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Lay low and relax.

Das waren also die 10er Jahre. Hat sich tendenziell so angefühlt, als ob sie zum Ende hin ausgeblutet wären. Vielleicht sogar die ganze zweite Hälfte lang. Zumindest popmusikalisch.

KREUZ/ALLTAG/MAURIZIO/STRASSE/MONITOR/SICHT/NEIN/JA/GUT/KREUZUNG/LICHT

Oder haben wir uns einfach nur gefragt, wann ist es denn endlich nun vorbei?

Solostück für Schlagzeuger, sitzt auf Stuhl auf Bühne, kein Notenständer, Kuchenform in der linken Hand auf linkem Bein, loser Boden, Anweisungen Clicktrack über Inear, vielleicht später auch rechte Hand benutzen, vielleicht nicht. Nicht zu kurz, mindestens 20 Minuten. Sehr privat, unscheinbar, zerbrechlich.

The new year in yellow.

1. thankgod4cody: Cody of Nazareth
2. DJ Nigga Fox: Cartas Na Manga
3. Triad God: Triad
4. Billy Woods x Kenny Segal: Hiding Places
5. Young Thug: So Much Fun
6. Lolo Zouai: High Highs to Low Lows
7. Leonard Cohen: Thanks for the Dance
8. Burial: Tunes 2011-2019
9. Tommy Genesis: Tommy Genesis
10. Rian Treanor: ATAXIA
11. Ahmedou Ahmed Lowla: Terrouzi
12. Caterina Barbieri: Ecstatic Computation
13. AZOMALI: GUAYABA MIXTAPE (uploaded from an internet cafe somwhere in Medellin)
14. Andy Stott: It Should Be Us
15. DJ Nate: Take Off Mode
16. Giant Swan: Giant Swan
17. Sophie: OIL OF EVERY PEARL’S UN-INSIDES Remix Album (NON STOP)
18. MIKE: tears of joy
19. W00DY: My Diary
20. Earl Sweatshirt: Feet Of Clay
21. Ernest Hood: Neighborhoods
22. The Deontic Miracle, Catherine Christer Hennix: Selections from 100 Models of Hegikan Roku
23. Bambu: Exrcising a Demon – Article II – Brother Hoods
24. Bbymutha: Muthaz Day 3
25. Emily A. Sprague: Water Memory / Mount Vision
26. Maxo Kream: Brandon Banks
27. JPEGMAFIA: All My Heroes Are Cornballs
28. Jenny Hval: The Practice of Love
29. BIGBABYGUCCI: Universe 2 +。゚φ(ゝω・`○)+。
30. Terry Allen & The Panhandle Mystery Band: Pedal Steal + Four Corners
31. Megan Thee Stallion: Fever
32. Summer Walker: Over It
33. Tink: Voicemails
34. Rapsody: Eve
35. Odete: Amarração
36. 03 Greedo, Kenny Beats: Netflix & Deal
37. Little Simz: GREY Area
38. Amnesia Scanner & Bill Kouligas: Lexachast
39. Vanessa Rossetto: you & i are earth
40. 03 Greedo: Still Summer In The Projects
41. Lucki: Freewave 3
42. Santa Muerte​: Diluvio
43. Yao Bobby & Simon Grab: Diamonds
44. Johnny Cinco: Don’t Play Wit Him
45. The Caretaker: Everywhere at the end of time – Stage 6
46. The-Dream: Ménage à Trois: Sextape Vol. 1, 2, 3
47. Palmistry: i-DJ: Palmistry
48. DaBaby: KIRK
49. AceMo: All My Life
50. Dawn Richard: new breed
51. Yung Bans: MISUNDERSTOOD
52. Various Artists: Applied Sociolinguistics
53. Moneybagg Yo: 43VA HEARTLESS
54. Tayhana: Tierra del Fuego
55. Palmistry: Afterlife
56. Flume: Hi This Is Flume (Mixtape)
57. Levon Vincent: Slander / Late Night Reflections
58. slowthai: Nothing Great About Britain
59. Geng: FACT mix 726 – Geng (Sept ’19)
60. Kevin Gates: I’m Him
61. MSYLMA: Dhil-un Taht Shajarat Al-Zaqum
62. Head Hi: Into It
63. Various Artists: PDA COMPILATION VOLUME 1 – AND THE BEAT GOES ON
64. Your Old Droog: It Wasn’t Even Close
65. Slikback / 33EMYBW / Osheyack / Yen Tech: Slip A
66. DaBaby: Baby On Baby
67. xin: Melts Into Love
68. Bill Callahan: Shepherd in a Sheepskin Vest
69. Oli XL: Rogue Intruder, Soul Enhancer
70. SIR E.U: RED HELLY / TWIN TOWERS
71. Slikback & Hyph11E: Slip B
72. Gets Worse: Snubbed
73. Koeosaeme: Obanikeshi
74. Autechre: Warp Tapes 89-93
75. Kevin Abstract: ARIZONA BABY
76. Levon Vincent: Dance Music Pt. 3
77. NAPPYNAPPA: Autonomous
78. Sunn O))): Life Metal
79. Charli XCX: Charli
80. Red Daughter, Trap Funk & Alivio: Red Funk Alivio 2
81. Haviah Mighty: 13th Floor
82. Smerz: Have Fun
83. Anna Meredith: FIBS
84. Carly Rae Jepse: Dedicated
85. Lil’ Kim: 9
86. Various Artists: Colombian Ghetto Blaster
87. Coil: The Gay Man’s Guide to Safer Sex
88. Lee Gamble: Exhaust
89. DJ Aflow: SMOG
90. Beatrice Dillon: RA.706 Beatrice Dillon – 2019.12.09
91. Juan Ramos: Changing Hands
92. Tune-Yards: Sorry To Bother You (Original Score)
93. Debit: System
94. Pheeyownah: SILVER
95. XXX: SECOND LANGUAGE
96. Johnny Shines: The Blues Came Falling Down (Live 1973)
97. Valle: Runnin\’ Rich
98. Lolina: Live in Geneva
99. SPOOL: SPOOL
100. K$upreme \& ChaseTheMoney: Caught Fire

Bonus

101. Taso & Siete Catorce: Grandes Éxitos Vol. 1
102. Moodymann: Sinner
103. Dark Lo: American Made
104. Gonçalo Penas: Ego De Espinhos
105. Martin Brandlmayr: Vive Les Fantômes
106. Anna Wall & Corbi: DATs in the Attic
107. Sutekh Hexen: Sutekh Hexen
108. Emptyset: Blossoms
109. Black Light Smoke: Nothing Makes Me Feel (Good Anymore)
110. Anna Wise: As If It Were Forever
111. Jamila Woods: LEGACY! LEGACY!
112. Klein Zage: Womanhood
113. Halls: Infinite Loss
114. Michael Speers: xtr’ctn
115. Tony Njoku: YOUR PSYCHE’S RAINBOW PANORAMA
116. SahBabii: 3p
117. Slick Shoota: VIP VAULTS
118. Lightning Bolt: Sonic Citadel
119. computer slime: sticky keys
120. Wiki: Oofie
121. Danny Brown: uknowhatimsayin¿
122. Tree: WE Grown NOW.
123. Slick Master Rick: Factory Jack Muzik (1987-1988)
124. Tuamie & Fly Anakin: Emergency Raps, Vol. 4
125. Shadowax: Николай Рептайл

Nee, sorry, Billie Eilish is not it, she’s only a new Tom Waits version with a
nice effects board. Which is totally fine. But nothing more than that.

Krasser Gegensatz zu letztem Jahr: Keine einzige wirklich GROSSE Platte.
Nicht ganz so viel Hip Hop, dafür ultraviel R&B, und alles verdammt gut.
Well, I don’t know…

MAURIZIO/KREUZUNG/LICHT

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radikale Einfachheit der Sprache

Vielleicht ist Musik da sogar im Vorteil: Wir können tatsächlich Musik über Musik schreiben, ohne kopieren zu müssen, bzw. wir müssen nicht allzu viel ändern, um eine komplett andere Wirkung zu erzielen. Und wir müssen nicht gegen das Foto als permanente gegenständliche Bildquelle kämpfen. Popmusik ist da vermutlich viel harmloser als Gegner. Und ebenfalls sehr einfach in eine andere Richtung zu wenden.

Ich öffne: Viel lauter, so dass man den akustischen Klang nicht mehr hört/die Instrumente völlig übertönt werden. Überintime, aber viel zu laute Lautsprechermusik.

Amanda Michalopoulou

Diabelli Variationen: Studie darüber, dass alles auch viel länger, oder viel kürzer sein könnte. Oder anders. Einfach mehr, oder weniger, oder anders sequenzieren. Und natürlich ganz anders weitergehen könnte. Die Frage wäre, was die expressive Idee des Stückes ist – wenn es eine gibt. Witz könnte eine Idee sein, letztlich auch ein gewisser Zynismus – vielleicht sogar ein gewisser Sadismus. Auch bei den offenbar innigsten Partien ist man nicht sicher, ob man nicht vorgeführt wird.

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Fake for Forschung

Z.B. Conforce, Dawn Chorus: Erstaunlich, dass ich die Alben, die konsequent einen bestimmten Post-Technoklang durchdeklinieren, in diesem Bereich immer noch (oder wieder) am überzeugendsten finde. Hat sicher auch mit einer stabilen Stimmung/Atmosphäre zu tun, die dadurch etabliert werden kann.

Besteht der Todestrieb nicht zu einem großen Teil aus dem Impuls, es endlich hinter sich haben zu wollen? Nicht mehr darauf warten zu müssen, dass es passiert? Könnte mir vorstellen, dass bestimmte Formen von Mord einen ähnlichen Antrieb haben.

Der Adler: Kurze Einwürfe, sehr schnell gesprochen, daher ausdrucksfrei. Keine längeren Passagen, keine Schnellsprechorgien.

Immer noch darüber nachdenken, mit Samplern neutralen Ausdruck quasi einzuspielen.

Vielleicht ist die Übertragung von Romanstoffen auf die Bühne nicht vor allem der Erschließung neuer Themen/Geschichten geschuldet, sondern dem Interesse am Medienbruch, dass der Stoff noch nicht zurechtgelegt ist, dass die Darstellung den Zwängen des Romans und nicht der Bühne folgt, und dadurch Details in die Bühnendarstellung einbringen kann, die beim direkten Schreiben für die Bühne normalerweise nicht aufscheinen würden. Elektronik/Instrumentalmusik.

Fehlstart – schöner Klang – als Material. Ist jetzt eben auch zu Fremdmaterial geworden.

Karin Kneffel: Bläsersatz, ziemlich schön. Verschwommen, verzerrt: Eine echte, aber realistische Anamorphose.

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gleich heule ich

Wenn man es sich genau überlegt, verschwindet die Geschmacksdistinktion. Ist auf höchstem Niveau kaufbar, und wird trotz ihrer eigentlich offensichtlichen Ironie auch von Leuten, die keinerlei Verständnis dafür haben, akzeptiert, daher lustigerweise vom Distinktionsmerkmal zum Gleichmacher geworden. Was als Leistung bemerkenswert ist, im Resultat aber ihre Funktion, für eine bestimmte Haltung zu stehen, komplett zerstört.

HWY/ART
WHY/ART
HWY?ART
¿HWY?ART

endless summer: Vielleicht auch lange Töne durch einzelne Vibratoschläge strukturieren. Dadurch die Offensichtlichkeit der Trennung Anfang-Mitte-Ende aufheben. Das Ende ist dann letztlich auch ein (abgebrochener) Vibratoschlag.

All music composed by Cifika from Mother.

고등어구이 

Sophie Baumann

¿HWAT?HWY¿ART?

Sciarrino/Klassische Oper: Man könnte vielleicht auch sagen, dass in der klassischen Oper das Subjekt der handelnden Personen überbewertet wird, dass ihre Subjektivität quasi aufgeblasen und extrem überhöht wird, und dass Sciarrinos Opernkonzeption mit ihrer vergleichsweise geringen Differenzierung innerhalb der Rollen und zwischen den Rollen ein viel realistischeres Bild der Realität zeichnet. Die klassische Oper zeigt das, was wir gerne fühlen würden, was wir gerne teilen würden, was wir aber nie fühlen und schon gar nicht mitteilen können – worauf vermutlich ihr großer Erfolg beruht. Sciarrino dagegen gibt ein viel realistischeres Bild unserer begrenzten Gefühlswelt und ihrer noch begrenzten Mitteilungsmöglichkeiten, obwohl er sie natürlich auch historisiert und damit auf seine Art ebenfalls überhöht.

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du musst jetzt sehr tapfer sein

Overcome the limits of immortality: Sara Modiano, Cenotaph

M/L: Skalen in die Arpeggi einbauen? Könnte ehrlich gesagt sein, dass das eine gute Idee ist. Die Skalierung durchschimmern lassen, quasi Verdopplung, der Rhythmus bestimmt dann logischerweise die Tonhöhe. Muss aber ausnotiert sein, damit man ein besseres Gefühl für die Distanzen bekommt, damit man sie besser abschätzen kann. Oder: Nur Ganzton/Halbton-Schritte, die Distanz bestimmt dann den Rhythmus. Wahrscheinlich mehr Einrasten dadurch, und mehr Bewegungskraft. Sehr kleine Tonabstände können ja fast wie Glissandi klingen.

Everything is always and unavoidably goodbye, fortunately or unfortunately.

Mein Leben wird gewesen sein, 
wie du gerochen hast 
und wie du dich angefühlt hast.

Geomungo: Am Ende vielleicht den Grundschlag Viertel-Viertel-Viertel ab und zu durch zwei Achtel ersetzen, so dass ein tonaler Rhythmus angedeutet wird. Dabei Achtel und Viertel verzerren, so dass im Extremfall nicht mehr zu erkennen ist, welches die Achtel und welches die Viertel sind. Gehen also im Extremfall ineinander über, kurzes Viertel = langes Achtel und umgekehrt. Aber wahrscheinlich nicht drei oder fünf Achteleinheiten hintereinander, sondern immer auf die Vierteleinheit bezogen bleiben. Es sei denn, die Vierteleinheit wäre so etabliert, dass es Sinn machen würde, sie aufzubrechen. Quasi Synkope ohne Synkope. Klingt dann fast schon wie Flamenco. Sehr primitiv, unangenehm eingängig.

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You are your own information.

Doris Salcedo: In gewisser Weise Anti-Konzeptkunst. Ist da, spielt eine große Rolle, war vielleicht die Hauptarbeit, wird aber absolut nicht kommuniziert. Interessant. Könnte man mit spielen. Offen legen vs verschweigen.

Emptyset, Blossoms: Klingt wie die elektronische Version von Maurizio/Licht. Gefällt mir natürlich. Könnte man nachdenken, ob man Teile davon verwenden kann.

True Detective III: Ist ja schon auch ein Charakterproblem, wenn man sich immer wieder von den gleichen Geschichten einlullen lässt, na klar, gut erzählt, na klar, tun sie so, als ob sie etwas über die Welt erzählen würden, aber letztlich ist es ja doch immer die gleiche Mischung von Spannung, Entsetzen und Voyeurismus. Gerade, wenn es wirklich gut geschrieben ist, wenn man tatsächlich das Gefühl hat, etwas zu sehen, was man so noch nicht kennt. Auch interessant, wie schnell man sich von Ablehnung zu Faszination bewegt.

Etwas nur mit den Augen verstehen. Berühren, anfassen, als ob. Bäume, Berge – gilt wahrscheinlich nicht für Artefakte.

Diabelli/Zender zu Heiliger Krieg?

Lorraine: Vielleicht einer, der an das Glück geglaubt hat? Hat Claude das Glück gemalt? Ja, vielleicht.

Saint-Julien-le-Pauvre: Fuck die Wand an!

Ludwig XII/Anne de Bretagne
Francois I/Claude de France
Henri II/Catherine de Medici

Nur Unvermögen rettet vor der großen Uniformität: Echt jetzt? Dann wären wir doch total gerettet, oder? Ist halt nicht wirklich lustig auf die Dauer, sorry. Am Ende nur noch ausruhen auf dem, was man mal herausgefunden hat.

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Sorglosigkeit

Der Adler: Am Anfang zweimal ganz trocken, normale Sprechstimme: Ad-ler, Ad-ler. Wahrscheinlich in 16teln notiert. Quasi Sample. Oder eben echtes Sample. Wie wäre das: Alle Mitglieder des Ensembles nehmen den Text für sich auf, ausdruckslos, quasi Zeitungslektüre, am besten mit klanglich sehr verschiedenen Aufnahmegeräten: iPhone, Studio, Kassettenrekorder, Raum nebenan usw. Dann entweder alle Wörter zu einzelnen Samples schneiden, oder vorher überlegen, welche Wörter man braucht, und diese dann schneiden. Möglicherweise jedem Ensemblemitglied sein eigenes Keyboard geben, mit dem es dann seine eigenen Samples (oder auch die der anderen) abrufen kann. Das wäre dann noch die Frage: Wie werden die Samples lautsprechertechnisch zugeordnet, und werden die realen Stimmen mikrophoniert und über Lautsprecher abgespielt, oder rein akustisch vorgetragen.

Fixierung
Fixation
Zwangshandlung

l’identico
il simile
il contrasto
l’opposto

Oli XL

What’s he got that I ain’t got a lot of?

what is the most ugly thing you can imagine, and then do it and it’ll be beautiful

man war Teil von etwas, interessant

verändert sich ständig

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Thinking Historically in the Present

Theatre-makers Silke Huysmans and Hannes Dereere base their productions on concrete situations, events or places that represent a more widespread theme, and thereby interlink scientific investigations, interviews and active field research.

Vielleicht wäre es viel interessanter, sich auf konkrete Situationen zu beziehen, die nichts repräsentieren? Ist es nicht so, dass Sitationen, die etwas repräsentieren, automatisch ihren Wert als für sich stehende Situation verlieren? Was sollte daran interessieren? Es sei denn, man würde sie völlig entleeren und ausschließlich als Repräsentation betrachten. Oder lauter Situationen, die nichts repräsentieren, aneinander reihen, oder einige immer wieder wiederholen und möglicherweise abwandeln. Systematisch Situationen schaffen und durchdeklinieren, aber völlig konkret erscheinen lassen  – das könnte wirklich interessant sein. S. Bauarbeiter/Clowns.

Z.B. alles aufnehmen und nachspielen. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Film sein: Dass man ihn gar nicht sieht, sondern dass er nur zur Aufnahme/Reproduzierbarkeit/Kontrolle dient.

Wie kann man sich denn da so hinstellen! Ich steh ja auch manchmal scheiße, Du, aber Ihr steht ja wirklich superscheiße!

Krieg/Chöre: Akkorde vom Anfang von Kaleidoskopvillemusik (die ja als schnelle Schläge den Anfang von Krieg/Chöre bilden) vielleicht auch für Chorakkorde benutzen, möglicherweise sogar Chor gegen Instrumente ausspielen, verdoppeln, etc. Einzelne Schläge herausnehmen. Die ganzen Schüsse könnten auch als Chorakkorde instrumentiert werden. Womit dann die Schläge am Anfang auch Schüsse wären – und wir nicht nur Teilchöre hätten, sondern auch volle Chorakkorde, die über das ganze Stück verteilt sind und es so zusammenfassen. Erst am Ende der Triumphchor dann der volle Chor mit anderem/neuem Material.

Geomungo: Tief, schnell anfangen, kurze Fassung, Jajinmori, ca. 4:00. Vielleicht auch das anschließende Material, dann viel schnelles/hektisches Vibratoreiben.

Am Ende Jinyangjo, harte, tiefe Schläge, immer wieder wiederholen – als ob du das Geomungo zerschlagen wolltest.

Subtilität ist tot. Eigentlich auch lustig.

Mund zu, Kehlkopf zu, Luftdruck, leises Pressen.

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We know nothing.

Es ist gut, Dinge nicht zu erklären, sie offen zu lassen; andernfalls werden Entscheidungen quasi zurückgenommen, wegerklärt. Es ist gut, wenn sich die Leute wundern, wenn sie nicht verstehen, womit sie es zu tun haben, nur so ist es möglich, die Irritation auszulösen, die Kunst eigentlich ausmacht.

Sprünge, Dinge, die nicht zusammenpassen, die nicht zusammengehören.

Übertragung, Transkription als Maschine, die automatisch etwas Neues entstehen lässt.

Übertragung Koreanische Musik – Transkription Japanische Musik?

Bemerkenswert, dass Tape Musik, die fast wie Pop klingt, irritiert, echte Popmusik aber nicht. Da gibt es dann offensichtlich eine eindeutige Schwelle, die nicht allein durch den unterschiedlichen Kontext entsteht.

Stammheimer/Stockhausen immer doppeln, einer spricht/einer singt, oder so? Oder dann eben plötzlich beide singen, oder beide sprechen. Damit dann auch Rollen teilweise aufgelöst. Quasi Inuit Spiele, hohes Tempo nur manchmal drosseln, dann aber deutlich spürbar, quasi Vollbremsung.

Le Mystère des Voix Bulgares, Hibernate: Auch toll! Zeilen stehen sehr alleine. Tolle mechanische Verzierungen. Wäre aber wahrscheinlich zu offensichtlich, das direkt zu übernehmen.

Kye und Glistening Examples: Immer wieder der Gegensatz zwischen geräuschhafter Elektronik und zitierten oder neu eingespielten tonalen Passagen. Erstmal könnte man das als Gleichberechtigung aller hörbaren Materialien auffassen – oder als ob das tonale Material, besonders wenn es eindeutig zitiert, aber nicht unbedingt leicht identifizierbar ist, eine besonders deutliche Aussage im Verhältnis zum geräuschhaften Material erzeugt. Je häufiger das tonale Material angewendet wird, desto stärker wird allerdings der Eindruck, dass es sich doch um eine Form von sentimentaler Nostalgie, um ein sentimentales Ausruhen auf dem tonalen Material handelt.

One of the most prominent parts of my life is an organization or pretence compromise around the idea that simply nothing is more important than being able to do what I want. However, what I want is often operationally impossible. So, I isolate the most elemental component from which I get joy or pleasure and operationalize that instead. This takes work to get right, and so I’m spending a lot of mental energy producing an affective substitute, which after all was a fake thing from the start. This puts me in a vulnerable position.

Vaija Celmins/Bridget Riley: Handarbeit versus Studio. Da ist das Studio doch wohl weitaus moderner, auf den Punkt gebracht, oder? Die Kraft der Idee und der Vorstellung: Zu wissen, dass es so sein muss, und es dann so auszudefinieren, dass es nach dieser Definition ohne Abstriche ausgeführt werden kann. Oder der Mut, etwas zu verwerfen, in das andere viel Arbeit und damit auch Zeit investiert haben. Der Mut, sicher zu bleiben, dass man recht hat. Klare Entscheidungen. Ausdefinierte Phantasie/Vorstellungsgabe.

The making, the devotion to making, is what gives it an emotional quality. Oder auch nicht.

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Warum ich, Du Idiot!

Man kann auch in die Hölle fallen. Hölderlin 

Komposition ist für mich Notation von Realität. Und durch diese Notation wird die Realität verändert. Die Art der Notation entscheidet, wie weit und vor allem auf welche Art die Realität verändert wird. Realität ist alles, womit wir uns zu beschäftigen entscheiden. Das kann so einfach und naheliegend sein wie die Instrumente, für die wir schreiben, es ist aber auf jeden Fall das Material, mit dem wir arbeiten, auf das wir uns beziehen. Wenn wir über Musik sprechen, liegt es nahe, von klanglichem, also hörbarem Material auszugehen, auch wenn das offensichtlich nicht notwendig so ist, da es unzählige Methoden gibt, nicht klangliches, also auch nicht hörbares Material in klangliches Material zu übersetzen. Ich würde daran den Unterschied zwischen Übersetzung und Transkription festmachen: Übersetzung kann von jedem beliebigen Material in jedes beliebige andere Material geschehen, Transkription ist in meiner Definition eine Technik, die sich immer mit der Notation von akustischem Material beschäftigt.

In die Musik hineinnehmen, keine externen Erklärungen, es sei denn, sie werden tatsächlich Teil der Musik.

Den Gegensatz in die Musik hineinnehmen. Finde ich interessanter als die Methode sofort offenzulegen.

Transkription
Foto
Malen nach der Natur

Tatsächlich ein Gegenstand, ich kann entscheiden, in wie weit er erkennbar sein soll und wie weit nicht. Es ist also auf jeden Fall ein Spiel mit der Erkennbarkeit.

Schnelligkeit, z.B. bei Hölderlin: Dadurch, dass er den griechischen Satzbau nicht nur imitiert, sondern wörtlich übernimmt, entsteht eine Folge, die im Deutschen zwar sinnvoll ist, aber aus dem Deutschen selbst nicht entwickelt werden kann. Es entstehen schnelle Verbindungen, die wie in einer Montage Elemente gegeneinander setzen und gleichzeitig innerhalb der am Griechischen geschulten Grammatik miteinander verbinden. Ich denke, er hat gemerkt, dass durch diese Setzung eine Schnelligkeit im Denken von einem Punkt zum nächsten entsteht, die anders nicht zu erreichen gewesen wäre. Tatsächlich sind alle Bemühungen anderer Schriftsteller, eine ähnliche Form der parataktischen Unverbundenheit auszuarbeiten im Vergleich mit Hölderlin vermutlich daran gescheitert, dass sie versucht haben, diese Setzung aus dem Deutschen, aus ihrem eigenen Verständnis ihrer Sprache zu entwickeln, aber genau dadurch wird die Setzung eben viel zu organisch, viel zu sehr empfunden. Das, was Hölderlin erreicht hat, ist aber der echte Schnitt im Denken, die absolute Unverbundenheit der Elemente, die nur durch einen intellektuellen Sprung zusammen gebracht werden können. Es ist die absolute Anorganizität, die hier den Ausschlag gibt: Eben nicht aus einem privaten Empfinden, einem persönlichen Verständnis der eigenen Sprache, sondern aus dem technischen Verständnis einer fremden Sprache, das so auf die eigene Sprache übertragen wird, dass diese auch grundsätzlich fremd wird, und dadurch erst zum Instrument einer komplexen Aufarbeitung der Realität, wie Hölderlin sie gesehen hat, werden kann.

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Ich bete den ganzen Tag.

PG: Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
KT:  Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Archangel
Ghost Hardware
Homeless

Cody Currie, I Don’t Feel: Ganz cool mit vier Schlägen Bassdrum anzufangen, und dann sofort abzubrechen und mit dem Keyboard reinzugehen.

Auch hübsch, wenn man gerade dafür empfänglich ist: Lakehead, Stingray Ultras, fängt mit Liegeklängen im Keyboard an, dann ein bisschen Beat, ein bisschen Knarzen, und dann erst ganz langsam der eigentliche, nicht wirklich interessante Track.

Charms: Dub: Auseinandernehmen, neu zusammensetzen, einzelne Schichten exponieren, so nackt wie möglich, Schichtungen nur als Ausnahme, nicht als übergreifendes Prinzip. Dub also eher sezieren, vorführen, als wirklich durchführen. Letztlich auch viel interessanter, wenn die Konsequenz der Schichtungen betont wird, nicht die Schichtungen selbst.

Shiva Feshareki, New Forms Jingle 3: Schöne Schnipselei, quasi Footwork, sehr einfache Mittel, zielsicher eingesetzt, digitales LOFI. Auch schöne Reste von Realität in den anderen Tracks. Klar hörbar, aber eben doch sehr verdeckt.

perverted transcription

The death of glamour – ja, und jetzt? Was kommt jetzt? Was machen wir jetzt? Let’s be honest, war ‚ne schöne Zeit.

So why the fuck are you doing it at all?

Aram Han Sifuentes, Erin Hayden, and Jonah King at University Galleries of Illinois State University: Ausstellung. Was kann man alles tun? Was kann man alles reinwerfen? Malerei auf allen denkbaren Materialgrundlagen, Foto, Film, Skulptur auf allen denkbaren Materialgrundlagen. Dito Stück. Systematisch überlegen, am besten alle Optionen konstruieren und dann für das jeweilige Stück reduzieren/anwenden. Das Gesicht des Stücks. Kann eben alles sein. Why the fuck not? Ist das vielleicht das eigentliche Problem, dass wir immer einen Stil aufzwingen wollen, selbst wenn wir so tun, als ob wir total frei mit unserem Material umgehen würden?

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hm, und dann?

Oder wirklich eingreifen, brutal eingreifen, etwas anderes daraus machen?

Durch Pausen die Linearität zerstören?
Mehr dynamische Wucht?
Mehr individuelle Gestik im Vergleich zu durchlaufender Erzählung?

Man könnte ja auch eine krasse Kratzstunde o.ä. veranstalten

Irgendeine formale Spannung/Entwicklung einbauen – nicht einfach nur gehorchen!

Die Schweller am Ende wären dann eine Art Scherzo zwischen Stimme und Instrumenten.

Vielleicht tendenziell in andere Register rutschen, damit die Gegenüberstellung Stimme-Instrument nicht zu offensichtlich ist. Allerdings ist Violine ohnehin andere Lage als Bariton – und eher würde ich die Baritonlage unterbrechen als die Violinlage, glaube ich.

Man könnte auch immer die gleichen Instrumentenkombinationen nehmen, egal, wie die Konstellation des jeweiligen Abschnitts aussieht. Weiß aber nicht, ob das wirklich was bringt.

Oder das Tempo plötzlich deutlich verlangsamen? Verdoppeln? Wie eine andere Welt? Ein Konzept für Melismen, ein Konzept für syllabische Passagen?

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Filed under Schlachten 1: Arie, Schlachten 1: Arie (Bad Vibes Version)

all those people stopped to be honest long ago

Nah dranbleiben: Vielleicht so instrumentieren, wie das Hauptmaterial, also gar nicht monolithisch, sondern filigran/aufgebrochen/in Segmente aufgeteilt?

Bläser dann nur Extras/Hintergrund/Verstärkung?

dann alles nochmal anhören

Das würde dann aber auch heißen, dass die Streicher IMMER das Material definieren.

Versuch einfach, die beste Version zu finden, egal, was dabei herauskommt! Regeln helfen hier wahrscheinlich nicht wirklich weiter.

Wenn Streicher: Chorisch oder solistisch – wenn chorisch: Warum? Nur um eine Aneinanderreihung von Soli zu vermeiden? Vielleicht um eine Art Übergang zwischen Soli (Stimme) und Tutti (Ensemble) herzustellen? Allerdings gibt es ja sonst keine echten Tutti/Unisoni, nur synchronisierte Einzelstimmen.

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Distort Decay Sustain

Ok, zwei wesentliche Fragen:
Was für eine Funktion haben die Lücken in der Gesangsstimme?
Und was für eine Funktion haben die Bläser im Ensemble?
Hängt zusammen, ist aber nicht das Gleiche

Sollen die Lücken die Gesangsstimme fortsetzen/ergänzen?
Dann wären die ersten Einsätze mit den Klavierclustern ziemlich falsch gesetzt – es sei denn, man versteht die Modifikationen des Cluster-Nachklangs als sprachlich/stimmlich.

Auf jeden Fall zwei Typen, die ergänzt werden müssen: Kurze Takte (syllabisch) und lange Takte (melismatisch). Eindeutige Grundformen. Die melismatischen Takte kann man wahrscheinlich nur nachspielen und strukturieren, wenn man sie nicht durch etwas völlig anderes ersetzen will. Die syllabischen Takte lassen sich durch repetitive (Cluster-) Strukturen tatsächlich ganz gut nachbauen. Eine gewisse Rauheit wäre bei den syllabischen Passagen ganz schön, oder?

Im Prinzip würde man die instrumentalen Passagen gerne ein bisschen mechanisieren, formalisieren, damit sie nicht zu offensichtlich die Stimme imitieren/ersetzen. Das kann dann aber auch wieder sehr platt/künstlich wirken.

Im Prinzip können die melismatischen Passagen nur von den Streichern gespielt werden – bei den Bläsern wäre das unweigerlich extremer Kitsch – die instrumentale Linie – funktioniert überhaupt nicht.

Oder total, anschlagsmäßig die Stimme imitieren, vielleicht sogar zeigen, wie sie klingen SOLLTE? Das wäre aber dann definitiv ein Soloinstrument, und wahrscheinlich sogar immer die Geige.

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Die Goetz-Saga

Heiliger Krieg 1: Stolen Friend
Heiliger Krieg 2: Die totale Partitur
Heiliger Krieg 3: Chorstück

Größtes grundsätzliches Problem: Was machen die/was machen wir mit den Chorsolisten? U.U. könnte man dafür die Kaleidoskopvillemusik in die Oper rückführen und unabhängig von der ursprünglichen Textableitung komplett neu und quasi völlig ignorant umtextieren.

wenn ich schon tot bin, aber es nicht merke

Break Mirrors In The Face Of The United States (DJ Earl VIP)/Tight Up Skirt (DJ Earl VIP): Thomas Mahmoud/Heidegger? Dieses Lallen, Ungenaue, Hingeworfene, Aggressive könnte interessant sein. Telefongespräch kann nicht einfach als formaler Witz übernommen werden, muss als musikalische Struktur überschrieben werden. Eigentlich das komplette Album interessant, weil Juke-Versionen von relativ konventionellen Vocals.

Kästchen mit Text + Cues wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

Die Welt ist sehr, sehr eng geworden. Außer für absolute Vollidoten.

Mahakala/Tibet: Die Soldaten (zumindest die Chöre)
Schubert: Die Bürger (zumindest die Chöre)
Le Mystere des voix Bulgares: Die Mädchen (zumindest die Chöre)

Macht voll Sinn, ehrlich gesagt.

Thomas Mahmoud: Heidegger mit Clicktrack

Caravaggio/Moment = Monodie? Wird ja tatsächlich ein Raum geöffnet, der in einer konventionellen Erzählung nicht vorhanden ist. Der Raum wird sozusagen nicht wegerzählt, nicht statifiziert. Der entscheidende Moment, der eigentlich nicht sichtbare Moment. Insofern vielleicht auch der ausgedachte Moment. Wird ans Licht gezerrt, wird festgehalten, gewinnt eine extreme Dynamik.

Gut, was würdest du denn wirklich gerne machen, was wäre keine Bestrafung?

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islamistische Vergeltungsreligiosität

Rückschläge – ziemlich bescheuerte Erzählung. Interessant, dass diese Art von Narrativ zumindest im Moment überhaupt nicht mehr funktioniert. Frage wäre, warum nicht. Weil die ganze Epoche ein gigantischer Rückschlag ist und es darum lächerlich ist, von einzelnen Rückschlägen zu sprechen? Weil auch die kleinen Fortschritte sich tatsächlich wie Rückschläge anfühlen, weil sie die Gesamtsituation noch mehr in den Lockdown fahren? Insgesamt jedenfalls extrem freudlos und hysterisch. Für welchen Fortschritt soll es da einen Rückschlag geben?

Klarheit. Ziemlich grauenhaftes Rumgedruckse überall. Man fragt sich, wo die eigentliche Arbeit getan wird. Wo sich tatsächlich etwas bewegt.

“The tenderness of a folk song does not arise only from nostalgia about how wonderful everything is back home,” the feminist theologian Wendy Farley once wrote. “Whatever the particularities from which this nostalgic longing arises, it continues to wound our hearts because it is also nostalgia for something no one has ever experienced.” In handed-down tunes, she recognized “desire’s refusal to accept the limitations of life.”

Taste/Saite: Stereoeffekt

Alles, alle Effekte, durchgehend total übersteuern, so dass die Instrumente nur noch der Auslöser von einem merkwürdigen Lärm sind, der rein optisch-zeitlich mit ihnen synchronisiert ist, aber sonst nicht mehr erahnen lässt, was seine akustische Grundlage ist. Vielleicht wie der Caretaker. Muss dann natürlich alles viel lauter sein als die akustischen Klänge. Dann könnte auch der Sänger singen wie er will, letztlich, eine gewisse Grobheit könnte dann sogar nützlich sein. Das wäre doch eigentlich Elektronik: Wenn die akustischen Klänge vernichtet würden. Fände ich viel interessanter, als ein vorsichtiges Zusammenspiel von Instrumenten und Elektronik. Wie eine dicke, undurchdringliche, schwarze Rauchwolke, die sich über die Instrumente legt.

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ein Zeichen des Himmels

Schlagen mit dem Bogen zwischen Steg und Griffbrett: Könnte man tatsächlich auch Figuren spielen, z.B. g-Saite greifen und klingen lassen, Quint-Figur/Quart-Figur, klingt ziemlich gut, weil es so zufällig wirkt, sehr roh, sehr Dorfmusikantenhaft, letztlich sehr punkig.

Bogenschläge nur in den Zwischenspielen, sonst zu sehr im Vordergrund und auch ein bisschen verschenkt, also wahrscheinlich alle Tanzrhythmen mit Bogenschlägen, das würde wohl Sinn machen.

some do the work
some make the money
maybe
some do both

Albträume: Ja nicht unbedingt immer, dass etwas Schreckliches passiert, sondern oft, das etwas ganz normales sich schrecklich anfühlt. The real world. Wahrscheinlich aber immer auf irgendeiner Ebene unerklärlich. Absonderlich.

Dass unsere Seelen den Moden ebenso unterworfen sind wie unsere Körper. Natürlich. Wie sollte es auch anders sein.

Ganzes Stück nur auf Fingerkuppengeräuschen aufbauen…

Mal ein Stück nur mit Terzen schreiben – wäre wahrscheinlich ernsthaft lustig/interessant. Im Prinzip völlig bizarre Klanglichkeit, wirklich ein bisschen wie ein Witz, jedenfalls für unsere heutigen Ohren.

They think it’s all Gucci but it’s 99 cents I swear.

The moment is Eternit: Vielleicht wirklich.

Eine durchwachte Nacht in einem vom Mond beleuchteten Garten: Wenn man das nicht als Metapher, als festes Bild, sondern als Realität versteht, kann das natürlich auch Schönheit der Natur, Ruhe der Nacht, Sicherheit des Beständigen bedeuten, aber eben auch unzählige Gedanken, Sorgen und Qualen, die der Mond nicht beruhigen kann. Die Grausamkeit eines Gedankensturms, den man nicht kontrollieren kann.

Let’s have some Angst for a change, will you?

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. – Und wenn beide Seiten faschistisch denken? Was ja doch wahrscheinlich unsere heutige Situation ist.

never complain, never explain

– let me explain…

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HURT

2 falsche Taschen zusammensetzen, z.B. KKH und KDW in der Mitte durchschneiden und zusammennähen. Passen überhaupt nicht und könnten genau deswegen interessant sein.

Crescendi/Decrescendi auf einfachen Pulswiederholungen (Yssue, Doesn’t Mean Alive).

Morsen auf vollgedämpfter Saite, sehr schnell, sehr flexibel, letztlich ziemlich elegant, angenehm mechanisch.

Das totale Low-Fi-Stück, Tonhöhen spielen überhaupt keine Rolle, ein bisschen wie Saturn A: Bogen auf Griffbrett, oder zwischen Griffbrett und Steg schlagen, Instrument darf/kann kaputt gehen, einerseits Holz auf Holz/Helligkeit, andererseits Resttonhöhen zwischen Steg und Griffbrett, quasi Barre-Griff.

Dann wirklich alla chitarra, 4 Fingernägel oder Daumenfleisch, Fingernägel-Glissando (mit linker Hand), perfekter Ersatz für Tsuruta-Glissando.

Und natürlich alles krass perkussiv/brutal, und damit wirklich nahe an der Biwa.

Also ganz viel Geräusch, viel undefinierte, eher als Geräusch, als als Ton wahrgenommene Tonhöhe, und wenig echte Tonhöhe, bleibt quasi Ausnahme, meistens auf Es, die schweren Einleitungsakkorde.

Sowas wie rohe Energie, einerseits Körpereinsatz, andererseits Materialeinsatz (quasi breaking point, auch da wo das tatsächlich nicht der Fall ist).

Verstärkung/Tonabnehmer hilft da natürlich extrem, den Klang zu brutalisieren.

Bei Es-B-Verbindungen Bratsche/Violine abwechseln? Oder besser zwischen zwei Saiten wechseln?

Jetzt: Alles so roh wie möglich.

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plötzlich ganz still: komisch

Alles wie im Weichzeichner. Alle Töne bleiben länger liegen, als sie sollten. Fast alle. Alle Aktionen werden mit getragen, Akzente, Dynamik, etc. Homogene Masse. Ist dann eben auf jeden Fall eine liegende Quinte, auch wenn die Töne sich eigentlich abwechseln sollten. This won’t save us.

Triller, Vibrato, Schwebung: Was ist mit den Rhythmen? Zwerchfellakzente/Artikulation/Bogenwechsel?

Das muss viel klarer und schneller passieren: Instrumente auswählen, eintragen, ausarbeiten, fertig. Pausen sollten wahrscheinlich eingehalten werden, richtig? Ist auch irgendwie total langweilig, so ausdifferenziert, übrigens. Macht nicht richtig Spaß. Das heißt ja dann wahrscheinlich keine Versetzungen, alles synchron, oder?

Vielleicht nur alle pulsbetonten Passagen mit Liegetönen und dynamischen Überbetonungen verdecken? Weil die sonst so wahnsinnig bescheuert klingen? Wie ganz schwacher Bartók.

Gut, wir haben eine Besetzung und wir haben Material und das passt nicht zusammen und zwar überhaupt nicht. Was nun? Wer soll was spielen? Any ideas/tricks? Was wäre jetzt eine moderne, aufgeklärte Entscheidung? Eine schnelle Entscheidung, die Sinn macht? Wenn es falsch ist, dann noch falscher machen? Aber wie? Nur Geräusche? Quasi nur Geräusche? Also Timbres + Rhythmen, könnte es das sein? Verstärkt wäre das wahrscheinlich wirklich ein kontemporärer Sound. Und sehr impulsbetont, wie das Original. Ein bisschen wie eine Gespensterbegleitung.

So viel Geräusch wie möglich. So wenig Ton wie möglich. Das könnte möglicherweise funktionieren. Wie ein Schatten des Originals.

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man proposes, God disposes

Klöppeln in Es: Yeah, that’s my boy!  Vielleicht alles so geräuschhaft wie möglich, so dass die Tonalität nur angedeutet ist. Alle horizontalen Intervalle in vertikale Intervalle umwandeln, also Akkorde, Wiederholung statt Melodie, Motiv. Absolut keine Motive!

Das ist also das Ende. Das soll das Ende sein? Was würde X/Y tun in dieser Situation? Wie würde er/sie die Situation retten? Wie kann man sie retten? Geht wahrscheinlich nur durch einen Trick. Für alles andere ist es jetzt zu spät. Irgendetwas, wo man nicht so richtig zuhören muss. Unvernunft. Strafe. Hochmut. Es wird schon irgendwie gehen. Eben nicht! Wieviel Arbeit. Leider alles umsonst. Teppich. Atonaler fuckin’ Teppich. Muss einfach liegen bleiben, sonst nichts. Ist das so? Fuckin’ Liegetöne. Mit den Tönen, die da sind, etwas komplett neues, völlig formalisiertes schreiben. Im Prinzip halt immer Es, richtig? Können wir von Saturn was lernen? Oder irgendwelchen anderen Stücken, die funktionieren? Solange dies, solange das. Ich hätte gerne 30 Minuten von dem und 20 Minuten von dem.

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ich – der gefrorene Sturm

Fängt jetzt erst das richtige Stück an?

Wie kann man schnelle Repetitionen vereinzeln?

Extremer Gegensatz, wenn ich das richtig sehe.

Oder eben ein Klang, ein einziger Klang, der aufgebaut/erhalten wird.

Melodie ist böse, sehe ich das richtig?

Und dann gibt es natürlich noch die instrumentale Facette, was machen die Instrumente, wie klingen sie, was für eine klangliche Geste führen sie aus (z.B. einfach nur Ticken). Lautstärke, klar, Lautstärke spielt dann auch eine Riesenrolle.

Keine Übergänge. Übergänge vermeiden. Nicht unmittelbar aufeinander folgen lassen.

Man könnte natürlich auch einfach die Gesamtgeste isolieren, sozusagen einen Übergang, eine Steigerung bringen, und dann kommt nichts, oder es geht immer weiter mit dem gleichen Material ohne die erwartete Veränderung. Das könnte tatsächlich auch eine Möglichkeit sein, die Geste zu bewahren, aber die unschöne Folgerichtigkeit zu vermeiden. Der tonale Schwung würde dann wegfallen.

Jeden einzelnen Impuls anreißen, nichts integrieren/durchlaufen lassen. Keine Selbstverständlichkeit. Mühe.

Z.B. auch kurzes Crescendo + Abstoppen als Isolationsgeste benutzen.

Ja, man könnte sagen, aus dem Zusammenhang gerissen ist das Narrativ ziemlich scheußlich mit seinen Anschlüssen und Auflösungen, Frage und Antwort-Strukturen.

Das größte Problem könnten tatsächlich die metrischen Anschlüsse sein.

Kurze Gefühlsausbrüche, fast im gleichen Augenblick wieder unter Beobachtung und damit zumindest Halbkontrolle.

Alles in Es – what an idiot! Auf jeden Fall müssen die kleinen Sekunden weg, sonst geht es gar nicht. Also das A/Bb vor allem.

Keine Modulationen! Definitiv nicht. Alles in Es, basta.

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Death Cleaning Service

Die Bläser sind halt keine Schlaginstrumente, sondern eher Halteinstrumente – das ist ein Problem, wenn man sie so akzeptiert, wie sie sind – man muss sozusagen aus ihnen das Gegenteil machen von dem, was sie sind. Oder eine andere Lösung finden.

Und das nächste Problem: Es wird alles viel langsamer, weil man es auseinandernehmen muss, die Phrasierung zerstören muss.

Nicht ineinander laufen lassen, nicht einfach nur fortsetzen, leider.

Bläser ausschließlich Schläge, kurze Impulse? Wo könnte man den Halteklang da reinbringen, vielleicht als absoluten Gegensatz? Als den totalen Halteklang, der gar nicht mehr aufhört? Das könnte tatsächlich eine Möglichkeit sein.

Warum ist das Original eigentlich nicht peinlich? Nur aus Tradition? Wegen des spezifischen Klangs und der extremen Begrenztheit des Instruments?

Vorschläge immer nur 32tel, ausschließlich, es sei denn, sie werden durchdekliniert. D.h. der Doppelschlag und der Vorschlag sind nicht zu unterscheiden.

Das ist übrigens auch noch eine Option: Akkordpaare durchdeklinieren, die dann automatisch ihre Grammatik verlieren – ist aber ein bisschen zu sicher als Verfahren.

Nur Nachklang als Halteklang, sonst nichts.

Quint- und Oktavpaare sind nicht so eine gute Idee, sorry.

Auch in der Reihung vereinzeln. Leider wird es dadurch so wahnsinnig langsam. Aber der Bewegungsschwung ist natürlich auch das, was wirklich nicht funktioniert.

Verschiedene (rhythmisch/metrische) Tempi durchdeklinieren und jeweils gnadenlos durchziehen. Zur Maschine zurückkehren.

Akkumulieren, nicht ablösen. Keine anderen Töne, sondern zusätzliche Töne. Alles sehr durchschaubar, aber nicht anders machbar. Könnte man theoretisch dann auch mit der Elektronik reinfahren, in jeden einzelnen Klang. Vereinzelung/Isolierung.

Masse
Gruppe
Familie
Einzelperson

Vielleicht Vorschlag/Nachschlag dazukomponieren. Wie unterscheiden sich Vorschlag/Nachschlag und Hauptschlag? Wahrscheinlich ja nur durch die Masse, die Kraft. Das könnte man natürlich wirklich auskomponieren, macht total Sinn. Und wäre dann auch eine echte Vereinzelung, wahrscheinlich auch in der durchlaufenden Bewegung.

1 Schlag
2 Schläge
3 Schläge
4 Schläge
5 Schläge

Viele Schläge

Alles als Einzelschläge auffassen. 1-5 klingende Schläge. Alles andere kurz. Was machen wir mit den Schwellern?

Mit anderen Worten, das Metrum komplett zerstören, daran führt kein Weg vorbei. Es funktioniert überhaupt nicht. Klingt absurd. Gerade zusammen mit dem tonalen Zentrum.

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There’s no day I do not think of it.

Interessant, wie unangenehm und einschläfernd es ist, in die falsche Richtung zu gehen. Man spürt schon, dass es so nicht gehen wird, aber man denkt noch, dass es gehen muss.

Die zerstückelte Geste und die unendliche Geste sind die einzigen Formen, die funktionieren – also genau die Formen, die die Einzelgeste ad absurdum führen, die nicht mehr an die bedeutungsvolle Geste glauben.

Macht es Sinn, die Streicher als Folie, als übergreifendes Element, das die instrumentalen Gesten zusammenhält, zu behandeln, weil sie so flexibel sind? Schwer zu sagen, ob man diese Art von Hintergrund wirklich haben will.

und dann und dann und dann und dann und dann?

Nicht auf den nächsten Abschnitt, sondern auf den nächsten Takt konzentrieren (stimmt aber natürlich so auch nicht).

Die totale Es-Extase – wollen wir das wirklich? Können wir das?

Zitat – was bedeutet das dann? Was hilft das?

Oder einfach total klein machen? Total leise? Dass nichts übrig bleibt, nur ein leises Klickern und Knattern?

Geräusch statt Tonhöhe wäre auch ein Option – quasi Schattentanz.

Oder den punktierten Rhythmus nicht als Rhythmus, sondern als Rappeln, als Nachschlagen verstehen, dass er quasi zufällig so fällt, wie er fällt.

Das könnte dann aber nur Vereinzelung bedeuten, etwas anderes gibt es da nicht, glaube ich.

Jeden Schlag einzeln anschauen – und auf den nächsten Schlag konzentrieren.

Die Singstimme wäre dann sehr intakt, quasi komplett, die Begleitung aber völlig auseinandergenommen – macht das Sinn?

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It’s no fun any more, I’m sorry.

Transkriptionstechniken/Neue Musik

Elektronik: Sehr sparsam anfangen, kaum, vielleicht gar nicht hörbar, am Ende alles übertönend.

FRKWYS 15, Serenitatem: Einfache, aber ziemlich schöne Sprachverfremdung (minidelay + pitching)

style & fashion: wird uns leider auch nicht retten

Mixer/Ventilator/E-Bow etc.: Theoretisch für liegende Flächen ja tatsächlich eine interessante Option, sozusagen eine mechanische Form der Energieerhaltung. Ein entscheidender Punkt dabei wäre der Gegensatz zwischen der anstrengungsfreien und theoretisch unendlich lang laufenden Repetition der Maschine und der von Erschöpfung und Unregelmäßigkeit geprägten Repetition des menschlichen Körpers. Ein weiterer Punkt die Frage, ob es möglich ist, das Gimmick-artige dieser Idee verschwinden zu lassen. Und ein dritter, ob es nicht vielleicht sogar möglich ist, eine gewisse Körperlichkeit in diese mechanische Repetition zu bringen, z.b. mit Accelerando- oder Crescendo-Effekten (die natürlich auch rein mechanisch gesteuert würden, aber dennoch nachvollziehbar gesteuert, und nicht sich selbst überlassen). Doppelter E-Bow/doppelter Ventilator, oder virtuose Sequenzen könnten eine Möglichkeit sein, der mechanistischen Repetition Körperlichkeit zu geben. Was aber eben auch genau die falsche Strategie sein könnte. Vielleicht am besten: Winzige Manipulationen.

Unter Umständen alle melodischen Instrumentalklänge wegnehmen, wirklich nur andeuten, quasi zerstören. Problem: Dass ein großer Teil der Vibrati quasi mechanisch sind. Wie kriege ich das hin, wenn sie tatsächlich ausgespielt werden müssen?

Ist ein bisschen schade, weil leider sehr Neue Musik konform, aber eindeutig als Befund: Wenn das Ensemble als ein Instrument behandelt werden soll, kann man nicht alle parallel spielen lassen, also verdoppeln. Die instrumentalen Gesten können nicht intakt bleiben, sondern müssen aufgebrochen und neu zusammengesetzt werden. Nur absurde Aktionskombinationen lösen sich selbst als Geste auf bzw. werden zu einer neuen Geste, müssen also nicht von außen aufgebrochen werden. Verdopplung betont letztlich die Einzelstimmen.

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aufgesext

Das Harte ist, dass ganz normale Leute schon so extrem weird sind. Man muss gar nicht suchen, um von Freak zu Freak zu schauen. Echte Neurosen, oder einfach nur sehr sehr schlechte Gewohnheiten/Verwahrlosungen? Oder einfach nur Not. Hält gerade eben noch alles zusammen. Ein Pflaster hier, ein Pflaster dort, dann muss es weitergehen. Das war mein Leben. Nicht schön. Bin auch nicht sicher, ob es wirklich stressig ist. Eher allgemein ziellos anstrengend.

Das bin ich nicht. Das wäre ich nicht. Na und? Keine gute Idee so zu denken.

Eine Kröte: Interessantes Tier, auf seine Art sehr kräftig und selbstbewusst. Lustige Idee, über den gesamten Strand zu laufen, sich dann ins Wasser plumpsen zu lassen und unterzutauchen. Aufgesetzte Augen. Kräftige Krabbelbeine.

Eingebildetes Knacksen im Hinterkopf, als ob etwas brechen würde. Merkwürdiges Geräusch, gibt es wahrscheinlich so gar nicht in echt. Auf jeden Fall müsste man sehr nah dran sein, um das so zu hören.

Pervertierte Transkription: So nahe ran gehen, dass man das Bild (schon lange nicht mehr) sieht.

Neuer CD-Player läuft sich fest, CD dreht durch, zieht man den Stecker und steckt ihn wieder rein, dreht er unverändert weiter. Französische Familie, sehr merkwürdige Überreaktion der Mutter, als das sonst stille Kind auf sich aufmerksam macht. Ich kann mich nicht erinnern, wie es wirklich gewesen ist. Was genau passiert ist.

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Körper.

S1A: Streicher als Basis für Zwischenspiele, alle anderen Instrumente ganz wenig zu tun. Ausnahme/Spezialfall: Klavier und Janggu.

Unbedingt Viertelton-Tremolo einsetzen: Alles verstimmen!

Ensembleklang sehr geräuschhaft, viel Luft, Kompaktheit durch Mehrfachinstrumentierung erzeugen: Wenn alle den gleichen Ton extrem geräuschhaft, also undeutlich, spielen, steht am Ende der Ton doch deutlich im Raum, aber ohne einen klaren Träger/eine klare Herkunft.

Konzert in gewisser Weise eine perfekte Form, die nicht gezwungen ist, theatralisch zu sein, aber als Bühnenkunst (egal ob es wirklich ein Bühne gibt oder nicht) immer die Möglichkeit hat, das Theatrale anzudeuten oder tatsächlich ins Theatrale zu gehen. Insofern viel hybrider als das Theater selbst, ob Musik- oder Sprechtheater, wo das Theatrale schon immer vorausgesetzt und mitgedacht wird, und daher nur negiert werden kann – wovon heute sehr viele Regisseure und Theatergruppen leben.

Bitte keine Vermittlungsprojekte!

Lustige Idee, das Gesicht komplett hinter Haar zu verstecken (von der Seite). Man denkt tatsächlich darüber nach, was sich wohl hinter den Haaren verbirgt. Man könnte fast sagen: Man hält es kaum aus, es nicht sehen zu können.

Es ist nicht so, dass das Publikum wirklich verstehen will – es will eher Andeutungen haben, worum es sich handelt, als eindeutige Aufklärung – das ist letztlich genau so wie im Horrorfilm, wo der Schrecken nur so lange aufregend ist, wie man nicht weiß, was hinter der nächsten Ecke lauert. In dem Moment, in dem man das Monster kennt, wird der Schrecken banal. In dem Moment, in dem das Konzert erklärt/erklärbar ist, wird es langweilig, weil viel zu didaktisch.

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aufs Kreuz drücken und ja sagen

Oper: Montage von Musikstücken, die durch gemeinsame Themen oder gemeinsames Personal (oder deren gezielte Verweigerung) zusammengehalten werden.

Freudiges Wiedererkennen: Ja, genau so sieht unsere Welt aus. Freundliche Neutralität, objektivistische Selbstdarstellung. Keinerlei persönliche Mitteilung als größtmöglicher persönlicher Ausdruck. Ja, genau so sieht unsere Welt aus.

Metallplatte in Klavier verstecken. Sicher befestigen. Dann mit echtem Werkzeughammer mit voller Wucht anschlagen.

ANGST
GESANG
WOLKEN
SCHLAF
WASSER

männlicher Akt: vulgär vs. peinlich/lächerlich
weiblicher Akt: verführerisch vs. fragil

letztlich der weibliche Akt durch die Kunstgeschichte des männlichen Blicks wesentlich subtiler konotiert als der männliche; das wird erstmal abzuarbeiten sein, bevor man einen neutralen Standpunkt einnehmen kann

man darf auch nicht vergessen, dass dem männlichen Akt durch die Möglichkeit der Erektion immer eine gewisse implizite Dynamik, die an Lächerlichkeit grenzt, zu eigen ist

Eine Inszenierung, Präsentation. Kein Werk als etwas Festes, Wiederholbares. Und darüber sollten wir froh sein.

Krass, wie der Körper auf Stress reagiert – selbst, wenn es nur eine Möglichkeit in der Zukunft, also eine Gefahr, ist. Als ob man plötzlich einen anderen Körper hätte.

Und noch ein wichtiger Punkt: Es ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich interessant, nur Neue Musik aufzuführen, weil sich hier in den meisten Fällen ein radikaler Eingriff allein aus dem Grund verbietet, dass dem Publikum in der Regel weder das Stück selbst, noch seine stilistische Haltung bekannt ist. Aber es ist auch nicht unbedingt interessant, nur historische Musik zu spielen, weil hier einerseits der Widerstand des Unbekannten fehlt und der Eingriff durchgehend radikal sein müsste, um Unsicherheit und Staunen zu erzeugen, und andererseits gerade in dem Zusammenhang eines szenisch-musikalisch kuratierten Konzertes die Konfrontation von historischer und Neuer Musik besonders gut funktioniert und ganz offensichtlich einen neuen Blick auf historische Musik erlaubt, was in konventionellen Konzerten sehr häufig didaktisches Wunschdenken bleibt.

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Einbauen.

Restive Plaggona, Ego Driven: Fies, dass Mollharmonien immer so gut klingen. Ansonsten ziemlicher Schrott.

Schlachten: Natürlich könnten auch die, die gerade nicht spielen, den Klang der Spielenden steuern.

S1A: Das kann man alles durchdrehen lassen. Und zwar total.

Graphik ist alles. Man kann nur visuell denken. Alles andere verschwimmt.

Dain Yoon: Ist ja eher Kunststück als Kunst, offensichtlich, aber ist auch ein Problem, dass sich die beiden Kategorien in den meisten Fällen so offensichtlich voneinander unterscheiden lassen. Kunst wäre dann nur für den Kenner auch als Kunststück erkennbar.

Bei allen, die mit klassischer Musik zu tun haben, gibt es immer den Reflex, dass sie um jeden Preis geschützt werden muss, was bestimmt in vieler Hinsicht richtig ist, aber auch sehr schädlich sein kann. Es macht einfach sehr unbeweglich.

S1A: Ich glaube, dass es tatsächlich nicht anders geht, als dass wir Zeilen einander zuordnen, auch dann, wenn es überhaupt nicht passt, und dann schauen, was wir damit machen können.

Katuchat, Bee Orchid: Ziemlich toll, wie die hochgepitcheten Stimmen kurz aufblitzen und sofort wieder weg sind.

Auch schön: OL, Saigon Special Room, wie das Hauptsample dumpf runtergedimmt ist und trotzdem im Vordergrund steht.

weil es funktioniert
weil es so gut funktioniert
weil es zu einfach ist
brutal, wenn etwas plötzlich funktioniert
kann ich jetzt gehen?

it’s always a good idea to sleep

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What the fuck are we doing here?

Eigentlich schade, dass man die Schwächen und Stärken einer Idee erst erkennt und versteht, wenn man sie ausformuliert. Das dürfte auch der Grund sein, dass man sich für eine nicht ausformulierte Idee so leicht begeistern kann: Man sieht vor allem das Potenzial, und weniger die Probleme, die erst bei der Ausformulierung deutlich werden. In gewisser Weise träumt man noch davon, dass sich die Idee genauso schnell und leicht verwirklichen lässt, wie sie aufgetaucht ist – das ist aber leider so gut wie nie der Fall. Im Gegensatz dazu ist dann die Arbeit an der Realisierung hölzern und langwierig. Auf der anderen Seite stellt sich in diesem langwierigen Prozess oft heraus, dass die ursprüngliche Idee gar nicht so gut war, und die neuen Ideen, die sich im Lauf der Realisierung ergeben, zu einem viel besseren und interessanteren Resultat führen.

Sie lachte leise, und eine einzelne Träne rollte aus ihrem lächelnden Auge.

Runaway: Schöne, sehr sparsame Verzerrung des Klaviertons innerhalb des Songs. Könnte man sich für S1A überlegen, als Gegensatz zu den extrem kurzen Akzenten.

Weltklugscheißer: Die Welt war damals nicht in Ordnung, aber sie schien es zu sein.

Dinge hinter Glas sehen deutlich besser aus als Dinge ohne Glas. Ein bisschen bestürzend. Glas als das erste Glorifizierungs-Medium.

Eben ganz klar viel mehr Nebentöne als Haupttöne. Auch wenn es nur einen Hauptton gibt, der nur ein einziges Mal angeschlagen wird, ganz viele Nebentöne. Z.B. auch im Klavier.

You’ll be silent forever, and I’ll be gone in the dark.

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Zungenvibrato

Der Schmerz, abwesend, nicht anwesend zu sein, ist vermutlich für alle Menschen gleich tief. Und zwar auf jeder Ebene, von banal bis endgültig.

Kleine Noten für Noten, die nur angedeutet werden sollen.

Dankbarkeit der abstrakten Zeit gegenüber, weil wir gar nicht anders können, als uns zu verändern, wenn sich um uns herum alles verändert.

Gleiche oder benachbarte Saiten gleichzeitig im Klavier und an den Tasten bearbeiten.

Wann ist eine Idee eine Idee (bzw. eine eigene Idee)? Ein Klavierton mehr oder weniger (Kanye) gibt dem Motiv sicher nicht eine neue Identität. Oder vielleicht doch? Wenn ich es richtig anstelle? Wenn ich den Taktschwerpunkt verschiebe? Ist das ursprüngliche Motiv überhaupt eine Idee oder wird es nur durch die Penetranz seiner Exposition zu einem wiedererkennbaren Komplex? Alles wahnsinnig interessant und ganz direkt ins Zentrum der kompositorischen Arbeit führend.

