Category Archives: Kunst

Unvorhersehbarkeit

Was bedeutet es eigentlich, wenn die Statue eines Jünglings auf dem Grab eines alten Mannes steht? Ewiges Leben/ewige Jugend?

Wenn es dann um natürliche Haltungen und naturalistische Darstellung geht, kommen die ganzen nervenden und wahrscheinlich nicht lösbaren Fragen von Proportion und Tektonik ins Spiel. Eigentlich lustig, dass genau da, wo man annehmen könnte, dass eine echte Nachprüfbarkeit entsteht, tatsächlich die Zeit der endlosen Diskussionen beginnt.

Grabstelle als Rätselbild, quasi surreal, plastisch schwebend in der Bildfläche, De Chirico. Quasi Gemälde, aber durch seine faktische Schwere und technischen Anforderungen in gewisser Weise kontraintuitiv.

Ja, ich hätte da gerne ein Relief oder so, geht das?

Vielleicht dann auch der Tod als ein surreales Ereignis – als DAS surreale Ereignis.

It’s a fuckin’ joke. This is fuckin’ ridiculous. This is for people who fuckin’ hate themselves. – They all do, basically, one way or another.

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Fake for Forschung

Z.B. Conforce, Dawn Chorus: Erstaunlich, dass ich die Alben, die konsequent einen bestimmten Post-Technoklang durchdeklinieren, in diesem Bereich immer noch (oder wieder) am überzeugendsten finde. Hat sicher auch mit einer stabilen Stimmung/Atmosphäre zu tun, die dadurch etabliert werden kann.

Besteht der Todestrieb nicht zu einem großen Teil aus dem Impuls, es endlich hinter sich haben zu wollen? Nicht mehr darauf warten zu müssen, dass es passiert? Könnte mir vorstellen, dass bestimmte Formen von Mord einen ähnlichen Antrieb haben.

Der Adler: Kurze Einwürfe, sehr schnell gesprochen, daher ausdrucksfrei. Keine längeren Passagen, keine Schnellsprechorgien.

Immer noch darüber nachdenken, mit Samplern neutralen Ausdruck quasi einzuspielen.

Vielleicht ist die Übertragung von Romanstoffen auf die Bühne nicht vor allem der Erschließung neuer Themen/Geschichten geschuldet, sondern dem Interesse am Medienbruch, dass der Stoff noch nicht zurechtgelegt ist, dass die Darstellung den Zwängen des Romans und nicht der Bühne folgt, und dadurch Details in die Bühnendarstellung einbringen kann, die beim direkten Schreiben für die Bühne normalerweise nicht aufscheinen würden. Elektronik/Instrumentalmusik.

Fehlstart – schöner Klang – als Material. Ist jetzt eben auch zu Fremdmaterial geworden.

Karin Kneffel: Bläsersatz, ziemlich schön. Verschwommen, verzerrt: Eine echte, aber realistische Anamorphose.

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You are your own information.

Doris Salcedo: In gewisser Weise Anti-Konzeptkunst. Ist da, spielt eine große Rolle, war vielleicht die Hauptarbeit, wird aber absolut nicht kommuniziert. Interessant. Könnte man mit spielen. Offen legen vs verschweigen.

Emptyset, Blossoms: Klingt wie die elektronische Version von Maurizio/Licht. Gefällt mir natürlich. Könnte man nachdenken, ob man Teile davon verwenden kann.

True Detective III: Ist ja schon auch ein Charakterproblem, wenn man sich immer wieder von den gleichen Geschichten einlullen lässt, na klar, gut erzählt, na klar, tun sie so, als ob sie etwas über die Welt erzählen würden, aber letztlich ist es ja doch immer die gleiche Mischung von Spannung, Entsetzen und Voyeurismus. Gerade, wenn es wirklich gut geschrieben ist, wenn man tatsächlich das Gefühl hat, etwas zu sehen, was man so noch nicht kennt. Auch interessant, wie schnell man sich von Ablehnung zu Faszination bewegt.

Etwas nur mit den Augen verstehen. Berühren, anfassen, als ob. Bäume, Berge – gilt wahrscheinlich nicht für Artefakte.

Diabelli/Zender zu Heiliger Krieg?

Lorraine: Vielleicht einer, der an das Glück geglaubt hat? Hat Claude das Glück gemalt? Ja, vielleicht.

Saint-Julien-le-Pauvre: Fuck die Wand an!

Ludwig XII/Anne de Bretagne
Francois I/Claude de France
Henri II/Catherine de Medici

Nur Unvermögen rettet vor der großen Uniformität: Echt jetzt? Dann wären wir doch total gerettet, oder? Ist halt nicht wirklich lustig auf die Dauer, sorry. Am Ende nur noch ausruhen auf dem, was man mal herausgefunden hat.

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We know nothing.

Es ist gut, Dinge nicht zu erklären, sie offen zu lassen; andernfalls werden Entscheidungen quasi zurückgenommen, wegerklärt. Es ist gut, wenn sich die Leute wundern, wenn sie nicht verstehen, womit sie es zu tun haben, nur so ist es möglich, die Irritation auszulösen, die Kunst eigentlich ausmacht.

Sprünge, Dinge, die nicht zusammenpassen, die nicht zusammengehören.

Übertragung, Transkription als Maschine, die automatisch etwas Neues entstehen lässt.

Übertragung Koreanische Musik – Transkription Japanische Musik?

Bemerkenswert, dass Tape Musik, die fast wie Pop klingt, irritiert, echte Popmusik aber nicht. Da gibt es dann offensichtlich eine eindeutige Schwelle, die nicht allein durch den unterschiedlichen Kontext entsteht.

Stammheimer/Stockhausen immer doppeln, einer spricht/einer singt, oder so? Oder dann eben plötzlich beide singen, oder beide sprechen. Damit dann auch Rollen teilweise aufgelöst. Quasi Inuit Spiele, hohes Tempo nur manchmal drosseln, dann aber deutlich spürbar, quasi Vollbremsung.

Le Mystère des Voix Bulgares, Hibernate: Auch toll! Zeilen stehen sehr alleine. Tolle mechanische Verzierungen. Wäre aber wahrscheinlich zu offensichtlich, das direkt zu übernehmen.

Kye und Glistening Examples: Immer wieder der Gegensatz zwischen geräuschhafter Elektronik und zitierten oder neu eingespielten tonalen Passagen. Erstmal könnte man das als Gleichberechtigung aller hörbaren Materialien auffassen – oder als ob das tonale Material, besonders wenn es eindeutig zitiert, aber nicht unbedingt leicht identifizierbar ist, eine besonders deutliche Aussage im Verhältnis zum geräuschhaften Material erzeugt. Je häufiger das tonale Material angewendet wird, desto stärker wird allerdings der Eindruck, dass es sich doch um eine Form von sentimentaler Nostalgie, um ein sentimentales Ausruhen auf dem tonalen Material handelt.

One of the most prominent parts of my life is an organization or pretence compromise around the idea that simply nothing is more important than being able to do what I want. However, what I want is often operationally impossible. So, I isolate the most elemental component from which I get joy or pleasure and operationalize that instead. This takes work to get right, and so I’m spending a lot of mental energy producing an affective substitute, which after all was a fake thing from the start. This puts me in a vulnerable position.

Vaija Celmins/Bridget Riley: Handarbeit versus Studio. Da ist das Studio doch wohl weitaus moderner, auf den Punkt gebracht, oder? Die Kraft der Idee und der Vorstellung: Zu wissen, dass es so sein muss, und es dann so auszudefinieren, dass es nach dieser Definition ohne Abstriche ausgeführt werden kann. Oder der Mut, etwas zu verwerfen, in das andere viel Arbeit und damit auch Zeit investiert haben. Der Mut, sicher zu bleiben, dass man recht hat. Klare Entscheidungen. Ausdefinierte Phantasie/Vorstellungsgabe.

The making, the devotion to making, is what gives it an emotional quality. Oder auch nicht.

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Ich bete den ganzen Tag.

PG: Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
KT:  Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Archangel
Ghost Hardware
Homeless

Cody Currie, I Don’t Feel: Ganz cool mit vier Schlägen Bassdrum anzufangen, und dann sofort abzubrechen und mit dem Keyboard reinzugehen.

Auch hübsch, wenn man gerade dafür empfänglich ist: Lakehead, Stingray Ultras, fängt mit Liegeklängen im Keyboard an, dann ein bisschen Beat, ein bisschen Knarzen, und dann erst ganz langsam der eigentliche, nicht wirklich interessante Track.

Charms: Dub: Auseinandernehmen, neu zusammensetzen, einzelne Schichten exponieren, so nackt wie möglich, Schichtungen nur als Ausnahme, nicht als übergreifendes Prinzip. Dub also eher sezieren, vorführen, als wirklich durchführen. Letztlich auch viel interessanter, wenn die Konsequenz der Schichtungen betont wird, nicht die Schichtungen selbst.

Shiva Feshareki, New Forms Jingle 3: Schöne Schnipselei, quasi Footwork, sehr einfache Mittel, zielsicher eingesetzt, digitales LOFI. Auch schöne Reste von Realität in den anderen Tracks. Klar hörbar, aber eben doch sehr verdeckt.

perverted transcription

The death of glamour – ja, und jetzt? Was kommt jetzt? Was machen wir jetzt? Let’s be honest, war ‚ne schöne Zeit.

So why the fuck are you doing it at all?

Aram Han Sifuentes, Erin Hayden, and Jonah King at University Galleries of Illinois State University: Ausstellung. Was kann man alles tun? Was kann man alles reinwerfen? Malerei auf allen denkbaren Materialgrundlagen, Foto, Film, Skulptur auf allen denkbaren Materialgrundlagen. Dito Stück. Systematisch überlegen, am besten alle Optionen konstruieren und dann für das jeweilige Stück reduzieren/anwenden. Das Gesicht des Stücks. Kann eben alles sein. Why the fuck not? Ist das vielleicht das eigentliche Problem, dass wir immer einen Stil aufzwingen wollen, selbst wenn wir so tun, als ob wir total frei mit unserem Material umgehen würden?

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Scheißtragik

Shalom Dub: Warum willst du etwas fragmentieren, das ohnehin keinen Zusammenhalt hat? Im Grunde ist es lächerlich im atonalen Raum mit Fragmentierung zu arbeiten, weil es überhaupt keinen Widerstand gibt. Fragmentierung setzt Tonalität oder andere Zusammenhang generierende Grundlagen voraus, um überhaupt wirksam sein zu können. Zitat und Tonaufnahme als ein bisschen zu sichere Optionen.

Terrouzi: Absolute Schnelligkeit als eigener Wert. Dass man etwas schneller spielt, als man es hören kann (erstaunlich, dass das überhaupt geht). Das können Ereignisfolgen sein, bei denen man die Einzelereignisse nicht mehr auseinanderhalten oder nur im Nachhinein rekonstruieren kann, oder das können Einzelereignisse sein, die so schnell gespielt werden, dass man sie nur mit großer Konzentration oder Übung überhaupt angemessen wahrnehmen kann.

Wolken: Komplexe dreidimensionale Animationen. Perfektes Anschauungsmaterial, um sich Raum vorzustellen, immer gewesen. Allerdings in ihrer Dreidimensionalität sehr schwer wiederzugeben (zu malen): Es gibt keine Anhaltspunkte, mit denen man ihre Dreidimensionalität darstellen könnte.

Durchblick vs. Spiegel: Erstaunlich ähnlicher visueller Grundreiz, ein bisschen wie eine billige, geschmacklose Variante von Blickführung. Unschöner, oberflächlicher Reiz, aber genau deswegen natürlich auch interessant. Wie ein hyperflaches Bildfeld, obwohl das zumindest für den Durchblick natürlich gar nicht stimmt.

Klassische Musik: Es ist lächerlich, sich in einen geschützten Raum zurückzuziehen. Und hängt die Latte viel zu hoch – niemand löst die damit verbundenen Erwartungen ein. Schon allein deswegen, weil es diesen Raum so wahrscheinlich nie gab. Wir müssten also viel, viel besser sein als unsere Vorgänger – aber das sind wir nicht.

Piero/Arezzo: Interessant, wenn Verzeichnungen so gut wie gar keine Rolle spielen.

Vorläufigkeit: Jedes Problem, jede Frage wird sofort gelöst, ohne Rücksicht auf andere Probleme (oder auf Probleme, die sich daraus ergeben könnten). Eine Kaskade von Lösungen, die sich überlagern oder einfach nur unverbunden nebeneinander stehen.

Musist. 4-5
dass. dass

Stein fällt
Hand in der Sonne

und dann war der Esel weg

Die Erinnerung, wie ein gewaltiger Felskomplex, der sich immer weiter zerklüftet.

Was wir sehen
Was wir hören
Was wir fühlen

O Gott, hoffentlich sind wir bald weg hier!

Unperformed – silent snippet.
You buy score, not recording.

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Einbauen.

Restive Plaggona, Ego Driven: Fies, dass Mollharmonien immer so gut klingen. Ansonsten ziemlicher Schrott.

Schlachten: Natürlich könnten auch die, die gerade nicht spielen, den Klang der Spielenden steuern.

S1A: Das kann man alles durchdrehen lassen. Und zwar total.

Graphik ist alles. Man kann nur visuell denken. Alles andere verschwimmt.

Dain Yoon: Ist ja eher Kunststück als Kunst, offensichtlich, aber ist auch ein Problem, dass sich die beiden Kategorien in den meisten Fällen so offensichtlich voneinander unterscheiden lassen. Kunst wäre dann nur für den Kenner auch als Kunststück erkennbar.

Bei allen, die mit klassischer Musik zu tun haben, gibt es immer den Reflex, dass sie um jeden Preis geschützt werden muss, was bestimmt in vieler Hinsicht richtig ist, aber auch sehr schädlich sein kann. Es macht einfach sehr unbeweglich.

S1A: Ich glaube, dass es tatsächlich nicht anders geht, als dass wir Zeilen einander zuordnen, auch dann, wenn es überhaupt nicht passt, und dann schauen, was wir damit machen können.

Katuchat, Bee Orchid: Ziemlich toll, wie die hochgepitcheten Stimmen kurz aufblitzen und sofort wieder weg sind.

Auch schön: OL, Saigon Special Room, wie das Hauptsample dumpf runtergedimmt ist und trotzdem im Vordergrund steht.

weil es funktioniert
weil es so gut funktioniert
weil es zu einfach ist
brutal, wenn etwas plötzlich funktioniert
kann ich jetzt gehen?

it’s always a good idea to sleep

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Sturtevant

Die brutale Wahrheit des Werkes ist, dass es keine Kopie ist.
Der ernste Beweggrund des Werkes ist der Sprung vom Bild zum Konzept.
Die Dynamik des Werkes besteht darin, dass es die Repräsentation hinauswirft.

Ich bin kein Appropriationist, und zwar was Intention und Bedeutung betrifft. Die Arbeit kann nicht im Diskurs der Reproduktion angesiedelt werden. Ich mache keine Kopien, zolle keinen Tribut, indem ich sage, jeder kann es tun, und glaube ganz sicher nicht, dass jeder Kunst haben oder verstehen soll. Ich spreche über Macht und Autonomie des Originals und die Kraft und Dominanz von Kunst.

Aber nicht doch! Meine Arbeit ist voller Substanz und Leidenschaft. Sie basiert übrigens auf intuitivem Wissen, das den geistigen Funken auslöst.

Evans, David (Hrsg.): Appropriation, Documents of Contemporary Art, London/Cambridge 2009

Osterwold, Tilman: Sturtevant, München/Stuttgart 1992

Rebbelmund, Romana; Appropriation Art, Die Kopie als Kunstform im 20. Jahrhundert, Frankfurt/Main 1999

Sturtevant, Elaine: Drawing Double Reversal, Zürich 2014

Sturtevant, Elaine: Shifting Mental Structures, Ostfildern-Ruit 2002

Sturtevant, Elaine: The Brutal Truth, Ostfildern-Ruit 2004

Vahrson, Viola: Die Radikalität der Wiederholung, Interferenzen und Paradoxien im Werk Sturtevants, München 2006

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unbeschulbar

Irre, was in einen kurzen Traum alles reinpasst. Beim Friseur. So eng. Immer wieder in den Geldbeutel gegriffen. Immer wieder einen Schein rausgezogen. Immer wieder so zerknüllt, dass man nicht sehen konnte, was er wert war. Und zu eng zum Auseinanderfalten.

Und plötzlich kam aus dem Päckchen Musik, wie ganz von fern, laut, druckvoll, aber kaum zu hören.

Wenn man das Schöne daran wegsehen kann, könnte es interessant und komplex werden.

Can one make works that are not works of art?

Exekias/Bilderfindung

Leben als absolute Schönheit/einfach so/allein gelassen.

Yu: Wahnsinn, wie der Kehlkopf da nach unten haut

Lustig: Durch Fugen auf Fugen schauen, und dann denken, dass sich da etwas bewegt, obwohl man einfach selbst nicht stillhalten konnte. Gewisse Nervosität am Blickfeldrand.

Krieg (2005-) Oper nach Rainald Goetz für 8 Solisten, 16stimmigen Chor und großes Ensemble, daraus:

Krieg 0: Lost für großes Ensemble
Krieg 1: Lichtblitz für gemischten Chor und großes Ensemble
Krieg 2: Stolen Friend für großes Ensemble
Krieg 3: Et on tuera tous les affreux für Klarinette und Ensemble
Krieg 4: Eternal Productions für Ensemble
Krieg 5: Untrust für großes Ensemble

So wird es ja nun definitiv nicht werden. Lustig, wenn eine eigentlich gute Planung sich von selbst erledigt. So sehr, dass man nachdenken muss, wie das eigentlich gemeint war.

Klage: Krass traurig, ehrlich gesagt.

durch die
durch die

Durchschnitt ist halt nicht Standard.

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So many things we are ashamed of…

sehr schnell (quasi unspielbar)
sehr kurz (quasi unspielbar)

Mich plötzlich gefragt, was eigentlich wäre, wenn man sich einfach alles nehmen würde, was einem gefällt. Gefällt mir, mache ich. Gefällt mir auch, mache ich auch. So dass ein großer Teil der Arbeit eine Art Kuratieren wäre, die richtigen Sachen zusammenzubringen, also nicht einfach alles in einen Topf werfen, sondern sehen, was hilft, was das Stück braucht, und was nicht. Natürlich auch im Sinn von Autoaggression: Dass man dem Stück vorsätzlich schadet, um es weiterzubringen, damit es nicht wie eine Sammlung von schönen Momenten wirkt. Aber das ist es gar nicht, was ich meine. Eher, dass man sich wirklich ernsthaft damit beschäftigt, dass man eine Zeitlang so tut, als ob es das Eigene wäre, obwohl es klar von jemandem anderen abhängig ist – also wirklich frecher, unverschämter Diebstahl, eigentlich schon etwas wie Plagiat, aber eben doch nicht wirklich, dafür dann doch zu eigenständig, zu sehr ein eigener Ton, oder auf auffällige Weise kein Ton. Förg. Würde wahrscheinlich nicht gehen. Würde niemand verstehen. So subtil intellektuell denkt die Musikszene nicht – dazu ist sie viel zu sehr damit beschäftigt zu verstehen, was überhaupt passiert.

Einfach alles verwenden. Auch den Sacre z.B. Und zwar nicht nachahmen, sondern wirklich 1:1. Ernsthaft versuchen, nichts zu verändern. Mal sehen, was passiert.

Fenster im Fenster 
Eigentlich ziemlich schön
Schade dass man das nicht fotografieren kann

Übrigens interessant wie sehr der exakte Winkel und der exakte Abstand das Foto bestimmt. Im Prinzip offensichtlich, aber trotzdem erstaunlich. Deswegen nervt die ganze Zoomerei auch so, weil sie das nicht wahrhaben will. Obwohl gerade das das Fotografieren interessant macht. Das Foto weiß ich nicht.

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Fuck them fuck them fuck them!

Yeah!
That was fun!
Could we do it again?
No?
No reaction?
That’s kind of lame.

Und irgendwann schauste Dir dann so ne graue Leinwand an, die ein bisschen durchhängt, und denkst, das ist wirklich ein Wahnsinns Bild.

