Category Archives: black and white (and grey)

resist the terror of symmetry

– Beethoven/Werkstatt/Slapstick 
– Greed
– Klage/Friedman
– Maurizio/Straßenkreuzung/Video
– Minhee/Hong, vielleicht sogar Hölderlin? Möglicherweise Ultrapathos. Tragödienabend. Das wäre dann eher Antigone als Andenken. Muss das aber nicht unbedingt heißen.
– Fassungen Saturn: Jetzige Fassung im Timing nachbessern, lange Fassung, ausnotierte Fassung
– Aufnahme Klage
– Aufnahme Hong solo
– Aufnahme Minhee solo
– Verdi-Oper, z.B. Macbeth

East Man/Mission: Phrasen immer in lockerem Rhythmus auf die nächste Eins hin, ergibt gleichzeitig große Varianz und überklare rhythmische Fassung. Ähnlich, aber viel schneller/strenger: Look & Listen.

Man könnte natürlich auch verschiedene Reimformen, z.B. eine ganze Platte auf eine Figur projizieren.

Was alles so an einem Tag geschehen kann – immer wieder erstaunlich – und zwar an einem ganz normalen Tag, der eigentlich komplett ruhig wirkt.

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Abusus non tollit usum.

Yabby You bearbeiten, z.B. Life Money.

Schnabel: Etwas im richtigen Tempo spielen, egal, ob man es kann, oder nicht. Heute undenkbar. ernster Musikerwitz.

Schneller spielen als man’s kann und sich dabei verhaspeln.
Langsamer spielen als man’s kann und dabei den Faden verlieren.
Höher spielen als man’s kann und sich dabei ständig vergreifen.
Tiefer spielen als es geht und dabei Töne weglassen müssen.
Leiser spielen als man’s kann, so dass dann Töne wegbleiben.
Lauter spielen als man’s kann und dabei toll patzen.

Und so weiter. Musikerwitze. Meinen Sie höher oder tiefer?

– Chihei Hatakeyama, Mirage: Auch so was müsste man eigentlich einarbeiten können, und zwar nicht als Collage oder Parodie, sondern als ernstgemeinten Vorschlag.
– dito Jefre Cantu‐Ledesma, On the Echoing Green
– Schlagzeug (eigentlich drummachine?) wie von ganz weit weg aufgenommen
– Publikumsrufe fake?

ihr könnt schon Nachtwind spüren 

weiße, schnell ziehende Wolken in der frühen, dunkelbläulichen Morgendämmerung

wenn das ein Teller wäre, was würdest du tun?

jede Strophe in ihrem durchschnittlichen Tempo notieren

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Join Our Yearly Contest

Big Thief, Mary: Lustig, Stimme zu verdoppeln und mit sich selbst im Unisono singen zu lassen – so dass man es kaum merkt.

Gordon Matta Clark: Gefahr, klar, ist natürlich immer interessant. Auseinanderbrechen, runterfallen, hineinfallen, auf einen drauf fallen, automatische Spannung und Aktivität. Fehler. Und vielleicht auch wirklich nicht wissen, ob es funktioniert oder nicht. Kann vielleicht wirklich jeden Moment zusammenstürzen.

Was wäre denn wirklich gefährlich? Kann man das mit Musikern überhaupt machen? Was wäre eine Gefahr fürs Publikum oder im Verhältnis zum Publikum? Das Konzert gefährden, die Konzertsituation gefährden, den Vertrag mit dem Publikum zerreißen. Auch hier wieder das Peinliche/das Unangenehme/das falsche Fehlerhafte.

Your body is telling you it’s dangerous and you better get out of there.

Missgeschicke, Dinge die (am besten überraschend) kaputt gehen, Peinlichkeitszonen, Schmerzzonen anfassen. Das ist wahrscheinlich die Grundfunktion von Humor.

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Les sans talents.

Vielleicht Ironie rehabilitieren? Wir haben ja sonst nichts zu lachen. Nee, ernsthaft: Der echte Witz kann im Kunstzusammenhang ja letztlich auch nur als Ironie verstanden werden, oder er ist wirklich saublöde. Frage, was das ist, wenn etwas einfach nicht stimmt, nicht lustig ist, obwohl es sich so benimmt, als ob es witzig gemeint wäre, keine ernsthafte Beschäftigung zulässt, obwohl das eigentlich das Ziel sein müsste – ist das dann Ironie, oder einfach nur bescheuert – oder beides?