Abstraktion bedeutet auf jeden Fall auch: Nicht-Eindeutigkeit. Heißt das im Umkehrschluss, dass man über Nicht-Eindeutigkeit zur Abstraktion kommt? Dass man durch Nicht-Eindeutigkeit Abstraktion erzeugen kann (Chetouane/Licht)?

Donna Regina/I got carried away

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SHUNGA

Wenn man Musik vor allem als Körperaktivität, oder als Formalisierung von Körperaktivität betrachten würde, könnte man vielleicht sagen, das Instrumente besonders sensible Vergrößerer und Verstärker von Körperaktivität sind. Natürlich eine sehr spezialisierte Körperaktivität, aber definitiv Bewegungen des Körpers. Was wir körperliche Musik nennen, ist in dieser Hinsicht meistens eher uninteressant und vereinfachend. Auch die normale Popvirtuosität ist meistens so sehr auf einen bestimmten Aspekt der Bewegungsmuster reduziert, dass die Bewegungen selbst nur in ihrer Geschwindigkeit, aber nicht in ihrer Subtilität eine Rolle spielen. Bei klassischer Musik bin ich mir da nicht so sicher, weil die unverstärkten Instrumente die körperliche Anstrengung viel deutlicher machen. Und die Instrumente selbst so ausgelegt sind, dass sie im klanglichen Ergebnis eine extrem genaue Vorstellung von der Art ihrer Berührung vermitteln. In der elektronischen Musik fällt dieser Aspekt logischerweise komplett weg, in der elektronischen Popmusik wird er durch das Samplen oder Nachbauen von akustischen Instrumenten zumindest nachgebildet, in der elektronischen Neuen Musik findet er höchstens als musique concrete, also eigentlich gar nicht statt. Hier kann Körperlichkeit nur noch im Klang selbst liegen, nicht mehr im Nachvollzug der Bewegungen auf den Instrumenten.

Miguel Gomez, REDEMPTION

S1A: Ich denke, für die elektronische Fassung wird es absolut essentiell sein, Passagen zu haben, die auf nachvollziehbare Weise (entweder alle Parameter oder ein großer Teil der relevanten Parameter) völlig stabil sind, so dass das Eingreifen der Elektronik verständlich und sinnvoll wird. Letztlich, damit es auch Spaß macht, dem nerdigen Stöpseldrehen zuzuschauen. Im Grunde sehr lange Fermaten des Stillstands oder der Wiederholung, innerhalb derer alle Veränderung auf der Ebene der Elektronik stattfindet. 

Chicken Noodle Soup: Aint no fuckin’ composition…

Oper muss die Welt darstellen, wie sie zerplatzt.

Ritualmusik: Reine Zeitmessung, Zählen.

Den gesamten Bühnenapparat benutzen, um ins Publikum zu schauen. Oder die Bühne vom Publikum zu trennen. Das wäre definitiv eine interessante Oper. Untersuchung. Labor. Hermetik. Abgeschlossener Bereich.

PLAGIAT: Eigentlich superschön, diese Nachbauten, gerade, wenn man sie vom Original nicht unterscheiden kann und nur WEISS, dass sie nicht echt sind.

sehr laut gespielt, sehr leise abgespielt/
sehr leise gespielt, sehr laut abgespielt, obviously

alles wird geschlagen

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Der Erfinder der Gleichgültigkeit

Well, I failed.

Band laut gesungen, leise gestellt.
Live sehr leise gesungen, Dynamik nur angedeutet.

MM: Angenehm unsauber, z.T. sogar extrem unsauber. Was ja nur heißen kann, dass es nicht so wichtig ist, oder dass es sogar gewünscht ist. Kann mir nicht vorstellen, dass die Entfernungen so groß sind, dass die Spieler sich nicht gegenseitig hören können.

Dixie was as much a love machine as he was a forgetting machine.

Ich pervertiere die Realität dadurch, dass ich sie extrem ernst nehme.

Großer Zeh, aus dünnen, ineinanderliegenden Knochenschalen aufgebaut, Knorpelmasse, Fett, wenig Fleisch. Geschmorte Ochsenbrust. Merkwürdige Träume.

taumeln durch das Leben

Auch ein interessanter Typus: Der Lahmarsch, der sich überall vordrängelt. Gehört vielleicht wirklich zusammen. Nicht wirklich sympathisch. Aber wahrscheinlich normal.

Wann genau ist die Textsorte Interview eigentlich langweilig geworden? Als es zuviel davon gab, als man zuviel davon gelesen hatte, oder als die Inhalte verschwunden sind?

WHISTLE
TRILL
STROKE

Das kann ja wohl nicht Dein – wahr sein!

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Unstern

Musik hinter verschlossenem Fenster. Merkwürdige Intensität, wie Verwischungen, die überzeugender wirken als das scharfe Bild. Wäre naiv zu denken, dass das einfach nur als Kritik an der Gegenständlichkeit zu erklären ist. Eher als sehr direkte Metapher für etwas, was man nicht fassen kann, was einem durch die Finger rinnt. Ferne, natürlich. Ich vermute aber, dass bei Musik auch noch der Aspekt der Reduktion auf das wesentliche Signal, nicht nur klanglich, sondern auch strukturell, eine wichtige Rolle spielt. Jedenfalls eine sehr merkwürdige, fast automatisierte, weil nicht hinterfragbare Emotionalität, die dabei erzeugt wird. Könnte auch noch etwas mit Erinnerung, Unschärfe des Gedächtnisses zu tun haben, dass im Gedächtnis – möglicherweise – nur die groben Züge festgehalten werden. Dann wäre das eine Metapher für Vergangenheit – oder Gedächtnis – und könnte in seiner Emotionalität mit einer Art nostalgischen Wehmut verglichen werden.

Mit ihm über komplexe Sachverhalte zu sprechen ist kein Spaß. Ich hatte heute zweimal das Vergnügen.

Auf eine bestimmte Weise verzeiht Kunst Fehler, freut sich sogar über Fehler.

Fiorituren müssen ganz klar auseinandergenommen werden, sonst macht es überhaupt keinen Sinn – einfach komplett unverständlich als Notation. Sinneinheiten nicht erkennbar. Heißt aber auch: Alles nochmal anhören, wenn es ernst wird. Mit dem Ohr entscheiden.

Du redest noch mit dir, wenn niemand mehr mit dir redet. Du bist allein. Vielleicht auch nicht. Vielleicht ist das einfach so, dass du vor dich hin redest. Einfach so eben. Kein Grund. Außer dass du es eben tust. Minibeobachtungen, Nachjustierungen.

Eine komplette Hautschicht hing wie ein leerer Overall an meinem Körper. Ich schnitt sie an den Zehenspitzen mit einem Teppichmesser durch, um mich von ihr zu befreien.

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gespenstisch

Filtern: Z.B. Decke über den Lautsprecher legen – ganz dumpf. Wir müssen viel dumpfer werden. Könnte interessanter Gegensatz zu nicht filterbarem Liveklang sein.

Aufnehmen, wenn der Cursor das Signal glitchet? Könnte man an der betreffenden Stelle abspielen, klingt ziemlich super, muss man ehrlicherweise sagen, Aufwand extrem gering. Z.B. Dannorua 6, Biwa-Schlag.

Gewalt ist keine Meinung. Meinung ist auch keine Meinung, sorry.

Dumpf. Mhm, das wäre in jeder Hinsicht ein Thema, Dumpfheit. Grade von Dumpfheit. Kissen über Lautsprecher. Ist ja genau das, was wir gemacht haben. Passt auch zu Loft Music, by the way. Ende totale Dumpfheit. Wie konnte ich das nur vergessen. Grade von Dumpfheit, distinkt abgerufen, in Stufen vorprogrammiert. Eigentlich am liebsten mit Knacks, das dürfte aber wenig Sinn machen.

Lautsprecherüberlastung + Dumpfheit: Vielleicht reicht das doch? Alles andere zu showy?

Dumpfheits-Coda. Das geht dann aber nur noch über Lautsprecher. Vielleicht Mini-Bruchstücke live, um den dann extremen Unterschied zwischen realer Akustik und gedämpftem Lautsprecherklang deutlich zu machen?

Passt auch zu den merkwürdigen Akkordveränderungen im Instrumentalsatz.

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don’t sleep, work!

Mix/Verstärker: Möglichkeit im Auge behalten, die Dynamik sehr asymmetrisch anzuordnen, ein Instrument weit in den Vordergrund, ein anderes ganz in den Hintergrund zu stellen. Müsste bei Verstärkung besser funktionieren als bei akustischer Aufführung, weil alles, was über die Lautstärker kommt, erst einmal grundsätzlich präsent ist, theoretisch nicht völlig überhört werden kann. Auch der Aspekt laut gesungen, leise abgespielt, und umgekehrt könnte da wichtig sein. Wahrscheinlich besonders bei der Gesangsstimme. Yeah, King Tubby, of course…

Das würde dann definitiv besser funktionieren mit voraufgenommenen Tracks als mit live eingesungenen Tracks, weil man dann keine Rücksicht auf das Feedback nehmen müsste.

Fake Feedback?

Unterbrechungsknopf/Stummschalteknopf, der gehalten werden muss, um zu unterbrechen (d.h. durch kurzes Loslassen kannst du auch die Unterbrechung unterbrechen, vielleicht so etwas wie ein umgekehrter Monitor).

Der Sänger ist der einzige, der beide Hände frei hat (wenn er ein Standmikrophone hat), der also grundsätzlich auch ohne vorproduzierte Aufnahme seinen Einsatz frei manipulieren könnte. Trotzdem wahrscheinlich besser, ein vorproduziertes Band zu haben, um die gleichen Optionen wie die Instrumentalisten (z.B. duettieren mit sich selbst/mit sich selbst mitsingen) zu haben.

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UFSP: Unique Fucking Selling Point

Etwas hören, weil man denkt, dass man es hören müsste. Eine Flötenmelodie aus den Geräuschen heraushören, die gar nicht da ist. Denken, dass man einen Satz gehört hat, obwohl es nur Geräusche waren. Wahrscheinlich filtert man dann wirklich Signale aus einem breiten Geräuschband heraus.

Könnte auch sein, dass es gut wäre, wenn man Aufnahme und Liveklang unabhängig voneinander manipulieren könnte. Das würde dann heißen, dass man zwei getrennte Einheiten bräuchte.

Die Bühnentechniker und die Totenmeister.

S1A: Clicktrack für das komplette Stück als Synchronisationsmedium für vorproduziertes und live gespieltes Material

Silbe für Silbe, NICHT Wort für Wort transkribieren

King Tubby, z.B. Crescendo Sweeps, einer nach dem anderen, synchron und gegeneinander versetzt, dann mit extremem Hall, um auf die kurzen Töne Crescendo projizieren zu können.

Allerdings auch mit dem koreanischen Paradox arbeiten: Crescendo, Glissando, etc. auf Staccatissimo.

Ja, das könnte das Thema sein, letztlich auch für eine rein instrumentale Fassung.

Hilft aber nicht viel, ehrlich gesagt. Bleibt stumm.

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Stimmung is a bitch.

Reduktionistische Einfachheit
Struktureller Reduktionismus
Geräuschhafte Komplexität

Lautstärke
Verzerrung (Klang: überlasteter/defekter Lautsprecher)
Hall

An/Aus (sehr schnell/kurz bedienbar:
1. sofort aus/an,
2. sehr kurz an/aus, also
1. An/ausstellen,
2. nur sehr kurz umstellen)

Jeweils an/aus und mehr/weniger (für alle Parameter?)

Schlachten 1: Arie (Bad Vibes Version)

Vielleicht doch Instrumente dabei haben und ab und zu mit sich selbst mitspielen lassen.

Oder leise stellen und alleine spielen.

Oder auf extremen Hall stellen und mitspielen.

Möglicherweise Sänger auch vorab laufen lassen, aber die gesamte Zeit leise stellen und (z.B.) nur bei den japanischen Stellen hörbar machen. Theoretisch könnte man auch den Sänger mit sich selbst duettieren lassen (gleiches oder verschiedenes Material). Ja, und, klar, auf das Livematerial müssten auch alle Operationen angewendet werden können wie auf das voraufgenommene. Müsste also über dieselben oder die gleichen Effektgeräte laufen. (Gilt dann entsprechend auch für die Instrumente.)

Ziemlich klar, dass in der Hofmusik das Vibrato eine rhythmische Funktion hat: Dort setzt es sogar immer/fast immer mit einem eigenen, deutlich hörbaren Akzent ein.

We won‘t look beautiful, we‘ll just look like what we are.

My beloved Queen.

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einfach weglachen

Lustig, Klänge, die man wiedererkennt, die man aber selten bewusst wahrnimmt, z.B. das Klopfen auf Putz, das meistens ziemlich hohl klingt, als ob eine dünne Schicht Luft zwischen Putz und Wand liegen würde – was manchmal ja stimmt, wenn der Putz anfängt sich abzulösen, meistens aber nicht – nehme ich zumindest an.

Ganz interessant, wieviele Bilder es inzwischen gibt, in denen die Zubereitung von Essen mit Töten oder Mord in Verbindung gebracht wird. Wenn man sich die Vorgänge genau anschaut, haben sie tatsächlich eine gewisse Grausamkeit an sich. Und das betrifft beileibe nicht nur tierische Produkte – vielleicht sogar im Gegenteil: Es sieht halt schon ziemlich fies aus, wenn man eine Paprika der Länge nach aufschlitzt und in kleine Stücke schneidet. Prachtvolles Meucheln.

Of course I always live in fear, how could I not to? How could it be otherwise?

1. 방탄소년단 (BTS): Love Yourself 轉 ‚Tear’
2. Haiyti: Montenegro Zero
3. J Balvin: Vibras
4. JPEGMAFIA: Veteran
5. Low: Double Negative
6. Zuli: Terminal
7. Kelman Duran: 13t Month
8. Joey Purp: QUARTERTHING
9. Rosalía: El Mal Querer
10. Graham Lambkin: No Better No Worse (Vol 1)
11. Popcaan: Forever
12. A.G. Cook: Hollywood Ambient
13. Father: Awful Swim
14. Klein: cc EP
15. Playboi Carti: Die Lit
16. Hermit & The Recluse: Orpheus vs. The Sirens
17. Westside Gunn: Supreme Blientele
18. BlocBoy JB: Simi
19. Pablo’s Eye: Spring Break
20. Ms Banks: The Coldest Winter Ever
21. XXXTENTACION: ?
22. Blood Orange: Negro Swan
23. Pusha-T: Daytona
24. Amine: ONEPOINTFIVE
25. Tirzah: Devotion
26. Nicki Minaj: Queen
27. Marissa Nadler: For My Crimes
28. Leikeli47: Acrylic
29. Rian Treanor: RAVEDIT
30. Earl Sweatshirt: Some Rap Songs
31. Evitceles: Anuket
32. Elysia Crampton: Elysia Crampton
33. Roc Marciano: Behold A Dark Horse
34. Clara!: Reggaetoneras 3
35. Lykke Li: So Sad So Sexy
36. Doja Cat: Amala
37. Young Dolph: Role Model
38. The Armed: Only Love
39. Meyers: Struggle Artists
40. Tinashe: Joyride
41. Joan of Arc: 1984
42. The Caretaker: Everywhere At The End Of Time – Stage 4
43. Alex Zhang Hungtai: Divine Weight
44. Tierra Whack: Whack World
45. Kanye West, Kid Cudi: KIDS SEE GHOSTS
46. Acre: Hollow Body
47. Roc Marciano: Rosebudd’s Revenge 2: The Bitter Dose
48. Post Malone: beerbongs & bentleys
49. Bambu: Exrcising A Demon | Article I | A Few Left
50. U.S. Girls: In a Poem Unlimited
51. Xzavier Stone: POINTCLOUDS 2
52. Denzel Curry: TA1300
53. James ‘Creole’ Thomas: Omas Sextet
54. Hannah Diamond: Soon I won’t see you at all
55. Aisha Devi: DNA Feelings
56. Varg: Nordic Flora Series Pt.4, Techno Music
57. Cholula Dans Division: Heavenly Sounds in Lo-fi Vol.1
58. Zaumne: Emo Dub
59. EQ Why & Traxman: WhyTrax
60. Second Woman: Instant / Apart
61. Smino: NØIR
62. Matthewdavid: Time Flying Beats
63. Janek Schaefer: What Light There Is Tells Us Nothing
64. Blood Room & TANS: LENZ
65. Teresa Winter: What The Night Is For
66. Gacha Bakradze: Word Color
67. Cecilia: Adoration
68. Der Kindestod: God As Daddy the Deranged
69. Priscilla Renea: Coloured
70. Pink Siifu: ensley
71. xin: To Shock the Sky and Shake the Earth
72. John Tilbury / Keith Rowe / Kjell Bjorgeengen: Sissel
73. Marianne Faithfull: Negative Capability
74. Lukah: „Chickenwire”
75. Carola Baer: The Story Of Valerie
76. anemone: anemone
77. City Girls: Girl Code
78. Kane Brown: Experiment
79. Kelman Duran: DC I
80. Jay Bolotin: No One Seems to Notice That It’s Raining (Previously Unreleased Recordings 1970-75)
81. NAO: Saturn
82. Kelman Duran & Asha Mirr: DISPLAY 009​/​010
83. Senyawa: Sujud
84. Shoeg: Container
85. Ian Isiah: Shugga Sextape (Vol. 1)
86. Hilary Woods: Colt
87. Maria w Horn: Kontrapoetik
88. Thou: Magus
89. Gel: Drama Tools
90. Gemini Sisters: Gemini Sisters
91. Kaia Kater: Grenades
92. Georgie McVicar: Failure to Meet Repayments Could Result in One (or
more) of the Following Being Actioned Against You
93. Strict Nurse: Erratic
94. Kodak Black: Heart Break Kodak
95. Raime: We Can’t Be That Far from the Beginning
96. Drake: Scorpion
97. DJ Playstation: 1984 EP
98. RetcH: After The Verdict
99. Oneohtrix Point Never: The Station
100. I Gst Sudarsana: GAYATRI MANTRAM

Auf den ersten Blick schlappes Jahr, viele faule Witze. Klingt sehr erschöpft. Kann mich komischerweise nicht wirklich daran erinnern, wie sich das angefühlt hat. Awful Records so ein bisschen das Sprachrohr des Jahres: Knallig, gut gemacht, gleichzeitig aber auch demonstrativ lässig und antikonventionell. Irgendwie hat dann anscheinend alles in das Jahr hineingepasst, wie eine Art Limbo, in dem alles geht. Merkwürdig ist normal. Den Sack gerade nicht zumachen ist eben manchmal auch eine gute Idee. Die Härte des vergangenen Jahres einer eigenartigen Lockerheit gewichen. Geht Alles. Als ob es uns das sagen wollte.

Zu entspannt ist nicht gut, zu angespannt auch nicht: Beide Haltungen haben im Grunde das gleiche Problem: Dass man glaubt, etwas zu besitzen, an etwas festhalten zu können, was aber faktisch nicht funktioniert. Es ist hörbar eine feste Haltung, also eine Pose, und nicht etwas, das erarbeitet ist. Dazu gehört auch der zu deutliche Bezug auf ein Genre.

Die wirklich guten Platten dann ziemliche Hämmer. Auch tatsächlich etwas Neues. Und überhaupt nicht von den Akteuren, von denen man es erwartet hätte. Eigentlich toll, wenn man ehrlich ist. Möglicherweise war das dann sogar ein richtig gutes Popjahr. Am Ende unglaublich viel interessante Musik. Man weiß gar nicht, was man rauswerfen soll aus der Liste, wirklich schwer runterzukürzen auf 100 Nummern. Unfassbar viel Hip Hop, keine Ahnung, wie das geht. Wirklich erstaunlich. Ist offensichtlich das Genre selbst, das hier trägt.

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So sad, so sad.

S1A: Wäre wahrscheinlich wirklich gut, japanischen Text zu integrieren, einmal, um die Eindeutigkeit der Figur (und des Goetz-Textes) zu brechen, einmal, um die Herkunft des Materials durchscheinen zu lassen. Und, weil die Texte tatsächlich sich gegenseitig kommentieren könnten, der japanische Text betont den kriegerischen Aspekt, die historische Tragödie, der deutsche Text das individuelle Scheitern. Ist dann allerdings noch die Frage, wie sich die beiden voneinander unterscheiden, da nicht unbedingt davon auszugehen ist, dass der deutsche Text so verständlich gesungen werden kann, dass man sofort merkt, wann er verlassen wird, wann der Sänger in eine andere Sprache fällt. Sehr primitive Lösung wäre Vollstimme vs. Falsett.

Interessant, wie schwierig es ist, etwas genau anzuschauen, ohne im entscheidenden Moment zu blinzeln. Man schaut immer weg, als ob man Angst hätte, dass in genau diesem Moment etwas passieren würde, das man lieber/besser nicht sieht. Auch wenn man ganz genau weiß, dass das nicht der Fall ist. Die Augen mit Gewalt aufzuhalten hilft zwar, sich zu versichern, dass da nichts ist, was weh tut, aber es ist natürlich dennoch nur eine Reaktion auf das Blinzeln, kein echtes Hinschauen. Muss man also üben, sich langsam daran gewöhnen, dass die Augen offen bleiben können – ohne sich dabei einfach nur abzuhärten, sondern wirklich mit Intensität und Offenheit hinschauen.

Frage wäre, ob die Schutzreflexe damit abgeschliffen werden oder sogar verschwinden – ob es vielleicht wichtig ist, so zwanghaft auf bestimmte Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung zu reagieren. Eindeutig ist aber, dass man bestimmte Handlungen nicht ausführen kann, wenn man sich im entscheidenden Augenblick immer wegduckt. Man kann wahrscheinlich einen Ersatz dafür finden, indem man sich z.B. voll auf den Bewegungsablauf konzentriert, aber ich glaube, es ist nicht das gleiche, wenn man nicht diese emotionale oder psychologische Hürde überwindet. Mit offenen Auge ins Schwarze treffen, das wäre die Aufgabe.

Ist Geld eigentlich immer prollig? Sieht jedenfalls in der Regel nicht sehr schön aus, wenn jemand welches hat.

Michele: something in the style of myself

Noah Klieger

Geomungo Sanjo: Chimsae mit verwenden, und zwar genau dort, wo sie auf der Aufnahme sind?

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Fragile state of pain.

Musiktheater als Pastiche, zumindest als Selbst-Pastiche. Müsste funktionieren. Wahrscheinlich aktuell die einzige Option neben einem monolithischen Entwurf.

THE PAST EHT TSAP
THE PAST EHT TSAP
THE FAST EHT TSAF

THE FAST EHT TSAF
THE FAST EHT TSAF
THE PAST EHT TSAF

weiß-weißrosa Licht

Don’t

Well, things change, right? So we have to change, too.

Bitte schnell
Bitte schnell gehen
Bitte schnell weg
Bitte schnell weg gehen

flüstern
sprechen
hauchen
raunen
murmeln

Liberez/Wa Wu We

some die, some don’t
some die, some don’t
some die, some don’t

Schon wieder Murmeln: Everyone needs a plan. Schön!

Noch mehr murmeln: Shackles (Bad Tracking Remix Part I & II)

Hat auch eine sehr schöne Lichtverteilung im Dunkeln: Egal wie viele und welche Lichter an sind, es sieht immer gut aus. Gewisse Leichtigkeit, fast Ausgelassenheit.

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Filed under Der Adler., endless summer, Gesang, Oper, Pop

Veränderungsgrad it is!

Where the fuck are you, and what’s with those who aren’t even dead?

Entscheidungen, die man nur unter Stress oder extremem Zeitdruck treffen kann, weil man sie dann treffen muss, die sich aber im Resultat als genau richtig erweisen.

Jeder schreibt, was er hört, jeder hört, wie er atmet, jeder schreibt, wie er atmet.

Do you have second thoughts?
A lot.
What kind of?
Doubt, anger, self torment – you name it.

Mal so wirklich ganz doofe Pop Akkorde klauen, z.B. Vor dem Fall.

Ein sandiges Fluss-Ufer, quasi Strand, unter dem Sand bewegt sich ein liegender menschlicher Körper, selbst unbewegt, mit dem Gesicht nach oben, in meine Richtung. Verschwommene Konturen, die sich auf mich zu bewegen. Der Körper unterm Sand kommt näher, ich sehe, dass sich der Mund im Sand auf und zu bewegt. Er spricht. Ich starre auf das Gesicht im Sand und sehe, das ist ja Bernhard!

True Stories, Road Songs: Ganz lustig, wenn bei weiten Holzbläserarpeggien die Register relativ unkontrolliert überspringen, ein bisschen wie instrumentaler Stimmbruch.

Ante Finem Saeculi: So lustig, dass es fast schon wieder gut ist.

Komische Begeisterung, die dann gleich wieder weg ist.

Heavy fuckin’ lightness: I’d like to be Marcel Breuer. He’s fuckin’ unbelievable.

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Filed under Architektur, endless summer, Methode, Pop

nein, ich habe mich einfach umgebracht

S1A: Beziehung Stimme/1-x Schläge systematisieren, wahrscheinlich auch Geschwindigkeit der Schläge systematisieren, inklusive verschiedene Formen von Accelerando und Ritardando.

S2M: Möglicherweise gesamte Struktur nochmal ändern, zumindest für die Konzertfassung, häufigere Wechsel der Besetzung, damit wahrscheinlich auch Umstellungen des Textes. Unter Umständen mit den Textwiederholungen mehrere Binnenfassungen, nicht notwendigerweise immer vollständig, herstellen. Auf jeden Fall viel deutlichere Dramaturgie ausarbeiten. Vielleicht Soli einfügen – könnte man als Versionen innerhalb der Binnenfassungen ausarbeiten.

Warum stört es so, wenn aus Noten gespielt wird, warum stört es so, wenn Notenständer auf der Bühne stehen, warum macht es einen so großen Unterschied, ob man auswendig oder aus Noten spielt?

S1A: Watashi Dake

foto: mein kopf tut mir so weh

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Filed under Aufführung, Schlachten 1: Arie, Schlachten 2: Motette

unbeschulbar

Irre, was in einen kurzen Traum alles reinpasst. Beim Friseur. So eng. Immer wieder in den Geldbeutel gegriffen. Immer wieder einen Schein rausgezogen. Immer wieder so zerknüllt, dass man nicht sehen konnte, was er wert war. Und zu eng zum Auseinanderfalten.

Und plötzlich kam aus dem Päckchen Musik, wie ganz von fern, laut, druckvoll, aber kaum zu hören.

Wenn man das Schöne daran wegsehen kann, könnte es interessant und komplex werden.

Can one make works that are not works of art?

Exekias/Bilderfindung

Leben als absolute Schönheit/einfach so/allein gelassen.

Yu: Wahnsinn, wie der Kehlkopf da nach unten haut

Lustig: Durch Fugen auf Fugen schauen, und dann denken, dass sich da etwas bewegt, obwohl man einfach selbst nicht stillhalten konnte. Gewisse Nervosität am Blickfeldrand.

Krieg (2005-) Oper nach Rainald Goetz für 8 Solisten, 16stimmigen Chor und großes Ensemble, daraus:

Krieg 0: Lost für großes Ensemble
Krieg 1: Lichtblitz für gemischten Chor und großes Ensemble
Krieg 2: Stolen Friend für großes Ensemble
Krieg 3: Et on tuera tous les affreux für Klarinette und Ensemble
Krieg 4: Eternal Productions für Ensemble
Krieg 5: Untrust für großes Ensemble

So wird es ja nun definitiv nicht werden. Lustig, wenn eine eigentlich gute Planung sich von selbst erledigt. So sehr, dass man nachdenken muss, wie das eigentlich gemeint war.

Klage: Krass traurig, ehrlich gesagt.

durch die
durch die

Durchschnitt ist halt nicht Standard.

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Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Klage, Krieg, Kunst, Malerei, Weltmusik

Hello, I wanna die.

Rapsöl
Tofu
Jamaican Jerk
Ume Su
Chicorée 
Rettich
Quitten
Lange Paprika
Rote Zwiebeln, bissfest 
Frühlingszwiebeln
Kleine Champions, geviertelt 
Szechuan Pfeffer
Frische Chilli

THERE IS NO WAY OUT!

Sie war ein sehr gutes Mädchen
Aha Aha
Sie war ein sehr gutes Mädchen
Mhm Mhm

Gilt leider auch für Lully: Warum sind die denn dauernd so aufgeregt? Letztlich ständig emotionaler Überdruck. Wirkt letztlich auch nicht besonders intelligent – sowohl, was die Figuren, als auch, was die Musik betrifft. Oder ist das einfach nur immer und ohne Ausnahme falsch gesungen?

Argh! (Haiyti)

Emile Beyer, Eguisheim

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Filed under endless summer, Essen, Gesang, Klassik, Oper, Pop

Geld hat keinen Charakter.

Es schien unnatürlich warm, ich stand auf, ging ins Wohnzimmer und wunderte mich, dass das Feuer in allen Kaminen lichterloh brannte. In der Mitte des Raumes hatte jemand über Nacht oder am frühen Morgen eine tischgroße Fläche dicht an dicht mit Geschenken voll gestellt, alle in Alufolie eingepackt und mit einfachen Stoffbändern verschnürt. Ich fragte mich, wie sie ins Haus gekommen sein konnte, als ich sah, dass die Flammen inzwischen die Wände hoch züngelten und das ganze Haus in Brand setzten.

bequem bequem bequem
alles bequem

Tatsächlich ist das ein Problem, dass man, wenn man glaubt, über alles schon mal nachgedacht zu haben, tendenziell bequem wird, weil man nur noch mit den Gedanken arbeitet, die man vor langer Zeit gedacht hat, und dazu auch keine neuen Ergebnisse erzielen kann. Besonders schlimm, wenn man tatsächlich recht hat, wenn es tatsächlich keinen Sinn macht, die gleichen Themen noch einmal durchzuarbeiten, weil man zu den gleichen Ergebnissen kommen würde. Man müsste sich fast fragen, ob es dann nicht besser wäre, fehlerhafte Ergebnisse zu produzieren, als mit den gleichen Gedanken jahrelang herumzulaufen.

All die. Why do they do that?

Kollektive Ideale
Konkrete Gewalt

ziemlich leere Augen

Edward Louis Severson:  Einfach knallhart transkribieren, mit allem Rumeiern und Anschleifen.

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Ich war kein Roboter.

Ich will niemandem zu nahe treten, aber im Grunde sind die Geräusche vor dem Beginn einer Aufführung oft das Interessanteste an einem Konzert – was man besonders in der Radioübertragung merkt. Bei Neuer Musik fragt man sich dann tatsächlich, hat das schon angefangen? Gehört das dazu? Wenn es dann klar ist, was dazu gehört, und was nicht, ist es meistens schon gelaufen – also nicht mehr wirklich spannend.

Schweller-Melodien, überschwänglich

Interessante visuelle Kultur, in der das Muster so großformatig gewählt wird, dass man den Rapport nur erahnen kann

Boot treibt in trübem Wasser auf Fluss, der Sportruderer scheint zu schlafen, plötzlich hebt er den Kopf und bringt das Boot mit einem einzigen Ruderschlag auf eine unglaublich hohe Geschwindigkeit, das Boot rast mit der Strömung den Fluss hinunter, scheint mit beängstigender Wucht aufs Ufer zuzusteuern, und wird vom Ruderer im letzten Moment vor dem Aufprall mit einem lässigen Schlag herumgerissen.

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Slow Release

Große Fuge verwenden. Würde wahrscheinlich gehen. Als ob es fremde Musik wäre.

Rhythmische Formeln wiederholen, dann plötzlich Abstand halbieren, so dass sie fast nicht mehr ausführbar sind. Das gilt auch für nicht ausgeschriebene Verzierungen, ist dann aber nicht so effektiv: Das rhythmische Muster streubt sich nicht so offenkundig gegen die Beschleunigung, sondern wird tendenziell angepasst.

Lustig, die Singstimme dann ausschließlich mit schnellen Verzierungen zu füttern (die man quasi nicht hören kann, weil sie so schnell sind). Dito Cembalo.

Interessant, dass man die einfachen Rhythmen (besonders in den Bläsern) eigentlich nicht hört. Wenn überhaupt ein regelmäßiges Voranschreiten. Könnte man sich aber auch viel komplizierter notiert vorstellen.

Tatsächlich hört man quasi keine Unterschied zwischen Trillo, Senza Trillo, und Tremolo (was immer das sein soll).

Alle Bläserklänge immer mit Flageolett Tremolo. Im Prinzip super Methode, um dem Klang einen inneren Rhythmus zu geben, ihn aber nicht aufzubrechen. Könnte man sicher auch rhythmisch ausnotieren.

Ob die Streicherflageoletts wohl durchgehört sind? Klingt jedenfalls ziemlich schrecklich zusammen mit der tonalen Sopranmelodie. Cello + Paukenbegleitung klingt merkwürdiger Weise extrem orchestral. Möglicherweise wegen der vielen mitschwingenden Obertöne. Auch No. 6 klug instrumentiert: Tiefe Bläser, halbgeblasen, plus Celloflageoletts – klingt erstaunlich perfekt nach Drehorgel. Insofern passt dann auch das Material (oder umgekehrt). Lustige Verarbeitung im Tramonto: Gefällt mir nicht, ist aber extrem gut gemacht, einschließlich Melodiebruchstücken in Altflöte. Und ultraeffektiv. Fast ein bisschen frech dann eine echte Da Capo Arie einzufügen (quasi Tremolo Arie). Zum Teil wirklich verdammt langsam – rein dramaturgisch gedacht passiert lange absolut nichts, damit dann die Crescendi um so deutlicher auffallen. Haupttöne der Singstimme extrem begrenzt, quasi tonal/diatonisch, hört man aber nicht, weil sie durch die Verzierungen weitgehend verdeckt werden (war wahrscheinlich immer so, würde nur in der tonalen Musik durch den Begleitakkord geklärt). In gewisser Weise sehr volkstümlich: Klanglichkeit, einfacher Rhythmus, lange Strecken des gleichen Materials, regelmäßige Gestik, damit auch klare Motorik verbunden, und tatsächlich auch der reduzierte, aber durchdachte und vor allem effektive Einsatz der Instrumente. Lustig auch die komplette Wiederholung der Overtura als Finale.

There’s some fear in letting go.

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Filed under endless summer, Form, Gesang, Klassik, Neue Musik, Oper

Da fehlt doch was!

Wenn überhaupt, ein echtes Proll-Pop Jahr, oder? Alles andere, einschließlich Kanye, wirkt dagegen ziemlich normal, vielleicht sogar ein bisschen abgestanden.

The Guilty: Interessant. Nicht so ohne weiteres auf Bühne übertragbar, weil es da eh nicht anders geht, aber trotzdem bedenkenswert. Verhältnis zwischen dem, was man sieht, und dem, was man nicht sieht. Vorgestellt wird. Wort und Bild. Schnell weg. Company. Mal vu mal dit.

Schön satt einrasten. Nicht wahr?

Und dann ist es plötzlich da, und du weißt, es kann nicht gerade erst gekommen sein, es muss schon eine Weile da gewesen sein, und warum merkst du es erst jetzt, oder genau jetzt? Aber es ist natürlich klar, wenn es ganz klein ist, dann merkt man es eben nicht, dann kann man es gar nicht merken. Und dann ist es wieder weg, und du bist wirklich erleichtert.

Known as a halfstep but used as a fulltime.

Können wir mal ganz kurz hier sterben?
Ja, klar, sehr gerne.

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Filed under endless summer, Erinnerung/Gedächtnis, Film, Pop

Fuck them fuck them fuck them!

Yeah!
That was fun!
Could we do it again?
No?
No reaction?
That’s kind of lame.

Und irgendwann schauste Dir dann so ne graue Leinwand an, die ein bisschen durchhängt, und denkst, das ist wirklich ein Wahnsinns Bild.

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Filed under endless summer, Kunst, Malerei

angenehm nervös

Nicht so einfach sich vernünftig zu halten, besonders wenn es eng wird – wenn man z.B. SEHR lange warten muss. Nicht schlecht, wenn man dann trotzdem noch ok aussieht. Im Prinzip haben das aber relativ viele Leute drauf. Vielleicht doch so eine Art Grundhaltung, die man durchzieht, egal was kommt? Was dann im Umkehrschluss heißen würde, dass manche Leute einfach immer scheiße sind. Kann ja sein. Lustig, wie ich mich dabei umschaue.

Let’s enjoy the ride.
I do.
For one.

I love it.
That‘s my favorite direction.

3er-Takt: Einfach die 1 und die 3 mit einem trockenen Rimshot durchschlagen, sozusagen unmusikalisch gleichförmig, ohne Gewichtung (Joy Orbison, COYP).

I don’t know what you mean.
In the least.

Etwa so:
xooxooooo
xooxooooo
xooxooooo
xooxooooo
+ Abweichungen

Gerne auch mit der Bassdrum belegen. Ruhig das komplette Stück kopieren.

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Filed under endless summer, Politik, Pop

I like clothes I didn’t invent.

Man schaut aus dem Fenster, man denkt, Albtraum, aber das stimmt nicht, in Wirklichkeit ist alles völlig normal, ganz genau so, wie es jeder machen würde, und das ist das Problem: Die vollständige Lesbarkeit einer hässlichen Welt, die nicht an Bosheit, sondern an Unzulänglichkeit leidet. Ist Ihnen halt nichts besseres eingefallen, haben sie es halt so gemacht: Ist doch nicht so schlimm. Und gleichzeitig irgendwie auch toll, wie viele kleine schlechte Ideen eine große schlechte Idee ergeben, die sich niemand hätte ausdenken können.

Seo Yongseok: Vibrato im Grunde eine Art Tonwiederholung, so gesehen das gesamte Sanjo dann voll mit Tonwiederholungen, fast nur aus Tonwiederholungen bestehend. Der einzelne, kurze Ton oder der lange glatte Ton sind die absolute Ausnahme. Allerdings: Das kleine Vibrato wird sicher als belebter Einzelton und nicht als Tonwiederholung wahrgenommen, stellt also eine Art Verbindung dar.

Sie sind sehr freundlich. Sie haben so runde Backen, weil Sie so viel – wie sagt man – lächeln. Bis zum nächsten Mal.

I like my work, but I shouldn’t show it too much. Otherwise everybody will hate me.

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Filed under Material, Mode, Politik, Today I Wrote Nothing Vol. 1, Weltmusik

Wir arbeiten weiter.

Japan, Shomyo Buddhist Ritual: Natürlich toll! Sollte man drüber nachdenken. Unbedingt Kratzen einbauen. Klingt extrem laut. Becken merkwürdigerweise exakt wie in S2M.

Streichquartett: Zahl der irrationalen Unterteilungen festlegen, 1-8, dann tatsächliche Unterteilungen festlegen, 1 kann auch eine Unterteilung sein. Binnenunterteilungen festlegen? Würde wahrscheinlich Sinn machen. Tonhöhenstruktur zu Ende führen. Dann Transpositionen einführen, um Grad der Veränderung zusätzlich zu steuern. Wahrscheinlich erst Grad der Veränderung (so wenig wie möglich-so viel wie möglich) innerhalb der festgelegten Tonhöhenstruktur, dann tatsächliche Transposition festlegen. Wenn die vielen Taktwechsel nerven, überlegen, verschieden lange Takte auf eine Länge zu bringen, aber die interne Struktur zu behalten, also z.B. 6er, 7er, 8er, 9er auf eine 5er- Länge zu bringen, aber die 6er, 7er, 8er, 9er-Struktur zu behalten. Mit allen zusätzlichen Unterteilungen. Überlegen, ob Nullstellen eingeführt werden sollen, z.B. leere Takte, wo wirklich nichts (oder fast nichts, abstufen/zwei verschiedene Ordnungen?) passiert. Bei den extremen Taktwechseln möglicherweise Muster anwenden, kurze Takte immer x, lange Takte immer y, dann vielleicht vermischen. Entwicklung ins statische System einbringen, zumindest andeuten? Mehr als nur die stufenweisen Veränderungen an den Strukturpunkten. Wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee, um das ganze zusammenzuhalten. Winzige Veränderungen, die nicht nur statisch/statistisch sind, sondern eine minimale Prozesshaftigkeit einführen.

Sind die wirklich alle schon tot?
Kaum zu glauben, dass die alle schon tot sind.
Kann das sein, dass die alle schon tot sind?
Kann das sein, dass die wirklich alle schon tot sind?

Is it really possible that they are all dead?

Are they really dead?
All of them?

Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume,
Ich leb‘ in Euch und geh‘ durch eure Träume.

Ist komplett ok, aber eben auch total egal.

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Filed under endless summer, Schlachten 1: Arie, ZWEI/2240: Song Cycle

It comes back.

Die Botticelli Avatare.

Überbreiter Fluss, an beiden Ufern gigantische, brückenartige Autobahntrassen, nicht über den Ufern, sondern über den Rändern des Flusses, wie über dem Wasser schwebende, heruntergekommene Ozeanriesen.

La leggenda dei frati:
Gambas, Walnüsse und geschwärztes Brot unter Kefir
Riegel von gestampftem Rindfleisch mit frisch gepflückten Blättern und Stengeln

I wanna die. I tell you I wanna die.

I don’t know why the fuck he did it, but he did (Giotto).

6 Knöpfe

Oh no. No you didn’t. Say you didn’t.

Das kann nicht unser Anspruch sein.

Schiere Größe.

What are all these people doing here?

I like that.

It’s like the perfect kit.

Don’t do that again.
Not now.
Not here.
Maybe later.

Giotto: Christus rinnt aus. Wahnsinn. Wie kommt er denn darauf?

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Total fun forever.

Plötzlich verstehst du etwas, plötzlich verstehst du es wieder nicht. Als ob verstehen ein vorübergehendes Gefühl wäre, wie die Formulierung eines Gedankens, die sich nur im Moment exakt richtig anfühlt und dann plötzlich wieder völlig falsch.

Was wäre, wenn man wirklich mal regelmäßige Tanzrhythmen durchlaufen lassen würde, z.B. meine geliebten 3er-Takte (Derrick May, To Be Or Not To Be)?

Alte Meister: Schaue mir das jetzt alles wie ein Kind an (außer dass ein Kind damit wenig anfangen könnte), finde einfach alles toll, vielleicht sogar die etwas schwächeren Bilder noch toller als die wirklich überragenden, bin total dankbar, dass die das alles gemalt haben, dass sie sich die Mühe gegeben haben, dass ich mir das alles anschauen darf, die totale Reizüberflutung, der absolute Bilderflash, würde sagen, dass ein gute Alte Meister Sammlung im Moment das aufregendste ist, was man sich überhaupt anschauen kann. Viel viel viel aufregender als Film zum Beispiel, aber eine ähnlich Form von Überforderung/Überwältigung.

I don’t wanna see you.
I don’t see you.
You’re not there.

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resist the terror of symmetry

– Beethoven/Werkstatt/Slapstick 
– Greed
– Klage/Friedman
– Maurizio/Straßenkreuzung/Video
– Minhee/Hong, vielleicht sogar Hölderlin? Möglicherweise Ultrapathos. Tragödienabend. Das wäre dann eher Antigone als Andenken. Muss das aber nicht unbedingt heißen.
– Fassungen Saturn: Jetzige Fassung im Timing nachbessern, lange Fassung, ausnotierte Fassung
– Aufnahme Klage
– Aufnahme Hong solo
– Aufnahme Minhee solo
– Verdi-Oper, z.B. Macbeth

East Man/Mission: Phrasen immer in lockerem Rhythmus auf die nächste Eins hin, ergibt gleichzeitig große Varianz und überklare rhythmische Fassung. Ähnlich, aber viel schneller/strenger: Look & Listen.

Man könnte natürlich auch verschiedene Reimformen, z.B. eine ganze Platte auf eine Figur projizieren.

Was alles so an einem Tag geschehen kann – immer wieder erstaunlich – und zwar an einem ganz normalen Tag, der eigentlich komplett ruhig wirkt.

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VERWALTEN

Low/Double Negative, Quorum: Munmyo Jeryeak

I am not astonished.

I know that. I have seen you before.

Low/Double Negative, Always Trying To Work It Out: Schon ziemlich tolle Crescendi/Decrescendi, offensichtlich draufgesetzt, aber trotzdem klanglich integriert, kann man nicht viel besser machen.

문묘 저례악/endless summer

munmyo jeryeak/endless summer

TOTAL BEAUTY

forever

That I can do.
I think that’s possible for me.

Ah, nice, thank you.

I can do that.

I don’t know what to say.

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Filed under Elektronik, endless summer, Pop, Weltmusik

nice – but dead, unfortunately

Can I have it like this?
You got it like this.
Can I have it like this?
You got it like this.

Some people are just forgotten.

It’s possible. I don’t deny it.

Please don’t die – ever.

Don‘t forget RetcH: Silben spucken, ausspucken wie Kerne.

It’s very sad if advertisement doesn’t deliver.

관악합주 수제천: Quite interesting, tolle Daegeum-Soli.

Du würdest Dich gerne noch ein bisschen umschauen. I merk that.

I want you to go away. Far away.

I‘m making fun all the time. I know I shouldn’t do it.

There’s no need at all. It’s good that it’s gone.

Ok, let‘s go. This is starting to be boring.

If you take that umbrella, you’re basically dead. I mean, we pay a lot for it, we want to see some blood.

Not very elegant.

Something worthwhile. Please.

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Filed under endless summer, Pop, Weltmusik

Ein grausames Sanjo

Sorry, I have nothing to do with it!
Well, now you have.

Was bedeutet das eigentlich, dass auf Fotos alles immer viel besser und schöner dargestellt wird, als es in Wirklichkeit ist? Ich glaube noch nicht einmal, dass das zu einer andauernden Enttäuschung führt, sondern eher, dass man sich daran gewöhnt, alles zurechtzusehen, sozusagen mit der Fotobrille.

Boy oh boy, he‘s kind of weirdly disoriented.

Darf ich dir mal kurz die Haut abziehen?

To be honest, it’s kind of black.

What do you think?
What do you think?

Sorry, you’re fired.

I didn’t hear them.
I didn’t hear anything.

Nice garden.

Bitteschön.

Say thank you.

Hoffentlich sind wir überhaupt richtig hier.

It’s quite bright, you know, light, bright

Wenn du willst, kannst du ja den Brei machen, dann kannst du selbst entscheiden, wie du ihn haben willst – vorausgesetzt, du machst ihn genau so, wie ich ihn mache.

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On success.

Dass man nichts versteht, und trotzdem da ist: Du stehst da, verstehst absolut nichts, und weißt trotzdem, dass Du da bist. Hat halt nichts mit Verstehen zu tun.

Und wie geht’s jetzt weiter?

Sorry, this is my table.

Go Away.

Those things happen: Suddenly everybody is different.

What happened to us? Whatever happened to us.

그럼 별로 시간이 옵겜네요?
내, 별로 시간이 없어요.
Läuft los, rennt gegen Wand, fällt tot um.

Drückt Unterleib des pissenden Hundes gegen die Wand.

So I went out in the garden in the dark, switched the light on, and found some fine lawyer‘s glasses lying there on a white towel. So I said to myself, these are some very fine lawyer‘s glasses, maybe they fit my wife.

The chilli were of a very strange kind, like I had never seen before. Somehow I had the feeling I had seen them in a former life, but you know, who can trust memory in these matters.

That’s a little bit cold, I must say. I mean, nothing against coldness, but…

It works only if you don’t speculate.

Yeah, let’s die. And then he died.

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glotzen und jammern

Du hast keine Ahnung, wie unauffällig ich atmen kann.

My home.
That’s where I live.
Warm.
Kind of warm.
Yeah, you guessed it, right?
There’s so many things I would have to order.
But I can’t.
I just can’t.
You understand.

We call that distracted walking.

Was würdest du machen, wenn jetzt jemand anderes hier stehen würde?

What would you do if someone else would stand right here?

The bath is gone. The bathroom is gone.

Es schmeckt bitter.

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Godard

Low, Double Negative: Das ist ja eigentlich ziemlich genau das, was ich mit S2M mit der Anordnung rein akustischer Klänge erreichen wollte. Eine formale Grunddisposition, die sich als eigene Ebene auf die akustischen Aktionen legt und ihre Wahrnehmung im Ergebnis bestimmt, fast wie eine Art formale Präsentation, die aber nicht grundlegend, in der Wahrnehmung vielleicht auch gar nicht, in ihre Detailstruktur, in das, was man das Grundmaterial der Klänge und ihre Detailbewegungen nennen könnte, eingreift. Ich würde nicht sagen, dass das total misslungen ist, aber die Konkretheit der akustischen Klänge bleibt völlig unangetastet und ist dann letztlich zu stark für eine formale Disposition, die sich in ihrer Monotonie nicht in den Vordergrund drängt, wie ich dachte, sondern eher ermüdet und irgendwann quasi vergessen wird.

Optionen: Die formale Disposition doch flexibler gestalten, die metrische Monotonie so zu modifizieren, dass kleine Irritationen entstehen, die die Aufmerksamkeit zurück auf die zugrundeliegende Monotonie lenken. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Klanglichkeit und die Dynamik in einer neuen Aufführung unbedingt verbessert werden – und vielleicht auch kompositorisch in ihrer dramaturgischen Funktion verdeutlicht werden müssten. Die andere Option wäre, tatsächlich eine elektronische Ebene einzuziehen, die dann konkrete und nachvollziehbare Eingriffe in das akustische Ausgangsmaterial realisieren würde – dabei aber ähnlich monoton und durchschaubar vorgehen müsste, wie die jetzige formale Disposition.

Sie war ein sehr gutes Mädchen – aha, aha…

Wir akzeptieren künstliches Licht, auch wenn es völlig bizarr aussieht, wie z.B. oft im Freien (beleuchtete Pflanzen im Dunkeln).

I was sitting on the street. My name is Tod. I was drinking a Negroni. Everybody was watching. The heat was unbearable. You know, old men, half naked, on the street in the night. They can’t sleep. Studio Uno. Zwei runde Tonköpfe über dem Eingang.

It is very important to make some noise.
You should know of all.

Ich glaube nicht, dass man das ausstellen kann. Ich kann dir auch sagen warum. Aber du willst es nicht wissen.

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Boah, ist das kühl.

Und was wäre, wenn man alle Stimmen durchgehend mit Behinderungen versehen würde? Jede ihre eigene, oder eben wechselnd. Könnte das eigentliche Merkmal der Stimmen sein.

Suicide 1977/Rocket U.S.A.: Ziemlich interessant, wie im Keyboard die Klänge verhallen und dann zu eigenen Klangflächen werden. Auf der ganzen Platte quasi alle Tonhöhen nochmal durch mechanische Binnenwiederholungen oder parallellaufende Geräusche strukturiert. Bei Rocket U.S.A. dann tatsächlich rhythmische Binnenschweller, wahrscheinlich zu der Zeit gar nicht so leicht herzustellen/zu programmieren. Funktioniert natürlich super: Tote Klänge, durch mechanistische Binnenstrukturen belebt. Ist im Prinzip extrem ähnlich, wie wenn im klassischen Orchester Sopran und Bass durch Tonwiederholungen in den Mittelstimmen strukturiert und zusammengehalten werden. Eine fortlaufende Zeitstruktur im Hintergrund, die einerseits nachvollziehbare Bewegungsmuster unterlegt und andererseits eine Art Zeitmaß für die anderen Stimmen ist. Sozusagen die mittickende Uhr, das Metronom. Doomsday. Jedenfalls ist das ein Grund dafür, dass die Keyboardbegleitungen so extrem interessant bleiben. Cheree: So eine Art Schaben im Ton.

1. Invitation of the gods
2. Greeting
3. Offering first glass
4. No action
5. Offering second glass
6. Last glass
7. Covering of the plates
8. Sending away
9. Burning of the written prayer (no music)

1. Youngshin; 영신; 迎神 – 신을 맞이함 
(HwangJong-gung, ChungNyo-gung, NamNyo-gung, IChik-gung)
2.J eonpye; 전폐; 奠幣 – 폐백을 올림
(NamNyo-gung)
3. Choheon; 초헌; 初獻 -첫 번째 술잔을 올림 
(NamNyo-gung)
4. Gongak;공악; 空樂 – without action, only music
(KoSon-gung)
5. Aheon; 아헌; 亞獻 – 두 번째 술잔을 올림 
(KoSon-gung)
6. Jongheon; 종헌; 終獻 – 마지막 술잔을 올림
(KoSon-gung)
7. Chelbyoendu; 철변두; 撤籩豆 – 제사지낸 그릇을 덮기
(KoSon-gung)
8. Songsin; 송신 送神 – 신을 보냄 
(Songsin HwangJong-gung)
9.망료 望燎 – 축문을 태움
(without music)

What do you think? What do you think? Schnell, vielleicht auch sehr schnell, aber nicht aufgeregt. Vielleicht ein bisschen gehetzt.

Im Grunde haben die Deutschen immer Angst, etwas falsch zu machen, besonders, aber bei weitem nicht nur in untergeordneten Positionen. Deswegen machen sie dann lieber nichts. Merkwürdige Form von angstgesteuerter Gelähmtheit. Verkrampfte Lethargie. Kann man leider auch an sich selbst beobachten.

What do you mean? What do you mean? 무슨 뜻이에요?

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Pavillon: Ruhm der Unvernunft.

Ziemlich interessant wie sich in den Bergen die Perspektive durch relativ kleine Bewegungen deutlich verändert. Wenig Schritte und die Punkte in der Landschaft wirken wie neu angeordnet.

Pierre Frick, Le 3 Décembre 2015
Pane Carasau
Cioccolato Piemont La Nocciola Crema Gianduja 

Wolken: Schöne Dreidimensionalität. Transparenzvarianten. Interessant. Lustig, wie ein Flugzeug sich in die Kurve legt. Sieht immer so aus, als ob es auch umkippen, sich seitwärts überschlagen könnte. Bisschen unangenehm, als ob man in der Luft hängen würde – was man de facto ja auch tut. Fühlt sich nur unsolider an als der gerade Flug.

Vielleicht ganz einfach alle Jahrescharts auf einmal. Fühlt sich nicht so bescheuert ordentlich an.

Zurück in Deutschland: Ist ja geil eng hier. Kann ich bitte kurz sterben?

Von Nazis geträumt. Wie war das nochmal? Ach ja, Nazis, die Postzusteller töten und zerstückeln. Ich sollte den nächsten Postzusteller spielen und sie überführen. Das böse war nicht im Empfangsraum, sondern im Raum dahinter. Klassische Falle. Unangenehm.

Summen mit Glottisschlägen artikulieren, wie wenn man eine Tonleiter artikulieren wollte, aber auf einem Ton.

Bründlmayer
Brut Rosé

Air Austria: Sprechen mit einem ständigen Räuspern in der Stimme, quasi viel Räuspern und wenig Stimme, Text wirkt dann sogar so, als ob das Band springen/rückwärts laufen würde, obwohl das natürlich nicht der Fall sein kann. Wäre aber natürlich eine Option bei absichtlichem Silbentausch.

Ähä-al-ähä-ähä-ähä-al-ähä-ähä-so-ähä-al-ähä-ähä-ähä-ich-ähä-ähä-de-ähä-ähä-wer-ähä-de-ähä-ähä-jetzt-ähä-mal-ähä-jetzt-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-Klo-ähä-ähä-s-ähä-ähä-auf-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä-ge-ähä-ähä-ähä-ähä-ähä-s-ähä-ähä-ähä-ähä-hen-ähä-ähä.

Vielleicht eher he-he-he-he-he-he-he-, extrem trocken, quasi knacksen.

Funktioniert natürlich am besten mit einer Stimme, die ohnehin schon extrem kehlig geführt ist.

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Danke, liebes Wasser!

Junge stürzt über Friedhof ab:
Hello dead!
Hi dead!
Between us: I’m dead. But don’t tell anybody.
Oh, you’re dead! Don’t worry. We won’t tell.

New optimism: In Schönheit sterben. Haben wir eine andere Option?

Auch schlechte Ideen sind automatisch gute Ideen. Weil wirklich schlechte Ideen gar keine Ideen sind.

Die Stadt artikuliert die Menschen.

Disco, was ist das genau: Melancholische Begeisterung? Eindeutig lasziv, verhaltene Ekstase, irgendwo auch unverhohlene Trauer, gerade in seiner elegant-stampfenden Trägheit (Steve Monite, Only You).

Please eat
Without ne
Me
Meine ich

Schlachten 1: Arie: Japanischen Text englisch einsprechen.

Schneller Grundschlag, alles Bassdrum, quasi gabba, kurze Unterbrechungen, sonst einfach durchgezogen, was kann man damit machen?

Regelmäßiges Trap-Ticken, ab und zu auf Wirbel-Geschwindigkeit und darüberhinaus beschleunigt, aber absolut exakt, kann man das nachspielen?

Täuschung: Glanz auf Badezimmerboden wie dicker, klebriger Schleimfaden zwischen Hand und Brust.

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Filed under Material, Politik, Pop, Schlachten 1: Arie

Boy, is he extreme.

Gately was unglad glad to see them.

Gesummten Ton mit so wenig Schwankungen wie möglich so lange wie möglich halten, dann möglichst glatt, ohne zusätzliche Unregelmäßigkeiten wegen Luftmangel beenden. Ziemlich interessante Details, die dann übrig bleiben. Ganz abgesehen davon, dass der rein sportliche Aspekt natürlich an sich interessant ist.

Umkleide immer wieder ein Ort für Überraschungen: Eitelkeitsexzesse bei Leuten, bei denen man aus dem Stehgreif annehmen würde, dass sie noch nie in einen Spiegel geschaut haben.

James Brown, Public Enemy No. 1: Interessante Begleitung, sehr sentimental, sehr starke Wirkung mit extrem wenig Material.

op. 132, Alla Marcia, assai vivace: Will mir doch hoffentlich niemand erzählen, dass das nur aus dem Zusammenhang heraus so merkwürdig klingt. Wer hat denn sonst so etwas geschrieben?

Spanierin in der S-Bahn, spricht sehr laut und deutlich, perfektes Deutsch und perfektes Spanisch, schaltet ständig mitten in den Sätzen ohne erkennbaren Bruch zwischen den beiden Sprachen hin und her. Wie ein zweisprachiges Radio, auf dem man nach Belieben zwischen den beiden Sprachen hin und her wechseln kann – die dafür dann absolut synchron laufen müssten, was eigentlich nicht möglich ist. Quite nice.

Immer wieder lautes, eindringliches Crescendo, und zwar nicht leise-laut, sondern laut-noch lauter. Kreischen.

Können wir jetzt bitte endlich sterben?

Endlich sind wir alle tot.

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Double chicken originator

BRIDGET RILEY, Measure for Measure 6, 2016: Ganz interessant, geometrisches Muster, matte Farben, die so wirken, als ob das gesamte Bild mit einer dünnen Schicht Weiß überstrichen wäre. Fast schmerzhafter Widerspruch zwischen ultraklarem Muster und abgedeckter Farbe.

Kennen Sie den schon?
Nee, Sie?

Krasse Szene: Mann ohne Beine liegt wie Sitzfigur bewegungslos auf dem Trinkerrasen, drei Polizisten um ihn herum, ein leerer Rollstuhl steht zehn Meter entfernt auf dem Trottoir. Frage: Warum ist der Rollstuhl so weit weg?

ORANGE FELDSPAT MOOS OLIVE ERDBEERE

HELLBLAU HELLGELB HELLGRÜN SONNENGELB

Verzweiflung: Gibt es denn wirklich keine NEUIGKEITEN?

One number at a time – better than no number at all.

Ich frage, was ist das, ein Schleuder… Er zögert, weiß offensichtlich nicht, wie er es erklären soll. Wohl auch ein bisschen erstaunt über die Frage. Plötzlich wird meine Sicht milchig, ich denke, es liegt an der beschlagenen Brille, nehme sie ab, aber es wird nicht besser, eine weißliche, undurchsichtige Schicht scheint sich vor meine Augen zu legen. Während er nach Worten sucht, merkt er, dass mit mir etwas nicht stimmt. Tatsächlich kann ich ihn kaum mehr erkennen. Sein Gesicht verschwindet in dem milchigen Nebel.

Saturn A: Zum ersten Mal seit gefühlt 100 Jahren Metrum nicht an Materialeinsätze anpassen? Meaning: 4/4 durchlaufen lassen?

sk-in: Macht doch nur Sinn, wenn eine Pause dazwischen ist, oder? Dann aber möglicherweise tatsächlich schön, interessant, einfach wegen des Stockens gegen das vorprogrammierte Voranschreiten.

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Strategien der Werkvermeidung

Die sind eben noch mit Herzblut dabei, weißt du.

Saturn A: Genau das, was man normalerweise öfter machen würde, oft einfach, um die nötige Masse zu erzeugen (kurze Impulse, z.B.), nur einmal machen.

Interessant, dass man sich auf bestimmte Sachen (Entscheidungsfindungen?) auf dem Bildschirm deutlich schlechter konzentrieren kann als auf Papier.

The fake cannot dictate the moves of the real. That’s not even a normal progression of life. That’s not how that works.

Saturn A: Eventuell alles oder fast alles in regelmäßige Schläge fassen – scheint der natürlichste Impuls zu sein – wie jemand, der arbeitet, etwas verrichtet, und natürlich auch keine unregelmäßigen Hammerschläge oder Sägebewegungen vollführt. Ja, ich glaube, das ist ein gutes Argument, dass es einfach normal ist, wiederholte Bewegungen mit einem bestimmten zu erzielenden Resultat in einem regelmäßigen Rhythmus auszuführen – alles andere ist dann eben Musik, Kunst, und nicht so interessant. Es muss etwas zwischen Kunst und Leben sein, darf nicht von Anfang an klar sein, dass es Kunst ist, sonst ist es uninteressant.

Saturn A: Interessant, dass die durch die Spieltechnik provozierten Brüche im Klang, die als solche nicht wirklich beherrschbar sind und mit jedem Instrumentensetup verschieden ausfallen, als Schnitte viel überzeugender sind als auskomponierte Schnitte, fast so klingen, als ob man innerhalb einer hundertstel Sekunde das Instrument wechseln würde. Der komponierte Schnitt wirkt halt immer vorbereitet und damit nicht komplett überraschend – als ob er das Material davor und danach nicht trennen, sondern eher verbinden würde.

Whatever a ringing phone might signify was totally overwhelmed by the overwhelming fact of its ringing.

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Filed under Literatur, Saturn A/B

Mondo di inconvenienza

Stachel-Aufschlag + Nachklang-Griffe: Erstmal entscheiden, wieviele Klänge überhaupt gebraucht werden, dann über Klänge nachdenken.

