Category Archives: Krieg 2: Stolen Friend

radikale Einfachheit der Sprache

Vielleicht ist Musik da sogar im Vorteil: Wir können tatsächlich Musik über Musik schreiben, ohne kopieren zu müssen, bzw. wir müssen nicht allzu viel ändern, um eine komplett andere Wirkung zu erzielen. Und wir müssen nicht gegen das Foto als permanente gegenständliche Bildquelle kämpfen. Popmusik ist da vermutlich viel harmloser als Gegner. Und ebenfalls sehr einfach in eine andere Richtung zu wenden.

Ich öffne: Viel lauter, so dass man den akustischen Klang nicht mehr hört/die Instrumente völlig übertönt werden. Überintime, aber viel zu laute Lautsprechermusik.

Amanda Michalopoulou

Diabelli Variationen: Studie darüber, dass alles auch viel länger, oder viel kürzer sein könnte. Oder anders. Einfach mehr, oder weniger, oder anders sequenzieren. Und natürlich ganz anders weitergehen könnte. Die Frage wäre, was die expressive Idee des Stückes ist – wenn es eine gibt. Witz könnte eine Idee sein, letztlich auch ein gewisser Zynismus – vielleicht sogar ein gewisser Sadismus. Auch bei den offenbar innigsten Partien ist man nicht sicher, ob man nicht vorgeführt wird.

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You are your own information.

Doris Salcedo: In gewisser Weise Anti-Konzeptkunst. Ist da, spielt eine große Rolle, war vielleicht die Hauptarbeit, wird aber absolut nicht kommuniziert. Interessant. Könnte man mit spielen. Offen legen vs verschweigen.

Emptyset, Blossoms: Klingt wie die elektronische Version von Maurizio/Licht. Gefällt mir natürlich. Könnte man nachdenken, ob man Teile davon verwenden kann.

True Detective III: Ist ja schon auch ein Charakterproblem, wenn man sich immer wieder von den gleichen Geschichten einlullen lässt, na klar, gut erzählt, na klar, tun sie so, als ob sie etwas über die Welt erzählen würden, aber letztlich ist es ja doch immer die gleiche Mischung von Spannung, Entsetzen und Voyeurismus. Gerade, wenn es wirklich gut geschrieben ist, wenn man tatsächlich das Gefühl hat, etwas zu sehen, was man so noch nicht kennt. Auch interessant, wie schnell man sich von Ablehnung zu Faszination bewegt.

Etwas nur mit den Augen verstehen. Berühren, anfassen, als ob. Bäume, Berge – gilt wahrscheinlich nicht für Artefakte.

Diabelli/Zender zu Heiliger Krieg?

Lorraine: Vielleicht einer, der an das Glück geglaubt hat? Hat Claude das Glück gemalt? Ja, vielleicht.

Saint-Julien-le-Pauvre: Fuck die Wand an!

Ludwig XII/Anne de Bretagne
Francois I/Claude de France
Henri II/Catherine de Medici

Nur Unvermögen rettet vor der großen Uniformität: Echt jetzt? Dann wären wir doch total gerettet, oder? Ist halt nicht wirklich lustig auf die Dauer, sorry. Am Ende nur noch ausruhen auf dem, was man mal herausgefunden hat.

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We know nothing.

Es ist gut, Dinge nicht zu erklären, sie offen zu lassen; andernfalls werden Entscheidungen quasi zurückgenommen, wegerklärt. Es ist gut, wenn sich die Leute wundern, wenn sie nicht verstehen, womit sie es zu tun haben, nur so ist es möglich, die Irritation auszulösen, die Kunst eigentlich ausmacht.

Sprünge, Dinge, die nicht zusammenpassen, die nicht zusammengehören.

Übertragung, Transkription als Maschine, die automatisch etwas Neues entstehen lässt.

Übertragung Koreanische Musik – Transkription Japanische Musik?

Bemerkenswert, dass Tape Musik, die fast wie Pop klingt, irritiert, echte Popmusik aber nicht. Da gibt es dann offensichtlich eine eindeutige Schwelle, die nicht allein durch den unterschiedlichen Kontext entsteht.

Stammheimer/Stockhausen immer doppeln, einer spricht/einer singt, oder so? Oder dann eben plötzlich beide singen, oder beide sprechen. Damit dann auch Rollen teilweise aufgelöst. Quasi Inuit Spiele, hohes Tempo nur manchmal drosseln, dann aber deutlich spürbar, quasi Vollbremsung.

Le Mystère des Voix Bulgares, Hibernate: Auch toll! Zeilen stehen sehr alleine. Tolle mechanische Verzierungen. Wäre aber wahrscheinlich zu offensichtlich, das direkt zu übernehmen.

