange dort wohnen würden. Eines Tages, oder eines Nachts, hatte sich das Treppenhaus – wir wohnten im vierten Stock – zusammengezogen, es war so eng geworden, dass man sich nur mit Mühe auf den Treppenabsätzen um die Kehre herumzwängen konnte. Ich kam mit mehreren Einkaufstüten nach Hause, die ich hinter mir her durch das verengte Treppenhaus ziehen musste. Mein erster Gedanke war: Wir werden hier niemals wieder ausziehen können. Es wird keine Möglichkeit geben, unsere Möbel durch dieses Treppenhaus oder durch diese kleinen Fenster wieder nach draußen zu bringen.

Man macht sich keine Begriffe davon, wie eitel die Leute tatsächlich sind: Die unauffälligsten Typen verbringen in der Umkleide mehr Zeit vorm Spiegel als unter der Dusche. Und da sind sie auch ziemlich lange. Immer wieder erstaunlich, besonders, wenn man sich selbst für den eitelsten Menschen der Welt hält.

BEISS DICH REIN, DU ARSCHLOCH!

Sprachaufnahmen als abstraktes musikalisches Material betrachten.

TOTALHYSTERIE: ALLES PLAYBACK

Kohl und Rüben, Rüben und Kohl

Sichuan Pfeffer stark salzig, Kumin zitronig

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a chance for sameness

20 Haselnüsse
11 Macadamianüsse
10 Walnusshälften
10 Pecannusshälften

Country: Absurd lang gezogene Vokale, starr gehalten, aber relativ elegant verlassen. Könnte man als Muster verwenden: Die langen Töne gerade NICHT strukturieren, sondern ausstellen.

Was für Situationen wollen wir haben? Das ist die eigentliche Frage.

Scheußliche Dialoge im Rücken, Du drehst Dich um, Aha, sind ja wirklich Scheiße. Eklige Spießer-Hipster. 100 Jahre später auch in Moabit angekommen.

Es gibt in der Literatur ein unumstößliches Gesetz. Was einer recht auffällig ins Schaufenster legt, das führt er gar nicht, hat Kurt Tucholsky einmal geschrieben und als Beispiel die Männlichkeit bei Brecht genannt.

We forgot our friend.

Very, very nice.

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it’s how you survives it

Man hört noch, wie es klang, man erinnert sich noch, wie es sich angefühlt hat, aber leider ist nichts mehr davon da; die Zeit ist vorbei, man kann nur noch sagen, Aha, so klang das also damals, hat sich aber total anders angefühlt. Natürlich aus der nicht hinterfragbaren Position des Jetzt heraus geurteilt. Extrembeispiel: The Knive, Silent Shout. Mag sein, dass es sich morgen wieder ganz anders anhört. Was gestern knallig war, ist heute extrem lasch. Und dazu passt auch der bewusste Versuch, lasch zu produzieren, der eigentlich eine Überhöhung des Knalligen ist.

I got my dope boys covered.
Just another nigga dead.
Just another nigga dead.
While they’re testing your patience,
they’re just testing my reach.

Fuckin’ great delivery. Pusha T is G.O.D.

Glissandi auch auf EINEM Ton. Quasi Verzierung.

Register, Bänder vs. Tonhöhen

Band mit zentraler Tonhöhe. Sozusagen Tonhöhe mit Hof. Tonhöhe, die nach oben und unten ausfranst.

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Negative capability

Elemente
Richtungen
dann: welche werden übergebunden, welche nicht?
wahrscheinlich anhand der Materialbeziehungen entscheiden
möglicherweise Materialcharts zu Hilfe nehmen

spontane Konstruktion

Die Burial Oktave: Hätte ich auch gerne.

Was ist denn eigentlich passiert in der Zwischenzeit?

alles total vergröbern – bloß wie?

SCRIPT/Reygadas

durchgehender Gesang nur als eine Art von Zitat möglich – wie in der klassischen Oper ja übrigens auch, die Arie ist ja eine Art Heraustreten/Ausschließen aus dem Kontext und steht für Musik innerhalb der Musik, ist also eigentlich gerahmt. Ist also völlig grotesk zu denken, dass man einen durchgehend gültigen, bruchlosen Gesangsstil entwickeln kann. Literaturoper hat das versucht und kurzzeitig auch erreicht. Ist aber wohl dann doch vorbei, I suppose. Problem ist, glaube ich, die Suggestion, dass es einen unauflöslichen Zusammenhang zwischen Wort und Gesang gibt, dass die beiden unhinterfragbar zusammengehören. Während eine Nummernoper mit Rezitativ/Arien-Wechsel im Grunde ständig vorführt, dass es nicht so ist. Dass es eben allermindestens zwei grundverschiedene Möglichkeiten gibt, Wort und Musik aufeinander zu beziehen. Das gesprochene Wort ist dafür also gar nicht notwendig und auch nicht wirklich hilfreich, weil es zum Problem nichts beiträgt. Ist eben das gesprochene Wort, sonst nichts, auch wenn es vielleicht von Musik begleitet wird. Weswegen das Melodram so unbefriedigend bleibt. Die Rezitativteile müssten also grundsätzlich anders ausgeführt werden als die Arienteile und so ganz eindeutig die Konstellation Wort/Musik in Frage stellen. Vielleicht eine extrem reduzierte Form von Gesang, die aber klar vom einfachen Sprechen, aber eben auch vom eindeutigen Singen unterschieden ist. Ist natürlich die Frage, ob das überhaupt möglich ist, ob das nicht sofort wieder in den Gesangmodus hineingezogen wird.

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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I’m not gonna forget.

O.k., was ist Unterteilung:
– jede Form von vibratoartiger Abweichung (kann auch rhythmisch strukturiert sein)
– jede Form von tremoloartiger Klangunterbrechung (eher regelmäßig als unregelmäßig)

Vorsicht: Tonbewegungen nicht automatisch in regelmäßige rhythmische Einheiten aufteilen. Auch eine kurze Bewegung gewinnt durch rhythmisches Ungleichgewicht an Gesicht.

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Armaturen aus Massivgold, verchromt.

O.k., Klang und Pause, beide müssen irgendwie bemessen werden, beim Klang gibt es Vorgaben, bei der Pause keine.

Fenster auf, Fenster zu, fuck you. Oder aufgehen und wieder zugehen, wäre auch eine Möglichkeit. An den Schlag gebunden. Dynamisches Muster. Vielleicht: Absolut regelmäßiges Raster.