So vielleicht auch über Text/Krieg, oder auch Text/Hölderlin nachdenken: Erst festlegen, wieviel Zeit für einen bestimmten Abschnitt (Silbe/Wort/Satz/Zeile etc.) zur Verfügung steht, dann entscheiden, was wirklich benutzt wird – und was wegfallen muss.

Also: KEINE VOLLSTÄNDIGKEIT!

Horoskop: Ich muss essen und trinken. Ich muss schlafen. Und ich muss sterben. That’s all.

Man ist sicher, dass man recht hat, aber man versteht überhaupt nicht, was die anderen denken.

Spracherwerb: Mitsprechen. Speak along. Klingt tatsächlich immer gut, wie eine Verdopplung, quasi wie Unisono/Oktave. Einfach mal machen: Einer führt, einer folgt. Und umgekehrt.

HELLBLAU
ORANGEROT
MITTELGRAU
SCHWARZGRUEN
DUNKELBLAU
OLIVGRÜN
DISRUPT
WEISSGELB
GRASGRUEN
GOLDGELB
DISRUPT
DUNKELROT

Saturn A: In einem repetitiven Umfeld kann es interessant sein, einige Gesten/Aktionen tatsächlich nur einmal auftauchen und sofort wieder verschwinden zu lassen, so dass sie fast wie Fehler/Unachtsamkeiten wirken. Sie sind durch ihre Umgebung so sehr als Einzelpositionen definiert, dass sie als solche auch dann wahrgenommen werden, wenn sie als Fehler interpretiert werden.

It is so black it looks like a mistake.

IJ, p. 935

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Can I have it like this?

Vielleicht nur Oktaven/Quinten/Quarten als vertikale Intervalle?

Let’s see:
– Faktoren zwischen 1 (alle Abschnitte gleich lang) und 2 (jeder Abschnitt doppelt so lang wie der vorherige)
– Als auslösender Faktor die genaue Mitte (1,5), danach der kürzester Abschnitt mit dem niedrigsten Faktor (1), und der längste Abschnitt mit dem höchsten Faktor (2)
– Wenn nötig, wiederholen (wird dann allerdings sehr kleinteilig)
– Angenehm einfache und durchschaubare Regeln

Bei der Zeitberechnung der Abschnitte immer auf volle Sekunden runden, das gleiche bei der Berechnung der Takte in Bezug auf das Tempo.

Achtung: Materialverteilung muss nicht unbedingt der Abschnittsbildung in ihrer Periodisierung folgen.

Die absolute Schnelligkeit der Aktionen kann ein wesentlicher Parameter für die Form sein.

Was ist denn eigentlich genau der Unterschied zwischen Sätzen, die attacca aufeinander folgen, und Abschnitten?

Pokalfinale: Schade, dass nicht beide Mannschaften verlieren können!

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Bizarster

Now tell me, what’s so great about not being found – and what’s so great about being found?

Wie ist denn das eigentlich mit LOFI-Design, z.B. Papiertaschentuchpackungen zur Fußball-WM – ist das total easy oder besonders schwierig? Mal abgesehen davon, dass es vermutlich nicht besonders gut bezahlt wird. Sieht zumindest so aus. Könnte aber genau der Trick sein. Politikerplakate, die so aussehen, als ob sie selbst gemacht sind – kann man sich kaum vorstellen, dass das ein Designer aus Versehen – oder aus Unvermögen – macht.

Was ist eigentlich die Metapher einer wiederholten Pianomelodie im Hintergrund, über die im Vordergrund gesungen wird?

Why don’t we die?

Desorientiert. In der Tür geirrt. Für einen langen Moment gedacht, dass sich innerhalb von zwei Wochen alles komplett geändert hat. Das gesamte Setting komplett ausgetauscht worden ist.

For him, life was a beautiful joke. But it wasn’t. Or, was it?

Klage:
– Aufnahme transkribieren
– Aufnahme kürzen
– Einsatzfolgen in Minuten/Sekunden festlegen (Gesamtlänge gleich Partiturdauer)
– Einsatzfolge auf Aufnahme übertragen
– Einsatzfolge von Aufnahme auf Transkription übernehmen (einschließlich nicht vollständiger Wörter)
– Einsatzfolge auf Partitur legen und Ausschnitte aus Transkription eintragen
– Punkte auswählen, an denen die Aufnahme geteilt und getriggert werden sollte
– Entsprechend Aufnahme schneiden und Triggerpunkte in Partitur eintragen
– Wahrscheinlich Aufnahmeausschnitte ein wenig früher beginnen und ein wenig früher enden lassen, damit die Einsätze besser vorbereitet werden können
– Gitarre und Bass jeweils eigenes Band? Dann müsste sicher gestellt sein, dass die Triggerimpulse absolut synchron sind, damit sich die Bänder nicht gegeneinander verschieben – was besonders dort, wo Gitarre und Bass synchron sprechen, extrem störend wäre

Saturn:
– Gesamtdauer festlegen (31’?)
– Abschnitte festlegen
– Unterabschnitte festlegen
– Unterunterabschnitte festlegen
– Jeweils 11, Dauer entweder exponential oder linear wachsend, aber frei permutiert
– Material festlegen
– Reihenfolge Material festlegen
– U.U. Gesamtdramaturgie festlegen – was soll wo passieren und aus welchem Grund/mit welcher Funktion? Oder einfach nur: Welche Funktion sollen die einzelnen Abschnitte haben?
– Material und Abschnitte einander zuordnen
– Tempi entscheiden
– Takte entscheiden
– Ausarbeiten

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It’s a fuckin’ Metermaß!

Lots of ways to die. Infinite number. Actually, maybe not.

The only way out is through.

we’ll see
we’ll see
we’ll see

we’ll die

und schon ist er weg

I regret very much to be here. I‘m terribly sorry.

Bitte alles wiederholen, vor allem Texte, Wörter, Silben – wirklich? Hat natürlich auch eine gestische Wirkung, wie ein echter Sprechakt, dass man nochmal nachspricht, was man eben gesagt hat, sich dessen vergewissert, was man gerade gesagt hat. Bin aber nicht sicher, ob es wirklich gut ist, Textwiederholungen von vornherein auf ihren gestischen Gehalt hin zu definieren. Könnte funktionieren, könnte aber auch viel zu naturalistisch gedacht sein und darum zu sehr einengen. Trotzdem: Wäre zumindest AUCH eine Möglichkeit, mit Textwiederholung umzugehen.

Einfach am Ende der Zeile nochmal nachmurmelnd, einfaches Echo, etc., schwieriger in der Mitte der Zeile, da wäre es eher etwas wie sich selbst widersprechen, sich selbst ins Wort fallen, stammeln, murmeln, tatsächlich auch deutlich unterschiedene dynamische Ebenen, um Haupt- und Nebenakt zu unterscheiden.

Und da könnte dann natürlich auch noch mal der fliegende Wechsel zwischen Singen und Sprechen ins Spiel kommen, bei Stammheim und Stockhausen z.B. im ständigen Ineinandergreifen der beiden Stimmen, die letztlich immer das Gleiche sagen, bei Heidegger in plötzlichen Tonfalländerungen, dass eine einzige Silbe plötzlich Farbe bekommt – oder gerade nicht. Ja, ich denke die drei wäre die Hauptkandidaten für schnelle Sprech/Sing-Wechsel.

At least look nice before you’re dying.

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Die Musik der Bedeutungen.

Man fühlt sich so existentiell ausgehöhlt. Hm…

Ich singe im wesentlichen nur einen Ton. Ich singe nicht höher oder tiefer, sondern lauter und leiser. Wurde mir jedenfalls so gesagt.

Schostakowitsch Streichquartett für Streichquartett bearbeiten.

Veränderungsrate systematisch steuern: Es kann nicht sein, dass die Musik einfach so die Zeitgerade (in der Oper gleich Text/Handlung) entlangläuft. Einmal bleibt alles stehen, dann verändert es sich extrem schnell, dann extrem langsam. Auch unabhängig vom Text. Wenn der Text die Zeitachse diktiert, bist du verloren. Arien und Rezitative waren da im Grunde ein genialer Ausweg. Geht aber offensichtlich nicht mehr, muss man anders angehen. Bei Monteverdi ganz offensichtlich auch nicht gelöst. Mal ein Einfall, mal keiner: Das ist bei ihm im Grunde die einzige Manipulation der Veränderungsrate. Und Einfall ist im Grunde immer da, wo die Zeit stehen bleibt. Schwierig zu verstehen, dass es interessanter ist, wenn nichts passiert, als wenn ständig irgendetwas geschieht.

Please let me go. Tell me I did well. Final farewell.

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Super Licht.

Sehr angenehme, verzerrte Litanei. 

Xenakis: Wie immer eine super Idee, hohen Sopran und tiefen Bass parallel laufen zu lassen, quasi unschlagbar. Bisschen wie ein Instrument, ein Klang, Bass hört man eigentlich gar nicht, ist aber die ganze Zeit da und verstärkt die Wirkung des Soprans extrem. Überschnappen, quasi Stimmbruch für Instrumente, super schön, kann man nicht genug von haben.

Textur, Dramaturgie, Schnitt, Klimax. Vorteil Musik: Du kannst das wirklich alles in ein Stück packen. Z.B. eben auch ganz verschiedene Texturen. Muss definitiv geplant werden. Oft gegen das Material, gegen eine intuitive Entwicklung. Genau das ist Form. Zeit strukturieren und damit das Erlebnis strukturieren. Auch gegen Text, z.B. Auch wenn es eigentlich gar nicht geht.

Cinquecento.

Gleichzeitig: Muss verbunden werden, zusammengezwungen werden, um wirklich Kraft entfalten zu können. Zwei Kräfte, die gegeneinander wirken. Nicht einfach nur nebeneinander gestellt. Ganz viele Bilder, aber alle zusammen. Das ist der eigentliche Fehler, dass man immer nur eines bekommt. Und dann könnte man natürlich noch eine Dramaturgie aus Blöcken, also Texturen, zusammensetzen, quasi einen Verlauf in Einzelschritten rekonstruieren.

Keine Form ohne betonte Asymmetrie. Ausgeglichene Proportionen sind das Gegenteil von formaler Expressivität. Oder: Das Mittel der Verzerrung innerhalb ausgeglichener Proportionen. Übertriebene, überdeutliche Kraftlinien können zu formaler Expressivität innnerhalb einer symmetrischen Grundkonzeption führen.

Tatsächlich IST ab einem bestimmten Punkt Symmetrie dynamisch aufgeladen, wahrscheinlich weil sich das Gefühl für Körper und ihre Darstellung grundsätzlich geändert hat.

Charles Mellin
Giovanni Battista Moroni

Relativ viel Text, schnelle Glissandobewegungen auf gehauchte Silben: Müsste eigentlich gehen als eine Art neues Parlando. Verinnerlichtes, nachdenkliches Sprechen. Darf allerdings nicht zu abbildlich werden, das würde definitiv nicht gehen. Vielleicht auch verschiedene Stimmlagen, Territorien, in denen sich die Stimme bewegen kann. Ehrlich gesagt nicht total verschieden von Kolik. Realismus könnte die Illusion von Kunst, Kunst die Illusion von Realismus brechen.

Fuck Life.
Echt?

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Filed under Der Adler., Form, Krieg 1: Lichtblitz, Krieg 2: Stolen Friend, Kunst, Malerei

Mehr beten.

Ich glaube nicht an Deutschland.
Sie waren schlecht.
Sie blieben schlecht.
Und sie werden schlecht bleiben.

Option Chormusik: Auch die Soli, und zwar alle, werden chorisch ausgeführt. Möglicherweise Streicherpassagen mit ihrem ursprünglichen Text unterlegen, meinetwegen immer wieder. Echte Soli möglicherweise in den Instrumenten lassen. Oder Unisono-Chöre? Wahrscheinlich noch besser. Dazwischen tonales Material (Bürger), knallhart kopieren.

The man was so cross-eyed he could stand in the middle of the week and see both Sundays.

Italians do it so much worse.

Autobahn.
Dunkle Schatten rechts.
Hohe Wand.
Aus den Augenwinkeln nicht erkennbar.
What the fuck is the world?
Kurz öffnen.

Mal ein bisschen schlechte Laune ins Netz stellen.

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Gebetsschnüre oder wie die heißen.

Ploy, Footprints In Solid Rock (Beatrice Dillon Remix): Einfach nur die Einleitung, sonst nichts, ziemlich cool.

maybe anything minor-league enough to understand probably wasn’t going to be major-league enough to save his addled ass from the well-dressed Sergeant at Arms, now, was it?

Warst das du?
Warst das du?
Warst das du?

Gagok:
Zeilen
Bedeutungseinheiten
Worte
Silben
Motive

1. Arca: Arca
2. Kendrick Lamar: DAMN.
3. SZA: CTRL
4. Vince Staples: Big Fish Theory
5. Kelela: Take Me Apart
6. Latasha Alcindor aka L.A.: B(LA)K
7. Elysia Crampton: Spots y Escupitajo
8. Joey Bada$$: ALL-AMERIKKKAN BADA$$
9. Upgrayedd Smurphy: HYPNOSYS
10. Syd: Fin
11. Drake: More Life A Playlist By October Firm
12. Vektroid: Telnet Complete
13. Kelman Duran: 1804 KIDS
14. VA: Mono No Aware
15. Bill Orcutt: Bill Orcutt
16. Dog Lady Island: Chopin
17. NÍDIA: Nídia é Má, Nídia é Fudida
18. Lawrence English: Cruel Optimism
19. Roc Marciano: RoseBudd’s Revenge
20. Dawn Richard: Infrared
21. Mozzy: Fake Famous
22. Kodie Shane: Big Trouble Little Jupiter
23. Medslaus: Poorboy
24. Jlin: Black Origami
25. Alexandria: Cut of Cloth
26. Young Nudy: Nudy Land
27. Shell Money: Family Tapes 89-93
28. MHYSA: fantasii
29. Coucou Chloé: ERIKA JANE
30. YATTA: Spirit Said Yes!
31. Dizzy SenZe: Hueman Vertigo
32. Camille: Oui
33. Smokepurpp: Deadstar
34. Yves Tumor: Experiencing the Deposit of Faith
35. Steve Monite: Only You
36. The Caretaker: Take Care, It’s A Desert Out There (in memory of and for Mark Fisher)
37. Fis & Rob Thorne: Clear Stones
38. DJ Manny: Greenlight
39. ACLDS: Fuadain Liesmas
40. Jana Rush: Pariah
41. Kehlani: SweetSexySavage
42. UPGRAYEDD SMURPHY: Sorry, please forgive me, thank you, I love you
43. Olivia Block: Dissolution
44. Sophiaaaahjkl;8901: Toilet Abstraction Tapes
45. King Yosef: Fortune Teller
46. Kali Malone: Velocity of Sleep
47. Lil Yachty: Teenage Emotions
48. 18+: Babyfather / GAIKA Remixes
49. Dominowe: SiyaThakatha
50. Edward Ka-Spell: An Abandoned Laboratory Volume 1
51. Impetuous Ritual: Blight Upon Martyred Sentience
52. Turinn: 18 1/2 Minute Gaps
53. TEKLIFE: ON LIFE
54. El Mahdy Jr.: Time to Sell the Golden Teeth
55. JAK3: LIFE PATH NUMBER 11
56. Section Boyz: Soundcheck
57. Second Woman: E/P
58. VA: The Photographs of Charles Duvelle: Disques Ocora and Collection Prophet
59. Frank McCarty: Tactus Tempus
60. nekomimi + luvfexxx: LUVISCOLD
61. Valee: 1988
62. Lorenzo Senni: XAllegroX / The Shape Of Trance To Come
63. Lushloss: Asking/Bearing
64. Morbid Evils: Deceases
65. Linda Perhacs: I’m a Harmony
66. Raekwon: The Wild
67. Kur: 180
68. Ron Trent: Prescription – Word, Sound & Power
69. Fischerle: Post-functional Dub Objects
70. Special Request: Stairfoot Lane Bunker
71. Skullflower: The Spirals of Great Harm
72. Hecker: A Script for Machine Synthesis
73. Moa Pillar: No Expectations
74. Posthuman: Preach / Temptation
75. Nathan Fake: Providence

Allseitige Erschöpfung: Bisschen sind auch die Ambitionen verloren gegangen, denke ich. So ein angenehmer Größenwahn ist nicht mehr da. Das merkt man schon sehr deutlich, wenn man das durchhört. Alle sind froh, wenn sie irgendwie durchkommen, es gibt keine überschüssige Energie mehr, die verschwendet werden könnte. Und Pop ist halt auch Verschwendung, sonst funktioniert es nicht. Da wird man definitiv dran arbeiten müssen, was für uns heute Verschwendung heißen kann.

Gilt mit großer Wahrscheinlichkeit für alle Kunstbereiche. Der komplette Verzicht auf Verschwendung, oder der Ersatz durch regenerative Techniken funktioniert jedenfalls nicht, ganz besonders nicht, wenn er als eigenes künstlerisches Argument eingesetzt wird.

Düsterkeit kann ja auch verschwenderisch sein, wenn man sich traut, satt aufzutragen. Auch, natürlich, Kargheit, wenn sie entschieden genug ist.

Zur Idee von Mode gehört ja sicher auch die Verschwendung. Dass das real nicht mehr umzusetzen ist, liegt auf der Hand (auch wenn ich absolut nicht sicher bin, dass sich die Labels wirklich daran halten werden, wenn es nicht zu ihrem Nutzen ist). Wenn die materielle Verschwendung nicht mehr möglich ist, muss es aber doch sicher eine Verschwendung der Ideen, der Projekte, der Optionen geben – vielleicht unendlich viele Dinge, die gezeigt, aber nicht umgesetzt werden – andernfalls wird es sehr nüchtern und pragmatisch.

Auch da war Margiela seiner Zeit weit voraus. Im Grunde hat er das alles schon gemacht – nicht weil er musste, sondern weil das seine Idee von Mode war. Das ist jetzt uneinholbar – denn jetzt müssen alle.  Nicht dass ich mich darüber freuen würde, aber letztlich ist das natürlich ein künstlerischer Triumph.

Vermutlich wird das niemand so glanzvoll hinbekommen wie er. Galliano macht im Grunde das, was er immer gemacht hat, mit den Mitteln von Margiela. Das funktioniert überraschend gut, wirkt aber ein bisschen wie angelernt und hat in keiner Weise die Konsequenz von Margiela. Es wirkt eher so, als ob jemand mit seiner Zeit geht, als dass er sie definiert.

Du Penner. Ein Besuch im weißen Haus war eine Ehre, bevor du aufgetaucht bist.

Mit Vegard Vinge-Maske und Vegard Vinge-Stimme.

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Fuck the honeymoon.

Bogen annähernd oder absolut geräuschlos auf Saite ablegen und wieder aufheben. Mehrmals, fester Rhythmus, längerer Zeitraum. Obsessive Konzentration.

The parents apparently being not exactly the two brightest bulbs in the great U.S. parental light-show.

KVM2: Wenn Material aus Gruppe 1/2, IMMER ppppp bzw. ppp.

Liste: Tatsächlich kurz ausblenden und reinsprechen, was das jetzt gerade ist (oder nicht). Die Geste der Nummerierung/Erklärung, auch wenn sie völlig leer/deplatziert ist.

Saturn A: Mit Wucht am Frosch auf gedämpfte Saiten schlagen, Bogenholz trifft nicht auf Griffbrett, aber die implizite Gewalt ist genauso groß. Wie massakriert.

e.g. like like a hitter that’s on a hitting streak

vc: Festhaken am Frosch, angenehm brutal als gestisch-akustische Aktion

The key to the successful administration lies in cultivating a kind of reverse-Buddhism, a state of Total Worry.

Love, Lie: Homestory, An operatic venture with Monteverdi’s Ulisse and Korean Gagok

journey
voyage
progress
wayfare
travels
action

Spaß haben und sterben: Wie wollen wir überleben? Theoretisch könnte es ja auch besser sein, in Glanz unterzugehen, als glanzlos weiterzumachen. Was offensichtlich für das Individuum wie für die Gesellschaft gilt. Frage muss dann schon sein, was ist es uns wert, weiterzumachen? Was wollen wir auf die Reise mitnehmen? Und was nicht? Worauf wollen wir nicht, worauf können wir nicht verzichten? Was klärt sich von selbst, was muss entschieden werden? Gleichzeitig pathetischer Unsinn: Irgendjemand wird immer weitermachen, bis es gar nicht mehr geht. Insofern hat die Frage nur eine sehr begrenzte Gültigkeit.

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Fremdsteuerung

freeze frames: Gehaltener Akkord oder Wiederholungen

In fact I felt the world was a little better off knowing he wasn’t in it anymore.

BÖSE BÖSE BÖSE: Wenn man sich die sicher gut gemeinten Druckerzeugnisse wie das Zeit-Magazin, das FAZ-Magazin oder das SZ-Magazin anschaut, möchte man am liebsten schreiend durch die Straßen laufen. Man meint Popularisierung, vernichtet aber auf dem Weg alles, was daran gut und richtig ist. Bis de facto nichts mehr davon übrig bleibt. Eine gute Idee, die im Zeit-Magazin gelandet ist, ist halt keine gute Idee mehr, sondern mausetot, sorry. Als ob es auf der Welt nur noch Grünen-Wähler geben würde. Was vielleicht ja sogar der Fall ist. Well, not quite. Oder wählen die etwa auch die Grünen? Figure of speech.

Mozart d-Moll in Mr. Robot: Was bedeutet das? Warum klingt das so gut? Offensichtlich set feelings. Aber trotzdem hat es eine echte Funktion, bildet etwas ab, was sonst nicht abgebildet werden könnte.

KVM2, Dexter 2: Nicht nochmal von vorne anfangen, sondern Dexter 1 überschreiben. Ihn also langsam verschwinden lassen.

Betonmauer, grau überstrichen, Träger Nacktbeton.

Preparing the release of a Presidential Address to the Nation cartridge that purportedly consists entirely of the president seated at his desk with his head in his gloves intoning „What’s the point of going on?“ over and over.

Mauer hoch, Ausländer raus, Amerika zuerst!

Variante KVM2/Dexter: Alle Aktionen unendlich lang, niemand hört mehr auf mit dem, was er gerade macht. Frage, wie das dann als Form funktioniert: Einzelne Sätze. Oder etwas, was wie einzelne Sätze wirkt, tatsächlich aber etwas anderes ist? Oder Überschneidungen, Montage.

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Filed under Kaleidoskopvillemusik II, Klassik, Literatur, Politik

DARE

Yeah, it’s fuckin’ grotesque, I know.

DTM: Dead To Me

Metrum: Ist ja dann tatsächlich nicht mehr primär die Dauer, die man hört, sondern die Platzierung in der Zeit, und quasi eine kurze oder lange Artikulation der Zeit.

Kaleidoskopvillemusik II: Gesangsstimmen und Streicherstimmen getrennt ausdrucken, Gesangsstimmen nach Stimmlage verteilen.

Dexter am Ende komplett oder unterbrechen? Wahrscheinlich zweite Gesangseinlage, dann Dexter 1, dann Ende, dann Dexter 2, und dann noch mal Ende.

Quitte, Apfel, Zwiebel

It’s giving me a strong hold.
I like this product very much.
My mom used to say.

Yeah, I know, I know. It’s fuckin’ ridiculous, I know. Please don’t mention it.

You don’t want my job. Add two hours at the chiropractic and you got the overall picture.

Ich entdecke gerade, wie es ist, in den letzten Zügen zu liegen.

Oh, schau mal, da hängt ja jemand an der Laterne! Nee, stimmt nicht, sieht nur so aus, steht daneben. Schade.

Janggu: Rechts genau auf Höhe des Knies, links deutlich über dem Knie. Rechts flach links hoch

His painting offers a savage description of pointlessness, which, nevertheless, explodes on the mind like a powerful flash in a dark room.

Do not ask WHY
If you dont want to DIE
Do like you’re TOLD
If you want to get OLD

$ha Her: Ziemlich geil, wenn die Artikulation so schnell ist, aber leicht behindert wirkt, als ob er sich durch irgendeinen Widerstand durcharbeiten müsste.

Konjunktionen doppelt setzen oder zwei verschiedene Konjunktionen in ein Satzglied setzen, also eigentlich grobe grammatikalische Fehler: Nicht nur ein Nachahmen von wörtlicher Rede, sondern auch ein eigener Sprach- und Denkrhythmus. Und genau deswegen so gut. E.g.: And but.

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indulge

Ich fürchte, die Nebennoten müssen alle als kurze Vorschläge notiert werden, sonst ist einfach nicht verständlich, wie die Musik funktioniert. Die Nebennoten geraten zu sehr auf die gleiche Ebene wie die Hauptnoten.

Problem Glissandi: Es gibt in Sibelius keine Glissandi zu einem Vorschlag hin, d.h. Vorschläge, die einen liegenden Ton unterbrechen, können nicht als durchlaufendes Glissando notiert werden. Das wäre vielleicht zu verschmerzen, aber noch größeres Problem: Es gibt in Sibelius keine Vorschläge am Taktende, sie werden immer in den nächsten Takt, vor die nächste Note oder die nächste Pause gezogen. D.h. man kann einen Ton nicht mit einer Art Endwischen abschließen. Echtes Problem, rhythmisch ausnotiert wird das überbetont und als eigener rhythmischer Wert tendenziell irreführend. Möglicherweise nicht lösbar.

Winziges, aber ernstzunehmendes Problem: Wenn es dann plötzlich ZU einfach aussieht, wenn die Notengraphik nicht mehr darstellt, was die Musik eigentlich leisten soll. Man könnte sagen, das ist genau richtig so, es kommt darauf, was in der Aufführung geschieht, nicht, was auf dem Papier steht. Man könnte aber auch sagen, dass die Notation in irgendeiner Weise die Expressivität der Musik darstellen muss, um als Notation zu funktionieren.

Silben immer trennen, in eigene Takte aufteilen: Hilft das? Für die kompositorische Arbeit bestimmt, für die Transkription wahrscheinlich eher nicht.

Oder die Taktschwerpunkte doch ausnotieren, z.B. als Akzente?

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Filed under Gesang, Methode, Schlachten 1: Arie

Haben wir wenigstens gewonnen?

Chor der jungen schönen Mädchen: Le Mystère des Voix Bulgares, ist doch klar, oder?

Franz Erhard Walther: Sieht im nachhinein schön und gut und beeindruckend aus, war in der Realität aber sicherlich eher ärmlich und enttäuschend. Man muss sich sehr viel dazu denken, um daran etwas zu finden. Und: Das geschickte Dokufoto lässt letztlich fast alles interessant aussehen. Das Problem: Es ist das Foto, nicht der Gegenstand, das uns interessiert. Quasi ein fotografischer Heiligenschein um einen völlig banalen Gegenstand.

Transkription Dan-no-Ura:
– Keine irrationalen Takte, d.h. alles auf 16tel oder 32tel runterbrechen
– Konsonanten und Vokale je Silben zusammenhalten, d.h. keine Silben aufbrechen 
– Sehr kurze Silben zusammenfassen
– Nicht Betonung (Schlag), sondern Dauern (Silben) als eine Einheit
– Durchgehend Tempo 60 auch bei eindeutig anderem Tempo, um reale Zeitdauer ablesbar zu halten
– D.h. es geht nicht um die Idee des Materials, sondern um seine reale Ausführung 
– Im Nachhinein, bei der Neukomposition, können Konsonanten und Vokale getrennt werden, nicht aber bei der Transkription
– Alles auf 16tel unterbrechen, wird sonst einfach zu kompliziert/unlesbar, selbst bei langsamem Tempo

Im Prinzip wäre es natürlich schön (und dem Original angemessen), die Transkription nach Schlägen auszurichten. Das würde aber heißen, dass alle synkopenartigen Einsätze nicht mehr frei verschiebbar sind, sondern an einen bestimmten Ort im metrischen Gefüge gebunden sind. Was für das Arbeitsvorhaben keinen Sinn macht. Insofern müssen die Silben für sich genommen, ohne Rücksicht auf die Taktschwerpunkte, transkribiert werden. Was das Ergebnis ein bisschen unanschaulich, letztlich vielleicht sogar unverständlich macht.

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Filed under Krieg, Krieg 1: Lichtblitz, Kunst, Schlachten 1: Arie

Abusus non tollit usum.

Yabby You bearbeiten, z.B. Life Money.

Schnabel: Etwas im richtigen Tempo spielen, egal, ob man es kann, oder nicht. Heute undenkbar. ernster Musikerwitz.

Schneller spielen als man’s kann und sich dabei verhaspeln.
Langsamer spielen als man’s kann und dabei den Faden verlieren.
Höher spielen als man’s kann und sich dabei ständig vergreifen.
Tiefer spielen als es geht und dabei Töne weglassen müssen.
Leiser spielen als man’s kann, so dass dann Töne wegbleiben.
Lauter spielen als man’s kann und dabei toll patzen.

Und so weiter. Musikerwitze. Meinen Sie höher oder tiefer?

– Chihei Hatakeyama, Mirage: Auch so was müsste man eigentlich einarbeiten können, und zwar nicht als Collage oder Parodie, sondern als ernstgemeinten Vorschlag.
– dito Jefre Cantu‐Ledesma, On the Echoing Green
– Schlagzeug (eigentlich drummachine?) wie von ganz weit weg aufgenommen
– Publikumsrufe fake?

ihr könnt schon Nachtwind spüren 

weiße, schnell ziehende Wolken in der frühen, dunkelbläulichen Morgendämmerung

wenn das ein Teller wäre, was würdest du tun?

jede Strophe in ihrem durchschnittlichen Tempo notieren

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Filed under black and white (and grey), Klassik, Pop, Schlachten 1: Arie

Our Yearly Contest

Krasse Melancholie-Anfälle, sieht aus, als ob die ganze Welt traurig wäre. Alle bleich, alle niedergeschlagen. Was ist denn da bitte los – Kollektivdepression?

stimmt übrigens nicht (Pop/Diederichsen/Geräusche)

S1A, Runaway etc.: Scheint nicht mehr zu passen. Schadä, hattä michä vollä daraufä gefreutä.

Frank Kunert: Wenn es zu offensichtlich wird, ist es leider nicht nur nicht mehr lustig, sondern gar nicht mehr lustig, und nur noch doof. Und nicht doof genug, um geil doof zu sein.

so depressing

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Filed under Kunst, Politik, Pop, Schlachten 1: Arie

Les sans talents.

Vielleicht Ironie rehabilitieren? Wir haben ja sonst nichts zu lachen. Nee, ernsthaft: Der echte Witz kann im Kunstzusammenhang ja letztlich auch nur als Ironie verstanden werden, oder er ist wirklich saublöde. Frage, was das ist, wenn etwas einfach nicht stimmt, nicht lustig ist, obwohl es sich so benimmt, als ob es witzig gemeint wäre, keine ernsthafte Beschäftigung zulässt, obwohl das eigentlich das Ziel sein müsste – ist das dann Ironie, oder einfach nur bescheuert – oder beides?

Aber ehrlich, was haben wir denn sonst zu bieten als intellektuellen Beitrag zur Lage der Nation? Ist nicht Persiflage auch extrem nahe an Ironie, zumindest so, wie sie im Kunstkontext eingesetzt wird? Oder Parodie – fühlt sich für mich im Moment im Kunstkontext alles wie Ironie an. Vielleicht, weil diese Mittel als solche nicht mehr ernstzunehmend sind, einer vergangenen Epoche der Glaubenskriege angehören, und daher notwendigerweise eher Andeutungen als echte intellektuelle Kriegshandlungen darstellen.

Dass man sie überhaupt verwendet, fühlt sich vielleicht schon ironisch an. Stille Ironie. Stille Parodie. Stille Persiflage. Problem ist natürlich auch, dass Sachen, die wirklich lustig sein sollen, eigentlich nie lustig sind, eher ganz unangenehme Fehltritte. Was nicht heißt, dass niemand darüber lacht, aber die Art des Lachens ist dann eben schon teil der künstlerischen Bankrotterklärung. Das ist dann übrigens immer, ausnahmslos, ein schlechtes Schielen nach dem Publikum. Würde aus meiner Sicht dann auch wieder nur als ironische Geste durchgehen, als Vorführen des Schielens nach dem Publikum, letztlich auch als Vorführen des Lachens des Publikums. Vorführen = Ironie? Kann jedenfalls ganz schön dröge sein ohne.

Was würdest Du jetzt am allerliebsten machen?

Was möchtest du in den nächsten 45 Minuten tun? Was willst du wirklich tun? Immer im Rahmen, natürlich.

black and white (and grey): fake truths
90 Minuten, so lustig wie möglich

Greed
8h, so tragisch wie möglich

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Vollgefressene Laberheinis

Komata Kahori (Satsuma Biwa): Nasuno Yoichi
Ueno Koshuzan (Shakuhachi)

The Caretaker/Leyland Kirby, everywhere at the end of time: Natürlich eine perfekte Metapher für Demenz, aber in dem Augenblick, in dem die reale Krankheit mit dem Resultat gleichgesetzt wird, eigentlich nicht mehr nachvollziehbar – müsste am Ende nicht das unveränderte Original stehen, da der Künstler die Knöpfe gar nicht mehr bedienen kann? Bzw. muss man nicht davon ausgehen, dass die einzelnen Stadien im Voraus aufgenommen wurden und mit dem realen Fortschreiten der Krankheit nichts zu tun haben, da es extrem unwahrscheinlich ist, dass der Gesamtplan im weiteren Verlauf der Krankheit noch weiter ausgeführt werden kann? Insofern kein ganz glückliches Ineinssetzen von Krankheit und musikalischem Auflösungsprozess, weil die künstlerische Bewältigung die Beherrschung des Erinnerungs- und Verfallsprozesses voraussetzt, was aber mit fortschreitendem Gedächtnisverlust gerade nicht gegeben sein kann.

KLAGE: E-Gitarre, E-Bass, 2 Stimmen

Völlig bescheuerter Jahresanfang: Fast vier Monate für 45.000 Zeichen Analyse? Bisschen arg krass.

S1A:
The Rapture: Open Up Your Heart
Kanye West: Runaway
Arca: Piel

VVV, Fun in the Wonderland: Punktierten Rhythmus so spielen, dass er sich als Rhythmus ständig verändert. Z.B. jeden einzelnen Impuls auf ein anderes Instrument legen.

A aa ag fe d: Super einfache Basslinie, eher gesummt als gesungen, immer wieder wiederholen. Keine echten Variationen, eigentlich auch keine Varianten, eher, dass es so klingt, dass man es eben nicht absolut exakt wiederholen kann. Z.B. kleine dynamische Nuancen, Ansprache, winzige Tonhöhenabweichungen, fast nicht hörbare Andeutungen von Vibrato.

Langgezogenes, helles Räuspern.
Kurzes, tiefes Räuspern.
Z.B. Doppelakzent.
Tiefes, abfallendes Stöhnen: ieh, ieh, ieh.

as1
e3
a1

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Sie können ihr Glück kaum fassen.

Gekochtes Gemüse, kalt gegessen, quasi italienische Vorspeisenplatte, aber ohne Geschmacksverstärker Tomaten/Salz/Olivenöl: Extrem merkwürdiger Geschmack, wenn man bewusst darauf achtet, komplett verschieden zu rohem oder frisch gekochten Gemüse, wie ein völlig anderer Zustand. Weiß jeder, ist aber trotzdem komisch.

Die Bürger sind Schubert: Sonnenklar.
Die Soldaten: Shomyo-Mönche.

reinen Ton und helles Rauschen mischen

Imitation/Kanon in der Sekunde: Man hört tatsächlich nicht, dass es exakt das gleiche ist, sogar die Kontur wird durch das nicht tonale Verhältnis so verzerrt, dass sie nur ähnlich, nicht gleich zu sein scheint. Tonales Hören im atonalen Raum.

Großer Marktplatz, wirkt fast wie ein Amphitheater, leer, ein einziges Café an den oberen Rand gedrückt.

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Alles viel zu durchsichtig

Blur
Blurry
Bleed Out
Bled Out

Ist ja kalt! Das sieht so schön aus… Aber kalt!

Heute ist Kitschfrei.
Heute ist Pathosfrei.
Und heute?
Heute geht’s wieder in die Schule.

Luft durch die Kehle
Durchdrehen
Glissando nach unten
Unartikulierter Überdruss 
Ausbruch
In Ausnahmen mit Ton 
Lange und laut räuspern, in einer langen Phrase
Laut ausatmen, aber ohne Ton, quasi angeekelt, aber nicht genau das, vielleicht doch  auch Überdruss.
Aggressives Minetti-Räuspern
Mit geschlossenem Mund geräuschhaft ausatmen, quasi Feueratem.

Bescheuertheit als Qualität: Interessanter Dilettantismus. Faktisch egal, was morgen kommt. Im Moment interessant sein.

Aggressiver Optimismus, wie würde das genau aussehen? Und wie würde es sich anfühlen?

Oscar Benl: Keine Spuren hinterlassen

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Filed under Der Adler., Gesang, Kolik, Literatur

Why the fuck do I own this?

Vielleicht realistischer: Zahl der Großteile vom Materialablauf abhängig machen, dann Detailstruktur unabhängig von Material fortsetzen, dann zusammenführen. Aber natürlich nicht zwingend die beste Lösung: Gerade wenn die Zeitstruktur Großteile vorsieht, wo sie das Material eigentlich nicht hergibt, kann das zu spannenden formalen Problemen und Lösungen führen. We’ll see.

Du hörst alles; aber
du hörst es nicht.

Deppeninferno (Die akademische Welt)

Geht’s noch?

Der Künstler als Kurator
Der Kurator als Künstler
DIS
Michael Müller 

n+1-Skalen: Je höher der Anfangswert, desto kleiner die Rate der Veränderung. Bei gleicher Anzahl von Gliedern wird die aufzuteilende Gesamtdauer durch eine größere Summe von Einzelwerten geteilt, so dass der Schritt +1 sich im Resultat entsprechend verkleinert. Aus Spiel mit Anfangswert und Gliederzahl resultiert große Anzahl von Aufteilungsvarianten.

Quasi Kurven, unendlich kombinierbar, und natürlich in sich auf jeder Ebene permutierbar. Also auch, wenn gewünscht, dramaturgisch manipulierbar, als Mikro- und Makrodramaturgie des Zeitablaufs.

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Filed under black and white (and grey), Form, Kunst, Saturn A/B

Möglicherweise kein Weg zurück

Bauen: Warum sieht es jetzt noch gut aus, aber man kann schon sehen, dass es sehr bald nicht mehr so gut aussehen wird, und warum wird es dann sehr bald wirklich schlecht aussehen? Hat auch mit Materialermüdung zu tun, der Qualität des Materials, dass das Material halt irgendwann alt aussieht, aber natürlich nicht nur.

Form letztlich immer ein Spiel zwischen Voraussehbarkeit und Nichtvoraussehbarkeit. Was offensichtlich jeden Parameter betrifft, ohne dass jeder Parameter bewusst daraufhin ausgerichtet sein muss. Eine wesentliche Frage bleibt immer, wie das Material und seine Ausdehnung in der Zeit zusammenkommen. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, die Zeitstruktur immer aus dem Material abzuleiten. Interessanter finde ich, das Material in eine bestehende Zeitstruktur hineinzupressen, weil dann eine Spannung zwischen Material und Ausdehnung entstehen kann. Allerdings kann das eigentlich nur funktionieren, wenn das Material so sehr eine eigene Ausdehnung nahelegt, also voraussehbar macht, dass die Erwartung an seine Ausdehnung auch wirklich enttäuscht/verletzt werden kann.

Wenn man jetzt eine dramaturgische Abfolge für das Material erarbeitet, und unabhängig davon eine leere Zeitstruktur für das komplette Stück, ist natürlich die Frage, wie die beiden zusammenkommen sollen: Rücksichtslose Anwendung der Zeitstruktur auf das Material, Anpassung der Zeitstruktur an den Ablauf des Materials, oder gegenseitige Annäherung. Letztlich müsste es in beide Richtungen gehen: Teile, in denen die Zeitstruktur rigide durchgezogen wird, Teile, in denen das Material die Dauer der einzelnen Abschnitte und Unterabschnitte bestimmt, und Teile, in denen beide aneinander angepasst werden. Frage bleibt dann immer noch, ob es von Anfang an einen gemeinsamen Bezugspunkt wie zum Beispiel Anzahl der Abschnitte geben soll, oder ob die beiden Ebenen wirklich vollständig unabhängig voneinander konzipiert werden sollen. In jedem Fall ist diese Arbeitsweise auf jede Kunstgattung, die mit Zeit arbeitet, anwendbar.

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What’s done on earth stays on earth.

Ständig 4 live-Kommentare, eventuell umschaltbar.

Dias blinken

black and white (and grey): FAKE NEWS

Vorbestimmtes Zeitfenster, in das das Material eingefügt wird, vs. Material, das seine Dauer selbst bestimmt (z.B. durch Vollständigkeit, Präsentation aller möglichen Ausdifferenzierungen, etc.).

Es gibt mittlerweile so tolle Künstler hier in Berlin, weischt…

HASS HASS HASS HASS HASS

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Filed under black and white (and grey), Politik, Pop, Saturn A/B

Und dann? Und dann? Und dann?

Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck.

Warum war dann eigentlich plötzlich alles weg? Keine Begeisterung, kein Glanz, nichts. Alles verloren, wie auf Knopfdruck, zum Jahreswechsel oder so. Epoche der Geistlosigkeit angebrochen.

Ultraeffektive Formdisposition: Skala von Dauern, gleiche Intervalle, auf Gesamtdauer übertragen, Skalen von Dauern, ungleiche Anzahl von Segmenten (Skala von Anzahl von Segmenten?), auf Segmente übertragen, etc. Entweder gleiche Formdisposition für alle Parameter, oder eben jeder Parameter eigene Formdisposition.

U.U. auch für Saturn relevant. Wesentliche Zusatzfrage: Können/sollen Segmente unterbrochen werden, bzw. können verschiedene Segmente mit dem gleichen Material bespielt werden? In Bezug auf Saturn: Wiederholung oder Fortsetzung? Oder spielt das überhaupt eine Rolle? Geht es nicht im Wesentlichen um ein homogenes Auffüllen der Segmente, egal ob mit ähnlichem oder gleichem Material?

Musiktheater, Bühne, EXAKT wie ein Musikstück behandeln.

Als Grundregel für das erste Projekt (und wahrscheinlich auch für alle anderen): Alle Parameter synchron oder fast synchron. Alles andere ist auf der Bühne nicht wirkungsvoll.

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Filed under black and white (and grey), Philosophie, Politik, Saturn A/B

falling through the day

Tony Conrad: Flicker

Immer wieder interessant, dass das Praktische, Zielführende, Zeitsparende so wahnsinnig spießig wirkt, gerade, wenn es sich um technische Neuerungen handelt, wie z.B. Handy-Freisprechen, Siri, Fitness-Apps etc., und tatsächlich auch fast immer vor allem von auffallend spießigen Menschen als ersten akzeptiert und benutzt wird. Gilt letztlich auch für die technische Avantgarde, die allerdings bewusst oder unbewusst immer eine gewisse Selbstironie in ihre Technikbegeisterung mit einbringt, gerade durch ihren enthusiastischen Übereifer: Hat trotzdem am Ende immer etwas abstoßend Utilitaristisches, ist eben nicht wirklich lustig, sondern tendenziell geistlos und selbsterfüllend. Umgekehrt könnte es aber auch eine ausgeprägt konservative Arroganz sein, auf diese Neuerungen grundsätzlich zu verzichten.

Wichtig: Sprachfehler. Aber auf keinen Fall als Karikatur. Don Alfonso: Leichtes Alterslispeln. NIE so, dass es jeder merkt, KÖNNTE auch ganz normal sein, KÖNNTE auch gar niemand merken. Aber ist eben doch da, steht im Raum.

Così, Zweiter Akt, No. 23, Il core vi dono: Klingt verdammt gut, wenn es richtig gespielt wird, sollte man einfach mal so abschreiben.

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Filed under Der Adler., Film, Gesang, Klassik, Krieg, Material, Oper, Text, Theorie

Your email address will not be punished.

S2M Revision:
– Glissandogesten verkürzen: JA
– irrationale Takte einfügen (Terzette): VIELLEICHT
– ursprüngliche Planung (Terzette/Duette) zu Ende führen: UNBEDINGT
– Kontinuität aufbrechen, möglicherweise einfach Textzeilen trennen (Duette): JA
– Dynamik verdeutlichen/verschärfen (Notation und Ausführung): WAHRSCHEINLICH
– entweder Verhältnis Klang-Pause durch irrationale Takte aufbrechen, oder Fermaten auf Pausen setzen, auf jeden Fall einfachen Rhythmus stören (Terzette): MÖGLICHERWEISE
– formale Akzente, die das Stück auch dann lesbar machen, wenn die Aufführung im Detail scheitert: UNBEDINGT
– Obertonklänge und obertonartige Klänge streichen, komplett oder annähernd komplett; wenn Obertonklänge, dann als formale Signale einsetzen: NEIN – STATTDESSEN ÜBERARBEITEN, DIE EIGENTLICHE KLANGLICHE INTENTION DEUTLICH MACHEN
– leere Zeilen innerhalb der Abschnitte nicht ausblenden: JA
– nochmal alles durchprobieren und verständlicher machen (Text-Rhythmus-Tonhöhen-Relation), nochmal testen und ausformulieren: JA
– zweites Terzett Tutti: NEIN
– keine eigenen rhythmischen Werte für Anfangsschleifer: NEIN
– insgesamt weniger schematisch arbeiten – ich wollte das Stück ja so formalistisch wie möglich angehen, aber offensichtlich geht der Gegensatz zwischen formaler Anlage und Detailexpression so nicht wirklich auf: DOCH
– und Kardinalfrage, ob es überhaupt mit klassischen Instrumenten/klassischen Sängern geht – es muss gehen, es gibt keine realistische Alternative: ALSO JA

Interessant, wie wenig solche Notizen ihre Idee wirklich festhalten können. Wenn man dann vor dem Stück steht, hat die reale Situation nur noch sehr wenig mit den Gedanken, die man sich vorab gemacht hat, zu tun. Und zwar auch dann, wenn man nicht in eine Art Arbeitspanik fällt. Man sieht tatsächlich erst im Moment der Ausführung, ob eine Idee trägt oder nicht. Und das ist dann der Moment, in dem man vermutlich sogar sinnvollerweise in eine Art Entscheidungssturm kommt. Wenn das nicht geht, geht das? Geht das? Geht das? Man hat das Gefühl, dass wirklich sehr schnell entschieden werden muss, was als nächsten geschehen soll. Dass es nicht gut wäre, länger zu warten.

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Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Schlachten 2: Motette

Schönheit ist Nicht-Wiedererkennen.

A great year for Russia and China. Not so much for the US.

Monteverdi 1567-1643
Caravaggio 1571-1610

Krieg: Musik komplett fragmentieren, auch die Teile, die ohnehin nur als Fragment gegeben werden. Einzelne Takte, Phrasen, auch willkürliche Entnahmen.

Gonzalez: Furchtloser Grundlinien Spieler, leider verschwunden.

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Entkoppelung.

Arie: Samples auf Keyboard legen, stark geräuschhaft, tendenziell keine Popklänge. Eher impulshafte Klänge als gehaltene Klänge, kurze Crescendi und Decrescendi. Dementsprechend Ensemblestruktur kurze Einwürfe, starke dynamische Kurve, sofort wieder wegnehmen.

OHM: Wenn man nicht weiß, worum es geht, sitzt man vor einem undurchdringlichen Spektakel von lärmenden Obertonspektren und fragt sich, was der Unterschied zu einem dilettantischen Kratzen auf der Violine sein soll. Genau darin besteht aber ein wesentlicher Verdienst des Stückes: Bei größtmöglicher instrumentaltechnischer Differenzierung keine Rücksicht auf die reale Darstellbarkeit des Ergebnisses zu nehmen, sondern das Ergebnis als unerschütterliche Wand zu präsentieren, die nur dann durchsichtig wird, wenn es dem Hörer gelingt, sich von der Aggressivität des Primäreindrucks zu befreien. Diese Konstellation kann auch als kompositorische Ironie gedeutet werden: Dass die extreme instrumentaltechnische Differenzierung, die sich ja definitiv auch im klanglichen Resultat niederschlägt, aber eben nur als sekundärer Eindruck, zu einem groben Primäreindruck führt, der die meisten Hörern vermutlich zu dem Schluss bringt, dass es sich um ein undifferenziertes, eindimensionales Stück handelt.

Die Diskrepanz zwischen primärem und sekundärem akustischem Eindruck wäre mit einer größeren Besetzung oder einer elektroakustisch unterstützten Konstellation wesentlich einfacher zu produzieren, aber auch viel durchschaubarer und als technischer Verschleierungseffekt letztlich banal. Nur dadurch, dass es sich um ein einziges Instrument handelt, das mit exakt der gleichen Reihe von Aktionen sowohl Vordergrund, als auch Hintergrund produziert, kann das Verhältnis zwischen diesen beiden Schichten offen gehalten werden. Es ist eine wichtige Errungenschaft des Komponisten, dass er die eigentlich groteske Spannung zwischen einem lauten, aber undifferenzierten Vordergrund, und einem dagegen deutlich zurücktretenden, extrem differenzierten Hintergrund, zu keinem Zeitpunkt aufhebt, sondern als unaufgelöstes Rätsel in den Raum stellt.

Hörst Du, was ich höre? Keine Ahnung.
Hörst Du das auch, Schatz? Wieso, was denn?

Nebenbei wird mit diesem Stück auch ein perfekte Metapher für Anerkennung und Ablehnung etabliert: Es wird offensichtlich, wie verschieden wir real wahrnehmen, und wie sehr unsere psychologische Prädisposition unsere akustische Wahrnehmung beeinflusst.

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Ich freue mich auf alles.

Gagokbounce 1-n: Z.B. Stimme solo, Stimme + Daegeum, Stimme + Geomungo, Stimme + Geomungo + Mundorgel, Stimme + komplettes Ensemble, immer nur Ausschnitte aus komplettem Gesang, beliebig erweiterbar durch neuen Gesang, Titel immer: Gagokbounce n: Erste Zeile. Alles auf übergenauer Transkription aufbauen, sozusagen Ensemblestruktur sinnlos vertikal auseinandernehmen.

Caravaggio, Ribera, Guercino: Im Grunde extrem schnelle Malerei, zumindest was die mehrfigurigen Arbeiten betrifft, komplexe Montage von Blicken (der Figuren, aber auch der Betrachter).

Haltetöne: Stück nur aus beschissenen Haltetönen aufbauen, quasi nur Hintergrund. Oder den Vordergrund wie Hintergrund behandeln. Aktivitätsinseln einbauen. Haltetöne offensichtlich nicht das gleiche wie Pausen, da sie trotz minimaler Aktion eine körperliche Aktion voraussetzen (Instrument oder Lautsprecher). Elektronische Instrumente oft wie negative Aktion, weil sie die körperliche Aktion der akustischen Instrumente rein akustisch negieren/ad absurdum führen: Man hört sofort, dass es sich um keine echte Aktion handelt. Bedienen statt spielen.

Missqualität als Stimmung: In bestimmten Situationen funktioniert ein technisch anspruchsloses, kompositorisch eigentlich inexistentes Stück tatsächlich besser als eine wirklich ausgearbeitete Komposition. Weil es nur eine Stimmung aufruft, eine Assoziation herstellt und nicht durch Ambitionen, die davon ablenken, stört. Es klingt wie echte Musik, aber ohne die störende kompositorische Intensität. Und man muss zugeben, dass das eben auch eine eigene, ein bisschen beunruhigende Qualität haben kann. Auch wenn es eigentlich eine komplette Selbstverarschung des Komponisten und des Publikums ist. Sozusagen Faszination mit absolut nichts. Eben auch: Der absolute Kitsch als positive Qualität.

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Man soll sich einbilden, man sei gleich.

Pollock/teacher/diagrams

Piero
James
Giorgio
Philip

Nezhdanova-Reste verwenden
überhaupt klassische Oper
vor allem/gerade 19. Jahrhundert
wichtig – nicht unterschätzen!

Auch ne Option: Nur ein bisschen singen. Kann ja wirklich nerven, wenn da ein Sänger vorne auf der Bühne steht und die ganze Zeit singen muss, weil er eben da ist und was zu tun haben soll. Vorteil von singenden Instrumentalisten: Haben was zu tun, wenn sie gerade nicht singen. Ist ja nicht unbedingt kompositorische Feigheit, wenn man einem Sänger auf der Bühne was zu singen geben will, sondern sieht wirklich bescheuert aus, wenn er ohne Aufgabe auf der Bühne steht. Es sei denn, man würde damit extrem offensiv umgehen.

You can never be overdressed or overeducated. OW
In doubt overdress. VW

BP, Dornröschen: Wird niemand tun, weil es dafür zu sehr im Bereich des akzeptierten musikalischen Bewegungsrahmens bleibt, könnte man aber auch als absolute Hässlichkeitsattacke verstehen.

PTP: Eigentlich eine super Idee, Musik als Text, bzw. Text als Musik auszugeben, und zwar rein Informations- bzw. Argument-getriebenen Text ohne den geringsten Anspruch auf eine Qualität über die informativen bzw. argumentativen Aufgaben hinaus. Der genau dadurch eine eigene lyrische Qualität und unmittelbar einsichtige Schönheit bekommt.

Lech
St. Barth 
St. Moritz 
Aspen

Sonya Spence: Saddest music ever? Kompletter Ausdruck von rückhaltsloser Aufgabe, ausgerechnet im positiven Reggae-Genre. Muss wie ein absoluter Alien gewirkt haben. Keine Ahnung, wie man das hinbekommt, dass dann auch die Band so wahnsinnig traurig klingt, wie von ganz weit weg, fast, als ob sie gar nicht da wäre. Ultrastrange.

Vortrag als HÖRSPIEL!

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yeah, that’s it!

Saturn C: Alles Wird Gut

Kunstzynifizierung

I intend to live forever.

say goodbye to subtlety: JK als Donald Trump der Neuen Musik – konsequent populistisch, ohne mit der Wimper zu zucken, sich für keinen schlechten Witz zu schade

Ich war kein Roboter.

Clinton vs. Trump: Kompletter Unsinn, dass sich die Meinungsforscher geirrt hätten, im Gegenteil lagen sie exakt richtig. Zwei Wochen vor Wahltag Clinton um 10 Punkte vorne, nach neuer FBI-Meldung zur Email-Affaire beide gleichauf mit leichtem Vorteil für Clinton. Genau so ist es doch auch ausgegangen: Mehr Stimmen für Clinton, aber leider ungünstig verteilt. Letztlich hat also der FBI die Wahl gewonnen – sehr merkwürdig, dass darüber kaum gesprochen wird, stattdessen ausführlich über angebliche Fehlprognosen. Panik statt Fakten.

Hat sicher auch damit zu tun, dass man einfach nicht wahrhaben will, dass das Ergebnis letztlich auf einem klaren Faulspiel beruht, dessen Folgen die gesamte Welt ausgeliefert sein wird.

Letztlich will man die Fragilität des politischen Spiels nicht wahrhaben, dass man mit einem einzigen faulen Schachzug alles verändern kann.

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gagokbounce

Die merkwürdigen Pinselstriche im Hintergrund bei Velazquez, die aussehen, als ob irgendwelche Wasserpflanzen im Bild schweben würden. Superschön, aber auch wirklich sehr eigenartig.

Juan de Nisa Valdés Leal 

Zurbaran, Schweißtuch: Nüchterne Totalsubtilität.

Ernsthaftigkeit im scheinbaren Kitsch/Kitsch als Arbeit: Ist dann vielleicht gar kein Kitsch. Extremer Realismus als Kitschbezwinger.

Castorf: Im Grunde radikal am Stück vorbei handlungsbetont, die Handlung scheint das einzige zu sein, was ihn an einem Stück interessiert, jedenfalls der Punkt, an dem er mit seiner Arbeit ansetzt. Er verarscht dann letztlich auch nicht das Stück, sondern die Handlung. Deswegen kann er dann auch im Unterschied zu anderen Schauspielregisseuren so gut Oper inszenieren: Er macht das Gleiche, was er immer macht, muss sich nicht verbiegen, setzt auf die Handlung auf, macht die vielleicht sogar deutlicher, als sie in der Oper wäre, und bleibt ganz trocken auf seiner Ebene, ohne die Musik weiter zu stören. Letztlich sogar ein populistischer Ansatz, weil ihn jeder verstehen kann, egal ob er die Oper kennt oder nicht. Insofern echtes Prolltheater und deswegen so erfolgreich trotz seiner Extremsperrigkeit.

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Today, I Wrote Nothing (Vol. 1)

Eine Frau mit wadenlangem Rock aus dünnem Stoff, durch den man im Gegenlicht ihre altersdünnen Beine sieht. Plötzlich macht sie einen weiten, übertrieben expressiven Ausfallschritt nach rechts, als ob sie ihr Bein ausfahren könnte. Sie stützt sich auf einen Herrn in Jacket, bei dem sie sich eingehängt hat.

Für das Falsche
Für den Fehler
Für das Unvollkommene

Das Meisterwerk muss unvollkommen sein. Sonst fehlt ihm die entscheidende Kraft der Frische. Sie wird immer besser im Verlauf ihrer Arbeit. Und genau das ist das Problem.

Wenn etwas nur einmal geschieht, geschieht es gar nicht? Das ist ja wohl so nicht haltbar. Richtig ist, dass bestimmte Ereignisse wiederholt werden müssen, damit man erkennt, dass sie kein Zufall sind, dass sie nicht einfach nur ein Störgeräusch sind. Aber andere sind für sich genommen so exzeptionell, dass sie auch in einem Zusammenhang, in dem man sie für ein Zufallsprodukt halten könnte, nicht übersehen werden können. Wieder andere haben eine so große Wirkung, dass es offensichtlich ist, dass etwas geschehen sein muss: Wenn ein für sich genommen unauffälliges Ereignis zwischen zwei stabilen, aber unterschiedlichen Zustände eintritt, wird das Ereignis durch den Umschlag vom ersten Zustand zum zweiten markiert und tendenziell als Auslöser oder Begleiterscheinung des Umschlags wahrgenommen. Eine ausführliche Entwicklung kann als Prozess zu einem Einzelereignis hin-, und wieder von ihm wegführen, und so das Ereignis als notwendigen Höhepunkt dieser Entwicklung erscheinen lassen – vermutlich auch dann, wenn das Ereignis in keiner Weise der Entwicklung entspricht, also in keiner Weise die Erwartungen, die die Entwicklung aufbaut, einlöst.

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Of monumental ugliness

Rotkohl
Umeboshiwasser
Sardellenöl
Hollundersirup
Rote Beete
Gurke
Chilli
Tomate

Maurizio/Licht: Eigene Licht-Stimme ausarbeiten, Rhythmus/Dauer + Graustufen, eigentlich offensichtlich. Nicht Helligkeit, sondern Graustufen. Oder beides. Auf keinen Fall Farbe.

Le travail éloigne de nous trois grands maux: l’ennui, le vice et le besoin. (Voltaire)

Pas si mal, on doit dire.

Ein Stück, bei dem man wirklich nicht weiß, ob es schon angefangen hat oder nicht, wo der Kontrabass wie Stuhlrücken klingt oder das Stuhlrücken wie Kontrabass. Vielleicht so weit treiben, dass das Publikum nie merken wird, dass das Stück überhaupt gespielt worden ist, obwohl die Musiker die ganze Zeit auf der Bühne waren. Also perfekte Täuschung ohne jedes Auftritts- oder Anti-Auftritts-Pathos.

Intervention: Lange Schlange, Gedränge, viele Leute vor einem, viele hinter einem, sehr langsamer Einlass, endlich ist man durch, kommt in einen langen, geräumigen Gang, der merkwürdiger Weise bis auf wenige Gestalten leer ist. Schließlich kommt man in eine große, bestuhlte Halle, die vollständig leer ist. Die Vorstellung findet nicht statt, das ist die Vorstellung. Aber wo sind die ganzen Leute geblieben? Die Vorstellung findet nicht statt, und das Publikum ist verschwunden. Die Schlange war die Aufführung. Oder: Das Publikum ist die Aufführung. Das Warten des Publikums auf die Aufführung konsequent durchchoreographieren, Sitzende, Stehende, Grüppchenbildung.

Momente, an die man sich immer wieder erinnert, ohne dass man die geringste Ahnung hat, warum: z.B. 2003, 2004, nach einem Abend im X führe ich den Kollegen, besonders SG, meine neue koreanische Winterfütterung vor. Was zum Teufel ist daran so interessant? Warum kann ich mich so genau an sein Gesicht erinnern? Vielleicht, dass dieser Moment ihn für mich definierte? Wie ein Knopf, der nach Belieben immer wieder gedrückt werden kann.

Oder Bilder, die immer wiederkehren, obwohl es sie eigentlich nicht gegeben haben kann. Z.B. großes Haus eines Klassenkameraden am Neckarufer, drei oder vier Stockwerke + tiefliegender Garten dahinter, scheinbar alles zu seiner Verfügung, fremd, dunkel, mir nicht verständlich.

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Zählen

Die Antwoord: Nicht so falsch als vokale Performance. Alienbabystimme.

Lustig, dass man in vielen Fällen nur noch raten kann, ob die Leute mit sich selbst sprechen oder einen Knopf im Ohr haben.

Ganz leises Schluchzen, kaum hörbar, aber eindeutig da. Ein bisschen, wie wenn jemand fast nicht schnarcht, es aber eben doch tut. Verstärken.

A propos: Kolik komplett umarbeiten, Glissandi deutlich komplexer gestalten, mit Kehlkopflauten perforieren. So, dass man es zunächst gar nicht bemerkt, dann denkt, dass es ein Fehler ist, und erst allmählich versteht, dass es zum Stück gehört.

Stumpfer, illusionsloser, aber eben nicht desillusionierter Egoismus in den milchigen Urlauberaugen: Nicht schön.

Moderne Instrumente sind eigentlich atonale Instrumente mit der erhöhten Saitenspannung bei den Klavieren, den lauten und gleichmäßigen, uncharakteristischen Metallsaiten bei den Streichern, und der perfektionierten Chromatik bei den Bläsern. Während historische Instrumente tonale Instrumente oder vielleicht sogar diatonische Instrumente sind. Deshalb klingt atonale Musik auf historischen Instrumenten zutiefst unidiomatisch.

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Filed under Gesang, Kolik, Material, Pop

Kompartimentierung

Levon Vincent, Untitled: Material direkt auf den Schlag setzen, als ob das Material durch den Schlag ausgelöst würde.

Nochmal über Stottern nachdenken: Wortwiederholungen, Silbenwiederholungen, Lautwiederholungen. Eigentlich ganz einfach. Also: Wer stottert denn so bei uns?

