Musik hinter verschlossenem Fenster. Merkwürdige Intensität, wie Verwischungen, die überzeugender wirken als das scharfe Bild. Wäre naiv zu denken, dass das einfach nur als Kritik an der Gegenständlichkeit zu erklären ist. Eher als sehr direkte Metapher für etwas, was man nicht fassen kann, was einem durch die Finger rinnt. Ferne, natürlich. Ich vermute aber, dass bei Musik auch noch der Aspekt der Reduktion auf das wesentliche Signal, nicht nur klanglich, sondern auch strukturell, eine wichtige Rolle spielt. Jedenfalls eine sehr merkwürdige, fast automatisierte, weil nicht hinterfragbare Emotionalität, die dabei erzeugt wird. Könnte auch noch etwas mit Erinnerung, Unschärfe des Gedächtnisses zu tun haben, dass im Gedächtnis – möglicherweise – nur die groben Züge festgehalten werden. Dann wäre das eine Metapher für Vergangenheit – oder Gedächtnis – und könnte in seiner Emotionalität mit einer Art nostalgischen Wehmut verglichen werden.
Mit ihm über komplexe Sachverhalte zu sprechen ist kein Spaß. Ich hatte heute zweimal das Vergnügen.
Auf eine bestimmte Weise verzeiht Kunst Fehler, freut sich sogar über Fehler.
Fiorituren müssen ganz klar auseinandergenommen werden, sonst macht es überhaupt keinen Sinn – einfach komplett unverständlich als Notation. Sinneinheiten nicht erkennbar. Heißt aber auch: Alles nochmal anhören, wenn es ernst wird. Mit dem Ohr entscheiden.
Du redest noch mit dir, wenn niemand mehr mit dir redet. Du bist allein. Vielleicht auch nicht. Vielleicht ist das einfach so, dass du vor dich hin redest. Einfach so eben. Kein Grund. Außer dass du es eben tust. Minibeobachtungen, Nachjustierungen.
Eine komplette Hautschicht hing wie ein leerer Overall an meinem Körper. Ich schnitt sie an den Zehenspitzen mit einem Teppichmesser durch, um mich von ihr zu befreien.
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Unstern
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Pavillon: Ruhm der Unvernunft.
Ziemlich interessant wie sich in den Bergen die Perspektive durch relativ kleine Bewegungen deutlich verändert. Wenig Schritte und die Punkte in der Landschaft wirken wie neu angeordnet.
Pierre Frick, Le 3 Décembre 2015
Pane Carasau
Cioccolato Piemont La Nocciola Crema Gianduja
Wolken: Schöne Dreidimensionalität. Transparenzvarianten. Interessant. Lustig, wie ein Flugzeug sich in die Kurve legt. Sieht immer so aus, als ob es auch umkippen, sich seitwärts überschlagen könnte. Bisschen unangenehm, als ob man in der Luft hängen würde – was man de facto ja auch tut. Fühlt sich nur unsolider an als der gerade Flug.
Vielleicht ganz einfach alle Jahrescharts auf einmal. Fühlt sich nicht so bescheuert ordentlich an.
Zurück in Deutschland: Ist ja geil eng hier. Kann ich bitte kurz sterben?
Von Nazis geträumt. Wie war das nochmal? Ach ja, Nazis, die Postzusteller töten und zerstückeln. Ich sollte den nächsten Postzusteller spielen und sie überführen. Das böse war nicht im Empfangsraum, sondern im Raum dahinter. Klassische Falle. Unangenehm.
Summen mit Glottisschlägen artikulieren, wie wenn man eine Tonleiter artikulieren wollte, aber auf einem Ton.
Bründlmayer
Brut Rosé
Air Austria: Sprechen mit einem ständigen Räuspern in der Stimme, quasi viel Räuspern und wenig Stimme, Text wirkt dann sogar so, als ob das Band springen/rückwärts laufen würde, obwohl das natürlich nicht der Fall sein kann. Wäre aber natürlich eine Option bei absichtlichem Silbentausch.
Ähä-al-ähä-ähä-ähä-al-ähä-ähä-so-ähä-al-ähä-ähä-ähä-ich-ähä-ähä-de-ähä-ähä-wer-ähä-de-ähä-ähä-jetzt-ähä-mal-ähä-jetzt-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-Klo-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä-ge-ähä-ähä-ähä-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä.
Vielleicht eher he-he-he-he-he-he-he-, extrem trocken, quasi knacksen.
Funktioniert natürlich am besten mit einer Stimme, die ohnehin schon extrem kehlig geführt ist.