Zahl der Glieder
Art der Unterteilung
Grundtechnik
Klangfarbe

Alles innerhalb einer Oktave, nur ausnahmsweise in die angrenzenden Register von Sopran und Alt. Die Instrumente erweitern die Register in die übrigen Oktaven. Achtung: Register dürfen innerhalb des nächsten Registers (also bis zu kleine Terz) verschoben werden. No fuckin’ problem. Lustig: Die Theorie wird nachgeliefert. Ist aber normal: Austesten und nachjustieren.

Lustig, und ein bisschen bizarr: Dass oft die Lösungen, die einem weniger gefallen, die besseren, vielleicht sogar die eindeutig besseren sind, weil sie das Stück nicht runterziehen, nicht festmachen in einer bestimmten Haltung.

Auch lustig: Dass man den echten Fehlern sofort ansieht, dass sie echt und darum interessant sind, und die absichtlichen Fehler, mit denen man die echten Fehler imitiert, viel zu systematisch, viel zu vernünftig, viel zu gründlich sind, um wirklich interessant zu sein. Thanks for the fuckin’ mistakes!

Im Grunde sind die besten Stücke die one-offs, weil es die besten Ideen sind, die man nur einmal verwenden kann – weil sie so offensichtlich sind, wenn sie einmal draußen sind.

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Schnelligkeit

Mist: Double- und triple-time vergessen! Silben, Wörter, und zusammengesetzte Wörter. Ganz einfach eigentlich.

Problem: Tonhöhen horizontal könnte sich auf die Relationen innerhalb der Phrasen oder auf die Relationen zwischen den Phrasen beziehen. Which one will it be? Oder brauchen wir etwa einen doppelten Parameter? Außerdem sind die Entscheidungsmöglichkeiten, wenn sie realistisch sein sollen, stark von der Registrierung der Stimmen abhängig. So sehr, dass man eventuell die Registrierung ändern sollte, wenn man zu einem bestimmten Ergebnis kommen will.

Stockhausen, Stammheim und Heideger willkürlich zwischen normal, double und triple time wechseln lassen, mitten im Satz und vielleicht auch mitten im Wort.

Zusätzlichen Parameter konsonant-dissonant frei über das Stück verteilen. Anti-strukturell. Zeigen, dass er keine formale oder inhaltliche Bedeutung hat. Hässlichkeit (Konsonanz) steuern bzw. erzwingen.

O.k., es wird interessant, aber auch schwierig:

– Dissonanz/Konsonanz vs. Abstand
– Elemente vs. Unterteilung
– Rhythmus vs. Metrum

Wird man irgendwie lösen müssen, per Entscheidung oder so, wird man nicht drum rum kommen.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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Slow slow slow.

Unzählige MÖGLICHE Parameter – wieviele brauchst Du und wie willst Du sie verarbeiten?

Schlachten 2: Motette:
– Warum eigentlich nicht tiefes Metal-Grunzen? Was spricht dagegen? Schöngesang einfach wegnehmen.
– Möglicherweise horizontale Organisation vervollständigen. Gibt dann immer noch ohne Ende Lücken.
– Vorbereitetes Material nur als Vorschlag betrachten. Vielleicht sogar nur als Widerstand. Entscheidend ist die Situation vor Ort.
– Frage: Wo sollen die Taktdauern herkommen? Sollen sie an den Text angepasst werden oder nicht? Fest steht, dass jedem Takt immer genau eine Silbe zugeordnet ist. Insofern gibt es in dieser Hinsicht keine Notwendigkeit, auf den Text Rücksicht zu nehmen. Es ist also letztlich nicht der Text, sondern das Material, das unterschiedliche Taktlängen erzwingen würde. Und natürlich seine Platzierung im Takt.
– Teil I/III vs. Teil II/IV: Material muss Takt immer komplett ausfüllen, dann genügt es, die Pausentakte wegzunehmen, um einen ununterbrochenen Verlauf zu erzeugen. Wahrscheinlich sollten aber dennoch die Takte in II/IV tendenziell länger sein als in I/III, um das Gefühl von Kontinuität und damit den Gegensatz zu I/III zu verstärken
– Kontinuität also doch auch hier aus Diskontinuität zusammengesetzt.
– g/ä/v unterschiedliche Taktlängen? Weiß nicht, ob das wirklich Sinn macht, schließlich springen die Silben ja zum Teil auf den nächsten Takt.
– Tempounterschied 116/112 vs. 84/80 würde allerdings wahrscheinlich genügen, um den Eindruck von Kontinuität zu verstärken.
– Gibt es überhaupt v’s innerhalb eines Taktes?
– Problem bei den langsamen Teilen: In den Instrumentaltakten muss das Instrument den Takt allein komplett ausfüllen, es entsteht also zwangsläufig eine neue Form von Material, die eigentlich auch Rückwirkungen auf die Gesangpartien haben müsste. Bzw. in den Gesangpartien vorausbedacht werden muss.
– Alles benutzen, was schon da ist, und dann weitermachen. Die Ruine wird fertiggebaut.
– Rhythmisch ausmontiertes Meckervibrato

Licht: Daniel Rybakken, MARK 27

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wimmern

immer Schleim auf der Stimme, auch wenn da gar keiner ist

Irgendwo muss dann auch Deutlichkeit, Prägnanz, Peng herkommen, die Kraft, sich auch gegen eine größere Besetzung durchzusetzen, z.B., indem man das Prinzip, das man aufbaut, auch gleich wieder zerstört.

Bei drei Stimmen würde sich der verschieden-Einsatz auch schon um zwei Takte verschieben. Wenn da gleich-Einsätze stehen, gibt es das gleiche Problem wie bei den Instrumenten, nämlich Verdopplungen in einer Stimme. Quasi nicht zu vermeiden. Ist auch völlig klar, wenn man mit verschiedenen Graden von Verzögerung arbeitet.

Es gibt natürlich noch das entgegengesetzte Problem: Wenn das Material um ein oder zwei Takte nach hinten versetzt wird, fehlt es dort, wo es eigentlich vorgesehen ist, d.h. da, wo eigentlich etwas sein sollte, ist jetzt nichts – was eigentlich inakzeptabel ist, es sei denn, man versteht es als Verwerfungen des Systems: Einige Stellen gegen das System verdoppelt, einige Stellen gegen das System leer.

Und was ist mit den Vorspielen, by the way? Kann da irgendetwas ausgeglichen werden?

Pansori: Kein echter Anfang, und erst recht kein Schluss (auf musikalischer Ebene jedenfalls).