Cairopraktor 4: Einspielen/überlagern

fehlt Eleganz, eindeutig

Die Funktion von Regeln ist ja letztlich immer, der eigenen Ratlosigkeit angesichts einer zu großen Anzahl von möglichen Lösungen zu entfliehen, sich an eine offenbar gelungene Lösung zu halten und daraus dann weitere gelungene Lösungen abzuleiten und alle anderen Lösungen auszuschließen. Absolut verständlich als Vorgehensweise, und vielleicht sogar notwendig, um mit einer gewissen Zuverlässigkeit vernünftige Ergebnisse zu erzielen, aber es gibt keine belastbaren Anzeichen dafür, dass die ausgeschlossenen Lösungen tatsächlich schlechter gewesen wären als die zugelassenen. Insofern handelt es sich ausschließlich um eine praktische Hilfe zur Entscheidungsfindung. Was ja auch nicht so schlecht ist, wenn man nicht zu viel darin sieht.

O.k., was ist das Problem? Das Problem ist letztlich immer, warum folgt b auf a, warum folgt c auf b, etc., also Form. Solange Du keine Geschichte erzählst, in der die Abfolge der Ereignisse im Voraus feststeht, und es nur darum geht, in welcher Reihenfolge und in welcher Ausführlichkeit Du sie erzählst, bist Du für alle Aspekte der Form komplett verantwortlich, d.h. Du kannst Dich nicht darauf berufen, dass etwas so oder so sein muss, sondern Du musst selbst entscheiden, wie es sein soll. Hier jetzt in der abgespecktest möglichen Fassung: Ein einzelnes, einstimmiges Instrument, ausschließlich einstimmiges Material, das nicht übereinander gelegt, sondern nur aneinander gereiht werden kann.

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Filed under Der Adler., Form, Gesang, Pop, Text

Ab jetzt werden wir keinen Spaß mehr haben.

schlecht
schlecht
falsch
weiter nachdenken

vocal sniper: nicht schlecht – Stockhausen, Stammheimer?

Kreisrunder Schweißfleck, mitten auf dem Rücken: Keine Ahnung, wie das geht, sieht aber super aus.

Kleiner, dünner, larvenähnlicher Wurm kommt aus Backenwunde herausgekrochen.

Sicher leiden

Pea green unlimited streaming

Kunst, die beweist, dass sie gut ist, ist eigentlich immer scheiße.

Putain de Parkinson 

Dreezy,
Dreezy,
The-Dream,
Walls

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Filed under Krieg, Krieg 2: Stolen Friend, Mode, Pop

Endklassik

Maya: Hoher Kopfschmuck versetzt Kopf innerhalb der Gesamtsilhouette weit nach unten. Man schaut erst einmal viel zu weit nach oben, und dann eher in die Mitte der Gestalt, um das Gesicht zu betrachten.

Ente: Seele der Verstorbenen, Bote der Wolken.
Jaguar als Teil der Unterwelt.
Der Herr des Kiefers.

Setzt sich jemand neben Dich, ist aber gar niemand da.

Ibn Ruschd/Averroes
Jamal al-Din al-Afghani
Mohammed Abed al-Jabri

Video: Viel Schwarzfilm, intensives Schwarz, kurze Bildblitze, alternativ Bildflackern. Kann man Schwarz auf dem Bildschirm bearbeiten, oder ist das gar nicht nötig? Bilder als Samples vom Keyboard, flackern als Pedalfunktion?

Immer wieder: Alle Sopranimpulse durch die Bassdrum doppeln. Extrem einfacher Trick, aber unfehlbar.

Burroughs-Lesung: Völlig überzogen, aber mit steinernem Gesicht vorgetragen. Als ob er mit dem Text identisch wäre. Gleichzeitig totale Identifikation und Null-Identifikation.

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Filed under Film, Kunst, Literatur, Material, Maurizio/Licht, Pop, Vortrag

Durch den Schleim singen.

Keine Ahnung, was ich da tue. Ich organisiere es, und mache es dann. Aber es ist definitiv ein Stochern im Dunkeln.

Three Bedrooms: Stotternde, stolpernde, rasende Begleitfiguren – gute Idee, sollte man gleich mal anfangen zu üben!

If it is not subtle, it doesn’t exist, sorry.

We all hurt sometimes, don’t we?
We all get hurt sometimes, don’t we.
The shit is chaotic in disguise.
Let, let, let, let, let it go.

S1A: Alltagsgeräusche aufs Keyboard legen

M/L: Müsste gemein und gefährlich klingen, muskulös, kräftig, letztlich tatsächlich wie ein Monster.

Na ja – ich meine – dann texte ich Dich eben einfach zu.

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Filed under Gesang, Maurizio/Licht, Pop, Schlachten 1: Arie

formschön und farbenfroh

Maurizio/Licht: Kontinuierlicher Klang. Langgezogenes Klangband, keine Brüche, keine echten Übergänge, vielleicht unmerkliche Ein- und Austritte, leichte Abschattierungen, unwesentliche Veränderungen. Einfach so.

Böse & Verloren: Es ist einfach falsch, einen normalen Standpunkt einzunehmen, wenn es um einen nicht-normalen Gegenstand geht. Es ist böse, eine intelligente Entscheidung auch nur versuchsweise vom Standpunkt der Dummheit aus anzuschauen. Es erklärt auch nichts, es ist einfach nur falsch, und die in dieser Operation implizierte Ironie ist in Wirklichkeit kein höherer Standpunkt, sondern entspringt eindeutig einer Position der Feigheit: Dass man selbst nämlich nie dazu in der Lage wäre, eine Entscheidung zu treffen, die nicht durch absolute Normalität abgesichert ist.

Ganz ganz böse: Leben & Style.

Wichtig für alle: Öffentlichkeit reduzieren. Öffentlichkeit vermeiden. Scheint nur leider niemand zu merken. Wäre wichtig. Gewesen.

NICHT NUR EIN IRRTUM, SONDERN WIRKLICH AUCH EIN FEHLER

Jedes gute Stück ist mindestens ein bisschen zu lang, wird mindestens einmal unangenehm, weil es weitergeht, obwohl man sich wünschen würde, dass es aufhört.

HARDVAPOUR

very, VERY subtle: you don’t even hear it yourself, you can’t even decide yourself if it is right or wrong, so everybody else is just left guessing, but SOMETHING happens for sure

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Filed under Form, Maurizio/Licht, Pop

Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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it’s how you survives it

Man hört noch, wie es klang, man erinnert sich noch, wie es sich angefühlt hat, aber leider ist nichts mehr davon da; die Zeit ist vorbei, man kann nur noch sagen, Aha, so klang das also damals, hat sich aber total anders angefühlt. Natürlich aus der nicht hinterfragbaren Position des Jetzt heraus geurteilt. Extrembeispiel: The Knive, Silent Shout. Mag sein, dass es sich morgen wieder ganz anders anhört. Was gestern knallig war, ist heute extrem lasch. Und dazu passt auch der bewusste Versuch, lasch zu produzieren, der eigentlich eine Überhöhung des Knalligen ist.

I got my dope boys covered.
Just another nigga dead.
Just another nigga dead.
While they’re testing your patience,
they’re just testing my reach.

Fuckin’ great delivery. Pusha T is G.O.D.

Glissandi auch auf EINEM Ton. Quasi Verzierung.

Register, Bänder vs. Tonhöhen

Band mit zentraler Tonhöhe. Sozusagen Tonhöhe mit Hof. Tonhöhe, die nach oben und unten ausfranst.

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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bad is the new good

Überbindung overrulet!

Lustig, dass man Notizen immer sofort aufschreiben muss, sonst verlieren sie ihre Dringlichkeit, sind bloße Erinnerung, nicht einmal an eine Idee, sondern eher an eine Wortfolge, oder sogar in dem, was sie eigentlich aussagen sollten, völlig vergessen. Das macht die aufgeschriebenen Notizen interessant, dass man gar nicht mehr so genau weiß, was sie eigentlich bedeuten sollten, dass man oft nur noch erahnen kann, wofür sie eigentlich stehen. Funktioniert aber genau deswegen nur, wenn man sie sofort festgehalten hat. Momentanes Gefühl, Erinnerung, ja, so war das, das habe ich gedacht, gemeint, nicht falsch, nicht richtig, weil es nie so bleibt, wie man dachte, auch dann, wenn man sich das eigentlich wünschen würde. Dynamik des Schreibens, Ausformulierens, das natürlich die Idee, den Gedanken verändert, auch banalisiert, weil es ihn in den Bereich des Realismus der Formulierung transportiert. Ja, genau, so ist es – ist es halt nicht, nie.

Gleich und ähnlich als geschlossene Kategorien, weil sie in der Nähe des Gegenstandes bleiben müssen, auf den sie sich beziehen, verschieden als offene Kategorie, weil sie alles andere, was nicht gleich oder ähnlich ist, umfasst. Und ein verschieden, das sich nachvollziehbar auf den Ausgangspunkt bezieht, eigentlich ein ähnlich wäre, weil es Eigenschaften des Gegenstandes beibehalten muss.

reality is SO slow: na ja, da fährste dann da hin, 40 min, musst vielleicht noch Schlange stehen, warum kann man das denn nicht einfach downloaden, dann gehts nicht gleich los, wenn du Pech hast, gibts noch ne Vorband, dann gehts los, aber nach 5 min merkst du, dass es nicht so toll ist, wo kann man das denn jetzt wegklicken, dann stehste noch ne Stunde rum, und fährst wieder 40 min nach Hause, in der Zeit hätteste 100 Mixtapes durchklicken können

Dilloway/Siena: Schon merkwürdig, wie gut das funktioniert, eigentlich ja absolute Kunstlosigkeit, zumindest wirkt es so, gleichzeitig absolut einnehmend als roher Klang. Würde man gerne haben, wirkt auf bizarre Weise echt.

neutraler Grund, neutrale Position: Nee, das ist zu spießig, zu öde, das geht nicht. Das ist definitiv die interessanteste Position, auch wenn man das absolut nicht erwarten würde. Den neutralen Grund vermeiden, bis er seine Neutralität verliert. Und dann logischerweise nicht mehr neutral ist. Dann ist eine andere Position der neutrale Grund. Kann es mehrere, vielleicht sogar viele neutrale Positionen geben? Oder vielleicht sogar nur eine Position, die nicht neutral ist? Oft einfach, dass es unangenehm ist. Dass es die unangenehmste Position ist. Die lustigste Position. Merkt nur niemand, natürlich.

Oktavsprünge als Grundmerkmal vokaler Melodik: Da, wo man nicht mehr weiter kann, muss man eben springen.

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Negative capability

Elemente
Richtungen
dann: welche werden übergebunden, welche nicht?
wahrscheinlich anhand der Materialbeziehungen entscheiden
möglicherweise Materialcharts zu Hilfe nehmen

spontane Konstruktion

Die Burial Oktave: Hätte ich auch gerne.

Was ist denn eigentlich passiert in der Zwischenzeit?

alles total vergröbern – bloß wie?

SCRIPT/Reygadas

durchgehender Gesang nur als eine Art von Zitat möglich – wie in der klassischen Oper ja übrigens auch, die Arie ist ja eine Art Heraustreten/Ausschließen aus dem Kontext und steht für Musik innerhalb der Musik, ist also eigentlich gerahmt. Ist also völlig grotesk zu denken, dass man einen durchgehend gültigen, bruchlosen Gesangsstil entwickeln kann. Literaturoper hat das versucht und kurzzeitig auch erreicht. Ist aber wohl dann doch vorbei, I suppose. Problem ist, glaube ich, die Suggestion, dass es einen unauflöslichen Zusammenhang zwischen Wort und Gesang gibt, dass die beiden unhinterfragbar zusammengehören. Während eine Nummernoper mit Rezitativ/Arien-Wechsel im Grunde ständig vorführt, dass es nicht so ist. Dass es eben allermindestens zwei grundverschiedene Möglichkeiten gibt, Wort und Musik aufeinander zu beziehen. Das gesprochene Wort ist dafür also gar nicht notwendig und auch nicht wirklich hilfreich, weil es zum Problem nichts beiträgt. Ist eben das gesprochene Wort, sonst nichts, auch wenn es vielleicht von Musik begleitet wird. Weswegen das Melodram so unbefriedigend bleibt. Die Rezitativteile müssten also grundsätzlich anders ausgeführt werden als die Arienteile und so ganz eindeutig die Konstellation Wort/Musik in Frage stellen. Vielleicht eine extrem reduzierte Form von Gesang, die aber klar vom einfachen Sprechen, aber eben auch vom eindeutigen Singen unterschieden ist. Ist natürlich die Frage, ob das überhaupt möglich ist, ob das nicht sofort wieder in den Gesangmodus hineingezogen wird.

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Wu Wei

vielleicht sogar hirnlos

Definition: –

in media res: –

Before I go to heaven I gotta raise hell.

Marc Levoine: Eigentlich unschlagbar, so’ne spät-70er/früh-80er synthi-Sentimentalität.

Post tenebras lux: Geile low fi Kamera, funktioniert fast automatisch, sieht alles super aus, scheint auch was zu sagen, wie ein merkwürdiger Beobachter vielleicht, Betonung des voyeuristischen, Kamera immer präsent, Klug gemacht.

so einfach wie möglich jetzt:

v Elemente verschieden, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
ä Elemente gleich, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
g Elemente gleich, Aufteilung gleich, Richtung gleich

Macht das Sinn? Nee, ich glaube gar nicht.

Ok, was ist denn nun das Problem? Trennung zwischen Elementen und Richtungen? Aber ist es nicht ein wesentlicher Unterschied zwischen Bewegungen, die aneinander anschließen, und Bewegungen, die das nicht tun? Oder ist das einfach viel zu kompliziert gedacht – vielleicht kann man die Ebenen einfach nicht voneinander trennen? Also Elemente, Richtung, Aufteilung alles gleichberechtigt in einen Topf werfen? Wäre dann nur noch die Zahl der Einschnitte zu bestimmen, alles andere wäre frei. Richtungswechsel wäre das gleiche wie Neuansatz. Muss man das alles nochmal komplett neu denken? Wenn, dann aber jetzt verdammt schnell. Trillerbewegung das gleiche wie Richtungswechsel? Das kann eigentlich nicht wirklich funktionieren. Man könnte natürlich sagen, ist das gleiche, nur schneller.

Lustig, wie scheiße satter Erfolg aussieht. Ist voll ok, muss ja auch sein, ist aber einfach nicht schön.

Irgendwas muss passieren. Vielleicht erst Tonhöhen, damit irgend etwas steht?

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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das geht auch wieder weg

Sensational: Räuspern A-ha. Schön. Sehr schön.

Wann, wenn nicht jetzt, Du Arschloch?

Register nicht nur verschieben, sondern auch stauchen/strecken?

Lustig, dass Tonhöhe und Register sowenig zusammenpassen: Ich will aber diese Tonhöhe in diesem Register haben! Äh, diese Tonhöhe gibt es gar nicht in diesem Register. Und was machen wir jetzt?

Lauter kleine Fliegen an der Decke – sieht hässlich aus!

Ich dachte, ich hätte etwas in der Hand. Wenigstens einen Korken. War aber nicht so. Ja, interessant, dass wir nichts spüren, wenn wir uns nicht bewegen, oder zumindest Druck ausüben, Energie, Kraft.

Wang Wei (701-761)
Wu Wei (1459-1508)
Xu Wei (1521-1593)
Zhu Da (1626-1705)

Silben – da wurde ich hellhörig. Aber wo?

Elemente: v
Richtung: ?
Aufteilung: ä

By the way: Richtung je Element (of course), Aufteilung je Element.

Das Tempo ist der Takt.

Was war das denn?
Sorry, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung.
Ganz schöne Baustelle.

Ganz interessant, dass man es halt wirklich nicht durchzwingen kann: Funktioniert nicht. Endet in Totalverblendung. Zu viele Fehlentscheidungen.

I don’t even know what it is.

seelische Hässlichkeit: Interessantes Stichwort

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That looks mighty uncomfortable.

Ist es tatsächlich nur eine Frage der fehlenden Detailtiefe, letztlich der Sorgfalt? Dann wäre die einfache Tonbewegung quasi aussagelos, neutral, ohne einen eigenen expressiven Wert.

Ist dann natürlich viel leichter, Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten auszuarbeiten, weil das Material selbst viel reichhaltiger und ausdifferenzierter ist.

Das Stück wird dann eigentlich zu einer Art systematischer Materialerkundung. Wie ein Plan, eine Karte. Nice. Durch ein festes Beziehungsnetz gesteuerte Materialerkundungen: Macht sogar Sinn.

2 Kategorien: Grundelemente + Unterteilungen

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I’m not gonna forget.

O.k., was ist Unterteilung:
– jede Form von vibratoartiger Abweichung (kann auch rhythmisch strukturiert sein)
– jede Form von tremoloartiger Klangunterbrechung (eher regelmäßig als unregelmäßig)

Vorsicht: Tonbewegungen nicht automatisch in regelmäßige rhythmische Einheiten aufteilen. Auch eine kurze Bewegung gewinnt durch rhythmisches Ungleichgewicht an Gesicht.

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Muss viel, viel böser sein.

Eingeschränkte horizontale Beweglichkeit um die vertikale Struktur zu betonen. Die man merkwürdigerweise wahnsinnig leicht verliert. Ist dann einfach nicht mehr da.

Wie ist das eigentlich mit echten Wiederholungen innerhalb einer einzelnen Stimme? Wird die Stimme damit automatisch in eine Art Begleitfunktion zurückgenommen oder sogar eher nach vorne geschoben?

Oktavierung einzelner Töne, um die Geste zu verstärken, ohne die Beschränkung des Tonvorrats aufzuheben.

Allerdings, natürlich, auch unangenehm, die Beschränkung auf einen kleinen Tonhöhenbereich, muss im Klang aufgehoben werden, um nicht spießig zu sein.

Problem: Einfache Geste und zusammengesetzte Geste, z.B. Doppelgeste. Das Material schlägt tatsächlich in etwas anderes um, ist weniger exponiert, wirkt abgesichert. Nicht gut. Ansonsten aber nur Streckung/Dehnung möglich, also ziemlich begrenzte Möglichkeiten, auf Zeitstruktur zu antworten. Und letztlich muss es eine Möglichkeit geben, zusammengesetztes Material zu verwenden, nur vielleicht nicht hier, am Anfang.

Folgeproblem: Was passiert dann mit Material, das man nicht strecken kann, weil es damit seine wesentlichen Eigenschaften, seine zugrundeliegende Geste verlieren würde? Bleibt da dann einfach ein Teil der Zeitdauer frei? Ist das nicht ein bisschen Betrug an der Idee des 1/4-Zwangs?

Dürfen wir das überhaupt zusammensetzen? Wird es dadurch nicht auf eine komplett andere gestische Ebene gehoben als das nicht zusammengesetzte Material? Das ist ja eigentlich das Fehlstart-Problem: Wie eine festgeschriebene Zeitdauer auszufüllen ist.

Wie wäre das denn: Das Instrument ERSETZEN durch etwas – irgendetwas – ganz anderes. Z.B. die Stimme durch das Instrument modulieren, ohne dass man das Instrument selbst hört. Und möglicherweise auch umgekehrt. Das klingt jetzt natürlich sehr nach Imitation. Könnte es da nicht etwas geben, das mehr in das Material eingreift? Nicht dieses bescheuerte Töne hin- und herziehen.

Wie kommt man aus der comfort zone wieder heraus? Warum wirkt das eine bequem, und das andere nicht, wenn es technisch gar nicht so verschieden ist? Der Takt muss auf jeden Fall eine Einheit bilden, eine integrierte Geste, am besten unangenehm, wenn es sowas überhaupt noch gibt. Jeder einzelne Takt. Am liebsten auch die (völlig regelmäßigen) Pausen, auch wenn das absolut unrealistisch ist. Wo fängt es an, uns zu interessieren? Viel basischer arbeiten.

Es wäre dann fast besser, viel einfacher, quasi primitiv zu werden.

Nichts tun, aber nicht einschlafen. Wenn es zu kompliziert ist: Wie vereinfachen? Gibt es echte Widersprüche, oder ist es nur sehr komplex?

Register und Tonhöhe komplett trennen? Tonhöhe als Ausschnitt des Registers, aber IRGENDEINES Registers? Verschiedene Tonhöhen könnten dann nur aus verschiedenen Tonhöhenbereichen kommen, ähnliche Tonhöhen aus dem gleichen Tonhöhenbereich, oder sehe ich das falsch?

Sieht so aus, als ob Tonhöhe allein bzw. Tonbewegung allein wirklich nicht mehr interessant wäre. Needs to go into postproduction. Wobei sich dann automatisch die Frage stellt, was die Tonbewegung, und was die Unterteilung ist. Da sie grundsätzlich auf der gleichen materiellen Ebene operieren, können sie nicht voneinander getrennt werden. Was ja eigentlich gut ist. Welcome to detail: Es gibt dann eigentlich kein Detail mehr, jedes Detail ist wesentlich.

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Armaturen aus Massivgold, verchromt.

O.k., Klang und Pause, beide müssen irgendwie bemessen werden, beim Klang gibt es Vorgaben, bei der Pause keine.

Fenster auf, Fenster zu, fuck you. Oder aufgehen und wieder zugehen, wäre auch eine Möglichkeit. An den Schlag gebunden. Dynamisches Muster. Vielleicht: Absolut regelmäßiges Raster.

Zahl der Glieder
Art der Unterteilung
Grundtechnik
Klangfarbe

Alles innerhalb einer Oktave, nur ausnahmsweise in die angrenzenden Register von Sopran und Alt. Die Instrumente erweitern die Register in die übrigen Oktaven. Achtung: Register dürfen innerhalb des nächsten Registers (also bis zu kleine Terz) verschoben werden. No fuckin’ problem. Lustig: Die Theorie wird nachgeliefert. Ist aber normal: Austesten und nachjustieren.

Lustig, und ein bisschen bizarr: Dass oft die Lösungen, die einem weniger gefallen, die besseren, vielleicht sogar die eindeutig besseren sind, weil sie das Stück nicht runterziehen, nicht festmachen in einer bestimmten Haltung.

Auch lustig: Dass man den echten Fehlern sofort ansieht, dass sie echt und darum interessant sind, und die absichtlichen Fehler, mit denen man die echten Fehler imitiert, viel zu systematisch, viel zu vernünftig, viel zu gründlich sind, um wirklich interessant zu sein. Thanks for the fuckin’ mistakes!

Im Grunde sind die besten Stücke die one-offs, weil es die besten Ideen sind, die man nur einmal verwenden kann – weil sie so offensichtlich sind, wenn sie einmal draußen sind.

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und jetzt flenne ich

Vorteil ist dabei ohne Frage, dass in jedem vokalen Takt immer nur eine einzelne Silbe steht, die Textmenge je Takt also konstant ist. Ausschlaggebend für eine Verlängerung der Takte kann also nur die Anzahl der Elemente je Silbe, und die Anordnung des Materials im Takt sein.  Abgesehen davon, dass wir die Anzahl der Elemente je Silbe noch nicht kennen, soll das metrische Gerüst ja auch gerade kein Handschuh sein, der passgerecht auf das Material gezogen wird, sondern seine Eigenständigkeit bewahren.

Allerdings ist die Frage, ob das metrische Gerüst an bestimmte rhythmische Konstellationen vielleicht doch angepasst werden muss, da jede andere Entscheidung zu Ergebnissen führen würde, die so grotesk sind, dass sie nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden können. Oder die Silbenelemente durchorganisieren und davon das metrische Gerüst ableiten? Immer 8tel als Grundeinheit, oder verschiedene Werte? Eine Einheit, zwei Einheiten, drei Einheiten … und die dann so oder so anordnen.

Sollte man aber natürlich auch fragen, was es überhaupt sein soll – wie soll es sich denn anfühlen, wenn die Stimmen auseinandergezogen werden? Vielleicht willst du das ja so gar nicht? Vielleicht ja auch verstärken, ins Extrem treiben, den Prozess des Auseinanderziehens zum eigentlichen Thema machen?

Oder eben doch konsequent anpassen? Sozusagen rücksichtslos nach dem Rhythmus richten, ohne jede Gegenposition? Nur die Pausen als strukturierender Eingriff? Dann müssten die Pausen ja ziemlich penetrant sein, vielleicht sogar immer gleich lang, während sich die klingenden Takte ständig verändern.

Dieses Anpassen, Mitlaufen des Metrums macht mir immer noch Schwierigkeiten: Fühlt sich letztlich so extrem spießig an, Werte zusammenzuzählen und dann einen Takt daraus zu machen. Eigentlich genau das, was Metrum nicht sein sollte, aus meiner Sicht.

Merkt man doch sofort: Wenn etwas zu kurz oder zu lang ist, ist es wesentlich interessanter, als wenn es einfach nur passt.

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riesiges Potential, schwer auszuschöpfen

g/ä/v bezieht sich immer auf Elemente, oder auch auf Unterteilung?

Takte in voraus festlegen wäre ein bisschen sehr absurd, weil wir noch keine Ahnung haben, was für Material hinein soll. Oder wäre das gerade der Punkt: Zeitdauer und Zeitaufteilung unabhängig voneinander zu behandeln? Das würde so etwas wie nicht im voraus geplantes Quetschen oder Dehnen bedeuten, je nach dem, wie das Material dann tatsächlich aussieht, das in den Takt hinein soll. Aber wo würde das Metrum dann herkommen? Es fühl sich eigentlich nicht so an, als ob es eine gute Idee wäre, die Takte einfach wilkürlich, ohne Bezug zum Material, festzulegen.

Takte g/ä/v: Im Verhältnis wozu? Zueinander? Zur rhythmischen Struktur? Werte der rhythmischen Struktur (g/ä/v) gegenrechnen?

Würde dann automatisch zu irrationalen Unterteilungen kommen, wenn Metrum und Rhythmus nicht aufeinander passen.

Gut, irgendwie müssen die Takte vorher festgelegt werde, selbst wenn das nur ein psychologischer Vorteil wäre. Aber es muss zumindest arbeitstechnisch ein zeitliches Gerüst da sein, das eine eigene Position gegenüber Text und Musik einnimmt. Damit das Metrum nicht einfach nur an Text und Musik entlangläuft, sondern auch eingreift und strukturiert.

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Schnelligkeit

Mist: Double- und triple-time vergessen! Silben, Wörter, und zusammengesetzte Wörter. Ganz einfach eigentlich.

Problem: Tonhöhen horizontal könnte sich auf die Relationen innerhalb der Phrasen oder auf die Relationen zwischen den Phrasen beziehen. Which one will it be? Oder brauchen wir etwa einen doppelten Parameter? Außerdem sind die Entscheidungsmöglichkeiten, wenn sie realistisch sein sollen, stark von der Registrierung der Stimmen abhängig. So sehr, dass man eventuell die Registrierung ändern sollte, wenn man zu einem bestimmten Ergebnis kommen will.

Stockhausen, Stammheim und Heideger willkürlich zwischen normal, double und triple time wechseln lassen, mitten im Satz und vielleicht auch mitten im Wort.

Zusätzlichen Parameter konsonant-dissonant frei über das Stück verteilen. Anti-strukturell. Zeigen, dass er keine formale oder inhaltliche Bedeutung hat. Hässlichkeit (Konsonanz) steuern bzw. erzwingen.

O.k., es wird interessant, aber auch schwierig:

– Dissonanz/Konsonanz vs. Abstand
– Elemente vs. Unterteilung
– Rhythmus vs. Metrum

Wird man irgendwie lösen müssen, per Entscheidung oder so, wird man nicht drum rum kommen.

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Eigentlich total spannend, ehrlich gesagt.

and over (Bad Brains): Ja, extrem, wie dann so ein Lebensfunke einfach verschwindet, eben warst du noch der Mittelpunkt des Universums, jetzt ist alles vorbei und hat keine Bedeutung mehr. Wie die Kräfte sich bündeln und dann wieder verlaufen.

S2M, Teil II und IV: Kann nur Material verwendet werden, das die Takte vollständig und lückenlos ausfüllt, sowohl die Stimmen, als auch die Instrumente betreffend. Insofern können die Materialverhältnisse genauso behandelt werden wie in Teil I und III, weil sie sich innerhalb eines homogenen Feldes bewegen, in dem es keine gegenseitigen Ausschlüsse gibt. Klar ist aber, dass das Material in Teil I/III ind Teil II/IV komplett unterschiedlich sein wird. Wobei: Wenn man in Teil I/III die klingenden Takte ohne Unterbrechung aneinanderreihen würde, hätte man natürlich auch eine vollständige klangliche Kontinuität.

S2M: Kann das sein, dass die horizontalen Materialvorgaben, die ja eigentlich nur die Instrumente betreffen, kompletter Unsinn sind? Das Material der Instrumente ist ja schon in seinem Verhältnis zu den Stimmen festgelegt, und kann nicht außerdem durch einen zweiten Parameter bestimmt werden. Es geht ja eigentlich nur darum, wie sich die Stimmparts auf die darum herumliegenden Instrumentalparts auswirken, und da geht es eigentlich nicht um das Verhältnis, sondern nur um die genaue Abgrenzung des Einflusses. Also wahrscheinlich löschen. Technisch alles am Text aufgehängt, lustigerweise, obwohl das am Ende wahrscheinlich nicht mehr erkennbar sein wird.

S2M: Lustig, nicht gesehen, nicht verstanden, die reinen Instrumentaltakte stehen ja nicht einfach für sich, sondern müssen mit den Vokaltakten verbunden werden. Es macht also keinen Sinn, so zu tun, als ob sie nicht auf die Stimmen bezogen wären. Insofern muss das Grundgerüst nochmal abgewandelt werden. Interessanter Fehler.

Was funktioniert, ist richtig: Macht schon Sinn, inkonsequent zu sein, wenn es dem Stück hilft. Wenn die Tonhöhen eine horizontale Verordnung brauchen, dann sollen sie sie haben. Wenn der Rhythmus das nicht braucht, dann eben nicht. Wenn das Material durch den Text vorgeordnet ist, braucht es keine zusätzliche horizontale Organisation. So eben: Was gebraucht wird, wird gemacht, was nicht, weggelassen. Und das Lustige ist, dass man es wirklich nur durch ausprobieren rausbekommt. Völlig unmöglich, alle Verzweigungen im Voraus durchzurechnen.

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total langweilig, klar, aber dafür völlig real

S2M: Im Moment fühlt es sich so an, als ob die horizontale Struktur überflüssig, vielleicht sogar hinderlich wäre, weil sie die Sache zu kompliziert macht, eine Ebene zu viel einbringt. Außer bei den instrumentalen Einwürfen, wo die Strukturierung des Materialbezugs zu den Vokalpartien absolut sinnvoll ist.

S2M, Materialrelationen in der Vertikalen: Muss man natürlich schon fragen, ob man das überhaupt will, ob das überhaupt sinnvoll ist. Klar und eindeutig ist, dass der Text eine gewisse Einheitlichkeit in der Vertikalen zumindest innerhalb der Stimmen einfordert. Klar ist aber auch, dass das Verhältnis Stimmen-Instrumente tatsächlich eine gewisse Variabilität vertragen könnte, ein flexibles Spiel mit Gleichheit und Verschiedenheit auf der Materialebene. Und dass die Instrumente untereinander nicht einfach wie ein homogener Klangkörper auftreten sollten, ist ohnehin offensichtlich.

Bleiben die Stimmen: Ganz sicher nicht so frei behandelbar wie das Verhältnis Stimmen-Instrumente und die Instrumente untereinander. Dennoch könnte es hilfreich sein, die Einheitlichkeit des Textes ansatzweise aufzubrechen. Beispielsweise, indem die zugrundeliegende Geste in allen Stimmen gleichbleibt, aber die Binnenstruktur (ähnlich) und die Anzahl der Glieder (verschieden) variiert wird. Was dann notwendigerweise zu Brüchen zwischen Materialebene und Rhythmusebene führen würde, wenn beispielsweise verschiedenes Material in gleichen Rhythmus hineingequetscht werden muss. Aber vielleicht ist genau das dann auch interessant dabei.

Die Stimmen müssen auf jeden Fall die führende Ebene bleiben, d.h. wenn das Verhältnis Stimmen-Instrumente gleich ist, muss der Wert der Stimmen automatisch in die Instrumente kopiert werden. Oder von vornherein ausgelassen werden. Relationspolyphonie statt Stimmpolyphonie. Alles muss immer auch, oder sogar grundsätzlich, homophon bleiben. Also erst Stimmen, dann Stimmen-Instrumente, dann ausixen, dann Instrumente.

Bei all dem ist das, was man die Klangfarbe nennen könnte, noch gar nicht berührt. Kann ja eigentlich nur heißen, dass ich Klangfarbe für kein strukturfähiges Material halte, obwohl sie den Auftritt des Stückes entscheidend prägt. Klangfarbe wäre dann so etwas wie die Inszenierung? Zusammen mit – allem anderen.

Lustig, dass wirklich jeder Tag komplett anders ist, fast in jeder Hinsicht, wenn man darauf achtet. Fällt besonders auf, wenn man versucht, seine Tage möglichst gleich zu gestalten, arbeitstechnisch. Kommt halt immer irgendwas dazwischen. Ist aber auch nicht wirklich schlimm. Muss dann halt anders gehen.

Selbstgerechtigkeit – auch was tolles.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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AND I DIDN’T REALIZE IT!

Tipps für gegen die Hitze:
– Was tun, wenn es heiß ist?
– Haus und Zimmer kühlen
– Halten Sie den Computer kühl
– Die richtige Kleidung bei Hitze
– Besser schlafen in warmen Nächten

Immer wieder lustig: Die Bassdrum mit einem schnellen Sopranrhythmus durchlaufen, oder sogar diesen ersetzen zu lassen. Interessante Aggressivität, fast ein bisschen versteckt, weil nicht wirklich im Vordergrund, aber offensichtlich vorhanden.

ganz wichtig: Unterschied zwischen zusätzlichem Schlag und Aufteilung eines Schlages

Grundwerte Noten: 2/3/4, nicht 5?

Oder alles rauh, ff, Horrorkabinett, einfach um eine gewisse Grundenergie zu produzieren?

als ob man sich aussuchen könnte, was man als nächstes tut

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klagten sie über und litten sie unter

Takte/Metrum (Rhythmus horizontal):
– durchschnittliche Dauer Takt/Silbe g/ä/v?
– in absoluter Dauer oder in metrischer Dauer (Tempo/Schläge) denken?
– da das Tempo weitgehend stabil ist, warum nicht tatsächlich in Schlägen denken?
– 1/8 oder 1/4?
– für schnelle und langsame Tempi gleiche metrische Konstruktion benutzen, damit der Unterschied der Tempi deutlich wird?
– gibt ja ziemlich viele verschiede Arten von g/ä/v für den rhythmischen Bereich: Müssten die nicht alle unterschiedlich behandelt werden? Oder sind die v’s schon alle aufgelöst durch das Springen in den nächsten Takt?
– o.k., dann muss also im voraus geklärt werden, wie sich die g/ä/v’s in den einzelnen Gruppen und in der Beziehung zwischen den Gruppen verhalten, d.h. wie sie satztechnisch verarbeitet werden.
– allerdings: Wenn die v’s immer schon aufgelöst werden durch Springen in den nächsten Takt oder Aufteilung auf zwei Takte, dürften die einzelnen Takte auf keinen Fall verlängert werden – vielleicht müssten sie sogar kürzer sein als die normalen g- und ä-Takte. Dann gäbe es eigentlich nur g- und ä-Takte, und über die v’s müsste man gar nicht nachdenken. Nachprüfen in der Tabelle, möglicherweise ändern.
– wird wohl unweigerlich zu Kollisionen zwischen den einzelnen Satzmodellen kommen, die durch die dazwischenliegenden, die Sprünge unterbrechenden Pausen noch verstärkt werden. Soll das so sein? Oder lieber auseinander ziehen?
– ganz wichtig natürlich: Pausentakte. Kürzer, länger, gleich oder ähnlich lang wie die gespielten Takte? Gibt es eine Art Grunddauer, wie einen Grundschlag, auf den sich alle anderen Werte als Abweichungen beziehen können? Könnte ja auch, z.B., ca. doppelt so lang sein wie der bespielte Takt etc.
– Takte mit mehrteiligem Material länger oder gleich lang wie Takte mit einfachem Material?

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total lustig

Relationen:

Stimmen Material
Stimmen Tonhöhen
Stimmen Rhythmus (Platzierung)

Stimmen/Instrumente Material
Stimmen/Instrumente Tonhöhen
Stimmen/Instrumente Rhythmus (Platzierung)

Instrumente Material
Instrumente Tonhöhen
Instrumente Rhythmus (Platzierung)

Gesamt Material horizontal
Gesamt Tonhöhen horizontal

– Gesamt Rhythmus horizontal: Wäre das dann das Metrum?

Das würde heißen, dass das Ensemble in der Vertikalen als zwei unterschiedliche Gruppen, und in der Horizontalen als eine einheitliche Gruppe behandelt wird. Macht das irgendwie Sinn?

Ein engine für den Rhythmus, ein engine für die Tonhöhen, und ein engine für das Material: Macht Sinn, nicht alles auseinander zu rupfen, ist einfach viel leichter zu denken, viel übersichtlicher.

Exzellente Idee immer wieder endgültige Abschiede zu beschreiben, mit angemessenem ernst, aber ohne Pathos. Einer bleibt, einer geht, beiden ist klar, dass sie sich wahrscheinlich nie wieder begegnen werden, was der Erzähler dann auch gleich bestätigt. Wie im echten Leben halt, völlig normal, kommt im Roman aber fast nie vor, oder wenn, mit übertriebener Betonung (Murakami).

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Slow slow slow.

Unzählige MÖGLICHE Parameter – wieviele brauchst Du und wie willst Du sie verarbeiten?

Schlachten 2: Motette:
– Warum eigentlich nicht tiefes Metal-Grunzen? Was spricht dagegen? Schöngesang einfach wegnehmen.
– Möglicherweise horizontale Organisation vervollständigen. Gibt dann immer noch ohne Ende Lücken.
– Vorbereitetes Material nur als Vorschlag betrachten. Vielleicht sogar nur als Widerstand. Entscheidend ist die Situation vor Ort.
– Frage: Wo sollen die Taktdauern herkommen? Sollen sie an den Text angepasst werden oder nicht? Fest steht, dass jedem Takt immer genau eine Silbe zugeordnet ist. Insofern gibt es in dieser Hinsicht keine Notwendigkeit, auf den Text Rücksicht zu nehmen. Es ist also letztlich nicht der Text, sondern das Material, das unterschiedliche Taktlängen erzwingen würde. Und natürlich seine Platzierung im Takt.
– Teil I/III vs. Teil II/IV: Material muss Takt immer komplett ausfüllen, dann genügt es, die Pausentakte wegzunehmen, um einen ununterbrochenen Verlauf zu erzeugen. Wahrscheinlich sollten aber dennoch die Takte in II/IV tendenziell länger sein als in I/III, um das Gefühl von Kontinuität und damit den Gegensatz zu I/III zu verstärken
– Kontinuität also doch auch hier aus Diskontinuität zusammengesetzt.
– g/ä/v unterschiedliche Taktlängen? Weiß nicht, ob das wirklich Sinn macht, schließlich springen die Silben ja zum Teil auf den nächsten Takt.
– Tempounterschied 116/112 vs. 84/80 würde allerdings wahrscheinlich genügen, um den Eindruck von Kontinuität zu verstärken.
– Gibt es überhaupt v’s innerhalb eines Taktes?
– Problem bei den langsamen Teilen: In den Instrumentaltakten muss das Instrument den Takt allein komplett ausfüllen, es entsteht also zwangsläufig eine neue Form von Material, die eigentlich auch Rückwirkungen auf die Gesangpartien haben müsste. Bzw. in den Gesangpartien vorausbedacht werden muss.
– Alles benutzen, was schon da ist, und dann weitermachen. Die Ruine wird fertiggebaut.
– Rhythmisch ausmontiertes Meckervibrato

Licht: Daniel Rybakken, MARK 27

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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Böse Ideen

Death’s dynamic shroud.wmv: 

Instrumentation 

Runtergepitchte und hochgepitchte Stimmen 

Schlag als sehr grobe Pixelierung, alles auf diese Pixelierung als Referenz gepackt 

Lustiger Lärm, schnelle Wechsel, aber als Ganzes eben auch sehr konsequent durchgezogen

Im Prinzip die ganze Zeit zu laut/zu direkt/zu nah

Wir wäre es denn, tatsächlich mal ein Stück mit glasklar durchgezogenem Schlag zu schreiben, wo kein einziger Schlag ausgelassen wäre?

Alles laut, und da alles reinpacken

Wäre definitiv was für Kaleidoskop, z.b. auch das Maurizio/Licht-Material auf diese Weise umarbeiten (unbedingt MIT Stimmen, und eben auch gleichzeitig spielen und singen)

Vielleicht sogar Textbruchstücke einbauen

Macht es irgendeinen Sinn, Schlag gegen Tempo auszuspielen?

Echten Text nehmen, aber Wortgrenzen bei Aufteilung nicht beachten (korrekte Deklamation aber ansatzweise beibehalten)

Auf keinen Fall stimmübergreifend vervollständigen

Textfragmente könnten sinnlos auf Musikfragmente gelegt werden

Macht glaube ich Sinn (vielleicht sogar als Brutalhölderlin)

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Aufteilen oder Ausschmücken.

You don’t work, you play (Siloti).

Zierlich, hübsch, filigran.

Maurizio/Licht: Zustand I etc.

Aktuelle Grundideen der Architektur:

Gestapelte Boxen.

Baurichtlinien wörtlich nehmen und damit ad absurdum führen: Landschaft, Sonneneinstrahlung, Windrichtung als Grundlage für Ausrichtung der einzelnen Komponenten

Insgesamt: Unkonventionelle Anordnung von konventionellen Gebäudeteilen nach Regeln, die nicht aus dem Gebäude selbst verständlich sind. Quasi die Suggestion der flexiblen Anpassung an die Umgebung einen grundsätzlich konventionellen Gebäudes. Kann ich nachvollziehen. Würde ich wahrscheinlich auch so machen. Ist aber inzwischen ziemlich aufgebraucht als Ideenreservoir.

Und natürlich die ganze digitale und dekonstruktivistische Architektur. Die wirkt aber inzwischen doch SEHR alt und verbraucht: Das Verfallsdatum liegt VOR der Fertigstellung.

Historische Architektur, z.b Kirchen: Als visuelles Feld oft extrem komplex, quasi unverständlich, wenn man nicht wüsste bzw. sich nicht darauf verlassen könnte, dass alles so ist wie immer. Dass es keine Ausnahme von der Regel, Missachtung der Symmetrie geben kann. Aktuelle Architektur in diesem Spannungsfeld zwischen Visualität und Konstruktion viel einfacher, weil letztlich deckungsgleich: Es gibt keinen echten Unterschied zwischen dem, was man sieht, und dem, was tatsächlich gebaut ist.

Übelkeit: You don’t feel what I feel. You don’t understand me.

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Waldrop: Punkt. Stopp.

Was passiert im Moment: Text als Grundmaterial, Aufteilung in Silben, Strukturierung der Silben, Kontur der Bewegung, Einsetzen in Gerüst. Und was machen dann die Instrumente, wenn sie sich nicht an das Textgerüst hängen können? Woher kommt das Material tatsächlich und welche Funktion könnte es haben?

Wie kommen die Dinge denn zusammen? Wie folgen sie aufeinander? Reine Willkür.

Möglicherweise feste metrische Einheiten als Gegengewicht zur flexiblen Anpassung an den Text.

Doch noch Parameter zur Materialgenerierung einführen? Könnte sich zum Beispiel auf die Strukturierung der Silben und ihre Kontur beziehen und würde dieses letztlich doch auch ziemlich doofe Aushorchen des Textes formalisieren. Da die Silben alle einzeln verarbeitet werden, wäre es sogar ziemlich einfach durchzuführen. Rhythmus würde sich dann nur noch auf die Gesamtdauer der Silbe, nicht mehr auf ihre Binnenstruktur beziehen. Würde auf jeden Fall das Problem der Imitation limitieren und damit eigentlich vermeiden. Das Material würde dadurch amorpher werden und sich nur an einzelnen Stellen konkretisieren. Man könnte dann das gesamte Geflecht noch einmal neu steuern und Anzahl und Position der Momente größter Deutlichkeit im Voraus festlegen (Parameter addieren und Durchschnitt nehmen als neuer Überparameter: D=(3+3+3)/9). Gefühlslosigkeit einüben. Tatsächlich ist beabsichtigte Emotionalität ja immer wahnsinnig nervend in der Kunst – und letztlich völlig unemotional, weil überhaupt nicht berührend.

Schweren Herzens: Ganz interessant, dass sich das wirklich so anfühlt. Sorge. Trauer. Zweifel.

Ist dann eigentlich ein Abschied vom Wort-Ton-Verhältnis, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch wenn man das wahrscheinlich nicht so wahrnehmen wird. Thanks to Gagok.

Sportswear: Eine der genialen Eigenschaften von Margiela war die subtile Annäherung an Sportswear, die jetzt leider komplett verloren gegangen ist. Das ist ja eines der wesentlichen Probleme von Kleidung: Dass Sportswear im Grunde öde, weil allbeherrschend, und formelle Kleidung lächerlich, weil nur noch ein leeres Zeichen, geworden ist. Das eine geht nicht mehr ohne das andere.

Nochmal zurücktreten und schauen, was du da eigentlich gerade machst.

Comments Off on Waldrop: Punkt. Stopp.

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unregelmäßige Architektur

Wie ist denn das, wenn die Stimmen einander ablösen sollen, können sie doch nicht mehr vertikal aufeinander bezogen bleiben, oder?

Oder ist alles, was übereinander liegt, aufeinander bezogen, und alles andere nicht? Also trotz einander ablösender Stimmen weiterhin konsequent vertikal gedacht.

Gut, zu dem Zeitpunkt haben wir gedacht, dass die Position in der Zeit und die Kontur die wesentlichen Parameter sind. Aber woher kommt das Material selbst, das durch diese Parameter organisiert wird? Ist es der Text, die Stimmen, die Instrumente, die grundlegenden Voraussetzungen des Stücks, oder muss da noch mehr dazukommen? Ziemlich klar, dass Stimmen mit Text und Instrumente ohne Text nicht das Gleiche sind, obwohl man versuchen könnte, sie möglichst gleich zu behandeln. Man könnte z.B. versuchen, das gesamte Material aus dem Text abzuleiten und dann diejenigen Parameter, die kompatibel sind, vertikal und horizontal auf die Instrumente zu übertragen. Das wäre dann wohl die klassische Imitation, besonders, wenn das Material durch die Vorgaben des Textes geprägt ist. Im Moment ist ja jedes Modul tatsächlich nur eine einzige Silbe, der Text ist also in dieser Aufteilung maximal flexibilisiert, keine Betonungen, keine Rhythmen, der reine Sprachklang. Der Zwang zur Nachbildung von Syntax würde dadurch weitgehend zerstört. Wahrscheinlich kann man sich dann sogar erlauben, auf den Text einzugehen, weil der primäre Sprachzusammenhang weitgehend zerstört ist.

Und was soll daran genau interessant sein? Müsste da nicht viel mehr Äußerlichkeit, viel mehr Manipulation dazukommen? Um zu zeigen, dass Text und Musik einander zugeordnet sind, aber unabhängig voneinander existieren.

Was träume ich denn da die ganze Zeit für einen Scheiß? Schemen, Ahnungen, habe ich nicht dies gesehen oder das erlebt. Nein, hast du nicht, hast du nur geträumt, wobei das in der unmittelbaren Erinnerung tatsächlich verschwimmt. Erst mit größerem zeitlichen Abstand verschwinden die Träume in der Erinnerung, während die realen Erlebnisse weitgehend abrufbereit bleiben. Man sagt nicht, ja, ich erinnere mich, damals habe ich dies oder das geträumt, aber schon, damals ist dies oder das passiert, habe ich dies oder das erlebt.

Wenn die Stimmen in Teil II und IV einander ablösen sollen, kann es dann überhaupt eine rhythmische Synchronisierung geben? Gleich in der Zeit dürfte es dann nicht einmal als Ausnahme geben, höchstens ähnlich, vor allem aber verschieden.

Stimmen unter sich, Stimmen und Instrumente, Instrumente unter sich: Eigentlich logisch. Aber was sollen sie eigentlich machen? Geht es wirklich nur um den Text?

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Jugend. Verwirrung. Sex.

Motette: Drittes Vorspiel ohne Hauptteil.

Vibrato als Rhythmus: Ziemlich offensichtlich eine Art Tonwiederholung.

Motette: Schlagzeug nur reiben und streichen, nicht schlagen. Höchstens Stoppschlag.

Akkordeon: Muskulär, kräftig, kurze, körperliche Gesten, satter Klang.

Hitze: Frösteln, Unempfindlichkeit der Außenhülle, Gefühl von Ledrigkeit.

Woher weiß der Körper, dass es heute heiß wird, wenn es eigentlich noch ziemlich kühl ist?

Schmerzhafte Sommerfrische: Wie gesagt, Frieren im Sommer, unterschätzt, ignoriert, man tut so, als ob es das nicht gäbe. Wahrscheinlich hat man sich aber in Wirklichkeit immer darüber gewundert. Merkwürdiges Phänomen.

Yuji Yoshida: Plötzlich hatten alle Probleme, und plötzlich waren sie wieder weg. Andere Probleme. Verordnete Massenpsychose. Bisschen erschreckend, wie zeitbefangen das ist.

Zwei alte Männer, gelbe Tasche, schwarze Schrift: Ich komme leiser, als du denkst.

O.k., durchbeißen, so lange nachdenken, bis es stimmt.

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Übriggebliebener Klang.

Terzette: Pausen zwischen allen Silben
Duette: Überhaupt keine Pausen mehr, durchlaufendes Klangband, quasi strukturierter Halteton

Silbe-Pause-Silbe-Pause: Bild-Schwarzfilm-Bild-Schwarzfilm

Krach ist weiß, Pause ist schwarz

Spielen mit Länge/Struktur der Silben und Länge der Pausen

Ultra einfaches formales Konzept, überdeutliche Gestalt

Theater, Sommer, Frieren am Morgen, Kälte auf der Haut, Schmerzen

Die Pausen halten das Stück eigentlich zusammen.

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Maurizio 7b Break: 5:16-5:38

Für tonale Übermalungen möglicherweise Vinylversion nehmen.

Schon interessant, dass auch Dinge, die man sehr lange für absolut unantastbar gehalten hat (X ist definitiv der bestaussehende Schriftsteller der Welt), irgendwann ihre Anziehungskraft verlieren. Wahrscheinlich, weil sie einfach nicht mehr in die Zeit passen, der Rahmen, in dem man sie sieht, sich geändert hat.

Da stellen wir uns die Frage: Wie platt darf es sein/wie platt muss es sein. Im Theater scheint es da keine Schmerzgrenze zu geben. Was nicht unbedingt für das Theater spricht.

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Obsessive Vertikalität: Immer alles gleichzeitig.

Nächste Frage: Soll es dabei bleiben, dass das gleiche Wort in verschiedenen Stimmen grundsätzlich die gleiche Tobhöhengeste zugeteilt bekommt, obwohl dadurch der Effekt von Homophonie und Fugato deutlich verstärkt wird? Schadet diese feste Zuteilung dem Stück, oder gibt sie ihm gerade einen festen, durchschaubaren Rahmen, in dem es sich bewegen kann?

Tonbewegung quasi nur Trägermaterial

Vielleicht viel zu flexibel als Struktur? Müsste viel statischer sein (Susanne Kennedy)? Vielleicht auch viel zu intakt, die Wörter und Silben viel zu intakt gelassen. Allerdings ist hier natürlich klar: Wenn man sie nicht mehr versteht, ist es egal, ob sie intakt sind oder nicht. Insofern ist hier der Bewegungsspielraum sehr klein.

Weit verbreiteter Irrtum: Stolz auf die eigenen Fehler zu sein, weil man glaubt, sich darüber zu definieren.

Geil, wie schlecht es allen geht. Und denen, denen es gut geht, geht es wahrscheinlich auch nicht so toll. Man sieht es nur nicht so deutlich.

Komplett ohne Twist. Krass.
Are all the clichés true?
Wahrscheinlich wirklich komplett platt.

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wimmern

immer Schleim auf der Stimme, auch wenn da gar keiner ist

Irgendwo muss dann auch Deutlichkeit, Prägnanz, Peng herkommen, die Kraft, sich auch gegen eine größere Besetzung durchzusetzen, z.B., indem man das Prinzip, das man aufbaut, auch gleich wieder zerstört.

Bei drei Stimmen würde sich der verschieden-Einsatz auch schon um zwei Takte verschieben. Wenn da gleich-Einsätze stehen, gibt es das gleiche Problem wie bei den Instrumenten, nämlich Verdopplungen in einer Stimme. Quasi nicht zu vermeiden. Ist auch völlig klar, wenn man mit verschiedenen Graden von Verzögerung arbeitet.

Es gibt natürlich noch das entgegengesetzte Problem: Wenn das Material um ein oder zwei Takte nach hinten versetzt wird, fehlt es dort, wo es eigentlich vorgesehen ist, d.h. da, wo eigentlich etwas sein sollte, ist jetzt nichts – was eigentlich inakzeptabel ist, es sei denn, man versteht es als Verwerfungen des Systems: Einige Stellen gegen das System verdoppelt, einige Stellen gegen das System leer.

Und was ist mit den Vorspielen, by the way? Kann da irgendetwas ausgeglichen werden?

Pansori: Kein echter Anfang, und erst recht kein Schluss (auf musikalischer Ebene jedenfalls).

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ja, das traue ich mir zu

Unstimmigkeit: Wenn die rhythmische Ebene zwischen Stimmen insgesamt und Instrumenten insgesamt verschieden ist, müssten die Instrumente auf die nächste Einheit springen, wodurch sich, zumindest bei der Bewegung von Phrase zu Phrase eine vertikale Schichtung ergibt, die Differenz produziert. Was aber, wenn dort schon etwas steht? Wenn das Verhältnis zwischen Stimmen und Instrumenten dort gleich ist? Das müsste ja heißen, dass an dieser Stelle eine Schichtung innerhalb der Instrumente stattfinden muss, d.h. dass die Instrumente zwei verschiedene Materialien gleichzeitig spielen müssen. Oder, dass man sie auseinanderzieht, dass die Instrumente Zeit bekommen, beide Materialien nacheinander zu spielen, so dass eine Pause in den Stimmen entsteht. Die Pausen in den Stimmen wären dann also keine Gliederung im Wortsinn, sondern würden sich aus der Konstruktion des Verhältnisses zwischen Stimmen und Instrumenten ergeben. Was eigentlich eine interessante Idee ist.

Aufteilung: Geste + Innenbewegung. Könnte z.B. auch Triller sein? Auf der anderen Seite hat der Triller gestisch natürlich eine völlig andere Bedeutung als ein einfaches auf-ab oder eine ähnliche Binnengliederung einer Grundbewegung und wird auch dementsprechend anders wahrgenommen.

Triller – Klangfarbe – Stimmklang? Was stimmt, ist, dass man auf die Binnenbewegung zusätzlich einen Triller legen könnte, dass sie sich also nicht notwendigerweise auf der gleichen Ebene bewegen. Und dass man den Triller tendenziell eher als Klangfarbe, nicht als Grund- oder Binnenbewegung hört, dass es also auf jeden Fall Sinn machen würde, diese beiden Elemente zusammenzuziehen. Wäre allerdings eine neue Ebene, das ist klar.

Und die Aufteilung, Binnenbewegung ist dann immer noch eine relativ grobe Festlegung, wie eine erste Modifikation von Grundelementen.

Tonhöhen erstmal komplett weglassen, nur vom Klang und seiner Bewegung ausgehen? Möglicherweise Grundregister (hoch/mittel/tief) festlegen, die dann je nach Stimmtechnik eine andere Bedeutung bekommen. Oder: Man legt im voraus fest, dass eine bestimmte Technik nur in einem bestimmten Register stattfinden kann/darf.

Flüstern + Druck geht natürlich, ist überhaupt kein Problem. Warum macht man das dann nicht? Viele Nuancen als Übergang möglich, leicht realisierbar.

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Filed under Form, Gesang, Schlachten 2: Motette

ich will, dass es mir gut geht

Gelbe Nektarine und rote Johannisbeere. Cassis natürlich auch toll. Schreibsprache vs. Sprechsprache. Koriander, wo kommt der denn her? Korsika, Brin d’Amour.

Dödel
Trudel
Dudel

Hintergrundverzierung: Der geschlagene Rhythmus spielt in diesem Tempo fast keine bewusste Rolle, ist mehr selbstverständliche Markierung als Teilhaber am Voranschreiten.

interessanterweise komplett andere Stimmtechniken bei Gagok und Pansori

Relationen gehen wahrscheinlich immer davon aus, dass sie sich eigentlich auf das Gleiche beziehen, dass die Ableitungen eigentlich auf einen gemeinsamen Ursprung bezogen werden können, auch wenn es den nie gegeben hat bzw. wenn es sich dabei nur um die Konstruktion des aufeinander bezogen seins, sich voneinander absetzens geht, quasi ein leerer Raum, sonst nichts.

Gesetzt: Dass ein Wort innerhalb einer Phrase immer die gleiche Form von Grunddeklamation beibehält. Kann man das so setzen? Ist das im Ergebnis nicht eine ganz starke Annäherung an Imitation/Fugato?

Nur Rhythmus und Tonhöhen in Relation setzen, oder auch Material? Wenn nicht, würde man dann nicht voraussetzen, dass das Material grundsätzlich immer homogen bleibt und nur durch rhythmusbedingte Zeitverschiebungen Differenzen aufbauen kann?

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Telephones

Ruhe, in jeder Hinsicht: Angenehm, unangenehm, man ist dann natürlich schon komplett auf sich zurückgeworfen, das Hirn schaltet sich ein und denkt denkt denkt, was kann ich nur machen, was ist bloss los, was denke ich denn da. Absolute Nichtbeschäftigung als Ultrabeschäftigung.

Tonhöhen/Lautstärke/Glissando-Triller: Spricht nicht wirklich etwas dagegen, das systematisch anzuwenden. Außer die Ausführung. Glottistriller.

Krass: Gehaltener Ton, dann winzige Bewegung, dann wieder gehaltener Ton, dann gestische Bewegung aus dem Ton heraus. Super Material.

Gerade-Triller-Bewegung-Gerade, etc.

Hat ja auch etwas sautrauriges, plötzlich so konzentriert zu arbeiten. So anstrengend: Was passiert denn da mit mir? Und produziert dann ununterbrochen, kann gar nicht mehr aufhören.

So anstrengend: Kann ich jetzt endlich mal aufhören? Oder soll das immer so weiter gehen? Sturm im Kopf.

Irgendwann dann doch erschöpft, obwohl so viel noch zu tun/zu denken wäre.

Lustig, dass die Männerstimme dann so völlig anders, letztlich quälend hässlich wirkt.

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Wiedergabe

Maschine
Maschine

Wie ist das eigentlich mit drei Stimmen, ist die letzte Stimme dann um zwei Silben gegenüber ihrem eigentlichen Bezug versetzt, d.h. würden dann immer drei verschiedene Silben zeitlich aufeinander bezogen werden?

Und klar ist, dass zusammen mit den Instrumenten die Sache nochmal komplizierter wird.

Pausen/Zäsuren

verschieden bedeutet immer: länger

Echte, vollständige Verschiedenheit wäre wahrscheinlich das, was aus den systematischen Vorgaben komplett herausfallen würde: Wäre lustigerweise in der Konsequenz wahrscheinlich die statischste, am wenigsten bewegte Passage des Stücks

Männliche Gagok-Stimme: Wie kunstlos, schmucklos, tendenziell hässlich, sogar quälend, gar nicht mit weiblichem Gagok vergleichbar.

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Sky Backdrop

Vielleicht so: Wenn die Stimmen so direkt aufeinander bezogen sind, könnte man sie entweder immer synchron in eine neue Klangfarbe wechseln lassen und so eine Art homogene Überstimme mit geringfügiger Binnendifferenzierung schaffen, oder eben prüfen, ob die Klangfarbe das Register ersetzen kann, dass die Stimmen im gleichen Register, aber mit unterschiedlicher Klangfarbe entsprechend Auseinanderfallen wie früher in unterschiedlichen Registern.

Das Gitter ist also so eng, dass jeder Einsatz entweder bei der vorhergehenden, oder bei der nachfolgenden Silbe strukturell einrastet. Zeitlich kann es gestaucht und gedehnt werden. Was ist aber mit Mehrfach-Silben, komplexen Melismen? Auf die einzelnen Teile der Melissen bezogen könnte der gewünschte enge Bezug nur dann realisiert werden, wenn alle Stimmen immer das gleiche, bzw. die gleiche Art von Melisma ausführen, so dass die Teile des Melismas auf die gleiche Art einrasten können wie vorher die Silben. Das würde wahrscheinlich heißen, dass die Melissen entweder gestreckt werden, oder Pausen beinhalten, und dann in ihren Einzelteilen tatsächlich wie Silben behandelt werden müssen. Vielleicht wäre das Ausfüllen, Strecken tatsächlich die beste Möglichkeit, weil dadurch ein Klangband entstehen würde, das eine Art Gegengewicht zur vorherrschenden Kleinteiligkeit darstellen könnte.

Und wenn dann plötzlich jemand durchdrehen würde? Das muss es ja auch geben können, den totalen Bruch, das Ereignis, das überhaupt nicht, und zwar in gar keiner Weise, nicht formal, nicht inhaltlich, in das etablierte Feld integriert werden kann.

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Filed under Gesang, Schlachten 2: Motette

Geistervariationen

Was würde Dich denn daran interessieren?

Und wenn man Anzahl, Dauer und Richtung der Tonbewegungen je Silbe wirklich völlig unabhängig vom Text entscheiden würde? Möglicherweise Dynamik und Klangfarbe (also die beiden Parameter, die am offensichtlichsten mit der musikalischen Interpretation des Textes verbunden sind) unabhängig vom Text bestimmen. Text einrichten, und dann Musik absolut rücksichtslos auf dieses Gerüst legen.

The module would then constitute the new form of the object (the new result of reification) in an informational universe.

Immer Silben auf Silben bezogen – sie können aber auch falsch bezogen sein: Ähnlich wäre dann, wenn sie leicht nachhinken, verschieden, wenn sie vorgreifen, d.h. kurz vor der nächsten Silbe einsetzen oder sogar mit ihr zusammenfallen. Was dann heißt, dass Silben immer vertikal aufeinander bezogen bleiben, nur manchmal eben falsch. Alles, was wie eine Art Fugato wirken könnte, wird im vertikalen Zusammenhang versteckt.

