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but it isn’t

Spontaneität ist viel interessanter, wenn man versucht, nicht spontan zu sein, und schaut, was übrig bleibt, als wenn das Setting von vornherein auf Spontaneität hin angelegt ist.

Melodyne:
Algorithmus melodisch
Tempo zuweisen
rechte Maustaste: Tempo frei zuweisen
60 bpm
1/4-Takte
Zeitraster (rechte Maustaste): 16tel-Raster
Tempo bearbeiten/zuweisen wieder wegklicken

Machen wir uns nichts vor: Wir werden nicht schön aussehen, wenn wir tot sind.

Halt tot.

Wichtig: Bei dissonanten Saiten Glissando ins Unisono nicht über den gesamten Zeitraum, sondern erst am Ende. Damit spielen: Verhältnis Dissonanz-Glissando-Unisono. Glissando kann ganz kurz, quasi Tonschritt, kurz, lang, oder doch über den gesamten Zeitraum laufen.

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böser Spuk/schwer ums Herz

RTE = AH

Ich weiß nicht, ob wir gerade erst eingezogen waren, es fühlte sich aber jedenfalls so an, als ob wir noch nicht lange dort wohnen würden. Eines Tages, oder eines Nachts, hatte sich das Treppenhaus – wir wohnten im vierten Stock – zusammengezogen, es war so eng geworden, dass man sich nur mit Mühe auf den Treppenabsätzen um die Kehre herumzwängen konnte. Ich kam mit mehreren Einkaufstüten nach Hause, die ich hinter mir her durch das verengte Treppenhaus ziehen musste. Mein erster Gedanke war: Wir werden hier niemals wieder ausziehen können. Es wird keine Möglichkeit geben, unsere Möbel durch dieses Treppenhaus oder durch diese kleinen Fenster wieder nach draußen zu bringen.

Man macht sich keine Begriffe davon, wie eitel die Leute tatsächlich sind: Die unauffälligsten Typen verbringen in der Umkleide mehr Zeit vorm Spiegel als unter der Dusche. Und da sind sie auch ziemlich lange. Immer wieder erstaunlich, besonders, wenn man sich selbst für den eitelsten Menschen der Welt hält.

BEISS DICH REIN, DU ARSCHLOCH!

Sprachaufnahmen als abstraktes musikalisches Material betrachten.

TOTALHYSTERIE: ALLES PLAYBACK

Kohl und Rüben, Rüben und Kohl

Sichuan Pfeffer stark salzig, Kumin zitronig

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VERY, VERY LATE. DAMN IT.

Keine Angst vor Brüchen, im Gegenteil: Ist doch super, wenn es nicht passt.

Unglaubliches Jahr für Hip Hop. Gibt es überhaupt noch schlechte Mixtapes? Selbst die mittelmäßigen sind gut, das durchschnittliche Niveau absurd hoch. Unüberschaubare Menge: Könnte man jahrelang hören, ohne zu wiederholen. Als ob die Qualität steigen würde, wenn die Option, damit Geld zu verdienen, endgültig verschwunden ist. Meistgehörte Musik der Welt.

Ansonsten ziemlich gemischt: Die Ideen der letzten Jahre werden langsam müde, etwas Neues ist noch nicht in Sicht. New Grime als Klangsignatur des Jahres, wahrscheinlich.

Wirr. Sehr wirr. Wirres Zeug. Mir war eingefallen, dass ich nochmal zurück musste, weil ich mein Rad vergessen hatte.

1. Pusha T: King Push – Darkest Before Dawn: The Prelude
2. Vince Staples: Summertime ’06
3. Gabi Losoncy: Didn’t Take Much
4. Dawn Richard: Blackheart
5. Future & DJ Esco: 56 Nights
6. Mhysa b2b Abdul Kadir: (giveyourmoneytofemmes)
7. Arca: Mutant
8. Djwwww: U.S.M!
9. Normal Nada: Transmutação Cerebral
10. Sumbu Duria: Sister Nature
11. Dean Blunt: Babyfather
12. Palmistry: Ascensión
13. Matana Roberts: Coin Coin Chapter Three: River Run Thee
14. 2 8 1 4: Room 2814 (A) Doorway (B) Into The Light
15. Young Thug: Slime Season 2
16. Fifth Harmony: Reflection
17. C.Z.: I Don’t Feel So Good
18. SOPHIE: PRODUCT
19. ANDREA: Black Magic
20. Gnaw Their Tongues: Abyss of Longing Throats
21. SK Kakraba: Songs of Paapieye
22. ADR: Deceptionista
23. Cloud Rat: Qliphoth
24. Takahiro Kawaguchi/Utah Kawasaki: Amorphous Spores
25. Amber London: Life II Death
26. Jason Lescalleet: THIS IS WHAT I DO 7
27. Kid Smpl: Response/Ascend
28. Jam City: Dream A Garden
29. Lil B: BASEDWORLD PARADISE
30. Jeremih: Late Nights
31. Joey Anderson: Invisible Switch
32. Tree: Treestrumentals
33. Pissgrave: Suicide Euphoria
34. EMA: #HORROR
35. Kode9: Nothing
36. Anthony Naples: Body Pill
37. Freddie Gibbs: Shadow Of A Doubt
38. Pearson Sound: Pearson Sound
39. Sidsel Endresen, Stian Westerhus: Bonita
40. Ash Koosha: GUUD
41. araabMUZIK: Goon Loops
42. Heather Woods Broderick: Glider
43. tropes: lit divine
44. Carla Morrison: Amor Supremo
45. Foodman: Couldwork
46. Billy Woods: Today, I Wrote Nothing
47. Percussions: 2011 until 2014
48. Trae tha Truth: Tha Truth
49. Teresa Winter: Oh Tina, No Tina
50. SELA.: inevitable
51. Lakker: Tundra
52. EVOL: Rave Synthesis Approximations of György Ligeti’s Continuum, Part IV
53. Korma: ZGMF-X19A
54. Félicia Atkinson: A Readymade Ceremony
55. Neon Indian: VEGA INTL. Night School
56. Kanfding Ray: Cory Arcane
57. In Media Res: リンキンパーク Quindecim/Viginti Sex/Triginta Septem
58. Alexander Lewis: 7 Day EP
59. Egyptrixx: Transfer Of Energy [Feelings Of Power]
60. Homemade Weapons: Clarion Call
61. Lucrecia Dalt: Ou
62. Drake: If You’re Reading This It’s Too Late
63. Christine and the Queens: Christine and the Queens
64. Dai Burger: Dai 1
65. Ommadon: Empathy For The Wicked
66. death’s dynamic shroud.wmv: I’ll Try Living Like This
67. Sango: Da Rocinha 3
68. Ciara: Jackie
69. Laurel Halo: In Situ
70. A$AP Rocky: ALLA (At Long Last ASAP)
71. Grischa Lichtenberger: La Demeure; Il Y A Péril En La Demeure
72. JoeFarr: Longanimity EP
73. ADMX-71: Coherent Abstractions
74. Earl Sweatshirt: I Don’t Like Shit, I Don’t Go Outside: An Album by Earl Sweatshirt
75. T.E.S.O.: No.3. obliate
76. TyM: Samantha
77. Björk: Vulnicura
78. Rabit: Communion
79. Buttechno: Sport
80. uon: Our Fantasy Complex
81. Ca$h Out: Kitchens & Choppas 2
82. Angel Haze: Back To The Woods
83. NHK: Program
84. Cannibal Ox: Blade Of The Ronin
85. Dao Bandon: Kon Kee Lang Kwai/Essential Dao Bandon
86. Leikeli47: Lk-47 Part III
87. wet petals: wet petals II
88. Moerbeck: T.R.I.P.S.
89. Rocket from the Tombs: Black Record
90. Varg: Ursviken
91. Rizan Said: King Of Keyboard
92. Chicklette: UNFAITHFUL
93. Holly Herndon: Platform
94. Darkstar: Foam Island
95. Lee Bannon: Pattern Of Excel
96. Mio Mio: Mio Mio
97. Slugdge: Dim and Slimeridden Kingdoms
98. James Booth: Tell Me Lies
99. buttechno: Gosha Rubchinskiy AW 16 Soundtrack
100. Oobe: Stealth

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Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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Harmlosigkeit + Bedrohung

Wir waren in eine neue Wohnung umgezogen, deren übergroßer Vorraum, genau wie das Treppenhaus des Gebäudes, mit Travertin ausgekleidet war. Es klingelte, ich ging in den Vorraum, um den Türöffner zu bedienen, konnte aber auf dem metallenen Bedienungselement die einzelnen Knöpfe nur umrisshaft erkennen, als ob ich in ein starkes Gegenlicht schauen würde. Ich drückte einfach alle Knöpfe, irgendwann summte es, ich hatte offenbar den richtigen Knopf gefunden. Davon ausgehend, dass meine Frau nach Hause kommen würde, wartete ich in der Tür. Nach einer Weile kam eine Gestalt die Treppe hoch, die von der Größe her meine Frau hätte sein können, aber wie in einen überweiten Mantel gekleidet schien und, als ob ich wieder ins Gegenlicht schauen würde, nur im Umriss erkennbar war. Als sie näher kam, meinte ich, das Gesicht meiner Frau schemenhaft erkennen zu können. Schrecken der Ungewissheit.

Synthiepop im Nebenhof klingt ein bisschen wie Vaporwave, eigentlich ganz hübsch, angenehm dumpf.

Kurze Schnitte aus Gran Partita 1:1 zitieren: Proben, Beweisstücke (Orchestration, Registrierung, der Klang).

Wenn das jetzt Architektur wäre, was würdest Du machen? Was ist das denn eigentlich, Konstruktion? Übereinstimmungen, Unterschiede, Bezugspunkte durch Gradierungen von Ähnlichkeit. Ist das wirklich so? Hören wir das wirklich so? Klar, wir verstehen natürlich schon, dass dies jenem ähnelt, das dieses genauso laut ist wie jenes, dieses sich in der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie jenes, dieses ähnlich klingt wie jenes. Aber ziehen wir wirklich den Vergleich? Spüren wir eine ernsthafte Spannung zwischen diesen Punkten? Wohl eher nicht. Ich glaube, dass wir eigentlich Musik komplett anders hören, auch wenn wir wirklich konzentriert zuhören und sie nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen. Die Analyse wirkt so irrelevant gegenüber dem eigentlichen Erlebnis. Nehmen wir doch ruhig mal Feldman (II), super leicht zu analysieren, wenn wir wollen, können wir exakt wissen, was er tut, und was er nicht tut. Und wir können auch, während wir das Stück hören, darüber nachdenken. Aber eigentlich spielt sich doch etwas ganz anderes ab: Wir driften in und out of focus, wir hören an bestimmten Stellen genau zu, an anderen weniger oder gar nicht, unser Interesse lässt nach, wenn wir zu wissen glauben, was passieren wird, wenn wir nicht mehr glauben, etwas Neues entdecken zu können.

Eine stille Verzweiflung könnte sich ausbreiten, wenn wir denken, es hat sich also wieder nicht gelohnt, den Weg ins Konzert auf sich zu nehmen, es wird wieder alles so sein wie es immer war, es hat sich nichts verändert, und es wird sich nichts verändern.

Verstrebungen, Statik, Schwerkraft. Wir haben natürlich nicht den Gesamteindruck mit einem Schlag, auch wenn wir uns möglicherweise um das Gebäude und durch das Gebäude bewegen müssen, um es wirklich zu verstehen, aber wir bewegen uns notwendigerweise durch die Musik und mit der Musik, da sie das ultimative zeitbasierte Medium ist. Es ist grundsätzlich völlig o.k., Musik als einen festen Gegenstand, dessen Proportionen streng festgelegt sind, zu betrachten, und es ist vor allem selbstverständlich möglich, aber es entspricht nicht unserer Erfahrung.

FORM
DRAMATURGIE
MATERIAL

Eigentlich spricht das Stück nur durch die Form. Nicht die Form artikuliert die Dramaturgie, sondern die Dramaturgie beleuchtet die Form. Und das Material trägt den Gegensatz zwischen Form und Dramaturgie.

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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Oh, ich hab schon wieder eine Meinung, hallo!

Immer besser werden, und genau dadurch immer schlechter werden. Fieser Automatismus. Die ursprüngliche Idee verfeinern, und sie genau dadurch verlieren, überschreiben, bis sie im Grunde nicht mehr vorhanden ist. Ganz einfach, weil man das Interesse aufrecht erhalten muss, weil man nicht einfach eine Idee über einen langen Zeitraum unverändert durchziehen kann. Das ist übrigens der eigentliche Vorteil des Algorithmus: Dass der Zeitraum der Ausarbeitung auf Null verkürzt wird und damit mit all seinen Implikationen verschwindet.

Ich konnte nicht anders: Was ist das denn für ein merkwürdiges Argument? Ich glaube ganz fest daran. Es hat sich mir ganz einfach aufgedrängt. Ich kam nicht darum herum. Letztlich, am Ende des Tages, sind das aber genau die Argumente, mit denen wir wirklich arbeiten. Und zwar alle.

Rhythmic Theory, Future Tense: Percussion

D.R.A.M., #1EPICINTRO: Lustiges Bass-Drum-Staccato auf jede Silbe, ziemlich stressig

in der Flasche mit dem Propfen aus Gras stockt das ausgelassene Fett; die Windhose zieht sich zurück in Richtung Venus,

Cameron, Gossamer Bit: Ganz hübsch, wenn die Kleine Trommel nur noch ein Störgeräusch ist. Hängt aber wahrscheinlich vor allem mit der Art der Aufnahme zusammen.

unvermeidbarer Kater: Egal, wie genau Du im Voraus weißt, was auf Dich zukommt, Du kannst ihm nicht ausweichen, und Du kannst es auch nicht lindern. Nur abarbeiten.