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Filed under Form, Gesang, Schlachten 2: Motette, Weltmusik

ja, das traue ich mir zu

Unstimmigkeit: Wenn die rhythmische Ebene zwischen Stimmen insgesamt und Instrumenten insgesamt verschieden ist, müssten die Instrumente auf die nächste Einheit springen, wodurch sich, zumindest bei der Bewegung von Phrase zu Phrase eine vertikale Schichtung ergibt, die Differenz produziert. Was aber, wenn dort schon etwas steht? Wenn das Verhältnis zwischen Stimmen und Instrumenten dort gleich ist? Das müsste ja heißen, dass an dieser Stelle eine Schichtung innerhalb der Instrumente stattfinden muss, d.h. dass die Instrumente zwei verschiedene Materialien gleichzeitig spielen müssen. Oder, dass man sie auseinanderzieht, dass die Instrumente Zeit bekommen, beide Materialien nacheinander zu spielen, so dass eine Pause in den Stimmen entsteht. Die Pausen in den Stimmen wären dann also keine Gliederung im Wortsinn, sondern würden sich aus der Konstruktion des Verhältnisses zwischen Stimmen und Instrumenten ergeben. Was eigentlich eine interessante Idee ist.

Aufteilung: Geste + Innenbewegung. Könnte z.B. auch Triller sein? Auf der anderen Seite hat der Triller gestisch natürlich eine völlig andere Bedeutung als ein einfaches auf-ab oder eine ähnliche Binnengliederung einer Grundbewegung und wird auch dementsprechend anders wahrgenommen.

Triller – Klangfarbe – Stimmklang? Was stimmt, ist, dass man auf die Binnenbewegung zusätzlich einen Triller legen könnte, dass sie sich also nicht notwendigerweise auf der gleichen Ebene bewegen. Und dass man den Triller tendenziell eher als Klangfarbe, nicht als Grund- oder Binnenbewegung hört, dass es also auf jeden Fall Sinn machen würde, diese beiden Elemente zusammenzuziehen. Wäre allerdings eine neue Ebene, das ist klar.

Und die Aufteilung, Binnenbewegung ist dann immer noch eine relativ grobe Festlegung, wie eine erste Modifikation von Grundelementen.

Tonhöhen erstmal komplett weglassen, nur vom Klang und seiner Bewegung ausgehen? Möglicherweise Grundregister (hoch/mittel/tief) festlegen, die dann je nach Stimmtechnik eine andere Bedeutung bekommen. Oder: Man legt im voraus fest, dass eine bestimmte Technik nur in einem bestimmten Register stattfinden kann/darf.

Flüstern + Druck geht natürlich, ist überhaupt kein Problem. Warum macht man das dann nicht? Viele Nuancen als Übergang möglich, leicht realisierbar.

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Filed under Form, Gesang, Schlachten 2: Motette

Telephones

Ruhe, in jeder Hinsicht: Angenehm, unangenehm, man ist dann natürlich schon komplett auf sich zurückgeworfen, das Hirn schaltet sich ein und denkt denkt denkt, was kann ich nur machen, was ist bloss los, was denke ich denn da. Absolute Nichtbeschäftigung als Ultrabeschäftigung.

Tonhöhen/Lautstärke/Glissando-Triller: Spricht nicht wirklich etwas dagegen, das systematisch anzuwenden. Außer die Ausführung. Glottistriller.

Krass: Gehaltener Ton, dann winzige Bewegung, dann wieder gehaltener Ton, dann gestische Bewegung aus dem Ton heraus. Super Material.

Gerade-Triller-Bewegung-Gerade, etc.

Hat ja auch etwas sautrauriges, plötzlich so konzentriert zu arbeiten. So anstrengend: Was passiert denn da mit mir? Und produziert dann ununterbrochen, kann gar nicht mehr aufhören.

So anstrengend: Kann ich jetzt endlich mal aufhören? Oder soll das immer so weiter gehen? Sturm im Kopf.

Irgendwann dann doch erschöpft, obwohl so viel noch zu tun/zu denken wäre.

Lustig, dass die Männerstimme dann so völlig anders, letztlich quälend hässlich wirkt.

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Filed under Gesang, Material, Methode, Schlachten 1: Arie, Weltmusik

Wiedergabe

Maschine
Maschine

Wie ist das eigentlich mit drei Stimmen, ist die letzte Stimme dann um zwei Silben gegenüber ihrem eigentlichen Bezug versetzt, d.h. würden dann immer drei verschiedene Silben zeitlich aufeinander bezogen werden?

Und klar ist, dass zusammen mit den Instrumenten die Sache nochmal komplizierter wird.

Pausen/Zäsuren

verschieden bedeutet immer: länger

Echte, vollständige Verschiedenheit wäre wahrscheinlich das, was aus den systematischen Vorgaben komplett herausfallen würde: Wäre lustigerweise in der Konsequenz wahrscheinlich die statischste, am wenigsten bewegte Passage des Stücks

Männliche Gagok-Stimme: Wie kunstlos, schmucklos, tendenziell hässlich, sogar quälend, gar nicht mit weiblichem Gagok vergleichbar.

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Filed under Gesang, Schlachten 1: Arie, Schlachten 2: Motette, Weltmusik

Sky Backdrop

Vielleicht so: Wenn die Stimmen so direkt aufeinander bezogen sind, könnte man sie entweder immer synchron in eine neue Klangfarbe wechseln lassen und so eine Art homogene Überstimme mit geringfügiger Binnendifferenzierung schaffen, oder eben prüfen, ob die Klangfarbe das Register ersetzen kann, dass die Stimmen im gleichen Register, aber mit unterschiedlicher Klangfarbe entsprechend Auseinanderfallen wie früher in unterschiedlichen Registern.

Das Gitter ist also so eng, dass jeder Einsatz entweder bei der vorhergehenden, oder bei der nachfolgenden Silbe strukturell einrastet. Zeitlich kann es gestaucht und gedehnt werden. Was ist aber mit Mehrfach-Silben, komplexen Melismen? Auf die einzelnen Teile der Melissen bezogen könnte der gewünschte enge Bezug nur dann realisiert werden, wenn alle Stimmen immer das gleiche, bzw. die gleiche Art von Melisma ausführen, so dass die Teile des Melismas auf die gleiche Art einrasten können wie vorher die Silben. Das würde wahrscheinlich heißen, dass die Melissen entweder gestreckt werden, oder Pausen beinhalten, und dann in ihren Einzelteilen tatsächlich wie Silben behandelt werden müssen. Vielleicht wäre das Ausfüllen, Strecken tatsächlich die beste Möglichkeit, weil dadurch ein Klangband entstehen würde, das eine Art Gegengewicht zur vorherrschenden Kleinteiligkeit darstellen könnte.