Gerade dann, wenn die Einzelstimmen im Gesamtgefüge aufgehen, würde es aber erst recht Sinn machen, über Klangfarben nachzudenken. Warum? Weil der rhythmisch-metrische Satz die Einzelstimmen soweit entindividualisiert, dass man ihnen wieder eine gewisse Eigenständigkeit zugestehen kann. Wobei ja wahrscheinlich die Stimmen ohnehin immer synchron die Klangfarbe wechseln, so dass nur das Register als tatsächliche Individualisierung übrig bleibt. Und auch das wollten wir ja eigentlich streichen bzw. minimieren, also so eng wie möglich in ein einziges Register zusammenrücken.

immer
aufeinander
bezogen
kompakt
zusammenstauchen

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School of velocity

Unverschämt verschmiert.

Verwischen als Bewegung und Verwischen als Ungenauigkeit, Andeutung.

Craquelé wie Signatur im Hintergrund, extreme Ungenauigkeit im Vordergrund.

Zum Teil wirklich krass unscharf, fast ein bisschen vulgär-aggressiv: Portrait d’homme, Rom

Mazo im Prinzip perfekte technische Kopie seines Schwiegervaters. Man kann das also lernen – und verlernen, denn manches ist dann wieder grauenhaft misslungen.

Die eigene Krakelee kopieren – und kopieren lassen. Auch ein geiler Schachzug. Quasi Christopher Wool.

Das flüchtige, kaum hörbare, schnell vorübergehende, innerhalb eines im Grunde sehr handfesten, fast überdeutlichen Gerüstes: erstaunlich, dass das so wahnsinnig gut funktioniert.

Fühlen sie sich wohl?
Ja, es geht mir sehr gut.
Prima.

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Maurizio/Licht: Zustand II

To feel safe doesn’t mean you are safe.

Female Gagok: Hinkender Triller, quasi Punktierungen.

Arroganz entspringt direkt dem Bedürfnis, recht zu haben, sowohl intellektuell, als auch in Mikro- und Makro-Entscheidungen. Und wer möchte nicht recht haben, besonders, wenn es um das eigene Leben geht?

Wahrscheinlich Konsonanten tatsächlich mit relativ wenig Einfluss auf den eigentlichen Sprachklang. Man müsste also mit den Vokalen den Sprachklang wesentlich bestimmen können, einschließlich seiner expressiven Implikationen.

Bilder
Bileder
Bilederer

Charlottenburg, Hasskrämpfe, Verstörung: Bürgerlichkeit will eat us up. From both ends.

Was ist das eigentlich genau, wenn die Haare so auftoupiert sind, dass man nicht sieht, wie wenige es sind, und so locker gelegt werden, dass man nicht sieht, wie sie auftoupiert sind? Sieht man so oft, dass es kaum noch auffällt. Vielleicht einfach ein Fortschritt in der Haarpflege-Industrie? Oder haben wir uns tatsächlich geändert in unserer Vorstellung, wie Haare auszusehen haben? Betrifft vor allem Büroangestellte, und Leute, die aus irgendeinem Grund wie Büroangestellte aussehen wollen.

Übergriffigkeit: Eine Handlung kann übergriffig sein, eine Einladung zu einer Handlung bis zu einem gewissen Grade natürlich auch. Kommunikation ohne Übergriff ist fast unmöglich – oder zumindest extrem langweilig. Ein ständiges Spiel, was geht, und was nicht.

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Su Hui

Rollenverteilung durch Register aufbrechen. Ein bestimmtes Register kann eben nur von einem bestimmten Stimmtyp gesungen werden, und wenn eine Rolle verschiedene Register enthält, muss sie auf verschiedene Sänger aufgeteilt werden. Wäre die Frage, ob man in einer Männeroper tatsächlich Frauenstimmen wegen der größeren Klarheit und Flexibilität bevorzugen sollte, so dass es quasi nur Hosenrollen gibt, und vielleicht einige wenige Männerstimmen, wo man eine vorübergehende Übereinstimmung von Rolle und Stimme herstellen will.

Maurizio/Licht, Installation: Oder radikal vereinfachen, z.B. ein einziges Signal verwenden und, wenn überhaupt, nur an wenigen Stellen aufspalten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die mehr Klarheit und weniger Abbildung hineinbringt. Also durch Vereinfachen statt durch Verkomplizieren Distanz schaffen.

If it don’t make money, it don’t make sense (Dom Kennedy).

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Costas Array

Ignaz Friedman, Pariser Str. 21

난 괜찮다고 또 웃으며 Good Bye: Schweller mit dem Schlag, Schweller gegen den Schlag, Schweller, die sich gegen den Schlag verschieben. Am Lautstärkeregler herumspielen (Maurizio/Licht, Radio).

Das ist dies. Und das ist das. Geballte Klugscheißerei. Wie gut, dass wir mal wieder auf der richtigen Seite stehen und alle, die es wollen, daran teilhaben lassen können. Harald Schmidt für Arme. Und dann noch schnell im Verzeichnis der bequemen Provokationen geblättert: Adolf Hitler, 9/11, Osama bin Laden. Ist ja echt aufregend. Na ja, eigentlich nicht. Allenfalls der Mut zum totalen Trash. Ist auch nicht wirklich größenwahnsinnig. Würde nur sehr gerne größenwahnsinnig sein. Und tut die ganze Zeit so, als ob. Aber immer mit der nötigen argumentativen Absicherung, immer auch den Beweis integrieren, dass man es eigentlich gar nicht so meint. Vielleicht, im besten Fall, geil zynisch.

Stimmfarbe im Flüstern erkennbar (ausspielen).

Schlachten 2: Motette mit Registerschattierungen vorschreiben. Erst dann genaue Tonhöhen ausarbeiten.

Vaporwave als Klassik: Absolute Musik. Wahrscheinlich wirklich.

Mahler 9, letzter Satz, als statische Ikone.

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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Sie finden uns in der Vorhölle.

Na ja, man muss sich halt immer Gründe ausdenken, warum das, was man gerade macht bzw. was man gerade gezwungen ist zu tun, richtig und gut ist. Anders geht es gar nicht -anders würde es nicht gehen. Deswegen hat notgedrungen jeder seine kleine Privatethik, in der genau das, was man selbst anstellt, nicht ganz so schlimm ist wie das, was die anderen tun.

Rollen-Promiskuität: Frage, ob das wirklich etwas bringt. Oder nicht einfach eine sehr bequeme Methode der Verfremdung ist. Auskomponierte, also im voraus festgelegte Rollenwechsel wahrscheinlich ohnehin keine Option, weil unspannend/verkrampft. Freie Rollenwechsel nur mit Stimmlagen/Registern statt Tonhöhen sinnvoll.

Eigentlich total klar: Jeder Rolle wird eine Hauptstimme zugeteilt, alle ausnotierten Passagen müssen von der Hauptstimme gesungen werden, alle frei notierten Passagen können von der Hauptstimme ausgeführt werden, können aber auch von anderen Stimmen übernommen werden.

Merkwürdig, dass auch und gerade die großen Provokatoren Sex nie wirklich explizit zeigen, als ob das nicht nur ein Tabu, sondern vor allem ein echter ästhetischer Fehler wäre, den man eben nicht macht. Auch Lars von Trier ist nicht wirklich explizit, sondern hält eher drauf, um zu zeigen, dass nichts dran ist. Interessant, dass sogar jemand wie Terre Thaemlitz entweder grob verpixelt oder Schwarzfilm einschneidet, um nicht explizit werden zu müssen. Als ob expliziter Sex wirklich nur dem reinen Gebrauchsfilm vorbehalten wäre. Eine Schwelle, die man nicht übertritt. Natürlich kann das auch mit Zensur zu tun haben, aber gerade dann, wenn man ohnehin alles zeigt, was die Zensur beanstanden könnte, kann die Entscheidung dagegen nicht mehr zensurbestimmt sein.

Wenn Leute etwas schon können, ist es meistens nicht mehr so wahnsinnig interessant, leider.

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hassenswert

Tonhöhenrichtung (Glissando) + Mikrobewegung

Ein Problem bei komponierter Musik: Man darf nichts Doofes machen, in gewisser Weise darf man auch nichts Einfaches machen, man darf nicht einfach laufen lassen. Es läuft immer so eine Art Qualitätssiegel-Anspruch mit, der viele Dinge nicht nur als Vorurteil, sondern auch tatsächlich unmöglich macht, was heißt, sie sind dann wirklich schlecht, wenn sie in komponierter Musik vorkommen, weil es sich der Komponist zu einfach gemacht hat. Aber wahrscheinlich schadet das der Musik.

Je weniger Talent, desto mehr Bosheit: Gilt im wesentlichen für alle Lebensbereiche. Allerdings, Talent allein, die reine Tugend, hilft auch nicht wirklich weiter.

Kleidung tragen, die einem nicht steht, aber nicht so offensichtlich, dass man merkt, dass sie einem nicht stehen soll. Als ob man die Kleidung, die einem nicht steht, genau so, wie sie ist, lieben würde. Absolut keine Ironie, auch nicht in Bezug auf das soziale Umfeld: Schwierige Aufgabe, nicht nur, weil sie eine genau Analyse des aktuellen Geschmacks voraussetzt, sondern vor allem, weil sie die totale Selbstverleugnung bis ins kleinste Detail einfordert, die man tatsächlich nur schwer aufbringen kann. Nicht das geringste Signal aussenden, dass es einen doppelten Boden gibt.

Margiela: Wenn man Fehler zum Prinzip macht, muss man verdammt sorgfältig arbeiten.

Low Jack: Tibet-Chant über Bass-Drum, bisschen offensichtlich, bisschen platt, aber trotzdem gute Idee.

Handgesungene, äh, handgemachte Musik, wirkt halt schon ein bisschen lächerlich, kitschig, so an seine eigenen Gefühle zu glauben und sie herauszusingen, ist halt, egal, wie gut es gemacht ist, irgendwie vorbei. Authentizitätswahn. Gerade eben nicht authentisch in seiner Wirkung, interessanterweise. Hätte man nur nicht dran geglaubt!

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Singstimme als Ausnahme

komplett egal, aber gut

Sprechstimme: Realer Ambitus vs. möglicher Ambitus

Das Problem: Man kann nichts dagegen sagen. Wie willst Du dagegen argumentieren? Ist doch eh alles richtig. Bringt’s aber genau deswegen leider gar nicht.

By the way: Uninteressant ist nicht das Gleiche wie langweilig.

professioneller Konzertaufbau
superprofessioneller Konzertaufbau
Konzertaufbau als Performance,
aber eben nicht als Witz

Schablone, logischerweise (KG):
– Kann ich mal eine Stimmschablone haben, bitte?
– Wieso, haben Sie doch eh.
– Na, nicht so eine. Eine richtige.
– Ach so, ne richtige. Nee, ne richtige haben wir nicht. Hatten wir noch nie.
– Stimmt.

Reaktion braucht Zeit (Keaton). Pause. Zoom. Mikrophongeräusch. Leere Bühne.

Man sieht Masse, hört aber nur eine Stimme.

Extrem durchbrochener Satz mit einzelnen Verdopplungen, zum Teil einander überlappend, zum Teil voneinander abweichend. Z.B.

krasser Durst: Warum denkt man eigentlich, wenn man sehr durstig ist, dass Bier oder Wein oder Saft oder whatever den Durst besser löscht als z.B. Wasser? Und warum fühlt sich das tatsächlich manchmal so an?

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wüst/verloren

Fassung mit Text, dann Fassung ohne Text, dann Fassung mit Text usw., bis Text und Musik unabhängig voneinander aufeinander reagieren. Entwicklungsarbeit.

Ohne Tonhöhen – mit Tonhöhen – ohne Tonhöhen, etc.

Daegeum: Oberlippe in den Mundwinkeln aufhängen, dazwischen hängen lassen. Lustig, wie schwierig, und auf Dauer auch anstrengend es ist, einzelne Körperteile bewusst zu entspannen. Kann leicht total verkrampfen und funktioniert dann logischerweise überhaupt nicht mehr.

Geräuschverstärkung Gayageum: Dass dann alles, was man macht, automatisch eindrucksvoll klingt.

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keine schlechte Idee

Auraverweigerung (Isa Genzken): Ist doch eine super Idee, was kann man denn da dagegen haben, wenn man es schon erkannt hat? Quälen.

Merkt das ernsthaft niemand, dass das alte Whitney eines der tollsten Museen der Welt war, gerade weil es von außen so abweisend und von innen ein bisschen wie ein luxuriöses Parkhaus gewirkt hat? Ein bisschen Arroganz, ein bisschen Bosheit muss einfach sein, sonst wird das ganze Theater zu einer unerträglichen Anbiederei.

Fugeneinsamkeit, langsames Kreisen, obsessive Themenfixierung, Kontrapunkt als Ablenkung, kalte, in sich ruhende Schönheit.

Bratschen-Solo: Gleichartige, quasi wiederholte Gesten, Gesamtbewegung immer von oben nach unten, erhöhter Bogendruck, viel zu laut für den vertikalen Zusammenhang.

Gurkenduft

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Filed under Architektur, Klassik, Kunst, Streichquartett, ZWEI/2240: Song Cycle

Planet trillaphon

Irrer brummt vor sich hin: Klangband, geringer Ambitus, fast Monoton, durchlaufend, aber eben kein Parlando.

Murmeln. Sabbern. Brummen. Einzelne Wörter verständlich. Oder ohnehin nur einzelne Wörter.

Motette: Mehr Geräusch als Gesang, mehr Geste als Tonhöhe. Geräusche, Sprechstimme, Singstimme. Tonale Schnitte als wesentliche Motivation für exakte Notation, sonst ungefähre Notation eigentlich effektiver im Hinblick auf das gewünschte akustische Ergebnis.

Stimmt, das wollten wir eigentlich machen.

schwarzbraun
blauschwarz
blaubraunschwarz

Endredaktion: Alles schärfen, alles auf den Punkt bringen, deutlich machen, das Material wie von außen noch einmal anfassen und zur größtmöglichen Direktheit bringen. Oder umgekehrt. Jedenfalls die Position schärfen, deutlich machen, warum man tut, was man tut.

Nochmal Motette: Eigenen Parameter für tonale Klänge einrichten. Meaning: Einfach für alles, was vorkommen soll, eigene Parameter einrichten (Song Cycle).

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Filed under Gesang, Krieg, Literatur, Oper, Schlachten 2: Motette, ZWEI/2240: Song Cycle

Dänke, Berlin!

Vokale sind völlig überschätzt. Konsonanten natürlich auch.

Das Gefühl, dass letztlich alle ausnahmslos versagt haben: Die einen haben es zu gut, die anderen zu schlecht, aber niemand hat es richtig gemacht.

Kurze, extrem dichte Passagen, aber nicht wie plötzliche Ausbrüche von Aktivität, sondern eher beiläufig, selbstverständlich, als ob sich hier beispielsweise zwei Schichten kurzzeitig, an ihren Rändern, überlagern, dann aber wieder unabhängig voneinander, ohne Berührung, weiterlaufen würden. Gleichzeitig aber so dicht gepackt mit verschiedenartigen, einander widersprechenden Aktionen, manche auch verschwindend leise, wie Reste von Aktionen, die man gar nicht wahrnimmt, dass das Ohr und der Verstand kaum folgen können, nur spüren, dass da etwas sein muss. Es letztlich auch wissen, aber nicht analysieren können.

Phonation: Verengen und hauchen gleichzeitig. Ist natürlich niemand bereit zu tun, macht aber absolut Sinn und ist völlig normal im echten Leben.

Sänger/Ausbildung: Das Falsche könnte vielleicht auch darin liegen, dass das, was ein ausgebildeter Sänger tut, wirklich nur ein ausgebildeter Sänger tun kann. Während Instrumente auch von einem nicht ausgebildeten Laien sinnvoll traktiert werden können. Und es zumindest theoretisch zu ähnlichen Ergebnissen kommen könnte – wenn auch nicht in vergleichbarem Maß kontrolliert.

Harry L.: Bitte, lass mich nicht allein.

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Drexciya

Tierischer Volksfreund

Trink o Auge, was die Wimper hält,
Von dem goldenen Überfluss der Welt.

Es wird einen Zeitpunkt geben, zu dem die Summe der Sinnenfreuden, die man noch vom Leben zu erwarten, geringer ist als die Summe der Schmerzen (kurz gesagt, man spürt tief im Inneren, wie sich der Zähler dreht – und der Zähler dreht sich immer in derselben Richtung). Diese rationale Bilanz der Sinnenfreuden und Schmerzen, die jeder früher oder später zu ziehen gezwungen ist, führt ab einem gewissen Alter unweigerlich zum Selbstmord.

Diesmal waren alle Karten gemischt, alle Spiele gespielt und die letzte Runde ausgeteilt worden, und sie endete mit der endgültigen Niederlage.

nur hohe Stimmen
nur tiefe Stimmen
alle Stimmen in hoher Lage
alle Stimmen in tiefer Lage

Man geht in einen anderen Raum und denkt, man hört die Musik weiter – sie ist aber schon längst aus. Ein bisschen wie auf Rauhfasertapeten starren und Bilder sehen.

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Be my guests!

This is so boring!
Let’s make it even more so.
Let’s make it UNBEARABLY boring.

Feldman, String Quartet (II): Tatsächlich müsste man fragen, was das genau bedeutet, da rumzusitzen und vier Personen zuzuhören, wie sie ihre Instrumente bedienen. Ist tatsächlich etwas anderes, wenn es verstärkt ist, leichter zu verfolgen, schärfere Fokusierung, keine Höranstrengung. Merkwürdigerweise steht weniger der Klang im Vordergrund, als die körperliche Tätigkeit, das, was die Personen wirklich tun. Wenn man das Stück schon öfter gehört hat, spielt natürlich eine Riesenrolle, was man wiedererkennt, und was man nicht wiedererkennt. Was ist anders, was ist gleich. Was hat man so noch nie gehört – was erstaunlich häufig vorkommt. Mit anderen Worten: Auch hier große Bandbreite von Spielmöglichkeiten, die merkwürdigerweise mehr mit der körperlichen Verrichtung als mit intellektuellen Entscheidungen zu tun zu haben scheinen. Dinge, die man erst gar nicht erkennt, und dann merkt, ah, das soll das sein. Faktisch denkt man über die Verknüpfung der Motive eigentlich nicht nach. Man erkennt nur, wenn etwas wiederkommt, innerhalb der Aufführung, oder in Bezug auf frühere Aufführungen, die man gehört hat. Stimmt nicht ganz: Man denkt schon auch, das hatten wir schon, war aber irgendwie anders. Und natürlich denkt man, das hatten wir aber definitiv noch nicht. Oder: Aha, da kommt das wieder. Eigentlich durch diesen Wiedererkennungseffekt ziemlich statisch: Es kommt wieder, oder es kommt nicht wieder, so ein bisschen ja/nein bzw. 0/1-Entscheidung, zumal es ja keine Überleitungen gibt. Im Grunde hört man dann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wirklich zu. Ist dann vielleicht auch nicht mehr so spannend, wenn man im Wesentlichen das gesamte Material bereits kennt und die Detailvarianten nicht wirklich nachvollziehen kann. Ist ja auch wirklich eine komische Ruhigstellung des Publikums, ohne irgendeine körperliche Aktivität stundenlang an dem gleichen Ort sitzen zu müssen. Im Prinzip ist es möglich, dass es auch für das Publikum gut ist, wenn die Musterwechsel nach und nach weniger werden und schließlich fast ganz wegfallen: Die Wechsel zwischen den Mustern sind auf Dauer in ihrer Willkür doch ein wenig nervend, man denkt fast, oh nein, noch ein Wechsel, oh nein, schon wieder neues Material. Allerdings freut man sich, wenn etwas ganz neues kommt, lustigerweise. Also stört offenbar die Verankerung, Absicherung in der Wiederholung. Wechselmotiv leicht versetzt wird unabsichtlich zu punktiertem Rhythmus – der hier eigentlich verboten ist wie in der gesamten Neuen Musik, weil er sehr tonal schwache Zeit und starke Zeit unterscheidet. Inbegriff des Auftakts. Notizen, um den Kopf wach zu halten: Geht tatsächlich besser, wenn man etwas aufschreibt, als wenn man nur so vor sich hindenkt. Ganz klar: Neues kommt besser als Wiederholung, vielleicht aber nur, wenn es die Wiederholung als Grundlage gibt. Endlich was Neues! Schon auch lustig dass sich das so viele anhören. Akkord + Pizzicato: Ziemlich super. Lustig dann das Pizzicato in das nächste Muster mit reinzunehmen. Dann so etwas wie ein Pizzicato-Marsch. Lustig, wenn die Sachen dann plötzlich ganz anders klingen, als man es gewohnt ist: Andere Betonung, andere Dynamikverteilung, anderes Gestikverständnis, anderer Klang. Falsch? Richtig? Jedenfalls offen für Abweichungen. Natürlich auch Unvollkommenheiten, technisches Unvermögen. Das klappt einfach nicht. Fortissimo-Akkord dann tatsächlich als Gewicht: Muss man nicht so spielen, funktioniert aber. Betonung. Im Prinzip ganz schön viele Möbel, die da in der vierten Stunde noch rumstehen. Die müssen doch alle noch weg. Oder war es das genau jetzt, setzt jetzt der Leerstand ein? Anfänge von neuen Mustern klingen oft wie Auftakte, obwohl sie das gar nicht sind. Lustig, dass die Akkordpaare am Ende dann plötzlich komplizierter als die eigentlichen Muster wirken, möglicherweise wegen der mehrfachen Zuordnungsmöglichkeiten. Wirkt tatsächlich, als ob die Dichte zunehmen würde, obwohl sie faktisch abnimmt. Es ist dann irgendwann tatsächlich egal und auf jeden Fall interessant. Erstaunlich, dass die ganzen Leute bleiben und zuhören.

Ben is exactly where he wants to be.

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komisch

Antiauthentizität als zeitgemäße Form von Modernität: Wahrscheinlich nur mit tonalen, vielleicht sogar nur mit diatonischen Klängen möglich, weil allen anderen Klängen eine authentizistische Rauhheit eingeschrieben ist. Es sei denn, die Klänge selbst würden künstlich (= elektronisch) geglättet. Akustische Instrumente natürlich auch Erzeuger von klanglicher Authentizität, wahrscheinlich aber nicht im gleichen Maß wie Atonalität.

Don’t wait, just work. No matter what.

Brown like hell,
Stupid like shit.

David Tamburini

Zuviel Ehrgeiz,
zuviel Trauer.

As banal as it gets

//e-e-a-c-a-e/d-e-gis-h-gis-e//d-c-h

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als ob alle krank wären

zeitgemäß
nicht mehr zeitgemäß
nie zeitgemäß gewesen

reicht tatsächlich nicht mehr: interessant

fast als ob es besser wäre, schlechter zu sein

Pulsieren/in Bewegung halten: Funktioniert, ist aber letztlich ein bisschen zu flach (Lawrence English, For/Not for John Cage). Trotzdem schön.

Ideal: So schreiben, als ob es jeder könnte.

basically we are all waiting for permission to die

Was würdest du tun, wenn du WÜSSTEST, dass alles, womit du dich beschäftigst, nicht MIT dir, sondern VOR dir verschwinden wird?

Deutlichkeit: Like aufgespritzte Lippen oder so?

Recaredo Brut Nature Gran Reserva 2008

Stolen Friend: Chorpassagen ganz einfach halten, blockhaft, quasi einstimmig, einzelne Szenen sehr deutlich voneinander trennen. Absolut homophoner Satz, Besetzung orchestral aufspalten. Immer Gruppen. Möglicherweise einzelne Solisten/Protagonisten hervorheben. Besetzungsstärke variieren, orchestral denken. Orchester Verdopplung + reine Begleitung. Muss Szenen zusammenfassen, Pausen artikulieren. Quasi keine Substanz. Bitte keine Einwürfe! By the way: Was aber dann? Eindeutige Begleitung: Super Erfindung.

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gelbgrau

So was wie: Was willst Du wirklich hören? Gibt es etwas, was Du wirklich hören willst? Bist Du in der Lage, das kompromisslos umzusetzen?

Rudolph Grey: Maskierung von Gesten, um Geste auszuschalten.

Boardwalk Empire: Verdammt viele gute Ideen, phantastisches Script.

Z.B. Dilloway/Lescalleet, Western Nest: Einfach mal nachspielen, 1:1 übersetzen, könnte viel interessanter sein, als sich etwas Neues auszudenken.

Life after life.

Den Strich MALEN. Das Sprechen z.B. MURMELN.

PLAKATKUNST

Drastik
Langeweile
Zeitlosigkeit

quälend

f-Moll als qualitativer Regulator
Unisono als quantitativer Regulator

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Realitätseroberung

Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.

Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.

Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!

Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.

Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.

Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?

Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –

Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.

Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.

offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich

Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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Großer Freund von Sinnlosigkeit

Druck hinter Steg
Umwicklung vs. keine Umwicklung
Position ändern
ohne Umwicklung Gliss. möglich
direkt an Steg Doppelklang möglich
mit Umwicklung Spaltklang möglich
Kreischen nur auf Stoff möglich
mit Dämpfer kein unterbrechungsfreier Wechsel

Hoteldämpfer
Holzdämpfer
Gliss. C-Saite Press.
Druck-Gliss., unendliches Glissando, quasi Risset: Startet immer wieder von der gleichen Tonhöhe

arco saltando perpetuo
Fingergeräusche Kolophonium
sehr starker Druck + Tremolo
ab und zu Knacks

Fingernägel Saite längs genauer untersuchen

Warum muss man sich eigentlich über alles lustig machen, was man nicht versteht? Ganz fiese, aber weit verbreitete Eigenschaft. So etwas wie hundertprozentige Absicherung der eigenen Durchschnittlichkeit.

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Spiegel/Montage

Bronzino
Del Sarto
Pontormo
Fiorentino

Neben Dir sitzt eine ehemalige Mitarbeiterin von Dir.

J.C.F. Bach: Schleichendes Klarinettensolo, wie ausgewürgt, herausgebrochen, Anfang und Ende kaum hörbar – kann doch nicht so gemeint sein, oder? Oder lassen sich die authentischen Instrumente auf dieser Dynamikstufe gar nicht anders spielen? Wenn ja, extremes Ausdruckspotential: Zu spät da, zu früh weg. In too much too soon.

Virtuosität, reine Virtuosität, so etwas wie Spaß an der Bewegung, am Schwierigen, Schnellen, in seiner Schnelligkeit vielleicht nicht mehr nachvollziehbaren und deswegen umso wirkungsvolleren: Auch eine merkwürdige Erfindung. Schnelligkeit geht sozusagen in Geräusch über, etwas, das man in seinen Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen kann.

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Registrierung als vertikale Montage.

Den neutralen Bereich vermeiden. Dahin gehen, wo es weh tut.

Entscheidungsgrundlage: Wie es am richtigsten aussieht.

in the editing room: Oktave höher, Oktave tiefer, lass uns doch mal –

Jarvis Cocker analysieren

Schering Gebäude: Alles richtig gemacht, toll. Meisterwerk der Raumerfassung.

Nicht nur, dass du nicht mehr da sein wirst, sondern auch, dass du all dies nicht mehr mitbekommen wirst. Es wird für dich nicht mehr da sein.

Geschmacklosigkeit als positive Eigenschaft.

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Tonlage: Gesteigerte Emphase

don’t you ever doubt my decisions (again)

Der Traum – von was eigentlich?

Es fühlt sich so besser an. Na ja, ja. Wahrscheinlich ja. Wahrscheinlich ist das alles.

Don’t versteck your fuckin’ self. Meaning: Don’t be too careful about your decisions. Rather risk than shy away.

Registrierung als Stimmführungsproblem. Kontrapunkt aus Bausteinen. Erinnerungsmischmasch.

Stimmung als Entscheidungsgrundlage: Heute neigen wir zu dieser Entscheidung, morgen zu jener. Auch bei sehr enger Konstruktion ein Punkt, an dem das gelebte Leben in das Stück einfließt. Natürlich kaum bewusst nachvollziehbar, aber offensichtlich auch und vor allem die konkrete Erscheinungsform des Stückes prägend.

Schnell schreiben, um den Einfluss des Lernens, des Klügerwerdens beim Arbeiten zu minimieren.

Homogene Phrasen aus inhomogenen, nicht zusammengehörenden Bestandteilen zusammensetzen: Gegensatz zwischen Konstruktion und Resultat. Schon ziemlich interessant, wie gut das funktioniert.

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Oder es gibt gar keine befriedigende Option.

Auch lustig: So wenig Zeit zu haben, dass jede Entscheidung sitzen muss, oder, wenn sie nicht sitzt, trotzdem stehen bleiben muss. Und das gilt nicht nur für das aktuelle Stück, sondern auch für das nächste, und für das übernächste auch. Ist doch toll. Hilft. Weil man weiß, es geht eben nicht schneller, es geht nur genau so, in diesem Tempo, deswegen wirst du keine Zeit haben, das Ganze nochmal zu machen. Alles, was da ist, muss auch verwendet werden.

die neutrale Position/die starke Position/die schwache Position: Gibt es eine schwache Position? Absichtlich wahrscheinlich nicht, denn wenn sie absichtlich gesetzt ist, ist sie allein aus diesem Grund schon wieder stark, vielleicht sogar besonders stark.

vielleicht, wenn es nur schwache Positionen gibt:

– nee, das geht gar nicht
– das auch nicht
– und das auch nicht

Positionswechsel, um des Positionswechsels willen vs. Positionswechsel, die das Material tatsächlich in eine andere Position bringen: How would you define that?

Pseudoexpressivität: Oh, kann der hoch spielen! Klingt das aufgeregt! Ich wusste gar nicht -. Dass -. Abwägen. Die am wenigsten aufgeregte Position. Oder eben doch gerade nicht. Sprache.

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Partitureitelkeit

Die aussagekräftigste Setzung: So etwas wie die Setzung, die sich am meisten vom Vorangegangenen abhebt, das, was hinzukommt, am deutlichsten isoliert. Das muss nicht immer die eindeutigste Abgrenzung sein, kann auch direkt an das Vorhergegangene anschließen, wenn bisher alle Setzungen von deutlichen Unterschieden geprägt waren. Ist also eine Sache des Verlaufs, der Intuition, des Abwägens: Was kann ich tun, um dieses Element möglichst prägnant einzuführen? Das ständige voneinander Absetzen kann eben auch zum Trott, zur Selbstverständlichkeit, und damit bedeutungslos werden.

Lustig, wenn sich diese Entscheidungen nur noch auf die Oktavlage (aber damit natürlich auch auf das Register und die Klangfarbe, letztlich die emotionale Geste des Instruments) beziehen. Auch das ganz Doofe, z.B. das ständige direkt aneinander Anschließen, kann in bestimmten Zusammenhängen interessanter sein als ein detailliertes Abwägen der Entscheidungsschritte.

Auch so etwas wie zwei Oktaven oder nur eine Oktave Abstand: Es ist überhaupt nicht gesagt, dass die doppelte Oktave einen wirkungsvolleren Schritt darstellt als die einfache, die einfache kann genau der Schritt sein, der die Folge am meisten zuspitzt. Wahrscheinlich geht es um genau das: Zuspitzung der jeweiligen Situation, sowohl im Schritt von A nach B nach C, als auch für A, B und C für sich alleine, aber im Zusammenhang betrachtet. Der direkte Anschluss als die gemeinste Fortsetzung.

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the party and the afterparty

Obsessionen, die wie Krankheiten verfliegen – oder auch nicht. Ich kann mich gar nicht erinnern, was da war.

Pisaro: Would you mind if I skip the next 72 minutes, darling? Irgendwie ganz falsch, einfach das Mikrophon in die Landschaft zu halten, andererseits hört man tatsächlich zu.

Klavierklänge in geräuschhafter Umgebung, Einzeltöne mit tonalen Implikationen: Nostalgische Emotion, Wiedererkennen eines musikalischen Ausdrucks, erstaunliche Effektivität im Evozieren einer verschwundenen Welt. Dabei hilft es, wenn das Klavier ein wenig verstimmt/ältlich klingt, ist aber nicht notwendig.

Angenehm zu spielen, aber extrem unangenehm zu hören – gibt es sowas? Einfach schlecht spielen ist hier natürlich nicht gemeint.

Es macht nur Spaß, wenn es aufwärts geht: Was wäre denn, wenn es ab sofort nur noch abwärts gegen würde, wie würde man sich damit einrichten? Naivität des Optimismus. Steigerung im Schlechterwerden. Glück.

Notizen M/L: Rauschen am Anfang, ein Takt (also Schlag), z.B. auf Dämpfer, quasi als Rahmen?

U.U. Teil I-III NICHT alle Instrumente erste Lage, sondern mittlere Lage für das gesamte Ensemble, also hohe Streicher tief, und tiefe Streicher hoch legen. Dann mit Teil IV oder spätestens Teil V in die extremen Lagen, also hohe Streicher hoch, und tiefe Streicher tief gehen.

Teil VII: Wischen differenzieren durch Selektion der Saiten, quasi Saitenmelodie auskomponieren, hohe Streicher/tiefe Streicher, hohe Saiten/tiefe Saiten. Auch ganz hell (alle auf hohen Saiten) und ganz dunkel (alle auf tiefen Saiten) überlegen. In diesem Zusammenhang auch gehaltene Klänge, gestrichenes gegen gewischtes Rauschen möglich. Intensivierung.

Bei der Entwicklung seiner Gerichte, sagt Rüffer, gehe er gern von zwei, drei Produkten aus, die eigentlich nicht zusammenpassen dürften.

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Unzulänglichkeit

Selten eine gute Idee, etwas ausdrücken zu wollen. Wird fast immer zum Vorurteil, zur Reproduktion einer bereits bekannten expressiven Figur. Bei Sängern besonders auffällig, wie bei Schauspielern. Kann dann sogar leicht verlogen werden, eben explizit unwahrhaftig. Misston.

Szenario: Partiturseite, Streichorchester, durchbrochener Tuttisatz, alle Takte falsch eingesetzt, d.h. zu kurz oder zu lang, Lücken oder Überhänge. I like it. Mechanische Unschärfe.

– Dass mir das zum Verhängnis werden würde!
– Ja, stimmt, hätte ich auch nicht gedacht.

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relationship without commitment

Mein Problem: Was soll denn daran überhaupt interessant sein? Gibt es wirklich irgendjemanden, der ernsthaft an einem Musikbegriff festhalten möchte, der längst nicht mehr tragbar ist? Glaubt wirklich irgendjemand ernsthaft, dass es einfach so weitergehen sollte? Na ja, wahrscheinlich ja. Let’s play some more organ.

Unterkontrolliert
Überkontrolliert
Resilient

Regietheater

Auf der richtigen Seite stehen. Die stehen dann eben automatisch immer auf der richtigen Seite. Können ja schlecht auf der falschen Seite stehen. Und deshalb ist es so langweilig.

Problem Oper

Electric Wizard: Was wäre denn, wenn das wirklich ein ernstzunehmender Beitrag zum Sterben wäre. Nicht, dass ich das wirklich glauben würde. Aber es ist ja letztlich auch ziemlich bizarr, das von vornherein auszuschließen. Wiedergeburt. Aha. Markerschütternder Gesang.

Man kann sich nicht wirklich aussuchen, wofür man sich interessiert. Ganz interessant.

He’s still there, but he’s already forgotten. So much for eternity. Have a good life!

Glottis: Deutsche Aussprache

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Traubensaft, dunkel

Wieder reingefallen: Elektronik vs. Orchesterloop, ich denke, es gehört zusammen, finde es erstaunlich, dass man auf so etwas kommen kann, eigentlich sogar toll, in Wirklichkeit war nur noch ein weiteres Fenster im Browser offen.

Die blödeste, unerwartetste, am wenigsten naheliegende Option, die überhaupt nicht auffällig zu sein scheint, stellt sich oft als die beste Wahl heraus, wenn man sich für sie entscheidet. Man grübelt, findet nichts, grübelt weiter, und plötzlich denkt man, vielleicht, warum denn nicht, ja, sieht eigentlich toll aus, ist ja viel besser als die anderen Möglichkeiten.

Ab wann dämmert Einem eigentlich genau, dass die Toten wirklich tot sind, dass sie nicht einfach woanders sind, an einem anderen Ort, oder dass zumindest dieser Ort ganz anders sein muss, als alles, was wir kennen?

Es gibt keine halben Instrumente, und keine halben instrumentalen Aktionen: Wenn Du einem Instrument die Hälfte seiner Aktion wegnimmst, macht es aus der anderen Hälfte eine komplette Aktion, und zwar eine komplett andere Aktion. Eine halbe Aktion ist dann automatisch wieder eine ganze Aktion, und wenn die Halbierung betont würde, würde eben auch dies zu der neuen ganzen Aktion gehören.

Takte ABSICHTLICH falsch kopieren, immer etwas zu lang oder etwas zu kurz, damit etwas übersteht, ein Rest übrigbleibt, die Dinge nicht richtig zusammenpassen. Vielleicht nur als digitaler Effekt interessant, bzw. als Effekt mit festem Material, das nicht erst noch neu eingeführt werden muss. Dort wird sich die Idee einfach in der Aufführung einebnen und verschwinden. Faltungen, Färbungen, Spuren, alles Dinge, die Komponisten lieben, im Resultat aber als formale Idee letztlich keine Rolle mehr spielen und darum nur begrenzt, nämlich nur für den Komponisten, interessant sind. Schade drum, der Verlust ist aber vermutlich in Instrumentalmusik unausweichlich.

Empfang, riesige Halle, bei näherer Hinsehen fast fußballplatzgroß, viele Bilder, Museumshängung. Zaghafte Begrüßung, R. ist alt geworden, sehr kräftig im Gesicht, Altersflecken, ein ganz tolles Buch will er holen und geht schnell in einen anderen Raum. Ich sehe seinen breiten Rücken, offensichtlich braungebrannt vom Sommer, merkwürdige Frisur, teils lange, teils kurze Haare, kleiner Samuraizopf, offensichtlich gebleicht. Eine Frau beschwert sich über die Hintergrundsmusik, es läuft ganz leise Orchestermusik, klingt wie ein Tschaikowsky-Ballett, allerdings kein Nussknacker-Ohrwurm. In der Ecke ein DJ, Mitarbeiter von J., freundlicher Skandinavier, der mir seine neuartigen Kopfhörer zeigen will, Schalen, die direkt auf den Schädel gesetzt werden, er setzt sie mir auf, ich erschrecke, der Klang wirkt sehr laut, erst nachdem ich mich beruhigt habe, merke ich, dass die Knistermusik der Kopfhörer eher leise eingestellt ist, aber sehr direkt klingt, tendenziell unangenehm. Beschreibung. Da war ich. Gedächtnis. Albtraum.

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Jeder Mensch braucht Geld – heute passiert es!

Saeng (Sho)/Danso: Vielleicht ein bisschen zu offensichtlich, aber trotzdem tolle Besetzung.

Akzente
Rhythmisches Vibrato
Krasse Differenztöne
Super Unisono
Glissando als Quietschen

Konzert:

A aus/ein

A1 aus/ein
A2 aus/ein
A3 aus/ein
A4 aus/ein
A5 aus/ein
A6 aus/ein

B aus/ein

B1 aus/ein
B2 aus/ein
B3 aus/ein
B4 aus/ein
B5 aus/ein
B6 aus/ein

A oder B oder A+B

Stehende Töne zur besseren Unterscheidung: Wo fange ich an, wo höre ich auf. Gehen nicht ineinander über. Quasi Tonhöhenartikulation.

Sommerkälte auf der nackten Haut. Eigentlich kein schönes Gefühl. Eher beängstigend.

Wortgeflecht
Pach’un tzij

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die Wespe auf die Stirn küssen

Kalter Kaffee.

Ganz interessant, wenn es eigentlich egal ist, wie es weitergeht, Hauptsache, es geht irgendwie weiter. Trifft leider aus heutiger Sicht auf ziemlich viel klassische Musik zu. Gut gemacht, sorgfältig gearbeitet, wahrscheinlich auch tolle Ideen, aber der Klang wird dann eigentlich nur noch durchgehalten, fortgesponnen, und die Verteilung des Materials entspricht komplett den Erwartungen. (Das Ende kommt nicht am Anfang und umgekehrt.) Man kommt rein, setzt sich hin, checkt den Klang, und weiß dann im wesentlichen, was passieren wird. Und passieren kann. Gilt logischerweise auch für Stücke, die man nicht kennt, deren Stil aber bekannt ist. Bestimmte Formen von 20. Jhdt. Musik in dieser Hinsicht absolut ehrlich, weil es einfach immer weiter geht. Reine Ausdehnung: 10 Minuten dies, 5 Minuten das.

Sex z.B.

The good die first
And they whose hearts are dry as summer dust
Burn to the socket.

what. ever

why does it feel so wrong?
why does it all feel so wrong?
it should be ONLY work, NOTHING else, maybe

Mikroklima Brot/Papier

Während man schläft, kann man sich nicht langweilen, oder? Im Schlaf natürlich schon.

Appetit, oder eben gerade kein Appetit, und trotzdem Hunger.

Original und Kopie nach unten oder nach oben (Verdopplung/Transposition): Es ist klar, dass das Material identisch ist, aber es kann nicht mehr entschieden werden, welches das Original und welches die Kopie ist.

Tonhöhenvibrato vs. Dynamikvibrato vs. Tremolo

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Lost. Again. Trust. Faith.

M&A/Quay: Gut verstecktes Vier Jahreszeiten-Zitat

Witze, die vorgetragen werden, als wären sie keine Witze, aber eben nicht demonstrativ stoisch wie bei Keaton, sondern lässig ernst, als ob man eine ganz normale Geschichte erzählen würde.

Notation:

Dummheit ist böse.

Nichts + Nichts = Nichts
Pause + Pause = Pause

nicht in sich strukturierbar, nicht zwei Pausen, sondern eine längere Pause

Das Überflüssige, das Nichtnotwendige: Regel und über die Regel hinaus erfüllen?

Ziemlich bizarre Angewohnheit, alle Abstufungen als musikalische Skalen zu denken, gerne als diatonische mit wechselnder Zuordnung, damit unterschiedliche Strukturen frei aneinander angepasst werden können. Eine Art Vorstellungshilfe, die aber ganz klar nicht den eigentlichen Gegenstand vorstellt, sondern nur seine Ordnung vorstellbar und damit nachvollziehbar und handhabbar macht. Möglicherweise für einen Musiker nicht zu vermeiden, weil die grundsätzlichen Skalenstrukturen fest ins Hirn eingebrannt sind. Diatonisch ja übrigens viel leichter singbar/vorstellbar als chromatisch.

Das gleiche gilt natürlich auch für mechanische Arbeitverläufe wir Abtippen, Abzählen etc., die wir immer auf einfache Rhythmen herunterbrechen, um sie besser beherrschen und in gewisser Weise automatisieren zu können. Ein bestimmter Bewegungsablauf (und wenn es nur die Zählbewegung des Mundes, vielleicht zusammen mit dem Deuten des Fingers auf das zu zählende) in einer bestimmten Rhythmisierung etabliert und so genau wie möglich wiederholt, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren und die Geschwindigkeit (immer im gleichen Rhythmus) erhöhen zu können. Zeitersparnis. Nichts denken, nichts vorstellen müssen.

Süßkirschen + Pastis: Wie füreinander gemacht, aber ziemlich pervers, guilty pleasure. Wie Salzkaramellen vielleicht. Übrigens erstaunlich robustes Obst, wenn man darüber nachdenkt, pralle Haut, kräftiges Fleisch.

Entspannte Konzentration: Läuft alles von alleine, ohne Anstrengung, fehlerfrei. Dann wieder Ermüdung, geistiges Abschweifen, grobe Schnitzer: Wo bin ich? Wo war ich? Unüberwindbare Müdigkeits-Wand. Weitermachen und leiden. Durchkämpfen. Warten, dass es vorübergeht. Stichwort: Langeweile. Aufmerksamkeits-Kapazität. Irgendwann einfach verbraucht. Schwer, damit umzugehen. Eigentlich inakzeptabel. Aber unausweichlich. Hilft nur das berühmte Aussitzen.

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Buddhist Bell

Länge, Dauer, Ausfüllen: Stil, Idiom, Verlängerung. Ausgehend von einem homogenen Stil, was würde Extension bedeuten? Warum genügt es nicht, Material/Stil/Expression vorzustellen und es dabei zu belassen? Warum möchte man von etwas, was man schon kennt, mehr haben. Und warum bekommt es dadurch eine andere Bedeutung, eine andere Ausdruckskraft? Hat sicher etwas mit der Vertiefung des Geschmacks/des Eindrucks zu tun, mit der Kraft, eine Entscheidung zu treffen, an einem bestimmten Punkt Schluss zu machen. Ein wirklich nachvollziehbarer Grund, hier und nicht dort abzuschließen, kann aber eigentlich nur in der Narration, in der Dramaturgie liegen, selbst, wenn es nur eine Art Fake-Dramaturgie, eine Pro-Forma-Narration wäre. Was dann die Idee des homogenen Materials durch Entwicklung oder Kontrast im ihren Grundsätzen aufheben würde. Maurizio könnte eine Kombination von beidem sein: Lange, homogene Teile, die ungesäumt als Folge eine Narration ergeben würden.

What about Steigerung?

– I believe, behind the stove, with my aunt kneeling down to lay her hand on my shoulder, that I’m afraid of absolutely everything there is.
– Then welcome.

Don’t think about it too much.

Cheesy was suddenly gone, didn’t have a place in the world of pop anymore, everybody becoming real serious again. I mean seriously serious.

Life
File

Wir strengen uns wahnsinnig an, etwas nicht zu sagen/nicht zu zeigen, doch vor lauter Anstrengung und Konzentration sagen/zeigen wir etwas anderes, das wir noch viel weniger sagen/zeigen wollten. Wir verraten uns dadurch, dass wir uns zu sehr anstrengen müssen, etwas zu verbergen. Nebensätze, Ablenkungsstrategien. Fast unmöglich, sich komplett zu kontrollieren, zumindest nicht, wenn es sich um ein komplexes psychologisches oder faktenbezogenes Feld handelt, auf dem man sich gezwungenermaßen bewegen muss. Und dieses Feld kann man sich in der Regel nicht aussuchen, da es durch Umstände bestimmt wird, auf die man selbst keinen oder wenig Einfluss hat.

of what was once some vegetable

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Instrumentation als Ausschnitt

Gut. Wenn das nicht geht, was geht dann?

Das Einzige, was einen in solchen Situationen weitermachen lässt, ist, dass man sich nicht umbringen will. Was nicht heißt, dass es einen vernünftigen Grund geben würde, sich nicht umzubringen. Eher im Gegenteil.

hm
hm
hm hm
hm
hm
hm hm hm

Kolik/Hirn: Future/Shit

Die Mär von der verlorenen Seele, die durch die Liebe zu ihrer Bestimmung zurückfindet: Storymuster, die offensichtlich so viel Glaubwürdigkeit für uns haben, dass sie, ohne sich zu verbrauchen, quasi unbegrenzt eingesetzt werden können.

Rauschen, z.B. kurzes und langsames Verschieben eines Leinenbandes auf Holzfußboden (dicht, sanft) oder eines Plastikbandes auf dem gleichen Untergrund (hell, dünn). Warum genau sollte man das eine dem anderen vorziehen – klingt schöner?

Nicht enttäuscht sein, wenn etwas nicht funktioniert, ohne zu lügen, ohne sich selbst etwas vorzumachen: Schwierige Aufgabe. Zu sagen, es ist egal, Hauptsache, es ist überhaupt etwas geschehen, ist natürlich eine Lüge und als solche ziemlich leicht durchschaubar. Möglicherweise könnte man aber auch diese Position auf eine höhere Ebene bringen, etwa, zu wissen, dass es eine der häufigsten Selbstbetrugs-Lügen überhaupt ist, und die dazugehörige Haltung trotzdem, als reale Arbeitsbasis, beizubehalten.

TV eigentlich immer über Vertrauen und Verrat: Weil man soviel Zeit hat, die Vorzeichen zu ändern?

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Meister I von Lataha

Einförmiges Rezitativ auf schnelles Basstrommel-Klöppeln

Die Stadt.

Große, schwere Vögel.

Bogenvibrato

200 – 1
190 – 1
180 – 1
170 – 1/2
160 – 2
150 – 2
140 – 2
130 – 2
120 – 2/3
110 – 3
100 – 3
095 – 3/4
090 – 3/4
085 – 4
080 – 4/5
075 – 5
070 – 5/6
065 – 6
060 – 6

unter 2 macht keinen Sinn

tasto-ponticello langsamer als ponticello-tasto

immer nur eine Saite (IV)?

nur auf liegendem Ton wirklich hörbar

Bild festhalten: Liegeton

Barocke Variation: Nur einen Parameter auf einmal ändern

3 Positionen hinter Steg

Rutsch auf der Saite

Wir werden sterben.

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Your place in society

Den Zweifel für 45 Minuten suspendieren.

Design: Rötlicher Schimmer, vielleicht auch rosa, kaum sichtbar.

Ja, klar, Reue: Angeblich bereut ja niemand nichts. Allein das könnte schon Zeichen genug sein, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, mal wieder ein bisschen mehr zu bereuen. Wenn Du dies machst, bereust Du das, wenn Du das machst, bereust Du dies. Es geht ja gar nicht unbedingt um Fehler, sondern um all das, was man nicht machen konnte, weil man sich für etwas anderes entschieden hat. Lustigerweise fällt da das Bereuen auf der Mikroebene (gehen wir heute abend hierhin oder dorthin) deutlich leichter als auf der Makroebene (hätte ich bloß/wie konnte ich nur). Wahrscheinlich eine gigantische Verdrängung. Die Vernunft sagte mir, dass ich nicht bereuen soll.

Maurizio/Licht, Teil IV: Möglicherweise Material nochmal halbieren, weil sich Einsatzdauern im Mittelwert halbieren. Material dadurch mehr und mehr entcharakterisiert. Würde man es danach wieder augmentieren, würde es tendenziell nur noch einfache Glissandi und Haltetöne geben. Der Weg zum stehenden Klang. Daraus könnte man am Ende wieder einzelne Akkordschnitte/Tonknackse ableiten. Oder Knacks-Unisoni.

Ob es möglich ist, die Direktheit des Instrumentalklangs zu brechen, ohne ihn ins Geräuschhafte oder ins Ultraleise zu verfremden. Tatsächlich hat der direkte Instrumentalklang ein Pathos, das in gewisser Weise nicht mehr brauchbar scheint. Dem eine gewisse Peinlichkeit anhaftet. Manchmal scheint es, dass ultrakonsonantes Material dieses Pathos vielleicht brechen könnte, möglicherweise einfach, weil es eine gewisse klangliche Normalität ausstrahlt. Dass Dissonanz das unzeitgemäße Pathos betonen oder sogar steigern würde. In der Elektronik extrem leicht, Direktheit zu brechen, weil sie in ihrer mechanischen Übermittlung von vornherein Inbegriff von Indirektheit ist. Gleichzeitig nichts leichter, als mittels Klangbearbeitung zusätzliche Aspekte von mehr oder weniger deutlicher Indirektheit einzuarbeiten. Insofern ist ein aufgenommenes oder verstärktes Instrument automatisch schon verfremdet. Vielleicht ist es gar nicht der zusätzliche Peng, der Verstärkung so erfolgreich macht, sondern tatsächlich dieses Betonen von Indirektheit, das dem aktuellen Selbstverständnis der Welt am besten entspricht. Trotzdem fände ich es natürlich nicht besonders interessant, dem einfach so nachzugeben. Man sollte schon einen triftigen Grund haben, diese Mittel anzuwenden, oder eben schauen, ob man ihre Konsequenzen nicht auch ohne direkte Übernahme der Mittel in der Instrumentalmusik realisieren kann.

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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It’s sad, but it’s sad.

Ich muss noch zur Post: Die Post ist im Bahnhof untergebracht, irgendwo in Zentralasien. Ich will mein Fahrrad zurückschicken, das ich nicht mehr brauche, weil ich mir hier eines leihen kann. Man tritt durch eine unscheinbare Nebentür ein. Der Bahnhof ist ein großes, burgähnliches Schloss. Ich weiß gar nicht, wo hier die Züge fahren sollen. Oben eine große Sonnenterasse mit Fischbecken. Schöne, große Karpfen, zwei in typischer Koi-Färbung, zwei auffallend bunt. Plötzlich erscheint ein gigantischer Fisch, deutlich über mannshoch und entsprechend lang, er sieht aus wie ein vergrößerter Zierfisch in metallisch-blau. Er steckt mehrmals seinen Kopf mit der riesigen Schnauze aus dem Wasser, dann kommt er mit seinem ganzen Leib nach oben, lehnt sich mit den Vorderflossen auf die alte Steinbrüstung und scheint den Blick ins weite, tiefliegende Tal zu genießen.

Die Idee, dass etwas richtig und etwas anderes falsch ist: So muss es sein, so ist es richtig, das geht gar nicht. Bis der nächste kommt und eine bessere Idee hat – natürlich auch nur für diesen Moment.

Einzeltakte merkwürdigerweise interessanter, wenn sie unverbunden, also im Gesamtzusammenhang vereinzelt bleiben. Vielleicht, weil sie sonst zu sehr wie einfache Verbindungsstücke wirken. Banal. Rein kontextbezogen im Unterschied zu in sich komplexen Instrumentenverbindungen. Wie Bauklötze/Steckverbindungen, die am schönsten sind, wenn sie getrennt bleiben.

Übrigens auch nicht gut, wenn völlig unverbunden. Am besten, die Möglichkeit einer Verbindung offen halten, aber nicht ausführen.

Kinder sprechen oft wie schlechte Schauspieler, oder wie Schauspieler, die ein Script bekommen haben, das so schlecht ist, dass sie nicht wissen, wie sie es sprechen sollen. Vielleicht ist das Script ja wirklich so schlecht. Oder die Kinder schauen zu viel fern. Da klingt nämlich alles so bizarr unecht frisch abgelesen.

Forsythien-Gelb neben Kirschblüten-Rosa: Klingt nicht nur schrecklich, sieht auch fürchterlich aus. Stört sie aber nicht weiter. Nicht zu viel erklären. Umständlichkeit.

Tri Repetae: Interessante musikalische Metapher, total kaputte CD, Rauschen als Oberfläche, näher/ferner, Unterbrechungen, falsche Wiederholungen, etc. Leider nicht mehr abspielbar

Nicht auf die Form, auf die Leerstelle schauen (3:4)!

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Was wäre denn am unangenehmsten?

Immer noch das gleiche Gesicht wild verzaubert wütend

Kolik als Proportionskanon: Literarische Unmittelbarkeit brechen, um musikalische Unmittelbarkeit zu erzeugen. Am Ende reiner Auslauf.

The Rambler: Einmal schmutzig, immer schmutzig. Dreck kann man nicht abwaschen. Oder dann plötzlich doch. Beten im 1/4-Takt. Immer schön. Digitaler VHS-Schnitt.

Digitalen Dreck auf analoge Instrumente legen: Konstruktion markieren, oder auch falsch markieren, daneben markieren. Oh, falsch, war gar nicht da. Direkt daneben.

Articulacao: Sprache gegen Sprache, Artikulation gegen Artikulation. Nicht gerade subtil, aber trotzdem lehrreich.

Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.

C.P.E.: Hatte da schon mal jemand das gleiche Problem, nämlich Strukturen nur äußerlich, und damit offenkundig willkürlich darstellen zu können?

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Verzweiflung, offensichtlich.

Ein lauter Streicher-Klang, so kurz, dass man nicht sicher ist, ob er überhaupt da gewesen ist. Vielleicht einrahmen. Dynamik-Fehler/Abstimmungen.

Als ich noch. Uneigentlich. Nicht so persönlich-expressiv.

– Der Takt ist meine Liste!
– Oh nee, der wieder!
– Doch, das stimmt. Das ist die Wahrheit.

– Die gibt es, die –

If it’s not in the Schale, it doesn’t feel like Frühstück.

Nimmt seinen Abschied. Mit jedem Mal. Ein bisschen mehr. Am Ende ist man eigentlich schon gar nicht mehr da. Vielleicht.

It does make you think, doesn’t it? And I’m not talking about the last ten years.

Das Problem mit echten Tönen ist logischerweise, dass sie wirklich da sind. Lookalike. Soundalike. Not the point.

HiJ
JHi

HiC
CHi

Teppich: Übersetzung von Relief (Textil) in Plan (Foto). Eigenes Muster, weder Relief, noch Plan. Vielleicht Plan als Abbildung von Relief.

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Gesichtslosigkeit

El cardenal infante Fernando de Austria cazador, 1632-34, Museo del Prado

Francisco Lezcano, el Niño de Vallecas, 1635-45, Museo del Prado

Esopo, 1638, Museo del Prado

El bufón Don Diego de Acedo, el Primo, 1644, Museo del Prado

Mariana de Austria, 1652, Museo del Prado

La infanta Margarita, 1654, Kunsthistorisches Museum
Grau-rosa, komplett verwaschen, dazu eine Diagonale in Renoir-Türkis.

La infanta margarita, 1656, Kunsthistorisches Museum

El príncipe Felipe próspero, 1659, Kunsthistorisches Museum
Behängt mit Amuletten, unheimlicher Nebenraum rechts hinten, Hündchen genauso gebrechlich wie das Kind.

La infanta Margarita en traje azul, 1659, Kunsthistorisches Museum
Grau gegen blau, Bordürenbahnen mehr und mehr verwischt.

La infanta Margarita en traje rosa, 1663, Museo del Prado
Grau gegen rosa, weiße Krikelage wie Schriftzeichen auf Bordüren.

Las meninas, Mazo-Kopie, 1660, Kingstons Lacy, The Bankes Collection
Warum würde man das Original skizzenhaft und in klein kopieren wollen? Königspaar ausgelassen, Rücken-Bilder etwas deutlicher als im Original. Bewegungen so natürlich wie (nur) bei Velazquez.

Mythological painting: Orchestermusik/Orchestrierung
taste for paradox
formal and narrative experimentation

Deutsche Stimmen: Sprachklang/Sprachmelodie

Verwischen/Unschärfe: Vielleicht doch versetzen? Antikontur.

Zählen, um sich die Zeit zu vertreiben, zählen, um die Zeit zu markieren: Jetzt mache ich noch x mal dies, y mal das, und z mal jenes, und dann …

Don’t show off!

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Cartier

egasseM neddiH A – ortnI

Dorit Tanay

Le Vent d’Est: Absolute Dominanz des Wortes über das Bild. Gilt merkwürdigerweise auch umgekehrt. Beide Ebenen sauber getrennt, dadurch in sich gestärkt. Ganz klar: Bild und Ton ist nicht das Gleiche wie Bild und Wort. Eher Bild/Wort und Ton/Wort. Absoluter Glaube an das Wort. Absoluter Glaube an das Bild. Nicht so sehr an den Ton. Glaube ich.

Last/Past

Lederhaut: Agen

min./max.: Quasi eigene Stimmen

Frontale Bühnenaufstellung des Ensembles vs. Lautsprecherreihe im Rücken des Publikums.

Leisigkeit
Lautheit

Vom Gefühl her übermäßige Differenziertheit bei Lautsprecheraufstellung dem Medium nicht angemessen.

Alles frei halten, alles offen lassen, bis es zu spät ist.

Langeweile: Das Problem ist, dass Worte automatisch schon zu groß sind für das, was sie beschreiben.

Interessant, wie schwer das alles ist, wie schwierig es ist, ein auch nur halbwegs vernünftiges Leben zu führen. Vielleicht eben auch komplett unmöglich.

Nicht zu musikalisch denken! Oder vielleicht sogar gar nicht.

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Nicht Blinzeln!

Roxy Music, Brian Eno, David Bowie, etc.: Ikonen der 70er Jahre, Qualität offensichtlich, aber nie wirklich verstanden, wofür die Musik wirklich steht. Offensichtlich ist das Billige, Abgeschmackte, Sentimentale Teil der expressiven Geste. Gleichzeitig aber auch das Raue, Rockige, das gerade im Klangbild Punk vorweg zu nehmen scheint. Also nicht der absolute Gegensatz. Alles immer ein bisschen zu eng zusammengemischt, Gegenteil von transparentem Klang. Relativ deutlicher Hang zu Hässlichkeit, die aber nie ganz in den Vordergrund tritt. Dann die echten 70er Jahre-Ingredientien wie Gitarren- und Saxophonsoli, eigentlich ganz furchtbar, man weiß aber auch nie, wie ernst sie wirklich gemeint sind, ob sie da sind, weil es sich so gehört, weil sie wirklich etwas ausdrücken sollen, oder ob sie schon gleich als (vielleicht auch halb unbewusst) parodistisches Element eingesetzt waren. Da gehört dann natürlich auch das Kabarettistische, das Musicalhafte, das Over-the-Top-Spielen dazu. New York Dolls, Johnny Thunders dann direkter Übergang zu Punk. In too much too soon.

Filmriss: Schwarzfilm als scharfes Reißen, deutlich abgegrenzt, aktive Bewegung, statische, in sich ruhende Aggressivität, trotz Bewegung nicht Geste, sondern reine Unterbrechung. Am Steg pressen mit schnellem, im Gesamtklang verschwindenden Glissando.

Auch ganz schöne Idee: Fast alle, aber eben nicht wirklich alle Szenen durch Schwarzfilm voneinander zu trennen. Man ist dann nicht sicher, ob man vielleicht in dem Moment geblinzelt hat, in dem der Schwarzfilm kam, oder ob die Szenen wirklich ohne Trennfilm aufeinander gefolgt sind. Das alte Problem: Man kann wegschauen, aber man kann nicht weghören. Ein Schnitt könnte ein Blinzeln sein, im Grunde besteht unsere normale visuelle Wahrnehmung aus lauter kleinen Schnitten, sowohl wenn wir blinzeln, als auch wenn wir woanders hin schauen. Das geht beim Hören offensichtlich so nicht.

Ein Klang, der alle anderen Klänge verschlucken könnte, einsaugen würde, das Schwarze Loch der Klänge. Weich fallen. Sanft weg. Fast plötzlich.

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Damit der Papa es nicht hört!

facebook-Isolation/Pascal: Öffentlichkeit ist Lüge.

Jean Louis Ughetto

handkeonline

La Leggenda Di Kaspar Hauser: Ganz kurzer Schwarzfilm zwischen den Einstellungen, zum Teil auch mit Zwischentiteln, dann länger. Funktioniert gut, mischt sich mit Schwarzweiß, wirkt zum Teil wie Filmfehler – wahrscheinlich vor allem, wenn vorher viel Schwarz im Bild war, der Zwischentitel also weniger deutlich abgesetzt ist. Maurizio/Licht, Teil II: Einstellungen voneinander trennen, aber auch Einstellungen falsch trennen, z.B. Krach dort einsetzen, wo er regulär, wenn die Einstellung nicht durch Überlappung und Vervielfältigung verlängert würde, sitzen müsste, also falsche, aber zugleich formal richtige Signale setzen.

