Es ist gut, Dinge nicht zu erklären, sie offen zu lassen; andernfalls werden Entscheidungen quasi zurückgenommen, wegerklärt. Es ist gut, wenn sich die Leute wundern, wenn sie nicht verstehen, womit sie es zu tun haben, nur so ist es möglich, die Irritation auszulösen, die Kunst eigentlich ausmacht.
Sprünge, Dinge, die nicht zusammenpassen, die nicht zusammengehören.
Übertragung, Transkription als Maschine, die automatisch etwas Neues entstehen lässt.
Übertragung Koreanische Musik – Transkription Japanische Musik?
Bemerkenswert, dass Tape Musik, die fast wie Pop klingt, irritiert, echte Popmusik aber nicht. Da gibt es dann offensichtlich eine eindeutige Schwelle, die nicht allein durch den unterschiedlichen Kontext entsteht.
Stammheimer/Stockhausen immer doppeln, einer spricht/einer singt, oder so? Oder dann eben plötzlich beide singen, oder beide sprechen. Damit dann auch Rollen teilweise aufgelöst. Quasi Inuit Spiele, hohes Tempo nur manchmal drosseln, dann aber deutlich spürbar, quasi Vollbremsung.
Le Mystère des Voix Bulgares, Hibernate: Auch toll! Zeilen stehen sehr alleine. Tolle mechanische Verzierungen. Wäre aber wahrscheinlich zu offensichtlich, das direkt zu übernehmen.
Kye und Glistening Examples: Immer wieder der Gegensatz zwischen geräuschhafter Elektronik und zitierten oder neu eingespielten tonalen Passagen. Erstmal könnte man das als Gleichberechtigung aller hörbaren Materialien auffassen – oder als ob das tonale Material, besonders wenn es eindeutig zitiert, aber nicht unbedingt leicht identifizierbar ist, eine besonders deutliche Aussage im Verhältnis zum geräuschhaften Material erzeugt. Je häufiger das tonale Material angewendet wird, desto stärker wird allerdings der Eindruck, dass es sich doch um eine Form von sentimentaler Nostalgie, um ein sentimentales Ausruhen auf dem tonalen Material handelt.
One of the most prominent parts of my life is an organization or pretence compromise around the idea that simply nothing is more important than being able to do what I want. However, what I want is often operationally impossible. So, I isolate the most elemental component from which I get joy or pleasure and operationalize that instead. This takes work to get right, and so I’m spending a lot of mental energy producing an affective substitute, which after all was a fake thing from the start. This puts me in a vulnerable position.
Vaija Celmins/Bridget Riley: Handarbeit versus Studio. Da ist das Studio doch wohl weitaus moderner, auf den Punkt gebracht, oder? Die Kraft der Idee und der Vorstellung: Zu wissen, dass es so sein muss, und es dann so auszudefinieren, dass es nach dieser Definition ohne Abstriche ausgeführt werden kann. Oder der Mut, etwas zu verwerfen, in das andere viel Arbeit und damit auch Zeit investiert haben. Der Mut, sicher zu bleiben, dass man recht hat. Klare Entscheidungen. Ausdefinierte Phantasie/Vorstellungsgabe.
The making, the devotion to making, is what gives it an emotional quality. Oder auch nicht.
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We know nothing.
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Scheißtragik
Shalom Dub: Warum willst du etwas fragmentieren, das ohnehin keinen Zusammenhalt hat? Im Grunde ist es lächerlich im atonalen Raum mit Fragmentierung zu arbeiten, weil es überhaupt keinen Widerstand gibt. Fragmentierung setzt Tonalität oder andere Zusammenhang generierende Grundlagen voraus, um überhaupt wirksam sein zu können. Zitat und Tonaufnahme als ein bisschen zu sichere Optionen.
Terrouzi: Absolute Schnelligkeit als eigener Wert. Dass man etwas schneller spielt, als man es hören kann (erstaunlich, dass das überhaupt geht). Das können Ereignisfolgen sein, bei denen man die Einzelereignisse nicht mehr auseinanderhalten oder nur im Nachhinein rekonstruieren kann, oder das können Einzelereignisse sein, die so schnell gespielt werden, dass man sie nur mit großer Konzentration oder Übung überhaupt angemessen wahrnehmen kann.
Wolken: Komplexe dreidimensionale Animationen. Perfektes Anschauungsmaterial, um sich Raum vorzustellen, immer gewesen. Allerdings in ihrer Dreidimensionalität sehr schwer wiederzugeben (zu malen): Es gibt keine Anhaltspunkte, mit denen man ihre Dreidimensionalität darstellen könnte.
Durchblick vs. Spiegel: Erstaunlich ähnlicher visueller Grundreiz, ein bisschen wie eine billige, geschmacklose Variante von Blickführung. Unschöner, oberflächlicher Reiz, aber genau deswegen natürlich auch interessant. Wie ein hyperflaches Bildfeld, obwohl das zumindest für den Durchblick natürlich gar nicht stimmt.