Und wenn dann plötzlich jemand durchdrehen würde? Das muss es ja auch geben können, den totalen Bruch, das Ereignis, das überhaupt nicht, und zwar in gar keiner Weise, nicht formal, nicht inhaltlich, in das etablierte Feld integriert werden kann.

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School of velocity

Unverschämt verschmiert.

Verwischen als Bewegung und Verwischen als Ungenauigkeit, Andeutung.

Craquelé wie Signatur im Hintergrund, extreme Ungenauigkeit im Vordergrund.

Zum Teil wirklich krass unscharf, fast ein bisschen vulgär-aggressiv: Portrait d’homme, Rom

Mazo im Prinzip perfekte technische Kopie seines Schwiegervaters. Man kann das also lernen – und verlernen, denn manches ist dann wieder grauenhaft misslungen.

Die eigene Krakelee kopieren – und kopieren lassen. Auch ein geiler Schachzug. Quasi Christopher Wool.

Das flüchtige, kaum hörbare, schnell vorübergehende, innerhalb eines im Grunde sehr handfesten, fast überdeutlichen Gerüstes: erstaunlich, dass das so wahnsinnig gut funktioniert.

Fühlen sie sich wohl?
Ja, es geht mir sehr gut.
Prima.

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Der Sepik

Hidden objects 

Wassertrommel: Stimme des Krokodils

Klangbrett 
Fischmaske

Amerikanerinnen: Glottis durchgehend nach unten gedrückt, einheitliches Knarzen, quasi Klangverstärkung, quasi Selbstpersiflage.

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Maurizio/Licht: Zustand II

To feel safe doesn’t mean you are safe.

Female Gagok: Hinkender Triller, quasi Punktierungen.

Arroganz entspringt direkt dem Bedürfnis, recht zu haben, sowohl intellektuell, als auch in Mikro- und Makro-Entscheidungen. Und wer möchte nicht recht haben, besonders, wenn es um das eigene Leben geht?

Wahrscheinlich Konsonanten tatsächlich mit relativ wenig Einfluss auf den eigentlichen Sprachklang. Man müsste also mit den Vokalen den Sprachklang wesentlich bestimmen können, einschließlich seiner expressiven Implikationen.

Bilder
Bileder
Bilederer

Charlottenburg, Hasskrämpfe, Verstörung: Bürgerlichkeit will eat us up. From both ends.

Was ist das eigentlich genau, wenn die Haare so auftoupiert sind, dass man nicht sieht, wie wenige es sind, und so locker gelegt werden, dass man nicht sieht, wie sie auftoupiert sind? Sieht man so oft, dass es kaum noch auffällt. Vielleicht einfach ein Fortschritt in der Haarpflege-Industrie? Oder haben wir uns tatsächlich geändert in unserer Vorstellung, wie Haare auszusehen haben? Betrifft vor allem Büroangestellte, und Leute, die aus irgendeinem Grund wie Büroangestellte aussehen wollen.

Übergriffigkeit: Eine Handlung kann übergriffig sein, eine Einladung zu einer Handlung bis zu einem gewissen Grade natürlich auch. Kommunikation ohne Übergriff ist fast unmöglich – oder zumindest extrem langweilig. Ein ständiges Spiel, was geht, und was nicht.

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Su Hui

Rollenverteilung durch Register aufbrechen. Ein bestimmtes Register kann eben nur von einem bestimmten Stimmtyp gesungen werden, und wenn eine Rolle verschiedene Register enthält, muss sie auf verschiedene Sänger aufgeteilt werden. Wäre die Frage, ob man in einer Männeroper tatsächlich Frauenstimmen wegen der größeren Klarheit und Flexibilität bevorzugen sollte, so dass es quasi nur Hosenrollen gibt, und vielleicht einige wenige Männerstimmen, wo man eine vorübergehende Übereinstimmung von Rolle und Stimme herstellen will.

Maurizio/Licht, Installation: Oder radikal vereinfachen, z.B. ein einziges Signal verwenden und, wenn überhaupt, nur an wenigen Stellen aufspalten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die mehr Klarheit und weniger Abbildung hineinbringt. Also durch Vereinfachen statt durch Verkomplizieren Distanz schaffen.

If it don’t make money, it don’t make sense (Dom Kennedy).

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Costas Array

Ignaz Friedman, Pariser Str. 21

난 괜찮다고 또 웃으며 Good Bye: Schweller mit dem Schlag, Schweller gegen den Schlag, Schweller, die sich gegen den Schlag verschieben. Am Lautstärkeregler herumspielen (Maurizio/Licht, Radio).

Das ist dies. Und das ist das. Geballte Klugscheißerei. Wie gut, dass wir mal wieder auf der richtigen Seite stehen und alle, die es wollen, daran teilhaben lassen können. Harald Schmidt für Arme. Und dann noch schnell im Verzeichnis der bequemen Provokationen geblättert: Adolf Hitler, 9/11, Osama bin Laden. Ist ja echt aufregend. Na ja, eigentlich nicht. Allenfalls der Mut zum totalen Trash. Ist auch nicht wirklich größenwahnsinnig. Würde nur sehr gerne größenwahnsinnig sein. Und tut die ganze Zeit so, als ob. Aber immer mit der nötigen argumentativen Absicherung, immer auch den Beweis integrieren, dass man es eigentlich gar nicht so meint. Vielleicht, im besten Fall, geil zynisch.

Stimmfarbe im Flüstern erkennbar (ausspielen).

Schlachten 2: Motette mit Registerschattierungen vorschreiben. Erst dann genaue Tonhöhen ausarbeiten.

Vaporwave als Klassik: Absolute Musik. Wahrscheinlich wirklich.

Mahler 9, letzter Satz, als statische Ikone.

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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hassenswert

Tonhöhenrichtung (Glissando) + Mikrobewegung

Ein Problem bei komponierter Musik: Man darf nichts Doofes machen, in gewisser Weise darf man auch nichts Einfaches machen, man darf nicht einfach laufen lassen. Es läuft immer so eine Art Qualitätssiegel-Anspruch mit, der viele Dinge nicht nur als Vorurteil, sondern auch tatsächlich unmöglich macht, was heißt, sie sind dann wirklich schlecht, wenn sie in komponierter Musik vorkommen, weil es sich der Komponist zu einfach gemacht hat. Aber wahrscheinlich schadet das der Musik.