Unterbrechung: Geschwindigkeit/Wiederholung/Dauer

Wiederholungen in der Geschwindigkeit der Unterteilung
Unterbrechungen in der Geschwindigkeit des Grundtempos (1/16*x)

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Körte 6 10:00 17.01.2014

Cold Front Productions

Lustig, eine echte Maloche down hier im Büro.

Improvisation. Alles Improvisation. Alles improvisiert. Die Reihe. Der Algorithmus.

Total Trauer: The caretaker.

Gleiche Intervallkonstellation einmal als Tonhöhen/Klänge, einmal als Tonfolge/Spannungsverhältnis. Müsste eigentlich möglich sein.

Oh nee, wann ist denn endlich die erste Stunde rum? Die Zeit kriecht. Ja, so ist das im Büro. Zeigt, wie viel in wenig Zeit geht, aber auch, wie langsam sich Zeit anfühlt, wenn man darauf achtet. Wenn man sich quält. Einzige erlaubte Ablenkung: Notizen. Nachdenken. Nichts tun. Aber eben nicht: Etwas anderes tun. Schlafen ist z.B. auch nicht erlaubt, logischerweise. Wäre wie etwas tun, sich ablenken, die quälende Zeit nicht aushalten. Nachdenken macht ja übrigens eigentlich immer Spaß, ist nie unangenehm, wahrscheinlich, weil man nicht wirklich etwas tun muss, weil man nicht in die Ausführung gehen muss, weil man noch nicht so weit ist, zu sehen, wie die Ideen sich in der Ausführung auflösen, verschwinden. Tolle Idee – aber nur so lange, wie man sie nicht anwendet. Letztlich das Reich des Traums, wo alles geht, was man sich kurz vorgestellt hat, wo man für einen Moment überzeugt war, dass ein bestimmter Gedanke vollständig evident ist. Ausführung wäre dann der Text, die Argumentation, wo dann plötzlich nichts mehr zusammenpasst. Nachdenken ist viel leichter als tun, weil es keinen Widerstand kennt.

Letztlich ganz normal, dass es einem schlecht geht, by the way. Den meisten Menschen auf der Welt geht es schlecht. Und den anderen natürlich auch.

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Wo die Reise hingeht

Radio: Eine Ansage nach der anderen, keine Beiträge. Komplette Sendungen werden angesagt, dann die nächste Sendung. Angesagt. Keine Beiträge. Die Maschinerie dreht durch. Schließlich nicht enden wollende Pausenmusik, dann Knacksen und Stille. Nach einer Weile in eine laufende Sendung hineingeschnitten, allerdings keine der zuvor angesagten. Wäre ziemlich toll als experimenteller Radiobeitrag, war aber nur ein echter Fehler. Kommentarlos gesendet. Hat also vermutlich auf dem Sender niemand gemerkt.

Manie des Bewahrens, Aufschreibens: Das ist ja wohl das eigentliche Thema. Was würden wir machen, wenn wir das nicht machen würden? Wie sähe unser Leben dann aus? Tiefe Sinnkrise. Symptome: Nichts wegwerfen wollen. Alles wegwerfen wollen. Nachsinnen. Erinnern. Wie das war. Staunen. Wie das ist. Eigentlich ja dann: Befreit vom Nachdenken. Einfach da sein, und irgendwann wieder weg sein. Sieht allerdings nicht so aus, als ob das irgendetwas besser machen würde.

Vorne Licht, hinten Ensemble: Licht hält das Gesicht nach vorne, Beschallung kommt also notwendigerweise von hinten, es sei denn, man würde sich entscheiden, auf das Licht komplett zu verzichten. Man hört auch, wenn man nicht hinsieht. Quasi Asymmetrie: Normalerweise würde man sich immer umdrehen, wenn etwas von hinten kommt, hier muss man sich aber mit der Situation abfinden: Entweder Licht von vorne und Klang von hinten, oder kein Licht und Hinwendung zum Klang. Entscheidungszwang. Bilde mir ein, dass das was sagt.

Guston: Arbeit
To the Wonder: Arbeit
Bronsky Beat: Arbeit

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Sorry for your loss.

I don’t get it, but I accept it.

Müsste man auch mal fragen: Was echte Merkwürdigkeit in der Neuen Musik wäre. Nicht Skurrilität, sondern etwas, das einen wirklich erstaunen würde.

Maurizio: Wegnehmen, da WÄRE ein Akkord, aber da IST nur Rauschen. Regelmäßigkeit: Man weiß nach einiger Zeit, was wann kommen würde, aber es kommt eben nicht. Jedenfalls nicht immer. Abstufungen von Rauschen/Ton: Die eine Hälfte und die andere Hälfte. Tendenziell Rauschen/tendenziell Ton.

Abwürgen: Rauschen
Ganz abwürgen: Kurze Pause/Nichts.

Pale King: Geht wahrscheinlich auch darum, maximale Unvorhersehbarkeit an jedem beliebigen Punkt zu erreichen; dass man nie weiß, wie lang ein Paragraph sein wird, in was für einem Stil er geschrieben sein wird, welche Personen auftreten, welche Geschichte erzählt wird, aber sich eben auch nicht darauf einrichten kann, dass es jedesmal wechselt. So etwas wie ein perfektes Gleichgewicht zwischen Überraschung und Fortführung, um das elende Einlösen eines überschaubaren Ursprungsplans/Sprachstils/Erzählmodus, das es so oft unerträglich macht, einen Roman zu Ende zu lesen, ihm also beim Einlösen der selbstgestellten Aufgabe zu folgen, zu vermeiden. Nervt manchmal, ist aber wahrscheinlich auch formal klüger, weil nicht einfach nur brillant/intelligent, als es auf den ersten Blick aussieht.

Zeitbeschränkung als Selbstschutz: Erstaunlich angenehm

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leider nur eine Episode

reine, vollständige Wiederholungen, auch größere Abschnitte, aber so, dass man sie noch nachvollziehen kann

ein Abschnitt einfach nochmal: Wie wäre das denn z.B. in einem wissenschaftlichen Text, also in einem Zusammenhang, wo man es überhaupt nicht erwartet und wo es auch definitiv nicht hingehört? Ziemlich surreal, ziemlich selbstzerstörerisch, aber gerade deswegen auch wirklich gut. Befremdend: Man würde zweimal hinschauen, weil man nicht glauben könnte, dass jemand so etwas wirklich, und mit Absicht, gemacht hat:
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Zweimal wäre am irritierendsten, weil man nicht sicher sein könnte, ob es ein Versehen oder Absicht ist, bei dreimal und mehr wäre es schon ziemlich klar, dass es sich um einen absichtlichen Eingriff handelt.

Mechanische Wiederholung letztlich immer auf kleine und kleinste Einheiten bezogen, weil bei größeren Einheiten das Mechanische der Wiederholung weder bezüglich der Geste, noch bezüglich der Ausführung nachvollzogen werden kann. Je kleiner die Einheit, desto unwichtiger die Exaktheit der Ausführung, also der Wiederholung. Es wirkt dann ohnehin wie eine große, integrierte Geste, und nicht wie eine Reihung von Wiederholungen.

Immer wieder: Wanda Group. Sollte man versuchen zu integrieren. Vielleicht einfach ein Stück über ein fertiges Stück von WG schreiben.

Klug zusammengestellte Realität. Das war doch das, was uns gefehlt hat, oder?

Pausen als Lücke mit Rauschen füllen, zusätzliche Pausen leer lassen. Pausen als Lücke tendenziell ganze Schläge, zusätzliche Pausen tendenziell kurze Unterbrechungen.

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Schnelligkeit

Schnitte, die von einander getrennt sind (quasi Schwarzfilm) vs. Schnitte, die direkt aneinander anschließen. Oder besser Dynamik-Blende vs. Dynamik-Schnitt.

Option 1 wahrscheinlich vor allem bei niedriger Dynamik, damit der Klang schnell verschwinden kann. Option 2 bei jeder Dynamik möglich, bei niedriger Dynamik als Gegensatz zu Option 1 einsetzen, bei hoher Dynamik als Klangblock und Klangwand.

Dynamik
Schnitt/Pausen
Ton/Geräusch
Stimmen/Verdopplungen
Registrierung

Nicht zu Ende gedacht.

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Was wir gerne wissen wollten

Vorsicht: Rauschen nur im Piano-Bereich sinnvoll. Darüber nur Verzerrung von Tonhöhe, aber keine Gegenüberstellung von Rauschen und Ton möglich. Ausnahme (logischerweise): Pausen, also Hintergrund. Alle Pausen ausfüllen? Intensive Aktion mit sehr geringer dynamischer Effektivität. Müsste als Hintergrund wohl auf verschiedene Instrumente verteilt werden, also Vorder- vs. Hintergrund.

– Auf Grundschlag (und damit auch auf Takt) bezogen
– Auf Takt (aber nicht auf Grundschlag) bezogen
– Weder auf Takt, noch auf Grundschlag bezogen

Teil I/Teil II/Teil III? Oder wäre es dramaturgisch sinnvoller, den Takt am Ende wiederherzustellen? Neu/falsch zusammenzusetzen – scheinbar den Takt wieder einsetzen, in Wirklichkeit aber aus vielen Einzelschnitten eine taktartige Einheit ohne Takt- oder Schlagbezug herzustellen? Gleiche Gesamtdistanz, vielleicht sogar Distanz der einzelnen Schläge berücksichtigen, aber das Material gegen seine Herkunft einsetzen?

Festhalten
Isolieren
Wiederholen

Risikoanfang: Gute Idee

Kanon zwischen Rauschklängen und Tonhöhen: Röcheln/Atmen

Wohlfühlen: Wie eine Wohnung aussehen sollte. Bürgerliches Selbstbewusstsein. Auch Schutz. Z.B. vor Zweifel. Wie es richtig ist, und wie es falsch ist.

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Sexualität ausleben

3/8 + 1/8
3/8 + 3/8
3/8 + 3/16
3/8 + 1/4

selbstvergessen

When one speaks of the aesthetics of film, with regard to the director of photography, we often blend great pictorial references: painters, great photographers… Obviously…  we can’t ignore them, but this is our work, with every shot we would consider the previous shot – it’s rhythm, the use of a pan, the speed of movement, in the case of a fixed shot, the speed of movement of the actors. The shot about to be filmed has to take into account the shot that will follow. And so on. Hence, there is a prevalent sense of rhythm in the general aesthetic balance of the film.

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Ein glückliches Leben

Unbeteiligt: Frage wäre schon, wie wichtig es ist, an etwas innerlich beteiligt zu sein, um zu einem überzeugenden Ergebnis zu kommen. Ein mögliches Maß der Beteiligung ist natürlich die Menge der Arbeit, die im Ergebnis steckt, unmittelbar gekoppelt an die Sorgfalt, mit der das Ergebnis erarbeitet worden ist.

Wie ist das denn im echten Leben, ist es da gut, beteiligt zu sein, oder nicht? Es gibt ja beispielsweise so etwas wie ein persönliches und ein unpersönliches Mitleid: Ist eines besser als das andere? Man könnte annehmen, dass man etwas verpasst, wenn man nicht innerlich beteiligt ist, dass man nicht wirklich mitlebt. Auf der anderen Seite könnte man sich auch in der Beteiligung verlieren, in etwas aufgehen, das nicht unbedingt zu einem selbst gehört, sich darin verzehren. Ganz offensichtlich bei jeder Form von Leidenschaft.

Die Idee beruht nicht auf Beteiligung. Niemals? Könnte nicht der Idee die Beteiligung notwendigerweise vorausgehen? Kann man über etwas nachdenken, an dem man nicht in irgendeiner Weise beteiligt ist? Ist die Idee vielleicht sogar das Ende der Beteiligung? Dann hast Du es geschafft, dann bist Du darüber hinweg gekommen. Du hast das Problem gelöst.

Und jetzt das Detail, die Ausführung. Wirklich ohne Beteiligung, quasi automatisiert? Kannst Du das mal bitte hier rüber schaffen? Echte oder gedachte Assistenten helfen Dir, Beteiligung zu vermeiden.

Aber das muss doch -.
Nein, eben nicht. Damit hast Du gar nichts zu tun.

D.h., alle Entscheidungen müssen im Voraus getroffen werden. Oder, wenn das Ergebnis nicht befriedigt, noch einmal komplett neu entworfen werden. Der Herstellungsprozess als Zwang zur Nichtbeteiligung, als Zwang zur Konzeptualisierung.

Was ist dann aber, wenn die Details entscheidend sind, wenn die Details entscheidend sein sollen? Wenn ich mir etwas anschauen will, wenn ich eine echte Oberfläche sehen will, nicht einfach nur eine im Voraus konzipierte Farbe? Eine Oberfläche, die als solche interessant ist, nicht einfach nur als Einlösung ihrer Konzeption. Wenn ich das Objekt als Objekt, und nicht als Idee anschauen will?

Anschauen und weggehen, verstehen und vergessen. Wobei natürlich auch die Ideen-Malerei von der Spannung zwischen Kunstobjekt und Nichtausführung lebt, also sich letztlich auf ihre nicht eingelöste Oberfläche bezieht. Negation von Oberfläche, Automatisierung von Berührung.

Objekt mit Oberfläche vs. Objekt ohne Oberfläche

Mit dem Schlag vs. gegen den Schlag

Niemals am gleichen Tag nachschauen!

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Falsche Fährte.

Grotte Chauvet

Schlag gegen Schlag: Komponierter Schlag gegen realen Schlag.
Takt gegen Takt: Dynamischer Takt gegen realen Takt.
Schnitt gegen Schlag: Den Takt/die Geste aus dem realen Schlag herausschneiden. Mit den Takten den Grundschlag sezieren.

Immer wieder die Befürchtung, er könne zu den Abschlussprüfungen nicht zugelassen werden, weil er dem Religionsunterricht zu oft ferngeblieben war. Er hatte ihn höchstens ein oder zwei Mal besucht und deshalb nicht die geringste Ahnung, welche Gegenstände dort behandelt worden waren. Was die Sache noch schlimmer machte: Er hatte keine einzige Klausur mitgeschrieben.

– So, where’s the fun part?
– The fun part? Oh, that was long ago! Right at the beginning, where you didn’t pay attention.

zu einfach
zu direkt
zu wenig Widerspruch

Irgendwo muss rein kommen, was nicht passt. Der Widerspruch. Otherwise, you’re fucked.

Ein sich bewegendes Bild abtasten, sich mit dem Bild gegen das Bild bewegen.

Legen.

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allerdings/jedoch

Krieg 1: Lichtblitz: Licht a capella re-integrieren? Dann auf aktueller Ebene weiterführen. Neu: Streicherapparat erweitern. Streicher verdoppeln Chor, Bläser verdoppeln Streicher. Definitiv Schlagzeug/Klavier/Harfe dazu. Möglicherweise besser, als ich dachte. Viel.

Hallo, Prozess!
Hallo, Sebastian!

Stimmt, fehlt.

I don’t see
a fuckin’ thing

Chemnitz
Aue
Schnarrtanne

BL: Mechanische Variation

Mais
Bohnen
Kürbis

Irokesen sind schwindelfrei.

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Bedauern/Reue

at the same time

Natürlich hat jeder das Recht, ein Kleinbürger zu sein, und logischerweise gehört zur Stellenbeschreibung dazu, dass man es nicht weiß. Ich meine, wer würde denn ein Kleinbürger sein WOLLEN?

Wenn Du auf der richtigen Seite stehst, stehst Du automatisch auf der falschen Seite.

Solunt: Hund in der Totenstadt, merkwürdig zutraulich, merkwürdig vertraut. Alle Häuser tausendmal gesehen und durchlaufen. Angst.

Maurizio/Licht: Kurzes Rauschen am Anfang, Crescendo, oder Rauschen durchlaufen lassen, quasi als ständige Begleitung, kontinuierliche Übergänge zwischen Ton und Rauschen, auch horizontal, aber vor allem vertikal. Tonhöhen ins Ton/Rausch-Kontinuum setzen. Halo. Würde dem Original entsprechen, geht aber stark in Richtung Kitsch/wohlfeil.

Katastrophen (privat und öffentlich): Perfekter Anlass, darüber nachzudenken, wie etwas passieren konnte. Und zu verstehen, dass die Realität unser Vorstellungsvermögen bei weitem übertrifft.

Ok, let’s do it, let’s suffer. Der Ton.

Auch schön. Auch sehr schön.

Nachman Krochmal
Theophrast

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Klavierwand

Gandolfini

Haydn: Bisschen mehr Tapferkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Sich langsam verschiebender Abtastvorgang: Schnelle Bewegung, aber langsame Veränderung. Aufleuchten und Verschwinden. Quasi Wiederholung, dadurch Verlängerung. Harter Schnitt/weicher Schnitt, laut/leise, hell/dunkel, etc. WICHTIG!

nur antasten/berühren

Un film comme les autres: Tout se résume dans l’esthétique et l’économie politique.

Verloren & vergessen: Meinen Lieblingsblog der Nuller Jahre gibt es nicht mehr. Ich habe mir nicht gemerkt, wie er hieß, wer ihn gemacht hat, hatte ich ohnehin nur durch Zufall rausbekommen und mir nicht notiert, das Lesezeichen muss ich aus Versehen gelöscht haben, weil der Link tot war. Ist also komplett weg, verloren, nicht wiederholbar. Tolle Metapher für das Gedächtnis, einfach weg, so halt, keine Spur.

Cinéastes/Eric Borg: Glückliche Zeiten. Das Paradies. Die Erinnerung. In der Erinnerung.

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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BR

The Inuit Empire.

Super wichtig: Neue Dynamik-Notation

Lucien Fugere
Pol Plancon

Minhee Park: Triller als Brechung, Verzierung als zweite Stimme. Eigenes Tempo.

Tonhöhe vs. Dynamik

Mögliche Aufteilung/Schnitt 4/4: 8-0, 7-1, 6-2, 5-3, 4-4, 3-5, 2-6, 1-7, 0-8. Jeder Takt kann mehrfach/verschieden ausgelesen werden. Akkumulation von Teilstücken.

Vorschlag mit glissando/portamento: Ist doch eigentlich klar – bin ich eigentlich bescheuert? Schwerer Akzent – immer von unten. Von oben wahrscheinlich eher distinkte Tonhöhe.

Female Gagok: Gerader Ton, mühelos gehalten, scheinbar ohne Energiezufuhr – aber eben auch nicht ausklingend!

Maurizio/Licht: Pausen zusätzlich oder an Stelle von Musik? (Interessante Frage, auch über das Stück hinaus relevant.)

Hier ist die Liste
mit deinen Freunden
in der Reihenfolge,
in der sie gestorben sind.

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hellwach

Bedauern:
Hätte ich bloß …
Hätte ich bloß nicht …

Meistens winzige Kleinigkeiten, die man definitiv nicht kontrollieren kann, aber wahnsinnige Konsequenzen nach sich ziehen. Nicht einschätzbar, weil nicht bemerkbar. Nicht jede Mini-Entscheidung ist total durchdacht, würde aber vielleicht auch nicht anders ausfallen, wenn sie total durchdacht wäre. Intuition. Instinkt. Winzige Nebensächlichkeiten, die plötzlich eine riesige Bedeutung bekommen. Leben.

Ewiges Rätselraten: Der unbeirrbare Glaube, dass Dinge, die gleichzeitig oder kurz hintereinander geschehen, auf irgendeine Weise miteinander verknüpft sein müssen. Das wäre doch ein bizarrer Zufall, wenn das nichts miteinander zu tun hätte. Stimmt. Vielleicht. Nicht. Es ist halt einer der wenigen Anhaltspunkte überhaupt, die uns zur Verfügung stehen, um Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen: Räumliche Nähe. Zeitliche Nähe.

Schlagzeug müsste man doch eigentlich ganz anders einsetzen: Geräusch ja, aber es kann doch nicht sein, dass man immer nur die gleichen Rhythmus-Impulse zu hören bekommt.

Dynamik als Parameter wahrscheinlich unterschätzt. Hängt vermutlich auch mit der unbefriedigenden konventionellen Notation zusammen, die viel zu viel Raum auf dem Papier einnimmt, um eine exakte zeitliche Ausdifferenzierung zu erlauben.

Motette: Inuit Spiele, eigentlich offensichtlich!

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Le Freak

Alles leise, auch Kolik? Wäre zu einfach. Aber es geht ja erst einmal nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern um die richtige Antwort. Trotzdem. Würde funktionieren, wäre aber zu offensichtlich. So etwas wie ein billiger Trick.

Ich kann nicht aufstehen.

Nicht ausruhen in der –

Abrufbereit.

Merkwürdig, dass alles Lesen sich plötzlich, wenn es nicht ganz schnell geht, wie Zeitverschwendung anfüllt. Als ob man Zeit ausfüllen würde, fast absitzen, wohl auch, weil man schnell weiß, wohin die Reise geht, schnell versteht, dass die Ausbeute begrenzt sein wird, die Zeit aber unendlich lange dauert.

Der ausgearbeitete Text, der Essay, der wohlkonstruierte Roman, letztlich fast immer viel zu umständlich, ohne wirklich Grundsätzliches bereitstellen zu können. Auch hier natürlich Wallace, der das Problem komplett, und von beiden möglichen Enden, auf den Punkt bringt.

Das Suchen nach Brotkrumen, nach etwas Verwertbarem, etwas, das einen weiterbringt, eine neue Perspektive enthält, inmitten von einem Ozean von gepflegter Normalität, lohnt sich das wirklich? Ist das vielleicht sogar doch Teil der Jobbeschreibung?

I have no fuckin’ idea. Gehört das dazu? Das abchecken, verwerfen, nochmal anhören, löschen, sichern?

Selbstbetrug als Stellenbeschreibung: Ist halt viel angenehmer, immer etwas zu tun zu haben. Horror vacui.

wir wären gerne
wir müssten

Why would anybody listen to that shit?

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Günstige Sterbehilfe-Vorsorge

Omar Souleyman: Geil krasse Ornamente, eigentlich gar keine Töne mehr, nur noch eine Art Glitzern (Streichquartett).

Zugebaute Komponierbude, zwei Keyboards, Computer, whatever, Komponist in der Mitte, präsenter Ort, aber nicht real. FÜHLT SICH ABER ANSCHEINEND SO AN ODER WAS?

Gegeneinander verschobene Mehrfachoktaven: Toll! Funktioniert immer, ist immer toll. Unbedingt auch haben (Nguzunguzu-Mix/Maurizio)!

Landschaft als Idylle: Festes, eingefahrenes Bild, ähnlich unsinnig wie Kindheit als Idylle. Trotzdem nicht völlig falsch: So etwas wie Unschuld oder eben Naturzustand der Brutalität, unverdeckt. Noch nicht wissen können, was auf einen zukommt. Daher ohne Vorsicht. Wissen, aber nicht verstehen. Positive Ahnungslosigkeit. Aber ganz sicher nicht und nie das schöne Bild, der friedliche Zustand, die ungetrübte Ruhe. Behauptet auch niemand? Doch, glaube ich schon, das ist das, was Landschaft als dramaturgisches Bild suggerieren soll. Tom Cruise. Schlecht gesehen, schlecht gedacht.

Streichquartett: Alles künstlich, alles mechanisch. Antimusikalische Entscheidungen. Alles abgekoppelte Einzelentscheidungen. Rücksichtslosigkeit. Z.B. Unterteilungen als eigener Parameter. Macht übrigens auch theoretisch Sinn: Taktkonstruktion/Zeitkonstruktion. Eigener Parameter für irrationale Takte? Why the fuck not!

Ganztaktige irrationale Unterteilungen: Eigentlich ja Taktschichtungen, Überlagerungen gleich langer, aber verschieden wertiger Takte.

Sainte-Colombe: Verdammt viel für fast nichts. Über-Vibrato.

Die Zukunft wird in der Provinz entschieden.

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Anschlussthema: Anstrengung/Übergang

Gnadenlose Permutationen, rücksichtslos.

Reicht das?
Reicht das nicht?

Was reicht?
Was reicht nicht?

Mal wieder: Dauern vs. Einsatzabstände (Streichquartett)

Zahl der Anschläge
Zahl der Unterteilungen
Art der Unterteilungen
Art der Dauern abhängig von Art der Spielweisen

Kartoffel/Ei: Merkwürdige Geschmacksähnlichkeit

Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten (DFW): Macht definitiv Sinn.

Entwicklungen, klein- und großformale Gesten: How the fuck could I forget that? Oper als statisches Feld, Raum ohne Bewegung. Wie kommt man davon wieder weg, ohne gleich bei Wagner zu landen?

Montierte Entwicklungen natürlich auch als SCHNITTE viel präsenter als statische Abschnitte: Kulminations-/Umschlagpunkt. Eigentlich hierdurch erst die Bestimmung eines bestimmten Punktes in der Zeit möglich.

Wahnsinns Rhythmus: Heirate, du wirst es bereuen. Heirate nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen. Entweder heiratest du, oder du heiratest nicht, bereuen wirst du beides.

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Wrong

Bad Idea/False Thinking

Tonhöhen
Elemente
etc.
g
oder einfach so lassen?

WZ: Alles immer sofort erledigen.

Unterstreichen
Vereinfachen
Isolieren

Gewänder als Erzählmedium
Muster vs. Darstellung

Was macht eigentlich Uh Young Kim?

Orte: Organ of Corti/L.A.
Entscheidende Frage: Wie/wo wollen wir leben.

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Ausschließlichkeitsanspruch

wäre ja doch schön, wenn es noch etwas anderes gäbe, nicht einfach nur

das perfekte Produkt

können wir das noch irgendwie ein bisschen stören, bitte?

Eine rein musikalisch motivierte Geste könnte auch eine Störung sein – plötzlich weg vom Text, und zwar nicht etwas wie über den Text hinaus gehen, sondern tatsächlich etwas anderes, während die Musik bis dahin eng am Text entlang gefahren ist. Plötzlich ein viel zu langer Ton, eine viel zu lange Phrase, die innerhalb des Textes, innerhalb seiner Silbenstruktur überhaupt keinen Sinn ergibt, die den Text nicht transportiert, sondern letztlich unterbricht.

Gute Idee!
Ja, finde ich auch.
Na ja.

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non-music

Eins
Zwei

Vesuv
Ätna

wie heißen die denn?

Viele

– Dann ist das wohl falsch.
– Na ja, wenn das falsch ist,

dann muss das wohl falsch sein.

wie wenn/als ob – man sich einen Finger in den Hals stecken würde

wie gesagt:

Husten
Räuspern

Stören

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Theorie der Form

I. Das Urteil
II. Die Entscheidung

I wouldn’t have it any other way.

Einen einfachen, gehaltenen Ton würde man wahrscheinlich nicht als Geste bezeichnen/verstehen, es sei denn, er wäre besonders lang oder würde innerhalb seiner Umgebung auf andere Art besonders auffallen. Er ist kein Statement, sondern Normalität. Geste auch auf den Körper bezogen eigentlich immer eine Bewegung oder eine betonte, isolierte Haltung. Glissando als die offensichtlichste aller musikalischen Gesten/Bewegungen. Dynamische Bewegung: Crescendo/Decrescendo eher als laut/leise, leise/laut, also eher die kontinuierliche Bewegung als die plötzliche Veränderung.

Plötzliche Veränderung eher Präsentation als Geste. Eher in der Wiederholung als Geste wirksam. Tonfolge weniger dynamisch, also weniger gestisch, als Glissando, schnelle Tonfolge/Fioritur deutlich gestischer als einfacher Tonwechsel. Melodie ist ja wohl keine Geste – was ist sie dann? Ein Gegenstand? Ein Objekt? Etwas, das nicht im Detail, sondern als Ganzes zu uns spricht. Es gibt keine atonalen Melodien, nur Lookalikes, Nachahmungen, etwas, das uns an Melodien erinnert.

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Elvis Hitler/Bling Ring/En Vogue: Back to Life, Back to Reality

was macht der denn da?

ich meine, das

da hat sich ja offensichtlich irgendetwas verändert

Nebenmelodie

ppp/ppppp

Grunzen
Stöhnen
Räuspern

Liegetöne

die Figur
Hirn
Flüstern
Sprechen

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Punk

das ist ja lange her – was war denn los?

irgendetwas hässliches

irgendetwas mehr
es müsste
irgendetwas, was weh tut

zu einfach
zu direkt
zu sehr Figur
zu wenig Distanz

wie eine Gegenfigur
ein Schatten
sich selbst begleiten
brechen

kann nicht einfach nur

Rubato-Identität
Körpergeräusche
Brummen

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Beschwerden

I don’t even know if I’m

I don’t even know if I

Yeah, let’s –
Super Idee –
Super Idee –
Let’s -.

Begleitung – ganz was merkwürdiges, besonders, wenn sie wirklich nur stützt, nur die Harmonik und vielleicht ein bisschen das Metrum andeutet.

A SLAB ABOUT HOW ELSIE DIED AROUND A MONTH AGO: Wäre doch toll, diese Art von Geräusch auf ein Keyboard zu legen. Oder wären das dann zu sehr feste, in ihrem Verlauf wiedererkennbare Samples? Müssten sie bei jedem Abrufen neu moduliert werden, oder komplett neue Samples der gleichen Familie sein?

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Scherzen

Was wäre denn, wenn die Instrumente einfach etwas ganz anderes machen würden? Tonhöhen und Register, rhythmisches Verhältnis zu Stimmen entsprechend Planung, ansonsten aber völlig frei eingesetzt.

Nur warum/wie genau?

Material Stimmen/Instrumente: g/ä/v?

Wäre interessant mit Vorgreifen/Nachgreifen. Dann müssten die Phrasen wirklich fest und eindeutig zugeordnet werden (Anfang/Ende/Überschneidung).

Schlagzeug: Auch unbestimmte Instrumente den Registern zuordnen? Dann müssten Instrumente und ihre Register im Voraus ausgewählt/zugeordnet werden.

Was bedeutet das eigentlich genau, wenn man etwas als unsinspiriert bezeichnet? Ist es einfach nicht gut genug, fehlt ihm die Intensität, hat es keinen Fluss, wirkt es zu sehr erarbeitet? Geistlos, ideenlos? Es fehlt die Überraschung, das Besondere. Der Punkt, an dem es in etwas Neues, Eigenes umschlägt.

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Blumen/Kleid

Modell 3 für Stammheimer/Stockhausen/Heidegger oder Chorszenen? Matta Clark vs. Parlando. Das würde heisen, dass Trio und Chor auseinander genommen und neu zusammengesetzt werden müssten. Synchrone vs. Asynchrone Passagen.

still
sanft
in sich gekehrt

langsam, weitgespannt

Schrei-e Schrei-e Schrei-e Schrei-e
Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge 

absolute Kontinuität
ununterbrochenes Klangband

Duette vollständiger Gegensatz zu Terzetten

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die Sorge um sich

yes, sure

Man denkt, man kann etwas nochmal so machen, wie man es schon gemacht hat. Vielleicht hofft man es auch. Ist aber nicht. Geht überhaupt nicht. Ist genau das, was gar nicht geht. Soviel zu: Etwas gelernt haben. Vielleicht ist das eine Bedeutung von Personalstil: Das abarbeiten, was man gelernt zu haben glaubt. Und was danach übrig bleibt.

quäl dich!
mach ich doch!
das nennst du quälen?

nur gestimmtes Schlagzeug? dadurch eine Art Kontinuität erzeugen? möglicherweise Brüche nicht durch Instrumentenwechsel, sondern durch Registersprünge erzeugen?

reiben
streichen
oder einfach an/schlagen?

Die Instrumente sprechen zusammen mit den Stimmen, nehmen den Sprachgestus vorweg oder lassen ihn nachklingen. Das wäre eine Sichtweise und eine Begründung.

Das Gegenteil wäre ein rein instrumental gedachter Satz, in den die Stimmen eingepasst werden.

Dritte Möglichkeit: Instrumentaler und vokaler Satz, unabhängig voneinander konzipiert und ohne nachvollziehbare Synchronisation übereinandergelegt.

Werfen
Nochmal werfen
Nochmal werfen
Bis es dir gefällt
Bis du zufrieden bist

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um Gottes willen nicht so rumeiern, bitte

es interessiert mich gar nicht
es ist überhaupt nicht, was ich will

Pause/Pause/Pause/Pause/Pause/Pause: Keine Kontinuität (Vorspiel)

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ESCHEW SLOTH

Ludwigslust
Wittenberge

einfaches, schlichtes Stück: warum nicht einfach komplette Verdopplung (mal abgesehen davon, dass die Besetzung das nicht hergeben würde)?

Angst
Entschlossenheit
Demut
Bescheidenheit

Begleitfiguren: Don’t forget. Wäre doch eigentlich auch toll.

Stimmt.

Zeitüberbrückung

Stimmt.

komplette Indifferenz

Stimmt auch.

schnell, in Einem durch

Stimmt.

some live, some die – ist das unfair? ist das unfair, dass das nicht unfair ist?

Stimmt nicht.

Ich habe es genau gesehen, doch jetzt finde ich es nicht mehr.

Stimmt.

Zeitraffer
Zeitdehnung

Ja, stimmt.

Tier/animalisch

Stimmt.

darkness/light

Stimmt auch.

black
white

Stimmt.

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Rücksichtslose Stimmführung

Quasi durcheinanderreden.

g: Anfang und Ende synchron, dazwischen Abweichungen möglich. Quasi Block.
ä: Silbenüberschneidung
v: Wortüberschneidung

Staccato/Portato/Legato/Verbindungen & Aufteilungen

Stimmen und Instrumente immer gleiches Material? Wäre dann eindeutig von den Stimmen und damit vom Text bestimmt. Hätte den Vorteil, dass Stimmen und Instrumente klar und eindeutig aufeinander bezogen sind, die Stimmen führen und die Instrumente begleiten. Würde auch die zeitlichen Verhältnisse zwischen Stimmen und Instrumenten, die Zuordnung, eindeutig klären.

Könnte man als langweilig ansehen, würde aber auch den ziemlich unangenehmen Aspekt von Ausdeutung aus der Begleitung nehmen. Begleitung ist quasi ein technischer Vorgang, der die musikalische Struktur erweitert, aber keine eigenständige Schicht darstellt, sondern die vorhandene Schicht stützt. Quasi eine komplexe Vortragshilfe.

Die einzige Musik, in der dieses Verhältnis anders definiert ist, ist ja im übrigen tonale Musik, die das Verhältnis zwischen Melodie und Begleitung harmonisch definiert. Alle ähnlichen Verhältnisse davon abgeleitet. Klar, dass wir solche Musik nicht mehr schreiben, auch dann nicht mehr schreiben könnten, wenn wir tonale Musik schreiben würden.

Mittelalterliche und Renaissancemusik 100% homogen in Bezug auf das Verhältnis von Stimmen und Instrumenten. Erst wenn die tonalen Verhältnisse geklärt sind, kann eine gewisse Heterogenität entwickelt werden, die dann instrumentale Textausdeutung zulässt.

Gleichzeitig bekommt das Material dadurch, dass es von den Stimmen mit Text in die textlosen Instrumente überführt wird, eine neue Bedeutung, auch dann, wenn es sich um eine instrumentale Variante, eine instrumentale Imitation handelt.

Gefühlsmäßig ein reines Verfolgen der Stimmen durch die Instrumente interessanter als ein flexibleres Verhältnis.

Verwunschene Ecken, vergessene Plätze: Nicht immer, aber oft Orte, an denen man das Gefühl hat, dass sie schon lange niemand mehr betreten hat. Irgendwie auch Kindheitsorte, atmosphärische Erinnerungen. Frage wäre, ob die Wahrnehmung bei verschiedenen Personen gänzlich verschieden ist, oder ob sich Ähnlichkeiten, Gefühlsmuster ergeben würden. Hat, glaube ich, auch etwas mit heimlich/unheimlich zu tun.

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Maurizio/Licht

Erster Teil langsame Impulse, viele Pausen, einzelne, komplexe Schläge, Strukturierung durch Pause. Vielleicht sogar mehr Pause als Klang.

Zweiter Teil ursprüngliches Konzept, kontinuierliche Transkription, großer, homogener Klangblock, Strukturierung durch Verdopplungen und Auslassungen. Letztlich komplette Darstellung des Materials mit wenig Eingriffen.

Dritter Teil komplexe Überlagerungen, dynamische Muster, sehr schnelle Ein-/Ausblendungen. Verschiedene dynamische Muster in regelmäßigem und unregelmässigem Wechsel, Behutsamkeit in der Mechanik. Aufscheinen lassen und verschwinden lassen. Sekundenbruchteile. Absolute Präzision über sehr langen Zeitraum. Totale Erschöpfung.

Zu 1: Tiefe Lage, grummeln, langsam nach oben gehen, Ambitus ausbreiten. Zu 2: Mittlere Lage. Zu 3: Ganz gespreizt. Harte Schnitte, Pausen.

Ca. 10 – 20 – 20.

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Unberechenbarkeit

ineluctable modality of the visible/audible

Register nach Entfernung

Weite Register im Oktavabstand näher als benachbarte Register

Ausgangspunkt immer führende Stimme

Gleich wäre allerdings wirklich gleiche Töne, nicht einfach nur gleiches Register

Riesige Palette von Abstufungen zwischen ähnlich und verschieden.

3 hoch, 1 runter, 1 Pause, Quintole 5:4

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Musik + Licht

Bühne/Ensemble/Dirigent/Noten/Notenständer/Rückwand/Leuchten/Projektor/Lampen/Instrumente/Scheinwerfer/Monitor/Screen/Leinwand/Publikum

Langsamer, sanfter Schnitt: Abwägen zwischen Schwarz und Weiß, weicher, aber trotzdem schnittartiger Übergang.

weiß Schnitt schwarz Schnitt weiß Schnitt schwarz Schnitt weiß

Auf weiß Zu schwarz Auf weiß Zu schwarz Auf weiß Zu
Zu weiß Auf schwarz Zu weiß Auf schwarz Zu weiß Auf
Zu weiß Zu schwarz Zu weiß Zu schwarz Zu weiß Zu
Auf weiß Auf schwarz Auf weiß Auf schwarz Auf weiß Auf

Oder eben: Register absolut und/oder relativ festlegen ohne Rücksicht auf mögliche Intervalle. Erst danach Intervallkonstellationen festlegen. Auch Instrumente wie Stimmen behandeln.

Überlagerungen/Engschneiden

Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt
Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt
Zu weiß Auf Schnitt Zu weiß Auf Schnitt Zu weiß Auf Schnitt

Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt
Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt
Auf weiß Zu Schnitt Auf weiß Zu Schnitt Auf weiß Zu Schnitt

Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt
Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt
Zu schwarz Auf Schnitt Zu schwarz Auf Schnitt Zu schwarz Auf Schnitt

Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt
Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt
Auf schwarz Zu Schnitt Auf schwarz Zu Schnitt Auf schwarz Zu Schnitt

Register
Intervalle
Tonhöhen

Wenn das Weiße weggeht, kommt dann automatisch das Schwarze, oder wie ist das?

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Sinn-Uhren

Ruccola
Kautschuk

Oktave
Quinte
Prime

Quinte
Oktave
Prime

Quinte
Quinte
Prime

Oktave
Oktave
Prime

Sekunde
Sekunde
Prime

Wiederholung teilt

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Hallo Welt!

Auch super: Wie schnell die Stimmung umschlägt. Kaum siehst du auch nur den Hauch einer Chance, schon bist du wieder die Zuversicht selbst.

Die Instrumente sezieren die Stimmen, zeigen, was die Stimmen tatsächlich tun. Prozess. Wahrscheinlich müssen wir irgendwoher einen in sich geschlossenen Prozess generieren. Damit die Musik nicht einfach so am Text entlangfährt.

totale Eindeutigkeit/absolute Verzweiflung/die Sehnsucht nach der Oktave

Verbrennt/Glimmt/Leuchtet/Strahlt/Flackert/Blitzt/Dämmert

Was man alles verschweigt. Und worüber man auch wirklich nicht reden sollte. Weil es sinnlos ist. Eine merkwürdige Linie, die man immer mal wieder ein bisschen übertritt, weil man denkt, dass man dies sich oder anderen schuldig wäre. Stimmt aber nicht. Ist immer falsch. Pathos, das nicht hilfreich ist.

Was ist eigentlich mit der absoluten Stummheit, der totalen Dämpfung, der völligen Finsternis: Haben wir die auf dem Schirm? Können wir die überhaupt auf dem Schirm haben?

die dunkle Wolke

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it’s a struggle in a very confined space

Ist es zu kompliziert? Ist es zu einfach? Warum glaube ich da jetzt gerade nicht dran? Was muss ich tun, um daran glauben zu können?

Zuversicht als künstlerisches Problem: Um etwas zu verkaufen (Auftrag, Aufführung), musst du zuversichtlich sein, um an den Punkt zu kommen, wo du ein gutes Stück schreiben kannst, musst du alle Zuversicht hinter dir lassen.

Einfach ein schlechtes Stück schreiben. Ein schlechtes Stück akzeptieren, um ein gutes Stück schreiben zu können. Küchenpsychologie. Aber trotzdem nicht falsch.

durchziehen, als ob du es nicht könntest – du kannst es ja auch wirklich nicht 

Erst Pause, dann Ton: Pausendauer bestimmt Tondauer, nicht umgekehrt.

Pause: Bisschen auch wie eine Farce – gleich geht’s weiter.

Kameraposition – die Position des Beobachters, der Ort der Bilderzeugung: Was wäre das denn genau?

Binnenpause = Artikulation
Einheit: Note(n) + Pause

Artikulation um jeden Preis!

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Auch was Schönes.

Verzweiflung

Jederzeit alles möglich. An jeder Stelle. Erst am Ende wird zusammengebaut.

Ziemlich kurze Wellen von Konzentration und Erschöpfung. Wie immer Notwendigkeit der Entscheidung als höchste Anforderung an Konzentrationsfähigkeit, kontinuierliche Serie von reinen Entscheidungsakten führt am schnellsten zu Erschöpfung.

Anfälle von Begeisterung, herrliches Wetter, quasi Idylle, sehr friedlich. Lustig, dass Autofahrer sich grundsätzlich ungeschickt verhalten, dass das Autofahren offenbar zu Ungeschicktheit zwingt. Wirkt aus der Vogelperspektive ziemlich lächerlich, im Verkehr selbst eher ärgerlich, dumm, und vor allem rücksichtslos. Rücksichtslosigkeit wahrscheinlich immer nahe an Dummheit, es sei denn, es handelt sich um echte Bosheit.

Das Bild/Bilder: Jede Einheit für sich, als Bild betrachten. Absolute Flexibilität, totale Austauschbarkeit der Versionen. Jedes Bild ein Problem für sich.

Alles ersetzbar. DIES statt DAS, JENES statt DIESES. An Stelle DESSEN lieber DAS.

Material IMMER verdoppeln? Quasi homogenes Ensemble, das nur INNERHALB seiner Homogenität modifiziert wird?

Gleichzeitig: Absolute Kontinuität. Immer IRGENDWAS klingen. Ausfüllen. Lücken ausfüllen. Unterbrechungen strategisch platzieren. Erschrecken. Teppich. Abschneiden. Durchschneiden. Reißen. Reißt.

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Es kann nur eine geben.

Pause

Arpeggio + Reibeholz: E.M.M.A.

Absurde Arpeggio-Ketten: Wäre schön. Wäre doch toll!

In dem Moment, in dem mehr als eine Stimme da ist, musst Du Dich entscheiden.

I like that. I’m beginning to see the potential.

Alles Unisono/Pseudo-Unisono?

Arpeggio als Gegenstand: Kriechen, quälend, in Nicht-Bewegung/Anti-Bewegung pervertiert.

sieht alles absolut phantastisch aus (durch die Straßen gehen)

Horrorfilm: Kameraposition und Timing (?)

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alles Stückwerk

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem erwähnenswert: Vor der Erfindung der Fotographie war Malen natürlich auch eine Gedächtnisleistung, und wahrscheinlich auch eine Art Abstraktion von der Zeit, Zusammenfassung. Man konnte nicht einfach den Himmel fotographieren und dann abmalen, sondern musste sich entweder möglichst genau merken, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesehen hatte, wenn einem dieser Zeitpunkt besonders wichtig war, und etwa in einer schnellen Skizze, einer Art Kurzschrift, festhalten – die aber auch schon eine längeren Moment zusammenfassen würde, da sie ja nicht die quasi ausdehnungslose Belichtungszeit der Fotographie, sondern einen gewissen Zeitraum der fortschreitenden Skizzierung benötigen würde. Oder man musste das Typische eines bestimmten Himmels, vielleicht auch eine gewisse Emotionalität, die der Himmel haben sollte, konstruieren, und damit einen deutlichen Abstraktionsschritt vom tatsächlichen Himmel weg vollziehen, auch wenn das nicht unmittelbar offensichtlich, weil nicht nachprüfbar, und dem Maler wahrscheinlich auch gar nicht bewusst war.

Nicht Stimmigkeit, sondern Unstimmigkeit, die Produktivität birgt. Altes Problem: Man kann nicht absichtlich unstimmig sein. Vielleicht kann man so lange an etwas arbeiten, bis es unstimmig wird. Ich meine damit allerdings nicht, dass etwas lebendig wird, sondern dass es tatsächlich nicht mehr zusammenpasst, und dadurch Bewegung erzwingt.

Schlagzeug: Nur Riffelung, oder fast nur Riffelung, verschiedene Grade, verschiedene Geschwindigkeiten, quasi Mikrorhythmus, regelmäßige Mikroimpulse in unterschiedlicher Dichte. Sonst ausschließlich gedämpfte Schläge, ebenfalls unterschiedliche Dämpfungsgrade und Dämpfungsmethoden.

Schwestern verdoppelt, spiegelbildlich auf Boden ausgestreckt, leicht gekrümmt, Rücken an Rücken. Eine sieht etwas kräftiger aus als die andere, gesünder, vielleicht auch jünger.

meinetwegen ruhig ins Extrem gehen, was Ausdruck, Dynamik, Tempo etc. betrifft, aber subtil = traurig

Völlig surrealer Sommer: Heiß/Kalt, Sonne/Regen, Heuschnupfen/Klarsicht. Man duckt sich so ein bisschen weg, hilft aber nicht wirklich. Einzige Option: So gut es geht arbeiten.

Eine Ecke, eine Kante, ein Hindernis übersehen: Dumpfer Knall, Bewusstlosigkeit

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anti-intuitiv

Silben vereinzeln, Parameter je Silbe, Satz vertikalisieren.

Reihenfolge/Abstand/Bindung/Taktend-Pausen/Endtakt-Pausen

Aufteilung immer Bindung

Intelligenzleistung beim Entziffern von Vexierbildern

So how the fuck are things?
Are you gonna –
I mean –

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Mode/Pop

Journalismus

U-Bahn: Hörgerät klemmt an Wandknopf

1 Ornament/2 Silbe/3 Silbe/4 Bindung/5 Bindung/6 Bindung

1 Anzahl Einheiten/2 Dauer gesamt/3 Aufteilung/4 Pause/5 Gesamt/6 Bindung

Grundsätzliche instrumentale Kontinuität etablieren, dann unterbrechen, aber nicht zerstören.

Aufteilung kann Ersatz für Anzahl Elemente sein.

Aufteilung immer gebunden.

Pause Takt
Pause Zeile
Pause Phrase

Man versteht es nicht, wenn man es nicht systematisiert. Und wenn man es nicht versteht, kann man nicht damit arbeiten.

Konzept als Möglichkeitsraum: Alle Möglichkeiten offen halten und damit auch nahelegen/denkbar machen.

Don’t let the air conditioning fool you, son. You are here, too. You ARE suffering.

Festspiele als Mediamarkt der Kultur: Pop als preiswerter Köder, um die Leute ins Haus zu bekommen und ihnen dann die teure Weiße Ware (Waschmaschinen = Hochkultur) verkaufen zu können). Ziemlich fieses Konzept – aber alle sind glücklich: Let’s fuckin’ survive. Even if we don’t.

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Motette: Kontinuität mit Beulen.

Einzelne Szenen/Teile auscharakterisieren oder das gesamte Stück monolithisch behandeln? Melismen als Addition und Melismen als Division getrennt behandeln. Register. Artikulation.

Your question seems to imply that there is some necessity to use these means in this historical moment. And I think the possibility to think so alone might be reason enough not to use it, because there is nothing we should doubt more than a generally accepted opinion – like that you have to use these means nowadays, basically because they are there and are supposed to stand for some contemporaneity. But: If everybody does it anyway, why should you, too? It’s ridiculous to think that everybody has to follow the same path, just because the path is there and seems to be – at least in technological terms – the most recently invented. I even doubt the notion that it is able to stand in more than the most banal sense for contemporaneity or being up to date.

Leitartikel-Musik, Populismus: Läuft doch letztlich immer auf Adolf H. hinaus, oder?

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Mutwilligkeit

schleimiges Monster in der Schwarzteekanne, weniger Qualle als intelligentes, aggressives Plasma, plumpst aus der Tülle

Stimmen g/ä/v
Instrumente g/ä/v
Stimmen/Instrumente g/ä/v

– kann man das so sagen?
– ja, ich finde schon, das kann man so stehen lassen.

natürlich ist die Anspannung groß

wieviele Instrumente, wann, wo?

v zu expressiv

ratlos/Ratlosigkeit

Verharmlosung

ordne your Gedanken

antiintuitiv

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Ideen/verpasste Gelegenheiten

Sehr langes Stück für 6 Solostimmen. Kompakter Klang, eng strukturiert/gegliedert.

Spiegel trennen, aber unterscheiden nicht. Geometrische Elemente.

Dass man dann plötzlich irgendwo anders ist. Ortswechsel. Tatsächlich merkwürdig: Die Bestandteile sind bekannt, die genaue Zusammensetzung nicht. Die Regeln sind ähnlich, aber nicht gleich. Man findet sich zurecht, versteht es aber nicht. Es sei denn, zurechtfinden wäre schon verstehen, und alles andere wäre nur Detail, Zugabe.

Muss man halt auch sagen: Dass eine sogenannte Karriere die Möglichkeit, bestimmte Dinge zu denken, von vornherein beschneidet. Denn wenn man sie nicht sagen kann, warum sollte man sie dann denken? Insofern intellektuelle Profile auch immer Abbildungen der sozialen Situation, in der sich die jeweilige Person befindet. Es kann ja z.B. auch absolut opportun sein, gegen bestimmte Dinge zu opponieren, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet. Interessant wird es erst, wenn du gegen die Situation, in der du dich selbst befindest, opponierst. Oder, viel besser, unabhängig von ihr bleibst. Dich nicht von ihr beeindrucken lässt. Auch riskierst, wieder zu verlieren, was du dir erarbeitet hast. Die revolutionäre Geste kann in der richtigen Umgebung ein ganz normales Karriere-Instrument sein.

Toll, wie sehr wir heute wieder einer Meinung sind.

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Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Na ja, sag ich doch!

Neues Arpeggi-Stück schreiben: Stellar OM Source, aber auch The Knife, usw.

nur reine Intervalle

a-h-c-e: elektrische steel drums, Überleitung

einschließlich Unisono

das Produkt
die Entscheidung
DEKORDER

Schock des Einschlafens: Unwillkürliche (innere) Bewegung. Schlag.

no Zweifel

Armin Schuster

Cada dia tus ilusiones cruzan con las nuestras.

With Love: Klingt wie das erste Meisterwerk des Jahres

Verlust: Irre, wie traurig man ist, wenn man etwas verloren hat, was man mochte. Auch wenn es nicht wirklich wichtig war. Oder gerade dann. Das wichtig sein relativiert sich da ziemlich. Nützlich ist da z.B. ganz schnell gar nicht mehr wichtig.

Superinteressant das Problem des Schnitts, wenn er unorganisch, gegen das Material gesetzt ist. Wie bekommen wir heraus, ob die Wiedergabe korrekt ist, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, wie der Schnitt gemeint ist? Soll er völlig falsch klingen, soll er einfach nur als Schnitt wahrnehmbar sein, oder soll er quasi überblendet werden? Gilt allerdings nur für elektronische Musik. Das Instrument normalisiert jeden Schnitt und lässt ihn dadurch verschwinden.

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man muss bereit sein dafür

What the fuck am I doing?

Volker hat recht, Pultbeleuchtung muss in Lichtkonzeption einbezogen werden: Vielleicht wie ein Funzeln, Aufglimmen, das Licht entsteht mit der Musik, aber die Musik lässt das Licht entstehen (was faktisch/technisch ja wahrscheinlich wirklich so sein wird). Weißes Licht als Licht-Licht. Einfache Leuchten oder gefilmte/projizierte einfache Leuchten. Klingt einfach, ist aber wahrscheinlich ziemlich kompliziert.

Künstler/Verantwortung: Bad idea. Kann nicht gut gehen.

So verschwurbelte Stimmungen, geistige Verkrampfungen, aus denen man meint, niemals mehr herauskommen zu können. Und dann plötzlich einfach weg, vergessen. Ein bisschen wie Krankheiten, die entsetzlich sind, wenn man sie hat, aber vergessen, wenn vorbei. Hat bei Stimmungen meist mit Umgebung oder Aufgaben zu tun, dann totale Panik, wie, wenn ich da nicht mehr herauskäme, wie, wenn ab sofort alles so bleiben würde, wie es jetzt aktuell ist, nämlich schrecklich? Klar sagt die Lebenserfahrung, dass das vorbeigeht, die Vernunft sagt, glaub der Erfahrung, aber es fühlt sich eben nicht so an, als ob es so wäre. Die unmittelbare Evidenz sagt das Gegenteil. Sie sagt: Das ist von nun an Dein Los. Wie konntest Du nur so unvorsichtig sein, Dich hier hinein zu begeben? Gleichzeitig gilt real weiterhin, dass man nicht alles auslassen kann, was einem unangenehm ist, dass man nur lernt, wenn man den Hirn- und Gefühlskrampf riskiert. Oft stärkste, aber nicht unbedingt wichtigste Eindrücke. Eher Ergänzung als wesenhaft.

Chor/Ockeghem: Verlängerter Atem, über die offensichtliche Metapher des ins Unendliche fortgesetzten hinaus natürlich auch eine körperliche Metapher, fast schon eine Beschreibung eines tatsächlich nicht möglichen Zustandes, über den Atem hinaus getragen. Macht tatsächlich Sinn: Schwerelosigkeit, Auflösung der lebenswichtigen Körperfunktionen, Sieg über den Tod. Religiöse Phantasie.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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Lachs + Tahin

Leere ist natürlich auch toll, klar.

Ist ja übrigens dann so etwas wie vollumfänglich realisierte direkte Demokratie, wenn die Politik wesentlich damit beschäftigt ist, herauszubekommen, welche Positionen sie beziehen muss, um Wahlmehrheiten zu beschaffen. Sozusagen den Willen des Volkes vorweg genommen. Leider nicht so wahnsinnig befriedigend.

jetzt sag nicht, das hatten wir schon

Wenn’s das Wort schon gibt, muss es das Ding ja auch schon geben, oder?

Auch interessant, dass man so wenig wirklich versteht. Dass man ahnt, das könnte so oder so sein, dass man aber im Wesentlichen im Dunkeln stochert. Viel später wird dann manchmal klar, ob man recht hatte oder nicht. Es sieht dann nicht unbedingt so aus, als ob alles ganz offensichtlich gewesen wäre, eher ist es so, dass man seine Ahnungen im Nachhinein besser analysieren und einordnen kann. Der Gegenstand hilft, wenn er verstanden ist, Ahnungen aufzuklären, eher nicht umgekehrt.

Alcácer Do Sal: Fuckin’ diversity all over the place (actually not quite). Kanten, die nicht aufeinander stehen können. Statik optisch ignorieren/negieren. Wenn größtmögliche Variabilität zur Norm geworden ist, ist reine Serialität die neue Abweichung. Der nächste Zug.

Millionen Melodien für Millionen: Der Nachklang. Jeder hört etwas anderes. Gehört zu den Phänomenen, deren Wahrnehmung definitiv nicht kontrollierbar ist. Und das hat auch damit zu tun, dass man weiß, dass er nicht manipuliert werden kann. Wenn dies doch geschieht, hört man anders zu.

Testton-Brummen
Testton-Piepsen

Audiosculpt: Ein bisschen wie die Putzfrau, die die Fettecke wegputzt. Man hat etwas Schönes, will es noch schöner machen, und bleibt mit leeren Händen zurück.

wenn/wo möglich, Unisono

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another another not my day day

Heute, hatte ich gedacht, essen wir die Suppe auf, hat er gesagt.

Stimmung: Äh, na ja, wie ist denn die Stimmung? Rauschen, Kratzen, Knistern.

selbstverliebt

Absolute Towers, Mississauga: Interessante Aufgabe, einen ondulierenden Turm zu bauen, und dann im Nachhinein einen zweiten Turm zu entwerfen, der den ersten abwandelt und ergänzt. Würde mich interessieren, wie sie da ran gegangen sind.

Luhmann als Prosagedicht

Unschuld

unschuldig
schuldlos

was ich höre
ich höre seit längerer Zeit
seit einigen Takten

Sag mal, kann das sein, dass du mir meinen Cursor weggenommen hast?

Rechtsperonist

Ich bin grundsätzlich unangepasst: Gibt es etwas angepassteres als Rockmusik?

I’m a patriarch type motherfuck. So now you lay flat from cash tray while I fall back and execute my plan with patience. Shit I’ve been praying so long hopin’ that the god come save me. On my knees meditatin’. I ain’t seen the motherfuckin’ blessing yet. Straight patriarch type nigger. That’s who the fuck I be.

ziemlich schwierig auf Schlagzeug umzuschalten

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bedeutend

O Gott ist der unsympathisch! Hilfe! Bitte sterben! Ich! Was am besten den Gefühlszustand wiedergibt. Heulen wollen! Blankes Entsetzen.

Das realistische Theater setzt sich mit der realen Situation im Theater auseinander? Stimmt vielleicht sogar.

Bitte keine Gehässigkeiten.

Ganz leises Klingen, hohes Register, Glockenartig, auf jeden Fall Metall, fast nicht da, fast nicht hörbar, eigentlich nicht hörbar. Woher weißt du, dass es überhaupt da ist? Eigentlich nur, wenn es irgendwann lauter wird, deutlicher wird, und das ist schade: Dass das Undeutliche nicht undeutlich bleiben kann und trotzdem klar ist, dass es da ist. Wobei das natürlich die Definition von Undeutlich ist: Dass es nicht klar ist. Es ist klar, dass es undeutlich ist. Es ist klar, dass seine Undeutlichkeit beabsichtigt ist. Was meinst du denn überhaupt? Den hohen Ton, oder das Rauschen, das Klingeln, oder das Rascheln? Nein, ich dachte eigentlich, es wäre ein leises Ticken. Oder Kratzen. Das ist doch nur die Klimaanlage, oder die Heizung, oder so.

Wenn du es lauter machst, hörst du auch viel mehr. VIEL mehr. Oder näher ran gehst.

Nur Sprechen
Sprechen + Singen
Sprechen + Singen + Musik: Schnitte
Sprechen + Singen + Musik: Keine Schnitte
Einschränkung Anzahl Stimmen vs. keine Einschränkung

Musikstück als solide Masse vorstellen: Es darf keine Pause geben, sonst bricht es auseinander. Alles muss fest miteinander verbunden sein. Gegenteil: Pausen, in die Musikstücke hineingeworfen werden.

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Abbildung vs. Konstruktion

Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?

Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.

Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.

aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.

Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.

do I lie?

Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild

und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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Klavier

gleiche Stimme mehrmals gleichzeitig verschieden interpretieren

Trommel: Rim Shot/Schnarrsaiten/Dämpfen

So, wie die Vertikale flexibel eingeschränkt und wieder erweitert wird, schließlich auch die Horizontale einschränken: Du hast nur Platz für zwei/einen/halben Schlag etc. Zusätzliche Frage: Wo soll dieser Ausschnitt in Bezug auf den Takt und in Bezug auf das Sample liegen? Ist der Takt ignorierbar? Ist das Sample ignorierbar? Synchrone Ausschnitte gegeneinander verschieben? Asynchrone Ausschnitte ihrer ursprünglichen Lage entsprechend spielen? Asynchrone Ausschnitte übereinander legen? Vollständigkeitswahn. Ausschließen.

Ruhe: Ruhe – na ja.

Takt vs. Sample: Takt greift aus Sample gegebene Dauer ab. Dauer maximal Sample-Länge. Dauer über Takt fällt weg. Schweller oder Schnitt. Forte-Ausbrüche mit Wiederholungen auffüllen.

Kann mir mal jemand erklären, warum Konservative so irrsinnig niveaulos sind? Die deutschen Konservativen e.V.: Danke, Papst Benedikt!

Im Traum Angst gehabt, einzuschlafen, dann aufgewacht. Echt passiert!

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Familie

Piece of Shit: Konsonanzstudie

Alle Schläge umstellen, Folgen je Abschnitt definieren

Kontinuität revisited

tonale Kontinuität: hat etwas ziemlich Schales, besonders in ihrer Spätzeit, als ob sie, obwohl sie ständig hinterfragt wird, zu einer Commodity geworden wäre. Es zwickt und zwackt, aber gerade deswegen kann man sich auf sie verlassen. Ein Sicherheitsnetz, aus dem man, selbst wenn man wollte, nicht ausbrechen könnte. Frage wäre, ob Atonalität tatsächlich der Ausbruch gewesen ist. Oder nur eine Erweiterung der Sicherheitszone. Und wahrscheinlich hat die ganze Misere tatsächlich mit der fehlenden technischen Optionen zur Fortbildung zu tun: Trennung kann nur noch gestisch gedacht, nicht mehr strukturell erarbeitet werden, Kontinuität ist unausweichlich geworden. Daher der Eindruck des hilflosen Gestikulierens, der so viele Formbildungsversuche begleitet.

Französische Cembalomusik: Im Grunde ein unglaublich prächtiger, mit allen Mitteln hinausgezögerter und immer noch weiter fortgesetzter, extrem raffinierter Lärm. Clusterartige Obertonexzesse. Ziemlich toll also. Würde ich auch gerne können.

Portal: Differenzierter Lärm. Einfach immer weiter machen. Hier aber natürlich auch genau das Problem: Die einzige mögliche Gliederung ist die formale Geste, der deutliche Zugriff von außen, sonst läuft das einfach so durch. Klar hätte man lieber eine Gliederung von innen, oder?

Piece of Shit, zweiter Teil: Jeder Schlag kleine Sekunde nach oben. Ausgenommen die beiden Forte-Stellen. Die eher repetitiv-blockhaft auffassen.