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Geschäft, Geschäft, Geschäft.

Förg: Ziemlich schweigsame Bilder. Hängen im Grunde einfach so da. Ein bisschen vorgeschichtlich fast. Interessante Form des immer weiter machens. Sowas entspannt unermüdliches. Und des Nicht-Ausdrucks. Einfach mal pinseln. Eher vermeiden als machen, bei aller Aktivität. Bin ja übrigens der einzige, der sich das genau anschaut. Weil es eben wirklich so ausdruckslos ist. Die Bilder laden quasi zum Vorbeilaufen ein. Wenn es Absicht wäre, eigentlich eine geile Einstellung. Bitte keine Aufmerksamkeit. Alles könnte auch einfach so sein. Ohne dass das in irgendeiner Weise betont würde. Das Pinseln an sich scheint einen Wert zu haben. Einfach, dass etwas angestrichen wird. Eher Mühe geben, dass es normal aussieht, als dass es nach etwas besonderem aussieht. Wandbild = Deckenbild. Oh, what the fuck is that? Ein Football-Ei oder ein Helm? Fleischfarbe scheint tatsächlich immer für Fleisch zu stehen, was eine lustige Form von nicht vorhandener Gegenständlichkeit erzeugt. Auch lustig, wenn es dann plötzlich nicht für Fleisch zu stehen scheint, genauso deutlich nein wie vorher ja. Gelbfleischfarben vs. Rosafleischfarben. Oh, ein fleischfarbener Teppich! Und zwei fleischfarbene Gestalten sind ja dann wohl zwei Körper, right? Drei: Vater, Mutter, Kind, oder was? Ziemlich eindeutig offen für den Ausstellungsort. Durchlässig. Und still. Vielleicht sowas wie antipathetisch nüchtern? Ika und Spiegel. Glashaut Bauhaus. Vergilbte Leinwand, Antileinwand. Lustig sich dann ausgerechnet an Clifford Still abzuarbeiten, dem pathetischsten Maler der 20. Jahrhunderts. Oder deswegen?

Metahaven. Verschiebt sich der Text gegen das Bild? Wäre eine coole Idee.

Mein geliebter Donald Judd. Auch toll.

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I destroy, I destroy, I destroy.

Museum des 20. Jahrhunderts: Schätze, wenn wir lange genug leben, werden wir uns nochmal schrecklich schämen für unsere Zeit – wenn wir es nicht längst tun. Dieses ewige Geschachere und auf jeden Miniaspekt Rücksicht nehmen ist letztlich das totale Biedermeier und führt zu Kompromisslösungen, bei denen man nicht einmal mehr erkennen kann, was es ursprünglich mal sein sollte. Wirklich extrem unschön.

Beethoven op. 109 als Material verwenden: Das kann ich hier brauchen, das dort. Würde wahrscheinlich sogar ein gutes Stück ergeben. Was einem eben gerade so auffällt. Vor allem, wenn Schnabel spielt. Könnte man gerade so kopieren. Klingt nämlich überhaupt nicht so, wie es geschrieben ist, wenn ich das hier mal festhalten darf.

Wenn es dann richtig weh tut, wird es in gewisser Weise wieder angenehn. Ist nur die Frage, wie man dahin kommt. Auf jeden Fall Zwang/Selbstzwang/Disziplin, glaube ich. Angenehm unerträglich. Jetzt geht es endlich los.

Schweigen ist auch Arbeit, klar. Nachdenken auch, bis zu einem gewissen Grade. Aber nicht richtig. Ist zu interessant. Ablenken natürlich nicht. Echte Langeweile ist superviel Arbeit. Existiert kaum noch. Ausgestorbene Spezies, zumindest akut gefährdet.

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It comes back.

Die Botticelli Avatare.

Überbreiter Fluss, an beiden Ufern gigantische, brückenartige Autobahntrassen, nicht über den Ufern, sondern über den Rändern des Flusses, wie über dem Wasser schwebende, heruntergekommene Ozeanriesen.

La leggenda dei frati:
Gambas, Walnüsse und geschwärztes Brot unter Kefir
Riegel von gestampftem Rindfleisch mit frisch gepflückten Blättern und Stengeln

I wanna die. I tell you I wanna die.

I don’t know why the fuck he did it, but he did (Giotto).

6 Knöpfe

Oh no. No you didn’t. Say you didn’t.

Das kann nicht unser Anspruch sein.

Schiere Größe.

What are all these people doing here?

I like that.

It’s like the perfect kit.

Don’t do that again.
Not now.
Not here.
Maybe later.

Giotto: Christus rinnt aus. Wahnsinn. Wie kommt er denn darauf?

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Total fun forever.

Plötzlich verstehst du etwas, plötzlich verstehst du es wieder nicht. Als ob verstehen ein vorübergehendes Gefühl wäre, wie die Formulierung eines Gedankens, die sich nur im Moment exakt richtig anfühlt und dann plötzlich wieder völlig falsch.

Was wäre, wenn man wirklich mal regelmäßige Tanzrhythmen durchlaufen lassen würde, z.B. meine geliebten 3er-Takte (Derrick May, To Be Or Not To Be)?

Alte Meister: Schaue mir das jetzt alles wie ein Kind an (außer dass ein Kind damit wenig anfangen könnte), finde einfach alles toll, vielleicht sogar die etwas schwächeren Bilder noch toller als die wirklich überragenden, bin total dankbar, dass die das alles gemalt haben, dass sie sich die Mühe gegeben haben, dass ich mir das alles anschauen darf, die totale Reizüberflutung, der absolute Bilderflash, würde sagen, dass ein gute Alte Meister Sammlung im Moment das aufregendste ist, was man sich überhaupt anschauen kann. Viel viel viel aufregender als Film zum Beispiel, aber eine ähnlich Form von Überforderung/Überwältigung.

I don’t wanna see you.
I don’t see you.
You’re not there.

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Ein grausames Sanjo

Sorry, I have nothing to do with it!
Well, now you have.

Was bedeutet das eigentlich, dass auf Fotos alles immer viel besser und schöner dargestellt wird, als es in Wirklichkeit ist? Ich glaube noch nicht einmal, dass das zu einer andauernden Enttäuschung führt, sondern eher, dass man sich daran gewöhnt, alles zurechtzusehen, sozusagen mit der Fotobrille.

Boy oh boy, he‘s kind of weirdly disoriented.

Darf ich dir mal kurz die Haut abziehen?

To be honest, it’s kind of black.

What do you think?
What do you think?

Sorry, you’re fired.

I didn’t hear them.
I didn’t hear anything.

Nice garden.

Bitteschön.

Say thank you.

Hoffentlich sind wir überhaupt richtig hier.

It’s quite bright, you know, light, bright

Wenn du willst, kannst du ja den Brei machen, dann kannst du selbst entscheiden, wie du ihn haben willst – vorausgesetzt, du machst ihn genau so, wie ich ihn mache.

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SCHEISS Besserwisserei

Ziemlich lustig, wenn draußen extreme Hitze brennt, gar nicht unangenehm, nicht schwül, nur unerträglich heiß, und du drinnen sitzt und in das schöne Wetter hinausschaust, eigentlich gerne draußen wärst, aber genau weißt, dass du es nicht lange aushalten würdest.

Abramovic: Ich bin so glücklich, dass es die Aufnahmen gibt. Kann es das wirklich sein? Ist ja schön, dass es die Fotos gibt, aber ist da nicht etwas grundsätzlich falsch, wenn die Künstlerin nach den Fotos schreit? Man kann natürlich sagen, alles wird dokumentiert, warum nicht das auch dokumentieren. Ist aber ein Unterschied, ob eine Aktion als solche schlüssig ist, oder ob sie erst im Nachhinein, in der Dokumentation, gut aussieht. Fast hätte ich das Gefühl, dass man dann die Dokumentation, egal ob Foto, Film, oder Audio, von vornherein mit planen sollte, auf irgendeine Weise zum Teil der Aktion machen. Dass die Doku dann eben auch wirklich mehr ist als eine reine Dokumentation. Was im übrigen überhaupt nicht HD o.ä. bedeuten muss, eher im Gegenteil.

Freizeitparks – woher kommt die Sehnsucht nach lebendiger Unterhaltung in Zeiten digitaler Zerstreuung? Ist doch total klar, ist eigentlich digitale Unterhaltung, weil alles vorgegeben ist und du keine Entscheidungen treffen musst, die nicht für dich vorgedacht wurden.

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Werkbegriff und Kuratorenarbeit

Blatny: Du als Ich oder Er/Sie. Aber eben nicht als Du. Ziemlich merkwürdiger Effekt. Könnte man wahrscheinlich auch systematisch ausnutzen – zum Beispiel durch Ersetzungen.

Sommer. Körperlichkeit in der Stadt wahrscheinlich doch viel intensiver als auf dem Land. Nicht nur in Bezug auf die vielen anderen Körper, sondern vor allem im Gegensatz zur Umgebung. Während auf dem Land Körper und Umgebung eher miteinander verschmelzen, eine Art Einheit bilden. Lustig, dass so viele Menschen sich entschlossen haben, in der Stadt zu leben. Auch dann, wenn es komplett gegen ihre Interessen gehen müsste.

Monteverdi, instrumentale Teile: Klar gibt es einige super berühmte und extrem einprägsame Stücke, aber an vielen Stellen fragt man sich, ob da nicht einfach eine Musik von diesem Typus stehen muss, ohne dass es wirklich darum geht, wie sie im Detail gearbeitet ist. Dass die Entscheidung, diesen Typus Musik an diese Stellen zu setzen die eigentliche Idee ist, und dass es auf die reale Ausführung fast nicht ankommt. Weil es in jedem Fall funktionieren wird, und die Musiker ohnehin etwas Reicheres aus dem machen, was der Komponist aufgezeichnet hat.

Er lebt, bis er tot ist.

Like basically all of us. Very few exceptions.

RetCH: Einzelne Silben, quasi Staccatissimo, halb geflüstert, quasi unterdrückt, aber überhaupt nicht künstlich (Heidegger).

Eine verworrene Erinnerung drehte sich zurück:

November
Kralle
Reue
Jenseits

Lustig, wenn nach einem windstillen Hitzetag plötzlich eine kurze Luftbewegung einsetzt, als ob jemand einen Ventilator kurz eingeschaltet, aber sofort wieder ausgeschaltet hätte. Aber die Luft von da an leicht bewegt bleibt. Abendwind. Und es zu dunkel wird zum lesen.

Parreno et al: Im besten Fall scheint die Aussage so etwas wie, Sorry, wir können auch nichts machen, zu sein, im schlimmsten (und wahrscheinlich realistischen) Fall ist es einfach nur Jahrmarkt. Und das unangenehmste dabei: Es zieht die Leute runter, es macht sie dümmer als sie sind, lustigerweise wird ihnen in einem scheinbar partizipativen Modell die Selbstaktivierung völlig genommen.

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Filed under Klassik, Kunst, Literatur, Oper, Pop

einen moment lang

Die Irre: Ist lustigerweise wirklich viel interessanter als normale, vernünftige Sprache. Merkt man schon allein an der Sprachmelodie. Als ob Vernunft da vor allem Standardisierung wäre.

Raum als Instrument, und zwar besonders einer, der sich nicht dafür eignet, und dadurch dann vielleicht besonders geeignet ist.

Steve Locke, Three Deliberate Grays for Freddie (A Memorial for Freddie Gray): Was ist das denn genau, was wir da sehen? Drei Farbflächen, deren exakter Farbton jeweils dem Farbdurchschnitt eines von drei Fotos des 2015 in Polizeigewalt gestorbenen Schwarzen Freddie Gray entspricht. Das Werk ist offensichtlich erst einmal ein Angriff auf den abstrakten Modernismus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der Bedeutung über das Werk hinaus entweder grundsätzlich vermied oder absichtlich im Vagen hielt. Kann man aus der merkwürdigen Farbauswahl schließen, dass die Farben irgendetwas über sich selbst hinaus aussagen müssen? Im Endeffekt, und ich bin sicher, dass dies der Aspekt ist, der von Locke am wenigsten intendiert ist, könnte man das Werk aber auch als Memento mori lesen: Dass von uns nichts übrig bleibt, als im besten Fall drei Farbtöne, die nicht das geringste über das aussagen, was wir gewesen sind.

Einen Raben gestreichelt.

Es gibt keine verfügbare Schönheit, sorry.

Ergebnisse für No Problem Dichtung an der Route werden angezeigt.

surreal friedlich

Ja, sie wollen dass ich falle…

Nie wieder Miracoli.

Schade, dass man alles vergessen wird.

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Double chicken originator

BRIDGET RILEY, Measure for Measure 6, 2016: Ganz interessant, geometrisches Muster, matte Farben, die so wirken, als ob das gesamte Bild mit einer dünnen Schicht Weiß überstrichen wäre. Fast schmerzhafter Widerspruch zwischen ultraklarem Muster und abgedeckter Farbe.

Kennen Sie den schon?
Nee, Sie?

Krasse Szene: Mann ohne Beine liegt wie Sitzfigur bewegungslos auf dem Trinkerrasen, drei Polizisten um ihn herum, ein leerer Rollstuhl steht zehn Meter entfernt auf dem Trottoir. Frage: Warum ist der Rollstuhl so weit weg?

ORANGE FELDSPAT MOOS OLIVE ERDBEERE

HELLBLAU HELLGELB HELLGRÜN SONNENGELB

Verzweiflung: Gibt es denn wirklich keine NEUIGKEITEN?

One number at a time – better than no number at all.

Ich frage, was ist das, ein Schleuder… Er zögert, weiß offensichtlich nicht, wie er es erklären soll. Wohl auch ein bisschen erstaunt über die Frage. Plötzlich wird meine Sicht milchig, ich denke, es liegt an der beschlagenen Brille, nehme sie ab, aber es wird nicht besser, eine weißliche, undurchsichtige Schicht scheint sich vor meine Augen zu legen. Während er nach Worten sucht, merkt er, dass mit mir etwas nicht stimmt. Tatsächlich kann ich ihn kaum mehr erkennen. Sein Gesicht verschwindet in dem milchigen Nebel.

Saturn A: Zum ersten Mal seit gefühlt 100 Jahren Metrum nicht an Materialeinsätze anpassen? Meaning: 4/4 durchlaufen lassen?

sk-in: Macht doch nur Sinn, wenn eine Pause dazwischen ist, oder? Dann aber möglicherweise tatsächlich schön, interessant, einfach wegen des Stockens gegen das vorprogrammierte Voranschreiten.

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Super Licht.

Sehr angenehme, verzerrte Litanei. 

Xenakis: Wie immer eine super Idee, hohen Sopran und tiefen Bass parallel laufen zu lassen, quasi unschlagbar. Bisschen wie ein Instrument, ein Klang, Bass hört man eigentlich gar nicht, ist aber die ganze Zeit da und verstärkt die Wirkung des Soprans extrem. Überschnappen, quasi Stimmbruch für Instrumente, super schön, kann man nicht genug von haben.

Textur, Dramaturgie, Schnitt, Klimax. Vorteil Musik: Du kannst das wirklich alles in ein Stück packen. Z.B. eben auch ganz verschiedene Texturen. Muss definitiv geplant werden. Oft gegen das Material, gegen eine intuitive Entwicklung. Genau das ist Form. Zeit strukturieren und damit das Erlebnis strukturieren. Auch gegen Text, z.B. Auch wenn es eigentlich gar nicht geht.

Cinquecento.

Gleichzeitig: Muss verbunden werden, zusammengezwungen werden, um wirklich Kraft entfalten zu können. Zwei Kräfte, die gegeneinander wirken. Nicht einfach nur nebeneinander gestellt. Ganz viele Bilder, aber alle zusammen. Das ist der eigentliche Fehler, dass man immer nur eines bekommt. Und dann könnte man natürlich noch eine Dramaturgie aus Blöcken, also Texturen, zusammensetzen, quasi einen Verlauf in Einzelschritten rekonstruieren.

Keine Form ohne betonte Asymmetrie. Ausgeglichene Proportionen sind das Gegenteil von formaler Expressivität. Oder: Das Mittel der Verzerrung innerhalb ausgeglichener Proportionen. Übertriebene, überdeutliche Kraftlinien können zu formaler Expressivität innnerhalb einer symmetrischen Grundkonzeption führen.

Tatsächlich IST ab einem bestimmten Punkt Symmetrie dynamisch aufgeladen, wahrscheinlich weil sich das Gefühl für Körper und ihre Darstellung grundsätzlich geändert hat.

Charles Mellin
Giovanni Battista Moroni

Relativ viel Text, schnelle Glissandobewegungen auf gehauchte Silben: Müsste eigentlich gehen als eine Art neues Parlando. Verinnerlichtes, nachdenkliches Sprechen. Darf allerdings nicht zu abbildlich werden, das würde definitiv nicht gehen. Vielleicht auch verschiedene Stimmlagen, Territorien, in denen sich die Stimme bewegen kann. Ehrlich gesagt nicht total verschieden von Kolik. Realismus könnte die Illusion von Kunst, Kunst die Illusion von Realismus brechen.

Fuck Life.
Echt?

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Death’s Poster Child

Die Mannheimer Wissenschaftler Doris Stolberg und Stefan Engelberg, die beide der Forschungsgruppe Koloniallinguistik angehören, haben die deutschen Wörter in den mikronesischen Sprachen dokumentiert. Es sind beispielsweise benster (Fenster), bérib (Brief), chausbéngdik (auswendig), hall (Halt!), kiló (Kilo), mak (50 Cent), mesilkebiér (Maschinengewehr), slibs (Schlips), suester (Nonne) und turm (Kirchturm) im Palauischen. Im Samoanischen gibt es penisini (Benzin), tiso (Diesel), lita (Liter) und fumfa (wertlos, nach dem deutschen Fünfer).

Meine Definition von politischer Musik: Musik, die versucht, sich Bedeutung zu geben, die sie nicht hat. Was vollkommen ok ist. Aber eben leider nicht funktioniert.

It’s like the pain kicks in.
A pain you so far only have heard talking about and now you think, ah, that’s it, before you black out.
And you black out quite early.

Interessant, dass sich im Spiegel, wenn man nicht etwas in ihm betrachtet, sondern ein rein praktisches Verhältnis zu ihm eingeht, zum Beispiel ihn putzt, also quasi unbewusst in ihn hineinschaut, tatsächlich ein neuer Raum öffnet, dem man sich nur intellektuell, aber nicht sinnlich verschließen kann. Fast als ob du plötzlich hineinfallen würdest.

Can’t remember which one of these he opened with her.

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Gebetsschnüre oder wie die heißen.

Ploy, Footprints In Solid Rock (Beatrice Dillon Remix): Einfach nur die Einleitung, sonst nichts, ziemlich cool.

maybe anything minor-league enough to understand probably wasn’t going to be major-league enough to save his addled ass from the well-dressed Sergeant at Arms, now, was it?

Warst das du?
Warst das du?
Warst das du?