Je weniger Talent, desto mehr Bosheit: Gilt im wesentlichen für alle Lebensbereiche. Allerdings, Talent allein, die reine Tugend, hilft auch nicht wirklich weiter.

Kleidung tragen, die einem nicht steht, aber nicht so offensichtlich, dass man merkt, dass sie einem nicht stehen soll. Als ob man die Kleidung, die einem nicht steht, genau so, wie sie ist, lieben würde. Absolut keine Ironie, auch nicht in Bezug auf das soziale Umfeld: Schwierige Aufgabe, nicht nur, weil sie eine genau Analyse des aktuellen Geschmacks voraussetzt, sondern vor allem, weil sie die totale Selbstverleugnung bis ins kleinste Detail einfordert, die man tatsächlich nur schwer aufbringen kann. Nicht das geringste Signal aussenden, dass es einen doppelten Boden gibt.

Margiela: Wenn man Fehler zum Prinzip macht, muss man verdammt sorgfältig arbeiten.

Low Jack: Tibet-Chant über Bass-Drum, bisschen offensichtlich, bisschen platt, aber trotzdem gute Idee.

Handgesungene, äh, handgemachte Musik, wirkt halt schon ein bisschen lächerlich, kitschig, so an seine eigenen Gefühle zu glauben und sie herauszusingen, ist halt, egal, wie gut es gemacht ist, irgendwie vorbei. Authentizitätswahn. Gerade eben nicht authentisch in seiner Wirkung, interessanterweise. Hätte man nur nicht dran geglaubt!

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Nur mit der Oberlippe spielen.

pressen + hauchen

Material: Möglichst tot, möglichst verbraucht. Auf der anderen Seite willst du natürlich auch einen gewissen Zugriff haben. Was würdest du dann mit 0-Material machen?

Brett auf Pauke (weißes Rauschen)
Gong auf Brett (Heulen)
Bogen auf Nagel (reine Töne)
Einhändige Stoppschläge, quasi Ausschnitte aus Wirbel (Praller)
Runde Metallplatten mit eingebauten Glissando (ziemlich lang und weit)

Stimme/Instrument – Instrument/Stimme

Sidsel Endresen: Every fuckin’ Michael Jackson grunt.

Wenn nicht nur für eine kurze Geste, sondern für eine oder mehrere Phrasen verwendet, kann Einatmen tatsächlich auch mehr als ein doofer Effekt sein, quasi Samurai-Stimme (auch bei Frauen).

Auch bei Sprechen/Sprechsingen/Singen in kleinen, umstellbaren Modulen denken, die frei beweglich sind. Auseinandernehmen, Lücken, Löcher, Luft: Unbedingt vermeiden, dass das einfach so wie am dramaturgischen Schnürchen abläuft.

Stimmt auch wieder. Natürlich.

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Singstimme als Ausnahme

komplett egal, aber gut

Sprechstimme: Realer Ambitus vs. möglicher Ambitus

Das Problem: Man kann nichts dagegen sagen. Wie willst Du dagegen argumentieren? Ist doch eh alles richtig. Bringt’s aber genau deswegen leider gar nicht.

By the way: Uninteressant ist nicht das Gleiche wie langweilig.

professioneller Konzertaufbau
superprofessioneller Konzertaufbau
Konzertaufbau als Performance,
aber eben nicht als Witz

Schablone, logischerweise (KG):
– Kann ich mal eine Stimmschablone haben, bitte?
– Wieso, haben Sie doch eh.
– Na, nicht so eine. Eine richtige.
– Ach so, ne richtige. Nee, ne richtige haben wir nicht. Hatten wir noch nie.
– Stimmt.

Reaktion braucht Zeit (Keaton). Pause. Zoom. Mikrophongeräusch. Leere Bühne.

Man sieht Masse, hört aber nur eine Stimme.

Extrem durchbrochener Satz mit einzelnen Verdopplungen, zum Teil einander überlappend, zum Teil voneinander abweichend. Z.B.

krasser Durst: Warum denkt man eigentlich, wenn man sehr durstig ist, dass Bier oder Wein oder Saft oder whatever den Durst besser löscht als z.B. Wasser? Und warum fühlt sich das tatsächlich manchmal so an?

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Planet trillaphon

Irrer brummt vor sich hin: Klangband, geringer Ambitus, fast Monoton, durchlaufend, aber eben kein Parlando.

Murmeln. Sabbern. Brummen. Einzelne Wörter verständlich. Oder ohnehin nur einzelne Wörter.

Motette: Mehr Geräusch als Gesang, mehr Geste als Tonhöhe. Geräusche, Sprechstimme, Singstimme. Tonale Schnitte als wesentliche Motivation für exakte Notation, sonst ungefähre Notation eigentlich effektiver im Hinblick auf das gewünschte akustische Ergebnis.

Stimmt, das wollten wir eigentlich machen.

schwarzbraun
blauschwarz
blaubraunschwarz

Endredaktion: Alles schärfen, alles auf den Punkt bringen, deutlich machen, das Material wie von außen noch einmal anfassen und zur größtmöglichen Direktheit bringen. Oder umgekehrt. Jedenfalls die Position schärfen, deutlich machen, warum man tut, was man tut.

Nochmal Motette: Eigenen Parameter für tonale Klänge einrichten. Meaning: Einfach für alles, was vorkommen soll, eigene Parameter einrichten (Song Cycle).

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Dänke, Berlin!

Vokale sind völlig überschätzt. Konsonanten natürlich auch.

Das Gefühl, dass letztlich alle ausnahmslos versagt haben: Die einen haben es zu gut, die anderen zu schlecht, aber niemand hat es richtig gemacht.

Kurze, extrem dichte Passagen, aber nicht wie plötzliche Ausbrüche von Aktivität, sondern eher beiläufig, selbstverständlich, als ob sich hier beispielsweise zwei Schichten kurzzeitig, an ihren Rändern, überlagern, dann aber wieder unabhängig voneinander, ohne Berührung, weiterlaufen würden. Gleichzeitig aber so dicht gepackt mit verschiedenartigen, einander widersprechenden Aktionen, manche auch verschwindend leise, wie Reste von Aktionen, die man gar nicht wahrnimmt, dass das Ohr und der Verstand kaum folgen können, nur spüren, dass da etwas sein muss. Es letztlich auch wissen, aber nicht analysieren können.