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bad is the new good

Überbindung overrulet!

Lustig, dass man Notizen immer sofort aufschreiben muss, sonst verlieren sie ihre Dringlichkeit, sind bloße Erinnerung, nicht einmal an eine Idee, sondern eher an eine Wortfolge, oder sogar in dem, was sie eigentlich aussagen sollten, völlig vergessen. Das macht die aufgeschriebenen Notizen interessant, dass man gar nicht mehr so genau weiß, was sie eigentlich bedeuten sollten, dass man oft nur noch erahnen kann, wofür sie eigentlich stehen. Funktioniert aber genau deswegen nur, wenn man sie sofort festgehalten hat. Momentanes Gefühl, Erinnerung, ja, so war das, das habe ich gedacht, gemeint, nicht falsch, nicht richtig, weil es nie so bleibt, wie man dachte, auch dann, wenn man sich das eigentlich wünschen würde. Dynamik des Schreibens, Ausformulierens, das natürlich die Idee, den Gedanken verändert, auch banalisiert, weil es ihn in den Bereich des Realismus der Formulierung transportiert. Ja, genau, so ist es – ist es halt nicht, nie.

Gleich und ähnlich als geschlossene Kategorien, weil sie in der Nähe des Gegenstandes bleiben müssen, auf den sie sich beziehen, verschieden als offene Kategorie, weil sie alles andere, was nicht gleich oder ähnlich ist, umfasst. Und ein verschieden, das sich nachvollziehbar auf den Ausgangspunkt bezieht, eigentlich ein ähnlich wäre, weil es Eigenschaften des Gegenstandes beibehalten muss.

reality is SO slow: na ja, da fährste dann da hin, 40 min, musst vielleicht noch Schlange stehen, warum kann man das denn nicht einfach downloaden, dann gehts nicht gleich los, wenn du Pech hast, gibts noch ne Vorband, dann gehts los, aber nach 5 min merkst du, dass es nicht so toll ist, wo kann man das denn jetzt wegklicken, dann stehste noch ne Stunde rum, und fährst wieder 40 min nach Hause, in der Zeit hätteste 100 Mixtapes durchklicken können

Dilloway/Siena: Schon merkwürdig, wie gut das funktioniert, eigentlich ja absolute Kunstlosigkeit, zumindest wirkt es so, gleichzeitig absolut einnehmend als roher Klang. Würde man gerne haben, wirkt auf bizarre Weise echt.

neutraler Grund, neutrale Position: Nee, das ist zu spießig, zu öde, das geht nicht. Das ist definitiv die interessanteste Position, auch wenn man das absolut nicht erwarten würde. Den neutralen Grund vermeiden, bis er seine Neutralität verliert. Und dann logischerweise nicht mehr neutral ist. Dann ist eine andere Position der neutrale Grund. Kann es mehrere, vielleicht sogar viele neutrale Positionen geben? Oder vielleicht sogar nur eine Position, die nicht neutral ist? Oft einfach, dass es unangenehm ist. Dass es die unangenehmste Position ist. Die lustigste Position. Merkt nur niemand, natürlich.

Oktavsprünge als Grundmerkmal vokaler Melodik: Da, wo man nicht mehr weiter kann, muss man eben springen.

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Wu Wei

vielleicht sogar hirnlos

Definition: –

in media res: –

Before I go to heaven I gotta raise hell.

Marc Levoine: Eigentlich unschlagbar, so’ne spät-70er/früh-80er synthi-Sentimentalität.

Post tenebras lux: Geile low fi Kamera, funktioniert fast automatisch, sieht alles super aus, scheint auch was zu sagen, wie ein merkwürdiger Beobachter vielleicht, Betonung des voyeuristischen, Kamera immer präsent, Klug gemacht.

so einfach wie möglich jetzt:

v Elemente verschieden, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
ä Elemente gleich, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
g Elemente gleich, Aufteilung gleich, Richtung gleich

Macht das Sinn? Nee, ich glaube gar nicht.

Ok, was ist denn nun das Problem? Trennung zwischen Elementen und Richtungen? Aber ist es nicht ein wesentlicher Unterschied zwischen Bewegungen, die aneinander anschließen, und Bewegungen, die das nicht tun? Oder ist das einfach viel zu kompliziert gedacht – vielleicht kann man die Ebenen einfach nicht voneinander trennen? Also Elemente, Richtung, Aufteilung alles gleichberechtigt in einen Topf werfen? Wäre dann nur noch die Zahl der Einschnitte zu bestimmen, alles andere wäre frei. Richtungswechsel wäre das gleiche wie Neuansatz. Muss man das alles nochmal komplett neu denken? Wenn, dann aber jetzt verdammt schnell. Trillerbewegung das gleiche wie Richtungswechsel? Das kann eigentlich nicht wirklich funktionieren. Man könnte natürlich sagen, ist das gleiche, nur schneller.

Lustig, wie scheiße satter Erfolg aussieht. Ist voll ok, muss ja auch sein, ist aber einfach nicht schön.

Irgendwas muss passieren. Vielleicht erst Tonhöhen, damit irgend etwas steht?

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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das geht auch wieder weg

Sensational: Räuspern A-ha. Schön. Sehr schön.

Wann, wenn nicht jetzt, Du Arschloch?

Register nicht nur verschieben, sondern auch stauchen/strecken?

Lustig, dass Tonhöhe und Register sowenig zusammenpassen: Ich will aber diese Tonhöhe in diesem Register haben! Äh, diese Tonhöhe gibt es gar nicht in diesem Register. Und was machen wir jetzt?

Lauter kleine Fliegen an der Decke – sieht hässlich aus!

Ich dachte, ich hätte etwas in der Hand. Wenigstens einen Korken. War aber nicht so. Ja, interessant, dass wir nichts spüren, wenn wir uns nicht bewegen, oder zumindest Druck ausüben, Energie, Kraft.

Wang Wei (701-761)
Wu Wei (1459-1508)
Xu Wei (1521-1593)
Zhu Da (1626-1705)

Silben – da wurde ich hellhörig. Aber wo?

Elemente: v
Richtung: ?
Aufteilung: ä

By the way: Richtung je Element (of course), Aufteilung je Element.

Das Tempo ist der Takt.

Was war das denn?
Sorry, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung.
Ganz schöne Baustelle.

Ganz interessant, dass man es halt wirklich nicht durchzwingen kann: Funktioniert nicht. Endet in Totalverblendung. Zu viele Fehlentscheidungen.

I don’t even know what it is.

seelische Hässlichkeit: Interessantes Stichwort

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Armaturen aus Massivgold, verchromt.

O.k., Klang und Pause, beide müssen irgendwie bemessen werden, beim Klang gibt es Vorgaben, bei der Pause keine.

Fenster auf, Fenster zu, fuck you. Oder aufgehen und wieder zugehen, wäre auch eine Möglichkeit. An den Schlag gebunden. Dynamisches Muster. Vielleicht: Absolut regelmäßiges Raster.

Zahl der Glieder
Art der Unterteilung
Grundtechnik
Klangfarbe

Alles innerhalb einer Oktave, nur ausnahmsweise in die angrenzenden Register von Sopran und Alt. Die Instrumente erweitern die Register in die übrigen Oktaven. Achtung: Register dürfen innerhalb des nächsten Registers (also bis zu kleine Terz) verschoben werden. No fuckin’ problem. Lustig: Die Theorie wird nachgeliefert. Ist aber normal: Austesten und nachjustieren.

Lustig, und ein bisschen bizarr: Dass oft die Lösungen, die einem weniger gefallen, die besseren, vielleicht sogar die eindeutig besseren sind, weil sie das Stück nicht runterziehen, nicht festmachen in einer bestimmten Haltung.

Auch lustig: Dass man den echten Fehlern sofort ansieht, dass sie echt und darum interessant sind, und die absichtlichen Fehler, mit denen man die echten Fehler imitiert, viel zu systematisch, viel zu vernünftig, viel zu gründlich sind, um wirklich interessant zu sein. Thanks for the fuckin’ mistakes!

Im Grunde sind die besten Stücke die one-offs, weil es die besten Ideen sind, die man nur einmal verwenden kann – weil sie so offensichtlich sind, wenn sie einmal draußen sind.

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Fixe Ideen

O.k., now that happens again. Nice. Sorrow.

schlimm
sehr schlimm
sehr sehr schlimm
sehr sehr sehr schlimm
sehr sehr sehr sehr schlimm
sehr sehr sehr sehr sehr schlimm
etc.

Tiefschlaf. Wortstapel.

Die Küche war komplett umgebaut: Neue Wand eingezogen, alles neu gestrichen (helles rostbraun), die Einrichtung war noch nicht wieder aufgestellt. Aber war ich nicht gerade eben am Kühlschrank gewesen und hatte einen Schluck Apfelsaft getrunken?

I am very hungry.
I don’t feel very well.

Klangfarbe sofort exakt bestimmen. Genau überlegen, was an welcher Stelle benötigt wird. Keine Rücksicht auf Ausführbarkeit und Bequemlichkeit. Wird ohnehin zur Hälfte wegkonventionalisiert. Macht aber keinen Sinn, sich schon im Voraus zurückzuziehen. So würde ich das zumindest heute sehen: Man verliert zuviel, wenn man schon im Voraus alles wegstreicht, was voraussichtlich nicht stattfinden wird. Dann wird halt noch weniger stattfinden, ist doch klar. Es wird garantiert nicht nach oben korrigiert.

Tage, an denen mehr oder weniger jeder, den du siehst, ein perfektes Fotomotiv abgeben würde. Außer, dass es schamlos wäre, ihn zu fotografieren. Funktioniert ja by the way nur, wenn die Leute sich nicht drum kümmern – oder wenn sie so sehr aus der Zeit gefallen sind, dass es keine Rolle spielt, ob sie über ihre Erscheinung nachdenken oder nicht. Sind wir mal wieder beim Thema: Nur die Fehler sind interessant, nicht der gelungene Auftritt. Und Fehler kann man eben nicht absichtlich machen. Insofern sind wir alle komplett draußen. Verloren.

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total langweilig, klar, aber dafür völlig real

S2M: Im Moment fühlt es sich so an, als ob die horizontale Struktur überflüssig, vielleicht sogar hinderlich wäre, weil sie die Sache zu kompliziert macht, eine Ebene zu viel einbringt. Außer bei den instrumentalen Einwürfen, wo die Strukturierung des Materialbezugs zu den Vokalpartien absolut sinnvoll ist.

S2M, Materialrelationen in der Vertikalen: Muss man natürlich schon fragen, ob man das überhaupt will, ob das überhaupt sinnvoll ist. Klar und eindeutig ist, dass der Text eine gewisse Einheitlichkeit in der Vertikalen zumindest innerhalb der Stimmen einfordert. Klar ist aber auch, dass das Verhältnis Stimmen-Instrumente tatsächlich eine gewisse Variabilität vertragen könnte, ein flexibles Spiel mit Gleichheit und Verschiedenheit auf der Materialebene. Und dass die Instrumente untereinander nicht einfach wie ein homogener Klangkörper auftreten sollten, ist ohnehin offensichtlich.

Bleiben die Stimmen: Ganz sicher nicht so frei behandelbar wie das Verhältnis Stimmen-Instrumente und die Instrumente untereinander. Dennoch könnte es hilfreich sein, die Einheitlichkeit des Textes ansatzweise aufzubrechen. Beispielsweise, indem die zugrundeliegende Geste in allen Stimmen gleichbleibt, aber die Binnenstruktur (ähnlich) und die Anzahl der Glieder (verschieden) variiert wird. Was dann notwendigerweise zu Brüchen zwischen Materialebene und Rhythmusebene führen würde, wenn beispielsweise verschiedenes Material in gleichen Rhythmus hineingequetscht werden muss. Aber vielleicht ist genau das dann auch interessant dabei.

Die Stimmen müssen auf jeden Fall die führende Ebene bleiben, d.h. wenn das Verhältnis Stimmen-Instrumente gleich ist, muss der Wert der Stimmen automatisch in die Instrumente kopiert werden. Oder von vornherein ausgelassen werden. Relationspolyphonie statt Stimmpolyphonie. Alles muss immer auch, oder sogar grundsätzlich, homophon bleiben. Also erst Stimmen, dann Stimmen-Instrumente, dann ausixen, dann Instrumente.

Bei all dem ist das, was man die Klangfarbe nennen könnte, noch gar nicht berührt. Kann ja eigentlich nur heißen, dass ich Klangfarbe für kein strukturfähiges Material halte, obwohl sie den Auftritt des Stückes entscheidend prägt. Klangfarbe wäre dann so etwas wie die Inszenierung? Zusammen mit – allem anderen.

Lustig, dass wirklich jeder Tag komplett anders ist, fast in jeder Hinsicht, wenn man darauf achtet. Fällt besonders auf, wenn man versucht, seine Tage möglichst gleich zu gestalten, arbeitstechnisch. Kommt halt immer irgendwas dazwischen. Ist aber auch nicht wirklich schlimm. Muss dann halt anders gehen.

Selbstgerechtigkeit – auch was tolles.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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flammendes Grün

unmögliche Schnitte vorproduzieren

Elektronik (an/aus, Verstärkung, etc., im wesentlichen Mischpult) ganz normal rhythmisch ausnotieren, dann wie eigenes Instrument spielen.

shepard tone
shepard scale
risset glissando
tritone paradox

Licht an wie schneller Kameraschwenk: Du orientierst dich sofort, aber nicht ganz ohne Verzögerung. Als ob der Raum in seine Position schwingen würde.