Kye und Glistening Examples: Immer wieder der Gegensatz zwischen geräuschhafter Elektronik und zitierten oder neu eingespielten tonalen Passagen. Erstmal könnte man das als Gleichberechtigung aller hörbaren Materialien auffassen – oder als ob das tonale Material, besonders wenn es eindeutig zitiert, aber nicht unbedingt leicht identifizierbar ist, eine besonders deutliche Aussage im Verhältnis zum geräuschhaften Material erzeugt. Je häufiger das tonale Material angewendet wird, desto stärker wird allerdings der Eindruck, dass es sich doch um eine Form von sentimentaler Nostalgie, um ein sentimentales Ausruhen auf dem tonalen Material handelt.

One of the most prominent parts of my life is an organization or pretence compromise around the idea that simply nothing is more important than being able to do what I want. However, what I want is often operationally impossible. So, I isolate the most elemental component from which I get joy or pleasure and operationalize that instead. This takes work to get right, and so I’m spending a lot of mental energy producing an affective substitute, which after all was a fake thing from the start. This puts me in a vulnerable position.

Vaija Celmins/Bridget Riley: Handarbeit versus Studio. Da ist das Studio doch wohl weitaus moderner, auf den Punkt gebracht, oder? Die Kraft der Idee und der Vorstellung: Zu wissen, dass es so sein muss, und es dann so auszudefinieren, dass es nach dieser Definition ohne Abstriche ausgeführt werden kann. Oder der Mut, etwas zu verwerfen, in das andere viel Arbeit und damit auch Zeit investiert haben. Der Mut, sicher zu bleiben, dass man recht hat. Klare Entscheidungen. Ausdefinierte Phantasie/Vorstellungsgabe.

The making, the devotion to making, is what gives it an emotional quality. Oder auch nicht.

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Die Goetz-Saga

Heiliger Krieg 1: Stolen Friend
Heiliger Krieg 2: Die totale Partitur
Heiliger Krieg 3: Chorstück

Größtes grundsätzliches Problem: Was machen die/was machen wir mit den Chorsolisten? U.U. könnte man dafür die Kaleidoskopvillemusik in die Oper rückführen und unabhängig von der ursprünglichen Textableitung komplett neu und quasi völlig ignorant umtextieren.

wenn ich schon tot bin, aber es nicht merke

Break Mirrors In The Face Of The United States (DJ Earl VIP)/Tight Up Skirt (DJ Earl VIP): Thomas Mahmoud/Heidegger? Dieses Lallen, Ungenaue, Hingeworfene, Aggressive könnte interessant sein. Telefongespräch kann nicht einfach als formaler Witz übernommen werden, muss als musikalische Struktur überschrieben werden. Eigentlich das komplette Album interessant, weil Juke-Versionen von relativ konventionellen Vocals.

Kästchen mit Text + Cues wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

Die Welt ist sehr, sehr eng geworden. Außer für absolute Vollidoten.

Mahakala/Tibet: Die Soldaten (zumindest die Chöre)
Schubert: Die Bürger (zumindest die Chöre)
Le Mystere des voix Bulgares: Die Mädchen (zumindest die Chöre)

Macht voll Sinn, ehrlich gesagt.

Thomas Mahmoud: Heidegger mit Clicktrack

Caravaggio/Moment = Monodie? Wird ja tatsächlich ein Raum geöffnet, der in einer konventionellen Erzählung nicht vorhanden ist. Der Raum wird sozusagen nicht wegerzählt, nicht statifiziert. Der entscheidende Moment, der eigentlich nicht sichtbare Moment. Insofern vielleicht auch der ausgedachte Moment. Wird ans Licht gezerrt, wird festgehalten, gewinnt eine extreme Dynamik.

Gut, was würdest du denn wirklich gerne machen, was wäre keine Bestrafung?

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Mondo di inconvenienza

Stachel-Aufschlag + Nachklang-Griffe: Erstmal entscheiden, wieviele Klänge überhaupt gebraucht werden, dann über Klänge nachdenken.

So vielleicht auch über Text/Krieg, oder auch Text/Hölderlin nachdenken: Erst festlegen, wieviel Zeit für einen bestimmten Abschnitt (Silbe/Wort/Satz/Zeile etc.) zur Verfügung steht, dann entscheiden, was wirklich benutzt wird – und was wegfallen muss.

Also: KEINE VOLLSTÄNDIGKEIT!

Horoskop: Ich muss essen und trinken. Ich muss schlafen. Und ich muss sterben. That’s all.

Man ist sicher, dass man recht hat, aber man versteht überhaupt nicht, was die anderen denken.