Klassische Musik: Es ist lächerlich, sich in einen geschützten Raum zurückzuziehen. Und hängt die Latte viel zu hoch – niemand löst die damit verbundenen Erwartungen ein. Schon allein deswegen, weil es diesen Raum so wahrscheinlich nie gab. Wir müssten also viel, viel besser sein als unsere Vorgänger – aber das sind wir nicht.
Piero/Arezzo: Interessant, wenn Verzeichnungen so gut wie gar keine Rolle spielen.
Vorläufigkeit: Jedes Problem, jede Frage wird sofort gelöst, ohne Rücksicht auf andere Probleme (oder auf Probleme, die sich daraus ergeben könnten). Eine Kaskade von Lösungen, die sich überlagern oder einfach nur unverbunden nebeneinander stehen.
Musist. 4-5
dass. dass
Stein fällt
Hand in der Sonne
und dann war der Esel weg
Die Erinnerung, wie ein gewaltiger Felskomplex, der sich immer weiter zerklüftet.
Was wir sehen
Was wir hören
Was wir fühlen
O Gott, hoffentlich sind wir bald weg hier!
Unperformed – silent snippet.
You buy score, not recording.
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Die Goetz-Saga
Heiliger Krieg 1: Stolen Friend
Heiliger Krieg 2: Die totale Partitur
Heiliger Krieg 3: Chorstück
Größtes grundsätzliches Problem: Was machen die/was machen wir mit den Chorsolisten? U.U. könnte man dafür die Kaleidoskopvillemusik in die Oper rückführen und unabhängig von der ursprünglichen Textableitung komplett neu und quasi völlig ignorant umtextieren.
wenn ich schon tot bin, aber es nicht merke
Break Mirrors In The Face Of The United States (DJ Earl VIP)/Tight Up Skirt (DJ Earl VIP): Thomas Mahmoud/Heidegger? Dieses Lallen, Ungenaue, Hingeworfene, Aggressive könnte interessant sein. Telefongespräch kann nicht einfach als formaler Witz übernommen werden, muss als musikalische Struktur überschrieben werden. Eigentlich das komplette Album interessant, weil Juke-Versionen von relativ konventionellen Vocals.
Kästchen mit Text + Cues wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.
Die Welt ist sehr, sehr eng geworden. Außer für absolute Vollidoten.
Mahakala/Tibet: Die Soldaten (zumindest die Chöre)
Schubert: Die Bürger (zumindest die Chöre)
Le Mystere des voix Bulgares: Die Mädchen (zumindest die Chöre)
Macht voll Sinn, ehrlich gesagt.
Thomas Mahmoud: Heidegger mit Clicktrack
Caravaggio/Moment = Monodie? Wird ja tatsächlich ein Raum geöffnet, der in einer konventionellen Erzählung nicht vorhanden ist. Der Raum wird sozusagen nicht wegerzählt, nicht statifiziert. Der entscheidende Moment, der eigentlich nicht sichtbare Moment. Insofern vielleicht auch der ausgedachte Moment. Wird ans Licht gezerrt, wird festgehalten, gewinnt eine extreme Dynamik.
Gut, was würdest du denn wirklich gerne machen, was wäre keine Bestrafung?
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Sturtevant
Die brutale Wahrheit des Werkes ist, dass es keine Kopie ist.
Der ernste Beweggrund des Werkes ist der Sprung vom Bild zum Konzept.
Die Dynamik des Werkes besteht darin, dass es die Repräsentation hinauswirft.
Ich bin kein Appropriationist, und zwar was Intention und Bedeutung betrifft. Die Arbeit kann nicht im Diskurs der Reproduktion angesiedelt werden. Ich mache keine Kopien, zolle keinen Tribut, indem ich sage, jeder kann es tun, und glaube ganz sicher nicht, dass jeder Kunst haben oder verstehen soll. Ich spreche über Macht und Autonomie des Originals und die Kraft und Dominanz von Kunst.
Aber nicht doch! Meine Arbeit ist voller Substanz und Leidenschaft. Sie basiert übrigens auf intuitivem Wissen, das den geistigen Funken auslöst.
Evans, David (Hrsg.): Appropriation, Documents of Contemporary Art, London/Cambridge 2009
Osterwold, Tilman: Sturtevant, München/Stuttgart 1992
Rebbelmund, Romana; Appropriation Art, Die Kopie als Kunstform im 20. Jahrhundert, Frankfurt/Main 1999
Sturtevant, Elaine: Drawing Double Reversal, Zürich 2014
Sturtevant, Elaine: Shifting Mental Structures, Ostfildern-Ruit 2002
Sturtevant, Elaine: The Brutal Truth, Ostfildern-Ruit 2004
Vahrson, Viola: Die Radikalität der Wiederholung, Interferenzen und Paradoxien im Werk Sturtevants, München 2006
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unbeschulbar
Irre, was in einen kurzen Traum alles reinpasst. Beim Friseur. So eng. Immer wieder in den Geldbeutel gegriffen. Immer wieder einen Schein rausgezogen. Immer wieder so zerknüllt, dass man nicht sehen konnte, was er wert war. Und zu eng zum Auseinanderfalten.