Orchester durch zwei Türen hindurch gehört: Was bleibt, ist das unvermeidbare Pathos, das man ihm leider nicht austreiben kann. Eigentlich wie eine Art angeborene Seelenkrankheit, die allem eine falsche Betonung, eine falsche Farbe gibt. Als ob man das gesamte 19. Jahrhundert immer mit sich herumschleppen würde. Ein einfaches Entschlacken genügt da leider nicht. Eine Krankheit, die grundsätzlich alle klassischen Instrumente befallen hat, aber nirgends so heftig auftritt wie im Orchesterverband.

Wäre naiv zu denken, dass es das Problem bei Popmusik nicht gibt. Es ist aber mehr als einfach nur ein abgegriffener Klang. Eher eine Klanglichkeit mit falschem Anspruch: Ich bin so entspannt, ich bin so engagiert, etc. Immer nur, weil dieser Klang für diese Haltung steht, bzw. diese Haltung diesem Klang eingeschrieben ist: Er wird sie nicht mehr los, er kann sie gar nicht mehr loswerden.

Alter Porsche, sowas wie moosgrün: Super Idee, wahrscheinlich aber nachgespritzt, also einfach nur Design. Schade.

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AND I DIDN’T REALIZE IT!

Tipps für gegen die Hitze:
– Was tun, wenn es heiß ist?
– Haus und Zimmer kühlen
– Halten Sie den Computer kühl
– Die richtige Kleidung bei Hitze
– Besser schlafen in warmen Nächten

Immer wieder lustig: Die Bassdrum mit einem schnellen Sopranrhythmus durchlaufen, oder sogar diesen ersetzen zu lassen. Interessante Aggressivität, fast ein bisschen versteckt, weil nicht wirklich im Vordergrund, aber offensichtlich vorhanden.

ganz wichtig: Unterschied zwischen zusätzlichem Schlag und Aufteilung eines Schlages

Grundwerte Noten: 2/3/4, nicht 5?

Oder alles rauh, ff, Horrorkabinett, einfach um eine gewisse Grundenergie zu produzieren?

als ob man sich aussuchen könnte, was man als nächstes tut

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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Steineichenwälder

Strophenweise arbeiten, jede Strophe einmal Minhee, einmal Kaleidoskop, also sehr blockhaft. Verständlich sind beide nicht.

Oder eben auch bei Kaleidoskop Hölderlin auf koreanisch (als Umschrift). Hm, vielleicht ein bisschen überengagiert.

Straße als erleuchteter Inselstreifen im Meer der Dunkelheit. Tatsächlich bekommt die durch ihre Beleuchtung eine merkwürdige Gegenständlichkeit.

Den falschen Schuh angezogen (li/re) und es nicht gemerkt? Kaum denkbar. Eher: Richtig angezogen, aber falsch gedacht.

nicht unpolitisch, sondern antipolitisch

– Mal was ganz langweiliges machen, ich meine, so richtig langweilig.
– Gibt’s so was überhaupt? Wahrscheinlich ja nicht absichtlich – wird ja automatisch spannend, wenn du es absichtlich machst.

Stimmen zerstören,
Stimmen überblenden,
als ob sie

immer wieder gleich
immer wieder genau gleich

Wie ist das, kann es eine andere künstlerische Kritik geben als die Verdrängung durch etwas Neues? Ist nicht alles andere letztlich Bullshit?

Aus dem Fenster schauen: Der totale Horror und die totale Schönheit.

Rätsel: Ganz geil, wenn sie nicht aufgelöst werden. Fast beunruhigend. Als ob das Symmetriebgefühl gestört oder der Gegenschuss fehlen würde. Einfacher Trick, aber sehr effektiv (Murakami).

Blau vs. grau, hellblauer Himmel vs. helldunkelgraue Gewitterwolken: Superschön.

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Aufteilen oder Ausschmücken.

You don’t work, you play (Siloti).

Zierlich, hübsch, filigran.

Maurizio/Licht: Zustand I etc.

Aktuelle Grundideen der Architektur:

Gestapelte Boxen.

Baurichtlinien wörtlich nehmen und damit ad absurdum führen: Landschaft, Sonneneinstrahlung, Windrichtung als Grundlage für Ausrichtung der einzelnen Komponenten

Insgesamt: Unkonventionelle Anordnung von konventionellen Gebäudeteilen nach Regeln, die nicht aus dem Gebäude selbst verständlich sind. Quasi die Suggestion der flexiblen Anpassung an die Umgebung einen grundsätzlich konventionellen Gebäudes. Kann ich nachvollziehen. Würde ich wahrscheinlich auch so machen. Ist aber inzwischen ziemlich aufgebraucht als Ideenreservoir.

Und natürlich die ganze digitale und dekonstruktivistische Architektur. Die wirkt aber inzwischen doch SEHR alt und verbraucht: Das Verfallsdatum liegt VOR der Fertigstellung.

Historische Architektur, z.b Kirchen: Als visuelles Feld oft extrem komplex, quasi unverständlich, wenn man nicht wüsste bzw. sich nicht darauf verlassen könnte, dass alles so ist wie immer. Dass es keine Ausnahme von der Regel, Missachtung der Symmetrie geben kann. Aktuelle Architektur in diesem Spannungsfeld zwischen Visualität und Konstruktion viel einfacher, weil letztlich deckungsgleich: Es gibt keinen echten Unterschied zwischen dem, was man sieht, und dem, was tatsächlich gebaut ist.

Übelkeit: You don’t feel what I feel. You don’t understand me.

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Waldrop: Punkt. Stopp.

Was passiert im Moment: Text als Grundmaterial, Aufteilung in Silben, Strukturierung der Silben, Kontur der Bewegung, Einsetzen in Gerüst. Und was machen dann die Instrumente, wenn sie sich nicht an das Textgerüst hängen können? Woher kommt das Material tatsächlich und welche Funktion könnte es haben?

Wie kommen die Dinge denn zusammen? Wie folgen sie aufeinander? Reine Willkür.

Möglicherweise feste metrische Einheiten als Gegengewicht zur flexiblen Anpassung an den Text.

Doch noch Parameter zur Materialgenerierung einführen? Könnte sich zum Beispiel auf die Strukturierung der Silben und ihre Kontur beziehen und würde dieses letztlich doch auch ziemlich doofe Aushorchen des Textes formalisieren. Da die Silben alle einzeln verarbeitet werden, wäre es sogar ziemlich einfach durchzuführen. Rhythmus würde sich dann nur noch auf die Gesamtdauer der Silbe, nicht mehr auf ihre Binnenstruktur beziehen. Würde auf jeden Fall das Problem der Imitation limitieren und damit eigentlich vermeiden. Das Material würde dadurch amorpher werden und sich nur an einzelnen Stellen konkretisieren. Man könnte dann das gesamte Geflecht noch einmal neu steuern und Anzahl und Position der Momente größter Deutlichkeit im Voraus festlegen (Parameter addieren und Durchschnitt nehmen als neuer Überparameter: D=(3+3+3)/9). Gefühlslosigkeit einüben. Tatsächlich ist beabsichtigte Emotionalität ja immer wahnsinnig nervend in der Kunst – und letztlich völlig unemotional, weil überhaupt nicht berührend.

Schweren Herzens: Ganz interessant, dass sich das wirklich so anfühlt. Sorge. Trauer. Zweifel.

Ist dann eigentlich ein Abschied vom Wort-Ton-Verhältnis, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch wenn man das wahrscheinlich nicht so wahrnehmen wird. Thanks to Gagok.

Sportswear: Eine der genialen Eigenschaften von Margiela war die subtile Annäherung an Sportswear, die jetzt leider komplett verloren gegangen ist. Das ist ja eines der wesentlichen Probleme von Kleidung: Dass Sportswear im Grunde öde, weil allbeherrschend, und formelle Kleidung lächerlich, weil nur noch ein leeres Zeichen, geworden ist. Das eine geht nicht mehr ohne das andere.

Nochmal zurücktreten und schauen, was du da eigentlich gerade machst.

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unregelmäßige Architektur

Wie ist denn das, wenn die Stimmen einander ablösen sollen, können sie doch nicht mehr vertikal aufeinander bezogen bleiben, oder?

Oder ist alles, was übereinander liegt, aufeinander bezogen, und alles andere nicht? Also trotz einander ablösender Stimmen weiterhin konsequent vertikal gedacht.

Gut, zu dem Zeitpunkt haben wir gedacht, dass die Position in der Zeit und die Kontur die wesentlichen Parameter sind. Aber woher kommt das Material selbst, das durch diese Parameter organisiert wird? Ist es der Text, die Stimmen, die Instrumente, die grundlegenden Voraussetzungen des Stücks, oder muss da noch mehr dazukommen? Ziemlich klar, dass Stimmen mit Text und Instrumente ohne Text nicht das Gleiche sind, obwohl man versuchen könnte, sie möglichst gleich zu behandeln. Man könnte z.B. versuchen, das gesamte Material aus dem Text abzuleiten und dann diejenigen Parameter, die kompatibel sind, vertikal und horizontal auf die Instrumente zu übertragen. Das wäre dann wohl die klassische Imitation, besonders, wenn das Material durch die Vorgaben des Textes geprägt ist. Im Moment ist ja jedes Modul tatsächlich nur eine einzige Silbe, der Text ist also in dieser Aufteilung maximal flexibilisiert, keine Betonungen, keine Rhythmen, der reine Sprachklang. Der Zwang zur Nachbildung von Syntax würde dadurch weitgehend zerstört. Wahrscheinlich kann man sich dann sogar erlauben, auf den Text einzugehen, weil der primäre Sprachzusammenhang weitgehend zerstört ist.

Und was soll daran genau interessant sein? Müsste da nicht viel mehr Äußerlichkeit, viel mehr Manipulation dazukommen? Um zu zeigen, dass Text und Musik einander zugeordnet sind, aber unabhängig voneinander existieren.

Was träume ich denn da die ganze Zeit für einen Scheiß? Schemen, Ahnungen, habe ich nicht dies gesehen oder das erlebt. Nein, hast du nicht, hast du nur geträumt, wobei das in der unmittelbaren Erinnerung tatsächlich verschwimmt. Erst mit größerem zeitlichen Abstand verschwinden die Träume in der Erinnerung, während die realen Erlebnisse weitgehend abrufbereit bleiben. Man sagt nicht, ja, ich erinnere mich, damals habe ich dies oder das geträumt, aber schon, damals ist dies oder das passiert, habe ich dies oder das erlebt.

Wenn die Stimmen in Teil II und IV einander ablösen sollen, kann es dann überhaupt eine rhythmische Synchronisierung geben? Gleich in der Zeit dürfte es dann nicht einmal als Ausnahme geben, höchstens ähnlich, vor allem aber verschieden.

Stimmen unter sich, Stimmen und Instrumente, Instrumente unter sich: Eigentlich logisch. Aber was sollen sie eigentlich machen? Geht es wirklich nur um den Text?

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Katalog von Stimmfarben männlich/weiblich

Vaporwave: Absolute Musik, ALSO Musik über Musik

Mandelmus mit Eigelb-Konsistenz. Auch ähnlich klebrig.

Dass man immer nur das versteht, was man selbst gerade macht.

Beten als Metapher für … Glück, z.B.

Nichts ist alles. Du sein Schein. Auch nicht schlecht.

Stoffwechsel: Auch was schönes.

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Jugend. Verwirrung. Sex.

Motette: Drittes Vorspiel ohne Hauptteil.

Vibrato als Rhythmus: Ziemlich offensichtlich eine Art Tonwiederholung.

Motette: Schlagzeug nur reiben und streichen, nicht schlagen. Höchstens Stoppschlag.

Akkordeon: Muskulär, kräftig, kurze, körperliche Gesten, satter Klang.

Hitze: Frösteln, Unempfindlichkeit der Außenhülle, Gefühl von Ledrigkeit.

Woher weiß der Körper, dass es heute heiß wird, wenn es eigentlich noch ziemlich kühl ist?

Schmerzhafte Sommerfrische: Wie gesagt, Frieren im Sommer, unterschätzt, ignoriert, man tut so, als ob es das nicht gäbe. Wahrscheinlich hat man sich aber in Wirklichkeit immer darüber gewundert. Merkwürdiges Phänomen.

Yuji Yoshida: Plötzlich hatten alle Probleme, und plötzlich waren sie wieder weg. Andere Probleme. Verordnete Massenpsychose. Bisschen erschreckend, wie zeitbefangen das ist.

Zwei alte Männer, gelbe Tasche, schwarze Schrift: Ich komme leiser, als du denkst.

O.k., durchbeißen, so lange nachdenken, bis es stimmt.

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abgehacktes Tremolo

Der Satz muss vertikal bleiben, er darf nicht in die Horizontale rutschen, deswegen müssen die Stimmen immer direkt aufeinander bezogen bleiben, gerade bei Text.

Orchesteroboe per Sampler einspielen: Nicht, weil es auf das Gleiche hinauskommt, sondern, weil es komplett anders klingt. Pathetische Instrumente, antipathetische Einspielung.

Ein Problem: Es gibt keinen Bruch. Das Prinzip wird einfach durchgezogen, Silbe an Silbe gereiht, es ist ein bisschen wie ein Strickmuster, das sich durch den Text hindurcharbeitet. Statt auch mal etwas ganz anderes zu tun. Z.B. eine Silbe ganz lange ziehen, einen quasi stehenden Klang aus vielen aufeinanderfolgenden Einzelbewegungen zusammenzusetzen (S2M).

Uninteressant, weil alles auf den Text ausgerichtet ist. Vor allem die Zeitstruktur setzt dem Text überhaupt keinen Widerstand entgegen.

Mit der Verantwortung kommt die Angst. Mit der Angst kommt der Stillstand.