Spracherwerb: Mitsprechen. Speak along. Klingt tatsächlich immer gut, wie eine Verdopplung, quasi wie Unisono/Oktave. Einfach mal machen: Einer führt, einer folgt. Und umgekehrt.

HELLBLAU
ORANGEROT
MITTELGRAU
SCHWARZGRUEN
DUNKELBLAU
OLIVGRÜN
DISRUPT
WEISSGELB
GRASGRUEN
GOLDGELB
DISRUPT
DUNKELROT

Saturn A: In einem repetitiven Umfeld kann es interessant sein, einige Gesten/Aktionen tatsächlich nur einmal auftauchen und sofort wieder verschwinden zu lassen, so dass sie fast wie Fehler/Unachtsamkeiten wirken. Sie sind durch ihre Umgebung so sehr als Einzelpositionen definiert, dass sie als solche auch dann wahrgenommen werden, wenn sie als Fehler interpretiert werden.

It is so black it looks like a mistake.

IJ, p. 935

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It’s a fuckin’ Metermaß!

Lots of ways to die. Infinite number. Actually, maybe not.

The only way out is through.

we’ll see
we’ll see
we’ll see

we’ll die

und schon ist er weg

I regret very much to be here. I‘m terribly sorry.

Bitte alles wiederholen, vor allem Texte, Wörter, Silben – wirklich? Hat natürlich auch eine gestische Wirkung, wie ein echter Sprechakt, dass man nochmal nachspricht, was man eben gesagt hat, sich dessen vergewissert, was man gerade gesagt hat. Bin aber nicht sicher, ob es wirklich gut ist, Textwiederholungen von vornherein auf ihren gestischen Gehalt hin zu definieren. Könnte funktionieren, könnte aber auch viel zu naturalistisch gedacht sein und darum zu sehr einengen. Trotzdem: Wäre zumindest AUCH eine Möglichkeit, mit Textwiederholung umzugehen.

Einfach am Ende der Zeile nochmal nachmurmelnd, einfaches Echo, etc., schwieriger in der Mitte der Zeile, da wäre es eher etwas wie sich selbst widersprechen, sich selbst ins Wort fallen, stammeln, murmeln, tatsächlich auch deutlich unterschiedene dynamische Ebenen, um Haupt- und Nebenakt zu unterscheiden.

Und da könnte dann natürlich auch noch mal der fliegende Wechsel zwischen Singen und Sprechen ins Spiel kommen, bei Stammheim und Stockhausen z.B. im ständigen Ineinandergreifen der beiden Stimmen, die letztlich immer das Gleiche sagen, bei Heidegger in plötzlichen Tonfalländerungen, dass eine einzige Silbe plötzlich Farbe bekommt – oder gerade nicht. Ja, ich denke die drei wäre die Hauptkandidaten für schnelle Sprech/Sing-Wechsel.

At least look nice before you’re dying.

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Die Musik der Bedeutungen.

Man fühlt sich so existentiell ausgehöhlt. Hm…

Ich singe im wesentlichen nur einen Ton. Ich singe nicht höher oder tiefer, sondern lauter und leiser. Wurde mir jedenfalls so gesagt.

Schostakowitsch Streichquartett für Streichquartett bearbeiten.

Veränderungsrate systematisch steuern: Es kann nicht sein, dass die Musik einfach so die Zeitgerade (in der Oper gleich Text/Handlung) entlangläuft. Einmal bleibt alles stehen, dann verändert es sich extrem schnell, dann extrem langsam. Auch unabhängig vom Text. Wenn der Text die Zeitachse diktiert, bist du verloren. Arien und Rezitative waren da im Grunde ein genialer Ausweg. Geht aber offensichtlich nicht mehr, muss man anders angehen. Bei Monteverdi ganz offensichtlich auch nicht gelöst. Mal ein Einfall, mal keiner: Das ist bei ihm im Grunde die einzige Manipulation der Veränderungsrate. Und Einfall ist im Grunde immer da, wo die Zeit stehen bleibt. Schwierig zu verstehen, dass es interessanter ist, wenn nichts passiert, als wenn ständig irgendetwas geschieht.

Please let me go. Tell me I did well. Final farewell.

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Super Licht.

Sehr angenehme, verzerrte Litanei. 

Xenakis: Wie immer eine super Idee, hohen Sopran und tiefen Bass parallel laufen zu lassen, quasi unschlagbar. Bisschen wie ein Instrument, ein Klang, Bass hört man eigentlich gar nicht, ist aber die ganze Zeit da und verstärkt die Wirkung des Soprans extrem. Überschnappen, quasi Stimmbruch für Instrumente, super schön, kann man nicht genug von haben.