Gagok:
Zeilen
Bedeutungseinheiten
Worte
Silben
Motive

1. Arca: Arca
2. Kendrick Lamar: DAMN.
3. SZA: CTRL
4. Vince Staples: Big Fish Theory
5. Kelela: Take Me Apart
6. Latasha Alcindor aka L.A.: B(LA)K
7. Elysia Crampton: Spots y Escupitajo
8. Joey Bada$$: ALL-AMERIKKKAN BADA$$
9. Upgrayedd Smurphy: HYPNOSYS
10. Syd: Fin
11. Drake: More Life A Playlist By October Firm
12. Vektroid: Telnet Complete
13. Kelman Duran: 1804 KIDS
14. VA: Mono No Aware
15. Bill Orcutt: Bill Orcutt
16. Dog Lady Island: Chopin
17. NÍDIA: Nídia é Má, Nídia é Fudida
18. Lawrence English: Cruel Optimism
19. Roc Marciano: RoseBudd’s Revenge
20. Dawn Richard: Infrared
21. Mozzy: Fake Famous
22. Kodie Shane: Big Trouble Little Jupiter
23. Medslaus: Poorboy
24. Jlin: Black Origami
25. Alexandria: Cut of Cloth
26. Young Nudy: Nudy Land
27. Shell Money: Family Tapes 89-93
28. MHYSA: fantasii
29. Coucou Chloé: ERIKA JANE
30. YATTA: Spirit Said Yes!
31. Dizzy SenZe: Hueman Vertigo
32. Camille: Oui
33. Smokepurpp: Deadstar
34. Yves Tumor: Experiencing the Deposit of Faith
35. Steve Monite: Only You
36. The Caretaker: Take Care, It’s A Desert Out There (in memory of and for Mark Fisher)
37. Fis & Rob Thorne: Clear Stones
38. DJ Manny: Greenlight
39. ACLDS: Fuadain Liesmas
40. Jana Rush: Pariah
41. Kehlani: SweetSexySavage
42. UPGRAYEDD SMURPHY: Sorry, please forgive me, thank you, I love you
43. Olivia Block: Dissolution
44. Sophiaaaahjkl;8901: Toilet Abstraction Tapes
45. King Yosef: Fortune Teller
46. Kali Malone: Velocity of Sleep
47. Lil Yachty: Teenage Emotions
48. 18+: Babyfather / GAIKA Remixes
49. Dominowe: SiyaThakatha
50. Edward Ka-Spell: An Abandoned Laboratory Volume 1
51. Impetuous Ritual: Blight Upon Martyred Sentience
52. Turinn: 18 1/2 Minute Gaps
53. TEKLIFE: ON LIFE
54. El Mahdy Jr.: Time to Sell the Golden Teeth
55. JAK3: LIFE PATH NUMBER 11
56. Section Boyz: Soundcheck
57. Second Woman: E/P
58. VA: The Photographs of Charles Duvelle: Disques Ocora and Collection Prophet
59. Frank McCarty: Tactus Tempus
60. nekomimi + luvfexxx: LUVISCOLD
61. Valee: 1988
62. Lorenzo Senni: XAllegroX / The Shape Of Trance To Come
63. Lushloss: Asking/Bearing
64. Morbid Evils: Deceases
65. Linda Perhacs: I’m a Harmony
66. Raekwon: The Wild
67. Kur: 180
68. Ron Trent: Prescription – Word, Sound & Power
69. Fischerle: Post-functional Dub Objects
70. Special Request: Stairfoot Lane Bunker
71. Skullflower: The Spirals of Great Harm
72. Hecker: A Script for Machine Synthesis
73. Moa Pillar: No Expectations
74. Posthuman: Preach / Temptation
75. Nathan Fake: Providence

Allseitige Erschöpfung: Bisschen sind auch die Ambitionen verloren gegangen, denke ich. So ein angenehmer Größenwahn ist nicht mehr da. Das merkt man schon sehr deutlich, wenn man das durchhört. Alle sind froh, wenn sie irgendwie durchkommen, es gibt keine überschüssige Energie mehr, die verschwendet werden könnte. Und Pop ist halt auch Verschwendung, sonst funktioniert es nicht. Da wird man definitiv dran arbeiten müssen, was für uns heute Verschwendung heißen kann.

Gilt mit großer Wahrscheinlichkeit für alle Kunstbereiche. Der komplette Verzicht auf Verschwendung, oder der Ersatz durch regenerative Techniken funktioniert jedenfalls nicht, ganz besonders nicht, wenn er als eigenes künstlerisches Argument eingesetzt wird.

Düsterkeit kann ja auch verschwenderisch sein, wenn man sich traut, satt aufzutragen. Auch, natürlich, Kargheit, wenn sie entschieden genug ist.

Zur Idee von Mode gehört ja sicher auch die Verschwendung. Dass das real nicht mehr umzusetzen ist, liegt auf der Hand (auch wenn ich absolut nicht sicher bin, dass sich die Labels wirklich daran halten werden, wenn es nicht zu ihrem Nutzen ist). Wenn die materielle Verschwendung nicht mehr möglich ist, muss es aber doch sicher eine Verschwendung der Ideen, der Projekte, der Optionen geben – vielleicht unendlich viele Dinge, die gezeigt, aber nicht umgesetzt werden – andernfalls wird es sehr nüchtern und pragmatisch.

Auch da war Margiela seiner Zeit weit voraus. Im Grunde hat er das alles schon gemacht – nicht weil er musste, sondern weil das seine Idee von Mode war. Das ist jetzt uneinholbar – denn jetzt müssen alle.  Nicht dass ich mich darüber freuen würde, aber letztlich ist das natürlich ein künstlerischer Triumph.

Vermutlich wird das niemand so glanzvoll hinbekommen wie er. Galliano macht im Grunde das, was er immer gemacht hat, mit den Mitteln von Margiela. Das funktioniert überraschend gut, wirkt aber ein bisschen wie angelernt und hat in keiner Weise die Konsequenz von Margiela. Es wirkt eher so, als ob jemand mit seiner Zeit geht, als dass er sie definiert.

Du Penner. Ein Besuch im weißen Haus war eine Ehre, bevor du aufgetaucht bist.

Mit Vegard Vinge-Maske und Vegard Vinge-Stimme.

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Gandesa

there’s chaos in my head
there’s chaos in my heart
so why would I pretend I know what I’m doing

Na ja, und ich lasse mir dann fake Logos auf meine Hosen nähen, damit die Leute nicht denken, dass ich denke, dass ich was Besseres bin, weil ich keine Markenartikel trage.

His unforced-error stats look like a decimal-error.

Merkwürdig, dass wir immer denken, dass Geschichten uns etwas erzählen wollen, dass sie uns die Welt erklären können, selbst wenn wir genau wissen, dass sie erfunden sind. Als ob die einfache Tatsache, dass sich jemand eine Geschichte ausdenken konnte, genügen würde, um ihr einen unbestreitbaren Wahrheitswert zu geben.

Veronese, Abendmahl: Das inhaltliche Zentrum eines Bildes ganz an den Rand zu setzen ist ein extrem cinematographischer Effekt. Warum eigentlich? Möglicherweise, weil er immer impliziert dass der Bildausschnitt beweglich ist, dass das Zentrum in die Mitte schwenken könnte. Also ein implizit bewegtes Bild bzw. bewegter Bildausschnitt: Wenn der Bildausschnitt so extrem gewählt werden kann, muss er auch beweglich sein. Wirkt übrigens immer ein bisschen billig als künstlerisches Mittel – vielleicht, weil es zu gut funktioniert, weil man damit eigentlich keinen Fehler machen kann. 

Jean Materne
Brut Nature
CAVA
Lehmann, Tortosa

Kopf mit Schulterstümpfen, aber ohne Körper, treibt auf Wasser. Lebt. Es gelingt ihm tatsächlich, von Zeit zu Zeit Mund oder Nase über die Wasseroberfläche zu bekommen um einzuatmen. Wirkt vergnügt. Gespenstisch. Badewanne.

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Haben wir wenigstens gewonnen?

Chor der jungen schönen Mädchen: Le Mystère des Voix Bulgares, ist doch klar, oder?

Franz Erhard Walther: Sieht im nachhinein schön und gut und beeindruckend aus, war in der Realität aber sicherlich eher ärmlich und enttäuschend. Man muss sich sehr viel dazu denken, um daran etwas zu finden. Und: Das geschickte Dokufoto lässt letztlich fast alles interessant aussehen. Das Problem: Es ist das Foto, nicht der Gegenstand, das uns interessiert. Quasi ein fotografischer Heiligenschein um einen völlig banalen Gegenstand.

Transkription Dan-no-Ura:
– Keine irrationalen Takte, d.h. alles auf 16tel oder 32tel runterbrechen
– Konsonanten und Vokale je Silben zusammenhalten, d.h. keine Silben aufbrechen 
– Sehr kurze Silben zusammenfassen
– Nicht Betonung (Schlag), sondern Dauern (Silben) als eine Einheit
– Durchgehend Tempo 60 auch bei eindeutig anderem Tempo, um reale Zeitdauer ablesbar zu halten
– D.h. es geht nicht um die Idee des Materials, sondern um seine reale Ausführung 
– Im Nachhinein, bei der Neukomposition, können Konsonanten und Vokale getrennt werden, nicht aber bei der Transkription
– Alles auf 16tel unterbrechen, wird sonst einfach zu kompliziert/unlesbar, selbst bei langsamem Tempo

Im Prinzip wäre es natürlich schön (und dem Original angemessen), die Transkription nach Schlägen auszurichten. Das würde aber heißen, dass alle synkopenartigen Einsätze nicht mehr frei verschiebbar sind, sondern an einen bestimmten Ort im metrischen Gefüge gebunden sind. Was für das Arbeitsvorhaben keinen Sinn macht. Insofern müssen die Silben für sich genommen, ohne Rücksicht auf die Taktschwerpunkte, transkribiert werden. Was das Ergebnis ein bisschen unanschaulich, letztlich vielleicht sogar unverständlich macht.

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Join Our Yearly Contest

Big Thief, Mary: Lustig, Stimme zu verdoppeln und mit sich selbst im Unisono singen zu lassen – so dass man es kaum merkt.

Gordon Matta Clark: Gefahr, klar, ist natürlich immer interessant. Auseinanderbrechen, runterfallen, hineinfallen, auf einen drauf fallen, automatische Spannung und Aktivität. Fehler. Und vielleicht auch wirklich nicht wissen, ob es funktioniert oder nicht. Kann vielleicht wirklich jeden Moment zusammenstürzen.

Was wäre denn wirklich gefährlich? Kann man das mit Musikern überhaupt machen? Was wäre eine Gefahr fürs Publikum oder im Verhältnis zum Publikum? Das Konzert gefährden, die Konzertsituation gefährden, den Vertrag mit dem Publikum zerreißen. Auch hier wieder das Peinliche/das Unangenehme/das falsche Fehlerhafte.

Your body is telling you it’s dangerous and you better get out of there.

Missgeschicke, Dinge die (am besten überraschend) kaputt gehen, Peinlichkeitszonen, Schmerzzonen anfassen. Das ist wahrscheinlich die Grundfunktion von Humor.

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Filed under black and white (and grey), Kunst, Material, Methode, Pop

Our Yearly Contest

Krasse Melancholie-Anfälle, sieht aus, als ob die ganze Welt traurig wäre. Alle bleich, alle niedergeschlagen. Was ist denn da bitte los – Kollektivdepression?

stimmt übrigens nicht (Pop/Diederichsen/Geräusche)

S1A, Runaway etc.: Scheint nicht mehr zu passen. Schadä, hattä michä vollä daraufä gefreutä.

Frank Kunert: Wenn es zu offensichtlich wird, ist es leider nicht nur nicht mehr lustig, sondern gar nicht mehr lustig, und nur noch doof. Und nicht doof genug, um geil doof zu sein.

so depressing

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Filed under Kunst, Politik, Pop, Schlachten 1: Arie

WEHMUT

Ein weiterer Abend, den man nur gesehen haben muss, damit man weiß, dass man nichts verpasst hätte, wenn man ihn nicht gesehen hätte.

ELECTRICITY
HOLE
MONEY
CARAVAN
SAUSAGE
ALGEBRA

Zum Teil wirklich nahe am Irrsinn.

hopeless, hopeless…

BLACK HOLE: Maybe it’s no metaphor at all. It’s fuckin’ realism.

Always the same question: what the fuck am I doing here? Wobei es hier eigentlich ziemlich interessant ist.

Gibt es irgendetwas, was man nicht irgendwann bedauert?

Ja, ja, ja, genau, das wird bestimmt sehr schön.

Fotographie ist tot.
Atonalität ist tot.

Sorry for your loss.

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Filed under Kunst, Literatur, Material, Theater

Why the fuck do I own this?

Vielleicht realistischer: Zahl der Großteile vom Materialablauf abhängig machen, dann Detailstruktur unabhängig von Material fortsetzen, dann zusammenführen. Aber natürlich nicht zwingend die beste Lösung: Gerade wenn die Zeitstruktur Großteile vorsieht, wo sie das Material eigentlich nicht hergibt, kann das zu spannenden formalen Problemen und Lösungen führen. We’ll see.

Du hörst alles; aber
du hörst es nicht.

Deppeninferno (Die akademische Welt)

Geht’s noch?

Der Künstler als Kurator
Der Kurator als Künstler
DIS
Michael Müller 

n+1-Skalen: Je höher der Anfangswert, desto kleiner die Rate der Veränderung. Bei gleicher Anzahl von Gliedern wird die aufzuteilende Gesamtdauer durch eine größere Summe von Einzelwerten geteilt, so dass der Schritt +1 sich im Resultat entsprechend verkleinert. Aus Spiel mit Anfangswert und Gliederzahl resultiert große Anzahl von Aufteilungsvarianten.

Quasi Kurven, unendlich kombinierbar, und natürlich in sich auf jeder Ebene permutierbar. Also auch, wenn gewünscht, dramaturgisch manipulierbar, als Mikro- und Makrodramaturgie des Zeitablaufs.

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Filed under black and white (and grey), Form, Kunst, Saturn A/B

Schönheit ist Nicht-Wiedererkennen.

A great year for Russia and China. Not so much for the US.

Monteverdi 1567-1643
Caravaggio 1571-1610

Krieg: Musik komplett fragmentieren, auch die Teile, die ohnehin nur als Fragment gegeben werden. Einzelne Takte, Phrasen, auch willkürliche Entnahmen.

Gonzalez: Furchtloser Grundlinien Spieler, leider verschwunden.

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Unschuld ist hochgefährlich.

Richter, Kerze: Als Bild erstaunlich reizlos, paradoxerweise erst die Fotografie, die aus dem Bild nach einer Fotografie eine Ikone macht. Weil die uninteressante Machart mit ihrer stumpfen Oberfläche wegfällt und das perfekte Abbild bleibt. Sorry, aber brushstroke DOES matter, auch wenn man ihn nicht sieht. Es sei denn, es soll wirklich so tot aussehen. Das wäre dann eine ziemlich interessante Entscheidung GEGEN das Bild.

Fotorealistische Kunst sieht auf Fotos viel besser aus als im Original. Sieht dann nämlich tatsächlich aus wie ein Bild, nicht wie ein abgemaltes Foto. Lustig.

Sample: It’s a new… Enthusiastischer Pop-Chorus. Sammeln. Vielleicht auch nachbauen. Stichwort: Genre.

1. David Bowie: Black Star
2. Kanye West: The Life Of Pablo
3. Babyfather: „BBF“ Hosted By DJ Escrow
4. Frank Ocean: Endless
5. KA: Honor Killed The Samurai
6. Purple Tape Pedigree: CELL, Issue 02: Club Cacao – Vae Solis / CELL 02 (Audio Codex)
7. Fatima Al Qadiri: Brute
8. 18+: FORE
9. Young Thug: No, My Name is Jeffrey
10. N-Prolenta: A Love Story 4 @deezius, Neo, Chuk, E, Milkleaves, Angel, ISIS, + Every1else…. And Most Of All MY DAMN SELF 12“
11. Celestial Trax: From The Womb
12. Moor Mother: Fetish Bones
13. Frank Ocean: Blonde
14. Jenny Hval: Blood Bitch
15. Will Long: Long Trax
16. Young Thug: I’m Up
17. Demdike Stare: Testpressings
18. 18+: Collect
19. Future: Evol
20. I Wayan Sinti MA: Suling Gambuh – Balinese solo flute
21. Cardi B: Gangsta Bitch Music Vol. 1
22. WWWINGS: PHOENIXXX
23. Mykki Blanco: Mykki
24. Dedekind Cut: $uccessor
25. Loretta Lynn: Full Circle
26. ABBA/Portishead: SOS
27. Space Camp 1991: Space Camp 1991
28. HEXA: Factory Photography
29. D/P/I: Composer
30. Amnesia Scanner: AS EP
31. Tinashe: Nightride
32. Cassy: Donna
33. Jean-Louis Huhta: NO HISTORY NO FUTURE
34. MORO: SAN BENITO
35. Studio OST: Scenes (2012-2015)
36. Yaleesa Hall: Woodall
37. Jenny Lanza: Oh No
38. Sam Kidel: Disruptive Muzak
39. Elysia Crampton: Demon City
40. SpaceGhostPurrp: Blackland Radio 666 Pt. 2 Episode 1. EP
41. N-Prolenta & Dviance: STRIATED INATTENTION AND A CRIPPLED BLISSING
42. Marissa Nadler: Bury Your Name EP
43. Graham Lambkin: Community
44. Klein: Lagata
45. Fear of Men: Fall Forever
46. Suzanne Ciani: Buchla Concerts 1975
46. Vince Staples: Prima Donna
47. Martyrdod: List
48. Palmistry: Pagan
49. SHALT: Acheron
50. Désormais: Drown Variations
51. LILLITH双生: (SEASON_0) Hazard Garden
52. VA: TEKLIFE VIP
53. Matthew Revert/Vanessa Rossetto: Earnest Rubbish
54. KAGAMI Smile: M.O.U.T.H.T.R.I.P
55. Hannah Peel: Awake but Always Dreaming
56. Elysia Crampton: Dissolution of The Sovereign: A Time Slide Into The Future (Or: A Non-Abled Offender’s Exercise in Jurisprudence)
57. VA: Music of Morocco, Recorded by Paul Bowles, 1959
58. Archibald Slim & Ethereal: Slum Beautiful
59. Ekin Fil: Heavy
60. Demdike Stare: Wonderland
61. Vanessa Rossetto: The Way You Make Me Feel
62. Katie Dey: Flood Network
63. Jake Meginsky: Seven Psychotropic Sinewave Palindromes
64. VA:  #FEELINGS Vol. 1
65. Beatwife: Ranch Road 10400
66. Rennick Bell: Empty Lake
67. Martha: Hyp 278
68. Eaves: Verloren
69. Amnesia Scanner & Bill Kouligas: LEXACHAST
70. Apk ♀ ᴎᴇᴛ ☯ Ltd℻: ⦇⦇⦇ⓢꝎⓝ⦈⦈⦈
71. Pierce Warnecke: Memory Fragments
72. DJ Diamond: Footwork or Die
73. The Outfit, TX: Green Lights (Everythang Goin)
74. Tevo Howard: A Decade of Me
75. Solange: A Seat at the Table

Ich dachte mir noch, oh, David Bowie hat sein erstes wirklich gutes Album gemacht, da wurde auch schon sein Tod gemeldet. Natürlich ein Wahnsinns Abgang, krass tapfer und konsequent zu Ende gebracht, fühlt sich aber trotzdem irgendwie komisch an.

Und dann doch wieder Kanye. Obwohl man bei den Vorab-Videos dachte, dass es nun wirklich zu Ende geht mit ihm. Dann die Platte, und es ist sofort klar, dass die Stücke quasi durchgerechnet und im Gesamtzusammenhang des Albums nicht nur unverzichtbar, sondern tatsächlich auch perfekte Stücke sind. Quasi Kuratoren-Musik, am offensichtlichsten am Anfang und in Low Lights, wo er einen kompletten Bekenntnismonolog von einer anderen Platte nimmt und fast ohne Veränderung einfügt. Tatsächlich wird die Platte dadurch besser, dass er nicht alles selber macht, und dass er auch nicht das Gefühl hat, alles selbst machen zu müssen.

Ganz nebenbei hat er damit eben auch noch das Jahr des Gospel eingeläutet.

Mit Abstand fühlt sich das an wie ein Rückblick auf glanzvolle Zeiten, in denen das Leben leichter und lässiger war. Wo man aus dem Vollen schöpfen konnte und nicht jeden Move begründen musste. War bestimmt nicht so, zeigt aber, wie sehr sich unsere Welt verändert hat.

Letztlich auch angenehm aggressiv – und extrem privat. Bin nicht sicher, ob das heute noch gehen würde.

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Grobmotorische Reflexe

Frisur: Halb Afro, halb glatt hängend, halb blondiert (Afro), halb rabenschwarz (glatt).

Dabei wollte ich gerne noch ein paar Jahre bei Euch bleiben.
Oder Monate.
Oder Tage.
Oder Stunden.

Regal anschneiden. Mit allem, was drin ist. Völlig klar.