Nicht schützen. Niemals sich selbst schützen. Schon gar nicht als Performer. Und demonstrativer Nicht-Schutz ist natürlich auch ein Schutz. Die sichere Zuflucht.

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Obsessive Vertikalität: Immer alles gleichzeitig.

Nächste Frage: Soll es dabei bleiben, dass das gleiche Wort in verschiedenen Stimmen grundsätzlich die gleiche Tobhöhengeste zugeteilt bekommt, obwohl dadurch der Effekt von Homophonie und Fugato deutlich verstärkt wird? Schadet diese feste Zuteilung dem Stück, oder gibt sie ihm gerade einen festen, durchschaubaren Rahmen, in dem es sich bewegen kann?

Tonbewegung quasi nur Trägermaterial

Vielleicht viel zu flexibel als Struktur? Müsste viel statischer sein (Susanne Kennedy)? Vielleicht auch viel zu intakt, die Wörter und Silben viel zu intakt gelassen. Allerdings ist hier natürlich klar: Wenn man sie nicht mehr versteht, ist es egal, ob sie intakt sind oder nicht. Insofern ist hier der Bewegungsspielraum sehr klein.

Weit verbreiteter Irrtum: Stolz auf die eigenen Fehler zu sein, weil man glaubt, sich darüber zu definieren.

Geil, wie schlecht es allen geht. Und denen, denen es gut geht, geht es wahrscheinlich auch nicht so toll. Man sieht es nur nicht so deutlich.

Komplett ohne Twist. Krass.
Are all the clichés true?
Wahrscheinlich wirklich komplett platt.

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Listening/rotes Blut

Kurze Töne
Lange Töne
Sehr lange Töne

Kurze Phrasen
Lange Phrasen
Sehr lange Phrasen

Ist ein in sich strukturierter Ton ein Ton oder eine Phrase, bzw. was ist der Unterschied zwischen einem strukturierten Ton und einer Phrase?

Es hat gar nichts miteinander zu tun.
Gar nichts? Keine expressiven Absichten?
Nein, gar nichts. Einfach nur Stimme.

Motette: Müsste wohl alles an einem gemeinsamen Strang entlanglaufen, Stimmen und Instrumente. Nicht zwei Elemente im Nachhinein zusammenfügen.

Vorspiel: Streichtrio + Schlagzeug
Trio: Terzett + Streichtrio
Duo: Duett + Bassklarinette

Vorspiel: Bassklarinette + Streichtrio
Trio: Terzett + Streichtrio
Duo: Duett + Schlagzeug

Silben und Töne haben nichts miteinander zu tun.

z.B. eine einzige, quasi ausfransende Linie als Basiskonzept

Oder, anders herum, der gemeinsame Bezugspunkt wäre dann die Linie, auch dort, wo sie gar nicht vorhanden ist.

Zeitstruktur strenger fassen: Nicht einfach nur an Text anpassen, eher im Gegenteil, Text in Zeitstruktur zwingen.

Zäsur/Generalpause
lange/sehr lange Töne

wirklich Dynamikwechsel als Dramaturgieverstärkung, oder eher einheitliche Dynamik?

stehende Klänge

Und dann kam mir Herr Köhler entgegen.

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Maurizio/Licht: Zustand II

To feel safe doesn’t mean you are safe.

Female Gagok: Hinkender Triller, quasi Punktierungen.

Arroganz entspringt direkt dem Bedürfnis, recht zu haben, sowohl intellektuell, als auch in Mikro- und Makro-Entscheidungen. Und wer möchte nicht recht haben, besonders, wenn es um das eigene Leben geht?

Wahrscheinlich Konsonanten tatsächlich mit relativ wenig Einfluss auf den eigentlichen Sprachklang. Man müsste also mit den Vokalen den Sprachklang wesentlich bestimmen können, einschließlich seiner expressiven Implikationen.

Bilder
Bileder
Bilederer

Charlottenburg, Hasskrämpfe, Verstörung: Bürgerlichkeit will eat us up. From both ends.

Was ist das eigentlich genau, wenn die Haare so auftoupiert sind, dass man nicht sieht, wie wenige es sind, und so locker gelegt werden, dass man nicht sieht, wie sie auftoupiert sind? Sieht man so oft, dass es kaum noch auffällt. Vielleicht einfach ein Fortschritt in der Haarpflege-Industrie? Oder haben wir uns tatsächlich geändert in unserer Vorstellung, wie Haare auszusehen haben? Betrifft vor allem Büroangestellte, und Leute, die aus irgendeinem Grund wie Büroangestellte aussehen wollen.

Übergriffigkeit: Eine Handlung kann übergriffig sein, eine Einladung zu einer Handlung bis zu einem gewissen Grade natürlich auch. Kommunikation ohne Übergriff ist fast unmöglich – oder zumindest extrem langweilig. Ein ständiges Spiel, was geht, und was nicht.

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Tschilplaut

A record that doesn’t shrink away from the ambition of the big, behemoth, classic hip-hop record. It sweats out ambition. Yet he chooses to forgo elements of that very aspiration altogether through a careful attention paid to not taking himself too seriously.

One is tempted to say that the very function of the news media is to relegate recent historical experiences as rapidly as possible into the past.

Sex is not sexy. Sexiness is more about the promise than about the satisfaction. Actually quite obvious, isn’t it?

Fett, ölige Substanz, nimmt kaum Kälte an.

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Langeweile

Und dann zündete ich eine Nebelkerze an, und noch eine Nebelkerze, und noch eine Nebelkerze, und alle wussten, dass es sich höchstwahrscheinlich um Nebelkerzen und nicht um echte Kerzen handelte, aber das spielte keine Rolle, da es niemand beweisen konnte.

Schmutzige alte Männer: Auch was schönes. Vielleicht auch ein bisschen ungerecht: Warum sollen sie denn kein Recht haben, schmutzig zu sein?

Irgendwie komische Textfassung, ist dann als Material plötzlich da, in der Welt, vorhanden. Wie echtes Material.

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Geld

liebevolle Ironie

Graue Haare so färben, dass unter der Blondierung Schwarz durchscheint (Madonna): Ziemlich geile Idee.

Cembalo als Pixelierung von Empfindungen (Händel/Dantone).

Comté/Trüffel

Das verlorene Reich
Die seltsamen Augenblicke
Emotionale Unbegrenztheit

Michel Djerzinski

Körperhaltung der Besitzenden: Nicht gerade schön oder kleidsam, eher auf eine unangenehme Art selbstbewusst, vielleicht Stolz, vielleicht das Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein, vielleicht aber auch tatsächlich die Vorstellung, dass sie Dich jederzeit kaufen könnten, falls das nötig sein sollte.

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Realitätseroberung

Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.

Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.

Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!

Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.

Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.

Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?

Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –

Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.

Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.

offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich

Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.

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Großer Freund von Sinnlosigkeit

Druck hinter Steg
Umwicklung vs. keine Umwicklung
Position ändern
ohne Umwicklung Gliss. möglich
direkt an Steg Doppelklang möglich
mit Umwicklung Spaltklang möglich
Kreischen nur auf Stoff möglich
mit Dämpfer kein unterbrechungsfreier Wechsel

Hoteldämpfer
Holzdämpfer
Gliss. C-Saite Press.
Druck-Gliss., unendliches Glissando, quasi Risset: Startet immer wieder von der gleichen Tonhöhe

arco saltando perpetuo
Fingergeräusche Kolophonium
sehr starker Druck + Tremolo
ab und zu Knacks

Fingernägel Saite längs genauer untersuchen

Warum muss man sich eigentlich über alles lustig machen, was man nicht versteht? Ganz fiese, aber weit verbreitete Eigenschaft. So etwas wie hundertprozentige Absicherung der eigenen Durchschnittlichkeit.

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Spiegel/Montage

Bronzino
Del Sarto
Pontormo
Fiorentino

Neben Dir sitzt eine ehemalige Mitarbeiterin von Dir.

J.C.F. Bach: Schleichendes Klarinettensolo, wie ausgewürgt, herausgebrochen, Anfang und Ende kaum hörbar – kann doch nicht so gemeint sein, oder? Oder lassen sich die authentischen Instrumente auf dieser Dynamikstufe gar nicht anders spielen? Wenn ja, extremes Ausdruckspotential: Zu spät da, zu früh weg. In too much too soon.

Virtuosität, reine Virtuosität, so etwas wie Spaß an der Bewegung, am Schwierigen, Schnellen, in seiner Schnelligkeit vielleicht nicht mehr nachvollziehbaren und deswegen umso wirkungsvolleren: Auch eine merkwürdige Erfindung. Schnelligkeit geht sozusagen in Geräusch über, etwas, das man in seinen Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen kann.

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Einkaufszettel

Wie wäre es denn mit einem Wunschzettel?
Super Idee, lass uns das machen!
Also ich –

Können wir das bitte einmal doppelt ausschlagen?
Wie jetzt, einmal oder doppelt?

Moschee von Mopti, Mali

she demands a father figure

Hanshugo

jetzttot

wie böse darf man eigentlich sein (PR)?

brutal klauen

schreiender, vielleicht auch klagender Klavierton, nicht laut

Scutellariae Radix
Pinelliae Radix
Bupleuri Radix
Zingiberis Recens Rhizoma

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Desideratum

Li Gang: Ultragrobe Leinwand, quasi pixeliert. Gute Idee: Pixel zurück in greifbares Material übersetzen.

Lautstärke als primärer, aber natürlich nicht einziger Ausdruck von Intensität: Fühlt sich tatsächlich so an wie.

Dunkle, scharf geschnittene, rechteckige Höhlen/Löcher, deren Grund wir nicht erkennen können.

cis fis h fis cis

Katastrophische Stimmung, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Fast nichts. Alles wird als ein Zeichen gelesen. Wikinger. Komisch.

Lully/Rock, Couperin/Pop oder so

ich möchte nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber

na ja, wie war’s denn so?
sag doch mal
sei doch nicht so

Dinge, die unangreifbar scheinen und den Qualitätsstandard für die nächsten

Under the skin, OST: Extra schlecht spielen, und zwar richtig schlecht, und das dann auskomponieren, wäre vielleicht auch mal eine super Idee.

I hate Meinungen: Immer krass selbstgefällig, egal wer, egal was, am schlimmsten, wenn sich jemand auch noch Mühe gegeben hat damit. Die Kolumne: Nervt total.

Senni: Bassdrum immer mit Oberstimme, kompletter, perfekter Schatten. In gewisser Weise fast nicht zu hören. Funktioniert super.

Was wollen wir da eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich hören? Wie groß darf die Abweichung zwischen Ziel und Resultat wirklich sein? Was würde passieren, wenn wir Ziel und Mittel radikal vereinfachen würden? Womit nicht gesagt wäre, dass wir herausbekommen würden, was wir hineingetan haben, aber es wäre zumindest leichter zu überprüfen. Ganz einfache Bilder. So muss es sein. Genau so muss es sein. Logischerweise keine Erfolgsgarantie.

Detail auf Detail.

Hellblau
Hellgrün
Grau
Gelb
Rot
Dunkelblau

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Fahler (optischer) Kubismus

Simultan sehen: Geht ja eigentlich nicht wirklich, selbst wenn die Figuren direkt nebeneinander stehen. Es gibt natürlich so eine Art over-all-image, einen Gesamteindruck.

Sieht eigentlich alles mehr wie Bretterhaufen, Lattengerüste, als wie echte Figuren in Bewegung aus. Komplexe Gefüge eher als einfache Bewegungen. Eher der Eindruck der Untersuchung der Bewegung als der Eindruck der Bewegung selbst.

Mechanik vs. Mystik: Organische Maschinen. Zart, verletzlich.

Manchmal wohlfühlen.

Super Idee: Was vor 7000 Jahren geschah, erzählen, nicht erforschen.

Stop motion: Rhythmus auskomponieren.

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Registrierung als vertikale Montage.

Den neutralen Bereich vermeiden. Dahin gehen, wo es weh tut.

Entscheidungsgrundlage: Wie es am richtigsten aussieht.

in the editing room: Oktave höher, Oktave tiefer, lass uns doch mal –

Jarvis Cocker analysieren

Schering Gebäude: Alles richtig gemacht, toll. Meisterwerk der Raumerfassung.

Nicht nur, dass du nicht mehr da sein wirst, sondern auch, dass du all dies nicht mehr mitbekommen wirst. Es wird für dich nicht mehr da sein.

Geschmacklosigkeit als positive Eigenschaft.

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the party and the afterparty

Obsessionen, die wie Krankheiten verfliegen – oder auch nicht. Ich kann mich gar nicht erinnern, was da war.

Pisaro: Would you mind if I skip the next 72 minutes, darling? Irgendwie ganz falsch, einfach das Mikrophon in die Landschaft zu halten, andererseits hört man tatsächlich zu.

Klavierklänge in geräuschhafter Umgebung, Einzeltöne mit tonalen Implikationen: Nostalgische Emotion, Wiedererkennen eines musikalischen Ausdrucks, erstaunliche Effektivität im Evozieren einer verschwundenen Welt. Dabei hilft es, wenn das Klavier ein wenig verstimmt/ältlich klingt, ist aber nicht notwendig.

Angenehm zu spielen, aber extrem unangenehm zu hören – gibt es sowas? Einfach schlecht spielen ist hier natürlich nicht gemeint.

Es macht nur Spaß, wenn es aufwärts geht: Was wäre denn, wenn es ab sofort nur noch abwärts gegen würde, wie würde man sich damit einrichten? Naivität des Optimismus. Steigerung im Schlechterwerden. Glück.

Notizen M/L: Rauschen am Anfang, ein Takt (also Schlag), z.B. auf Dämpfer, quasi als Rahmen?