Phonation: Verengen und hauchen gleichzeitig. Ist natürlich niemand bereit zu tun, macht aber absolut Sinn und ist völlig normal im echten Leben.

Sänger/Ausbildung: Das Falsche könnte vielleicht auch darin liegen, dass das, was ein ausgebildeter Sänger tut, wirklich nur ein ausgebildeter Sänger tun kann. Während Instrumente auch von einem nicht ausgebildeten Laien sinnvoll traktiert werden können. Und es zumindest theoretisch zu ähnlichen Ergebnissen kommen könnte – wenn auch nicht in vergleichbarem Maß kontrolliert.

Harry L.: Bitte, lass mich nicht allein.

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als ob alle krank wären

zeitgemäß
nicht mehr zeitgemäß
nie zeitgemäß gewesen

reicht tatsächlich nicht mehr: interessant

fast als ob es besser wäre, schlechter zu sein

Pulsieren/in Bewegung halten: Funktioniert, ist aber letztlich ein bisschen zu flach (Lawrence English, For/Not for John Cage). Trotzdem schön.

Ideal: So schreiben, als ob es jeder könnte.

basically we are all waiting for permission to die

Was würdest du tun, wenn du WÜSSTEST, dass alles, womit du dich beschäftigst, nicht MIT dir, sondern VOR dir verschwinden wird?

Deutlichkeit: Like aufgespritzte Lippen oder so?

Recaredo Brut Nature Gran Reserva 2008

Stolen Friend: Chorpassagen ganz einfach halten, blockhaft, quasi einstimmig, einzelne Szenen sehr deutlich voneinander trennen. Absolut homophoner Satz, Besetzung orchestral aufspalten. Immer Gruppen. Möglicherweise einzelne Solisten/Protagonisten hervorheben. Besetzungsstärke variieren, orchestral denken. Orchester Verdopplung + reine Begleitung. Muss Szenen zusammenfassen, Pausen artikulieren. Quasi keine Substanz. Bitte keine Einwürfe! By the way: Was aber dann? Eindeutige Begleitung: Super Erfindung.

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gelbgrau

So was wie: Was willst Du wirklich hören? Gibt es etwas, was Du wirklich hören willst? Bist Du in der Lage, das kompromisslos umzusetzen?

Rudolph Grey: Maskierung von Gesten, um Geste auszuschalten.

Boardwalk Empire: Verdammt viele gute Ideen, phantastisches Script.

Z.B. Dilloway/Lescalleet, Western Nest: Einfach mal nachspielen, 1:1 übersetzen, könnte viel interessanter sein, als sich etwas Neues auszudenken.

Life after life.

Den Strich MALEN. Das Sprechen z.B. MURMELN.

PLAKATKUNST

Drastik
Langeweile
Zeitlosigkeit

quälend

f-Moll als qualitativer Regulator
Unisono als quantitativer Regulator

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Realitätseroberung

Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.

Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.

Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!

Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.

Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.

Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?

Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –

Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.

Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.

offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich

Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.

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Unzulänglichkeit

Selten eine gute Idee, etwas ausdrücken zu wollen. Wird fast immer zum Vorurteil, zur Reproduktion einer bereits bekannten expressiven Figur. Bei Sängern besonders auffällig, wie bei Schauspielern. Kann dann sogar leicht verlogen werden, eben explizit unwahrhaftig. Misston.

Szenario: Partiturseite, Streichorchester, durchbrochener Tuttisatz, alle Takte falsch eingesetzt, d.h. zu kurz oder zu lang, Lücken oder Überhänge. I like it. Mechanische Unschärfe.

– Dass mir das zum Verhängnis werden würde!
– Ja, stimmt, hätte ich auch nicht gedacht.

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relationship without commitment

Mein Problem: Was soll denn daran überhaupt interessant sein? Gibt es wirklich irgendjemanden, der ernsthaft an einem Musikbegriff festhalten möchte, der längst nicht mehr tragbar ist? Glaubt wirklich irgendjemand ernsthaft, dass es einfach so weitergehen sollte? Na ja, wahrscheinlich ja. Let’s play some more organ.

Unterkontrolliert
Überkontrolliert
Resilient

Regietheater

Auf der richtigen Seite stehen. Die stehen dann eben automatisch immer auf der richtigen Seite. Können ja schlecht auf der falschen Seite stehen. Und deshalb ist es so langweilig.

Problem Oper

Electric Wizard: Was wäre denn, wenn das wirklich ein ernstzunehmender Beitrag zum Sterben wäre. Nicht, dass ich das wirklich glauben würde. Aber es ist ja letztlich auch ziemlich bizarr, das von vornherein auszuschließen. Wiedergeburt. Aha. Markerschütternder Gesang.

Man kann sich nicht wirklich aussuchen, wofür man sich interessiert. Ganz interessant.

He’s still there, but he’s already forgotten. So much for eternity. Have a good life!

Glottis: Deutsche Aussprache

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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Was wäre denn am unangenehmsten?

Immer noch das gleiche Gesicht wild verzaubert wütend

Kolik als Proportionskanon: Literarische Unmittelbarkeit brechen, um musikalische Unmittelbarkeit zu erzeugen. Am Ende reiner Auslauf.

The Rambler: Einmal schmutzig, immer schmutzig. Dreck kann man nicht abwaschen. Oder dann plötzlich doch. Beten im 1/4-Takt. Immer schön. Digitaler VHS-Schnitt.

Digitalen Dreck auf analoge Instrumente legen: Konstruktion markieren, oder auch falsch markieren, daneben markieren. Oh, falsch, war gar nicht da. Direkt daneben.

Articulacao: Sprache gegen Sprache, Artikulation gegen Artikulation. Nicht gerade subtil, aber trotzdem lehrreich.

Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.

C.P.E.: Hatte da schon mal jemand das gleiche Problem, nämlich Strukturen nur äußerlich, und damit offenkundig willkürlich darstellen zu können?

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Zirkus

Zeitmessung als künstliches Schicksal: Wenn/Um/Dann.

Knackser genau auf Bassdrum: Interessanter Effekt, als ob der Lautsprecher durchbrennen würde. Dazu passend: Falsches, fehlerhaftes Aussetzen der Tonspur viel überzeugender, weil überraschender, als gesteuerte Pause. Weiteres Indiz: Musik in einem Zimmer, Computer mit Musik schaltet sich an in anderem Zimmer, man staunt, was für eine tolle Überlagerung, wie ist er nur darauf gekommen, dabei reiner Zufall, überhaupt nicht beabsichtigt, kein rhythmischer, kein metrischer, kein tonaler Zusammenhang. Gesteuertes Zufallsverfahren würde vermutlich immer noch zu absichtlich und homogen, weil regelhaft wirken: Es muss eben wirklich falsch sein.