Aber ehrlich, was haben wir denn sonst zu bieten als intellektuellen Beitrag zur Lage der Nation? Ist nicht Persiflage auch extrem nahe an Ironie, zumindest so, wie sie im Kunstkontext eingesetzt wird? Oder Parodie – fühlt sich für mich im Moment im Kunstkontext alles wie Ironie an. Vielleicht, weil diese Mittel als solche nicht mehr ernstzunehmend sind, einer vergangenen Epoche der Glaubenskriege angehören, und daher notwendigerweise eher Andeutungen als echte intellektuelle Kriegshandlungen darstellen.

Dass man sie überhaupt verwendet, fühlt sich vielleicht schon ironisch an. Stille Ironie. Stille Parodie. Stille Persiflage. Problem ist natürlich auch, dass Sachen, die wirklich lustig sein sollen, eigentlich nie lustig sind, eher ganz unangenehme Fehltritte. Was nicht heißt, dass niemand darüber lacht, aber die Art des Lachens ist dann eben schon teil der künstlerischen Bankrotterklärung. Das ist dann übrigens immer, ausnahmslos, ein schlechtes Schielen nach dem Publikum. Würde aus meiner Sicht dann auch wieder nur als ironische Geste durchgehen, als Vorführen des Schielens nach dem Publikum, letztlich auch als Vorführen des Lachens des Publikums. Vorführen = Ironie? Kann jedenfalls ganz schön dröge sein ohne.

Was würdest Du jetzt am allerliebsten machen?

Was möchtest du in den nächsten 45 Minuten tun? Was willst du wirklich tun? Immer im Rahmen, natürlich.

black and white (and grey): fake truths
90 Minuten, so lustig wie möglich

Greed
8h, so tragisch wie möglich

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Spreading vanity over facebook again.

A3 hoch: 
gerade vorwärts
ungerade vorwärts 
Druck oben 
Kopf zum Betrachter

Seul contre tous à Ichijoji: Und plötzlich ganz still – passiert gar nichts – ziemlich toll.

Unbarmherzige Katholiken: 50% der polnischen Bevölkerung sind dafür, auch berechtigte Asylbewerber abzulehnen. Muss man erstmal bringen. Nennt man dann wohl Hartherzigkeit.

SO STUPID…
SINCE THE DAY YOU WERE BORN,
STUPID LITTLE FUCK…
SO STUPID.

Lügenpresse/alternative facts

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The vanity machine

Brandlhuber: Künstlerischer Ultrazynismus, einfach die Bauordnung wörtlich nehmen und ad absurdum führen. Ausschreibungsprosa wörtlich nehmen und in jedem Detail übererfüllen, so dass etwas Neues daraus entsteht. Nicht als Persiflage, sondern als zu Ende denken, zeigen, wohin diese Art von Kunsterwartung führt, dabei das Ergebnis absolut ernst nehmen und so gewissenhaft wie möglich ausführen. Nur so kann das Produkt, an dem die Kuratoren ja dann auch tatsächlich mitgewirkt haben, wirklich interessant werden. Opfer und Triumph.

Kompositionstechnischer Zynismus

Alles reinhauen, was bescheuert ist, aber ernst nehmen.

Fake News Slap Stick: Musiker Slapstick (übers Cello stolpern/fallen, alle vier Saiten reißen auf einmal, etc.)

NO FLASH! NO CAMERA! PLEASE! Anrobben. Kamera zertreten.

Vielleicht auch Kostüme schwarz/weiß/grau, dann plötzlich, für einen relativ kurzen Moment, oder am Ende, sehr bunt, auch Licht sehr farbig, aber nicht verspielt, sondern überrealistisch (Godard/Eisenstein, eher nicht Tarkowski).

this is gonna be a lot of fun
I can see it already coming
there’s gonna be a lot of fun coming down on us tonight

EL-P: Dann ging er hin zum Sterben.

Electric Ice Cream: Geil langes Streichersample-Ausfaden

A Leaden Stride To Nowhere: Einzelne Schläge, breiter werdend. Da könnte man dann einiges hineinpacken. Plötzlich eine langsame Platte, die aber dennoch schnell wirkt.