U.U. Teil I-III NICHT alle Instrumente erste Lage, sondern mittlere Lage für das gesamte Ensemble, also hohe Streicher tief, und tiefe Streicher hoch legen. Dann mit Teil IV oder spätestens Teil V in die extremen Lagen, also hohe Streicher hoch, und tiefe Streicher tief gehen.

Teil VII: Wischen differenzieren durch Selektion der Saiten, quasi Saitenmelodie auskomponieren, hohe Streicher/tiefe Streicher, hohe Saiten/tiefe Saiten. Auch ganz hell (alle auf hohen Saiten) und ganz dunkel (alle auf tiefen Saiten) überlegen. In diesem Zusammenhang auch gehaltene Klänge, gestrichenes gegen gewischtes Rauschen möglich. Intensivierung.

Bei der Entwicklung seiner Gerichte, sagt Rüffer, gehe er gern von zwei, drei Produkten aus, die eigentlich nicht zusammenpassen dürften.

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Bleistift

Dass mir die öffentliche Rede so wahnsinnig auf die Nerven geht: Wenn sie jemand anderes hält, schlafe ich ein, wenn ich sie selbst halten muss, winde ich mich vor Unwohlsein – jedenfalls bei der Formulierung, der Vortrag ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich verstehe zwar die soziale Funktion der öffentlichen Rede, aber eben nicht die inhaltliche, und trage offensichtlich die Idee mit mir herum, dass alles, was man tut, inhaltlich begründet sein sollte. Keine Frage, dass man den Inhalt per Schreiben/Lesen besser transportieren kann als per Sprechen/Hören, wobei ja eigentlich das VORLESEN bzw. das formalisierte, im wesentlichen inhaltsleere Sprechen das Problem ist. Warum sollte man noch einmal sagen, was ohnehin alle wissen, und wovon alle wissen, dass man es noch einmal sagen wird? Damit es Ausgesprochen ist, eine Art Ritual, Ihr seid Zeugen, dass ich es gesagt habe. So etwas wie Vergegenwärtigung des Allbekannten. Ich habe es gesagt, Ihr habt es gehört, und alle können es bezeugen.

Immer wieder toll: Das 1:1 kurzschließen der Bassdrum mit irgendeinem höheren und möglichst unähnlichen Klang (heute: Gabor Lazar, ILS). Sozusagen musikalisch, und vor allem instrumentaltechnisch unsinnige Koppelung, die besonders gut funktioniert. Würde man halt normalerweise nicht machen. Janggu rechts/links.

Stück um drüber zu sprechen schreiben: Interessantes Konzept.

Bürokratische Verstrickungen. Selbst wenn sie vollkommen harmlos sind, hat man bald nur noch einen Wunsch: Auf der Stelle tot umzufallen.

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Unzulänglichkeit

Selten eine gute Idee, etwas ausdrücken zu wollen. Wird fast immer zum Vorurteil, zur Reproduktion einer bereits bekannten expressiven Figur. Bei Sängern besonders auffällig, wie bei Schauspielern. Kann dann sogar leicht verlogen werden, eben explizit unwahrhaftig. Misston.

Szenario: Partiturseite, Streichorchester, durchbrochener Tuttisatz, alle Takte falsch eingesetzt, d.h. zu kurz oder zu lang, Lücken oder Überhänge. I like it. Mechanische Unschärfe.

– Dass mir das zum Verhängnis werden würde!
– Ja, stimmt, hätte ich auch nicht gedacht.

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relationship without commitment

Mein Problem: Was soll denn daran überhaupt interessant sein? Gibt es wirklich irgendjemanden, der ernsthaft an einem Musikbegriff festhalten möchte, der längst nicht mehr tragbar ist? Glaubt wirklich irgendjemand ernsthaft, dass es einfach so weitergehen sollte? Na ja, wahrscheinlich ja. Let’s play some more organ.

Unterkontrolliert
Überkontrolliert
Resilient

Regietheater

Auf der richtigen Seite stehen. Die stehen dann eben automatisch immer auf der richtigen Seite. Können ja schlecht auf der falschen Seite stehen. Und deshalb ist es so langweilig.

Problem Oper

Electric Wizard: Was wäre denn, wenn das wirklich ein ernstzunehmender Beitrag zum Sterben wäre. Nicht, dass ich das wirklich glauben würde. Aber es ist ja letztlich auch ziemlich bizarr, das von vornherein auszuschließen. Wiedergeburt. Aha. Markerschütternder Gesang.

Man kann sich nicht wirklich aussuchen, wofür man sich interessiert. Ganz interessant.

He’s still there, but he’s already forgotten. So much for eternity. Have a good life!

Glottis: Deutsche Aussprache

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Instruments of Doom

Es ist gar nicht wichtig, was, es muss nur irgendetwas passieren. Manchmal.

Spencer Finch: Korrekte, aber falsche bzw. unsinnige Abbildung. Funktioniert nicht ohne Information über Entstehungsprozess. Spannung wird dadurch generiert, dass der Betrachter gezwungen ist, Abbildung und Original zusammenzudenken, was eigentlich nicht möglich ist. Allerdings: Qualität entsteht auch dadurch, dass man SPÜRT, dass hinter dem, was wir sehen, etwas steht, was wir aus dem Gesehenen nicht ableiten können. Rätselhaftigkeit. Man würde etwas so nicht machen, wenn man nicht einen externen Grund dafür hätte. Deswegen ist das Gesehene dann auch als Gesehenes interessant.

ob jemand etwas verstanden hat,
vielleicht,
schon vergessen,
worum es sich handelte

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Traubensaft, dunkel

Wieder reingefallen: Elektronik vs. Orchesterloop, ich denke, es gehört zusammen, finde es erstaunlich, dass man auf so etwas kommen kann, eigentlich sogar toll, in Wirklichkeit war nur noch ein weiteres Fenster im Browser offen.

Die blödeste, unerwartetste, am wenigsten naheliegende Option, die überhaupt nicht auffällig zu sein scheint, stellt sich oft als die beste Wahl heraus, wenn man sich für sie entscheidet. Man grübelt, findet nichts, grübelt weiter, und plötzlich denkt man, vielleicht, warum denn nicht, ja, sieht eigentlich toll aus, ist ja viel besser als die anderen Möglichkeiten.

Ab wann dämmert Einem eigentlich genau, dass die Toten wirklich tot sind, dass sie nicht einfach woanders sind, an einem anderen Ort, oder dass zumindest dieser Ort ganz anders sein muss, als alles, was wir kennen?

Es gibt keine halben Instrumente, und keine halben instrumentalen Aktionen: Wenn Du einem Instrument die Hälfte seiner Aktion wegnimmst, macht es aus der anderen Hälfte eine komplette Aktion, und zwar eine komplett andere Aktion. Eine halbe Aktion ist dann automatisch wieder eine ganze Aktion, und wenn die Halbierung betont würde, würde eben auch dies zu der neuen ganzen Aktion gehören.

Takte ABSICHTLICH falsch kopieren, immer etwas zu lang oder etwas zu kurz, damit etwas übersteht, ein Rest übrigbleibt, die Dinge nicht richtig zusammenpassen. Vielleicht nur als digitaler Effekt interessant, bzw. als Effekt mit festem Material, das nicht erst noch neu eingeführt werden muss. Dort wird sich die Idee einfach in der Aufführung einebnen und verschwinden. Faltungen, Färbungen, Spuren, alles Dinge, die Komponisten lieben, im Resultat aber als formale Idee letztlich keine Rolle mehr spielen und darum nur begrenzt, nämlich nur für den Komponisten, interessant sind. Schade drum, der Verlust ist aber vermutlich in Instrumentalmusik unausweichlich.

Empfang, riesige Halle, bei näherer Hinsehen fast fußballplatzgroß, viele Bilder, Museumshängung. Zaghafte Begrüßung, R. ist alt geworden, sehr kräftig im Gesicht, Altersflecken, ein ganz tolles Buch will er holen und geht schnell in einen anderen Raum. Ich sehe seinen breiten Rücken, offensichtlich braungebrannt vom Sommer, merkwürdige Frisur, teils lange, teils kurze Haare, kleiner Samuraizopf, offensichtlich gebleicht. Eine Frau beschwert sich über die Hintergrundsmusik, es läuft ganz leise Orchestermusik, klingt wie ein Tschaikowsky-Ballett, allerdings kein Nussknacker-Ohrwurm. In der Ecke ein DJ, Mitarbeiter von J., freundlicher Skandinavier, der mir seine neuartigen Kopfhörer zeigen will, Schalen, die direkt auf den Schädel gesetzt werden, er setzt sie mir auf, ich erschrecke, der Klang wirkt sehr laut, erst nachdem ich mich beruhigt habe, merke ich, dass die Knistermusik der Kopfhörer eher leise eingestellt ist, aber sehr direkt klingt, tendenziell unangenehm. Beschreibung. Da war ich. Gedächtnis. Albtraum.

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Jeder Mensch braucht Geld – heute passiert es!

Saeng (Sho)/Danso: Vielleicht ein bisschen zu offensichtlich, aber trotzdem tolle Besetzung.

Akzente
Rhythmisches Vibrato
Krasse Differenztöne
Super Unisono
Glissando als Quietschen

Konzert:

A aus/ein

A1 aus/ein
A2 aus/ein
A3 aus/ein
A4 aus/ein
A5 aus/ein
A6 aus/ein

B aus/ein

B1 aus/ein
B2 aus/ein
B3 aus/ein
B4 aus/ein
B5 aus/ein
B6 aus/ein

A oder B oder A+B

Stehende Töne zur besseren Unterscheidung: Wo fange ich an, wo höre ich auf. Gehen nicht ineinander über. Quasi Tonhöhenartikulation.

Sommerkälte auf der nackten Haut. Eigentlich kein schönes Gefühl. Eher beängstigend.

Wortgeflecht
Pach’un tzij

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zwei Stunden in die Sonne legen und dann sterben

Sich selbst in unkomfortable Situationen bringen: was mache ich jetzt, wie komme ich hier wieder heraus?

Schamanen-Janggu
Innerer Rahmen
Äußerer Rahmen
Rahmen + Fell

Haegeum
leere Saite wird nicht benutzt
man muss jeden Ton singen können

Unterquarte Riesenvibrato
Grundton glatt
Große Sekunde mit kleiner Terz

man lässt die Saiten nicht einfach so klingen, das ist absolut unkoreanisch

Daegeum
Haegeum
Gayageum
Janggu

Gute Besetzung, erstaunlicherweise

Akzent am Anfang und am Ende des Tones, Geräuschverstärkung

Unsere Toten: Die nicht mehr leben, an die wir manchmal denken, wo wir uns wundern, dass sie schon so lange nicht mehr da sind. Ziemlich lebendig, solange man an sie denkt. Das Wissen, dass sie tot sind, verändert nicht unbedingt unsere Erinnerung, aber das Licht, in dem sie erscheint. Überhaupt nicht versöhnlicher, eher weiter weg, unerreichbar, wie ein Filmbild im Gegensatz zu einer Geschichte, die noch andauern könnte. Film als Metapher für Tod? Könnte ein Grund dafür sein, dass Super 8-Aufnahmen so unsäglich traurig wirken. Würde mal tippen, dass das nicht für Digitalaufzeichnungen zutrifft. Zu flexibel als Medium.

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die Wespe auf die Stirn küssen

Kalter Kaffee.

Ganz interessant, wenn es eigentlich egal ist, wie es weitergeht, Hauptsache, es geht irgendwie weiter. Trifft leider aus heutiger Sicht auf ziemlich viel klassische Musik zu. Gut gemacht, sorgfältig gearbeitet, wahrscheinlich auch tolle Ideen, aber der Klang wird dann eigentlich nur noch durchgehalten, fortgesponnen, und die Verteilung des Materials entspricht komplett den Erwartungen. (Das Ende kommt nicht am Anfang und umgekehrt.) Man kommt rein, setzt sich hin, checkt den Klang, und weiß dann im wesentlichen, was passieren wird. Und passieren kann. Gilt logischerweise auch für Stücke, die man nicht kennt, deren Stil aber bekannt ist. Bestimmte Formen von 20. Jhdt. Musik in dieser Hinsicht absolut ehrlich, weil es einfach immer weiter geht. Reine Ausdehnung: 10 Minuten dies, 5 Minuten das.

Sex z.B.

The good die first
And they whose hearts are dry as summer dust
Burn to the socket.

what. ever

why does it feel so wrong?
why does it all feel so wrong?
it should be ONLY work, NOTHING else, maybe

Mikroklima Brot/Papier

Während man schläft, kann man sich nicht langweilen, oder? Im Schlaf natürlich schon.

Appetit, oder eben gerade kein Appetit, und trotzdem Hunger.

Original und Kopie nach unten oder nach oben (Verdopplung/Transposition): Es ist klar, dass das Material identisch ist, aber es kann nicht mehr entschieden werden, welches das Original und welches die Kopie ist.

Tonhöhenvibrato vs. Dynamikvibrato vs. Tremolo

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my share of regrets

Form
Material
Inhalt
Aussage

08 Essen
09 Arbeit
10 Arbeit
11 Büro
12 Büro
13 Essen
14 Putzen
15 Cafe
16 Einkaufen
17 Arbeit
18 Lernen
19 Sport
20 Sport
21 Essen
22 Essen
23 Arbeit
24 Putzen
01 Arbeit
02 Schlafen
03 Schlafen
04 Schlafen
05 Schlafen
06 Schlafen
07 Schlafen

Lesen
Textarbeit
Notenarbeit

Ausruhen funktioniert nicht so richtig

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Stinkt und klebt.

