Vielleicht nur Oktaven/Quinten/Quarten als vertikale Intervalle?
Let’s see:
– Faktoren zwischen 1 (alle Abschnitte gleich lang) und 2 (jeder Abschnitt doppelt so lang wie der vorherige)
– Als auslösender Faktor die genaue Mitte (1,5), danach der kürzester Abschnitt mit dem niedrigsten Faktor (1), und der längste Abschnitt mit dem höchsten Faktor (2)
– Wenn nötig, wiederholen (wird dann allerdings sehr kleinteilig)
– Angenehm einfache und durchschaubare Regeln
Bei der Zeitberechnung der Abschnitte immer auf volle Sekunden runden, das gleiche bei der Berechnung der Takte in Bezug auf das Tempo.
Achtung: Materialverteilung muss nicht unbedingt der Abschnittsbildung in ihrer Periodisierung folgen.
Die absolute Schnelligkeit der Aktionen kann ein wesentlicher Parameter für die Form sein.
Was ist denn eigentlich genau der Unterschied zwischen Sätzen, die attacca aufeinander folgen, und Abschnitten?
Pokalfinale: Schade, dass nicht beide Mannschaften verlieren können!
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Can I have it like this?
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Schönheit ist Nicht-Wiedererkennen.
A great year for Russia and China. Not so much for the US.
Monteverdi 1567-1643
Caravaggio 1571-1610
Krieg: Musik komplett fragmentieren, auch die Teile, die ohnehin nur als Fragment gegeben werden. Einzelne Takte, Phrasen, auch willkürliche Entnahmen.
Gonzalez: Furchtloser Grundlinien Spieler, leider verschwunden.
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Wow, war für einen Moment voll weggetreten, krass.
Tatsächlich interessant, wie unterschiedlich man Ereignisse bewerten kann. Einfaches Beispiel: Halbfinale Federer-Wawrinka, Australian Open 2017. Wenn die mehr oder weniger offizielle Zusammenfassung die beiden medical timeouts (Wawrinka nach zweitem Satz, Federer nach viertem Satz), die meiner Meinung nach matchentscheidend waren, gar nicht erst erwähnt, ist das schon eine sehr merkwürdige Nacherzählung, bei der man sich fragen muss, von welchen Interessen sie gesteuert ist: Vielleicht, dass man nicht erwähnen will, dass vermutlich beide timeouts taktisch bestimmt und darum tendenziell unfair waren? Vielleicht sogar eine Anweisung, dass über tendenziell unsportliches Verhalten nur bei Sportlern, die diesbezüglich ohnehin angezählt sind, berichtet werden soll?
Wie sicher man sich auch immer ist mit seiner eigenen Beurteilung einer Situation, ist es natürlich grotesk anzunehmen, dass man sie nur auf diese Weise sehen kann. Auch wenn die Idee von Urteilen logischerweise darin besteht, das richtige Urteil zu fällen, also recht zu haben, und dieses Rechthaben auch zu verteidigen. Nicht undenkbar, dass es gar nicht möglich ist, eine Sache genau gleich zu beurteilen: Dass es nur so scheint, dass wir einer Meinung sind, dass es aber bei ausreichend genauer Darstellung in jedem Fall offensichtlich würde, dass zwei Standpunkte niemals komplett deckungsgleich sein können.
Eine Meinung kann niemals politisch sein. Eigentlich können in der Politik nur Argumente zählen. Das Problem ist dabei aber, dass die reale Stärke eines Arguments im Wesentlichen von seiner Darstellung, weniger von seiner inhaltlichen Korrektheit abhängig ist, was bedeutet, dass diejenigen, die ihre Argumente am wirkungsvollsten vortragen, recht behalten, egal, wie stark ihr Argument inhaltlich tatsächlich ist. Und genau da können dann machtgestützte Interessen wichtiger werden als Argumente. Real spielt dann bei der politischen Meinungsbildung auch die allgemeine Befindlichkeit, die zwar beeinflussbar ist, aber sicherlich ein Eigenleben führt und nicht komplett berechenbar ist, eine wesentliche Rolle.