Protokoll Park Bong-Sul: Klangfarben beschreiben, dann in technische Anweisungen übersetzen.

Burial: Würde ohne Melodien nicht funktionieren, und hat dann auch nicht mehr so gut funktioniert ohne Melodien. Bass ja, Oktaven ja, Klackerbeats ja, Atmo ja, aber letztlich tragen die Melodien die Stücke.

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Why the fuck do I own this?

Vielleicht realistischer: Zahl der Großteile vom Materialablauf abhängig machen, dann Detailstruktur unabhängig von Material fortsetzen, dann zusammenführen. Aber natürlich nicht zwingend die beste Lösung: Gerade wenn die Zeitstruktur Großteile vorsieht, wo sie das Material eigentlich nicht hergibt, kann das zu spannenden formalen Problemen und Lösungen führen. We’ll see.

Du hörst alles; aber
du hörst es nicht.

Deppeninferno (Die akademische Welt)

Geht’s noch?

Der Künstler als Kurator
Der Kurator als Künstler
DIS
Michael Müller 

n+1-Skalen: Je höher der Anfangswert, desto kleiner die Rate der Veränderung. Bei gleicher Anzahl von Gliedern wird die aufzuteilende Gesamtdauer durch eine größere Summe von Einzelwerten geteilt, so dass der Schritt +1 sich im Resultat entsprechend verkleinert. Aus Spiel mit Anfangswert und Gliederzahl resultiert große Anzahl von Aufteilungsvarianten.

Quasi Kurven, unendlich kombinierbar, und natürlich in sich auf jeder Ebene permutierbar. Also auch, wenn gewünscht, dramaturgisch manipulierbar, als Mikro- und Makrodramaturgie des Zeitablaufs.

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Filed under black and white (and grey), Form, Kunst, Saturn A/B

Möglicherweise kein Weg zurück

Bauen: Warum sieht es jetzt noch gut aus, aber man kann schon sehen, dass es sehr bald nicht mehr so gut aussehen wird, und warum wird es dann sehr bald wirklich schlecht aussehen? Hat auch mit Materialermüdung zu tun, der Qualität des Materials, dass das Material halt irgendwann alt aussieht, aber natürlich nicht nur.

Form letztlich immer ein Spiel zwischen Voraussehbarkeit und Nichtvoraussehbarkeit. Was offensichtlich jeden Parameter betrifft, ohne dass jeder Parameter bewusst daraufhin ausgerichtet sein muss. Eine wesentliche Frage bleibt immer, wie das Material und seine Ausdehnung in der Zeit zusammenkommen. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, die Zeitstruktur immer aus dem Material abzuleiten. Interessanter finde ich, das Material in eine bestehende Zeitstruktur hineinzupressen, weil dann eine Spannung zwischen Material und Ausdehnung entstehen kann. Allerdings kann das eigentlich nur funktionieren, wenn das Material so sehr eine eigene Ausdehnung nahelegt, also voraussehbar macht, dass die Erwartung an seine Ausdehnung auch wirklich enttäuscht/verletzt werden kann.

Wenn man jetzt eine dramaturgische Abfolge für das Material erarbeitet, und unabhängig davon eine leere Zeitstruktur für das komplette Stück, ist natürlich die Frage, wie die beiden zusammenkommen sollen: Rücksichtslose Anwendung der Zeitstruktur auf das Material, Anpassung der Zeitstruktur an den Ablauf des Materials, oder gegenseitige Annäherung. Letztlich müsste es in beide Richtungen gehen: Teile, in denen die Zeitstruktur rigide durchgezogen wird, Teile, in denen das Material die Dauer der einzelnen Abschnitte und Unterabschnitte bestimmt, und Teile, in denen beide aneinander angepasst werden. Frage bleibt dann immer noch, ob es von Anfang an einen gemeinsamen Bezugspunkt wie zum Beispiel Anzahl der Abschnitte geben soll, oder ob die beiden Ebenen wirklich vollständig unabhängig voneinander konzipiert werden sollen. In jedem Fall ist diese Arbeitsweise auf jede Kunstgattung, die mit Zeit arbeitet, anwendbar.

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What’s done on earth stays on earth.

Ständig 4 live-Kommentare, eventuell umschaltbar.

