Overcome the limits of immortality: Sara Modiano, Cenotaph
M/L: Skalen in die Arpeggi einbauen? Könnte ehrlich gesagt sein, dass das eine gute Idee ist. Die Skalierung durchschimmern lassen, quasi Verdopplung, der Rhythmus bestimmt dann logischerweise die Tonhöhe. Muss aber ausnotiert sein, damit man ein besseres Gefühl für die Distanzen bekommt, damit man sie besser abschätzen kann. Oder: Nur Ganzton/Halbton-Schritte, die Distanz bestimmt dann den Rhythmus. Wahrscheinlich mehr Einrasten dadurch, und mehr Bewegungskraft. Sehr kleine Tonabstände können ja fast wie Glissandi klingen.
Everything is always and unavoidably goodbye, fortunately or unfortunately.
Mein Leben wird gewesen sein,
wie du gerochen hast
und wie du dich angefühlt hast.
Geomungo: Am Ende vielleicht den Grundschlag Viertel-Viertel-Viertel ab und zu durch zwei Achtel ersetzen, so dass ein tonaler Rhythmus angedeutet wird. Dabei Achtel und Viertel verzerren, so dass im Extremfall nicht mehr zu erkennen ist, welches die Achtel und welches die Viertel sind. Gehen also im Extremfall ineinander über, kurzes Viertel = langes Achtel und umgekehrt. Aber wahrscheinlich nicht drei oder fünf Achteleinheiten hintereinander, sondern immer auf die Vierteleinheit bezogen bleiben. Es sei denn, die Vierteleinheit wäre so etabliert, dass es Sinn machen würde, sie aufzubrechen. Quasi Synkope ohne Synkope. Klingt dann fast schon wie Flamenco. Sehr primitiv, unangenehm eingängig.
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du musst jetzt sehr tapfer sein
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Thinking Historically in the Present
Theatre-makers Silke Huysmans and Hannes Dereere base their productions on concrete situations, events or places that represent a more widespread theme, and thereby interlink scientific investigations, interviews and active field research.
Vielleicht wäre es viel interessanter, sich auf konkrete Situationen zu beziehen, die nichts repräsentieren? Ist es nicht so, dass Sitationen, die etwas repräsentieren, automatisch ihren Wert als für sich stehende Situation verlieren? Was sollte daran interessieren? Es sei denn, man würde sie völlig entleeren und ausschließlich als Repräsentation betrachten. Oder lauter Situationen, die nichts repräsentieren, aneinander reihen, oder einige immer wieder wiederholen und möglicherweise abwandeln. Systematisch Situationen schaffen und durchdeklinieren, aber völlig konkret erscheinen lassen – das könnte wirklich interessant sein. S. Bauarbeiter/Clowns.
Z.B. alles aufnehmen und nachspielen. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Film sein: Dass man ihn gar nicht sieht, sondern dass er nur zur Aufnahme/Reproduzierbarkeit/Kontrolle dient.
Wie kann man sich denn da so hinstellen! Ich steh ja auch manchmal scheiße, Du, aber Ihr steht ja wirklich superscheiße!
Krieg/Chöre: Akkorde vom Anfang von Kaleidoskopvillemusik (die ja als schnelle Schläge den Anfang von Krieg/Chöre bilden) vielleicht auch für Chorakkorde benutzen, möglicherweise sogar Chor gegen Instrumente ausspielen, verdoppeln, etc. Einzelne Schläge herausnehmen. Die ganzen Schüsse könnten auch als Chorakkorde instrumentiert werden. Womit dann die Schläge am Anfang auch Schüsse wären – und wir nicht nur Teilchöre hätten, sondern auch volle Chorakkorde, die über das ganze Stück verteilt sind und es so zusammenfassen. Erst am Ende der Triumphchor dann der volle Chor mit anderem/neuem Material.
Geomungo: Tief, schnell anfangen, kurze Fassung, Jajinmori, ca. 4:00. Vielleicht auch das anschließende Material, dann viel schnelles/hektisches Vibratoreiben.
Am Ende Jinyangjo, harte, tiefe Schläge, immer wieder wiederholen – als ob du das Geomungo zerschlagen wolltest.
Subtilität ist tot. Eigentlich auch lustig.
Mund zu, Kehlkopf zu, Luftdruck, leises Pressen.
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So sad, so sad.
S1A: Wäre wahrscheinlich wirklich gut, japanischen Text zu integrieren, einmal, um die Eindeutigkeit der Figur (und des Goetz-Textes) zu brechen, einmal, um die Herkunft des Materials durchscheinen zu lassen. Und, weil die Texte tatsächlich sich gegenseitig kommentieren könnten, der japanische Text betont den kriegerischen Aspekt, die historische Tragödie, der deutsche Text das individuelle Scheitern. Ist dann allerdings noch die Frage, wie sich die beiden voneinander unterscheiden, da nicht unbedingt davon auszugehen ist, dass der deutsche Text so verständlich gesungen werden kann, dass man sofort merkt, wann er verlassen wird, wann der Sänger in eine andere Sprache fällt. Sehr primitive Lösung wäre Vollstimme vs. Falsett.
Interessant, wie schwierig es ist, etwas genau anzuschauen, ohne im entscheidenden Moment zu blinzeln. Man schaut immer weg, als ob man Angst hätte, dass in genau diesem Moment etwas passieren würde, das man lieber/besser nicht sieht. Auch wenn man ganz genau weiß, dass das nicht der Fall ist. Die Augen mit Gewalt aufzuhalten hilft zwar, sich zu versichern, dass da nichts ist, was weh tut, aber es ist natürlich dennoch nur eine Reaktion auf das Blinzeln, kein echtes Hinschauen. Muss man also üben, sich langsam daran gewöhnen, dass die Augen offen bleiben können – ohne sich dabei einfach nur abzuhärten, sondern wirklich mit Intensität und Offenheit hinschauen.
Frage wäre, ob die Schutzreflexe damit abgeschliffen werden oder sogar verschwinden – ob es vielleicht wichtig ist, so zwanghaft auf bestimmte Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung zu reagieren. Eindeutig ist aber, dass man bestimmte Handlungen nicht ausführen kann, wenn man sich im entscheidenden Augenblick immer wegduckt. Man kann wahrscheinlich einen Ersatz dafür finden, indem man sich z.B. voll auf den Bewegungsablauf konzentriert, aber ich glaube, es ist nicht das gleiche, wenn man nicht diese emotionale oder psychologische Hürde überwindet. Mit offenen Auge ins Schwarze treffen, das wäre die Aufgabe.
Ist Geld eigentlich immer prollig? Sieht jedenfalls in der Regel nicht sehr schön aus, wenn jemand welches hat.
Michele: something in the style of myself
Noah Klieger
Geomungo Sanjo: Chimsae mit verwenden, und zwar genau dort, wo sie auf der Aufnahme sind?
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