Inmitten all dieses Lärms

Immer wieder abstoppen, verschlucken, jeder Konsonant würgt den Vokal davor ab, verschluckt ihn, humpeln, hinken, toller Rhythmus, jedes Wort, jede Silbe gegen den Widerstand der Konsonanten herausgewürgt, Schwellen, immer ein leichtes Abfallen vor jedem Stop, immer nach unten, Sprechen zwischen Blasiertheit und Debilität.

liest
ja
eh
niemand

Wahnsinn, wieviel Buch ständig ausgestoßen, sprich veröffentlicht wird, vieles natürlich fürchterlich, aber in gewisser Weise sind die halbguten Bücher, denen man eigentlich nichts vorwerfen kann, das eigentliche Problem: Man müsste sie eigentlich lesen, besonders wenn einen der Gegenstand, der behandelt wird, interessiert, aber es lohnt sich fast nie, was man eigentlich immer weiß, aber nicht glauben will. Bücherkauf wird da zu einer Art Voodoo-Praxis, Aneignung von Wissen nicht durch Lesen, sondern durch den reinen Kauf, man hat sich sozusagen per Kauf verpflichtet, das Buch zu lesen, auch wenn man es nie tun wird. Einerseits völliger Unsinn, andererseits erinnert das Buch im Regal zumindest daran, dass man sich mit etwas beschäftigen wollte.

fuck art
let’s work

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Gesichtslosigkeit

El cardenal infante Fernando de Austria cazador, 1632-34, Museo del Prado

Francisco Lezcano, el Niño de Vallecas, 1635-45, Museo del Prado

Esopo, 1638, Museo del Prado

El bufón Don Diego de Acedo, el Primo, 1644, Museo del Prado

Mariana de Austria, 1652, Museo del Prado

La infanta Margarita, 1654, Kunsthistorisches Museum
Grau-rosa, komplett verwaschen, dazu eine Diagonale in Renoir-Türkis.

La infanta margarita, 1656, Kunsthistorisches Museum

El príncipe Felipe próspero, 1659, Kunsthistorisches Museum
Behängt mit Amuletten, unheimlicher Nebenraum rechts hinten, Hündchen genauso gebrechlich wie das Kind.

La infanta Margarita en traje azul, 1659, Kunsthistorisches Museum
Grau gegen blau, Bordürenbahnen mehr und mehr verwischt.

La infanta Margarita en traje rosa, 1663, Museo del Prado
Grau gegen rosa, weiße Krikelage wie Schriftzeichen auf Bordüren.

Las meninas, Mazo-Kopie, 1660, Kingstons Lacy, The Bankes Collection
Warum würde man das Original skizzenhaft und in klein kopieren wollen? Königspaar ausgelassen, Rücken-Bilder etwas deutlicher als im Original. Bewegungen so natürlich wie (nur) bei Velazquez.

Mythological painting: Orchestermusik/Orchestrierung
taste for paradox
formal and narrative experimentation

Deutsche Stimmen: Sprachklang/Sprachmelodie

Verwischen/Unschärfe: Vielleicht doch versetzen? Antikontur.

Zählen, um sich die Zeit zu vertreiben, zählen, um die Zeit zu markieren: Jetzt mache ich noch x mal dies, y mal das, und z mal jenes, und dann …

Don’t show off!

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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BR

The Inuit Empire.

Super wichtig: Neue Dynamik-Notation

Lucien Fugere
Pol Plancon

Minhee Park: Triller als Brechung, Verzierung als zweite Stimme. Eigenes Tempo.

Tonhöhe vs. Dynamik

Mögliche Aufteilung/Schnitt 4/4: 8-0, 7-1, 6-2, 5-3, 4-4, 3-5, 2-6, 1-7, 0-8. Jeder Takt kann mehrfach/verschieden ausgelesen werden. Akkumulation von Teilstücken.

Vorschlag mit glissando/portamento: Ist doch eigentlich klar – bin ich eigentlich bescheuert? Schwerer Akzent – immer von unten. Von oben wahrscheinlich eher distinkte Tonhöhe.

Female Gagok: Gerader Ton, mühelos gehalten, scheinbar ohne Energiezufuhr – aber eben auch nicht ausklingend!

Maurizio/Licht: Pausen zusätzlich oder an Stelle von Musik? (Interessante Frage, auch über das Stück hinaus relevant.)

Hier ist die Liste
mit deinen Freunden
in der Reihenfolge,
in der sie gestorben sind.

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Blumen/Kleid

Modell 3 für Stammheimer/Stockhausen/Heidegger oder Chorszenen? Matta Clark vs. Parlando. Das würde heisen, dass Trio und Chor auseinander genommen und neu zusammengesetzt werden müssten. Synchrone vs. Asynchrone Passagen.

still
sanft
in sich gekehrt

langsam, weitgespannt

Schrei-e Schrei-e Schrei-e Schrei-e
Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge 

absolute Kontinuität
ununterbrochenes Klangband

Duette vollständiger Gegensatz zu Terzetten

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Formalistische Verzerrung

7 fuckin’ years.

Wahrscheinlich geht das wirklich nicht, dass man einem Text einfach Noten zuordnet. Wirkt lächerlich, fast ironisch. Würde vielleicht als Sprechrhythmus gerade so durchgehen. Weil das Sprechen nicht so deutlich zwischen akustischer Haupt- und Nebeninformation unterscheidet wie das Singen. Also allenfalls Abstufungen – oder eben gar nicht.

Es hilft auch nichts, wenn der Rhythmus komplex ist – wirkt fast noch komischer/deplazierter. Als ob man sich einen Ort anmaßt, der einem nicht zusteht. Weil er nichts mehr bedeutet. Sonst müsste man das Genre insgesamt akzeptieren. Wozu man logischerweise keine Lust hat.

Vielleicht genau das Gegenteil: Völlig mechanisch mit dem Text umgehen. Diese bescheuerte Einfühlung/Ausdeutung weglassen. Denn auf die Sprachmelodie eingehen ist ja letztlich nichts anderes als ausdeuten.

Nullausdehnung, horizontal und vertikal: Es gibt keine horizonale Nullausdehnung ohne vertikale Nullausdehnung, es sei denn: Staccato-Akkord, Staccato-Klang, statt Staccato-Ton.