Ereignis des Jahres: Berlin Biennale, AdK Pariser Platz.

Nur wenn es ein Copyright-Problem gibt, ist es interessant.

nimm irgendetwas,
egal, ob es dir gefällt oder nicht,
und mach es so stark wie nur möglich

Endlose Tonwiederholungen, quasi Ostinati, jede ein bisschen anders, fast unhörbare Unterschiede, aber ausnotiert.

So anfangen, langer Zeitraum, 100% banal.

Alles hineinwerfen, keine Rücksicht auf Grundkonzept. Einfach durchziehen und dann weitermachen wie geplant. Nicht WARTEN, bis etwas passt. Es muss passen. Es passt einfach immer.

Vielleicht schauen, wie das im Pop gemacht wird, ist ja auch selten ganz regelmäßig/gleichwertig.

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Filed under Kunst, Material, Methode, Mode, Pop

Ich freue mich auf alles.

Gagokbounce 1-n: Z.B. Stimme solo, Stimme + Daegeum, Stimme + Geomungo, Stimme + Geomungo + Mundorgel, Stimme + komplettes Ensemble, immer nur Ausschnitte aus komplettem Gesang, beliebig erweiterbar durch neuen Gesang, Titel immer: Gagokbounce n: Erste Zeile. Alles auf übergenauer Transkription aufbauen, sozusagen Ensemblestruktur sinnlos vertikal auseinandernehmen.

Caravaggio, Ribera, Guercino: Im Grunde extrem schnelle Malerei, zumindest was die mehrfigurigen Arbeiten betrifft, komplexe Montage von Blicken (der Figuren, aber auch der Betrachter).

Haltetöne: Stück nur aus beschissenen Haltetönen aufbauen, quasi nur Hintergrund. Oder den Vordergrund wie Hintergrund behandeln. Aktivitätsinseln einbauen. Haltetöne offensichtlich nicht das gleiche wie Pausen, da sie trotz minimaler Aktion eine körperliche Aktion voraussetzen (Instrument oder Lautsprecher). Elektronische Instrumente oft wie negative Aktion, weil sie die körperliche Aktion der akustischen Instrumente rein akustisch negieren/ad absurdum führen: Man hört sofort, dass es sich um keine echte Aktion handelt. Bedienen statt spielen.

Missqualität als Stimmung: In bestimmten Situationen funktioniert ein technisch anspruchsloses, kompositorisch eigentlich inexistentes Stück tatsächlich besser als eine wirklich ausgearbeitete Komposition. Weil es nur eine Stimmung aufruft, eine Assoziation herstellt und nicht durch Ambitionen, die davon ablenken, stört. Es klingt wie echte Musik, aber ohne die störende kompositorische Intensität. Und man muss zugeben, dass das eben auch eine eigene, ein bisschen beunruhigende Qualität haben kann. Auch wenn es eigentlich eine komplette Selbstverarschung des Komponisten und des Publikums ist. Sozusagen Faszination mit absolut nichts. Eben auch: Der absolute Kitsch als positive Qualität.

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Man soll sich einbilden, man sei gleich.

Pollock/teacher/diagrams

Piero
James
Giorgio
Philip

Nezhdanova-Reste verwenden
überhaupt klassische Oper
vor allem/gerade 19. Jahrhundert
wichtig – nicht unterschätzen!

Auch ne Option: Nur ein bisschen singen. Kann ja wirklich nerven, wenn da ein Sänger vorne auf der Bühne steht und die ganze Zeit singen muss, weil er eben da ist und was zu tun haben soll. Vorteil von singenden Instrumentalisten: Haben was zu tun, wenn sie gerade nicht singen. Ist ja nicht unbedingt kompositorische Feigheit, wenn man einem Sänger auf der Bühne was zu singen geben will, sondern sieht wirklich bescheuert aus, wenn er ohne Aufgabe auf der Bühne steht. Es sei denn, man würde damit extrem offensiv umgehen.

You can never be overdressed or overeducated. OW
In doubt overdress. VW

BP, Dornröschen: Wird niemand tun, weil es dafür zu sehr im Bereich des akzeptierten musikalischen Bewegungsrahmens bleibt, könnte man aber auch als absolute Hässlichkeitsattacke verstehen.

PTP: Eigentlich eine super Idee, Musik als Text, bzw. Text als Musik auszugeben, und zwar rein Informations- bzw. Argument-getriebenen Text ohne den geringsten Anspruch auf eine Qualität über die informativen bzw. argumentativen Aufgaben hinaus. Der genau dadurch eine eigene lyrische Qualität und unmittelbar einsichtige Schönheit bekommt.

Lech
St. Barth 
St. Moritz 
Aspen

Sonya Spence: Saddest music ever? Kompletter Ausdruck von rückhaltsloser Aufgabe, ausgerechnet im positiven Reggae-Genre. Muss wie ein absoluter Alien gewirkt haben. Keine Ahnung, wie man das hinbekommt, dass dann auch die Band so wahnsinnig traurig klingt, wie von ganz weit weg, fast, als ob sie gar nicht da wäre. Ultrastrange.

Vortrag als HÖRSPIEL!

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Filed under Gesang, Klassik, Krieg, Kunst, Mode, Oper, Pop, Video, Vortrag

The mob takes over.

BR: Ziemlich geniale Idee, in einem abstrakten geometrischen Gemälde Fleisch und ähnliche Farben (Wald, Gras, Wasser, Licht) zu verwenden.

Auch toll: Festes Muster/Rapport, aber unregelmäßig Felder zusammenfassen.

Four Seasons: Mehr Chiffren als Bilder, dadurch bedrohlicher, ohne den offensichtlichen Schönheitsfehler-Effekt. Und übrigens: Keine Symmetrien, alles offensichtlich destabilisiert.

Es ist egal, aber es muss platziert werden, also musst du entscheiden, also mussst du eine Grundlage für deine Entscheidungen finden. Welche auch immer.

B/H Becher: Schneller Wechsel zwischen ähnlichen Bildern wie Filmschnitt. Interessanter Effekt, funktioniert ziemlich perfekt.

… und funktioniert nicht, wenn die Bilder auf die falsche Art ähnlich oder offensichtlich verschieden sind. Muss eine Art Perspektivenwechsel sein, dass Gehirn darf nicht sofort erkennen, dass es etwas anderes ist (Blast furnaces, 1969-95).

You mean, if you lose, move to another level? That’s the cheapest move of all, brother, it’s not even dirty, it’s just lame. You just confirm that you’re a loser.

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Filed under Form, Kunst

Gut, aber nicht zu gut.

Zeigen, dass man’s kann, aber Spiel nach oben lassen.

Und auch ruhig mal was kaputt machen, absichtlich schlecht machen, damit es spannend bleibt.

Qualität der Ausführung als Parameter (!).

Chinoiserien, supergeil, und dann gleich das Billige, Abgeschmackte daran komplett vorwegnehmen.

Supergeile, superschnelle Ensor Ausstellung, endlich Mal richtig satt reingehauen. Eben alles drin, vom Extremmystizismus zur Totalgroteske. Toll.

Voll extrem echt extrem gesponnen.

Ensor est un fou.
My portrait in 1960.

Auch geil: Alles total verstecken, winzig klein, super detailliert, und dann wegschraffieren.

Und dann alles nochmal als Grafik. Auch cool: Antiformat.

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Filed under Kunst, Material

Liste

Installation.
Haus.
Augen.

Ich
Habe
Nichtse

Man sollte vielleicht mal schauen, was passiert, wenn man tatsächlich von einer Art Klaviersatz ein Orchesterstück ableitet, also mehr oder weniger das Gegenteil von dem, was heute üblich ist. Würde in jedem Fall auf eine extreme Vereinfachung der Struktur hinauslaufen.

Hm, das tritt jetzt wirklich auf der Stelle. Jahr des Gospel, klar. Und zwar erstaunlich klar, quasi wohin man auch schaut. Ziemlich merkwürdig, eigenartiges Bedürfnis, damit plötzlich herauszukommen. Aber sonst alles sehr langsam. Ausdifferenzierung. Oder kommt da noch was?

Frau Renzi als Stilikone: Ziemlich gut.

Untrust = Ribera

Francesco Francia 

Piangi, piangi

Moroni

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Filed under Kunst, Material, Pop

yeah, that’s it!

Saturn C: Alles Wird Gut

Kunstzynifizierung

I intend to live forever.

say goodbye to subtlety: JK als Donald Trump der Neuen Musik – konsequent populistisch, ohne mit der Wimper zu zucken, sich für keinen schlechten Witz zu schade

Ich war kein Roboter.

Clinton vs. Trump: Kompletter Unsinn, dass sich die Meinungsforscher geirrt hätten, im Gegenteil lagen sie exakt richtig. Zwei Wochen vor Wahltag Clinton um 10 Punkte vorne, nach neuer FBI-Meldung zur Email-Affaire beide gleichauf mit leichtem Vorteil für Clinton. Genau so ist es doch auch ausgegangen: Mehr Stimmen für Clinton, aber leider ungünstig verteilt. Letztlich hat also der FBI die Wahl gewonnen – sehr merkwürdig, dass darüber kaum gesprochen wird, stattdessen ausführlich über angebliche Fehlprognosen. Panik statt Fakten.

Hat sicher auch damit zu tun, dass man einfach nicht wahrhaben will, dass das Ergebnis letztlich auf einem klaren Faulspiel beruht, dessen Folgen die gesamte Welt ausgeliefert sein wird.

Letztlich will man die Fragilität des politischen Spiels nicht wahrhaben, dass man mit einem einzigen faulen Schachzug alles verändern kann.

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Filed under Kunst, Politik, Saturn C

Flying Cymbals

Buchstabieren/Chvrches: Ganz interessant, wie man innerlich mitspricht, und dann den abweichenden Buchstaben auch versucht, entsprechend auszusprechen, um sicher zu gehen, dass man sich nicht verschreibt.

Hat natürlich auch etwas zutiefst spießbürgerliches, wenn alles seinen Zweck, seinen Sinn haben soll. Letztlich hält man sich die Dinge damit vom Leibe, dass man vorgibt, sie ihrem Nutzen nach einordnen und beurteilen zu können. Schwierig: Wie spricht man über etwas, ohne es auf diese Weise einzuordnen. Die Annahme, Kunst gleich welcher Art wirklich erklären zu können, läuft eigentlich immer auf eine Illusion hinaus. Fakten ja, Beschreibung ja, Erklärung nein. Nur: In dem Moment, in dem Du etwas verteidigen willst, und das ist ja eine der häufigsten Situationen, wenn man über Kunst spricht, bleibt Dir gar nichts anderes übrig, als mit den Erklärungsversuchen zu starten.

Einen Namen aus dem Gedächtnis kramen, den man eigentlich gar nicht kennt. Erstaunlich, dass das geht.

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gagokbounce

Die merkwürdigen Pinselstriche im Hintergrund bei Velazquez, die aussehen, als ob irgendwelche Wasserpflanzen im Bild schweben würden. Superschön, aber auch wirklich sehr eigenartig.

Juan de Nisa Valdés Leal 

Zurbaran, Schweißtuch: Nüchterne Totalsubtilität.

Ernsthaftigkeit im scheinbaren Kitsch/Kitsch als Arbeit: Ist dann vielleicht gar kein Kitsch. Extremer Realismus als Kitschbezwinger.

Castorf: Im Grunde radikal am Stück vorbei handlungsbetont, die Handlung scheint das einzige zu sein, was ihn an einem Stück interessiert, jedenfalls der Punkt, an dem er mit seiner Arbeit ansetzt. Er verarscht dann letztlich auch nicht das Stück, sondern die Handlung. Deswegen kann er dann auch im Unterschied zu anderen Schauspielregisseuren so gut Oper inszenieren: Er macht das Gleiche, was er immer macht, muss sich nicht verbiegen, setzt auf die Handlung auf, macht die vielleicht sogar deutlicher, als sie in der Oper wäre, und bleibt ganz trocken auf seiner Ebene, ohne die Musik weiter zu stören. Letztlich sogar ein populistischer Ansatz, weil ihn jeder verstehen kann, egal ob er die Oper kennt oder nicht. Insofern echtes Prolltheater und deswegen so erfolgreich trotz seiner Extremsperrigkeit.

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Just in time. Almost.

Mhm, stimmt tatsächlich (Caravaggio): Wenn man sich klassische malerische Konzeptionen auf ihre formale Komposition hin anschaut, kann man erstaunlich viel über musikalische Dramaturgie und Spannungsverhältnisse lernen.

Etwas mit total übertriebenem Zeitbezug machen, aber ohne Ironie. Total überkodieren, bis es einem zu den Ohren herauskommt.

Aber ja, das könnte eine Strategie sein: Den ganzen scheiß Zeitbezug so fett zurückspielen, oder so täuschend echt nachspielen, dass man es vom Original gar nicht mehr unterscheiden kann.

Auf jeden Fall müsste die doofe kritische Distanz, ich weiß es besser, Ihr müsst nur auf mich hören, wegfallen.

Die Versprechen der Philosophie, leider nie eingehalten. Wieviele Bücher, bei denen man hofft, das bringt uns weiter, das könnte eine Lösung sein, und jedes Mal die Enttäuschung der Banalität, des im besten Fall gut gemachten, der harten Arbeit, in den meisten Fällen aber der unbegründeten Behauptung, der argumentativen Anmaßung oder der Inhaltslosigkeit. Trotzdem immer wieder neue Hoffnung: Da könnte etwas drin stehen, was Dir hilft. Die absolute Neugier, hervorgerufen durch einen tollen Titel, und das fast genauso große Bedauern, wenn man sieht, dass der tatsächliche Erkenntnisgewinnung gering ist und das Buch im wesentlichen nur zur Anreicherung des argumentativen Wortschatzes zu gebrauchen ist. Und zwar durch alle Jahrhunderte hindurch, ich spreche nicht von philosophischen Neuerscheinungen.

Auch interessant: Die vielen Personen, die auch dann, wenn sie in hohen und höchsten Positionen sitzen, wirken, als ob sie auf das System, das sie steuern sollen, eigentlich keinen Einfluss haben. Als ob sie eher Opfer als Täter wären. Als ob die Gesamtorganisation der beteiligten Interessen längst viel stärker wäre als jede einzelne Führungsposition. The hunter and the hunt.

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Immer Ärger mit Harry L

And for a while life was more or less one big party.

Das war ja dann wohl das Jahr des Gospel. Any other opinions? Unbefuckinlievable.

The soul’s certainty that the day will have to be not traversed, but sort of climbed, vertically, and then that going to sleep again at the end of it will be like falling, again, off something tall and sheer.

Antonio Molina nochmal nachschauen (Ultramelisma).

Everest: Wir sind gleich wieder runter. War eh nichts zu sehen.

Immer wieder geträumt von einem Kriminalroman von Jackson MacLow, angeblich (im Traum) bei DTV Klassik erschienen, liegt in irgendeiner Schütte, scheußliches Exemplar, Wasserschäden, eklige Widmung. Aus irgendeinem Grund schaue ich nach: Bei Eurobuch sonst nur für 2500 Euro zu haben. Im dritten Traum schaue ich rein, toll geschrieben, super klarer Stil, eher essayistisch, viele Anmerkungen, schöner Satz. Ich kaufe es dann doch, das liegengebliebene Exemplar.

Bach/Muschg: Ist doch wohl eher so, dass Bach ein besonders radikaler Fall von horror vacui ist, der wirklich alles zustellt, was irgendwie nach Leere klingen könnte – und genau daraus auch seine Qualität bezieht, positiv wie negativ.

Scheißzahlen: Unsinnige Suggestion, dass man etwas verstanden hat.

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Endklassik

Maya: Hoher Kopfschmuck versetzt Kopf innerhalb der Gesamtsilhouette weit nach unten. Man schaut erst einmal viel zu weit nach oben, und dann eher in die Mitte der Gestalt, um das Gesicht zu betrachten.

Ente: Seele der Verstorbenen, Bote der Wolken.
Jaguar als Teil der Unterwelt.
Der Herr des Kiefers.

Setzt sich jemand neben Dich, ist aber gar niemand da.

Ibn Ruschd/Averroes
Jamal al-Din al-Afghani
Mohammed Abed al-Jabri

Video: Viel Schwarzfilm, intensives Schwarz, kurze Bildblitze, alternativ Bildflackern. Kann man Schwarz auf dem Bildschirm bearbeiten, oder ist das gar nicht nötig? Bilder als Samples vom Keyboard, flackern als Pedalfunktion?

Immer wieder: Alle Sopranimpulse durch die Bassdrum doppeln. Extrem einfacher Trick, aber unfehlbar.

Burroughs-Lesung: Völlig überzogen, aber mit steinernem Gesicht vorgetragen. Als ob er mit dem Text identisch wäre. Gleichzeitig totale Identifikation und Null-Identifikation.

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Schwarzgebrannte Kacke

New buildings for Berlin: Nicht Fenster, sondern Innenräume.

samtiger Rauschklang: Radio Slave, Vision (Marcel Dettmann Remix)

Doof, aber dennoch angenehm irritierend: Vorhang-Schatten an die Wand malen, so dass sie unbewegt bleiben, wenn sich die Vorhänge bewegen. Überscharfe Schatten, als ob das Licht heller wäre, als es tatsächlich ist.

New Brutalism: Funktioniert eigentlich gar nicht, Nacktbeton als Designoberfläche in ansonsten komplett konventionellen Bauten ist eben einfach nur Design, sonst nichts, und definitiv kein Brutalismus. Kommt als Material ja auch überhaupt nicht zum Tragen, sondern nur als modische Oberfläche aus dem Architekturmagazin.

Populistische Brexit-Kunst: Ich meine, kann es einen guten und einen schlechten Populismus geben? Der gute ist die richtige Seite, der schlechte die falsche? Und die richtige ist immer da, wo Du gerade stehst, richtig? Oder ist das zu einfache Angebot, die zu einfache Antwort nicht immer böse, egal, auf welcher Seite sie steht? Ist der Populismus der einen Seite nicht mitverantwortlich für den Populismus der anderen Seite und dementsprechend mitschuldig?

Abgesehen davon, dass es nervt: Was kann man wirklich hören? Was passiert? Was für eine Position wird markiert? Wie hält es zusammen?

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Bäume in der Stadt

El Greco, San Pedro: Dramaturgie in der Fläche, die große Geste, Format groß/viel vs. klein/wenig und vice versa.

Logischerweise auch vom Motiv abhängig (San Ildefonso)

San Antonio de la Florida: Weiß, Engel, Gold, absolute Musik. Schwer zu erinnern, selbst als Eindruck, Stimmung.

Ganzes Stück nur über verschiedene Formen des Pressens schreiben (Sibirien/Gesang). Vielleicht tatsächlich so rangehen: Stimmtypen durch Gesangstechniken definieren. Total reduzieren.

Küche: Merkwürdige Form von Gedächtnis. Totale Einprägsamkeit in der Gegenwart, schnelles Verlöschen auch der gelungensten Teller im Gedächtnis. Hat möglicherweise auch mit mangelnden technischen Kenntnissen, also letztlich mangelnden Fähigkeiten der Analyse zu tun. Du verstehst letztlich nur den Effekt, das Resultat, aber nicht die Arbeit, und deshalb hast Du kein Handwerkszeug, mit dem Du Dir die Teller merken könntest.

Ich finde, dass hier ziemlich viele Leute rumlaufen, die morgen sagen und gestern meinen.

Schon hübsch so ein sonniger Frühmorgen, an dem sich die Stadt auf 30+ Grad vorbereitet. Letzte Frische, nicht mehr schläfrig, schon allein, weil es so verdammt hell ist, und komplett im Bewusstsein, dass dies ein wirklich anstrengender Tag werden wird. Friedlich, den angenehmsten Moment des Tages genießend. Extrem schönes Tiefgrün, so nur im Frühsommer zu haben. Sieht alles superschön aus. Erwartungsvoll, auch wenn eigentlich klar ist, was kommen wird.

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Berlin braucht mehr Prostituierte

It’s that ain’t I deep listening music that I really abhor.