Enggestrickter Rhythmus, quasi Lärm: Anschläge sind so eng zusammen gezogen, dass sie quasi eine Geräuschfrequenz entwickeln, die man als eigene Ebene (Vordergrund oder Hintergrund) wahrnehmen kann.

Lärm Lärm Lärm: toll

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Grammatik des Fehlers

grammatikalische Fehler im atonalen Raum

Zucker auf Zucker, z.B. Marmelade auf Honig: Geht überraschend gut

Abschattierungen zwischen Ton und Rauschen + Rauschen im gleichen Rhythmus

DAFÜR sollen wir die Goldmedaille bekommen?
Nun ja, wir mussten INTENSIV schlagen.

Bassarie murmeln

Orgelsolo

und noch mal überarbeiten
und noch mal überarbeiten
bis es eben stimmt
letztlich völlig egal, womit man angefangen hat

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giftiges, gelbgrünes Licht

Großes Beduinenzelt, strahlend weiß, Federn, Hollywood Gesellschaft, Billy Jean King kommt rein, meine Mutter ruft ihr entgegen: Hast du Panzer?

Schatten/Geräusch: Alle tonalen Elemente geräuschhaft verdoppeln, wenn der Vordergrund aussetzt, bleibt der Hintergrund alleine zurück (und wird zur eigentlichen Information).

Pause/Geräusch: Weißfilm/Schwarzfilm

Interlocking Patterns

Lustig, wenn sich hohe Geschwindigkeit plötzlich schleppend anfühlt. Die Impulse springen in einen anderen Rhythmus/anderes Metrum.

Abwehrmechanismen/Ohrendruck

– Dass alles, was man nicht kennt, als Bedrohung empfunden wird, heißt natürlich auch, dass es mit der Zeit immer mehr Dinge gibt, die einen bedrohen, und der eigene Bereich demgegenüber immer kleiner wird und schließlich verschwindet.
– Wieso das denn? Ist doch genau umgekehrt!

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Unreifer Scheiß

tolle, angenehm grobe Konstruktion

6/7: Welche Nie Nicht?

Instrumentation:
1.) Volumen Spielraum
2.) Position Spielraum
3.) Positionierung im Spielraum

Ein riesiges, vielgliedriges, hässliches Krustentier, das über die Landschaft hinwegrollt.

Formeln
Beschwörungen
Zaubersprüche

Wenn du ein Wort dafür findest, ist es weg.

Schämen: Auch hier können beide recht haben. Egal, was du machst, du wirst dich dafür schämen. Es gibt keine Möglichkeit, hier herauszukommen, ohne sich dafür zu schämen.

Idee ausgeschwitzt
Pulsschlag verloren

Maurizio/Licht: Einstimmig beginnen, langsam reinschleichen, quasi Mahler 10
Regelmäßige Aussetzer + Dämpfung = Schwarzfilm (Schedelbauer)
Abbildung und Gegenstand langsam gegeneinander verschieben
Taktbruchteile
Am Ende ganz aus dem Raster fallen (oder gerade wieder hineinrutschen)

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die Verachtung

Schnitt gegen den Schlag: größer/kleiner/gegen den Schlag/in sich verschoben

Untrue überarbeiten: Fassungen Einleitung gegeneinander schneiden, 8tel-Pausen als Trennzeichen, Differenz vs. Unisono. Vielleicht Oktaven verstärken (Kontrabass).

Wahnsinn: Alles komplett schwachsinnige Lüge. Völlig grenzdebil. Irrsinnige Absurdität.

Block und Schnitte: Weiche Fugen

Abbildung eines Klangs: Was wäre das denn genau? Ja wohl nicht einfach nur seine Wiedergabe. Unterschied zwischen Foto und Klangaufnahme: Bei der Klangaufnahme hat man tatsächlich immer den Eindruck, dass es sich um den Klang selbst handelt (auch wenn das so natürlich nicht stimmt).

Davon stirbt man nicht: Du vielleicht nicht, ich schon.

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because that’s what people do

Gedicht: Erstaunlicherweise wirklich möglich, dass man ein Gedicht ganz genau liest und am nächsten Tag dennoch kaum wiedererkennt. Als ob nur die oberflächlichsten Merkmale gleich bleiben würden. Als ob man Buch führen müsste über das Gedichtelesen. Ist das vielleicht sogar ein Kriterium für ein gutes Gedicht? Sprachkonzentration.

Merkwürdiges Ideal, eine Musik zu schreiben, die vom Instrument losgelöst ist. Könnte man gegen sich selbst wenden, indem man für Schallwellen schreibt. Elektronische Musik, zunächst als Verwirklichung der Unabhängigkeitsidee, dann als endspezifische Musik, exakt ausdefiniert, unabhängig von jeder Apparatur. Letztlich Sample, Aufnahme. Diese Aufnahme ist das Stück. Basta. Das Instrument existiert gar nicht mehr, außer als Sample/Foto. Das war das Instrument, damals.

Knacksen
Brummen
Rauschen
Piepsen
Krachen
Summen
Knistern
Knacken
Surren
Donnern
Rollen
Knarren
Schnarren
Klirren
Knattern
Schleifen
Rattern
Quietschen
Zischen
Einrasten
Scheppern
Wobbeln
Wabern
Surren
Kratzen
Schaben
Klacken
Pluckern
Zupfen
Streichen
Streifen
Reißen
Stecken
Schließen
Schlagen
Platzen
Knallen
Pressen
Drücken
Fallen
Plumpsen
Kullern
Ausspringen
Rollen
Reiben
Schleifen

Bahn: a-e-c-h-a/h-c-cis-d

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distinctly unpleasant

Dass irgendjemand irgendetwas spielt, ist schon Begleitung. Vorausgesetzt, es ist nachgeordnet/flächig. Warum funktioniert das so gut?

Einfach gar nichts.
Noch nicht einmal peinlich.
Litanei.

Piece of shit: Alles komplett nur Drone? Würde sicher gehen/wäre eine Möglichkeit. Alles leise. Totale absolute Kontinuität.

Das schöne an Dingen, die einfach so durchlaufen, ist natürlich, dass sie einfach so durchlaufen: Man muss nicht wirklich darüber nachdenken, wie es weitergehen soll.

Cembalo: Sinnlichkeit der ultrapräzisen Attacke oder Attackenfolge.

absurd und irgendwie trotzdem o.k.

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Wie ein Verrückter

Teil x: Nur tiefe Lage

Anfang Teil a/Teil b: Ohne Begleitung

Groß Alt 7 \

Trompete: Große Sprünge/quasi verbunden/quasi Geräusch

X und X reimt sich nicht: Interessant, dass sich der Effekt des Reims nicht einmal andeutungsweise einstellt, er fällt einfach völlig weg, wenn man die Variation durch die Wiederholung ersetzt. Umdeutung des Klangs. Akkord.

MIT dem Text oder GEGEN den Text. Oder NEBEN dem Text (Rhythmus).

unregelmäßige Rhythmusfolgen auf regelmäßige Einsatzfolgen runter/hochbrechen

schneiden/schneiden/schneiden – bitte!

Loft Music
Life Of The Party
Gone
Heaven Or Las Vegas
Next

normal böse
sehr böse
gar nicht böse
durch und durch böse

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Heimsuchung

Man muss sich klar machen, dass man ja wirklich jeden Tag schläft, jeden Tag in eine Welt hinabsteigt, die man nicht kontrollieren kann, und von der man in der Regel nicht weiß, dass man in sie hinabgestiegen ist, während man sich in ihr befindet. Mord.

Was wir wichtig fanden – und wie lange es her ist. Was wir können, und was wir nicht können.

Laufen lassen vs. Schneiden, zum Beispiel. Der Eingriff.

Ehem, what, where?

Schwarzfilm = Weißes Rauschen

Verschiedene Grade von weißem Rauschen

Knacksen

Sprechen: 16tel
Singen: 8tel

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Piece of Shit

Auch die Bösen sind unschuldig. Well, I’m not so sure. Maybe.

Tropfen: Hihat, gedämpft, immer auf die Eins.

Medien: Interessant, wenn ein Weltbild ausschließlich aus Klischees besteht. Im Grunde völlig irre, was einem da ständig präsentiert wird.

Evil Voices
This is is IS IS/Pain/
THEFAINT

möglicherweise Orgel

Konnte nicht mit der Schuld leben.

The Money Store
The Drawbar Organ
Saint Vitus
Cicconia
Landini
New Age

im Raum schwebend
entspannt schwingend
rasch vibrierend
warm und gerade
aggressiv übersteuert

E-Piano

WARUM/KLINGT/DAS/HEUTE/ALLES/SO/ABGESCHMACKT?

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Filed under Klassik, Piece of Shit, Pop, Stücke

Aggressiver Nicht-Witz

Dagegen macht Humor eben fast immer Sinn: Staatstragender als Ernst.
Keywords: Operngesang
Sea of Vapors

Streichquartett: Letztlich Tonsatz, in Klang getrieben.

Visitenkarte Selbstausbeutung: Fertiges Material.

Rearrangement. Richter-Sampler.

Ton wird gehalten, Schauspieler spricht, singt einzelne Wörter auf Tonhöhe, Ton verändert sich, entsprechend verändert sich die Tonhöhe der einzelnen gesungenen Wörter. Unter Umständen extrem schnell gesprochen und extrem schnell gesungen, also extrem schneller Wechsel zwischen Sprechen und Singen.

Keine Pointe
Keine Narration

Text, der dann auch bedeutungsfrei gemacht werden kann, wo der Klang wichtiger als die Erzählung, die Folge der Wörter ist. Vielleicht Wörter umstellen?

Monolog auf mehrere Stimmen verteilen

Ort
Bühne
Auftritt
Abtritt

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Akademiker und Intellektuelle

Hupe: Lang. Langgezogenes Hupen

Klarinette, Fagott, Horn.

Solovioline: Selbstzerfleischung. Hass II.

Das wichtigste ist, dass es so doof wie möglich ist. So doof, dass man es nicht mehr verstehen kann. Stimmt tatsächlich: Wenn es Sinn macht, ist es fast immer Schrott. Politik.

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And so – you just wait.

Ganz interessant, wie man immer wieder allmählich zu wählerisch wird und sich das dann wieder abgewöhnen muss, davon wegarbeiten muss, oder warten, bis es vorbei ist, bis diese Haltung von alleine zusammenbricht

Felswände, schroff, eigentlich eine riesige Höhle, oder ein Überhang, der in seiner Schwere über uns zu schweben scheint: Bild, Screen, Bewegung, Leinwand.

Nee, das geht jetzt wirklich gar nicht: Alles, was man auslässt, weglässt, was wegfällt, weil es nicht passend scheint oder weil es nicht aussprechbar ist. Es bleiben nur die Reaktionen, Antworten, Anschlüsse, die noch nicht einmal unbedingt auf die Fehlstellen verweisen, erst recht nicht auf das, was fehlt. Eher scheinen sie auf sich selbst zu verweisen, mit sich selbst zufrieden zu sein. Schweben im Raum.

Wie wäre das: Streichquartett tritt auf, setzt sich, spielt einige Takte, und steht gleich wieder auf, um hinter der Bühne zu verschwinden. Nach einigen Minuten kommt es zurück, spielt diesmal etwas längere Taktfolge, und tritt sofort wieder ab. Und so fort: Dauer der Auftritte und Dauer der Pausen exakt auskomponiert, keinerlei Reaktion auf das Publikum, kein Verbeugen, kein Warten, bis das Publikum ruhig ist, keine Rücksicht auf Applaus. Auch zuletzt einfaches Abtreten und dann, vielleicht nach vorherbestimmter Zeit, letzter Auftritt für Applaus, um die Gesamtdarstellung des Stückes zu definieren. Etwa 40 Minuten, wie Zwei/2240. Quasi Parallelstück. Auf keinen Fall auf der Bühne bleiben, kein pathetisches Warten, keine Ungeduld, keine Bedeutung. Könnte auch in der Zwischenzeit etwas anderes passieren (Interpreten/Publikum), nur die exakten Zeitabstände müssen eingehalten werden.

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Im Traum bei relativ klarem Bewusstsein

Mad Men nochmal angeschaut: downward spiral als dramaturgische Form. Das Lächeln von Don Draper als verzweifelter Versuch, innerhalb des Strudels, der ihn hinabreißt, Haltung zu bewahren. Bleibt übrigens auch immer relativ gleich, egal, was passiert, fast egal, ob es gerade gut oder schlecht läuft. Ziemlich ausgeprägter Fatalismus. Egal ob geniales Casting, exakte Regieanweisung oder schauspielerische Leistung, ziemlich perfekte Besetzung. World of Doom. Auch so etwas wie glanzvoll untergehen. Glanz heißt dann, im Elend gut auszusehen, aber dennoch das Elend auszudrücken (auch wenn der Figur selbst das vielleicht gar nicht bewusst ist).

Vielleicht so etwas wie die Zeit, die an den Menschen entlang nach unten fährt, oder, genauer, die Menschen langsam nach unten drückt. Und Don weiß das auf irgendeiner Ebene, was ihn zum Protagonisten/Helden macht. Bis zu einem gewissen Grad scheinen es allerdings alle Figuren zu wissen. Und deswegen mit einer gewissen Würde in den Abgrund zu schweben, wie im Vorspann als Bild/visuelle Metapher ausgeführt.

Zeitriffelung: Anschläge je Schläge je Instrument

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Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Beide nicht nehmen

Tonhöhe als Geste bzw. Definition von Gestik: Die Bewegung wird enger/weiter, springt weit, dann eng, oder umgekehrt, usw.

Verzierungen ultraschnell

Gesang

Lully

Verzierungen Streicher: Streichquartett

Alles voller Verzierungen

Abel Tesfaye

Wischen

Verzierung ignorieren, so tun, als ob sie nicht da wäre: Expressive Geste.

Schreien auf Tonhöhe

In eine Position bringen, in der du nicht mehr nachdenken kannst. It’s too fuckin’ complicated, oder so. Oder eben nicht. Entscheiden, dass es auch so gehen muss.

Der liebe Gott ist Überforderung. Just CAN’T get it.

Fuck voting.
Fuck liking.

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Zitat als Autorität

MMM: schlechte Witze aber subtil = gute Witze

1.) Anschläge/Takt vs. Anzahl Töne
2.) Unterteilungen/Takt vs. Anzahl Anschläge

Verhältnis Anzahlt Töne/Anzahl Anschläge:
Wenn 1 Tendenz zu Tonwiederholungen

Streichquartett: Viel zu viele Töne, vielleicht aber auch o.k., muss dann total durchgeknallt werden als Stück.

Unterteilung/Schlag hochrechnen auf Unterteilung/Takt – was dann heißen würde, dass es nur eine Unterteilung je Takt je Stimme geben kann. Abgesehen von Subunterteilungen = Verzierungen

Komisch, dass es im Fernsehen immer um Verrat geht. Muss mit der Dauer zu tun haben.

Mehrklänge NICHT als Sammlung von Tonhöhen behandeln

Verzierungen als
Binnenrhythmus
Körperrhythmus
Gesten

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Oder was auch immer.

Rust
Remnants
Rails

Unterteilungen Schläge/Takte: ein vernünftiges Argument, Unterteilungen auf Takte zu beziehen, wäre, dass die Takte dann in ihrer Funktion mehr sind als reine Materialspeicher, sondern tatsächlich auf einem durchgehenden Schlag beruhen – wenn auch u.U. in verschiedenen Stimmen unterschiedliche Schläge.

Gegenargument: Die Vergleichbarkeit der Unterteilungen je Schlag fällt weg, da der Bezugsrahmen der Taktlängen sich ständig ändert. Einzige Möglichkeit wäre hier, auf Schläge bezogene Unterteilungen proportional auf Takte umzurechnen (was sicher ziemlich wilde Unterteilungen zur Folge haben würde), oder die Unterteilungen nicht grundsätzlich auf 4tel, sondern auf den jeweiligen Nenner des Taktes zu beziehen, so dass sich ausschließlich komplette Schläge ergeben, die dann auch identisch je Takt unterteilt werden könnten.

Vorteil dabei wäre, dass die Unterteilungen flexibel zwischen den Instrumenten ausgetauscht werden könnten.

Tremolo-Rhythmus gegen linke Hand-Rhythmus

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Modemacher als Heilige.

Der heilige Raf.
Häh?
Na ja, ich meine, wer denn sonst, oder?

Paraguay: Es macht keinen Sinn, sich nur kurz zu bedienen und etwas einfach zu benutzen, um einen kurzen Effekt zu erzielen. Die Idee ist ja doch, einen Stil durchzuziehen und auszuschöpfen, nur so kann er seine Kraft und Ernsthaftigkeit entfalten, ansonsten bleibt er einfach Feature, das genauso gut wegfallen könnte. Stimmgeeiere.

Richter 1/50: Alle Kanten auch extra stellen. Überlagerungen.

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Studie in Slapstick

Es ist eben letztlich völlig egal, was da passiert, Hauptsache es passiert überhaupt etwas. Oder eben gar nichts. Ist ja auch was. Die Reihe für den Moment. Die Pause für den Moment. Die Nicht-Aktivität. Total gegeneinander schneiden. Wie die Doofen. Impro. Soviel davon, in der Lage, mit den Instrumenten usw.

Und das Gegenteil davon wäre der Übergang. Der Schnitt auf den Schnitt. Was ist von da nach da passiert? Was bedeutet das? Fläche gegen Punkt.

Klar fühlt man sich sicherer, wenn man weiß, wo es hingegen soll.

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Studie in Pathos

Form: Das Geordnete und das Ungeordnete

Das, was sich von selbst ergibt.

Anhaltende Aktivität

Ich will mehr davon und weniger davon.
Das will ich hier und das will ich dort.
Und das hier dazwischen.
Nein viel weniger davon, mehr davon.

Aktivitäten gegeneinander schneiden.

Und davon nur ganz wenig.
Nur ganz wenig hierein.

AO

Abstraktes Gemälde

Abstrakte Form

Konkreter Inhalt:

Aktivität

Die tun da was. Die machen da was. Und dort? Ja, da auch. Und dort? Nee, da nicht. Da passiert nichts. Da ist nichts los.

Z.b. Melodie als Aktivität. Muss ja jemand was machen. Bläst sich ja nicht von selbst.

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etwas Fremdes

Gegenstände

schamlos

Antihermetik

Frage wäre ja, wie lange etwas überhaupt erkennbar bleibt.

total offenlegen

ich mache Dinge, die ich nicht tun sollte

na ja, und sonst so?

eigentlich gerade eben kein neues Material daraus machen, sondern so lassen, wie sie sind

einfach hinstellen

was passiert, wenn man sie?

komplett alles reinwerfen

alles offen

allerdings nicht einsetzen, nicht auf etwas zielen, nicht einfach nur benutzen

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ich versucht

Es ist natürlich klar, dass sich Form nicht immer selbst generieren muss. Man könnte auch einfach sagen, das will ich hier, dies dort haben. Wie man vielleicht einen Raum einrichten würde. Auch wenn das dann eher in Richtung Geschichte erzählen geht.

Toll natürlich, wenn Form und Material miteinander identisch sind. Aber eben nicht die einzige Möglichkeit, Zeit zu strukturieren. Das Gegenteil wäre dann wahrscheinlich flächiger, deutlicher, auch gröber. Klare Materialformen, die gegeneinander gesetzt werden.

regelmäßiger Schlag ist an sich schon Wiederholung

Ganz lange etwas beibehalten, und dann plötzlich umschlagen lassen. Wie manche Dancetracks: Eine rohe, ultradeutliche Form. Nerven behalten.

Kurze Geistesblitze, die sofort wieder verschwunden sind. Wenn du sie nicht sofort aufschreibst, sind sie weg. Subtilitäten des Denkens. Kurzzeitig die Dinge in einem anderen Licht sehen. Für eine Sekunde etwas verstanden haben. Oder glauben, dass man etwas verstanden hat. Hätte sich ja auch als kompletter Unsinn herausstellen können, wenn man es aufgeschrieben hätte.

da stell ich dies rein, und da stell ich das rein

könnten wir nicht?

wollen wir?

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Bild ohne Ton

Einfach kopieren, und zwar wörtlich, was wäre das? Erstmal wäre es eigentlich keine Kopie, sondern das Original, denn es geht ja um Noten, nicht um Töne, und Noten verändern ihren Sinn nicht, wenn sie von anderer Hand geschrieben sind. Es würde sich also z.B. nur der Name des Komponisten ändern, oder der Titel, oder die Auswahl der Sätze. Aber es wäre eben keine Stilkopie, und auch kein Zitat, sondern etwas anderes. Ich zitiere einen ganzen Satz. Ich zitiere eine komplette Satzfolge. Es gibt keinen Rahmen für das Zitat, sondern eben nur das Zitat.

and then it’s o-ver

Spectrum/Captain Memphis: Total vernoiset, ganz geil.

TEMPS
L’HABITUDE

Zeit
Langeweile
Folter
Doku

Don/Richter: Wäre interessant, auszuprobieren, was da passiert. Unterschiedliche Zeitfenster. Du hast jetzt nur Zeit für. Da muss jetzt alles rein. Oder weglassen. Was da nicht reinpasst, fällt weg. Wird abgeschnitten. Nachvollziehbar, spürbar allerdings nur, wenn das Material über diese Schnitte hinausstrebt (Bewegungsenergie, unterbrochene Wiederholungsschleifen oder implizite Proportionen).

Exponentialfunktion: Viel viel vs. viel wenig

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Todessehnsucht

Geräusch Aufnahmepegel zu empfindlich eingestellt

Nichts, Hegel, Tod: Immer wieder faszinierend, wie viele Leute sich einfach nie angesprochen fühlen, in jedem Fall davon ausgehen, dass sie unmöglich gemeint sein können. So auch JH: Ist doch völlig klar, dass sich jeder in einer ähnlichen Situation im Wesentlichen gleich oder, viel wahrscheinlicher, schlimmer verhalten würde, völlig unverständlich, wie über die Leere der Figuren, ihre Dummheit und Unfähigkeit gesprochen wird, wo man doch in Wirklichkeit ziemlich lange suchen müsste, um unter den Entsetzten wenigstens gleichwertiges Personal zu finden. Ist aber natürlich ein eigenes Talent, sich selbst grundsätzlich für unverdächtig zu halten. Macht unweigerlich dumm, weil der Faktencheck schon an der Lebensbasis ausgeschaltet ist.

Parallelgeschichten: Ganz interessanter Gegensatz zwischen einer Konstruktion, in der Lebensgeschichten nebeneinanderher erzählt werden, ohne sich zu berühren, und einer Konstruktion, in der viele Figuren in einer Lebensgeschichte auftreten, um dann aber in der Mehrzahl der Fälle sofort wieder zu verschwinden und nicht mehr wiederzukehren.

Interessant, dass auch im Sport die eigentlichen Punkte/Tore dramaturgisch gar nicht so wichtig sind. Oft ist es sogar psychologisch enttäuschend, wenn ein Spiel sich entscheidet. Auch wenn der Spielzug selbst brillant ist.

Ensemble als Abspielgerät (quasi Samples)

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Heterophonie

Was ist denn das hier, was passiert da?

untrue, Einleitung: Versionen ineinanderschneiden.

Größte Bewegungsdichte festlegen, dann auf verschiedene Schlagtempi runterrechnen.

Das Fade

Das Staubige

Text komplett setzen und dann cutten.

mehr Glück für alle

work of fuckin art

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Richter/Loch

Ausdrucksdaddelei zum sterben langweilig. Interessant, dass das dar nicht mehr geht. Andererseits gibt es eben schon daddelartige Musik, die dann doch funktioniert, meinetwegen Black Bananas. Als ob da das Gedaddel beherrscht wäre, ausgearbeitet wäre, als Komposition funktionieren würde. Bisschen wie eine Intelligenzentscheidung gegenüber einer Gefühlsentscheidung. Auch das Überspitzte funktioniert dann viel besser. Echtes Überspitzen ist vielleicht auch eher eine Frage der Konstruktion als des direkten Ausdrucks.

Medienwechsel: Bisschen problematisch, wenn es nur darum geht, Dinge zu zeigen, die man sonst auf der Bühne nicht sehen könnte. Interessanter wäre ein unnötiger Medienwechsel um des Wechsels willen. Also willkürlich, nicht vernünftig. Nicht praktisch.

Nicht unbedingt die Frage, warum folgt b auf a, sondern was ist zwischen a und b. Was passiert da?

Wen man so will: Was ist da, wo der Punkt steht? Was passiert zwischen zwei Sätzen? Letztlich eine tote Zone. Einfach Dinge aneinanderkleben. Zukleistern. Dann merkt man’s nicht mehr. Rhythmus z.B. könnte eine Lösung sein. Prosa. Und das Objekt der Gegenstand.

Die Löcher zwischen den Sätzen. Alles nur Kleber.

Oder: Das dazwischen, und das, wozwischen es ist, trennen. Auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Sozusagen die Kanten extra komponieren.

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goldenes Licht

Die Bühne wird in tiefe Melancholie gehüllt sein. Trauer sinkt auf das Publikum herab. Langsames Stampfen.

4.10. 12:23
5.10. 15:52

3 Tage
7 Monate
9 Jahre

Lustig ist eine Kategorie des Geistes

Merkwürdig, wenn dann ein Entzündung einfach so wieder verschwindet.

ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-

nom

form follows energy: Was wäre das denn in Musik? Was wären denn Regeln, die innerhalb eines bestimmten Aspekts/Parameters Sinn ergeben, die man aber normalerweise nicht verwenden würde, weil sie alle anderen Parameter bizarr verformen würden? Und genau das wäre dann das Tolle daran: Das man einen einzelnen Parameter auf Kosten aller anderen Parameter durchgesetzt hat, und das Ergebnis exakt dadurch sinnvoll-sinnwidrig und deswegen interessant ist. Dass man das Ergebnis nachvollziehen, aber dann eben doch nicht nachvollziehen kann. In gewisser Weise etwas gegen jedes gute Benehmen/Geschmack durchsetzen und eben dadurch eine höhere Form von Geschmack beweisen. Für den Moment.

alles böse
alles schlimm
alles schlecht
alles egal

still
leise
halb laut
laut
ganz laut

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intellektuelles Mitläufertum

notwendige Fehler/die Fehlermaschine: Wäre doch toll, wenn man Fehler einfach vorausprogrammieren könnte, und zwar so, dass man nicht weiß, welche Fehler genau eintreten werden, und auch nicht, wann, dass man aber sicher sein kann, dass irgendwelche Fehler auf jeden Fall auftreten werden – und wenn nicht, dies dann eben der Fehler wäre. Fehlende Synchronisation. Die Maschine reagiert gerade nicht auf das reale Geschehen, sondern vollzieht ihre vorgeschriebenen Handlungen, egal, was passiert. Müsste aber noch toller sein: Dass es eben doch eine Reaktion gibt, dass die aber in einer großen Anzahl von Fällen einfach falsch ist, weil sie nicht passt. Regler hochfahren, wo nichts da ist. Regler runterfahren, wo etwas passieren müsste. Das Rauschen der Maschine. Rückkopplung. Falsche Einsätze. Falsche Schnitte. Viel zu laut. Viel zu leise. Vielleicht aber noch mehr. Eindringen in die Struktur. Die Struktur selbst darstellen. Eine Struktur gegen eine andere Struktur setzen, aufeinander bezogen, aber doch gegeneinander versetzt.

Verstärkung willkürlich ein- und ausschalten, womöglich mit Knacks. Darauf müsste die Musik allerdings dann wohl doch reagieren, sonst zu offensichtlich.

Gesamtes Stück im voraus aufnehmen und gegen die eigentliche Aufführung halten, wie ein Foto, das gegen sich selbst verschoben ist. Würde das Problem lösen, dass Klang immer nur dann bearbeitet werden kann, wenn er gerade klingt oder schon verklungen ist. Das Nachgeordnete der Live-Elektronik. Andererseits natürlich eine ziemlich künstliche Prozedur. Könnte sogar interessanter sein, wenn man es instrumental auskomponiert.

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ZWEITER TEIL/XIII

Schnelligkeit: Nicht nur Schnelligkeit im schnellen Wechsel von verschiedenen Aktionen, sondern auch Schnelligkeit im Sinne von viel vom Gleichen. Dass eine bestimmte Art von Material in einen so engen Zeitrahmen gepresst wird, dass die vielleicht in einem normalen Zeitrahmen ohne Schwierigkeiten ausführbare Handlung gerade noch/gerade nicht mehr ausführbar wird, und sich dadurch nicht auskomponierbare, aber kalkulierbare Ungenaugkeiten einschleichen. Oder dass die resultierende Ergebnisabfolge sich so schnell bewegt, dass sie gerade noch/gerade nicht mehr nachvollzogen werden kann, und sich dadurch eine Ungenauigkeit in der Wahrnehmung ergibt, gleich ob die Ausführung genau oder ungenau ist. Im Wesentlichen: Schneller spielen, als man hören kann. Die Ohren überholen. So dass sich die Ohren im Überholtsein/Überholtwerden einrichten müssen.

Das wäre doch echt schön, oder etwa nicht?

Dazu gehört auch: Die zu schnelle Figur als EINEN Baustein zu betrachten, ein in sich geschlossenes Bruchstück, das nicht weiter aufgespalten werden kann. D.h. die Bewegung nicht als zusammengesetzt, sondern als einfach behandeln, auch wenn die Notation das Gegenteil suggeriert. (Smithson/Matta-Clark)

Irgendwann schreibt man’s dann halt auf.

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Und getreu

Schrei

Verzierungen: gliss hoch/gliss runter/gliss hoch und runter

Triller als Verbindung zwischen zwei Tönen

Gerätschaften/Vorschläge

Extrem schnelle Verzierungen extrem leise.

Verzierungen in andere Register hinein.

Art Weak

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Filed under Stücke, Weltmusik, ZWEI/2240: Song Cycle

Letztlich auch Vergänglichkeit.

Denken Denken Denken Wiederholen Akkord: Keine Harmoniewechsel

Gong stark dämpfen, weicher Schlägel: klingt wie Brett.

Extrem starke Bearbeitung des Tons im Nachklang

Letztlich sehr gewalttätig

Mehr Geräusch als Ton, dennoch intendierter Ton immer klar auszumachen

Durchgehend am Steg gespielt, viel Attacke

Zum Ton hin/vom Ton weg

Schlagzeug: Reibstöcke, Kontrabassbogen, Schlägelköpfe, Rute, Hand, Fingernagel

Aneinanderreiben

Formen der Variation

Haupttöne/Nebentöne

Hand tanzt auf Saiten

Deswegen Saiten freischwingend, ohne Griffbrett

Geräusch als Verzierung

Verzierung als Geräusch

Störung

Verunreinigung

Das Signal muss klar sein, damit die Verunreinigung als solche erkannt werden kann.

Ansonsten Haupt- und Nebentöne gleichwertig/nicht unterscheidbar/eine Ebene

Oberfläche

Lange Glissandi, wo dann wirklich nicht mehr klar ist, welcher Ton ursprünglich gemeint war.

Aufhebung des Tongefüges

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Umwölkten Hauptes

Klarinette nach unten ausfransen lassen.

Wie kriegt man die Entfremdung ins Instrument zurück? Dass das Instrument das Instrument bleibt und trotzdem kaputt ist. Reine instrumentale Geste und trotzdem totale Entfremdung.

Oder gar nicht spielen lassen: Auch toll.

Alles unisono, auch mehrstimmig. Alles verdoppeln, Instrumente total vermischen, nicht mehr als einzelne Instrumente erkennbar. Aber: Gesten erkennbar. Satz erkennbar. Von Instrumenten getrennt.

Virtuosität: Das viel zu schwer, das dann in etwas anderes umschlägt: Eine andere Qualität, ein anderes Material. Ganz schnell, und deswegen nicht mehr nachvollziehbar. Auch akustisch nicht: Schneller spielen, als man es hören kann.

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Jünglingshafter Gestalt

an eternal error has occured

Ein extrem langweiliges Buch schreiben, das Langeweile als Weg zur Erleuchtung zum Thema hat. Am Ende bist Du erleuchtet.

Ein extrem unterhaltsames Buch schreiben, das Unterhaltung als Weg in die Selbstauslöschung zum Thema hat. Am Ende bist Du …

Das Buch als reale Verwirklichung des Themas des Buches.

Instrumente: Glissandi in Liegetöne einpassen, quasi Verzweigungen. Intensiver Stillstand.

sound of the machine: Nicht nachregelbare Elektronikeingriffe als unberechenbare Verstärkungsanlage, immer als Fehler, als Überreaktionen des Systems auf das Original

nicht übel

träum’ weiter

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Gift

Klarinette
Schlagzeug
Violine
Viola
Violoncello

schleichend
schleppend

abgedämpft

Kolik: Bass
Schlachten A: Bariton & Kleines Ensemble
Schlachten B: Sopran, Mezzo, Alt & Kleines Ensemble
Heiliger Krieg A: Counter, Tenor & Großes Ensemble
Heiliger Krieg B: Chor & Orchester
Stampfen: Streichorchester

East India Youth/Total Strife Forever: Beeindruckende Akkordwiederholungen

Bob Ostertag: Think of Zwei/2240

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unsympathisch

Die Idee ist ja eigentlich, ein Recht darauf zu haben, anstrengungsfrei durchs Leben zu gehen.

Interessante Vorstellung.

Nicht zu genau hinhören, Sorgfalt kann auch nerven: Einfach mal weghobeln.

Formalisieren: Um Gottes Willen keinen Naturalismus! Die singuläre expressive Geste.

so schön rund
so toll gemustert

after death = before death:
well, don’t be too sure

Kolik, 9. Szene, Vierer-Gruppen: Bratsche, 2 Akzente, Ponticello

Skulptur

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Das ist ja wohl ein Witz!

Man kann ja eigentlich nicht ernsthaft bezweifeln, dass es wichtig ist, dass sich Leute innerhalb der Gesellschaft für bestimmte Ziele, die allgemein akzeptiert werden, einsetzen, im Zweifelsfall eben auch ehrenamtlich. Warum wirkt es dann so lächerlich, wenn diese Personen in ihrer Aufgabe völlig aufgehen und sie ohne jede Distanz zum Mittelpunkt ihres Lebens machen? Vielleicht einfach, weil es falsch ist, weil eine solche Aufgabe nicht der Mittelpunkt Deines Lebens sein kann. Gleichzeitig kann man aber nur mit dieser völligen Auflösung seiner eigenen Person in der Sache bestimmte Dinge gesellschaftlich durchsetzen. Insofern ist diese Form der Zweckidotie unbedingt notwendig, um Dinge zu verändern. Eines der Probleme dabei ist sicherlich, dass man natürlich immer, zu jedem Zeitpunkt, fragen muss, ob das, was man macht, sinnvoll ist. Man kann nicht einmal entscheiden, dies mache ich, und von da an blind durch die Gegend rennen und alles dem einmal definierten Ziel unterordnen. So eine Art Soldatengehorsam sich selbst gegenüber.

Dialog der Woche:

– Lass dich doch nicht so gehen.
– Es ist so heiß hier.
– Dann geh wenigstens aus dem Bild.

– Kolik ist fertig.
– Ooops! Wie das denn?
– Weiß auch nicht. So halt.

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Formalistische Verzerrung

7 fuckin’ years.

Wahrscheinlich geht das wirklich nicht, dass man einem Text einfach Noten zuordnet. Wirkt lächerlich, fast ironisch. Würde vielleicht als Sprechrhythmus gerade so durchgehen. Weil das Sprechen nicht so deutlich zwischen akustischer Haupt- und Nebeninformation unterscheidet wie das Singen. Also allenfalls Abstufungen – oder eben gar nicht.

Es hilft auch nichts, wenn der Rhythmus komplex ist – wirkt fast noch komischer/deplazierter. Als ob man sich einen Ort anmaßt, der einem nicht zusteht. Weil er nichts mehr bedeutet. Sonst müsste man das Genre insgesamt akzeptieren. Wozu man logischerweise keine Lust hat.

Vielleicht genau das Gegenteil: Völlig mechanisch mit dem Text umgehen. Diese bescheuerte Einfühlung/Ausdeutung weglassen. Denn auf die Sprachmelodie eingehen ist ja letztlich nichts anderes als ausdeuten.

Nullausdehnung, horizontal und vertikal: Es gibt keine horizonale Nullausdehnung ohne vertikale Nullausdehnung, es sei denn: Staccato-Akkord, Staccato-Klang, statt Staccato-Ton.

Wenn der Einsatzabstand kleiner als die Ausdehnung ist, überlappen sich die einzelnen Elemente. Wäre bei Wörtern eine lustige, ziemlich formalistische Verzerrung.

Lieblingsfilme ever:
Wild Bunch
A Touch of Zen

Krieg: Sich selbst überholen, an den Rändern ausfransen

Szenen verzahnen

Silben
Worte
Zeilen

canon for one voice

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Filed under Film, Form, Gesang, Kolik, Oper, Stücke, Text

Zielfrei arbeiten.

Achtung:

ABSOLUTES IRONIE-VERBOT

Keyboard, Streichtrio, Saxophon?

Eins in Auftakt umdeuten/Takt verlängern? Würde bedeuten, dass man den Puls nicht verliert, aber den Schlag versetzt. Tatsächlich wirkt der Auftakt im festen Metrum ziemlich erzwungen. Oder Metrum immer mit zusätzlichen Silben verlängern? Vielleicht ist die Idee eines regelmäßigen Metrums grundsätzlich falsch?

Interessant, wie Ideen, an die man ein, zwei Tage glaubt, sofort wieder zerstäubt werden, wenn man sie wirklich auf die Probe stellt, schaut, ob sie der Realität der Ausarbeitung standhalten. Manchmal kommt etwas Neues, Anderes dabei heraus, manchmal gar nichts.

kurz/lang
schnell/langsam

nicht nach Gefühl entscheiden

INNERHALB des Tempos nochmal schnell/langsam

32tel sehr schnell
16tel schnell
8tel mittel schnell
4tel mittel langsam
2tel langsam
1tel sehr langsam

BF
SS
CC
EM
GA
BP
MS
IX

It’s a fuckin’ showdown.

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Optimismus

everything is way too convenient

Musikalität unterbinden/verhindern

Doku = Zeit

Vokalklänge und Instrumentalklänge ununterscheidbar machen: Würde voraussetzen, dass die Darstellung absolut ironie- und pointenfrei ist, dann könnte man tatsächlich auf den Reichtum der Klanggebung reagieren und nicht einfach nur den normalen Gebrauch der Werkzeuge negieren. Totale Verschmelzung und gleichzeitig doch ein vorsichtiges Auseinanderhalten, eine minimale Differenz, die Instrumente und Stimmen voneinander absetzt. Basis müssen Geräusche sein, die nur ausnahmsweise den Bereich der Tonhöhen berühren. Vielleicht aber auch, dass sich die Stimmen von den Geräuschen zu den Tonhöhen vorarbeiten, und umgekehrt die Instrumente von den Tonhöhen zu den Geräuschen.

hall of fuckin’ shame

Ist doch toll: Du musst nur einen einzigen Buchstaben hinzufügen, und schon sieht es aus wie ein richtiges Wort.

3 Bläser, 3 Streicher, 6 Sänger, alle mikrophoniert:

fck y!
fck d!

there’s a lot of signals you don’t wanna send

Vielleicht auch Schlagzeug/Klavier? Wäre doch auch schön, oder? Kann ich noch ein bisschen … ? Oder vielleicht … ?

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inalienable/dreamless

Blu: Einzelne Silben herausdrücken (portato crescendo), andere fast verschlucken (staccatisso pianissimo). Möglicherweise zwei verschiedene, unabhängige Rhythmusebenen.

Betonte und unbetonte Silben auf zwei verschiedenen Rhythmusebenen.

Ungereimtheiten Kathedrale

e-g-e-g-e-f-d-f-d-e-c-g-e-d-g-g

Wovon ich schwärm’: Der Lärm.

Zeichen der Zeit: Monothematische Bands. Verengung der Perspektive. Verdeutlichung der Aussage.

Who knows how deep that hole is – maybe it has no bottom at all.

Oktave als Überraschung: Plötzlich ist das Gleiche obendrüber (oder untendrunter). Wie kann das denn sein?

Nicht für selbstverständlich nehmen.

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Einfach irgendwas.

Was machen die denn da?

Jetzt machen die das. Und jetzt …

Instrumentation gegen Material verschieben. Material homogenisieren.

Artikulation = Material oder so.

Oder eben kontinuierliche Materialveränderung auf plötzliche Instrumentationswechsel legen. Hard Edge vs. Soft Edge.

Etwas bleibt gleich, und etwas ändert sich total, und zwar egal, was die Struktur nahelegen würde. Oder: bleibt auch gleich, aber an ganz anderer Stelle. Zwei völlig verschiedene Strukturen aufeinander gelegt. Oder: Ähnliche Strukturen, aber stark gegeneinander versetzt, oder sich gegeneinander verschiebend.

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Nutzlose Erkenntnis

Untrust/Gordon Matta-Clark: Rohheit der Natur, Struktur des Nützlichen, Geometrie des Eingriffs, Brutalität der realen Gefahr.

Vorbereitete Struktur nutzen, ohne sie ernstzunehmen. Z.b. Akkorde und Struktur frei gegeneinander verschieben. Sinn der Struktur komplett ignorieren. Instrumentation verwenden, obwohl sie vollständig sinnlos geworden ist. Sozusagen eine Ruine als Neubau.

Und dann, am Ende, sich die Ruine vielleicht doch aneignen, vielleicht doch in die Ruine einziehen.

Dream/Weeknd: Pathos als Gewicht/Ballast. Es genügt nicht nur nicht, recht zu haben, es hilft auch überhaupt nicht. Was dann letztlich auch bedeutet, dass man nicht recht hat.

Untrust: Homogene, aber strukturierte Massen.

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Filed under Kunst, Pop, Stücke, Untrust

Baustelle

I want my Robert Smithson piece back!
Can I please have my Robert Smithson piece back!
Please give me my Robert Smithson piece back!

Klavierstück über minimale Arpeggi schreiben
vorher/nachher als Thema – Zeit
dicke Schichten von Verzierungen
rhythmisierte Triller

If you have problems with a song, take out what you like most. (PJ Harvey)

Agamben, Textausdeutung: Problem, wenn man jeden Text auf seine Etymologie hin abklopft, ist ja eigentlich, dass man die Texte überhaupt nicht mehr wörtlich nimmt, sondern nur noch in ihrer Tiefenstruktur nach Bedeutung sucht. Ganz offensichtlich damit Text tatsächlich vom Autor und seiner Intention abgelöst. Das Unangenehme, Falsche dabei ist, dass der so untersuchte Text eigentlich immer recht hat, immer Recht haben muss, er wird quasi wie eine Heilige Schrift behandelt. Exegese: Es wird im voraus davon ausgegangen, dass der Text recht hat, und nur noch nach seiner korrekten Ausdeutung gesucht. Textauswahl und Textreihenfolge bleiben unbegründet. Insofern scheint die Untersuchung für sich selbst auch den Status der Unanfechtbarkeit zu reklamieren. Die Exegese der Heiligen Schrift ist ebenfalls heilig. Das Lustige dabei ist, je mehr der Text auf diese Weise ernstgenommen wird, desto mehr verliert er für sich an Bedeutung, da fast alles in ihn hineingetragen werden kann, je nach Intention des Ausdeuters. Was noch nicht einmal mit Böswilligkeit zu tun haben muss, sondern einfach mit der Methode notwendig verbunden ist. Man sieht nur das, was man sehen will, wenn man die Oberfläche verlässt. Oder sogar: Was immer man sehen will.

I would like to …

please no genre

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all songs by levon vincent

Jede Stufe einzeln charakterisieren? Eigentlich nicht, warum nicht Entwicklungen nebeneinanderher laufen lassen?

Spieltechniken einander überlagern, quasi eigene Stimmen, die in der Überlagerung die Struktur verdichten? Wenn zwei verschiedene Spieltechniken gleichzeitig, dann automatisch auch mehr Aktion? Eigentlich unmöglich, aber lustige Idee.

Oder aber unabhängige Entwicklungen, die so lange dauern, wie sie vorgesehen sind, und sich gegenseitig überlagern und auslöschen. Also nicht verdichten, sondern unkenntlich machen.

Visuelle Hindernisse als Blenden in tracking shots, quasi Montage-Ersatz.

Ich würde gerne –
I would like to –
Please, let me –
But – of course!

The whole day it felt later than it actually was. Strange, huh? So tell me, why is that? How can it be?

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Form und Dauer

Bela Tarr, Satantango: Ziemlich perfekt durchgeführt, wie ausgerechnet, eigentlich keine Schwächen und vor allem auch keine Peinlichkeiten, immer wieder überraschend, wie brutal ein Schnitt einschlägt, wenn er nach einer langen Einstellung an einen anderen Ort/eine anderen Zeitpunkt springt. Man fühlt sich eigentlich um das, was dazwischen liegt, betrogen, als ob es gewaltsam aus dem Ablauf herausgenommen wäre. Auch der Schnitt selbst, der exakte Zeitpunkt, an dem zwei Einstellungen aufeinandertreffen, bekommt eine eigenartige Virulenz, als ob rein optisch etwas passieren würde, das man eigentlich nicht versteht – so schnell nicht nachvollziehen kann. Als ob das Auge nach der langsamen Entwicklung der langen Einstellung sich nicht so schnell auf das optische Phänomen des Schnitts einstellen könnte, als ob nur die Überblendung dem Auge die nötige Zeit gegeben hätte, sich auf die nächste Einstellung vorzubereiten, den Übergang von einer Einstellung zur nächsten zu verstehen. Insofern Schnitt als Raub, als brutaler Eingriff, als Fehlstelle. Totaler Gegensatz zur Montage, in der das Auge den Schnitt gar nicht bemerkt.

Lange Stücke und sehr lange Stücke.

Durch das Streichquartett führen.

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non-consequentiality

danger
money
food
stars
usefulness

supply + demand + magic

Tonale Musik: Dass Nachvollziehbarkeit ein wesentlicher Vorteil tonaler Musik gegenüber atonaler Musik sein soll, ist wahrscheinlich Unsinn. In Wirklichkeit klingt sie einfach angenehmer als atonale Musik. Allerdings ist es richtig, dass Fehler in tonaler Musik sofort erkannt, also nachvollzogen werden können, in atonaler Musik meistens nicht.

REDE
TRAKTAT
GESANG

oder hatten wir das schon?

Parameter: Grad der Variation
Wie jetzt – soll alles gleich bleiben, aber alles anders werden? Wie denn das jetzt?
Na, ist doch klar – was hast Du denn gedacht?

Stimme durch Wand: Rhythmus und Bewegung

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POST MORTEM

Niemand sagt, dass es leicht sein soll. Aber es muss auf irgendeiner Ebene eben doch Peng machen, das ist es. Es darf nicht NUR mühevoll sein. Und dazu macht ein vereinheitlichtes Konzept eben doch Sinn. Das AUSDENKEN hat so etwas leicht Widerwärtiges: Dass man sich fragt, was man will, und das dann auch macht/ausführt. Ist halt nicht gerade das, was man Überraschung nennt. Und ist überhaupt nicht KALT. Vorschrift, auch unsinnig: Bitte ausführen.

Vernünftig sein/Zusammenpassen: Einerseits bescheuert, andererseits könnte es bei bestimmten Anforderungen die einzige Möglichkeit sein, überhaupt etwas zustandezubekommen. Bestimmte Dinge KÖNNEN halt nicht zufällig aufeinandertreffen, weil sie unausführbar sind. Also müssen sie von vornherein vermieden/verhindert werden. Regeln könnten da nützlich sein. Nur: Ab einem gewissen Grad von Komplexität der Aufgabe müssen die Regeln notwendigerweise so kompliziert werden, dass sie als Regeln nichts mehr taugen. Regel sollen ja vereinfachen, Entscheidungsprozesse verkürzen, nicht einfach nur die Sachlage beschreiben.

Mal wieder so eine Frage: Gefällt es mir nicht, weil ich nicht weiterkomme, oder komme ich nicht weiter, weil es mir nicht gefällt? Arbeite ich schlecht, weil ich deprimiert bin, oder bin ich deprimiert, weil ich schlecht arbeite?

Dynamik an Spieltechnik koppeln: Macht Sinn, ist aber verdammt spießig.

Das Ausdenken möglichst verhindern.

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oder hatten wir das schon?

Letztlich ist der Entscheidungsprozess natürlich auch ein Lernprozess, bei dem man am Ende mehr weiß als am Anfang. Konsequenterweise müssten dann die ersten Entscheidungen weniger sachkundig sein als die späteren. Darüber nachdenken, wie man damit arbeiten, wie man diese Dynamik ausnützen kann, um das Stück zu stärken, oder ob es sinnvoll ist, den Entscheidungsprozess mit sich selbst kurzzuschließen, und so die einzelnen Entscheidungen immer wieder neu zu überprüfen, um so den Informationsspielraum immer weiter zu verkleinern.

Hat mich von Anfang an interessiert. Letztlich ist die Wiederholung wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, der Entscheidungsdifferenz musikalisch auszuweichen.

Streichquartett 1984: Ein Jahr lang versucht, einen musikalischen Gedanken fortzuspinnen, um dann eine Folge von variierten Wiederholungen an einem Nachmittag auszuarbeiten. Eine mögliche Option: Den Entscheidungs- und Ausarbeitungsmoment radikal verkürzen.

born
dead
dying
young
tonal
atonal
traditional
modernistic
not
true
in
painting
somehow

und noch einmal zurück zu

XXXXXXXXXXXXX HIER ZU XXXXXXXXXXXXX

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Pray to God, but row for shore.

In a string quartet you more or less know everything. So you have to CREATE THE UNKNOWN. Was interessiert, ist das, was man nicht weiß, logischerweise.

Mikroton-Abweichung = Polyphonie? Also daraus eine STIMME machen? Analysieren. In EINER Stimme ist die Abweichung klare Absicht: Eindeutigkeit.

Womit anfangen? Was ist die Hauptstruktur – wenn es überhaupt eine gibt?

Vielleicht geht es ja gerade um die Dinge, die man NICHT hört?

etwas abmalen vs. etwas konstruieren

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Doch eines Tages

Wie ist das: Ist Tonhöhe noch der entscheidende Parameter, der uns eine Struktur als einstimmig oder mehrstimmig wahrnehmen lässt? Wahrscheinlich.

Ist dann letztlich gar nicht so viel, was man auf einer einfachen Ebene parametrisieren kann.

Geisteskraft: Wenn du müde bist, kannst du keine Entscheidungen treffen. Entscheidungen sind keine Frage der Vernunft, sondern der verfügbaren Kraft. Kunst besteht fast ausschließlich aus Entscheidungen, deshalb muss man ausgeruht sein, um arbeiten zu können. Oder sich gerade die Entscheidungskraft wegarbeiten.

Zu wissen, wie das Ergebnis aussehen soll, bedeutet noch lange nicht, dass man auch weiß, wie man da hin kommt. Normalerweise braucht es viele verschiedene zusätzliche Motivationen, um eine Struktur auch wirklich ausführen zu können.

Anfang Streichquartett: Was hält mich hier außer der Grundidee am Laufen, was kann ich zusätzlich machen, um die Dinge am Laufen zu halten? Im Grunde Tricks, private Überzeugungsarbeit, die hier gefragt ist.

Technik als Überzeugungsarbeit.

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Let the wind speak

Gibt es einen Übergang vom Ton zum reinen Rauschen (Maurizio)?

Unendliche Abstufungen zwischen Ton und Rauschen (NICHT entweder/oder, höchstens Mischung als Abstufung)

Streichquartett nicht aus Schattierungen, sondern aus distinkten Stufen (die dann aber gegen unendlich verkleinert werden können) konstruieren

Ist das Gleiche für die Oper möglich: Einheit Text, Einheit Wort, Einheit Silbe?

Matrix auf Text anwenden?

distinkte Abstufungen der Stimmfarbe (s.a. Bläser): warum nicht?

An irgendeinem Punkt Entitäten überlappen lassen, verschwimmen lassen, ununterscheidbar machen: Grenzen verschwinden lassen, auch wenn sie die KONSTRUKTION nach wie vor bestimmen.

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Abschnitt I

Anfang mit einzelnen, von Pausen getrennten Impulsen als Entitäten perfekt, um das Stück in Gang zu bringen und die einzelnen Parameter in Arbeit zu setzen.

Schauen, was kommt, und dann ändern.

Das möglichst lange Festhalten an einer Form von Material (mit internen Varianten) und schließliche Umkippen in eine andere Form von Material ist natürlich auch eine Form von Spannungserzeugung = Suspense. Ich halte es nicht mehr aus. Saugt Luft durch die Zähne ein.

Wie lange bleibt eine Variante eine Variante, ab welchem Grad von Veränderung kippt sie um in etwas Neues?

Auch Spieltechniken in der Zeit erfinden. Du musst nicht alles gleich am Anfang wissen. Teil der Arbeit, nicht der Vorarbeit.

Binnendramaturgie

Binnenvarianten

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Keep It Real

Was ist die Grundeinheit?

Matrix des Stückes zusammen mit dem Stück selbst entwickeln: Buchführung, Rechenschaftsbericht, Selbstkontrolle. Das Interesse ändert sich, der Fokus ändert sich, die bespielten Parameter ändern sich.

Es kann klare, es kann aber auch nur ungefähre, verschwimmende Formgrenzen geben. Einheiten können klar getrennt sein oder auch miteinander verschwimmen. Verschwimmende Formgrenzen müssen nicht den Charakter eines Prozesses haben. Ich schreibe gerade die Matrix für den Moment. Entscheidungen in der Zeit – am offenen Herzen operieren. Tatsächlich verschwimmen die Formgrenzen, wenn Parameter an jeder Stelle unabhängig voneinander ausgetauscht werden können. Es könnte sich herausstellen, dass gerade die Parameter, die gerade nicht bearbeitet werden, für die Form des Stückes am wichtigsten sind, weil sie unverändert bleiben und den jeweiligen Abschnitt zusammenhalten/seinen Charakter bestimmen.

Wie eine Matrix mit ständig wechselnden, voneinander unabhängigen Parametern schreiben?

Eigentlichkeit brechen. Who did it? Beethoven? Feldman? Spahlinger? Wenn etwas für etwas anderes steht, beispielsweise für ein Konzept, ist es dann uneigentlich? Intellektueller Gehalt.

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Entität

uneigentliche Musik = intelligente Musik?

Immer nur eine Veränderung oder Zahl der Veränderungen pro Wechsel eigener Parameter? Grad der Veränderung vs. Zahl der Veränderungen.

Wird ein Stück durch exzessive Vordisposition uneigentlich? Und ist das die Qualität, die wir suchen?

Mehr als 4 Veränderungen möglich d.h. mehr als eine je Ton/Aktion? Element = Aktion, d.h. Doppelgriff ist quasi 1 Ton.

Das würde aber bedeuten, dass der Veränderungs-Parameter quasi der führende Parameter ist, der nicht erweitert werden kann, sondern den gesamten Abschnitt/das gesamte Stück reguliert.

Könnte auch die gesamte Form regulieren – muss aber nicht: Form-Grenze könnte mit besonders hoher Zahl an Veränderungen zusammenfallen, könnte aber auch einfach Anwendung der Veränderung auf einen besonders wichtigen, bis dahin unveränderten Parameter bedeuten.

Wie gesagt, Parameter können auch ausgetauscht werden und so Formgrenzen markieren. DAS ist JETZT der wesentliche Parameter, das SIND jetzt DIE wesentlichen Parameter: Können ad hoc-Entscheidungen sein.

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Uneigentlichkeit/Essentialismus

Tapemusik finde ich eigentlich ziemlich unspannend, obwohl alles, was ich den ganzen Tag höre, vom Band kommt. Und Pop auf Band viel besser funktioniert als im Konzert. Also eigentlich Tapemusik ist. Aber immer ein akustisches Original suggeriert, auch wenn es nie existiert hat.

Mir am liebsten bei elektronischer Musik: Wenn sie die Apparatur zum Thema macht, wie z.B. Tudor, oder wenn sie eine Form von Lärm produziert, die offensichtlich elektronisch ist, wie z.B. Xenakis. Also klanglich dreckige Elektronik. Wahrscheinlich habe ich das Gefühl, dass die Sauberkeit des Versuchsaufbaus durch die Dreckigkeit des Klangs aufgehoben werden muss. Oder die Perfektion der Apparatur durch Betonung der Fehler zerstört werden muss.

Lav Diaz: Langsamkeit als Gegensatz zur modernen Welt aufzufassen, ist ein bisschen naiv. Natürlich muss das Lebensgefühl, und damit dann wohl auch das Zeitgefühl, auf dem Land anders sein als in der Stadt. Aber Langsamkeit muss etwas anderes als einfach nur ein Lebensgefühl beitragen, um relevant zu sein. Vielleicht das Detail: Zeit als mikroskopischer Blick. Aber auch das zu banal.

Was ist eigentlich mit langen Romanen? Lesbaren, weil spannenden, und nicht lesbaren, weil nicht spannenden (was nicht das Gleiche ist wie langweilig)? Was ist da Zeit, wird da Zeit spürbar, vermittelt, und wenn ja, auf welcher Ebene? In der Beschreibung, im Material, oder in der puren Lesezeit? Die Möglichkeit und Notwendigkeit der Unterbrechung beim Lesen bedeutet ja nicht automatisch, dass man die Lesezeit nicht als Ganzes empfindet und wahrnimmt.

Eigentliche und uneigentliche Spieltechniken? Resultat von Handlung abkoppeln? Handlung nicht deckungsgleich mit Resultat.

Kann es einen uneigentlichen Klang geben, oder kann Klang nur im Verhältnis zu seiner Hervorbringung uneigentlich sein?

Notwendigkeit von Dramaturgie/Kontrast vs. Lächerlichkeit/Durchschaubarkeit

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zu einfach

Streichquartett Variantenoptionen Anfang:

wer spielt/wie viele spielen

Mikrotonhöhe/Nebentonhöhe/Tonhöhenwechsel

Spielweise/Abweichung von Spielweise

Geräuschhaftigkeit/Tonhaltigkeit/Abschattierung in der Instrumentation

u.U. rhythmische Abweichung innerhalb Homorhythmik/Abweichung von Homorhythmik

Tonhöhenverlauf, quasi Modulation, quasi Melodie

Tonhöhe muss schwierig zu erkennen bleiben: Ungenauigkeit der Wahrnehmung, Undeutlichkeit, Zweifel am Ohr, Nebenprodukt oder Hauptsache, Fehler oder Absicht. Dann überdeutlich, quasi Oktave.

stabiler Zustand/Verlauf/Prozess

Antiespressivo als Espressivo/Antipoesie/sehr lange kein gestrichener Ton/dann Ultraespressivo

Climax vs. Schnitt: Stabiler Zustand = retardierendes Moment = Climax? Mit Tempo und Dynamik unterstützen.

Quasi weiche Parameter, Parameter, die das Material modellieren, können aber logischerweise auch zu harten Parametern werden. Zwischen weichen und harten Parametern hin und herspringen, umschalten. Der Fokus ist immer der harte Parameter.

Dinge müssen nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, um zusammenzupassen. Naivität der Überleitung, des Zusammenhangs. Satz als Satzteil. Umspringen als Form.

durchgehend einstimmig gedacht, Mehrstimmigkeit nur als Abweichung

jeder neue Parameter überlagert die alten Parameter und erweitert sie

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Make It New

Jetzt ist halt die Frage: Was ist das Objekt, was ist die Verarbeitung? Muss das Objekt vollständig dargestellt werden, um überhaupt dargestellt werden zu könne? Würde es bei einer vollständigen Darstellung Sinn machen, Frequenzbänder auszutauschen, also konventionell gesprochen Umkehrungen innerhalb des Objekts herzustellen? Das könnte dann beispielsweise heißen, dass breite Frequenzbänder mit viel Tonbewegung aus dem Bassbereich in den Sopranbereich wandern, und enge Frequenzbänder mit wenig Tonbewegung aus dem Sopranbereich in den Bassbereich. Vom Gefühl her klingt das ein bisschen zu simpel, ein bisschen zu mechanistisch überlegt, ein bisschen zu manipulativ, genau das könnte aber natürlich auch ein Vorteil sein.

Vom Gefühl her erfolgsversprechender scheint mir aber zu sein, aus einem vollständigen Klangobjekt einen bestimmten Frequenzbereich herauszunehmen und diesen dann nach oben oder nach unten zu versetzen. Das könnte dann heißen, dass eine Tonhöhenstruktur, wie sie innerhalb des Originalobjekts im Sopran erscheint, plötzlich im Bassbereich auftritt (Liegetöne mit geringer Tonhöhenveränderung), oder eine Tonhöhenstruktur, wie sie innerhalb des Originalobjekts im Bass erscheint, plötzlich im Sopranbereich auftritt (expressive Linie mit großen Intervallsprüngen). Allerdings: Schon in der Beschreibung fühlt sich das nicht wirklich natürlich an. Wiederum andererseits: Wer sagt denn, dass es sich natürlich anfühlen muss?

Letztlich sprechen wir bei Umkehrungen natürlich über Oktavtranspositionen. Bei der Herausnahme von einzelnen Frequenzbändern oder Frequenzbereichen wäre nicht unbedingt klar, ob nicht auch andere Transpositionen außer der Oktave angewendet werden sollen, z.B. um eine bestimmte Tonlage eines Instrumentes oder einer Singstimme herauszubringen. Allerdings eher weniger sinnvoll, innerhalb des gleichen Objekts gleichzeitig verschiedene Transpositionen einzusetzen. Es sei denn, es ginge darum, das Objekt vollständig zu verfremden.

Ein Spezialfall der Transposition wäre in diesem Bereich der Frequency Shift oder die Kombination von Frequency Shift und Transposition. Frequency Shift ist sozusagen eine in Hertz gerechnete Transposition, die für unsere Ohren das Ausgangsmaterial verzerrt, nämlich bei Shift nach oben dehnt und bei Shift nach unten staucht, so wie Transposition sozusagen eine in Cent gerechneter Frequency Shift ist. Die Kombination von beiden kann beispielsweise zu der paradoxen Situation führen, dass ein Frequenzbereich nach unten geshiftet und nach oben transponiert wird, bis er im ursprünglichen Tonhöhenbereich stark gestauchte Tonhöhenbewegungen aufweist, oder nach oben geshiftet und nach unten transponiert, so dass er im ursprünglichen Tonbereich stark gedehnte Tonbewegungen aufweist.

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Filed under Elektronik, Form, Krieg 1: Lichtblitz, Stücke

Der Arme

Problemstellung: Du musst nicht alles nehmen! Du musst Dein Objekt nicht komplett abbilden!