Textur, Dramaturgie, Schnitt, Klimax. Vorteil Musik: Du kannst das wirklich alles in ein Stück packen. Z.B. eben auch ganz verschiedene Texturen. Muss definitiv geplant werden. Oft gegen das Material, gegen eine intuitive Entwicklung. Genau das ist Form. Zeit strukturieren und damit das Erlebnis strukturieren. Auch gegen Text, z.B. Auch wenn es eigentlich gar nicht geht.

Cinquecento.

Gleichzeitig: Muss verbunden werden, zusammengezwungen werden, um wirklich Kraft entfalten zu können. Zwei Kräfte, die gegeneinander wirken. Nicht einfach nur nebeneinander gestellt. Ganz viele Bilder, aber alle zusammen. Das ist der eigentliche Fehler, dass man immer nur eines bekommt. Und dann könnte man natürlich noch eine Dramaturgie aus Blöcken, also Texturen, zusammensetzen, quasi einen Verlauf in Einzelschritten rekonstruieren.

Keine Form ohne betonte Asymmetrie. Ausgeglichene Proportionen sind das Gegenteil von formaler Expressivität. Oder: Das Mittel der Verzerrung innerhalb ausgeglichener Proportionen. Übertriebene, überdeutliche Kraftlinien können zu formaler Expressivität innnerhalb einer symmetrischen Grundkonzeption führen.

Tatsächlich IST ab einem bestimmten Punkt Symmetrie dynamisch aufgeladen, wahrscheinlich weil sich das Gefühl für Körper und ihre Darstellung grundsätzlich geändert hat.

Charles Mellin
Giovanni Battista Moroni

Relativ viel Text, schnelle Glissandobewegungen auf gehauchte Silben: Müsste eigentlich gehen als eine Art neues Parlando. Verinnerlichtes, nachdenkliches Sprechen. Darf allerdings nicht zu abbildlich werden, das würde definitiv nicht gehen. Vielleicht auch verschiedene Stimmlagen, Territorien, in denen sich die Stimme bewegen kann. Ehrlich gesagt nicht total verschieden von Kolik. Realismus könnte die Illusion von Kunst, Kunst die Illusion von Realismus brechen.

Fuck Life.
Echt?

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Schönheit ist Nicht-Wiedererkennen.

A great year for Russia and China. Not so much for the US.

Monteverdi 1567-1643
Caravaggio 1571-1610

Krieg: Musik komplett fragmentieren, auch die Teile, die ohnehin nur als Fragment gegeben werden. Einzelne Takte, Phrasen, auch willkürliche Entnahmen.

Gonzalez: Furchtloser Grundlinien Spieler, leider verschwunden.

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Ab jetzt werden wir keinen Spaß mehr haben.

schlecht
schlecht
falsch
weiter nachdenken

vocal sniper: nicht schlecht – Stockhausen, Stammheimer?

Kreisrunder Schweißfleck, mitten auf dem Rücken: Keine Ahnung, wie das geht, sieht aber super aus.

Kleiner, dünner, larvenähnlicher Wurm kommt aus Backenwunde herausgekrochen.

Sicher leiden

Pea green unlimited streaming

Kunst, die beweist, dass sie gut ist, ist eigentlich immer scheiße.

Putain de Parkinson 

Dreezy,
Dreezy,
The-Dream,
Walls

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Schnelligkeit

Mist: Double- und triple-time vergessen! Silben, Wörter, und zusammengesetzte Wörter. Ganz einfach eigentlich.

Problem: Tonhöhen horizontal könnte sich auf die Relationen innerhalb der Phrasen oder auf die Relationen zwischen den Phrasen beziehen. Which one will it be? Oder brauchen wir etwa einen doppelten Parameter? Außerdem sind die Entscheidungsmöglichkeiten, wenn sie realistisch sein sollen, stark von der Registrierung der Stimmen abhängig. So sehr, dass man eventuell die Registrierung ändern sollte, wenn man zu einem bestimmten Ergebnis kommen will.

Stockhausen, Stammheim und Heideger willkürlich zwischen normal, double und triple time wechseln lassen, mitten im Satz und vielleicht auch mitten im Wort.

Zusätzlichen Parameter konsonant-dissonant frei über das Stück verteilen. Anti-strukturell. Zeigen, dass er keine formale oder inhaltliche Bedeutung hat. Hässlichkeit (Konsonanz) steuern bzw. erzwingen.

O.k., es wird interessant, aber auch schwierig:

– Dissonanz/Konsonanz vs. Abstand
– Elemente vs. Unterteilung
– Rhythmus vs. Metrum

Wird man irgendwie lösen müssen, per Entscheidung oder so, wird man nicht drum rum kommen.

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