Und plötzlich kam aus dem Päckchen Musik, wie ganz von fern, laut, druckvoll, aber kaum zu hören.
Wenn man das Schöne daran wegsehen kann, könnte es interessant und komplex werden.
Can one make works that are not works of art?
Exekias/Bilderfindung
Leben als absolute Schönheit/einfach so/allein gelassen.
Yu: Wahnsinn, wie der Kehlkopf da nach unten haut
Lustig: Durch Fugen auf Fugen schauen, und dann denken, dass sich da etwas bewegt, obwohl man einfach selbst nicht stillhalten konnte. Gewisse Nervosität am Blickfeldrand.
Krieg (2005-) Oper nach Rainald Goetz für 8 Solisten, 16stimmigen Chor und großes Ensemble, daraus:
Krieg 0: Lost für großes Ensemble
Krieg 1: Lichtblitz für gemischten Chor und großes Ensemble
Krieg 2: Stolen Friend für großes Ensemble
Krieg 3: Et on tuera tous les affreux für Klarinette und Ensemble
Krieg 4: Eternal Productions für Ensemble
Krieg 5: Untrust für großes Ensemble
So wird es ja nun definitiv nicht werden. Lustig, wenn eine eigentlich gute Planung sich von selbst erledigt. So sehr, dass man nachdenken muss, wie das eigentlich gemeint war.
Klage: Krass traurig, ehrlich gesagt.
durch die
durch die
Durchschnitt ist halt nicht Standard.
So many things we are ashamed of…
sehr schnell (quasi unspielbar)
sehr kurz (quasi unspielbar)
Mich plötzlich gefragt, was eigentlich wäre, wenn man sich einfach alles nehmen würde, was einem gefällt. Gefällt mir, mache ich. Gefällt mir auch, mache ich auch. So dass ein großer Teil der Arbeit eine Art Kuratieren wäre, die richtigen Sachen zusammenzubringen, also nicht einfach alles in einen Topf werfen, sondern sehen, was hilft, was das Stück braucht, und was nicht. Natürlich auch im Sinn von Autoaggression: Dass man dem Stück vorsätzlich schadet, um es weiterzubringen, damit es nicht wie eine Sammlung von schönen Momenten wirkt. Aber das ist es gar nicht, was ich meine. Eher, dass man sich wirklich ernsthaft damit beschäftigt, dass man eine Zeitlang so tut, als ob es das Eigene wäre, obwohl es klar von jemandem anderen abhängig ist – also wirklich frecher, unverschämter Diebstahl, eigentlich schon etwas wie Plagiat, aber eben doch nicht wirklich, dafür dann doch zu eigenständig, zu sehr ein eigener Ton, oder auf auffällige Weise kein Ton. Förg. Würde wahrscheinlich nicht gehen. Würde niemand verstehen. So subtil intellektuell denkt die Musikszene nicht – dazu ist sie viel zu sehr damit beschäftigt zu verstehen, was überhaupt passiert.
Einfach alles verwenden. Auch den Sacre z.B. Und zwar nicht nachahmen, sondern wirklich 1:1. Ernsthaft versuchen, nichts zu verändern. Mal sehen, was passiert.
Fenster im Fenster
Eigentlich ziemlich schön
Schade dass man das nicht fotografieren kann
Übrigens interessant wie sehr der exakte Winkel und der exakte Abstand das Foto bestimmt. Im Prinzip offensichtlich, aber trotzdem erstaunlich. Deswegen nervt die ganze Zoomerei auch so, weil sie das nicht wahrhaben will. Obwohl gerade das das Fotografieren interessant macht. Das Foto weiß ich nicht.
Fuck them fuck them fuck them!
Yeah!
That was fun!
Could we do it again?
No?
No reaction?
That’s kind of lame.
Und irgendwann schauste Dir dann so ne graue Leinwand an, die ein bisschen durchhängt, und denkst, das ist wirklich ein Wahnsinns Bild.
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Geschäft, Geschäft, Geschäft.