De Chirico: Expressive Titel gegen antiexpressive Objekte. Rätselhaftigkeit der Kombination und der Montage. Sandgebäck. Bilderrahmen. Gerüst. Aber eben auch keine übertriebene Verrätselung, eher eine echte Liebe zur Bildkonstruktion, zur Oberfläche. Metaphysische Komposition, 1916. Ferrara. Super Idee, Dinge zusammenzustellen, die überhaupt nicht zusammengehören, aber nicht so, dass ihre Fremdheit betont wird, sondern als ob sie schon immer zusammengestanden hätten. Wodurch das Geheimnis viel größer wird. Absolute Selbstverständlichkeit. Bleibt die Frage, wo die vielen Winkel, Dreiecke und Latten eigentlich herkommen – sind das wirklich alles nur Rahmenhölzer? Hat das einfach nur so rumgestanden? Sind ja sowas wie der Kit der Bildkonstruktionen. Und wären die materielle Konstruktion des Bildträgers – nur, dass das nicht wirklich viel bringt, es tut nicht wirklich etwas zur Sache. Außer, dass der Kosmos des Malers dadurch in den Vordergrund gerückt wird und die Bildwelt letztlich zusätzlich hermetisiert wird. Alles Externe wie ein Bildzitat. Dazu passen dann auch die vielen Mannequins als Teil der internen Studiowelt. Echtes Gebäck auf Schautafeln montiert. Auch interessant: Auch die besten Bilder kann man sich nicht wirklich merken, könnte man niemals nacherzählen oder beschreiben. Vielleicht weil sie so wenig demonstrativ und didaktisch sind: Es gibt nichts, was man wirklich verstehen könnte, und daher auch keine Gedächtnishilfe. Extrem viele überragende Werke in Privatsammlungen.

Ganz scheußlich: Rezensionen, die mit einem einzelnen Adjektiv als Zusammenfassung enden. Z.B.: Beklemmend. Auch sehr hässlich: Schwarze Hemden, tiefrote Hemden, also die vermeintlich besonders geschmackvolle Entscheidung.

Christina Olson, 1947
Faraway, 1952
Young Bull, 1960
The Virgin + Study, 1969
My Young Friend, 1970
Barracoon, 1976
The Clearing, 1979

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Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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das geht auch wieder weg

Sensational: Räuspern A-ha. Schön. Sehr schön.

Wann, wenn nicht jetzt, Du Arschloch?

Register nicht nur verschieben, sondern auch stauchen/strecken?

Lustig, dass Tonhöhe und Register sowenig zusammenpassen: Ich will aber diese Tonhöhe in diesem Register haben! Äh, diese Tonhöhe gibt es gar nicht in diesem Register. Und was machen wir jetzt?

Lauter kleine Fliegen an der Decke – sieht hässlich aus!

Ich dachte, ich hätte etwas in der Hand. Wenigstens einen Korken. War aber nicht so. Ja, interessant, dass wir nichts spüren, wenn wir uns nicht bewegen, oder zumindest Druck ausüben, Energie, Kraft.

Wang Wei (701-761)
Wu Wei (1459-1508)
Xu Wei (1521-1593)
Zhu Da (1626-1705)

Silben – da wurde ich hellhörig. Aber wo?

Elemente: v
Richtung: ?
Aufteilung: ä

By the way: Richtung je Element (of course), Aufteilung je Element.

Das Tempo ist der Takt.

Was war das denn?
Sorry, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung.
Ganz schöne Baustelle.

Ganz interessant, dass man es halt wirklich nicht durchzwingen kann: Funktioniert nicht. Endet in Totalverblendung. Zu viele Fehlentscheidungen.

I don’t even know what it is.

seelische Hässlichkeit: Interessantes Stichwort

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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School of velocity

Unverschämt verschmiert.

Verwischen als Bewegung und Verwischen als Ungenauigkeit, Andeutung.

Craquelé wie Signatur im Hintergrund, extreme Ungenauigkeit im Vordergrund.

Zum Teil wirklich krass unscharf, fast ein bisschen vulgär-aggressiv: Portrait d’homme, Rom

Mazo im Prinzip perfekte technische Kopie seines Schwiegervaters. Man kann das also lernen – und verlernen, denn manches ist dann wieder grauenhaft misslungen.

Die eigene Krakelee kopieren – und kopieren lassen. Auch ein geiler Schachzug. Quasi Christopher Wool.

Das flüchtige, kaum hörbare, schnell vorübergehende, innerhalb eines im Grunde sehr handfesten, fast überdeutlichen Gerüstes: erstaunlich, dass das so wahnsinnig gut funktioniert.

Fühlen sie sich wohl?
Ja, es geht mir sehr gut.
Prima.

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flach flach flach flach flach

It’s so ugly!

Einfach irgendwas 
Keine unnötige Anstrengung
Keine Narration
Vor allem nicht zuviel Sinn
Das heißt aber auch
Keine Konstruktion
Kein Bemühen um Konsequenz
Konsequenz als Sinnhaftigkeit
Arbeiten mit dem was man hat 

Ist tatsächlich die Frage, ob man das nicht alles kappen sollte, ob es nicht besser wäre, ganz flach zu arbeiten, ohne Hintergrund, ohne Tiefenschärfe. Einfach nur benutzen, was gerade zur Hand ist, sich nur auf das beziehen, das für jeden präsent ist, absolut kein Geheimnis. Und wenn doch, ausschließlich technischer Art: Wie macht man das, wie geht das überhaupt?

Assez entspannt. Lustig.

Haus. Garten. Zaun. Ziemlich spießiges Grundmotiv. Da ist man als Stadtmensch doch froh, dass man das so gut wie nicht mitbekommt.

Serien von Fensterstreben: Geile Idee, sehr nüchtern, zumindest für unsere Augen. Im Prinzip viel interessanter als expressionistische Sonderformate.

Volumen, Proportion und Struktur: Letztlich krass hässlich und ein bisschen zu viel gewollt. Säulenhalle.

Nu de dos: Woher die ganzen Muskeln, Kraft, Volumen, Material?

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Filed under Kunst, Methode

Katze vs. Frau

Komplett unwirkliches Licht, als ob ständig drei Sonnen oder vier Filmstrahler leuchten würden.

Durchaus viel Sex, aber dann nicht zu genau hinschauen, etwas verschwimmen lassen, ein bisschen wie auf alten Fotos, die den Eindruck erwecken, als ob sie alles zeigen würden, obwohl sie es tatsächlich gar nicht tun.

In gewisser Weise unverschämt, schamlos, vielleicht sogar geschmacklos.

Und dann verschwindet alles in Farbe, wird in Farbe ertränkt.

Auf groteske Weise den männlichen Blick realisiert.

Ein bisschen auch so, als ob man die ganze Zeit schielen würde. Verzerrt.

Vieles, besonders das bürgerliche Leben wie eine absolute Persiflage, wahrscheinlich nicht bewusst, aber umso deutlicher.

Völlig bescheuerte, aber genau deswegen o.k. Witze, wie Hund an Tischkante.

Dicke Jäger, quasi Baselitz.

Das bürgerliche Leben: Totalkritik.

Voll bizarres Extremlicht auf den Tisch und die rot-rosa Ecke.

In gewisser Weise noch greller als z.B. Beckmann, weil es keinerlei Versuch zu verstehen oder zu erklären gibt.

Viele Katzen by the way, sehr viele Katzen.

Ehrlich gesagt, die Schrecklichkeit des ganz normalen, total friedlichen Lebens verdammt gut wiedergegeben.

Mini-van Gogh-influences.

La palme: Frau im Schatten.

Interieur blanc: Frau fast nicht zu sehen.

Lass alles rein. Mach die Augen auf. Arschloch.

Happiness/unhappiness: Boys, be careful!

Die Nacht ist genauso hell wie der Tag. Aufdringlich, zu nah, eigentlich unangenehm.

Könnte man ja auch bei all der Leuchtkraft für supertraurig und unheimlich halten.

Extrem merkwürdig normalisierte Detailsicht: Alles gleich wichtig.

Wenn du das Bürgertum kritisieren willst, musst du selbst bürgerlich sein, sonst nimmst du eine Position ein, die genauso klein und piefig ist wie das Bürgertum selbst. Vielleicht sogar noch piefiger, weil ohne Realität, ohne Leben.

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Filed under Kunst

Der Sepik

Hidden objects 

Wassertrommel: Stimme des Krokodils

Klangbrett 
Fischmaske

Amerikanerinnen: Glottis durchgehend nach unten gedrückt, einheitliches Knarzen, quasi Klangverstärkung, quasi Selbstpersiflage.

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Filed under Gesang, Kunst

Negativ/positiv.

Völlig bescheuerte Überblendungen zwischen Blatt und Schnitt, die dann doch ausgemalt werden. Quasi Primärmaterial betonen. Macht merkwürdigerweise Sinn: Funktioniert.

Ausschnitt angestückelt als Binnenzeichnung.

Im nachgeknüpften Teppich Papierschattierungen komplett beibehalten: Völlig irre und obsessiv. Heißt aber auch, dass alle Unvollkommenheiten komplett bewusst und Absicht sind. Sieht dann als Teppich ziemlich kaputt aus. Schnittunvolkommenheiten nur ansatzweise nachwebbar. Werden letztlich durch vorgegebene Körnigkeit des Materials aufgehoben.

Sehr krass: Ausschneidestoffe mit verschiedenfarbigen Garnen auf Robe nähen lassen. Letztlich totale, inhaltlich und formal nicht nachvollziehbare Differenzierung. In gewisser Weise Lob der Sinnfreiheit, Nichtlogik, Antikonsequenz.

Und dann wieder offensichtliche Stückelungen aus einem Stück nachschneiden lassen.

Darauf bestehen, die Farben zusammenzukleben, auch wenn man sie ganz einfach anmalen könnte (Hintergrund).

Glasfenster: Teils gerahmt, teils gemalt.

Eine Kachel hinter einer Kachel vor dem Rahmen.

Druck Fehlschlag, weil man nicht sehen kann, was vorne und was hinten liegt, und ob die Formen aus einem Stück oder zusammengesetzt sind.

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Filed under Form, Kunst, Montage

Striche als Gliederung im Ozean.

Cut out composition. Made entirely out of negative leftovers.

Dunkles Rot gegen leicht helleres Scharfrot: Direkteste mögliche Dissonanz als cutout.

Auch interessant: Das Anpassen, aber minimal Verpassen, sichtbare Anstückeln, vielleicht aus praktischer Notwendigkeit, vielleicht aber eben doch als direkte gestalterische Entscheidung.

Eindeutig eine Art digitaler Effekt: Entweder hier oder dort, aber kein Verwischen möglich.

Auch das Verschneiden als eine Art Perfektion, weil es die Schneidebewegung perfekt wiedergibt.

Ganz bizarr: Einen Hintergrund aus verschiedenen, einander beißenden Rostflecken zusammenzusetzen.

Große Formen aus kleinen Teilen zusammengesetzt, die in der Gesamtform verschwinden. Gleichzeitig Nähte, Unstimmigkeiten, Schnittkanten überall erkennbar. Fast, als ob die Einzelteile Pinselstriche wären. Oder, als ob die Einzelteile doch eine eigene, vielleicht skulpturale Bedeutung hätten.

Hintergrund aus verschiedenen Farben falsch zusammengeleimt.

In gewisser Weise auch die Frage: Warum so groß? Warum so riesig? Wofür die Skizzenstriche, die überall stehenbleiben?

Das Malen selbst dann quasi als Anstreichen.

Und dann das ganze Riesenbild noch aus mehreren Paneelen in unregelmäßiger Grössenfolge zusammensetzen.

Oder eine Figur aus komplett unterschiedlichen Farben zusammensetzen und ausgerechnet dort, wo sie sich mit einer anderen Figur überlappt, die gleiche Farbe nehmen.

Vogel, dessen Flügel sich in Rundung berühren. Als Form völlig sinnlos, aber dennoch nachvollziehbar.

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keine schlechte Idee

Auraverweigerung (Isa Genzken): Ist doch eine super Idee, was kann man denn da dagegen haben, wenn man es schon erkannt hat? Quälen.

Merkt das ernsthaft niemand, dass das alte Whitney eines der tollsten Museen der Welt war, gerade weil es von außen so abweisend und von innen ein bisschen wie ein luxuriöses Parkhaus gewirkt hat? Ein bisschen Arroganz, ein bisschen Bosheit muss einfach sein, sonst wird das ganze Theater zu einer unerträglichen Anbiederei.

Fugeneinsamkeit, langsames Kreisen, obsessive Themenfixierung, Kontrapunkt als Ablenkung, kalte, in sich ruhende Schönheit.

Bratschen-Solo: Gleichartige, quasi wiederholte Gesten, Gesamtbewegung immer von oben nach unten, erhöhter Bogendruck, viel zu laut für den vertikalen Zusammenhang.

Gurkenduft

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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Filed under Elektronik, Kolik, Krieg, Kunst, Liveelektronik, Malerei, Pop

Spiegel/Montage

Bronzino
Del Sarto
Pontormo
Fiorentino

Neben Dir sitzt eine ehemalige Mitarbeiterin von Dir.

J.C.F. Bach: Schleichendes Klarinettensolo, wie ausgewürgt, herausgebrochen, Anfang und Ende kaum hörbar – kann doch nicht so gemeint sein, oder? Oder lassen sich die authentischen Instrumente auf dieser Dynamikstufe gar nicht anders spielen? Wenn ja, extremes Ausdruckspotential: Zu spät da, zu früh weg. In too much too soon.

Virtuosität, reine Virtuosität, so etwas wie Spaß an der Bewegung, am Schwierigen, Schnellen, in seiner Schnelligkeit vielleicht nicht mehr nachvollziehbaren und deswegen umso wirkungsvolleren: Auch eine merkwürdige Erfindung. Schnelligkeit geht sozusagen in Geräusch über, etwas, das man in seinen Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen kann.

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Desideratum

Li Gang: Ultragrobe Leinwand, quasi pixeliert. Gute Idee: Pixel zurück in greifbares Material übersetzen.

Lautstärke als primärer, aber natürlich nicht einziger Ausdruck von Intensität: Fühlt sich tatsächlich so an wie.

Dunkle, scharf geschnittene, rechteckige Höhlen/Löcher, deren Grund wir nicht erkennen können.

cis fis h fis cis

Katastrophische Stimmung, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Fast nichts. Alles wird als ein Zeichen gelesen. Wikinger. Komisch.

Lully/Rock, Couperin/Pop oder so

ich möchte nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber

na ja, wie war’s denn so?
sag doch mal
sei doch nicht so

Dinge, die unangreifbar scheinen und den Qualitätsstandard für die nächsten

Under the skin, OST: Extra schlecht spielen, und zwar richtig schlecht, und das dann auskomponieren, wäre vielleicht auch mal eine super Idee.

I hate Meinungen: Immer krass selbstgefällig, egal wer, egal was, am schlimmsten, wenn sich jemand auch noch Mühe gegeben hat damit. Die Kolumne: Nervt total.

Senni: Bassdrum immer mit Oberstimme, kompletter, perfekter Schatten. In gewisser Weise fast nicht zu hören. Funktioniert super.

Was wollen wir da eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich hören? Wie groß darf die Abweichung zwischen Ziel und Resultat wirklich sein? Was würde passieren, wenn wir Ziel und Mittel radikal vereinfachen würden? Womit nicht gesagt wäre, dass wir herausbekommen würden, was wir hineingetan haben, aber es wäre zumindest leichter zu überprüfen. Ganz einfache Bilder. So muss es sein. Genau so muss es sein. Logischerweise keine Erfolgsgarantie.

Detail auf Detail.

Hellblau
Hellgrün
Grau
Gelb
Rot
Dunkelblau

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Fahler (optischer) Kubismus

Simultan sehen: Geht ja eigentlich nicht wirklich, selbst wenn die Figuren direkt nebeneinander stehen. Es gibt natürlich so eine Art over-all-image, einen Gesamteindruck.

Sieht eigentlich alles mehr wie Bretterhaufen, Lattengerüste, als wie echte Figuren in Bewegung aus. Komplexe Gefüge eher als einfache Bewegungen. Eher der Eindruck der Untersuchung der Bewegung als der Eindruck der Bewegung selbst.

Mechanik vs. Mystik: Organische Maschinen. Zart, verletzlich.

Manchmal wohlfühlen.

Super Idee: Was vor 7000 Jahren geschah, erzählen, nicht erforschen.

Stop motion: Rhythmus auskomponieren.

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Instruments of Doom

Es ist gar nicht wichtig, was, es muss nur irgendetwas passieren. Manchmal.

Spencer Finch: Korrekte, aber falsche bzw. unsinnige Abbildung. Funktioniert nicht ohne Information über Entstehungsprozess. Spannung wird dadurch generiert, dass der Betrachter gezwungen ist, Abbildung und Original zusammenzudenken, was eigentlich nicht möglich ist. Allerdings: Qualität entsteht auch dadurch, dass man SPÜRT, dass hinter dem, was wir sehen, etwas steht, was wir aus dem Gesehenen nicht ableiten können. Rätselhaftigkeit. Man würde etwas so nicht machen, wenn man nicht einen externen Grund dafür hätte. Deswegen ist das Gesehene dann auch als Gesehenes interessant.

ob jemand etwas verstanden hat,
vielleicht,
schon vergessen,
worum es sich handelte

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There are no mistakes.

Kraft der Gedanken: Letztlich versucht man es nie wirklich, was nur heißen kann, dass man daran glaubt, und dass man ihre zerstörerische Kraft fürchtet.

Wenn es angenehm wird, musst du weglaufen. Und wenn es angenehm wird, wegzulaufen, wenn es angenehm wird? Same-same, no difference. Nur scheinbar ein Problem.

Es ist egal, was du machst, du musst es nur auch wirklich tun. Und darauf beharren.

Stimmt
Stimmt nicht

Schwarzweiß, silkscreen on canvas: Angenehm bedrohlich umdeutbar, nicht so doof fröhlich und aufdringlich. Which doesn’t mean that it’s great.

I’m Here, but Nothing: Beharrlichkeit, Besessenheit, Spieltrieb.

Fermented Sound

Geschicklichkeit: Ganz interessante Erfahrung, wenn man gar nichts hinbekommt. Ungeduld, fast Wut.

Korea: Beatles-Versionen, meistens Frauenstimmen, immer as glatt as possible. Funktioniert erstaunlich gut. Aufzug als Musik der Zukunft. Übrigens nicht komplett emotionslos, eher sehr bewusst und vor allem professionell eingesetzt, um nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu erregen. It’s just there. Angenehm eben, melancholisch, aber in Maßen. Die tägliche Dosis.

I like Germany: Beer, Hamburger, Leopard. Nice Little Schoolboy.

Parts beautiful, whole ugly.

0902
1001
1023
0607
0815
1111

Rock: Echte Gefühle zumindest als Anspruch. Authentizität als Stilmittel? Unbewusst ohnehin fast immer der Fall.

And then – you suffer. Klima: Ist natürlich ein komplett anderes Leben, ob du im Sommer drei Monate in der Sauna sitzt und im Winter drei Monate im Kühlhaus, oder eben nicht. Kann gar nicht anders sein, als dass das den Charakter und die Leidensfähigkeit prägt. Man hat ja von klein auf geschwitzt und gefroren. Zähigkeit. Oder eben Antriebslosigkeit.

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Meister I von Lataha

Einförmiges Rezitativ auf schnelles Basstrommel-Klöppeln

Die Stadt.

Große, schwere Vögel.

Bogenvibrato

200 – 1
190 – 1
180 – 1
170 – 1/2
160 – 2
150 – 2
140 – 2
130 – 2
120 – 2/3
110 – 3
100 – 3
095 – 3/4
090 – 3/4
085 – 4
080 – 4/5
075 – 5
070 – 5/6
065 – 6
060 – 6

unter 2 macht keinen Sinn

tasto-ponticello langsamer als ponticello-tasto

immer nur eine Saite (IV)?

nur auf liegendem Ton wirklich hörbar

Bild festhalten: Liegeton

Barocke Variation: Nur einen Parameter auf einmal ändern

3 Positionen hinter Steg

Rutsch auf der Saite

Wir werden sterben.