FOMO: Smart Girls Making Stupid Choices

Ganz interessant die Idee zu glauben, dass die wirklich wichtigen Dinge nicht in der Welt, aber auch nicht in den Köpfen, sondern eigentlich auf dem Papier geschehen. Soviel zur Abneigung gegen Elektronik. Dagegen: Kunst als Schreibsystem.

Entscheidungen, z.B. Rheinmetall: Wer rechnet denn das alles durch, wer hält den Distinktionsgewinn gegen den wirtschaftlichen Nachteil, wer nimmt die Gefahr der juristischen Niederlage nach welchen Überlegungen in Kauf? Es glaubt ja wohl niemand, dass es sich hier um moralische Entscheidungen handelt, dass hier eine Entscheidung getroffen wird, weil sie für moralisch richtig gehalten wird. Aber wie genau kommt man zu dem Schluss, dass die möglichen Vorteile die möglichen Nachteile überwiegen. Ist das eine einfache Rechenaufgabe, die mögliche Wählerstimmen aufschlüsselt (nicht nur, was die tatsächliche Sachentscheidung, sondern auch, was die politische Profilierung in der Koalition betrifft), oder ist es letztlich vielleicht doch auch persönliche Eitelkeit oder, wieder durchgerechnet, der Versuch, sich als Person in die gewünschte politische Position zu bringen? Spielt das alles zusammen eine Rolle, wird aber dennoch nicht ausgerechnet, sondern aus dem Moment entschieden, und ist das das, was man politischen Instinkt nennt?

The problem with young people, starting in about the 1960s, is that they tend to live too intensely inside their own social moment, and thus tend to see all existence past age thirty or so as somehow postcoital. It’s then that they’ll relax, settle back, sad animals, to watch and learn that life, instead of being rated a hard R, or even a soft R, rarely even makes it into distribution. Tends to be too slow.

We just want to do the bare unavoidable minimum. Pay taxes, die.

Schaut gut aus.
Schaut schlecht aus.
Schaut gar nicht aus.
?

Happy to be able to see at all. Anything.

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Lost. Again. Trust. Faith.

M&A/Quay: Gut verstecktes Vier Jahreszeiten-Zitat

Witze, die vorgetragen werden, als wären sie keine Witze, aber eben nicht demonstrativ stoisch wie bei Keaton, sondern lässig ernst, als ob man eine ganz normale Geschichte erzählen würde.

Notation:

Dummheit ist böse.

Nichts + Nichts = Nichts
Pause + Pause = Pause

nicht in sich strukturierbar, nicht zwei Pausen, sondern eine längere Pause

Das Überflüssige, das Nichtnotwendige: Regel und über die Regel hinaus erfüllen?

Ziemlich bizarre Angewohnheit, alle Abstufungen als musikalische Skalen zu denken, gerne als diatonische mit wechselnder Zuordnung, damit unterschiedliche Strukturen frei aneinander angepasst werden können. Eine Art Vorstellungshilfe, die aber ganz klar nicht den eigentlichen Gegenstand vorstellt, sondern nur seine Ordnung vorstellbar und damit nachvollziehbar und handhabbar macht. Möglicherweise für einen Musiker nicht zu vermeiden, weil die grundsätzlichen Skalenstrukturen fest ins Hirn eingebrannt sind. Diatonisch ja übrigens viel leichter singbar/vorstellbar als chromatisch.

Das gleiche gilt natürlich auch für mechanische Arbeitverläufe wir Abtippen, Abzählen etc., die wir immer auf einfache Rhythmen herunterbrechen, um sie besser beherrschen und in gewisser Weise automatisieren zu können. Ein bestimmter Bewegungsablauf (und wenn es nur die Zählbewegung des Mundes, vielleicht zusammen mit dem Deuten des Fingers auf das zu zählende) in einer bestimmten Rhythmisierung etabliert und so genau wie möglich wiederholt, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren und die Geschwindigkeit (immer im gleichen Rhythmus) erhöhen zu können. Zeitersparnis. Nichts denken, nichts vorstellen müssen.

Süßkirschen + Pastis: Wie füreinander gemacht, aber ziemlich pervers, guilty pleasure. Wie Salzkaramellen vielleicht. Übrigens erstaunlich robustes Obst, wenn man darüber nachdenkt, pralle Haut, kräftiges Fleisch.

Entspannte Konzentration: Läuft alles von alleine, ohne Anstrengung, fehlerfrei. Dann wieder Ermüdung, geistiges Abschweifen, grobe Schnitzer: Wo bin ich? Wo war ich? Unüberwindbare Müdigkeits-Wand. Weitermachen und leiden. Durchkämpfen. Warten, dass es vorübergeht. Stichwort: Langeweile. Aufmerksamkeits-Kapazität. Irgendwann einfach verbraucht. Schwer, damit umzugehen. Eigentlich inakzeptabel. Aber unausweichlich. Hilft nur das berühmte Aussitzen.

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Buddhist Bell

Länge, Dauer, Ausfüllen: Stil, Idiom, Verlängerung. Ausgehend von einem homogenen Stil, was würde Extension bedeuten? Warum genügt es nicht, Material/Stil/Expression vorzustellen und es dabei zu belassen? Warum möchte man von etwas, was man schon kennt, mehr haben. Und warum bekommt es dadurch eine andere Bedeutung, eine andere Ausdruckskraft? Hat sicher etwas mit der Vertiefung des Geschmacks/des Eindrucks zu tun, mit der Kraft, eine Entscheidung zu treffen, an einem bestimmten Punkt Schluss zu machen. Ein wirklich nachvollziehbarer Grund, hier und nicht dort abzuschließen, kann aber eigentlich nur in der Narration, in der Dramaturgie liegen, selbst, wenn es nur eine Art Fake-Dramaturgie, eine Pro-Forma-Narration wäre. Was dann die Idee des homogenen Materials durch Entwicklung oder Kontrast im ihren Grundsätzen aufheben würde. Maurizio könnte eine Kombination von beidem sein: Lange, homogene Teile, die ungesäumt als Folge eine Narration ergeben würden.

What about Steigerung?

– I believe, behind the stove, with my aunt kneeling down to lay her hand on my shoulder, that I’m afraid of absolutely everything there is.
– Then welcome.

Don’t think about it too much.

Cheesy was suddenly gone, didn’t have a place in the world of pop anymore, everybody becoming real serious again. I mean seriously serious.

Life
File

Wir strengen uns wahnsinnig an, etwas nicht zu sagen/nicht zu zeigen, doch vor lauter Anstrengung und Konzentration sagen/zeigen wir etwas anderes, das wir noch viel weniger sagen/zeigen wollten. Wir verraten uns dadurch, dass wir uns zu sehr anstrengen müssen, etwas zu verbergen. Nebensätze, Ablenkungsstrategien. Fast unmöglich, sich komplett zu kontrollieren, zumindest nicht, wenn es sich um ein komplexes psychologisches oder faktenbezogenes Feld handelt, auf dem man sich gezwungenermaßen bewegen muss. Und dieses Feld kann man sich in der Regel nicht aussuchen, da es durch Umstände bestimmt wird, auf die man selbst keinen oder wenig Einfluss hat.

of what was once some vegetable

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Good = Ritual + Party (jeju people)

Intangible cultural asset No. 82

Aussehen/Auftreten: Wie will man aussehen, wie sieht man tatsächlich aus. Wie wird das tatsächliche Aussehen durch das gewünschte Aussehen beeinflusst? Inwieweit können sie deckungsgleich werden? Auch wenn etwas überzeugend aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es dir selbst gefällt. Und: Es ist nicht gesagt, dass das, was du siehst, das ist, was die anderen sehen. Schließlich hast du ein anderes Verhältnis zu deinem Äußeren als alle anderen. Welches eigentlich? Könnte auch ins Überdeutliche verzerrt sein.

White
Yellow
Red
Green
Blue
(flags)

Han-China: The Center of the World

Korean Hölderlin: They don’t like high notes, they prefer low notes.

If you master the music of the Eastern Coast, you will master everything (percussion students).

Shaman music: Tiefes Brummen (gong).

Dog Skin instead of Cow Skin: small drums.

80.000 gods: long epic songs

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There are no mistakes.

Kraft der Gedanken: Letztlich versucht man es nie wirklich, was nur heißen kann, dass man daran glaubt, und dass man ihre zerstörerische Kraft fürchtet.

Wenn es angenehm wird, musst du weglaufen. Und wenn es angenehm wird, wegzulaufen, wenn es angenehm wird? Same-same, no difference. Nur scheinbar ein Problem.

Es ist egal, was du machst, du musst es nur auch wirklich tun. Und darauf beharren.

Stimmt
Stimmt nicht

Schwarzweiß, silkscreen on canvas: Angenehm bedrohlich umdeutbar, nicht so doof fröhlich und aufdringlich. Which doesn’t mean that it’s great.

I’m Here, but Nothing: Beharrlichkeit, Besessenheit, Spieltrieb.

Fermented Sound

Geschicklichkeit: Ganz interessante Erfahrung, wenn man gar nichts hinbekommt. Ungeduld, fast Wut.

Korea: Beatles-Versionen, meistens Frauenstimmen, immer as glatt as possible. Funktioniert erstaunlich gut. Aufzug als Musik der Zukunft. Übrigens nicht komplett emotionslos, eher sehr bewusst und vor allem professionell eingesetzt, um nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu erregen. It’s just there. Angenehm eben, melancholisch, aber in Maßen. Die tägliche Dosis.

I like Germany: Beer, Hamburger, Leopard. Nice Little Schoolboy.

Parts beautiful, whole ugly.

0902
1001
1023
0607
0815
1111

Rock: Echte Gefühle zumindest als Anspruch. Authentizität als Stilmittel? Unbewusst ohnehin fast immer der Fall.

And then – you suffer. Klima: Ist natürlich ein komplett anderes Leben, ob du im Sommer drei Monate in der Sauna sitzt und im Winter drei Monate im Kühlhaus, oder eben nicht. Kann gar nicht anders sein, als dass das den Charakter und die Leidensfähigkeit prägt. Man hat ja von klein auf geschwitzt und gefroren. Zähigkeit. Oder eben Antriebslosigkeit.

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Instrumentation als Ausschnitt

Gut. Wenn das nicht geht, was geht dann?

Das Einzige, was einen in solchen Situationen weitermachen lässt, ist, dass man sich nicht umbringen will. Was nicht heißt, dass es einen vernünftigen Grund geben würde, sich nicht umzubringen. Eher im Gegenteil.

hm
hm
hm hm
hm
hm
hm hm hm

Kolik/Hirn: Future/Shit

Die Mär von der verlorenen Seele, die durch die Liebe zu ihrer Bestimmung zurückfindet: Storymuster, die offensichtlich so viel Glaubwürdigkeit für uns haben, dass sie, ohne sich zu verbrauchen, quasi unbegrenzt eingesetzt werden können.

Rauschen, z.B. kurzes und langsames Verschieben eines Leinenbandes auf Holzfußboden (dicht, sanft) oder eines Plastikbandes auf dem gleichen Untergrund (hell, dünn). Warum genau sollte man das eine dem anderen vorziehen – klingt schöner?

Nicht enttäuscht sein, wenn etwas nicht funktioniert, ohne zu lügen, ohne sich selbst etwas vorzumachen: Schwierige Aufgabe. Zu sagen, es ist egal, Hauptsache, es ist überhaupt etwas geschehen, ist natürlich eine Lüge und als solche ziemlich leicht durchschaubar. Möglicherweise könnte man aber auch diese Position auf eine höhere Ebene bringen, etwa, zu wissen, dass es eine der häufigsten Selbstbetrugs-Lügen überhaupt ist, und die dazugehörige Haltung trotzdem, als reale Arbeitsbasis, beizubehalten.

TV eigentlich immer über Vertrauen und Verrat: Weil man soviel Zeit hat, die Vorzeichen zu ändern?

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It’s sad, but it’s sad.

Ich muss noch zur Post: Die Post ist im Bahnhof untergebracht, irgendwo in Zentralasien. Ich will mein Fahrrad zurückschicken, das ich nicht mehr brauche, weil ich mir hier eines leihen kann. Man tritt durch eine unscheinbare Nebentür ein. Der Bahnhof ist ein großes, burgähnliches Schloss. Ich weiß gar nicht, wo hier die Züge fahren sollen. Oben eine große Sonnenterasse mit Fischbecken. Schöne, große Karpfen, zwei in typischer Koi-Färbung, zwei auffallend bunt. Plötzlich erscheint ein gigantischer Fisch, deutlich über mannshoch und entsprechend lang, er sieht aus wie ein vergrößerter Zierfisch in metallisch-blau. Er steckt mehrmals seinen Kopf mit der riesigen Schnauze aus dem Wasser, dann kommt er mit seinem ganzen Leib nach oben, lehnt sich mit den Vorderflossen auf die alte Steinbrüstung und scheint den Blick ins weite, tiefliegende Tal zu genießen.

Die Idee, dass etwas richtig und etwas anderes falsch ist: So muss es sein, so ist es richtig, das geht gar nicht. Bis der nächste kommt und eine bessere Idee hat – natürlich auch nur für diesen Moment.

Einzeltakte merkwürdigerweise interessanter, wenn sie unverbunden, also im Gesamtzusammenhang vereinzelt bleiben. Vielleicht, weil sie sonst zu sehr wie einfache Verbindungsstücke wirken. Banal. Rein kontextbezogen im Unterschied zu in sich komplexen Instrumentenverbindungen. Wie Bauklötze/Steckverbindungen, die am schönsten sind, wenn sie getrennt bleiben.

Übrigens auch nicht gut, wenn völlig unverbunden. Am besten, die Möglichkeit einer Verbindung offen halten, aber nicht ausführen.