Wenn der Einsatzabstand kleiner als die Ausdehnung ist, überlappen sich die einzelnen Elemente. Wäre bei Wörtern eine lustige, ziemlich formalistische Verzerrung.

Lieblingsfilme ever:
Wild Bunch
A Touch of Zen

Krieg: Sich selbst überholen, an den Rändern ausfransen

Szenen verzahnen

Silben
Worte
Zeilen

canon for one voice

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Optimismus

everything is way too convenient

Musikalität unterbinden/verhindern

Doku = Zeit

Vokalklänge und Instrumentalklänge ununterscheidbar machen: Würde voraussetzen, dass die Darstellung absolut ironie- und pointenfrei ist, dann könnte man tatsächlich auf den Reichtum der Klanggebung reagieren und nicht einfach nur den normalen Gebrauch der Werkzeuge negieren. Totale Verschmelzung und gleichzeitig doch ein vorsichtiges Auseinanderhalten, eine minimale Differenz, die Instrumente und Stimmen voneinander absetzt. Basis müssen Geräusche sein, die nur ausnahmsweise den Bereich der Tonhöhen berühren. Vielleicht aber auch, dass sich die Stimmen von den Geräuschen zu den Tonhöhen vorarbeiten, und umgekehrt die Instrumente von den Tonhöhen zu den Geräuschen.

hall of fuckin’ shame

Ist doch toll: Du musst nur einen einzigen Buchstaben hinzufügen, und schon sieht es aus wie ein richtiges Wort.

3 Bläser, 3 Streicher, 6 Sänger, alle mikrophoniert:

fck y!
fck d!

there’s a lot of signals you don’t wanna send

Vielleicht auch Schlagzeug/Klavier? Wäre doch auch schön, oder? Kann ich noch ein bisschen … ? Oder vielleicht … ?

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inalienable/dreamless

Blu: Einzelne Silben herausdrücken (portato crescendo), andere fast verschlucken (staccatisso pianissimo). Möglicherweise zwei verschiedene, unabhängige Rhythmusebenen.

Betonte und unbetonte Silben auf zwei verschiedenen Rhythmusebenen.

Ungereimtheiten Kathedrale

e-g-e-g-e-f-d-f-d-e-c-g-e-d-g-g

Wovon ich schwärm’: Der Lärm.

Zeichen der Zeit: Monothematische Bands. Verengung der Perspektive. Verdeutlichung der Aussage.

Who knows how deep that hole is – maybe it has no bottom at all.

Oktave als Überraschung: Plötzlich ist das Gleiche obendrüber (oder untendrunter). Wie kann das denn sein?

Nicht für selbstverständlich nehmen.

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Übrigens

Aufschreiben im Grunde ja genau das Gegenteil von Erinnern: Alles, was man aufgeschrieben hat, kann man getrost vergessen. Stimmt allerdings nicht immer: Aufschreiben, um daran zu denken vs. Aufschreiben, um den Gedanken los zu werden.

ERFAHRUNG des Singens: Was bedeutet das eigentlich, wer macht das? Ist ja offensichtlich kulturell geprägt, Klangschönheit und Reinheit als europäisches Ideal, und genau das gilt dann immer als Grunderfahrung des Gesangs. Der gesamte mehrstimmige Chorgesang, der ja so ein tolles Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen soll, wäre ohne dies nicht denkbar und würde wohl auch keinen Sinn machen. Abweichungen sind nur als Dekonstruktion des Chorideals zu verstehen, nicht als aus sich heraus entwickelte Komplexe. In ihrer Abweichung verweisen sie unmissverständlich auf das Ideal als Ausgangspunkt. Man müsste das miteinberechnen in seine Arbeit, fragen, wo Mehrstimmigkeit wirklich sinnvoll ist, und wo nicht, und zwar vielleicht sogar ÜBERHAUPT NICHT. Was könnte Stimmen zusammenhalten, die gleichzeitig, aber nicht mehrstimmig singen? Was wäre ein sinnvolles Modell, das nicht einfach nur klassische Chorsatz-Muster abarbeitet? Wie kann man eine neue Qualität aus dem eigentlich ja auch immer ein bisschen peinlichen Format Chormusik entwickeln?

Da kommt dann natürlich irgendwann – und zwar eigentlich ziemlich schnell – Text und Verständlichkeit ins Spiel.

Stimmen zusammenfassen – Stimmen trennen

homogenisieren – antagonisieren

gleich/ähnlich/verschieden

kein Kontrast!

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

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Streichquartett 2010

Ist es befriedigender, Dinge einzuführen, oder sie nebeneinander zu stellen? Was ist schmerzhafter? In der aktuellen Situation würde ich sagen, sie miteinander zu verbinden.

Re: Eigenwerbung ist Schwachsinn, Polemik dito

Das einzige, was sinnvoll sein könnte, wäre Dinge genau zu beschreiben und sie damit zu zerstören – oder eben nicht. Was der genauen, interessenlosen Beschreibung standhält, hat gewonnen.

Eine feste Position, die im Voraus feststeht, ist der Gipfel des Schwachsinns, weil es sie nicht geben KANN. Dinge verändern sich ständig, eine feste Position kann nur auf INTERESSEN aufbauen, also Erkenntnis vernichten.

Auf der anderen Seite:

Moe
Moguillansky
Lachenmann
Sciarrino
Xenakis

Baby 1:1 transkribieren und Sänger mit vollem Ernst – nicht theatral! – vortragen lassen

Akzent durch Verdopplung (Joy Orbison) – Klangstärke und Klangtiefe

Untrust: laute Akorde mit gegenläufiger Dynamik, möglicherweise Instrumentengruppen gegeneinander ausspielen. Möglicherweise Akkordfolge als Eröffnungsgeste, z.B. aufsteigend/absteigend 1 2 3 4 5.

Alles aus sich heraus motivieren, nichts für etwas anderes tun.

Das so lange wie möglich herauszögern könnte die beste dramaturgische Strategie überhaupt sein. Könnte allerdings auch übereffektiv sein.

Streichquartett könnte auch einfach aus zwei Teilen bestehen: einer Pizzicato, gedämpft, leise, einer Arco, lärmig, sehr laut. Beide sehr lang.

Untrust: Differenztonakkorde wiederverwenden, daraus Material ableiten – muss aber nicht sein. Untrue vielleicht doch mit Oktaven anfangen lassen. Auf jeden Fall Dubstep-Aspekte verstärken.

Lange Zeitabschnitte dramaturgisch UND als reine Dauern verstehen.

Eigentumswohnung

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