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Tony Cragg, Caught dreaming, 2006, Jesmonite

Im Kopf Gegenstände/Auswahl/Optionen mit Tonhöhen nummerieren/markieren, geht automatisch, lässt sich eigentlich gar nicht vermeiden. Diatonische Melodien. Wäre interessant, mal ein Stück daraus zu machen: Wenig Tonhöhen, aber eben nicht betont wenige: Nicht eine, nicht zwei, aber sicher eben auch nicht zwölf. Quasi Kinderlied, Abzählreim, was es ja genau wäre. Sonic Youth-Technik: Kinderlied mit mikrotonalen Abweichungen.

Dunkle Ahnung: So müsste, so könnte es gehen. Was wäre, wenn man tatsächlich entscheiden würde: So muss es gehen. Quasi Entscheidungshoheit für korrekte Option beanspruchen: Ableiten, entscheiden, durchführen. DAS ist die richtige Entscheidung.

In gewisser Weise die absolute Verzweiflung/Konfrontation mit der absoluten Verzweiflung.

Improvisation: Rhythmus, Reihenfolge, Regel. Zufall. Visuelles Feld, optische Verteilung. Visueller Reiz, Entscheidungspunkt.

waking
sleeping
dreaming
nothing

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The idea is that it doesn’t matter.

Guston: Interessant, dass man denken kann, dass das grob gemalt ist. Wahrscheinlich auch eine Qualität dieser Malerei, dass die Feinheit versteckt ist und mit Deutlichkeit aufgewogen wird.

BECAUSE THAT’S WHAT I DO.

Das tolle beim Lesen ist natürlich, dass man die Informationen so wahnsinnig schnell abrufen kann. Wenn man will.

Kleidung/Körperbewusstsein: Eben wirklich etwas komplett anderes, ob du einen hohen oder tiefen Kragen trägst – z.B.

Enthusiasmus
Euphorie

Wird das Leben jetzt immer so spannend bleiben?
Was wird in den nächsten 45 Minuten passieren?
Ich freu’ mich schon so!

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Verzweiflung, offensichtlich.

Ein lauter Streicher-Klang, so kurz, dass man nicht sicher ist, ob er überhaupt da gewesen ist. Vielleicht einrahmen. Dynamik-Fehler/Abstimmungen.

Als ich noch. Uneigentlich. Nicht so persönlich-expressiv.

– Der Takt ist meine Liste!
– Oh nee, der wieder!
– Doch, das stimmt. Das ist die Wahrheit.

– Die gibt es, die –

If it’s not in the Schale, it doesn’t feel like Frühstück.

Nimmt seinen Abschied. Mit jedem Mal. Ein bisschen mehr. Am Ende ist man eigentlich schon gar nicht mehr da. Vielleicht.

It does make you think, doesn’t it? And I’m not talking about the last ten years.

Das Problem mit echten Tönen ist logischerweise, dass sie wirklich da sind. Lookalike. Soundalike. Not the point.

HiJ
JHi

HiC
CHi

Teppich: Übersetzung von Relief (Textil) in Plan (Foto). Eigenes Muster, weder Relief, noch Plan. Vielleicht Plan als Abbildung von Relief.

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postdigitale Wichtigtuer-Diskussion

So schwierig, sich ein genaues Bild, eine genaue Vorstellung zu machen! Klar, Du weißt, was Du willst, in diese Richtung soll es gehen, so soll es sich anfühlen, das soll vorkommen, das soll passieren, das nicht. Aber wenn es darum geht, konkret zu werden, zu planen, die Form zu bestimmen, zerfällt alles in Staub. Fast. Wie bekommst Du das, was es sein soll, mit dem, wie Du es machst, mit seiner konkreten Ausführung zusammen. Oft das eigentliche Problem, die eigentliche Schwierigkeit des Schreibens. Ist Malen auch Schreiben?

Symbolismus: Interessant die vielen Album-Cover, die ganz offensichtlich als graphisches Symbol funktionieren. Eine rätselhafte Anordnung, die erst einmal nur gut aussah, die aber nur deswegen so gut funktioniert, weil sie suggeriert, dass sie etwas bedeutet. Sozusagen ein Symbol für nichts. Sie stellt etwas dar, aber der Autor weiß genau so wenig wie der Betrachter, was. Er hat aber natürlich auch gesehen, dass da etwas ist, dass es an einem bestimmten Punkt, als er eine zusätzliche Linie nach oben gezogen hat, plötzlich geklickt hat, dass da etwas entstanden ist, was vorher nicht da war: Eine graphische Bedeutung.

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The order of the Holy Ghost.

El Greco
Velazquez
Goya
Manet

Königsfamilie, Goya: Letztlich alle möglichen Lebensgeschichten in einem Bild versammelt, der Maler wie ein böser Geist, seine Gemälde wie dunkle Vorahnungen dessen, was kommen wird. Einseitige Lichtregie, fast wie Partei ergreifend.

Goya, Pinturas Negras: Schwarze Messe. Ikonographie. Rätselhaftigkeit. Freimaurertum. Beckmann.

Ribera, Ecce Homo, Academia de San Fernando: Düsterster Heiland, ganz ins Schwarz versunken, von Schwärze aufgesogen.

Goya, La Tirana, Academia de San Fernando: Kleidung, Stoff immer wieder Gelegenheit für pure Malerei. Dunkles Feuerwerk.

Goya, Manuel Godoy, Príncipe de la Paz, Academia de San Fernando: Der selbstbewusste Strippenzieher in ein schwarzes Gemälde versetzt. Toller Hintergrund/irrwitziger Vordergrund. Format!

Goya, Retrato ecuestre de Fernando VII, Academia de San Fernando: Grüne Schleifen in Pferdemähne vs. sandfarbene Reithose. Ordenfeld. Schwarzgrauer Rock: Der junge König.

Hope is only marketing.

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Gesichtslosigkeit

El cardenal infante Fernando de Austria cazador, 1632-34, Museo del Prado

Francisco Lezcano, el Niño de Vallecas, 1635-45, Museo del Prado

Esopo, 1638, Museo del Prado

El bufón Don Diego de Acedo, el Primo, 1644, Museo del Prado

Mariana de Austria, 1652, Museo del Prado

La infanta Margarita, 1654, Kunsthistorisches Museum
Grau-rosa, komplett verwaschen, dazu eine Diagonale in Renoir-Türkis.

La infanta margarita, 1656, Kunsthistorisches Museum

El príncipe Felipe próspero, 1659, Kunsthistorisches Museum
Behängt mit Amuletten, unheimlicher Nebenraum rechts hinten, Hündchen genauso gebrechlich wie das Kind.

La infanta Margarita en traje azul, 1659, Kunsthistorisches Museum
Grau gegen blau, Bordürenbahnen mehr und mehr verwischt.

La infanta Margarita en traje rosa, 1663, Museo del Prado
Grau gegen rosa, weiße Krikelage wie Schriftzeichen auf Bordüren.

Las meninas, Mazo-Kopie, 1660, Kingstons Lacy, The Bankes Collection
Warum würde man das Original skizzenhaft und in klein kopieren wollen? Königspaar ausgelassen, Rücken-Bilder etwas deutlicher als im Original. Bewegungen so natürlich wie (nur) bei Velazquez.

Mythological painting: Orchestermusik/Orchestrierung
taste for paradox
formal and narrative experimentation

Deutsche Stimmen: Sprachklang/Sprachmelodie

Verwischen/Unschärfe: Vielleicht doch versetzen? Antikontur.

Zählen, um sich die Zeit zu vertreiben, zählen, um die Zeit zu markieren: Jetzt mache ich noch x mal dies, y mal das, und z mal jenes, und dann …

Don’t show off!

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Wo die Reise hingeht

Radio: Eine Ansage nach der anderen, keine Beiträge. Komplette Sendungen werden angesagt, dann die nächste Sendung. Angesagt. Keine Beiträge. Die Maschinerie dreht durch. Schließlich nicht enden wollende Pausenmusik, dann Knacksen und Stille. Nach einer Weile in eine laufende Sendung hineingeschnitten, allerdings keine der zuvor angesagten. Wäre ziemlich toll als experimenteller Radiobeitrag, war aber nur ein echter Fehler. Kommentarlos gesendet. Hat also vermutlich auf dem Sender niemand gemerkt.

Manie des Bewahrens, Aufschreibens: Das ist ja wohl das eigentliche Thema. Was würden wir machen, wenn wir das nicht machen würden? Wie sähe unser Leben dann aus? Tiefe Sinnkrise. Symptome: Nichts wegwerfen wollen. Alles wegwerfen wollen. Nachsinnen. Erinnern. Wie das war. Staunen. Wie das ist. Eigentlich ja dann: Befreit vom Nachdenken. Einfach da sein, und irgendwann wieder weg sein. Sieht allerdings nicht so aus, als ob das irgendetwas besser machen würde.

Vorne Licht, hinten Ensemble: Licht hält das Gesicht nach vorne, Beschallung kommt also notwendigerweise von hinten, es sei denn, man würde sich entscheiden, auf das Licht komplett zu verzichten. Man hört auch, wenn man nicht hinsieht. Quasi Asymmetrie: Normalerweise würde man sich immer umdrehen, wenn etwas von hinten kommt, hier muss man sich aber mit der Situation abfinden: Entweder Licht von vorne und Klang von hinten, oder kein Licht und Hinwendung zum Klang. Entscheidungszwang. Bilde mir ein, dass das was sagt.

Guston: Arbeit
To the Wonder: Arbeit
Bronsky Beat: Arbeit

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Falsche Fährte.

Grotte Chauvet

Schlag gegen Schlag: Komponierter Schlag gegen realen Schlag.
Takt gegen Takt: Dynamischer Takt gegen realen Takt.
Schnitt gegen Schlag: Den Takt/die Geste aus dem realen Schlag herausschneiden. Mit den Takten den Grundschlag sezieren.

Immer wieder die Befürchtung, er könne zu den Abschlussprüfungen nicht zugelassen werden, weil er dem Religionsunterricht zu oft ferngeblieben war. Er hatte ihn höchstens ein oder zwei Mal besucht und deshalb nicht die geringste Ahnung, welche Gegenstände dort behandelt worden waren. Was die Sache noch schlimmer machte: Er hatte keine einzige Klausur mitgeschrieben.

– So, where’s the fun part?
– The fun part? Oh, that was long ago! Right at the beginning, where you didn’t pay attention.

zu einfach
zu direkt
zu wenig Widerspruch

Irgendwo muss rein kommen, was nicht passt. Der Widerspruch. Otherwise, you’re fucked.

Ein sich bewegendes Bild abtasten, sich mit dem Bild gegen das Bild bewegen.

Legen.

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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Wrong

Bad Idea/False Thinking

Tonhöhen
Elemente
etc.
g
oder einfach so lassen?

WZ: Alles immer sofort erledigen.

Unterstreichen
Vereinfachen
Isolieren

Gewänder als Erzählmedium
Muster vs. Darstellung

Was macht eigentlich Uh Young Kim?

Orte: Organ of Corti/L.A.
Entscheidende Frage: Wie/wo wollen wir leben.

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Kerngehäuse

Torjubel und Tröte auf gleicher Tonhöhe: Quasi-O. Interessant. Hört der denn nicht mehr auf zu jubeln? Klingt wie durchgedreht.

There’s too much drone in the World. Oder etwa nicht? Ist doch merkwürdig, dass man sich drone after drone after drone anhören kann. Klingt erstmal alles gleich, und ist dann eben doch total verschieden. Und ziemlich schwer, den Finger drauf zu legen. Qualitätsbeurteilungstechnisch. Wirkt sehr geschmacksabhängig, fast wie Essen. Ich mag dies, ich mag das, das mag ich aber überhaupt nicht.

Kunst als Konsensprodukt. Merkelismus oder so. Dass auch/gerade Kunst, die kritisch sein will, erstmal schaut, was das Stammpublikum will oder wollen könnte, und dementsprechend liefert. Mag auch mit Fördermechanismen etc. zu tun haben, sitzt aber, glaube ich, tiefer. Sicherheitsgefühl, auch auf Seiten des Publikums, aber erst recht auf Seiten der Künstler. Wäre es nicht schön, man macht mal was, wo niemand kommt? Man produziert was, und niemand geht hin? Theater ohne Publikum? Wäre wahrscheinlich viel spannender. Etwas, das gut ist und abstößt. Nicht gemacht ist, um abzustoßen, sondern einfach von Natur aus abstößt. Sogenanntes Rätselraten.

Kritische Kunst zum nach Hause tragen. Das bedeutet dies, das bedeutet das, damit ist jenes gemeint. So wohltuend verständlich.

I just happened to be there.

angenehm trist
geil traurig

Trauer, traurig, Linie, getragen, anheben

ich dachte, ich hätte das schon …

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Seelenlandschaften

Was soll das eigentlich sein? Gibt es ja tatsächlich, dass Landschaften etwas auszudrücken scheinen, auch wenn das real eher Unsinn ist. Ganz interessant dann aber, wenn man sich eine Landschaft vorstellt oder von ihr träumt, wenn sie also nicht mehr real ist, sondern auf realen Vorbildern aufbaut. Was macht denn da die Seele mit der Landschaft? Werden da reale Empfindungen vor echten Landschaften rückimaginiert, werden da z.B. Bedrohungen, die einer echten Landschaft innewohnen könnten, rückgeschlossen, werden also z.B. Ängste durch Bedrohungen, die von einer imaginierten Landschaft ausgehen könnten, bebildert? Ist wahrscheinlich noch ein bisschen komplizierter, viele Erfahrungen, die in einem Bild zusammenfließen. Nochmal komplizierter übrigens, wenn eine reale Landschaft imaginiert wird: Die Empfindungen von damals oder die Empfindungen von heute oder – am wahrscheinlichsten – ein Gemisch, eine Verquickung. Ähnliches Problem: Bild einer realen Landschaft vs. Bild einer imaginierten Landschaft. Die Seele. Lustig. Könnte aber tatsächlich eine Funktion von Landschaftsmalerei sein: Die Seele erkunden.

Der stramme Marxist hat halt wenig Ahnung von den feineren Verflechtungen der Seele, wie alle, die grundsätzlich davon ausgehen, dass sie recht haben.

Landschaft natürlich auch Urbild von Material, Reservoir.

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Studie in Pathos

Form: Das Geordnete und das Ungeordnete

Das, was sich von selbst ergibt.

Anhaltende Aktivität

Ich will mehr davon und weniger davon.
Das will ich hier und das will ich dort.
Und das hier dazwischen.
Nein viel weniger davon, mehr davon.

Aktivitäten gegeneinander schneiden.

Und davon nur ganz wenig.
Nur ganz wenig hierein.

AO

Abstraktes Gemälde

Abstrakte Form

Konkreter Inhalt:

Aktivität

Die tun da was. Die machen da was. Und dort? Ja, da auch. Und dort? Nee, da nicht. Da passiert nichts. Da ist nichts los.

Z.b. Melodie als Aktivität. Muss ja jemand was machen. Bläst sich ja nicht von selbst.

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Zukunft und Vergessen

iTAL tEK, nebula dance: Keine besonders tolle Musik, aber interessant in ihrer zeittypischen Hektik, eigene Form von Schnelligkeit. Das Zuschnell in Form von wiederholungsartigen Strukturen organisieren, nicht Inhalte wiederholen, sondern Gesten wiederholen, Einsätze wiederholen, Abstände wie Schubladen strukturieren: Hier das hinein, dort dies, hier jenes.

Ausschnitte viel besser als das komplette Bild: Also das komplette Bild malen und dann einen Ausschnitt nehmen? Und alles andere weglassen. Eben nicht aufheben und vorzeigen und erklären. Niemand darf es wissen.

Wiederholung/Fläche/Masse: Synchronisation

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ZWEITER TEIL/XIII

Schnelligkeit: Nicht nur Schnelligkeit im schnellen Wechsel von verschiedenen Aktionen, sondern auch Schnelligkeit im Sinne von viel vom Gleichen. Dass eine bestimmte Art von Material in einen so engen Zeitrahmen gepresst wird, dass die vielleicht in einem normalen Zeitrahmen ohne Schwierigkeiten ausführbare Handlung gerade noch/gerade nicht mehr ausführbar wird, und sich dadurch nicht auskomponierbare, aber kalkulierbare Ungenaugkeiten einschleichen. Oder dass die resultierende Ergebnisabfolge sich so schnell bewegt, dass sie gerade noch/gerade nicht mehr nachvollzogen werden kann, und sich dadurch eine Ungenauigkeit in der Wahrnehmung ergibt, gleich ob die Ausführung genau oder ungenau ist. Im Wesentlichen: Schneller spielen, als man hören kann. Die Ohren überholen. So dass sich die Ohren im Überholtsein/Überholtwerden einrichten müssen.

Das wäre doch echt schön, oder etwa nicht?

Dazu gehört auch: Die zu schnelle Figur als EINEN Baustein zu betrachten, ein in sich geschlossenes Bruchstück, das nicht weiter aufgespalten werden kann. D.h. die Bewegung nicht als zusammengesetzt, sondern als einfach behandeln, auch wenn die Notation das Gegenteil suggeriert. (Smithson/Matta-Clark)

Irgendwann schreibt man’s dann halt auf.

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christliche Ikonographie

Unterschied zwischen Bewegung und Nicht-Bewegung

Lüge: Nur 0 und 1?

CW: Man könnte denken, dass man diese Bilder nur im Original wirklich sehen kann, eigentlich ist es aber so, dass man sie auch im Original nicht erkennen kann, der Punkt ist nur, dass man genau das nur erkennen kann, wenn man das Original sieht. Auf eine technisch gar nicht so geheimnisvolle Weise verliert das Bild seinen Ort.

in sich hineinhorchen: stimmt das so? kann man das so lassen? muss da noch etwas geändert werden? macht es Sinn, hier noch etwas zu ändern?

Entscheidungsfindung

Gefühlsfrage

die Theorie für den Moment

lebt noch

betrübt

Seele

well, it’s amazing tennis

it’s been amazing tennis

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From Strength To Strength

Stimmt eigentlich nicht.

nicht zurückschauen

every hand a different problem

kurze Euphorie-Phase, dann wieder Stillstands-Marter, beide gleich unsinnig

CW: Interessante Entscheidung, sein Leben der Produktion zu verschreiben. Fast wie Kollektionen, eine Bildgruppe nach der anderen Bildgruppe. Wirkt bei einem so konzentrierten Maler natürlich viel anstrengender als bei jemandem, der spielerischer mit seiner Arbeit umzugehen scheint, auch wenn die Anstrengung vielleicht die gleiche ist. Themen, die wieder aufgegriffen werden, wirken fast wie Versuche, sich selbst zu beweisen, dass man nicht mit jeder Werkgruppe alles neu machen muss.

Girl With Curious Hair: so brilliant you wanna cry.

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Bildgeschichte

A lot of doubts are coming my way.

Zeile als Takt als Kasten: Irgendwo hier muss das rein, irgendwo hier muss das vorkommen. Fast egal wo. Zeitspanne, innerhalb derer etwas passieren muss. Zeit zwischen Zeitspannen. Zeit innerhalb Zeitspannen.

Temperatur in der Küche möglicherweise ein ähnlicher Parameter wie Raum in der Musik: Ist immer da, ist auch jedem klar, wirkt aber schnell banal, wenn er bewusst ausgeschöpft wird. Heiß-kalt als gern genutzter, nicht sehr subtiler Effekt, Abstufungen dazwischen wirken schnell wie einfach nur lau, oder sogar unbeabsichtigt. Was natürlich auch daran liegt, dass lau schnell kalt wird und dann einfach kühl wirkt. Die Beherrschbarkeit des Effekts ist also nur bedingt gegeben. Auch im Kalten verschiedene Abstufungen nur bedingt einsetzbar: Wird ziemlich schnell zu kalt, um überhaupt essbar zu sein. Und die berühmte Stickstoff-Küche ist ja einfach nur schockgefroren und tendenziell sogar eher lau als kalt, weil natürlich nicht durchgefroren. Verschiedene Texturen im Kalten da wesentlich evidenter.