Tatsächlich hast Du, wenn Du mit Soundfiles arbeitest, feste Objekte, auf die Du Dich beziehst. Es sind feste, fertige Objekte, die, auch wenn Du sie selbst aufgenommen hast, quasi außerhalb der Komposition stehen, nicht TEIL der Komposition sind, sondern OBJEKT der kompositorischen Darstellung. Die Komposition KONSTRUIERT das Objekt nicht, sondern sie STELLT ES DAR.

Dabei gilt für die aufgenommenen Klangobjekte grundsätzlich, dass die Frequenzbänder in Hertz gerechnet gleichmäßig und homogen über das gesamte Spektrum verteilt sind, d.h. dass der Ambitus und die Bewegungsart der Frequenzbänder in allen Bereichen des Spektrums in Hertz gerechnet homogen ist, dass aber aus genau diesem Grund Frequenzbänder, die in Cent umgerechnet werden, also letztlich dem Wahrnehmungsvermögen unseres Gehörs angepasst werden, nach oben immer enger und, auch wenn sie in Hertz wilde Sprünge vollziehen, in Cent im Wesentlichen auf Liegetöne reduziert werden.

Wenn man also die Frequenzbänder eines Klangobjekts in ihrem ursprünglichen Frequenzspektrum belässt, ist es unvermeidlich, dass die größten und auffälligsten Tonbewegungen im Bassbereich stattfinden, und dass die Tonbewegungen nach oben, in den Sopranbereich hinein, immer geringfügiger werden, bis sie schließlich völlig verschwinden und in das Erscheinen und Verschwinden von Liegetönen übergehen. (Das entspricht dann im Übrigen von Ferne der Bewegungsverteilung im Generalbass.)

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Filed under Elektronik, Form, Krieg 1: Lichtblitz, Material, Stücke

Oper als einfach nur Text verstanden.

Das ist eigentlich Form: Die Disposition von verschiedenen Werten auf verschiedenen Ebenen in der Zeit und ihre Beziehung zueinander.

Natürlich Form im konventionellen Sinn. Die Frage wäre aber, was Feldman (als einziger Gegenzeuge) wirklich dagegen vorbringen kann. Muss auf jeden Fall ein Thema bleiben, kann man nicht einfach vom Tisch wischen. Nur: Jetzt muss ich erstmal von der Oper zur Form zurück.

Was Stücke wie Maurizio oder auch M.B.R.M.M.P.P. betrifft: Wenn das Material und seine Grunddisposition feststeht – was es tut, wenn ich bei dem Konzept der quasi wörtlichen Übertragung bleibe – kann nur seine VERFORMUNG Gegenstand der formalen Strategie sein. Das wäre so etwas wie Filtern auf analoge/instrumentale Techniken übertragen, d.h. nicht die elektronischen Techniken nachahmen, sondern ihren Einsatz, ihre Verwendung. Allmähliche Veränderung, plötzliche Veränderung, Bass wegnehmen, Bass wieder einführen, wieviele Instrumente, wieviele Stimmen, wieviel Geräusch, wieviel Ton, wieviel Höhenanteil im Geräusch, wieviel Tiefenanteil im Geräusch, etc.

Also zum Teil doch direkte Übertragung von DJ-Techniken auf Instrumentalbesetzung. Die reine Transkription der Filtertechniken der Originale dürfte nicht ausreichen, um die Transkription zu strukturieren, da die Filterung in der Transkription durch den im Wesentlichen gleichbleibenden Klang der Instrumentalbesetzung eingeebnet wird. Natürlich auch, weil die Tonhöhen der Transkription im übertragbaren Bereich nur einen Teil des Originals wiedergeben.

Allmählich Instrumente wegnehmen, allmählich Instrumente hinzufügen, allmählich sul ponticello einführen, allmählich sul ponticello wieder wegnehmen, etc. NICHT Spieltechniken auf die Lautstärkegrade des Originals übertragen – Effekt ebnet sich über das Stück hinweg zu sehr ein. Daran schließt sich die Frage an: Lautstärken doch auch großformal einsetzen – also nicht nur abhängig von der Transkription des Originals. Sonst vielleicht zu eintönig, zu vorhersehbar. Wahrscheinlich auch zusätzlicher Einsatz von Pausen, Verzögerungen u.ä. notwendig – das akustische Material wird anders funktionieren als das elektronisch definierte.

tollste Musik: einen einzigen Akkord wiederholen (Reggae, Dub-Raum, u.ä.)

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Leiden

Montage: Müssen wir jetzt die Regie übernehmen? Und was wäre Regie: Form, Montage, Dramaturgie?

A Touch of Zen: Interessante Form, in der die Abfolge von Ruhe und Bewegung, Gegenwart und Rückblende quasi unabhängig voneinander durchgeführt werden. Die Mönche, auf die der Titel anspielt, erscheinen erst in einer relativ späten Rückblende, gehören aber dadurch, dass sie in dieser Rückblende auftauchen, an den Anfang der Geschichte, rahmen also in der erzählten Zeit die Geschichte tatsächlich ein, nicht aber in der erzählenden Zeit.

Ruhe/Bewegung
Vergangenheit/Gegenwart

Erzählstränge, die im Wesentlichen mit den verschiedenen Figurengruppen, aber auch mit Orten verbunden sind, in diese Struktur eingewoben.

Sollte man mal genauer untersuchen.

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KLARHEIT ALS HINDERNISS

Was brauchen wir jetzt hier (bei M.B.R.M.M.P.P.), was würde dem Stück helfen, was will es? Ist es nur eine Nervenschwäche zu denken, es könne nicht einfach so weitergehen? Wenn sich das Material verändern soll, wie könnte das sinnvoller Weise geschehen? Oder wenn anderes Material eingeführt werden soll, wo könnte es herkommen?

Das gleiche anders anschauen. Hm. Ist das noch eine sinnvolle Vorgehensweise? Auf der anderen Seite: Das einfache Entlangspazieren wirkt so irrsinnig spießig, oder? Noch einmal anders gefragt: Was ist das Statement? Wird das Statement durch Abwandlung eingelöst, oder wird das Statement durch Beibehalten eingelöst? Noch einmal anders: Was soll das Stück denn sein? Es war doch eigentlich klar, dass es ein homogenes Stück sein soll, quasi monolithisch, das nur EINE Idee, nur EINE Art von Material präsentiert.

(Was für die Oper ja im Übrigen ÜBERHAUPT NICHT geht! OPER KANN NICHT MONOLITHISCH SEIN. Oder eben gerade.)

Gut, dann haben wir hier das Problem im ganz kleinen: Wie aus der Falle herauskommen, woher den Gegensatz, das Andere, nehmen? Wenn Schnitte, dann gleich von Anfang an? Gleich den ersten Takt isolieren? Braucht Instrumentalmusik vielleicht diese Art von brutalem Schnitt, weil die Aufführung (Instrumente, Spieler, Raum, Publikum, Lebenszeit) das Stück ohnehin homogenisiert? Spannungsaufbau, Spannungsabbau (Lachenmann) – warum ist der in elektronischer Musik nicht notwendig? Oder gilt das nur für Pop? Und wenn ja, warum? Weil sich das Material so gut von selbst trägt? Weil das Material keine Erklärung braucht, sich selbst genügt? Ist Erklärung, Verarbeitung in populärer Musik vielleicht gerade schlecht, hinderlich, nicht angebracht, falsch?

Das Charakterstück: Notwendigerweise kurz. Mir wird es schon nach vierzehn Takten zu viel. Wie würde dann ein langes, oder sogar extrem langes Charakterstück (Maurizio) funktionieren, wie hält man es am Laufen? Alles letztlich Feldman-Fragen, die merkwürdigerweise niemand anderes so klar gestellt hat.

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Retrospektive

Tja, jetzt sind wir schon früher beim Thema Montage/Verarbeitung, als wir es wollten. Selbst M.B.R.M.M.P.P. scheint nicht ohne Montage zu funktionieren. Hier hätten wir dann letztlich eine ähnliche Konstellation wie in der Oper: Eine extrem lineare Vorgabe als Material, und das Problem, wie damit umgehen, wenn man nicht einfach entlang laufen will. Was kann hier Form sein? Letztlich wieder eine Frage von Kontinuität und Diskontinuität. Schnitt könnte hier nur a) Reihung, b) Pause, oder c) Unterbrechung darstellen. Ein behutsamer Schnitt wäre Abwandlung, am behutsamsten als kontinuierliche Abwandlung. Frage: Wäre Wiederholung nicht die einzige Möglichkeit, eine vernünftige Basis für Abwandlung herzustellen? Was bedeuten denn nun die ganzen theoretischen Montagemöglichkeiten in einem extrem linearen, aber eben auch extrem homogenen Material? Und was hat Kontinuität bei Ockeghem bedeutet? Einfache dramaturgische Eingriffe wie plötzliche Generalpause o.ä. wahrscheinlich wirkungsvoll, aber sicherlich sehr plump.

Man muss das Objekt erst festgehalten haben (= Wiederholung oder zumindest ISOLIERUNG), um es dann abwandeln zu können, um überhaupt damit weiterarbeiten zu können. Oder liege ich da komplett falsch? Was könnte denn Form sonst sein? Klar, wir hatten so etwas wie kontinuierliche, meist nicht gerichtete, Deformation mit dramaturgisch geplanten Sprüngen in den gleich/ähnlich/verschieden-Stücken. Allerdings mit komplett anderem Material. Genau wie die Schnitte in Fehlstart sich auf Material beziehen, das von vornherein als schneidbar definiert ist, da es sich aus internen Wiederholungen zusammensetzt. Übrigens innerhalb der Schnitte bei Fehlstart natürlich auch kontinuierliche Verformung.

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Der siebente Kontinent

Verarbeitung muss natürlich irgendwie an Bedürfnisse der Sänger angepasst werden – oder Sängerbesetzung an Erfordernisse der musikalischen Struktur anpassen? Wäre sicherlich die deutlich weniger voraussehbare Variante, möglicherweise aber auf der Bühne zu chaotisch, zu unübersichtlich in der Verteilung des Textes auf die Sänger. Soll die Identität von Sängern und Figuren ansatzweise intakt bleiben oder ganz aufgelöst werden (Linearität beibehalten, Identität auflösen)?

Soll Heidegger immer vom gleichen Sänger (in diesem Fall Sprecher) gesungen/gesprochen werden, oder soll sein Text auf verschiedene Sänger/Sprecher verteilt werden? Was dann heißen würde, dass nicht EIN Heidegger, sondern MEHRERE/VIELE Heideggers auf der Bühne stehen würden.

Was bei Szenen mit wenigen Personen sicherlich durchführbar wäre. Man könnte auch Text/Zeilen/Wörter zwischen den Gesprächspartnern austauschen. Was ist aber mit den Chorszenen, in denen die Identität der Figuren ohnehin nur andeutungsweise vorhanden ist – was würde szenisch passieren, wenn die Identität der Büger/Mädchen/Soldaten völlig aufgegeben würde und auf die einzelnen Chorsänger frei verteilt würde?

Wäre kompositorisch wahrscheinlich einfacher, weil man wirklich ein abstraktes System anwenden könnte.

Das wäre dann eine echte Dekonstruktionsoper, gerade weil ein linearer Text verwendet wird und dadurch die vollständige Fragmentisierung des Textes und der Figuren wirklich in Erscheinung tritt, deutlich spürbar wird.

Abstrakte Struktur, abstrakte Dauern, und dann soviel Text, soviel Struktur, wie eben passt? Ziemlich radikaler Eingriff. Fühlt sich aber lustig an. Die ganze langweilige Behutsamkeit im Umgang mit dem Text wäre dann einfach weg.

Die Inszenierung müsste dann auch, dem Text entsprechend, so linear wie möglich sein, um den destruktiven, meinetwegen dekonstruktiven, Charakter der musikalischen Struktur als Gegensatz klar hervortreten zu lassen. Also auf keinen Fall mit der Inszenierung die Musik verdoppeln.

Schwarzblende/Weißblende: Pause? Weißes Rauschen? Extremer Lärm?

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Strukturelle Verwerfungen, die den Text ausbeulen

Diskontinuierliche Verarbeitung von kontinuierlichem Material: Dann macht es endlich auch Sinn, Ausschnitte zu verwenden, einzelne Bereiche herauszunehmen, ein einzelnes Frequenzband zu analysieren, was an sich schon eine Vergrößerung durch Konzentration der Aufmerksamkeit darstellt, und möglicherweise zusätzlich zu vergrößern (Intervallstruktur), vielleicht sich auch die hohen Frequenzbereiche anzuschauen, damit zu spielen, hohe und tiefe Frequenzbereiche einander gegenüberzustellen oder einfach übereinanderzulegen und dabei die Mitte wegzulassen, vielleicht auch weit entfernte Frequenzbereiche in die gleiche Lage zu transponieren und so einander zu überlagern. Am Ende dann auch eine einzige Bewegung, ein einzelnes Glissando verwenden, vergrößern, umkehren, abwandeln.

Frage: Sollte es dafür eine systematische Grundlage geben, also eine äußere Form, Regeln? Wäre vielleicht nicht schlecht, gerade als Gegengewicht gegen die Übermacht des linearen Textes auf der Benutzeroberfläche. Muss man wahrscheinlich ausprobieren – vielleicht ist ja auch das direkte Arbeiten im Material geeigneter als ein von außen aufgesetztes System.

Was wird aus der rhythmischen Struktur? Muss wahrscheinlich in der vorliegenden Form verlassen werden, um das freie Applizieren des Textes auf die musikalische Struktur zu ermöglichen. Trotzdem als Grundlage weiterverwenden oder neue Grundlage (z.B. abstrakte Abschnittsbildung) erarbeiten?

Möglicherweise in einigen Szenen bisherige Vorgehensweise beibehalten, um die extrem einfache Struktur (Chorszenen, besonders Mündige Bürger) nicht zu gefährden.

Festlegen: Dauer von Zeilen?

Festlegen: Wörter je Zeile?

Festlegen: Zeilen zusammenfassen?

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MAKE DO WITH WHAT YOU GOT

Einzelne Silben/Laute als Grundlage der Verarbeitung des Textes.

Vergößerung/Verkleinerung ja auch im Programm selbst möglich (zunächst einmal allein auf der rein graphischen Ebene): Details kommen zum Vorschein, die zuvor absolut nicht da waren (sie waren nicht nicht zu sehen, sondern sie waren wirklich nicht da, dank der Darstellung auf dem Bildschirm), Details verschwinden in einer Weise, dass neue (graphische) Berechnungen und dadurch neue, nur in der Annäherung identische Daten entstehen.

Frage bleibt natürlich: Wie können die Kompositionsprozesse aussehen? Welche Eingriffe sind geeignet, welche Manipulationen sind erlaubt, um diese Art von Material zu verarbeiten? Und vor allem: Wie kann/soll die Oberflächenstruktur dieser Arbeit aussehen (repetitiv, bruchstückartig, kontinuierlich, homorhythmisch, heterorhythmisch), was soll quasi dabei herauskommen, und wie müssen die kompositorischen Prozesse beschaffen sein, um zu diesem Ergebnis zu kommen?

Was wahrscheinlich opernhaft bleiben würde: Reizworte als Grundmaterial bleiben auf einzelne Szenen oder sogar Szenenabschnitte beschränkt, die dadurch quasi motivisch zusammengefasst werden. Wenn dieses quasi motivische Material nicht über die Szenengrenzen transportiert wird, handelt es sich um eine lockere Abfolge von Szenen, die zwar durch die Art des Materials und möglicherweise durch gleiche oder ähnliche Verarbeitung, nicht aber durch konkrete motivische Übernahmen miteinander verbunden sind. Dazu muss man allerdings sagen, dass das Material vermutlich so amorph sein würde, dass eine effektive Trennung der Szenen durch unterschiedliche Materialgrundlagen kaum wahrscheinlich ist. Wiederum andererseits: Durch die konsequente Verarbeitung des Materials wäre es schon denkbar, dass das Material in seiner Wiederholung und Veränderung so plastisch wird, dass die Abschnitts- und Szenengrenzen deutlich wahrnehmbar werden.

Wird dadurch die Linearität des Textes aufgebrochen? Ehrlich gesagt: Ja, ich glaube, die Linearität des Textes ist dann nur noch eine Äußerlichkeit, die auf eine vertikale, nicht- oder sogar anti-lineare Struktur aufgelegt und durch sie musikalisch aufgehoben wird. Hopefully.

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Wortwahl

Die vokale Verarbeitung des Textes ins Instrumentalensemble legen.

Software-Prozesse, die auf physikalischen Grundlagen beruhen, aber in der Transkription nicht mehr nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen: Transposition/Rückung, Dehung/Stauchung, vertikal/horizontal asymmetrische Verzerrung, beliebige Vergrößerung/Detail, dynamische Prozesse der Verarbeitung (immer kleiner/immer größer, immer tiefer/immer höher etc.).

Bei einem solchen Kompositionsprozess wäre es dann möglicherweise fast egal, wie der endgültige/vollständige Text am Ende auf die Musik gelegt wird, und aus dieser Egalität der Textverteilung/Unterlegung könnte die MUSIKALISCHE Qualität der Komposition hervortreten.

Frage wäre dann noch, ob die Auswahl der Soundfiles aus dem Text, und die damit erzeugte Bezogenheit der Soundfiles auf den Text nicht möglicherweise rein formal ist und genauso gut weggelassen bzw. durch andere, nicht mit dem Text verbundene Soundfiles ersetzt werden könnte.

Nicht sicher: Die vokale Gestik eine Reizwortes, der Verlauf dieser vokalen Geste könnte schon einen Teil des expressiven Gehalts des Textes transportieren und in die musikalische Struktur überführen. Vielleicht könnte hierdurch sogar eine ziemlich starke Verbundenenheit von Text und Musik entstehen, durch die Herausarbeitung der gestischen Eigenschaften des Kurzsamples im musikalischen Prozess vielleicht sogar eine deutlich stärkere Verbindung als durch das einfache mit dem Text mit- und am Text entlanglaufen.

Die Auswahl der Reizwörter im Text wäre auch eine starke Strukturierung des Textes und ein erster spürbarer Eingriff in den Text. Eigentlich schon eine Rhythmisierung des Textes, ein Zusammenfassen von Zeilen zu Abschnitten.

Kleiner Nebeneffekt: Die reine Arbeit, die Maloche, das stupide Abarbeiten als Transkribieren wird natürlich viel weniger, wie Kompositionstechnik IMMER Arbeit spart. Und die Arbeit macht mehr Sinn, weil sie Eingriffe/Kritik/Veränderung/Entscheidungen erlaubt und erzwingt/voraussetzt.

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Auswahlprozess

Kann Vertikalität bei Textvertonung also nur in die Musik gelegt werden? Könnte man bei der Verarbeitung von Soundfiles die Vereinzelung der Wörter auf den musikalischen Satz übertragen und den eigentlichen Text vordergründig intakt lassen? Einzelne Wörter, Reizwörter oder auch ganz beliebige Wörter, aus dem Text herausnehmen, diese wiederholen und verarbeiten, und darauf dann den gesamten linearen Text, der diese Wörter enthält, aber nicht aus ihnen besteht, legen: Dadurch würde zumindest so etwas wie eine echte kompositorische Arbeit entstehen.

Man könnte sich dann endlich einmal überlegen, wie sich Musik und Text über die grundsätzlich gegebene technische Bezogenheit hinaus zueinander verhalten sollen, und müsste nicht einfach nur die linearen Vorgaben des Textes akzeptieren und nachfahren. Die Reizworte wären gewissermaßen die Motive, die der Text in die Musik trägt, und würden zur Grundlage der kompositorischen Arbeit.

Czernowin: Zaide/Adama

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XXXXXXXXXXXX HIER OFFEN XXXXXXXXXXXX

Soundfiles offensichtlich zu 100 Prozent lineares/horizontales Material. Vertikalität kann nur durch Schnitt eingeführt werden, wie im Lichtblitz-Fragment exzessiv in den instrumentalen Zwischenspielen vorgeführt. Was Oper betrifft nicht wirklich befriedigend, wenn Vertikalität in die Zwischenspiele quasi ausgelagert wird, und die eigentliche Textbehandlung rein linear/horizontal bleibt. Reine Horizontalität letztlich langweilig: Polyphony sucks. Der Eingriff ist immer vertikal. Soundfiles selbst bringen zwar, da im Original einstimmig, grundsätzlich eine gewisse Vertikalität als strukturelle Homogeneität ein, die sich dann aber in der instrumentalen Transkription wieder auflöst.

Text als Text immer linear, vertikales Schneiden des Textes macht keinen Sinn. Das Aufbrechen des Textes durch Verteilen auf mehrere Sprecher/Sänger/Chor kann nicht ernsthaft als Vertikalisierung des Textes bezeichnet werden. Vielleicht die Andeutung der Möglichkeit einer Vertikalisierung, aber eigentlich nur Infragestellung der Identität der Personen auf der Bühne mit den von ihnen gespielten Figuren.

Text: Linear definiert, selbst wenn er nur aus einzelnen, scheinbar semantisch nicht oder nur lose miteinander verbundenen Worten besteht wie D.I.E. Das Wort selbst, der einzelne Textbaustein, ist klar linear angelegt. Wenn wir das aufbrechen, wird es unverständlich. Und Verständlichkeit war unser oberstes, wenn auch in der Praxis (Lichtblitz) nicht wirklich eingelöstes Ziel.

Jedes einzelne Wort von jemandem anderen sprechen lassen: Total öde, bleibt ja eine lineare Reihung. Text kann nicht permutiert werden, wenn er verständlich bleiben soll. Wiederholen/Stottern/Stammeln: Ziemlich verbrauchte Mittel, die die grundsätzliche Linearität in keiner Weise aufbrechen.

Das Textfeld als Versuch, linearen Text in statische Vertikalität zu überführen – und dabei auf einzelne Reizwörter zu reduzieren.

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Thal der Thränen

Bei abstrakter/atonaler Musik eigentlich die Besetzung der Raum, die Möglichkeit und ihre Aussparung. Der Raum ist leerer, wenn zehn Instrumente nicht spielen als wenn nur eines nicht spielt. Der reale Raum ist vergleichsweise ziemlich banal.

Lustiges Problem bei nicht homogenen Besetzungen: Natürlich ist die Aufstellung auf der Bühne (oder auch im Gesamtraum) eine Art Theater, der Klang kann von hier kommen, von dort kommen, oder von überall gleichzeitig. Auf der anderen Seite, wenn nicht alle Instrumente, oder zumindest alle Instrumentengruppen gleich sind, lässt sich nie entscheiden, ob der Klang von dort kommt, weil er aus dieser Richtung kommen sollte, oder weil er von diesem Instrument gespielt werden sollte. Letztlich interessantes Ineinanderfließen von Klangfarbe und Klangrichtung, unentscheidbar, wenn die spezifische Klangfarbe nicht aus jeder Richtung hätte kommen können.

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frisch

Wenn es so wäre, wäre es logischerweise total normal.
Stimmt auch wieder.

reasonable doubt version: reasonable, weil es so vernünftig ist, die Besetzung zu reduzieren, doubt, weil ich meine Zweifel habe, dass es eine gute Idee ist, vernünftig zu sein. Also: Vernünftigkeit gleich wieder zerstören. Das ist doch mal eine gute Idee.

redoubtable version

HIMMLISCHER/GOTT/ERHÖHE/AGB

not bad, actually: AGORA

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Schatten Schatten Schatten

Das Gespräch mit Toten.

Geräusch/Krach: Gewalt. Was macht das Geräusch zum Krach? Wohl vor allem die Lautstärke. Ab einem bestimmten Punkt kann sie nur unangenehm sein, also Krach. Ist das so? Nicht jedes Geräusch kann Krach werden, oder? Eingeschriebene Aggressivität, die sich aber bei niedriger Lautstärke versteckt. Kann Klang zu Krach werden? Oder wird er vorher zu Geräusch? Wenn die Lautstärke in die Verzerrung gehen muss, um im Krach zu landen, wäre Krach wohl immer Geräusch. Akustischer, nicht verstärkter Krach nur unter extremen Bedingungen vorstellbar: Große Maschinen, große Besetzungen, etc. Im musikalischen Bereich hat er aber auch dann noch etwas hübsches, fast niedliches. Nachteil von elektronischem Krach: Leichte Herstellbarkeit und Abrufbarkeit, der Aufwand ist ein wenig zu klein für die Wirkung. Bei akustischen Instrumenten genau das Gegenteil: Der Aufwand ist riesig, und es wird doch kein echter Krach. Übrigens könnte die Dauer auch eine Rolle spielen, ab welchem Punkt man etwas als Krach empfindet: Die Insistenz der Lautstärke. Letztlich Harmlosigkeit auf beiden Seiten. Der Tinnitus ist da kein Argument: Jeder Idiot kann dir das Trommelfell durchschießen.

Dass das Problem eben nicht eine stürmische Bewegung in den Abgrund, sondern ein ewiges Verharren wäre. Irgendsowas.

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selbstgerecht

HYBH: Alles, was dich schon immer interessiert hat, einfach hineinwerfen in das Stück.

disambiguation

Aufschreiben ohne Frage auch ein Abhaken, Erledigen, Wegdrücken als Selbstschutz. Damit ich nicht mehr drüber nachdenken muss. Kann man gut oder schlecht finden. Vergegenwärtigen und Auslöschen.

Bassdrum: Schnitt/Auslöschen/Schwarz – schnelles Crescendo vs. radikales Decrescendo

Rothmann, Der Hunger der Vergesslichkeit: Interessante Strategie, eine Pointe so zu unterspielen, dass sie fast verschwindet und das Unterspielen der Pointe zum eigentlichen Ereignis – und realen Erkenntnisgewinn – des Textes wird.

nothing ever changes: Was, wenn sich wirklich gar nichts ändern würde? Wenn wir nur das Gefühl hätten, dass sich etwas ändert, aber in Wirklichkeit in einer Art Zeit-Gallert stecken würden, der nur minimale Hin- und Rückbewegung als Zittern erlaubt? Illusion einer Bewegung: Träum’ weiter!

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the year of the weird

Ausnahme/Einschnitt/Auslösendes Ereignis: Ausnahme wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, dies aber folgenlos bleibt, danach ist alles wie zuvor; Einschnitt wäre eine Überschreitung, an einer bestimmten Stelle sind wir plötzlich in einer neuen Umgebung, der Einschnitt ist eigentlich die Grenze zwischen dem Alten und dem Neuen; auslösendes Ereignis wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, und danach ist alles ganz anders, allerdings nicht wie das Ereignis selbst. Ausnahme und Auslösendes Ereignis sind kurze, begrenzte Ereignisse, der Einschnitt hat kein eigenes Material, sondern wird nur durch das Vorher und das Nachher definiert.

And then it’s oh-ver.

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design does matter

Auch das übrigens eine Frage von Gedächtnis: Dass du weißt, wo du die Füße hinsetzen musst, wenn du schon nicht mehr hinschaust (funktioniert eben auch im Gelände). Gilt erst recht für Vierbeiner, bei denen der Kopf längst vorbei ist, wenn die Hinterbeine aufsetzen. Und die, sozusagen, die beiden Beinpaare gleichzeitig im Kopf behalten müssen.

Kann es sein, dass Bescheidenheitsgesten IMMER, AUSNAHMSLOS Unbescheidenheit ausdrücken? Denkbare Ausnahme wäre vielleicht, wenn es sich um zwingende Etikette handelt. Wenn ich wirklich bescheiden bin, muss ich das ja wohl nicht betonen.

Stimmt. Mein Vater hatte mal sehr schöne Handschuhe, bei denen die Nähte nicht nach außen, sondern nach innen gedreht waren.

Lichtblitz: 16 Stimmen, 16 Streicher, wieviele Bläser? Was für eine Funktion hätten Schlagzeug, Klavier und Harfe?

2/2/2/2//2/2/0 (Haydn)
2/2/2/2//2/2/0 (Mozart)
2/2/2/2//2/2/0 (Beethoven 1/2/7/8)
2/2/2/2//3/2/0 (Beethoven 3)
1/2/2/2//2/2/0 (Beethoven 4)
3/2/2/3//2/2/3 (Beethoven 5)
3/2/2/2//2/2/2 (Beethoven 6)
3/2/2/3//4/2/3 (Beethoven 9)
2/2/3/2//2/1/1 (Strauss)

Nochmal nachschauen, nochmal überlegen.

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alle sind an allem schuld

Musik drinnen, Demonstration draußen

Turban, Vollbart, schwarze, glatte Daunenjacke, helle Jeans, grauer Satinrock, neue Adidas-Sneakers: Modetechnisch 1a, but certainly not meant as such.

Meinungen Meinungen Meinungen Meldungen

the good die young, but the great survive

Merkur: Ist es nicht verdammt konformistisch, bei einem Heft über Nonkonformismus mitzumachen? Oder: Wer über Nonkonformismus schreibt, ist ein emphatischer Konformist.

Balance zwischen Ton und Geräusch: Es könnte eine Tonhöhe sein, es könnte aber auch ein Geräusch sein. Im Unterschied zu angemalten Tonhöhen.

Z.B.: Alle spielen einen Takt, dann wechseln einige oder alle die Position, dann spielen alle den nächsten Takt, wieder Positionswechsel, nächster Takt, usw.

Kein Stück.

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over and over and over again

The Birds: Seriema-Herde.

Gone: Sanftes Handy-Brummen.

Rescue You: The Knife

Notbrot

Nuku Hiva

You better be

Discordance Axis

Infinite Jest

Tonhöhen verschrumpeln lassen, akustische Störungen, die nur noch als winzige Markierung wahrnehmbar sind. Tonhöhenabfall.

24 Töne plus: wipe out/reset. Vielleicht genügt das sogar zur harmonischen Strukturbildung. Einmal ganz durchzählen und dann von vorne anfangen.

C.S. Lee: Super Idee, einen einzelnen Namen flackern zu lassen. Alle anderen straight. Wie kommt es zu so einer Idee? Arbeiten, bis es stimmt. Bis es wirklich sitzt. Auf eine nicht ausrechenbare Art. Whatever it is I like it.

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If I ever had the chance again, I’d probably do the same.

Methode Aufzeichnung Erkenntnis: Viel kreative Energie fließt in das Ausarbeiten von Aufzeichnungssystemen, nicht für die Musik selbst, sondern für ihre Konstruktion. Wie stelle ich die Konstruktion, ihre Parameter, dar, damit ich mit der Darstellung möglichst direkt, intuitiv arbeiten kann. Manchmal denke ich, dass mit der richtigen Darstellung der Parameter schon die halbe Arbeit getan ist. Was natürlich so nicht stimmt. Aber erst dann kann die Arbeit wirklich beginnen. Und wenn die Darstellung geglückt ist, gibt es eine gewisse Sicherheit, dass die Arbeit nicht mehr missglücken kann. Allerdings: Ziemlich viele Darstellungsmethoden für ein einziges Stück notwendig. Besonders für DIESES. Erst wenn ALLE geglückt sind, kann die Arbeit beginnen. Ach ja, vielleicht noch das: Wenn die Arbeit erst einmal begonnen hat, sind auch Fehler willkommen.

Lustig, so daherzureden, etwas zu meinen, aber nicht wirklich zu verstehen: Aber da IST etwas! Ich sehe es ganz GENAU!

Was ist eigentlich mit den ganzen Mikroerkentnissen, wo du für eine Millisekunde ahnst, dass etwas so oder so sein könnte? Schreibt da jemand mit? Sind die für etwas gut?

Meinungen nicht als falsch oder richtig, sondern als Meinungen, also als etwas, das von jemandem gemeint wird, darstellen. Als eigenen Gegenstand, Realität, beschreiben. Was jemand meint, ist genauso Realität, also Gegenstand der Darstellung, wie der Gegenstand, über den er etwas meint. Tatsächlich kein Unterschied. Don’t judge. Wenn eine Meinung verworfen wird, ist dies auch wieder nur eine Meinung von vielen, ein Gegenstand wie alle anderen Gegenstände (Houellebecq).

Hipster und Anti-Hipster als Anti-Anti-Hipster: Grundsätzlich gibt es ja kaum etwas Dooferes, als Tristan für die beste Wagner-Oper zu halten, einfach weil es so offensichtlich und deswegen phantasielos/unoriginell ist – und so natürlich auch nur auf einer ziemlich primitiven Ebene stimmt. Trotzdem ist es hilfreich, wenn jemand von außen, ohne Bescheidwiss-Zwang, kommt und einen ganzen Film auf Tristan aufbaut. Zeigt, wie völlig bizarr dieses Stück ist und aus allem herausfällt, was wir unter Musik verstehen. Ein Musiker dürfte das niemals machen. Würde aber eben auch anders mit der Musik umgehen, sie raffinierter, indirekter, bescheidwisserischer, und deswegen uncooler einsetzen. Effekt fällt leider sofort wieder weg, wenn man es sich als normale Musik anhört – auch wenn es dann immer noch stimmt. Offensichtlichkeit, Direktheit oft hilfreich, aber nicht jedem erlaubt. Oberschlau geht gar nicht.

Spieltechniken als einfache Pedale, die einander überlagern: Feld von Möglichkeiten

Tristan als Totenhaus (Melancholia): Vielleicht würde die Tristan-Musik zu einem anderen Sujet viel besser passen. Musik der Verzweiflung? Musik der Trostlosigkeit? Schwärze. Aber Musik der Liebe? Und umgekehrt: Janácek viel zu harmlos für sein Sujet.

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Bin ich jetzt pervers?

Endlichkeit und Schuld: Selber schuld. Formalismus: Interessant, wie gerne wir uns diesen Schuh angezogen haben. Direkt übernommen.

Streichquartett aus Pausen: Kürzere und längere Abschnitte, durch kürzere und längere Pausen voneinander getrennt. Quasi Abstände der Sätze voneinander auskomponiert. Don Winslow.

Mesostichon: EGEGEFDFDECGEDGG

Parameter für Wiederholungen?
Parameter für Abweichungen?
Parameter für Einschübe?

Kurze Momente des Verstehens: Das Verstehen braucht einen Anlass, der zugleich seine Dauer bestimmt. Z.B. habe ich heute morgen einige Beethoven-Tracks (Mengelberg 1940, ziemlich super) gesplittet. Dabei ist mir zum ersten Mal wirklich klar geworden, wie Beethoven mit seinen Anschlüssen operiert. Dieses Verstehen hat aber nicht wesentlich länger gedauert als das Splitten selbst. Jetzt ist es nur noch eine Erinnerung. Natürlich kann ich erklären, nachvollziehen, untersuchen, aber das ist nicht das Gleiche. Lustigerweise kann man diesen Moment auch nicht heraufbeschwören: Wenn ich mich jetzt im Nachhinein mit einer Partitur hinsetze, um nachzuschauen, was da passiert, wird nicht viel mehr dabei herauskommen, als man in jeder Beethoven-Bibliothek nachlesen kann. Totes Wissen. Let’s float.

ficki ficki machen

scheiß Fieberkurven

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sometimes you win, sometimes you lose

frame: Alles, was gezeigt wird, sieht automatisch bedeutsam aus.

Konvention
Erwartung
Sonst würde man es ja auch nicht zeigen
Logik

Gottfried Eimer

sich selbst überlisten

Leyland Kirby: Synthesizer & Klavier
Bill Evans: Fender Rhodes

Immer 3er-Gruppen, auch wenn es keinen Sinn macht: Aberglaube, dass die Reihenfolge des Auftrags auch bei einer völlig regelmäßigen Oberfläche eine Rolle spielt. Dass die Aktion zählt. Aber: Eine Partitur ist kein Gemälde.

Der Beruf Promi bildet ja wohl die scheußlichsten Charaktere heraus, die sich vorstellen lassen. Das Problem dabei: Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass das Gegenstück dazu, der Bewunderer, weniger hässlich ist.

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Illusion des Aufschreibens

Auf der anderen Seite wäre natürlich vieles komplett weg, wenn man es nicht aufschreiben würde, z.B. Arbeitsnotizen: Einzige Möglichkeit, weggehen zu können, wiederzukommen, und zu wissen, wo man gewesen ist.

everybody’s talkin’ ’bout

Lichtstrahl tanzt in der Mitte: Ihr seid alle Spastis, Ihr wollt alles viel zu einfach haben, Ihr wollt euch nicht anstrengen, Ihr wollt alles vorgekaut bekommen, Ihr seid alle Idioten, Gott strafe Euch!

Das bürgerliche Lager: Interessant, auf was für einem ultra-prolligen Niveau die sogenannten bürgerlichen Parteien im Wahlkampf agieren. Als ob sie sagen wollten: Wer intelligent ist, wählt uns ohnehin nicht. Oder: Wir wollen von gar niemandem gewählt werden, der nicht völlig bescheuert ist. Oder: Wer intelligent ist, wählt uns nicht wegen unseres Wahlkampfes, sondern wegen der persönlichen Vorteile, die er davon hat.

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Fahrtenschreiber

Protagonisten:

Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich

Nein

Wie immer

I don‘t know.
I really don‘t know.
I‘m sorry, I really don‘t know.

Auch interessant, wie Ideen entstehen und vergehen, wenn Leute in einem Raum sind und miteinander sprechen. Gespräch als Ideenproduktions- und Ideenvernichtungsmaschine.

Anal Cunt: Ganz lustig, quasi aus Witz zu sammeln, was provoziert, und daraus dann tatsächlich etwas Interessantes zusammenzubauen. Wenn das wirklich so wäre, wäre es ein gutes Beispiel für Intelligenz, die Unmittelbarkeit ersetzt, und dabei eine merkwürdige Ernsthaftigkeit zweiter Ordnung erzeugt. Es ist nicht wirklich zu entscheiden, ob es unmittelbar oder distanziert zu betrachten ist. Mal abgesehen davon, dass man etwas distanziert produziertes natürlich auch unmittelbar wahrnehmen kann.

Teil I: Absolute Diskontinuität
Teil II: Absolute Kontinuität

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Be fearless. Be yourself.

Wie ist das eigentlich: Ein nervendes Bild ist toll, ein nervender Klang nervt – ist doch so, oder? Und warum?

Peter Eicher

Türme Rätsel auf Rätsel.

on growth and formth – – – ooops?!

(Posenenske)

Baby für Streichorchester bearbeiten

Illangelo

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Himmelserscheinungen

Schwarzblende – Weißblende – Farbblende: Wenn Schwarzblende Nichts ist, Abwesenheit, Auslöschung, reine Unterbrechung, wenn Weißblende Überintensität ist, in die Sonne schauen und deswegen nichts sehen, vielleicht aber auch Verblassen, Ausbluten, was ist dann Farbe? Stimmung, Atmosphäre, Emotion, Gegenstand, Wand, Tafel? Jedenfalls eher Etwas als Nichts. Jede Fläche könnte auch etwas bedeuten, überführt werden in Bedeutung durch Verknüpfung, aber das ist nicht der Punkt. Das Gefühl, wenn nichts mehr zu sehen ist und doch etwas da ist. Und klar eine Bedeutung, eine Funktion hat, die man eigentlich auch sofort versteht. Wenn es funktioniert.

Pulp, His ,N‘ Hers/Different Class/This Is Hardcore: Völlig over the top, ins Extrem produziert, alles in Großaufnahme. Habe ich damals gar nicht gemerkt, obwohl für mich This Is Hardcore wahrscheinlich sogar DAS Album der End-90er war. Ich glaube, ich habe den Pulp-Sound damals für ganz normal gehalten, eben genau richtig, habe damals alles voll ernst genommen, gar nicht überdreht, bin auch nicht sicher, ob es nicht tatsächlich so gemeint war, obwohl gerade musikalisch alles extrem überproduziert ist. Glaube nicht, dass das einfach so passieren kann, könnte ironisch sein, könnte aber auch einfach ganz weit aus dem Fenster gelehnt sein. Mit anderen Worten: Toll, Respekt, ganz große Oper.

Streichquartett: Tonhöhen nicht absolut setzen, sondern in Beziehung zu den Instrumenten, vieleicht sogar zu den Taktdauern. Möglicherweise nicht Instrumente, sondern Stimmen als führender Parameter, also Tonhöhen auf Stimmen auf Instrumente durch Taktdauer – oder so ähnlich. Das kann eigentlich nur heißen, Stimmen und Tonhöhen als je eigener, unabhängiger Parameter.

I‘m not well – well, who is?

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Was uns zur Verfügung steht:

Bei allen Regeln, bei allen Strategien, die man sich ausdenkt, ob klug oder dumm, intelligent oder bescheuert, ist natürlich immer entscheidend, dass sie ausführbar, also PRAKTISCH sind. Letztlich das entscheidende Kriterium. Und dass herauskommt, was herauskommen soll, vorausgesetzt, das ist bestimmbar. Alles andere ist Verzierung.

Untrust: Absolute Musik mit Text. Einfach so schreiben. Warum eigentlich nicht. Später arrangieren, wenn sinnvoll. Dinge zusammenbringen, die eben NICHT zusammengehören.

Patience has become my second nature.

Formale Metapher: Filmriss (fffff)

Dynamik als wesentliches dramaturgisches Steuerungselement

this is true, but not good: shame on you – don‘t excuse yourself with honesty

Dramaturgien übereinander legen, einander überlagern.

Boys don‘t cry: Ziemlich wirkungsvoll, wenn die Katastrophe von Anfang an allen komplett klar ist, wenn man nur noch mitleidet und irgendwie hofft, dass sie vielleicht, gegen jede Wahrscheinlichkeit, doch nicht eintritt. Hängt natürlich vom Mitgefühl mit der Hauptfigur ab. Letztlich relativ geniale Tragödienkonstruktion. Absturz – down, down, down. Unausweichlichkeit.

Manche Witze werden tatsächlich dadurch lustiger, dass man sie wiederholt. Und zwar nicht variiert, sondern einfach nochmal macht. Wie ein Baby. Die Variation kommt schon dadurch zustande, dass man sie nicht exakt wiederholen kann, bzw. dadurch, dass die Wiederholung dem Witz etwas neues hinzufügt. Und zwar jedesmal. Einzige Frage, ob es dann der Witz ist, über den wir lachen, oder seine sinnlose Wiederholung – ist die Wiederholung der eigentliche Witz geworden? Irgendwie schon, auf der anderen Seite ist aber auch klar, dass das nicht mit jedem Witz geht: Eher Gesten, kurze Pointen, Sinnlosigkeiten, als Witze, die man wirklich erzählen muss. Die ja eigentlich sowieso fast immer doof sind. Forget Witzeerzähling.

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we go WAY back

Im Prinzip kontrolliert ja schon die Eingrenzung des zur Verfügung stehenden Materials die möglichen Veränderungen innerhalb eines bestimmten Abschnitts. Insofern müsste der Grad der Veränderung nicht unbedingt zusätzlich kontrolliert werden. Vielleicht könnte die Variabilität des Materials überhaupt als Grundparameter zur Kontrolle aller anderen Parameter eingesetzt werden.

Variabilität eingrenzen – verengen – stecken bleiben – I hear you – I feel you

0 Variabilität = Wiederholung

Dafür müsste allerdings tatsächlich im Voraus geklärt werden, welche Parameter überhaupt die Konstruktion bestimmen sollen.

Der Takt ist die Einheit, ganz klar.

Innerhalb der einzelnen Abschnitte je Parameter NIE wesentliche Veränderungen, damit die Abschnitte in den anderen Parametern deutlich werden können?

In der Regel tut man zuviel.

Nicht alles ausformulieren: Wo sinnvoll, Parameter frei lassen und nur Möglichkeiten je Abschnitt festlegen, damit Parameter in der Ausarbeitung aneinander angepasst werden können.

g/ä/v als erste Vorstrukturierung für ALLE Parameter? Auch dafür müssen aber erst die Parameter festgelegt werden, logischerweise. Oder eben gerade nicht: Abstrakte Vorstrukturierung, u.U. auch ohne Rücksicht auf Zeitverlauf.

Irgendwo hier, zwischen A und B, muss etwas passieren.

Etwas tun, was man nicht kann, ist auch eine Art von Verstellung.

sudden drop in temperature

Na dann streck dich mal ein bisschen!

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We have begun our descent.

Richard Youngs, Amplifying Host: Going in and out of phase with itself, quite beautifully. Use that.

It‘s a new situation.
Why? In terms of what?

Zahl der Töne
Dissonanzgrad

Nicht den Grad der Veränderung, sondern die Veränderung selbst bestimmen, dann soviel wiederholen wie möglich. Einfach ausführen. Don‘t think, just do it. Don‘t get …

überambitioniert

give up/gib auf: Lustig, dass manche Dinge einfach zu schwer zu denken sind, um ausgeführt werden zu können. Man kann sie denken, man kann sie sich vielleicht auch vorstellen – SO könnte es sein, DAS wäre toll – aber dann geht es nicht mehr weiter, die Ausführung übersteigt schon in der Detailkonzeption die individuellen Fähigkeiten. Egal, wie lange man daran herumprobiert, irgendwann muss man einsehen, dass man es nicht kann. Es geht einfach nicht. Und

Relax – it‘s only

a ghost

das dürfte schon besser sein würden

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Over

Zufällig Punkte abgreifen vs. Umkehrpunkte verwenden.

Umkehrpunkte im ursprünglichen Rhythmus vs. neuen Rhythmus auf Umkehrpunkte legen.

Artikulation: staccato – portato/tenuto – legato.

Neu vs. noch einmal anschauen.

Ich: Akkordeon, Streichquartett, Schlagzeug, 3er-Takte, 5er-Takte, Klöppeln, Toccata.

just an idea, sorry

Interessant, wenn Spannung langweilig wird, möglicherweise, weil immer wieder die gleichen Knöpfe gedrückt werden, vielleicht auch, weil die Art der Story, wenn auch nicht ihre Detailentscheidungen, zu voraussehbar ist. Eben auf der Sinnesebene wie auf der Entscheidungsebene immer wieder die gleichen Reize.

A glorified parlando, which was, after all, not what I was hoping for.

Two laws of presentation
From
Aspects of temporality
Antony McCall 1975

Aber
Echt
Echt
Also
Das Wäre sehr

So verzweifelt bin ich nun auch wieder nicht.

Gemeinschaftssinn, Vision einer besseren Zukunft: Leider ohne mich, sorry. How come I don’t believe in it?

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Übrigens

Aufschreiben im Grunde ja genau das Gegenteil von Erinnern: Alles, was man aufgeschrieben hat, kann man getrost vergessen. Stimmt allerdings nicht immer: Aufschreiben, um daran zu denken vs. Aufschreiben, um den Gedanken los zu werden.

ERFAHRUNG des Singens: Was bedeutet das eigentlich, wer macht das? Ist ja offensichtlich kulturell geprägt, Klangschönheit und Reinheit als europäisches Ideal, und genau das gilt dann immer als Grunderfahrung des Gesangs. Der gesamte mehrstimmige Chorgesang, der ja so ein tolles Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen soll, wäre ohne dies nicht denkbar und würde wohl auch keinen Sinn machen. Abweichungen sind nur als Dekonstruktion des Chorideals zu verstehen, nicht als aus sich heraus entwickelte Komplexe. In ihrer Abweichung verweisen sie unmissverständlich auf das Ideal als Ausgangspunkt. Man müsste das miteinberechnen in seine Arbeit, fragen, wo Mehrstimmigkeit wirklich sinnvoll ist, und wo nicht, und zwar vielleicht sogar ÜBERHAUPT NICHT. Was könnte Stimmen zusammenhalten, die gleichzeitig, aber nicht mehrstimmig singen? Was wäre ein sinnvolles Modell, das nicht einfach nur klassische Chorsatz-Muster abarbeitet? Wie kann man eine neue Qualität aus dem eigentlich ja auch immer ein bisschen peinlichen Format Chormusik entwickeln?

Da kommt dann natürlich irgendwann – und zwar eigentlich ziemlich schnell – Text und Verständlichkeit ins Spiel.

Stimmen zusammenfassen – Stimmen trennen

homogenisieren – antagonisieren

gleich/ähnlich/verschieden

kein Kontrast!

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Gedichtaufsagen

Man träumt, man geht in Selbstgestaltung
Aus Selbstentfaltung der Vernunft;
Man träumte tief; die falsche Schaltung:
Das Selbst ist Trick, der Geist ist Zunft.

Sprich:
Gott ist Einer,
Ein ewig reiner,
Hat nicht gezeugt und ihn gezeugt hat keiner
Und nicht ihm gleich ist einer.

Und wenn der Herbst die Lilien bricht,
Denk und weine, so zunicht
Ist worden unsere Liebe.

Wenn erst die Rosen verrinnen
aus Vasen oder vom Strauch
und ihr Entblättern beginnen,
fallen die Tränen auch.

I don‘t know and I don‘t care. Few things we remember, but some. Well, after all, not that few.

Plötzlich fiel mir alles wieder ein.

Tuba: Sorry to be a Spielverderber, aber macht es wirklich Sinn, ein Instrument zu bauen mit ich weiß nicht wieviel Metern Rohrlänge, um dann zu demonstrieren, dass man damit auch hohes Rauschen erzeugen kann? Ist wahrscheinlich ein spießiges Argument, aber irgendwo ist da doch ein Problem, oder? Und wenn es nur die Nerdigkeit des Unterfangens wäre. Und ich sage nicht, dass das Ergebnis als solches nicht in sich überzeugend wäre. By the way, schöne Bässe.

Schatten auf Schatten auf Schatten: Keine schlechte Idee (Zumthor). S. Maurizio/Licht

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Don‘t forget to register to vote.

You can‘t escape being yourself.

Das bist doch nicht Du!

Tonwiederholungen
Schwermetall
Intensität
Tremolo

Interesse definieren: Warum mache ich dies und das? Was interessiert mich daran?

Was interessiert dich denn daran? Verschiedene Formen von Interesse: Direktes Interesse, das, womit ich mich beschäftige, das, was mir gefällt, vernunftgesteuertes Interesse, ich muss mich damit beschäftigen, weil. Logischerweise Mischungen in verschiedenen Graden.

Denken

You crossed the border from lubricated to morose.

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Filed under Methode, Stücke, ZWEI/2240: Song Cycle

Die Reihe

Maurizio/Licht: Vordergrund/Hintergrund auf Instrumente aufteilen: Instrumente Gesamt/Instrumente Vordergrund/Instrumente Hintergrund.

Vordergrund Ton
Hintergrund Geräusch

Hintergrund das schlechte Gewissen des Vordergrunds.

Instrumente auch vereinzelt stehen lassen.

Takte und Schläge als Zeiteinheit.

Schläge auch vereinzeln.

Unter Umständen einzelne Schläge auch auf Takte ausdehnen oder einzelne Schläge einander überlagern.

Schläge durch Pausen vereinzeln.

Extreme Verlangsamung und Detailreichtum zusammenbringen.

Flache Dramaturgie: Nur Piano-Schattierungen?

Dramaturgie nur durch Dichte, Ton/Geräusch-Anteil und Pausen strukturieren?

Zumindest im Geräuschbereich auch kurze Impulse, Knacksen etc. integrieren.

Muss dann als eigene Schicht auch alleine stehen bleiben können.

Boden wegziehen.

Mein Ambient-Stück.

Tim Hecker

Varianten durch Änderung des Bestimmungs-Maßstabs: Takte, Schläge, etc.

Varianten für Pausen.

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Filed under Maurizio/Licht, Pop, Stücke

This is – the …

Lichtblitz: Dauern Musik festlegen, Dauern Text festlegen, Schnitte festlegen, Material einfügen, Text applizieren.

zoom in/zoom out

Frequenzanalysen grundsätzlich linear/polyphon

Ausschnitt horizontal/vertikal, vergößern/verkleinern, transponieren, unregelmäßig versetzen (Tonhöhe/Dauer), ergänzen: Was könnte hier passiert sein, hätten wir gleich genauer hingeschaut.

Lichtblitz
Licht/Maurizio
Kolik
Zwei/2240: Song Cycle

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Tragik des Verschwindens

Gallimard: Alles muss gratis sein.

All das kann ich haben! Interessante Problemverschiebung: In dem Moment, in dem tatsächlich alles gratis ist, fällt die Begrenzung des Budgets weg, d.h. man kann viel mehr einsammeln, als man verdauen kann. Extrem schwer für den einzelnen Gegenstand, im Gedächtnis zu bleiben. Das meiste verschwindet auf der Festplatte. Zeit als letzte, nicht hintergehbare Begrenzung.

Könnte allerdings sein, dass man da handelt wie die Kriegsgeneration in Bezug auf Essen: Alles, was da ist, stopft man gierig in sich hinein. Möglich, dass eine Generation, die mit Download/Streaming aufwächst, da eine völlig andere Einstellung hat. Das würde heißen, dass das Sammeln komplett wegfällt. Außer Freunde.

Stimmungen: Großwetterlage, Kleinwetterlage, eine Woche Verzweiflung, eine Woche Optimismus, und über den Tag verteilt ups and downs, vieles natürlich an Realität gekoppelt (falsch gegessen, falsch angezogen, schlecht gearbeitet oder jeweils das Gegenteil), manches vielleicht aber auch nur zufällig, eben wie Wetter, in Bewegung. Oder hat alles einen Grund?

Urge Overkill: Dandyismus als totale Verlassenheit – toll! Mal sehen, wie die Neue ist.

I think I just finished a piece for string quartet.

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hässlich, Hässlichkeit

absolute Bequemlichkeit als künstlerische Tugend

Licht a capella: Jetzt kann es nur noch um Inszenierung gehen.

akkumulieren

etwas vollständig, aber auch im Detail sehen, anhalten, aber auch laufen lassen, auseinander nehmen, aber auch zusammensetzen

horizontaler Schnitt: logischerweise nicht immer die gleichen Kombinationen

aufbohren – in die Struktur eindringen

like you wanna cry: Kulturlandschaften, Konrad Witz

Fesseln

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Intelligence in Action.

Licht a capella A: Straight, nur Tempi und Pausen ändern
Licht a capella B: Varianten, Wiederholungen, Erweiterungen, kompakten Satz aufbrechen

Twombly: geronnene Farbe als Hinweis auf die Platzierung des Bildes.

Ricky Mccormick: Unverständliche Buchstabenfolge lässt Einzeichnungen wie abstrakte Linien erscheinen, gerade dann, wenn man die Zeichen selbst eigentlich kennt. Man weiß, dass wahrscheinlich irgendetwas gemeint ist, aber man versteht es nicht, auch nicht als Eindruck, es sieht nicht so aus, als ob es so wäre, es sieht aus, wie eine abstrakte Zeichnung. Gedankenbewegung.

als ob jemand anderes singen würde (TVOTR)

Form: Zeilen/Abschnitte

alles als Skizze betrachten

20 kinds of lies (damages)

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digitale Spuren

wieviel wovon?

stattdessen Räume definieren? wäre die sauberere Methode, würde aber bspw. Kontraste nur durch Zufall und nicht geplant entstehen lassen

auf der anderen Seite: klare und genaue Graduierung möglich

1-, 2-, 3-Schlag Takte etc. +/-

halbe Schläge können auf- oder abgerechnet werden

Notstand als Konzentrationszwang

Beethoven: Anschlüsse. How to get from here to there?

Just beam me up, Spock!

Greise aus der Schweiz

Yeah, nice.

Die Zeitmaschine ist die Struktur: Alles andere wird hineingefüllt.

Das Stück definiert sich selbst, je mehr je weiter es fortschreitet (rein technisch-faktisch). Mit jeder Veränderung wird mindestens ein Parameter festgelegt. Mit jeder Veränderung einen Parameter definieren.

Angstbestimmte, angstgesteuerte Programmpolitik: Wer nichts falsch machen will, macht alles falsch. Wenn es doch mal einen wirklich tollen Missgriff gäbe. Leider sind auch die Fehler völlig mut- und einfallslos.

In case you didn‘t realize: JEDES musikalische Fragment definiert ALLE musikalischen Parameter, auch die, an die Du noch gar nicht gedacht hast.

Plötzlich haben die Sachen wieder eine Dringlichkeit bekommen. Scheint wieder loszugehen. Ist doch super!

die meisten Menschen verschwinden

der Sinn

ferngesteuert, right?

ächz!

nur ich kenne sie

world on drugs

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Die Flunder

Unvollkommenheit

Knacken bei jedem Sample

Rauschen
Rauschen
Rauschen

Eine der wichtigsten Aufgaben des Künstlers bei der Arbeit: Den Sinn zu töten, den Zweck zu killen.

Über den Sinn hinaus gehen: Das könnte auch heißen, den Sinn mit einzubegreifen, ihn mitzunehmen und so zu überwinden. Besser als der böse Sinn. Viel besser.

Somebody Else by Somebody Else

Oper als Sampler

Oper als Schrotthaufen

alle Samples falsch/hart anschneiden: immer eine Millisekunde zu spät

feel the weight

Oper: Vor Einsatz der Instrumente Raum sampeln und langsam hörbar machen, sowohl Raumakustik, als auch Publikumsgeräusche möglich.

Klavierkonzert: Zweites Keyboard als Sample-Timer einsetzen. Pedal zur Bestimmung der Instrumente, die gesampelt werden sollen, Tasten zur Bestimmung der Verarbeitung?

Samples müssen arbiträr, ungesteuert wirken, ob durch nicht zu vermeidende Abweichungen zwischen Keyboard und restlichen Instrumenten, oder durch mechanische Programmierung.

Samples immer mit Fehlern: Störgeräusche, Raumklang, zu früh oder zu spät – oder gar nicht.

Licht a capella

alles viel zu viel: durchsichtig halten

Man dachte, jetzt geht es endlich richtig los, dabei war das in Wirklichkeit schon das Ende gewesen.

Click here to lead a better life.

Und schon wieder vorbei.

happy endings

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Un prophète

Fine images, but not too fine. Almost not at all. Quite perfect.

Geniales Script. Allein das Schlussbild: Korsen, Italiener und Muslime warten auf den Propheten am Tag seiner Haftentlassung und wollen ihn jeweils für ihre Partei reklamieren. Er beachtet sie nicht und läuft, als ob nichts wäre, auf die Frau seines toten Freundes, die ihn ebenfalls abholen gekommen ist, zu, begrüßt sie, und geht mit ihr und ihrem kleinen Sohn zu Fuß los. Hinter ihnen sieht man, wie sich die großen Karossen der Clans in Bewegung setzen und ihnen im Schritttempo folgen. Ein Bild, das die Verbindung von absoluter Unschuld und totalem Machtanspruch in einer Person genial begreiflich macht, ohne auch nur im Entferntesten literarisch zu sein, also Informationen vorauszusetzen, die im Bild selbst nicht enthalten sind. Tatsächlich ist das Bild extrem unauffällig gehalten und schöpft seine Kraft allein aus dem Gegensatz zwischen der familienartigen Gruppe von Fußgängern im Vordergrund und den Luxuskarossen im Hintergrund, die dem Propheten mit ihrem Schritttempo ihre Ergebenheit bezeugen. Selbstverständlich dreht sich der Prophet noch nicht einmal um, um zu schauen, was hinter ihm vorgeht.

Komisch, dass es in manchen Situationen von Grund auf falsch ist, zu viel zu verraten, zu offen zu sein, und dass man sofort merkt, dass man einen Fehler gemacht hat, wenn man es tut. Es ist aber nicht immer im Voraus klar, wo die Schwelle liegt, die man nicht übertreten darf. Vielleicht geht es auch tatsächlich darum, das auszutesten, manchmal auf der richtigen und manchmal auf der falschen Seite zu landen. Warum nicht ein bisschen schämen?

Wenn man sich schämt, schämt man sich für das, was man getan hat, was man ist, oder für die Situation, in die man geraten ist, in die man sich begeben hat? Nicht immer auseinanderzuhalten, klar zu trennen.

Es ist gar nicht so, dass man unbedingt etwas oder jemanden verletzt, sondern eher, dass etwas nicht passt, und zwar gar nicht passt.

Feingefühl: Ein bisschen eben auch wie ein gutes Stück, in dem man die richtigen – und die richtig falschen – Entscheidungen getroffen hat. Spüren, ob etwas geht oder nicht geht. Ob etwas interessant oder nicht interessant ist.

Takt: Schläge zusammenfassen und Teilschläge einfügen.

Schläge variieren heißt ja eigentlich, dass sie einzeln gezählt werden müssen, isoliert bleiben müssen. Schläge zusammenfassen heißt, solange man nicht an starke und schwache Zeiten glaubt, dass der Schlag in die Dauer übergeht. Es sei denn, wir sprechen nur über Praktikabilität. Think of Beethoven.

Takt, im Gegensatz zu Schlag, könnte dann den Abstand zwischen Schlägen bestimmen, also Leerschläge beinhalten – einzeln aufgefasste Leerschläge machen wahrscheinlich keinen Sinn – oder die Dauer von Ereignissen oder Gruppen von Ereignissen bemessen. Ein traditionelles Verständnis von Takt als Zusammenfassung von starken und schwachen Schlägen nach vorgegebenem Muster, also Restitution von tonalen Taktmustern, macht keinen Sinn und müsste, wenn überhaupt, Thema sein, und nicht Vorbedingung.

I enjoy the area of view.

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Der Augenblick ist die Entscheidung.

Aktion:
P Pizzicato
B Battuto
T Tratto

Klangtyp:
S Stoppschlag
A Ausklingen
H Halten

1/6 = Schnitte
5/16 = Verzögerung

ist eben etwas anderes

Textur

gefühllos

Habe ich ein Problem mit dem direkten Ausdruck? Weiß ich zu genau, was ich wo haben will? Ist das Element der Entdeckung zu sehr eingeschränkt? Was würde passieren, wenn ich total offen lassen würde, wohin das Stück gehen soll?

Dafür bräuchte man allerdings eine Erfindungsmaschine, eine Konstruktion, die das Stück zusammenhält und das Material generiert.

Streichquartett: 1, 2, 3, 4

Strenge lockern, nicht mit Strenge anfangen, im Voraus festlegen, sondern erarbeiten. Nicht-Strenge wegarbeiten. Widerstand, nicht Arrangement.

Kunst soll unverständlich sein

pas la peine

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

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Volumen, gegliedert

zu lang

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

viel zu kurz

3‘20“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 0‘05“

oder eben

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

eigentlich am schönsten

Judd/Kasten: Funktioniert eigentlich wie Filmschnitt, die Kästen geben den Rahmen, innerhalb dessen sich das Geschehen sich ereignet, das Auge analysiert und bestimmt im Unterschied zum Film selbst Reihenfolge und Geschwindigkeit, wobei eine Grundreihenfolge durch die Anordnung der Kästen nahegelegt wird und die Komplexität des Inhalts die Geschwindigkeit des Wechsels von Kasten zu Kasten reguliert. Interessant ist aber der übergangslose Sprung von Kasten zu Kasten, der Weg zwischen den Kästen wird vom Gehirn quasi ausgeblendet, es sei denn, der Abstand wird fokussiert.

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