Förg: Ziemlich schweigsame Bilder. Hängen im Grunde einfach so da. Ein bisschen vorgeschichtlich fast. Interessante Form des immer weiter machens. Sowas entspannt unermüdliches. Und des Nicht-Ausdrucks. Einfach mal pinseln. Eher vermeiden als machen, bei aller Aktivität. Bin ja übrigens der einzige, der sich das genau anschaut. Weil es eben wirklich so ausdruckslos ist. Die Bilder laden quasi zum Vorbeilaufen ein. Wenn es Absicht wäre, eigentlich eine geile Einstellung. Bitte keine Aufmerksamkeit. Alles könnte auch einfach so sein. Ohne dass das in irgendeiner Weise betont würde. Das Pinseln an sich scheint einen Wert zu haben. Einfach, dass etwas angestrichen wird. Eher Mühe geben, dass es normal aussieht, als dass es nach etwas besonderem aussieht. Wandbild = Deckenbild. Oh, what the fuck is that? Ein Football-Ei oder ein Helm? Fleischfarbe scheint tatsächlich immer für Fleisch zu stehen, was eine lustige Form von nicht vorhandener Gegenständlichkeit erzeugt. Auch lustig, wenn es dann plötzlich nicht für Fleisch zu stehen scheint, genauso deutlich nein wie vorher ja. Gelbfleischfarben vs. Rosafleischfarben. Oh, ein fleischfarbener Teppich! Und zwei fleischfarbene Gestalten sind ja dann wohl zwei Körper, right? Drei: Vater, Mutter, Kind, oder was? Ziemlich eindeutig offen für den Ausstellungsort. Durchlässig. Und still. Vielleicht sowas wie antipathetisch nüchtern? Ika und Spiegel. Glashaut Bauhaus. Vergilbte Leinwand, Antileinwand. Lustig sich dann ausgerechnet an Clifford Still abzuarbeiten, dem pathetischsten Maler der 20. Jahrhunderts. Oder deswegen?
Metahaven. Verschiebt sich der Text gegen das Bild? Wäre eine coole Idee.
Mein geliebter Donald Judd. Auch toll.
It comes back.
Die Botticelli Avatare.
Überbreiter Fluss, an beiden Ufern gigantische, brückenartige Autobahntrassen, nicht über den Ufern, sondern über den Rändern des Flusses, wie über dem Wasser schwebende, heruntergekommene Ozeanriesen.
La leggenda dei frati:
Gambas, Walnüsse und geschwärztes Brot unter Kefir
Riegel von gestampftem Rindfleisch mit frisch gepflückten Blättern und Stengeln
I wanna die. I tell you I wanna die.
I don’t know why the fuck he did it, but he did (Giotto).
6 Knöpfe
Oh no. No you didn’t. Say you didn’t.
Das kann nicht unser Anspruch sein.
Schiere Größe.
What are all these people doing here?
I like that.
It’s like the perfect kit.
Don’t do that again.
Not now.
Not here.
Maybe later.
Giotto: Christus rinnt aus. Wahnsinn. Wie kommt er denn darauf?
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Total fun forever.
Plötzlich verstehst du etwas, plötzlich verstehst du es wieder nicht. Als ob verstehen ein vorübergehendes Gefühl wäre, wie die Formulierung eines Gedankens, die sich nur im Moment exakt richtig anfühlt und dann plötzlich wieder völlig falsch.
Was wäre, wenn man wirklich mal regelmäßige Tanzrhythmen durchlaufen lassen würde, z.B. meine geliebten 3er-Takte (Derrick May, To Be Or Not To Be)?
Alte Meister: Schaue mir das jetzt alles wie ein Kind an (außer dass ein Kind damit wenig anfangen könnte), finde einfach alles toll, vielleicht sogar die etwas schwächeren Bilder noch toller als die wirklich überragenden, bin total dankbar, dass die das alles gemalt haben, dass sie sich die Mühe gegeben haben, dass ich mir das alles anschauen darf, die totale Reizüberflutung, der absolute Bilderflash, würde sagen, dass ein gute Alte Meister Sammlung im Moment das aufregendste ist, was man sich überhaupt anschauen kann. Viel viel viel aufregender als Film zum Beispiel, aber eine ähnlich Form von Überforderung/Überwältigung.
I don’t wanna see you.
I don’t see you.
You’re not there.
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Double chicken originator
BRIDGET RILEY, Measure for Measure 6, 2016: Ganz interessant, geometrisches Muster, matte Farben, die so wirken, als ob das gesamte Bild mit einer dünnen Schicht Weiß überstrichen wäre. Fast schmerzhafter Widerspruch zwischen ultraklarem Muster und abgedeckter Farbe.
Kennen Sie den schon?
Nee, Sie?
Krasse Szene: Mann ohne Beine liegt wie Sitzfigur bewegungslos auf dem Trinkerrasen, drei Polizisten um ihn herum, ein leerer Rollstuhl steht zehn Meter entfernt auf dem Trottoir. Frage: Warum ist der Rollstuhl so weit weg?
ORANGE FELDSPAT MOOS OLIVE ERDBEERE
HELLBLAU HELLGELB HELLGRÜN SONNENGELB
Verzweiflung: Gibt es denn wirklich keine NEUIGKEITEN?
One number at a time – better than no number at all.
Ich frage, was ist das, ein Schleuder… Er zögert, weiß offensichtlich nicht, wie er es erklären soll. Wohl auch ein bisschen erstaunt über die Frage. Plötzlich wird meine Sicht milchig, ich denke, es liegt an der beschlagenen Brille, nehme sie ab, aber es wird nicht besser, eine weißliche, undurchsichtige Schicht scheint sich vor meine Augen zu legen. Während er nach Worten sucht, merkt er, dass mit mir etwas nicht stimmt. Tatsächlich kann ich ihn kaum mehr erkennen. Sein Gesicht verschwindet in dem milchigen Nebel.
