Category Archives: Charms: Dub

Ich bete den ganzen Tag.

PG: Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
KT:  Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Archangel
Ghost Hardware
Homeless

Cody Currie, I Don’t Feel: Ganz cool mit vier Schlägen Bassdrum anzufangen, und dann sofort abzubrechen und mit dem Keyboard reinzugehen.

Auch hübsch, wenn man gerade dafür empfänglich ist: Lakehead, Stingray Ultras, fängt mit Liegeklängen im Keyboard an, dann ein bisschen Beat, ein bisschen Knarzen, und dann erst ganz langsam der eigentliche, nicht wirklich interessante Track.

Charms: Dub: Auseinandernehmen, neu zusammensetzen, einzelne Schichten exponieren, so nackt wie möglich, Schichtungen nur als Ausnahme, nicht als übergreifendes Prinzip. Dub also eher sezieren, vorführen, als wirklich durchführen. Letztlich auch viel interessanter, wenn die Konsequenz der Schichtungen betont wird, nicht die Schichtungen selbst.

Shiva Feshareki, New Forms Jingle 3: Schöne Schnipselei, quasi Footwork, sehr einfache Mittel, zielsicher eingesetzt, digitales LOFI. Auch schöne Reste von Realität in den anderen Tracks. Klar hörbar, aber eben doch sehr verdeckt.

perverted transcription

The death of glamour – ja, und jetzt? Was kommt jetzt? Was machen wir jetzt? Let’s be honest, war ‚ne schöne Zeit.

So why the fuck are you doing it at all?

Aram Han Sifuentes, Erin Hayden, and Jonah King at University Galleries of Illinois State University: Ausstellung. Was kann man alles tun? Was kann man alles reinwerfen? Malerei auf allen denkbaren Materialgrundlagen, Foto, Film, Skulptur auf allen denkbaren Materialgrundlagen. Dito Stück. Systematisch überlegen, am besten alle Optionen konstruieren und dann für das jeweilige Stück reduzieren/anwenden. Das Gesicht des Stücks. Kann eben alles sein. Why the fuck not? Ist das vielleicht das eigentliche Problem, dass wir immer einen Stil aufzwingen wollen, selbst wenn wir so tun, als ob wir total frei mit unserem Material umgehen würden?

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Phänomenologie des musikalischen Materials

Einzeln – Zusammengesetzt
Leise – Laut
Schnell – Langsam
Pizzicato – Arco

Aber NICHT: Geräusch – Ton oder umgekehrt

Das Gleiche, aber ohne Vorbild. Im Grunde Nachzeichungen tatsächlich Fortführung der in Potemkin 1 begonnenen Materialkonstruktion.

a) Wie kann man Material zusammensetzen, ohne Spielfiguren zu benutzen?
b) Wie kann man Spielfiguren einen neuen Sinn geben?

Als Komponist interessiert mich nur notierte Musik. Musik, die nicht am Gegensatz zwischen Klang und Notation arbeitet, mangelt es an genau diesem Komplexitätsverhältnis. Es sei denn, sie wäre etwas ganz anderes, nämlich Pop, Welt etc.

Charms: Dub war Spielfiguren? Kaum zu glauben, aber wahr.

Streichquartett: Von der Menge des verwendbaren Materials her theoretisch total beherrschbar.

Totales Scheitern. What the fuck do you want?

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