Dias blinken

black and white (and grey): FAKE NEWS

Vorbestimmtes Zeitfenster, in das das Material eingefügt wird, vs. Material, das seine Dauer selbst bestimmt (z.B. durch Vollständigkeit, Präsentation aller möglichen Ausdifferenzierungen, etc.).

Es gibt mittlerweile so tolle Künstler hier in Berlin, weischt…

HASS HASS HASS HASS HASS

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Filed under black and white (and grey), Politik, Pop, Saturn A/B

Und dann? Und dann? Und dann?

Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck.

Warum war dann eigentlich plötzlich alles weg? Keine Begeisterung, kein Glanz, nichts. Alles verloren, wie auf Knopfdruck, zum Jahreswechsel oder so. Epoche der Geistlosigkeit angebrochen.

Ultraeffektive Formdisposition: Skala von Dauern, gleiche Intervalle, auf Gesamtdauer übertragen, Skalen von Dauern, ungleiche Anzahl von Segmenten (Skala von Anzahl von Segmenten?), auf Segmente übertragen, etc. Entweder gleiche Formdisposition für alle Parameter, oder eben jeder Parameter eigene Formdisposition.

U.U. auch für Saturn relevant. Wesentliche Zusatzfrage: Können/sollen Segmente unterbrochen werden, bzw. können verschiedene Segmente mit dem gleichen Material bespielt werden? In Bezug auf Saturn: Wiederholung oder Fortsetzung? Oder spielt das überhaupt eine Rolle? Geht es nicht im Wesentlichen um ein homogenes Auffüllen der Segmente, egal ob mit ähnlichem oder gleichem Material?

Musiktheater, Bühne, EXAKT wie ein Musikstück behandeln.

Als Grundregel für das erste Projekt (und wahrscheinlich auch für alle anderen): Alle Parameter synchron oder fast synchron. Alles andere ist auf der Bühne nicht wirkungsvoll.

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Gegen die Vernunft

it’s called triplets, you…

Erbarmungsloser Blick, unvoreingenommen, keinerlei Scheu vor Widersprüchen, größtes Interesse an zwischenmenschlichem Verhalten, die Regeln der Höflichkeit als unerschöpflicher Forschungsgegenstand, und dann kommt plötzlich ganz trocken ein Geisterfuchs um die Ecke.

Reiner Eklektizismus, gar nicht erst bemüht, etwas eigenes zu machen. Das als REGEL.

Vorteil von Guckkastenbühne: Du kannst den Blick wirklich lenken, Du kannst wirklich bestimmen, was man sieht, und was man nicht sieht. In dieser Hinsicht sehr filmisch.

Mandeln + Kümmel: Überraschend homogene Mischung, fast wie EIN Geschmack.

Nachtkritik: Ein Soapcast auf Speed, nur eben in Zeitlupe, athritisch.

Bei Suzuki an Fukasaku gedacht: Somehow traurig.

EQUALITY
COURAGE
LOVE
LOYALTY
STRENGTH
UNIFIED
UNITY
POWER
VERSACE

Geil zynisches Branding: Einfach behaupten macht lustigerweise deutlich mehr Eindruck als wenn es eine ernstgemeinte Kampagne wäre, gerade, dass die erhabenen Begriffe zynifiziert, aber genau dadurch dann eben doch auch ernst genommen werden, gibt der Entscheidung ihre Stärke.

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Technischer Zynismus

tonal-atonal vs. konsonant-dissonant

Anders gefragt: Wo sind tonale Akkorde in einem konsonant-dissonant definierten Feld angesiedelt? Wo ist ihr Platz?

Sea of Vapors 2014 15:00
Sounding Glass 2011 10:00
False Friends 2007 4:50

(Way Fare 2009 6:30)
(Remote Intimacy 2007/2008 14:30)
(Memories 2004 19:00)

Mal überlegen, wie ein Konzert (oder ein Stück) aussehen würde, wenn man 100% vom visuellen Aspekt ausgehen würde.

Z.B. eben nur Blitze einen ganzen Abend lang, sonst nichts. Possible Arbeitstitel: black and white (and grey). Spot + Gegenspot + Wand

Sprache, Textform (PTP): Rede, Vortrag, Talkshow, Gespräch, Smalltalk, Witz, alles NICHT für die Show produziert, alles ORIGINAL eingespielt. Bzw. abgespielt und nachgesprochen.

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