Saturn A: Zum ersten Mal seit gefühlt 100 Jahren Metrum nicht an Materialeinsätze anpassen? Meaning: 4/4 durchlaufen lassen?
sk-in: Macht doch nur Sinn, wenn eine Pause dazwischen ist, oder? Dann aber möglicherweise tatsächlich schön, interessant, einfach wegen des Stockens gegen das vorprogrammierte Voranschreiten.
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Super Licht.
Sehr angenehme, verzerrte Litanei.
Xenakis: Wie immer eine super Idee, hohen Sopran und tiefen Bass parallel laufen zu lassen, quasi unschlagbar. Bisschen wie ein Instrument, ein Klang, Bass hört man eigentlich gar nicht, ist aber die ganze Zeit da und verstärkt die Wirkung des Soprans extrem. Überschnappen, quasi Stimmbruch für Instrumente, super schön, kann man nicht genug von haben.
Textur, Dramaturgie, Schnitt, Klimax. Vorteil Musik: Du kannst das wirklich alles in ein Stück packen. Z.B. eben auch ganz verschiedene Texturen. Muss definitiv geplant werden. Oft gegen das Material, gegen eine intuitive Entwicklung. Genau das ist Form. Zeit strukturieren und damit das Erlebnis strukturieren. Auch gegen Text, z.B. Auch wenn es eigentlich gar nicht geht.
Cinquecento.
Gleichzeitig: Muss verbunden werden, zusammengezwungen werden, um wirklich Kraft entfalten zu können. Zwei Kräfte, die gegeneinander wirken. Nicht einfach nur nebeneinander gestellt. Ganz viele Bilder, aber alle zusammen. Das ist der eigentliche Fehler, dass man immer nur eines bekommt. Und dann könnte man natürlich noch eine Dramaturgie aus Blöcken, also Texturen, zusammensetzen, quasi einen Verlauf in Einzelschritten rekonstruieren.
Keine Form ohne betonte Asymmetrie. Ausgeglichene Proportionen sind das Gegenteil von formaler Expressivität. Oder: Das Mittel der Verzerrung innerhalb ausgeglichener Proportionen. Übertriebene, überdeutliche Kraftlinien können zu formaler Expressivität innnerhalb einer symmetrischen Grundkonzeption führen.
Tatsächlich IST ab einem bestimmten Punkt Symmetrie dynamisch aufgeladen, wahrscheinlich weil sich das Gefühl für Körper und ihre Darstellung grundsätzlich geändert hat.
Charles Mellin
Giovanni Battista Moroni
Relativ viel Text, schnelle Glissandobewegungen auf gehauchte Silben: Müsste eigentlich gehen als eine Art neues Parlando. Verinnerlichtes, nachdenkliches Sprechen. Darf allerdings nicht zu abbildlich werden, das würde definitiv nicht gehen. Vielleicht auch verschiedene Stimmlagen, Territorien, in denen sich die Stimme bewegen kann. Ehrlich gesagt nicht total verschieden von Kolik. Realismus könnte die Illusion von Kunst, Kunst die Illusion von Realismus brechen.
Fuck Life.
Echt?
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Gandesa
there’s chaos in my head
there’s chaos in my heart
so why would I pretend I know what I’m doing
Na ja, und ich lasse mir dann fake Logos auf meine Hosen nähen, damit die Leute nicht denken, dass ich denke, dass ich was Besseres bin, weil ich keine Markenartikel trage.
His unforced-error stats look like a decimal-error.
Merkwürdig, dass wir immer denken, dass Geschichten uns etwas erzählen wollen, dass sie uns die Welt erklären können, selbst wenn wir genau wissen, dass sie erfunden sind. Als ob die einfache Tatsache, dass sich jemand eine Geschichte ausdenken konnte, genügen würde, um ihr einen unbestreitbaren Wahrheitswert zu geben.
Veronese, Abendmahl: Das inhaltliche Zentrum eines Bildes ganz an den Rand zu setzen ist ein extrem cinematographischer Effekt. Warum eigentlich? Möglicherweise, weil er immer impliziert dass der Bildausschnitt beweglich ist, dass das Zentrum in die Mitte schwenken könnte. Also ein implizit bewegtes Bild bzw. bewegter Bildausschnitt: Wenn der Bildausschnitt so extrem gewählt werden kann, muss er auch beweglich sein. Wirkt übrigens immer ein bisschen billig als künstlerisches Mittel – vielleicht, weil es zu gut funktioniert, weil man damit eigentlich keinen Fehler machen kann.
Jean Materne
Brut Nature
CAVA
Lehmann, Tortosa
Kopf mit Schulterstümpfen, aber ohne Körper, treibt auf Wasser. Lebt. Es gelingt ihm tatsächlich, von Zeit zu Zeit Mund oder Nase über die Wasseroberfläche zu bekommen um einzuatmen. Wirkt vergnügt. Gespenstisch. Badewanne.
Unschuld ist hochgefährlich.