I understood nothing.
I didn’t realize that I understood nothing.

Love Exposure: Ziemlich weit ausgespielt, das Szenario, zwischen Klamauk und Tiefe. Interessante Strategie, den Film aus vielen einzelnen Geschichten, die in sich geschlossen sind, aber dennoch logisch aufeinanderfolgen und aufeinander aufbauen, also nicht einfach nur aneinandergereiht sind, zusammenzusetzen. Serienepik im Kinofilm. Deswegen natürlich auch so lang.

There is no time to waste (Kusama). Probably true.

Melismen, um den verdammten Sprachrhythmus zu zerstören.

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Konfrontation

Der sieht aber verschlagen aus: Was wäre, wenn uns bewiesen würde, dass er der ehrlichste Mensch der Welt ist – könnten wir das überhaupt glauben?

Elektronik: Silkscreen. Den Ort verschwinden lassen. Der Ort der Produktion ist nicht mehr erkennbar, eigentlich tatsächlich nicht mehr vorhanden. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Elektronik sein.

Zeitverschiebung: Einzige eindeutige Kennzeichnung von elektronischem Eingriff.

Demo: Klingt wie Hitler – merkt das eigentlich niemand? Stört das niemanden? Be a Nazi für die gute Sache!

Ganz interessant, dass man immer, ausnahmslos, von dem ausgeht, was man schon kennt, was man kann. Wovon sollte man auch sonst ausgehen? Alles, was neu ist, ist anstrengend.

Wenn der Computer droht, seinen Geist aufzugeben, merkst du, dass du keine echten Probleme haben musst, um echte Probleme zu haben.

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noch mehr

Männer haben wirklich eine bescheuerte Art, sich auszudrücken.

Anri Sala: Einsatz Material Aufwand. Man kann nicht alles gleichzeitig sehen, weil man nicht in beide Richtungen gleichzeitig schauen kann. Entscheidung. Mit anderen Worten: Man kann nicht vermeiden, dass man etwas verpasst. Platzierung der Leinwände. Statt der Frage, schaut man es sich ganz an, stellt sich die Frage, schaut man es sich zweimal an. Und dann eben auch wieder nicht: Plötzlich nur eine Leinwand. Aber es KÖNNTEN mehrere sein, weiß man. ANGST es könnte etwas passieren. Durch exzentrische Positionen Beobachterplazierung erzwingen. Bildschirm entspricht nicht Spielort. Unerklärt. Bisschen aufgemotzt natürlich.

Wolkenschichten übereinander: Diffus, klar umrissen, homogen, zerfasert, Streifen, Fächer, Decke, Tupfen, Kräusel, Wellen.

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Wasser fließt nach oben.

Helen Levitt: In the Street (1948)
Terry Adkins: Nutjuitok (Polar Star), After Matthew Jensen 1866 (2011)
Neil Beloufa: Untitled (2010)
Clemence Torres: Dans le vide, l’horizon disparait (2012)
Desire Machine Collective: Residue (2011)

The Future is your Enemy.

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Filed under Kunst

have fun, retard!

Kader Attia, La Piste d’Atterrissage (2003)

Projektorgeräusch
Arabpop
Gespräch
Transvestiten
Belly Dance
Trommeln

Camille Henrot: Cut/Delay (Coupé/Décalé)

Wäre ja vielleicht gar keine schlechte Idee, eine Aufführung und ihre Verstärkung minimal gegeneinander zu verschieben, vielleicht auch Abstände zu verändern, 1 Sekunde, 2 Sekunden, eine halbe Sekunde, etc.?

Auch wenn sich das Ensemble anzupassen versucht, bleibt der Abstand gleich – nur das (Gesamt-) Tempo verändert sich.

Eigentlich das perfekte Medium dafür. Könnte auch mit sich selbst multipliziert werden, so dass die Verschiedenheit größer wird, wenn der Abstand größer wird, und verschwindet, wenn die Schichten zusammenfallen: Replay mit dem aktuellen Geschehen multiplizieren. Problem: Könnte immer gut/immer schlecht klingen, also eigentlich bescheuert sein.

Was ist denn eigentlich das Problem? Das Problem ist, dass die Instrumentalmusik keine Elektronik und die Elektronik keine Instrumentalmusik braucht. Und man beides wahnsinnig leicht verwenden kann, um das andere aufzupeppen. Und wahrscheinlich bei einer intelligenten Lösung die Instrumentalmusik absolut minimal sein müsste. Und ob man das will, logischerweise.

Komisch, dass das Unentschiedene plötzlich so ein Gewicht bekommt.

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Filed under Elektronik, Kunst, Liveelektronik

Fliege in 3D

Direkter Effekt: Schielen

He Said She Said 2001

Last Year Helloween Fell On A Weekend 2004

320 x 243,8 cm

Abbildung neu zusammensetzen, falsch zusammensetzen, verschieben, digital/analog, und dann nur noch Abbildung, hässlich, digital aufgerauht, Geste, das Verschmieren digitalisieren, digitaler Staub, Cut, Knacksen, leichter Bruch, Ausschnitte wie Bilder, So You Do Not Like It, Farbe, Foto, verkleinern, zusammenrücken, neue Farbe, Spachtel, digitales und analoges Wischen, Streifen zusammensetzen, Überlagerungen, Markierungen, Gedächtnis, Erinnerung: War ein Bild.

Noch mal drüber
Und noch mal drüber
Und noch mal drüber

Polaroid-Erinnerungen
Arbeitsschritte

Falsch

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Filed under Form, Kunst

So many.

Less Talk
More Action

Charaktere, die in der Erinnerung zusammenfließen: Lateinlehrer/Französischschüler. War der nun so und der so oder andersherum oder waren sie vielleicht wirklich beide gleich/ähnlich?

Warnpiepsen Mikrophonpfeifen

Elektronik als Zitat: Wäre eine Möglichkeit, ein Instrument daraus zu machen.

It’s all much worse than you think.

PR: Ich verändere Material, indem ich es unverändert wiederhole. Die Aussage ist: Das Verhalten des Materials zur Häufigkeit seiner Wiederholung.

Bild mit Ton hier wesentlich prägnanter in der Wahrnehmbarkeit von Schnitt und Wiederholung – auch wenn sie gegeneinander verschoben sind.

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Filed under Elektronik, Erinnerung/Gedächtnis, Form, Kunst

Nutzlose Erkenntnis

Untrust/Gordon Matta-Clark: Rohheit der Natur, Struktur des Nützlichen, Geometrie des Eingriffs, Brutalität der realen Gefahr.

Vorbereitete Struktur nutzen, ohne sie ernstzunehmen. Z.b. Akkorde und Struktur frei gegeneinander verschieben. Sinn der Struktur komplett ignorieren. Instrumentation verwenden, obwohl sie vollständig sinnlos geworden ist. Sozusagen eine Ruine als Neubau.

Und dann, am Ende, sich die Ruine vielleicht doch aneignen, vielleicht doch in die Ruine einziehen.

Dream/Weeknd: Pathos als Gewicht/Ballast. Es genügt nicht nur nicht, recht zu haben, es hilft auch überhaupt nicht. Was dann letztlich auch bedeutet, dass man nicht recht hat.

Untrust: Homogene, aber strukturierte Massen.

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Filed under Kunst, Pop, Stücke, Untrust

Baustelle

I want my Robert Smithson piece back!
Can I please have my Robert Smithson piece back!
Please give me my Robert Smithson piece back!

Klavierstück über minimale Arpeggi schreiben
vorher/nachher als Thema – Zeit
dicke Schichten von Verzierungen
rhythmisierte Triller

If you have problems with a song, take out what you like most. (PJ Harvey)

Agamben, Textausdeutung: Problem, wenn man jeden Text auf seine Etymologie hin abklopft, ist ja eigentlich, dass man die Texte überhaupt nicht mehr wörtlich nimmt, sondern nur noch in ihrer Tiefenstruktur nach Bedeutung sucht. Ganz offensichtlich damit Text tatsächlich vom Autor und seiner Intention abgelöst. Das Unangenehme, Falsche dabei ist, dass der so untersuchte Text eigentlich immer recht hat, immer Recht haben muss, er wird quasi wie eine Heilige Schrift behandelt. Exegese: Es wird im voraus davon ausgegangen, dass der Text recht hat, und nur noch nach seiner korrekten Ausdeutung gesucht. Textauswahl und Textreihenfolge bleiben unbegründet. Insofern scheint die Untersuchung für sich selbst auch den Status der Unanfechtbarkeit zu reklamieren. Die Exegese der Heiligen Schrift ist ebenfalls heilig. Das Lustige dabei ist, je mehr der Text auf diese Weise ernstgenommen wird, desto mehr verliert er für sich an Bedeutung, da fast alles in ihn hineingetragen werden kann, je nach Intention des Ausdeuters. Was noch nicht einmal mit Böswilligkeit zu tun haben muss, sondern einfach mit der Methode notwendig verbunden ist. Man sieht nur das, was man sehen will, wenn man die Oberfläche verlässt. Oder sogar: Was immer man sehen will.

I would like to …

please no genre

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Filed under Klavier, Kunst, Philosophie, Pop, Stücke, Text

direktes Resultat

gelbbraunes Sofa, grober, leinenartiger Stoff, flache, rechteckige Kissen, Stil 1950er oder 1960er Jahre

Moodymann: Auch Schwäche zulassen. Du kannst nicht in jedem Takt genial sein wollen. Du kannst nicht in jedem Takt alles geben. Oder: Wenn du es versuchst, bist du es nicht. Wenn du es versuchst, machst du alles kaputt. Gelingt es dir gerade nicht. You know what I mean. Schwächen stehen lassen. Die dann oft zu den besten Stellen werden, gerade weil sie die Oberfläche des Stückes aufbrechen.

unbeherrscht/unbeherrschbar

Das hat wahrscheinlich tatsächlich etwas mit dem Leben zu tun. So sehr du dich auch bemühst, ein perfektes Stück zu schreiben, kannst du nie alle Entscheidungen zum gleichen Zeitpunkt treffen. Und wenn du sie nacheinander triffst, wirst du eine gewisse Inkonstistenz auch bei größtem Bemühen nicht vermeiden können. Du veränderst dich einfach, während du Entscheidungen triffst, und durch jede einzelne Entscheidung.

Kann sein, dass in der Malerei, wo man immer das Ganze vor Augen hat und am Ganzen arbeitet, oder in der Literatur, wo die Sprache in gewisser Weise einen festen Rahmen vorgibt, sich diese Probleme so nicht stellen. Selbst in der tonalen Musik mit ihren tonalen Formen dürfte der Halt so groß sein, dass jede Abweichung dankbar akzeptiert wird. Aber in der atonalen Musik scheint das Problem unvermeidbar zu sein – und gleichzeitig eine perfekte Metapher für ein abstraktes Leben abzugeben. Den Serialismus und seine Nachfolgestrategien könnte man als eine gigantische Maschine ansehen, mittels derer das Problem negiert werden soll. Denn lösen kann man es natürlich nicht einfach dadurch, dass man die Entscheidungsprozesse formalisiert und dadurch ihre zeitliche Ausdehnung verleugnet. Man könnte denken, dass dadurch ein wesentliches Problem der Neuen Musik, aber auch ein Punkt, an dem sie lebensrelevant werden könnte, weil sie zumindest auf einer technisch-kompositorischen Ebene lebensrelevante Fragen behandelt, bewusst verschwiegen oder einfach ignoriert wird.

Das Leben zeichnet sich in jeder Zeile ab: Was war möglich/was war nicht möglich.

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Ja, jetzt fängt es an zu nerven.

Komisch, dass das Ausführen von Dingen so langweilig ist. Nicht nur für den Autoren, sondern auch für den Leser. Als ob es interessanter wäre, nur anzudeuten. Als ob das Ausführen eine pedantische Angelegenheit wäre, da es eh schon klar ist, was man sagen will. Als ob man eine Sache verschließen würde, die besser offen bleiben würde. Gleichzeitig ist es natürlich auch sehr bequem, offen zu halten, nur anzudeuten, nicht zu erklären: Es klingt besser, cooler, es ist letztlich nicht widerlegbar, und man sieht selbst nicht die Schwächen der Idee. Die Ausführung ist ja oft schon die Widerlegung. Wenn man nicht lügt.

Gleichzeitig: In der Kunst ist das nicht ganz so, da ist die Ausführung viel wichtiger, die Idee weniger wichtig. Es kommt mehr darauf an, wie es gemalt ist, nicht was. Da kann die Ausführung für den Maler extrem langweilig sein, für den Betrachter jedoch spannend. Am liebsten hätte man natürlich beides zusammen.

Frage: Warum ist das so langweilig? Alles soll immer interessant sein. Nie mehr Quälen. Aber vielleicht geht es ja tatsächlich gerade um die Langeweile, um die Quälerei. DFW.

Und die Kurznotiz kann eben genau so nerven wie die ausführliche Beschreibung. Man muss nur genug/zu viel davon hineinstellen.

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The hyena and other men

Claude: Landschaft zusammensetzen, komponieren, Vorder/Mittel/Hintergrund, den Blick führen, dadurch eine deutlichere zeitliche Ebene als in vielen gegenständlicheren Darstellungen.

Landschaftsrhythmus gegen Bildrhythmus. Das Auge folgt der Landschaft, tastet die Landschaft ab, und wird gleichzeitig durch die Bildkomposition geführt.

Die Hellen und dunklen Zonen klarer zuordnen.

Ferne/Nähe, Hell/Dunkel, Landschaft/Motiv

Dichte der Bewegung: Notwendigkeit der Entzifferung, um das Auge zu führen.

Tiefe Durchblicke: Collage

Montage, damit letztlich auch Schnelligkeit/Bewegung des Auges.

Details, um das Auge zu zwingen, Details, um Aufmerksamkeit zu erzwingen: Das Bild lesen.

Die Nuance vs. die Karikatur.

Rhythmus: Wasser/Land, hell/dunkel, offen/geschlossen.

Montage vs. Überblendung

Monticelli
Cézanne
Van Gogh

Daniel Richter Labermaschine.

Singen statt sprechen.
Vokalise statt Text.

Formatdenken: Wenn von vornherein klar ist, dass es ein Gedicht werden soll, ist es eigentlich schon vorbei.

Die lassen sich’s gut gehen hier.
Wie man’s nimmt.

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Composer et écouter

Cage: Zeit-Aspekt als Seriositäts-Moment.

Reisen: Totale Panik, kaum hast du den Fuß über die Schwelle gesetzt völlig entspannt. Ziemlich neurotisch, würde ich mal sagen.

Du stirbst, und kein einziges Problem ist gelöst. Alles geht weiter. Aber du wirst nie erfahren, wie es weitergegangen ist, logischerweise.

Entzifferung: Spiegel = Ring
Alte Frauen im Hintergrund

Dream of Weltkarte

Die Hunde werden größer.

Text als Binnenstruktur/Gliederung/Spielanweisung

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Alles/Was man denkt

Danilo Duenas

Textmenge (Silben, Wörter), Dauer (Sekunden) und Tempo (Schläge/Minute) als voneinander unabhängige Parameter behandeln, möglicherweise auch abgekoppelt vom Text. Müssen nur noch die Figuren aufgeschnitten werden. Frage wäre, wie die Parameter dem Text zugeordnet werden, welche Eigenschaften bleiben als Rahmen erhalten und werden übernommen, welche nicht. Verteilungen des Textes auf die Münder.

Mayhem

Was ist denn das geiler für ‘n Spruch?

Auch nicht schön, wenn Sachen, die man geliebt und bewundert hat, plötzlich alt und öde wirken. Was war denn, was hat man denn daran toll gefunden?

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Die Ordnung der Ordnung

I admit.
I confess.
I agree.

Selbstbewusstsein ist toll, macht aber leider dumm.

fühlt sich nicht gut an
hm –
na und jetzt?

Ich nicht XIV: Nicht ich

Imi Knoebel

Achtzehn Farben

9 von 24 Farben: Für Blinky

Man kann nicht alles auf einmal falsch machen. – Sicher? Wirklich nicht?

Da komme ich jetzt nicht mehr raus, aus der Kiste: Heldenhafte Entscheidungen.

vielleicht kam er einfach nicht mehr von der Säule runter

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Das Opfer.

and then

I killed myself

and then

well, I forgot

Saubermann

Krämerseele

all over: Gleichmäßige Verteilung, Saturierung, Anti-Dramaturgie

American art in the 20th century: The tradition is much less interesting than the anxiety.

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Wir sind tot! Ich sterbe!

Synchronisation Text/Musik
Sprechstimme/Singstimme komplett synchronisieren: Stockhausen/Stammheimer

Das, was nicht mehr kontrollierbar ist, ist dann das Stück.

Bisschen erschreckend, was so alles durch einen Kopf hindurchzieht pro Tag. Schon die Spuren sehen hinterher nach unglaublich viel aus, sind aber gar nichts im Vergleich zu der Datenmasse, die tatsächlich bewältigt wird.

Durchlässigkeit

Aus den Wolken fallen Gegenstände auf die Erde.

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Tektonik

Wenn dir etwas gefährlich wird/werden kann, ist es dann automatisch dein Feind?

Totale Störgeräusche, dumpfes Rumpeln, ziemlich interessant, besonders wenn es echt sein KÖNNTE.

abc:
Julije Knifer
Scott Lyall
Elodie Seguin
Haegue Yang

Dichte prioritär — äh, was ???

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I don‘t wanna be, I don‘t wanna be

Was ich eigentlich so toll finde an der Idee von Krieg als Oper? Warum ich darauf so extrem fixiert bin? Und was allein schon daran ein Problem sein könnte? Im Grunde habe ich eine Art überhöhtes Sprechtheater im Kopf, in meiner Vorstellung müsste der Text sozusagen musikalisch verstärkt werden, um seine Wirkung auf der Bühne entfalten zu können, wenn ich den Text lese, habe ich automatisch eine musikalische Wirkung im Kopf, die sich im reinen Sprechtheater nicht entfaltet, weil das Schauspiel den Text zu sehr konkretisiert. Könnte man natürlich auch sagen, ist doch gerade toll, dass der Text sich quasi gegen das Sprechen durchsetzen muss, ist es ja auch, ist aber nicht automatisch die beste Möglichkeit, den Text umzusetzen.

Ich stelle mir eigentlich vor, dass der Text durch seine musikalische Behandlung freier werden müsste, ungebundener, und letztlich auch direkter, eigentlich so, wie er auf dem Papier steht, direkt in den Kopf geht. Das würde aber wahrscheinlich heißen, dass ich extrem nah am Text bleiben und ihn sozusagen 1:1 in Musik umsetzen müsste, genau wie ich das bisher auch versucht habe. Dass das gar nicht funktioniert hat, ist inzwischen klar, und man muss sich hier auch fragen, ob eine direkte Umsetzung des Textes in Musik erstens überhaupt denkbar ist und und zweitens wirklich wünschenswert sein kann. Ist ja ziemlich offensichtlich, dass dies ein einfaches am Text entlang schreiben bedeuten würde, so ziemlich das ödeste, was man sich vorstellen kann.

Letztlich auch interessant, dass dieses den Text als Text präsentieren in der Musik schnell hölzern und umständlich wird, eigentlich ein mühseliges Abarbeiten, das dann auch genau so klingt. Und dagegen das Eingreifen in den Text, Verkürzen, Verlängern, Zerstückeln, Zerdehnen etc. Grundsätzlich dramaturgisch unterscheidbar in Eingriffe, bei denen der Text als Text verständlich bleibt, Eingriffe, bei denen der Text als Sprachmaterial erkennbar bleibt, und Eingriffe, bei denen der Text auch als Sprachmaterial verschwindet. Könnte man nach Figuren oder nach Szenen (oder beides) organisieren. Entscheidend wäre dabei, ob es gelingt, das Gefühl von Schnelligkeit und Unmittelbarkeit, um das es eigentlich geht, zu bewahren.

Damit wäre dann stilistische Einheitlichkeit ziemlich weitgehend aufgegeben – was wahrscheinlich gut ist.