Kinder sprechen oft wie schlechte Schauspieler, oder wie Schauspieler, die ein Script bekommen haben, das so schlecht ist, dass sie nicht wissen, wie sie es sprechen sollen. Vielleicht ist das Script ja wirklich so schlecht. Oder die Kinder schauen zu viel fern. Da klingt nämlich alles so bizarr unecht frisch abgelesen.

Forsythien-Gelb neben Kirschblüten-Rosa: Klingt nicht nur schrecklich, sieht auch fürchterlich aus. Stört sie aber nicht weiter. Nicht zu viel erklären. Umständlichkeit.

Tri Repetae: Interessante musikalische Metapher, total kaputte CD, Rauschen als Oberfläche, näher/ferner, Unterbrechungen, falsche Wiederholungen, etc. Leider nicht mehr abspielbar

Nicht auf die Form, auf die Leerstelle schauen (3:4)!

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Es muss auch mal richtig Scheiße aussehen!

Ganz schlechte Idee: Einer gemeinsamen Meinung zu sein.
Noch schlimmer: Gruppenkonsistente Meinungsbildung.

Um Gottes willen nicht der Gruppe schaden. Um Gottes willen keine eigene Meinung haben. Absolute Konformität. Alles unter dem Deckmäntelchen der permanenten Entäußerung. Facebook: We belong together.

Ein verschlossenes Gesicht.
Ein grobes Gesicht.
Ein leeres Gesicht.

Überlagern von Regeln: Auch so eine Polyphonie, wo sich Schichten gegenseitig manipulieren und dadurch unkenntlich werden. Am Ende fällt alles in ein planes, im Ergebnis vollständig synchroniertes Ereignis zusammen.

Ein GANZ merkwürdiges Leben: Still, isoliert, fast ereignislos. Was sollte da schon GESCHEHEN?

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Information

Nachdenken ist keine Arbeit. Aufschreiben auch nicht. Schreiben schon. Etc. Wird nicht lustig sein. Bild’ Dir das bloß nicht ein.

Think of: Machaut

Was macht eigentlich …

material blocking
colour blocking

Der kleine Junge

Crime is awfully boring.

ernährte sich von Wurzeln

Yes, it is.

Anti-Espressivo
Anti-Virtuosität
Schöner Schein
Glanzvolle Leere

Geil leise hier, ab und zu mal ein Auto, aber das war’s dann auch schon. Der stille Raum ist eigentlich die Stadt. Das Land ist unvergleichlich viel lauter. Eigentlich ziemlich erschreckend: Weißer Raum, Stille. Hat es vielleicht früher überhaupt nicht gegeben. Aber natürlich auch schön.

– Ich finde die Welt schon extrem still.
– Ach, ist das so?

World War Z
Zone One

Vivaldi: Blockflöten als Harmonie in der unteren Mittellage.

Auch wenn Du nicht weiterkommst, musst Du sitzen bleiben und weiter machen – that’s the fuckin’ deal.

Dries

Ich bin wieder ein kleiner Junge. 7:45. 8:30. Pause.

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this is/is/IS/IS boring

Müdigkeit Langeweile Sinnlosigkeit Hoffnungslosigkeit Dämonen Abschweifen Angst Konzentration Erschöpfung Niederschrift Frösteln Wut Grimm Stille Übelkeit Schwäche Kraftlosigkeit Motivationslosigkeit Ablenkung Schweißausbrüche Verzweiflung Nachdenken Anstrengung Ausflüchte Totaldisziplin

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Verzweiflung, offensichtlich.

Ein lauter Streicher-Klang, so kurz, dass man nicht sicher ist, ob er überhaupt da gewesen ist. Vielleicht einrahmen. Dynamik-Fehler/Abstimmungen.

Als ich noch. Uneigentlich. Nicht so persönlich-expressiv.

– Der Takt ist meine Liste!
– Oh nee, der wieder!
– Doch, das stimmt. Das ist die Wahrheit.

– Die gibt es, die –

If it’s not in the Schale, it doesn’t feel like Frühstück.

Nimmt seinen Abschied. Mit jedem Mal. Ein bisschen mehr. Am Ende ist man eigentlich schon gar nicht mehr da. Vielleicht.

It does make you think, doesn’t it? And I’m not talking about the last ten years.

Das Problem mit echten Tönen ist logischerweise, dass sie wirklich da sind. Lookalike. Soundalike. Not the point.

HiJ
JHi

HiC
CHi

Teppich: Übersetzung von Relief (Textil) in Plan (Foto). Eigenes Muster, weder Relief, noch Plan. Vielleicht Plan als Abbildung von Relief.

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darüber/davon

Zuviel geredet, zuwenig getan.

Nachdenken macht Spaß. Tatsächlich: Mühelosigkeit des Nachdenkens im Gegensatz zur Banalität des Ausformulierens.

Aktion – Nichtaktion: Was wäre eine Nichtaktion? Etwas, das vollzogen werden müsste, aber nicht wirklich geschehen würde. Sehen/Hören.

Dinge, die interessanter sind als vs. Pflichten: Du müsstest Dir das wirklich anschauen, das ist wichtig. Fernsehen vs. Arbeit. Auf der anderen Seite möchte man ja auch eine gewisse Leichtigkeit haben, eine gewisse Mühelosigkeit, das ist ja nicht total falsch. Im Gegenteil, irgendetwas an der Anstrengung, Ernsthaftigkeit, Durcharbeitung fühlt sich tatsächlich falsch an, besonders, könnte man sagen, wenn das Ergebnis dem Aufwand nicht entspricht. Man möchte total ernsthaft und besonnen sein, aber es steht gar nichts da. Man müsste sich das anschauen, aber es ist so uninteressant, so zäh. Man hätte halt schon gern so eine Art Flow, irgendwas, was einen trägt, das sich von selbst ergibt. Qualität harter Arbeit: Das ist ja immer wieder die Frage, was das genau ist. Es kann ja nicht einfach nur die Menge der Arbeit sein, viel hilft viel, sondern eher die Härte, die Genauigkeit der Fragestellung, die Ausdruckskraft der Lösung, der überwundene Widerstand, der in das Ergebnis einfließt. Alles offensichtlich ziemlich vage.

What the fuck is work? Ganz viel Arbeit ist offensichtlich vor allem Drücken vor Arbeit. Lieber das machen als jenes. Macht mehr Spaß, ist leichter, ist nicht so wahnsinnig unangenehm. Wenn Arbeit unangenehm ist, zäh, ist sie dann automatisch auch langweilig? Weil man so beschwerlich voran kommt? Oder ist da noch etwas anderes, für das Langeweile nur ein Symptom ist? Irgendeine Form von innerem Widerstand, quasi Fehlverhalten, z.B.

Die Banalität dessen, was tatsächlich da ist, im Gegensatz zu den Dingen, die man sich nur vorstellt/vorstellen kann.

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Hochmut

Selbstkontrolle
Totaldisziplin

I can’t take any more bad news, Lane.

Land der roten Steine: Merkwürdige Idee, eine Landschaft, die man faktisch nicht sehen kann, immer wieder von anderen Standpunkten aus zu beschreiben. Quasi eine Übung in geometrisch-perspektivischer Beschreibungskunst und Vorstellungskraft, die gleichen landschaftlichen Fixpunkte in immer neuen perspektivbedingten Konstellationen vorzustellen. Obwohl diese Fixpunkte mit neuen Einzelheiten konkretisiert werden, bleiben sie papieren, weil die Erklärungen und Beschreibungen trotz aller Anstrengungen nicht wirklich anschaulich werden. Die Namen der Felsformationen bleiben die einzige Möglichkeit, wiederkehrende Fixpunkte zu identifizieren, was vielleicht auch daran liegt, dass die unterscheidenden Charakteristika nur für den, der sie tatsächlich sehen kann, erkennbar und erinnerbar sein können. Also letztlich eine Übung, die nicht erfolgreich sein kann. Trotzdem neigt man dazu, zu Ende zu lesen, vielleicht aus Faszination für die letztlich knochentrockene Prosa. Man fragt sich, warum macht er das? Warum tut er sich das an? Warum quält er sich so? Er kann nicht wirklich denken, dass er auf diese Weise ein Verständnis für die Landschaft wecken kann. Auch die seltenen Andeutungen einer Geschichte sorgen eigentlich nicht wirklich für Entspannung, sondern lassen eher die Zähigkeit der Beschreibungsprosa noch deutlicher spürbar werden.

Unbeschwertheit
Unbekümmertheit
Unschuld

kaufen: Now we’re talking!

Zeitdruck, Komma, produktiver: Entscheidung muss jetzt fallen, auch wenn es offensichtlich gar nicht möglich ist, eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Es muss einfach irgend etwas passieren.

Ist es am Ende einfach eine Frage des Durchhaltens – oder Nichtdurchhaltens?

unbedingte Zuneigung
bedingungslose Liebe

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Damit der Papa es nicht hört!

facebook-Isolation/Pascal: Öffentlichkeit ist Lüge.

Jean Louis Ughetto

handkeonline

La Leggenda Di Kaspar Hauser: Ganz kurzer Schwarzfilm zwischen den Einstellungen, zum Teil auch mit Zwischentiteln, dann länger. Funktioniert gut, mischt sich mit Schwarzweiß, wirkt zum Teil wie Filmfehler – wahrscheinlich vor allem, wenn vorher viel Schwarz im Bild war, der Zwischentitel also weniger deutlich abgesetzt ist. Maurizio/Licht, Teil II: Einstellungen voneinander trennen, aber auch Einstellungen falsch trennen, z.B. Krach dort einsetzen, wo er regulär, wenn die Einstellung nicht durch Überlappung und Vervielfältigung verlängert würde, sitzen müsste, also falsche, aber zugleich formal richtige Signale setzen.

Unterbrechung: Geschwindigkeit/Wiederholung/Dauer

Wiederholungen in der Geschwindigkeit der Unterteilung
Unterbrechungen in der Geschwindigkeit des Grundtempos (1/16*x)

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hundekotgelb

alles arco, alles gestrichen: Kein Pizzicato, kein Battuto, kein Saltando. Das reine Streichgeräusch in allen denkbaren Varianten. Staccato, wenn überhaupt, nur als arco-Impuls.

Ist das jetzt wieder vorbei mit der Tonhöhe/Tondauern-Sprache? Nie mehr gemacht, später (Ton/Geräusch-Abstufungen). Plötzliches Wiedererwachen des Interesses, natürlich auch/vor allem wegen Entwurfsplanung Maurizio/Licht, wo das Geräusch Teil der ursprünglichen Idee war. Merkwürdig, dass man auf solche Sachen dann wieder zurückkommt, gerade wenn man nicht damit gerechnet hat.

Klangdifferenzierung als Prachtentfaltung

Insistierender und differenzierter Lärm: Moe

Sunset Blvd, Abzweigung vor Westwood, Jimmy Rodgers Park, Star Maps, Traumprotokolle.

Geräusche verdoppeln, um Tonhöhengehalt herauszufiltern. Quasi Anleitung zum Hören. Was gemeint ist. Was gemeint war. Ich wollte … ich … damit …

Einzelheiten, Details, Beobachtungen, Kleinstereignisse, in – was eigentlich? – gegossen. Völlig bizarr, dass man sich das alles merken kann. Wobei – eigentlich ja nicht merken, eher wird es eingeschrieben, mehr oder weniger willkürlich aufgezeichnet. Das Bild, der Text, der Ton ist dann da, ohne dass man etwas dafür getan hat – und ohne dass man ihn bewusst wieder aufgerufen hat.

im Grunde ein Wunder, dass die ganze Scheiße immer noch zusammenhält

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Körte 6 10:00 17.01.2014

Cold Front Productions

Lustig, eine echte Maloche down hier im Büro.

Improvisation. Alles Improvisation. Alles improvisiert. Die Reihe. Der Algorithmus.

Total Trauer: The caretaker.

Gleiche Intervallkonstellation einmal als Tonhöhen/Klänge, einmal als Tonfolge/Spannungsverhältnis. Müsste eigentlich möglich sein.

Oh nee, wann ist denn endlich die erste Stunde rum? Die Zeit kriecht. Ja, so ist das im Büro. Zeigt, wie viel in wenig Zeit geht, aber auch, wie langsam sich Zeit anfühlt, wenn man darauf achtet. Wenn man sich quält. Einzige erlaubte Ablenkung: Notizen. Nachdenken. Nichts tun. Aber eben nicht: Etwas anderes tun. Schlafen ist z.B. auch nicht erlaubt, logischerweise. Wäre wie etwas tun, sich ablenken, die quälende Zeit nicht aushalten. Nachdenken macht ja übrigens eigentlich immer Spaß, ist nie unangenehm, wahrscheinlich, weil man nicht wirklich etwas tun muss, weil man nicht in die Ausführung gehen muss, weil man noch nicht so weit ist, zu sehen, wie die Ideen sich in der Ausführung auflösen, verschwinden. Tolle Idee – aber nur so lange, wie man sie nicht anwendet. Letztlich das Reich des Traums, wo alles geht, was man sich kurz vorgestellt hat, wo man für einen Moment überzeugt war, dass ein bestimmter Gedanke vollständig evident ist. Ausführung wäre dann der Text, die Argumentation, wo dann plötzlich nichts mehr zusammenpasst. Nachdenken ist viel leichter als tun, weil es keinen Widerstand kennt.

Letztlich ganz normal, dass es einem schlecht geht, by the way. Den meisten Menschen auf der Welt geht es schlecht. Und den anderen natürlich auch.