Richter, Kerze: Als Bild erstaunlich reizlos, paradoxerweise erst die Fotografie, die aus dem Bild nach einer Fotografie eine Ikone macht. Weil die uninteressante Machart mit ihrer stumpfen Oberfläche wegfällt und das perfekte Abbild bleibt. Sorry, aber brushstroke DOES matter, auch wenn man ihn nicht sieht. Es sei denn, es soll wirklich so tot aussehen. Das wäre dann eine ziemlich interessante Entscheidung GEGEN das Bild.
Fotorealistische Kunst sieht auf Fotos viel besser aus als im Original. Sieht dann nämlich tatsächlich aus wie ein Bild, nicht wie ein abgemaltes Foto. Lustig.
Sample: It’s a new… Enthusiastischer Pop-Chorus. Sammeln. Vielleicht auch nachbauen. Stichwort: Genre.
1. David Bowie: Black Star
2. Kanye West: The Life Of Pablo
3. Babyfather: „BBF“ Hosted By DJ Escrow
4. Frank Ocean: Endless
5. KA: Honor Killed The Samurai
6. Purple Tape Pedigree: CELL, Issue 02: Club Cacao – Vae Solis / CELL 02 (Audio Codex)
7. Fatima Al Qadiri: Brute
8. 18+: FORE
9. Young Thug: No, My Name is Jeffrey
10. N-Prolenta: A Love Story 4 @deezius, Neo, Chuk, E, Milkleaves, Angel, ISIS, + Every1else…. And Most Of All MY DAMN SELF 12“
11. Celestial Trax: From The Womb
12. Moor Mother: Fetish Bones
13. Frank Ocean: Blonde
14. Jenny Hval: Blood Bitch
15. Will Long: Long Trax
16. Young Thug: I’m Up
17. Demdike Stare: Testpressings
18. 18+: Collect
19. Future: Evol
20. I Wayan Sinti MA: Suling Gambuh – Balinese solo flute
21. Cardi B: Gangsta Bitch Music Vol. 1
22. WWWINGS: PHOENIXXX
23. Mykki Blanco: Mykki
24. Dedekind Cut: $uccessor
25. Loretta Lynn: Full Circle
26. ABBA/Portishead: SOS
27. Space Camp 1991: Space Camp 1991
28. HEXA: Factory Photography
29. D/P/I: Composer
30. Amnesia Scanner: AS EP
31. Tinashe: Nightride
32. Cassy: Donna
33. Jean-Louis Huhta: NO HISTORY NO FUTURE
34. MORO: SAN BENITO
35. Studio OST: Scenes (2012-2015)
36. Yaleesa Hall: Woodall
37. Jenny Lanza: Oh No
38. Sam Kidel: Disruptive Muzak
39. Elysia Crampton: Demon City
40. SpaceGhostPurrp: Blackland Radio 666 Pt. 2 Episode 1. EP
41. N-Prolenta & Dviance: STRIATED INATTENTION AND A CRIPPLED BLISSING
42. Marissa Nadler: Bury Your Name EP
43. Graham Lambkin: Community
44. Klein: Lagata
45. Fear of Men: Fall Forever
46. Suzanne Ciani: Buchla Concerts 1975
46. Vince Staples: Prima Donna
47. Martyrdod: List
48. Palmistry: Pagan
49. SHALT: Acheron
50. Désormais: Drown Variations
51. LILLITH双生: (SEASON_0) Hazard Garden
52. VA: TEKLIFE VIP
53. Matthew Revert/Vanessa Rossetto: Earnest Rubbish
54. KAGAMI Smile: M.O.U.T.H.T.R.I.P
55. Hannah Peel: Awake but Always Dreaming
56. Elysia Crampton: Dissolution of The Sovereign: A Time Slide Into The Future (Or: A Non-Abled Offender’s Exercise in Jurisprudence)
57. VA: Music of Morocco, Recorded by Paul Bowles, 1959
58. Archibald Slim & Ethereal: Slum Beautiful
59. Ekin Fil: Heavy
60. Demdike Stare: Wonderland
61. Vanessa Rossetto: The Way You Make Me Feel
62. Katie Dey: Flood Network
63. Jake Meginsky: Seven Psychotropic Sinewave Palindromes
64. VA: #FEELINGS Vol. 1
65. Beatwife: Ranch Road 10400
66. Rennick Bell: Empty Lake
67. Martha: Hyp 278
68. Eaves: Verloren
69. Amnesia Scanner & Bill Kouligas: LEXACHAST
70. Apk ♀ ᴎᴇᴛ ☯ Ltd℻: ⦇⦇⦇ⓢꝎⓝ⦈⦈⦈
71. Pierce Warnecke: Memory Fragments
72. DJ Diamond: Footwork or Die
73. The Outfit, TX: Green Lights (Everythang Goin)
74. Tevo Howard: A Decade of Me
75. Solange: A Seat at the Table
Ich dachte mir noch, oh, David Bowie hat sein erstes wirklich gutes Album gemacht, da wurde auch schon sein Tod gemeldet. Natürlich ein Wahnsinns Abgang, krass tapfer und konsequent zu Ende gebracht, fühlt sich aber trotzdem irgendwie komisch an.