Im Übrigen ganz interessant, dass auch im radikalen Sprechtheater der Text als solcher eigentlich nie angetastet wird, sicherlich auch deswegen, weil die technischen Mittel dazu fehlen. Natürlich wird er mal unverständlich, weil sich selbst überlagert, oder gestottert, geschrien, gespuckt, etc., aber im Grunde sind das immer nur Kindergeburtstags-Witze, voll o.k., aber viel zu einfach, viel zu durchschaubar, viel zu leicht abrufbar, um als Technik wirklich interessant zu sein. Es geht da dann tatsächlich entweder um den unmittelbaren Ausdruck der Körper auf der Bühne, oder um ein Spiel mit dem Einfachen, Blöden, Lächerlichen, Misslungenen als Zerstörung des Textes.

Ruhig auch mal richtig doofe Witze machen, z.B. alle Konsonanten weglassen = zahnlos oder so.

Vertikale: Szenen
Horizontale: Personen

Säulen in der Zeit

Mein Glück

Isa Genzken: Wirkung nicht herstellen, sondern einsetzen.

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Be fearless. Be yourself.

Wie ist das eigentlich: Ein nervendes Bild ist toll, ein nervender Klang nervt – ist doch so, oder? Und warum?

Peter Eicher

Türme Rätsel auf Rätsel.

on growth and formth – – – ooops?!

(Posenenske)

Baby für Streichorchester bearbeiten

Illangelo

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Chitarman II.

Ganz enges Raster ziehen, ultraschnell (tocatissimo) oder ultralangsam (Regentropfen).

Wiederholungen, Schnitte, Störungen einbauen, auf einzelne Impulse, aber auch auf Impulsgruppen bezogen.

Stimmen herausnehmen, Teile herausnehmen, Akkorde auseinanderziehen.

Cheap

Artikulationen mischen: Innerhalb eines Akkordes, zwischen den Stimmen, zwischen den Instrumentengruppen. Aber natürlich auch von Impuls zu Impuls.

Zahl der Stimmen, Zahl der Instrumente.

Mendelssohn oder so.

Toccata und Anti-Toccata

Rhythmus mit/gegen Abnahmepunkt

Der Hada Meister, Bundi
Drei Kota-Meister
Nainsukh

Mattes Theaterschwarz
Schalldämpfender Bodenbelag

Kosuth: Schnelligkeit von Kunst zerstört, Langsamkeit erzwungen durch Text. Text als Bild. Text als Text. Bild als Text.

Text, den man nicht sinnvoll überfliegen kann: LANGSAM lesen.

The beauty of it.

Cheap as hell.

Quite beautiful.

Totale Verlangsamung.

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Over

Zufällig Punkte abgreifen vs. Umkehrpunkte verwenden.

Umkehrpunkte im ursprünglichen Rhythmus vs. neuen Rhythmus auf Umkehrpunkte legen.

Artikulation: staccato – portato/tenuto – legato.

Neu vs. noch einmal anschauen.

Ich: Akkordeon, Streichquartett, Schlagzeug, 3er-Takte, 5er-Takte, Klöppeln, Toccata.

just an idea, sorry

Interessant, wenn Spannung langweilig wird, möglicherweise, weil immer wieder die gleichen Knöpfe gedrückt werden, vielleicht auch, weil die Art der Story, wenn auch nicht ihre Detailentscheidungen, zu voraussehbar ist. Eben auf der Sinnesebene wie auf der Entscheidungsebene immer wieder die gleichen Reize.

A glorified parlando, which was, after all, not what I was hoping for.

Two laws of presentation
From
Aspects of temporality
Antony McCall 1975

Aber
Echt
Echt
Also
Das Wäre sehr

So verzweifelt bin ich nun auch wieder nicht.

Gemeinschaftssinn, Vision einer besseren Zukunft: Leider ohne mich, sorry. How come I don’t believe in it?

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Sympathie

Otto von Passau, Die 24 Alten, Basler Buchmaler: Geometrische Felsblöcke (1457).

Sätze, die jeder sagen könnte, die von jedem stammen könnten, die Allgemeingut sind, aber deswegen nicht klüger, sondern dümmer, quasi aussagelos. Man hört gar nicht hin, es ist sozusagen gar nichts gesagt worden. Ausdruck totaler Unselbständigkeit.

Mondrian: Absoluter Rhythmus/Gewichtung, letztlich auch Perspektive (Linien, nicht Flächen). Bild Nr. 1: Abschattierungen, Überschneidungen, zusammengefasste Flächen.

Let Hässlichkeit reign.

Bezahlen: Wäre lustig wenn man das einfach nicht könnte, und zwar nicht, weil man kein Geld hat, sondern weil man das Prinzip nicht versteht. Man könnte ja auch sagen, dass es reines Mitläufertum ist, sich auf das Prinzip Geld einzulassen.

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St. Gallen

Palermo 1964/65: Interessant bei Objekten die Fläche so sehr zu betonen (und die Seiten einfach unbemalt zu lassen). Gleichzeitig das Holz mit Leinwand zu überziehen, um das Bildhafte noch zu verstärken. Farbauftrag/Farbauswahl/Eindruck hat zum Teil fast etwas von Alten Meistern – was eigentlich undenkbar weil verpönt und hier auch nur deswegen so überzeugend ist, weil es offensichtlich nicht Ziel der Arbeit war.

Palermo 1970: Interessant, das Holz in Leinwand zu verpacken (auch hier nur Bildfläche bemalt), aber auch nicht, und das dann gegeneinander zu setzen. Hier auch: Stückelung des Balkens.

Extrem persönlich ohne es darauf anzulegen. Lustigerweise spielen dann auch Hilfslinien eine Rolle, ob so gemeint oder nicht. Selbst Klebstreifen, und das wahrscheinlich absichtlich, da das gesamte Blatt signiert ist.

Das Trübe, Dunkle, Verwischte gegen das Klare, Helle, Strahlende. Farbschattierungen Alte Meister. Malen und aufkleben vs. aufkleben und malen.

Durchnummerieren: Folge – Geschichte – Dramaturgie

Palermo 1977: Lustig, wie das Weiß von der Wandfarbe fast nicht mehr zu unterscheiden ist. Keine Angst. Das Gerade und das Krumme.

Flipper: Super Idee, die Linien einfach wegzulassen, ein bisschen wie Spielhöllenblinken.

Siegel mit Rahmen.

Pinselspuren, trocken, feucht, einzelne Haare: Alte Meister. Taktilität. Gerade in Druckgraphik. Öl und Haare. Tizian. Scharlachrot.

Abreißblöcke. 1963/1976. Den Fehler nutzen. Schattierungen Tablettenbild. Gesättigte Linie. Bilderfolge Bandes Dessinées.

Dem Hintergrund beschmieren, um das Beschmieren zu isolieren.

Diptychon als Wechsel/Kippbild.

Und dann
Und dann
Und dann
Plötzlich

Umschlag vom einen Bild zum anderen Bild. Das Spontane vervielfältigen. Komplexität Wasserfarbe. Beherrschte, kontrollierte Spontaneität, GESEHEN.

Offensichtliche Komplexität übersehen, nicht beachtet. Hässlichkeit, Fehler, Anschluss.

Solange du da bist. Wenn du gehst, endet der Text.

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Vermittlungswut

Der Freundlichkeits- und Nettheits-Druck ist extrem gestiegen, im Grunde wird erwartet, das sich jeder mustergültig benimmt und nur insoweit auffällt, als es vermittelbar ist, also verkauft werden kann. Ist ja relativ offensichtlich, dass Facebook etc. bei aller Betonung des Einzelnen ziemlich genau in die gleiche Bresche, nämlich Normalisierung, Konformität schlägt. Man fragt sich ein bisschen, wer nun eigentlich der Freak ist, diejenigen, die rausfallen, oder vielleicht doch Milliarden durchgedrehter Konformisten? Ganz klar, dass der Vermittlungszwang in den Künsten einen ganz ähnlichen Weg einschlägt: Die Vermittlung ist wichtiger geworden als der Gegenstand, der auf die Vermittlung hin konzipiert werden muss. Olafur Eliasson als Extrembeispiel, quasi Vermittlungsfabrik, Firma für Vermittlungskonzepte. Finde ich übrigens alles nicht schlimm, nur falsch – Irrtum – und wahrscheinlich angstgesteuert. Wäre doch auch toll, wenn niemand kommen würde. Aber das scheint im Moment nicht zu gehen.

Wenn wir mit dem Vermitteln durch sind, werden wir alle weinen und bereuen – was wollten wir eigentlich noch mal vermitteln? Unsinn.

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Filed under Kunst, Neue Musik

Laokoon

SR: Opfer der eigenen Vermittlungswut. Irgendwann gibst du nur noch Sachen von dir, die irgendwie vermittelbar sind. Letztlich zensiertes Denken, Selbstzensur.

Text
Tempo
Dichte

Immer auf Text bezogen.

Ästhetische Konstruktion: Die Funktionsweise ist sichergestellt, es geht im Wesentlichen darum, sie darzustellen.

Ich hatte ein Orchesterprobespiel absolviert, ich glaube auf der Piccoloflöte. Alles lief gut, die Stimmung war gut, alle schienen zufrieden zu sein. Eine Freundin von mir, die Mitglied des Orchesters war, hatte Geburtstag und gab nach dem Probespiel eine kleine Party in einem Biergarten mit Zelt. Alle amüsierten sich und waren fröhlich. Nach einer Weile fragte mich ein Orchestermitglied, wie denn das Probespiel eigentlich ausgegangen sei. Ich antwortete, ich wisse es nicht, ich hätte noch keine Informationen, woraufhin mir jemand anderes, möglicherweise ein Mitglied des Orchestervorstands, sagte, sie hätten mir das Ergebnis in die Brusttasche gesteckt. Und tatsächlich, in der Brusttasche meines Jackets steckte ein Umschlag mit der Mitteilung, dass ich das Probespiel nicht bestanden hätte. Um meine Enttäuschung zu verbergen, ging ich auf Toilette. Als ich zurückkam, hatte meine Freundin die Party aufgelöst und stand wütend zwischen den gedeckten Tischen im Bierzelt.

Roman Opalka: Zahlen = Serien

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hässlich, Hässlichkeit

absolute Bequemlichkeit als künstlerische Tugend

Licht a capella: Jetzt kann es nur noch um Inszenierung gehen.

akkumulieren

etwas vollständig, aber auch im Detail sehen, anhalten, aber auch laufen lassen, auseinander nehmen, aber auch zusammensetzen

horizontaler Schnitt: logischerweise nicht immer die gleichen Kombinationen

aufbohren – in die Struktur eindringen

like you wanna cry: Kulturlandschaften, Konrad Witz

Fesseln

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Intelligence in Action.

Licht a capella A: Straight, nur Tempi und Pausen ändern
Licht a capella B: Varianten, Wiederholungen, Erweiterungen, kompakten Satz aufbrechen

Twombly: geronnene Farbe als Hinweis auf die Platzierung des Bildes.

Ricky Mccormick: Unverständliche Buchstabenfolge lässt Einzeichnungen wie abstrakte Linien erscheinen, gerade dann, wenn man die Zeichen selbst eigentlich kennt. Man weiß, dass wahrscheinlich irgendetwas gemeint ist, aber man versteht es nicht, auch nicht als Eindruck, es sieht nicht so aus, als ob es so wäre, es sieht aus, wie eine abstrakte Zeichnung. Gedankenbewegung.

als ob jemand anderes singen würde (TVOTR)

Form: Zeilen/Abschnitte

alles als Skizze betrachten

20 kinds of lies (damages)

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Mondrian

Schnelligkeit durch Isolation: Viele vereinzelte, isolierte Striche.

Dichter Wechsel von Maßstäben im Grid: Gefühl von Geschwindigkeit.

Im Prinzip wirklich so etwas wie musikalischer Rhythmus, mit dem das Auge über die Bildfläche streift.

Satz 1: leisest möglich, Satz 2: lautest möglich, abhängig von Klangtyp und Aktion.

Interesse für Ozean logischerweise kein Zufall: Schnelligkeit und Komplexität.

Baum
Ozean
Kirche

all same

Von der Zeichnung zur Farbe, und dann beides zusammen.

Dicke der Linie, Farbe der Linie.

Reines Gitter: Schnelligkeit der Kombination.

2 bit painting, aber halt viel besser.

Weiß als Leere, Nicht-Material.

Grau.

Was ist dann schwarz als Fläche? Ein Loch in der Leere?

Schattierungen von Leere.

Extreme Asymmetrie, bis ins Detail getrieben. Fast nur als bedeutungsgetrieben vorstellbar.

Beschneiden aller Farbflächen als Betonung des Ausschnitthaften aus dem großen Ganzen. Vielleicht auch das Abbrechen einzelner Linien so gemeint.

Weißer, ausladender Rahmen als Überleitung in den realen Raum?

Winziger Ausschnitt aus: Alles. Zufällig auch Farbe dabei.

Schwarz auf schwarz.

Double Lines: Bring the beat back one more time. Hier dann Farbe auch als eingeschlossene, abgeschlossene Fläche. Genug Dynamik in den Linien. Weiß wird zur Fläche mit eigenständiger Bedeutung. Extremform von Rhythmus. Plötzlich schaut man durch das Gitter hindurch und das Weiß beginnt zu strahlen.

Farbe als Streifen. Quadrat als Farbe.

Eugène Leroy

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The Art of destruction.

Tableau Nr 4/Composition Nr VIII (1913): Chaos der Natur
Composition Nr VI/Composition 9 (1914): Chaos der Stadt
Jeteé et ocean 4 (1914): Ordnung der See

Rhythmus und Variation: Reines Raster.

Linie bricht ab, Farbfläche bleibt begrenzt, Linie auf grau, Linie auf Farbe.

Hintergrund?

Auch innerhalb eines Bildes, an einer Fläche beides möglich.

Schwarz auf dunkelblau.

Hellblau, grau, weiß.

Vertikalen auf Raute: Gerader Abschluss.

Farbstreifen am Rand, halbe Linien am Rand.

Versetzte Linien: Sieht aus wie, ist aber nicht.

Weiße Kunstblumen.

Doppelte Linie wird zur Fläche.

Viermal das gleiche Bild (1929-1932). Dreimal das gleiche Bild (1929-1930).

Alles weiß gestrichen.

Double ligne: Neue Komplexität. Auch optisch: Strahlend.

Composition Nr 12, 1936-1942, Ottawa: Perspektivische Verzerrung, Elastik, Gitter, Aggressivität.

Die vielen weißen Punkte auf den Kreuzungen.

Jetzt Linien immer bis zum Rand geführt.

Auch schön: Alles sofort wieder vergessen.

Einfachheit und Komplexität: What the hell is it?

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Fries

Abschnitt lang mittel kurz
Tempo schnell mittel langsam
Metrum lang mittel kurz

schneller werden

langsamer werden

kürzer

länger

40‘ = 2 x 20‘ = 2 x 10 Abschnitte

Palermo
Judd

Greece

gleich – ähnlich – verschieden

IDENTITÄT – WIEDERHOLUNG
ÄHNLICHKEIT – FORTSPINNUNG/VARIATION
KONTRAST – ENTWICKLUNG – KONFLIKT
UNÄHNLICHKEIT – REIHUNG/VARIATION – NEBENEINANDER
VERSCHIEDENHEIT – REIHUNG – ZERFALL

accept

Schmerz

Paneele

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

Members of GUEST cannot leave comments.

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Volumen, gegliedert

zu lang

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

viel zu kurz

3‘20“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 0‘05“

oder eben

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

eigentlich am schönsten

Judd/Kasten: Funktioniert eigentlich wie Filmschnitt, die Kästen geben den Rahmen, innerhalb dessen sich das Geschehen sich ereignet, das Auge analysiert und bestimmt im Unterschied zum Film selbst Reihenfolge und Geschwindigkeit, wobei eine Grundreihenfolge durch die Anordnung der Kästen nahegelegt wird und die Komplexität des Inhalts die Geschwindigkeit des Wechsels von Kasten zu Kasten reguliert. Interessant ist aber der übergangslose Sprung von Kasten zu Kasten, der Weg zwischen den Kästen wird vom Gehirn quasi ausgeblendet, es sei denn, der Abstand wird fokussiert.

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Filed under Form, Kunst, Stücke, ZWEI/2240: Song Cycle

An Irony-Free Production

This is so colossally retarded, I can‘t even say anything about it.

Can I kick it?

My job is being a pain in the ass. I enjoy that.

Kiss ass!

Arco einstreuen, damit Quartett Bögen nicht weglegen kann.

Verhältnis Geräusch (Rauschen)/Klang in Prozent

der Wechsel des Hauptparameters als eigener Parameter

oder: die Wechselrate als Parameter

Cosima von Bonin
Isa Genzken

Thomas Hirschhorn

The BIG Statement

geträumt: Oper als Symphonie

(re-) call and serve

M.D.: Let‘s watch him die. This is gonna be a great show.

Volkspalast
Vollspast

To please the world

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Fuckin‘ A. I‘m an idiot.

Bruce la Bruce Nauman: „Kunst wird interessant für mich, wenn sie aufhört als Kunst zu funktionieren.“

Mal abgesehen davon, dass man DAS GEFÜHL HAT zu wissen, was gemeint ist: what the hell does he want to say? Mit dem gleichen Recht könnte man sagen, dass Kunst nur dann funktioniert, wenn sie nicht als Kunst funktioniert, wenn sie nicht einfach nur eine im Voraus festgelegte Rolle erfüllt, sondern darüber hinausgeht und ihre Rolle in Frage stellt. Das ist aber genau der Ort, wo Kunst überhaupt erst möglich wird, wo Kunst plötzlich eine andere Position einimmt und damit letztlich die Welt verändert. Man könnte das auch Erfindung nennen. Und das lustige ist, dass man nie im Voraus sagen kann, wo die nächste Erfindung stattfinden wird/stattfinden kann, sondern der Ort der Erfindung mit der Erfindung zusammen entdeckt werden muss. Zum richtigen Zeitpunkt kann eine Rückname auch eine Erfindung sein. Letztlich auch hier der Ort, wo es weh tut, gesucht.

Überambitioniert ist logischerweise unterambitioniert.

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Was wir NICHT wollen:

Ok. Du hättest gerne einen Plan, aber Du verbietest Dir einen zu haben, und tatsächlich fühlt es sich auch nicht richtig an, wieder mit einem Plan zu arbeiten. Gleichzeitig hat es aber auch eine gewisse Bescheuertheit, einfach so drauflos zu arbeiten, oder Material hin und herzuschieben. Man hätte doch gerne eine gewisse Stringenz, einen gewissen Widerstand.

Ich bin nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, Zeitabläufe sich einfach ergeben zu lassen. Ein bisschen Zwang ist da im Grunde wohltuend und klärend. Nur, wo soll er herkommen, wenn es keinen Generalplan gibt/geben soll? Was wäre eine Arbeitsalternative?

Man könnte natürlich auch von der Arbeitshypothese ausgehen, dass Sprache und Musik ABSOLUT NICHTS miteinander zu tun haben.

Es ist merkwürdig, dass bestimmte Sachen wirklich nicht gehen, dass es nichts mit Prüderie zu tun hat, bei bestimmten Sachen nein zu sagen. Das interessante dabei ist, dass man automatisch schlechter wird, wenn man doch ja sagt, und das liegt nicht daran, dass das, was man tut, in der falschen Umgebung anders wirkt, oder dass der Betrachter die falsche Umgebung mitdenkt, sondern dass man faktisch das Falsche tut. Beispiel: Juergen Teller im Zeitmagazin.

Es könnte allerdings sein, dass man in bestimmten Situationen tatsächlich ja sagen muss, auch wenn man weiß, dass es falsch ist, weil nein einfach zu lächerlich wäre. Dass Korruption die einzige Möglichkeit ist, sich zu bewegen. In der Hoffnung, dass man da wieder rauskommt. Was aller Wahrscheinlichkeit nach eine Illusion ist, sieht man sich die Faktenlage an: Es sieht nicht so aus, als ob irgendjemand da jemals wieder rausgekommen wäre. Es sei denn, es gab eh nichts zu verlieren. Unausweichlichkeit. Tragödie. Berühmte Maler.

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