Und dann doch wieder Kanye. Obwohl man bei den Vorab-Videos dachte, dass es nun wirklich zu Ende geht mit ihm. Dann die Platte, und es ist sofort klar, dass die Stücke quasi durchgerechnet und im Gesamtzusammenhang des Albums nicht nur unverzichtbar, sondern tatsächlich auch perfekte Stücke sind. Quasi Kuratoren-Musik, am offensichtlichsten am Anfang und in Low Lights, wo er einen kompletten Bekenntnismonolog von einer anderen Platte nimmt und fast ohne Veränderung einfügt. Tatsächlich wird die Platte dadurch besser, dass er nicht alles selber macht, und dass er auch nicht das Gefühl hat, alles selbst machen zu müssen.
Ganz nebenbei hat er damit eben auch noch das Jahr des Gospel eingeläutet.
Mit Abstand fühlt sich das an wie ein Rückblick auf glanzvolle Zeiten, in denen das Leben leichter und lässiger war. Wo man aus dem Vollen schöpfen konnte und nicht jeden Move begründen musste. War bestimmt nicht so, zeigt aber, wie sehr sich unsere Welt verändert hat.
Letztlich auch angenehm aggressiv – und extrem privat. Bin nicht sicher, ob das heute noch gehen würde.
HBSL
Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.
Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.
There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.
Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.
Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?
Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.
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alles Stückwerk
Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem erwähnenswert: Vor der Erfindung der Fotographie war Malen natürlich auch eine Gedächtnisleistung, und wahrscheinlich auch eine Art Abstraktion von der Zeit, Zusammenfassung. Man konnte nicht einfach den Himmel fotographieren und dann abmalen, sondern musste sich entweder möglichst genau merken, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesehen hatte, wenn einem dieser Zeitpunkt besonders wichtig war, und etwa in einer schnellen Skizze, einer Art Kurzschrift, festhalten – die aber auch schon eine längeren Moment zusammenfassen würde, da sie ja nicht die quasi ausdehnungslose Belichtungszeit der Fotographie, sondern einen gewissen Zeitraum der fortschreitenden Skizzierung benötigen würde. Oder man musste das Typische eines bestimmten Himmels, vielleicht auch eine gewisse Emotionalität, die der Himmel haben sollte, konstruieren, und damit einen deutlichen Abstraktionsschritt vom tatsächlichen Himmel weg vollziehen, auch wenn das nicht unmittelbar offensichtlich, weil nicht nachprüfbar, und dem Maler wahrscheinlich auch gar nicht bewusst war.
Nicht Stimmigkeit, sondern Unstimmigkeit, die Produktivität birgt. Altes Problem: Man kann nicht absichtlich unstimmig sein. Vielleicht kann man so lange an etwas arbeiten, bis es unstimmig wird. Ich meine damit allerdings nicht, dass etwas lebendig wird, sondern dass es tatsächlich nicht mehr zusammenpasst, und dadurch Bewegung erzwingt.
Schlagzeug: Nur Riffelung, oder fast nur Riffelung, verschiedene Grade, verschiedene Geschwindigkeiten, quasi Mikrorhythmus, regelmäßige Mikroimpulse in unterschiedlicher Dichte. Sonst ausschließlich gedämpfte Schläge, ebenfalls unterschiedliche Dämpfungsgrade und Dämpfungsmethoden.
Schwestern verdoppelt, spiegelbildlich auf Boden ausgestreckt, leicht gekrümmt, Rücken an Rücken. Eine sieht etwas kräftiger aus als die andere, gesünder, vielleicht auch jünger.
meinetwegen ruhig ins Extrem gehen, was Ausdruck, Dynamik, Tempo etc. betrifft, aber subtil = traurig
Völlig surrealer Sommer: Heiß/Kalt, Sonne/Regen, Heuschnupfen/Klarsicht. Man duckt sich so ein bisschen weg, hilft aber nicht wirklich. Einzige Option: So gut es geht arbeiten.
Eine Ecke, eine Kante, ein Hindernis übersehen: Dumpfer Knall, Bewusstlosigkeit
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Mondrian
Schnelligkeit durch Isolation: Viele vereinzelte, isolierte Striche.
Dichter Wechsel von Maßstäben im Grid: Gefühl von Geschwindigkeit.
Im Prinzip wirklich so etwas wie musikalischer Rhythmus, mit dem das Auge über die Bildfläche streift.
Satz 1: leisest möglich, Satz 2: lautest möglich, abhängig von Klangtyp und Aktion.
Interesse für Ozean logischerweise kein Zufall: Schnelligkeit und Komplexität.
Baum
Ozean
Kirche
all same
Von der Zeichnung zur Farbe, und dann beides zusammen.
Dicke der Linie, Farbe der Linie.
Reines Gitter: Schnelligkeit der Kombination.
2 bit painting, aber halt viel besser.
Weiß als Leere, Nicht-Material.
Grau.
Was ist dann schwarz als Fläche? Ein Loch in der Leere?
Schattierungen von Leere.
Extreme Asymmetrie, bis ins Detail getrieben. Fast nur als bedeutungsgetrieben vorstellbar.
Beschneiden aller Farbflächen als Betonung des Ausschnitthaften aus dem großen Ganzen. Vielleicht auch das Abbrechen einzelner Linien so gemeint.
Weißer, ausladender Rahmen als Überleitung in den realen Raum?
Winziger Ausschnitt aus: Alles. Zufällig auch Farbe dabei.
Schwarz auf schwarz.
Double Lines: Bring the beat back one more time. Hier dann Farbe auch als eingeschlossene, abgeschlossene Fläche. Genug Dynamik in den Linien. Weiß wird zur Fläche mit eigenständiger Bedeutung. Extremform von Rhythmus. Plötzlich schaut man durch das Gitter hindurch und das Weiß beginnt zu strahlen.
Farbe als Streifen. Quadrat als Farbe.
Eugène Leroy
The Art of destruction.
Tableau Nr 4/Composition Nr VIII (1913): Chaos der Natur
Composition Nr VI/Composition 9 (1914): Chaos der Stadt
Jeteé et ocean 4 (1914): Ordnung der See
Rhythmus und Variation: Reines Raster.
Linie bricht ab, Farbfläche bleibt begrenzt, Linie auf grau, Linie auf Farbe.
Hintergrund?
Auch innerhalb eines Bildes, an einer Fläche beides möglich.
Schwarz auf dunkelblau.
Hellblau, grau, weiß.
Vertikalen auf Raute: Gerader Abschluss.
Farbstreifen am Rand, halbe Linien am Rand.
Versetzte Linien: Sieht aus wie, ist aber nicht.
Weiße Kunstblumen.
Doppelte Linie wird zur Fläche.
Viermal das gleiche Bild (1929-1932). Dreimal das gleiche Bild (1929-1930).
Alles weiß gestrichen.
Double ligne: Neue Komplexität. Auch optisch: Strahlend.
Composition Nr 12, 1936-1942, Ottawa: Perspektivische Verzerrung, Elastik, Gitter, Aggressivität.
Die vielen weißen Punkte auf den Kreuzungen.
Jetzt Linien immer bis zum Rand geführt.
Auch schön: Alles sofort wieder vergessen.
Einfachheit und Komplexität: What the hell is it?
DRESDEN
Jan Vermeer van Delft, Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster (um 1659)
Verschwommen wie ein missglücktes Foto: wie ist er darauf gekommen?
Giuseppe Maria Crespi, Die Sieben Sakramente (um 1712-15):
Taufe
Firmung
Abendmahl
Beichte
Letzte Ölung
Pristerweihe
Sakrament der Ehe
Horrorfilm, viel Schwarz, wenig (schmutziges) Weiß, quasi Goya, aber 100 Jahre früher: wie kommt er darauf?
Ismael Mengs, Selbstbildnis (um 1714)
Anton Raphael Mengs, Des Künstlers Vater, Ismael Mengs (1745)
Jan Kupecky (1667-1740), Selbstbildnis
laute, breite Schläge, die dazu neigen, gleichzeitig zu klingen, auch wenn sie gegenseitig versetzt gespielt werden
zufällig zusammen, obwohl sie eigentlich aufeinander reagieren sollen?
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Franz Gertsch, Gemälde 1969-2005
Huaa…! 1969
Hanne-Lore 1970
Brecht, Hanne-Lore, Silvia 1970
Maria und Benz 1970
Vietnam 1970
Junkere 1970
Ohne Titel (Stilleben mit Plattenspieler) 1970
Stillleben 1970
Markus Raetz 1970
Urs Lüthi 1970
Jean-Frédéric Schnyder 1970
Harald Szeemann 1970
Kranenburg 1970
Luciano Castelli I 1971
Maria mit Kindern 1971
Saintes Maries de la Mer I 1971
Aelggi Alp 1971
Saintes Maries de la Mer II 1971
Medici 1971/72
Luciano Castelli 1971/72
Saintes Maries de la Mer III 1972
Meerstudie I 1972
Meerstudie II 1972
Meerstudie III 1972
St. Guilhem 1972
Franz und Luciano 1973
Gaby und Luciano 1973
At Luciano‘s House 1973
Luciano und Cornelia 1974
Spiegelkabinett 1974
Barbara und Gaby 1974
Marina schminkt Luciano 1975
St. Guilhem II 1975
Luciano I 1976
Lucianos Leibchen (Fragment I) 1976
Lucianos Leibchen (Fragment II) 1976
Lucianos Leibchen (Fragment III) 1976
Lucianos Leibchen (Fragment IV) 1976
Luciano II
Irène und Luciano 1977
Patti Smith I 1977/78
Patti Smith II 1978
Patti Smith III 1979
Patti Smith IV 1979
Patti Smith V 1979
Selbstbildnis 1980
Küste bei Bandol 1980
Irène 1980
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