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Small Town Boy

Es MUSS unangenehm sein. Ist doch eigentlich klar. Sonst ist es keine richtige Arbeit. Am besten selbstverständlich unangenehm. Gar nichts besonderes. Ganz normal. Endlich eine richtige Arbeit! 9 – 5 = 8. Ganz egal, ob es funktioniert oder nicht funktioniert. Einfach sitzen bleiben. Nachdenken. Zeit absitzen. Langweilen. Meditieren. Geht nicht ohne ein gewisses Desinteresse. Quasi Heiterkeit. Ein bisschen abgelöst. Nicht über alles gleich ärgern. Intellektuelle Abgeklärtheit. Verzweiflung.

9-12
15-18
20-22

oder so.

9-12
13-17
20-22

oder so.

10-13
15-18
20-22

oder so.

Du bist jetzt bei Dir selbst angestellt. Ich bin mein bester Angestellter: Mitarbeiter des Monats.

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Was wir gerne wissen wollten

Vorsicht: Rauschen nur im Piano-Bereich sinnvoll. Darüber nur Verzerrung von Tonhöhe, aber keine Gegenüberstellung von Rauschen und Ton möglich. Ausnahme (logischerweise): Pausen, also Hintergrund. Alle Pausen ausfüllen? Intensive Aktion mit sehr geringer dynamischer Effektivität. Müsste als Hintergrund wohl auf verschiedene Instrumente verteilt werden, also Vorder- vs. Hintergrund.

– Auf Grundschlag (und damit auch auf Takt) bezogen
– Auf Takt (aber nicht auf Grundschlag) bezogen
– Weder auf Takt, noch auf Grundschlag bezogen

Teil I/Teil II/Teil III? Oder wäre es dramaturgisch sinnvoller, den Takt am Ende wiederherzustellen? Neu/falsch zusammenzusetzen – scheinbar den Takt wieder einsetzen, in Wirklichkeit aber aus vielen Einzelschnitten eine taktartige Einheit ohne Takt- oder Schlagbezug herzustellen? Gleiche Gesamtdistanz, vielleicht sogar Distanz der einzelnen Schläge berücksichtigen, aber das Material gegen seine Herkunft einsetzen?

Festhalten
Isolieren
Wiederholen

Risikoanfang: Gute Idee

Kanon zwischen Rauschklängen und Tonhöhen: Röcheln/Atmen

Wohlfühlen: Wie eine Wohnung aussehen sollte. Bürgerliches Selbstbewusstsein. Auch Schutz. Z.B. vor Zweifel. Wie es richtig ist, und wie es falsch ist.

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The art of Kunst.

Echt-Rost. Schöne Farbe.

Xiqu
Kunqu
Jingju

Brennt ein Licht.

Fromme Bitte: Lasst mich arbeiten.

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Sexualität ausleben

3/8 + 1/8
3/8 + 3/8
3/8 + 3/16
3/8 + 1/4

selbstvergessen

When one speaks of the aesthetics of film, with regard to the director of photography, we often blend great pictorial references: painters, great photographers… Obviously…  we can’t ignore them, but this is our work, with every shot we would consider the previous shot – it’s rhythm, the use of a pan, the speed of movement, in the case of a fixed shot, the speed of movement of the actors. The shot about to be filmed has to take into account the shot that will follow. And so on. Hence, there is a prevalent sense of rhythm in the general aesthetic balance of the film.

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Misslingen als Qualität.

Genau: Stumm

Wie würden wir uns unser Leben vorstellen?

Snapchat
Telegram
Whisper

Dann sammeln wir mal wieder.

all time favorites:

King Hu: A Touch Of Zen
Marguerite Duras: Les Enfants
Sam Peckinpah: The Wild Bunch
Kenji Mizoguchi: Les Contes De La Lune Vague
Friedrich Murnau: Sunrise
Johnnie To: Fulltime Killer
Kinji Fukasaku: Battle Royal
Abel Ferrara: New Rose Hotel
Claire Denis: L’Intrus
Orson Welles: Touch Of Evil

Und natürlich:

Jia Zhangke: Pickpocket

Ist nicht viel dazugekommen in den letzten Jahren, sorry. Vielleicht Holy Motors?

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pretty good privacy

Der Wunsch, etwas zu sagen. Etwas auszudrücken. Eine Weltsicht darzulegen. So wäre das. So hätte das gewesen sein können.

Alles ganz normal. Was würde darüber hinausgehen? Kann es überhaupt etwas geben, das darüber hinausgeht?

Routine
Disziplin
Bescheidenheit
Demut
Wut

Information: Macht es überhaupt Sinn, dass … Stimmt schon. Natürlich könntest du etwas finden.

Ist das aber wirklich so? Macht es wirklich Sinn, nach Zeichen zu suchen? Offensichtlich auch Gier, Zwanghaftigkeit, Ablenkungsbedürfnis. Könnte man ohne leben?

Zufriedenheit. Neugierde. Ein geglücktes Leben: Vielleicht gehört da der eklatante Fehler, die eklatante Schwäche auch dazu?

Horror vacui

Qual

Hölle des Schweigens

Ja, genau so, so sollte es sein. Das wollte ich … Das ist ja aber genau nicht so, wie es funktioniert. Der Mehrwert des Nichteinlösens, des Verfehlens, des Darüberhinausschießens.

Ist das heute noch so? Wäre es nicht besser, genau zu treffen? Exakt das einzulösen, was man (sich selbst) versprochen hat? Kann es immer noch um kreative Abweichung gehen?

Kurzzeitige Einbildung, dass man etwas versteht. Dass man etwas verstehen könnte. Dass es etwas zu verstehen gibt.

Dann vorbei.

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Falsche Fährte.

Grotte Chauvet

Schlag gegen Schlag: Komponierter Schlag gegen realen Schlag.
Takt gegen Takt: Dynamischer Takt gegen realen Takt.
Schnitt gegen Schlag: Den Takt/die Geste aus dem realen Schlag herausschneiden. Mit den Takten den Grundschlag sezieren.

Immer wieder die Befürchtung, er könne zu den Abschlussprüfungen nicht zugelassen werden, weil er dem Religionsunterricht zu oft ferngeblieben war. Er hatte ihn höchstens ein oder zwei Mal besucht und deshalb nicht die geringste Ahnung, welche Gegenstände dort behandelt worden waren. Was die Sache noch schlimmer machte: Er hatte keine einzige Klausur mitgeschrieben.

– So, where’s the fun part?
– The fun part? Oh, that was long ago! Right at the beginning, where you didn’t pay attention.

zu einfach
zu direkt
zu wenig Widerspruch

Irgendwo muss rein kommen, was nicht passt. Der Widerspruch. Otherwise, you’re fucked.

Ein sich bewegendes Bild abtasten, sich mit dem Bild gegen das Bild bewegen.

Legen.

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allerdings/jedoch

Krieg 1: Lichtblitz: Licht a capella re-integrieren? Dann auf aktueller Ebene weiterführen. Neu: Streicherapparat erweitern. Streicher verdoppeln Chor, Bläser verdoppeln Streicher. Definitiv Schlagzeug/Klavier/Harfe dazu. Möglicherweise besser, als ich dachte. Viel.

Hallo, Prozess!
Hallo, Sebastian!

Stimmt, fehlt.

I don’t see
a fuckin’ thing

Chemnitz
Aue
Schnarrtanne

BL: Mechanische Variation

Mais
Bohnen
Kürbis

Irokesen sind schwindelfrei.

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Bedauern/Reue

at the same time

Natürlich hat jeder das Recht, ein Kleinbürger zu sein, und logischerweise gehört zur Stellenbeschreibung dazu, dass man es nicht weiß. Ich meine, wer würde denn ein Kleinbürger sein WOLLEN?

Wenn Du auf der richtigen Seite stehst, stehst Du automatisch auf der falschen Seite.

Solunt: Hund in der Totenstadt, merkwürdig zutraulich, merkwürdig vertraut. Alle Häuser tausendmal gesehen und durchlaufen. Angst.

Maurizio/Licht: Kurzes Rauschen am Anfang, Crescendo, oder Rauschen durchlaufen lassen, quasi als ständige Begleitung, kontinuierliche Übergänge zwischen Ton und Rauschen, auch horizontal, aber vor allem vertikal. Tonhöhen ins Ton/Rausch-Kontinuum setzen. Halo. Würde dem Original entsprechen, geht aber stark in Richtung Kitsch/wohlfeil.

Katastrophen (privat und öffentlich): Perfekter Anlass, darüber nachzudenken, wie etwas passieren konnte. Und zu verstehen, dass die Realität unser Vorstellungsvermögen bei weitem übertrifft.

Ok, let’s do it, let’s suffer. Der Ton.

Auch schön. Auch sehr schön.

Nachman Krochmal
Theophrast

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hellwach

Bedauern:
Hätte ich bloß …
Hätte ich bloß nicht …

Meistens winzige Kleinigkeiten, die man definitiv nicht kontrollieren kann, aber wahnsinnige Konsequenzen nach sich ziehen. Nicht einschätzbar, weil nicht bemerkbar. Nicht jede Mini-Entscheidung ist total durchdacht, würde aber vielleicht auch nicht anders ausfallen, wenn sie total durchdacht wäre. Intuition. Instinkt. Winzige Nebensächlichkeiten, die plötzlich eine riesige Bedeutung bekommen. Leben.

Ewiges Rätselraten: Der unbeirrbare Glaube, dass Dinge, die gleichzeitig oder kurz hintereinander geschehen, auf irgendeine Weise miteinander verknüpft sein müssen. Das wäre doch ein bizarrer Zufall, wenn das nichts miteinander zu tun hätte. Stimmt. Vielleicht. Nicht. Es ist halt einer der wenigen Anhaltspunkte überhaupt, die uns zur Verfügung stehen, um Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen: Räumliche Nähe. Zeitliche Nähe.

Schlagzeug müsste man doch eigentlich ganz anders einsetzen: Geräusch ja, aber es kann doch nicht sein, dass man immer nur die gleichen Rhythmus-Impulse zu hören bekommt.

Dynamik als Parameter wahrscheinlich unterschätzt. Hängt vermutlich auch mit der unbefriedigenden konventionellen Notation zusammen, die viel zu viel Raum auf dem Papier einnimmt, um eine exakte zeitliche Ausdifferenzierung zu erlauben.

Motette: Inuit Spiele, eigentlich offensichtlich!

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Le Freak

Alles leise, auch Kolik? Wäre zu einfach. Aber es geht ja erst einmal nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern um die richtige Antwort. Trotzdem. Würde funktionieren, wäre aber zu offensichtlich. So etwas wie ein billiger Trick.

Ich kann nicht aufstehen.

Nicht ausruhen in der –

Abrufbereit.

Merkwürdig, dass alles Lesen sich plötzlich, wenn es nicht ganz schnell geht, wie Zeitverschwendung anfüllt. Als ob man Zeit ausfüllen würde, fast absitzen, wohl auch, weil man schnell weiß, wohin die Reise geht, schnell versteht, dass die Ausbeute begrenzt sein wird, die Zeit aber unendlich lange dauert.

Der ausgearbeitete Text, der Essay, der wohlkonstruierte Roman, letztlich fast immer viel zu umständlich, ohne wirklich Grundsätzliches bereitstellen zu können. Auch hier natürlich Wallace, der das Problem komplett, und von beiden möglichen Enden, auf den Punkt bringt.

Das Suchen nach Brotkrumen, nach etwas Verwertbarem, etwas, das einen weiterbringt, eine neue Perspektive enthält, inmitten von einem Ozean von gepflegter Normalität, lohnt sich das wirklich? Ist das vielleicht sogar doch Teil der Jobbeschreibung?

I have no fuckin’ idea. Gehört das dazu? Das abchecken, verwerfen, nochmal anhören, löschen, sichern?

Selbstbetrug als Stellenbeschreibung: Ist halt viel angenehmer, immer etwas zu tun zu haben. Horror vacui.

wir wären gerne
wir müssten

Why would anybody listen to that shit?

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Kontrollverlust

Big Problem: Wie wollen/sollen wir leben? Was wäre, wenn wir alles auslassen würden, was nicht zu unserer Arbeit gehört? Würde das unser Leben verbessern? Oder sogar verschlechtern?

Bad choices. Quasi totale Uninformiertheit. Nur noch sehen, was zur Arbeit gehört. Lässt sich natürlich auch ziemlich schwer durchhalten. Nur noch aufschnappen, was sich nicht vermeiden lässt. Was wäre das für ein Leben? Auf jeden Fall das totale Antinetz. Wieweit wäre das sinnvoll?

Auf der anderen Seite: Inwieweit ist es denn sinnvoll, um jeden Preis Bescheid wissen zu wollen? Sich auszukennen?

Wesentliche Anschlussfrage: Kann das alles aus sich selbst heraus funktionieren? Was passiert, wenn man die Verbindung kappt? Letztlich: Gehört Information zur Arbeit oder nicht?

Im Prinzip natürlich eine Art Fachidiot als Konsequenz, ist ja völlig klar.

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Günstige Sterbehilfe-Vorsorge

Omar Souleyman: Geil krasse Ornamente, eigentlich gar keine Töne mehr, nur noch eine Art Glitzern (Streichquartett).

Zugebaute Komponierbude, zwei Keyboards, Computer, whatever, Komponist in der Mitte, präsenter Ort, aber nicht real. FÜHLT SICH ABER ANSCHEINEND SO AN ODER WAS?

Gegeneinander verschobene Mehrfachoktaven: Toll! Funktioniert immer, ist immer toll. Unbedingt auch haben (Nguzunguzu-Mix/Maurizio)!

Landschaft als Idylle: Festes, eingefahrenes Bild, ähnlich unsinnig wie Kindheit als Idylle. Trotzdem nicht völlig falsch: So etwas wie Unschuld oder eben Naturzustand der Brutalität, unverdeckt. Noch nicht wissen können, was auf einen zukommt. Daher ohne Vorsicht. Wissen, aber nicht verstehen. Positive Ahnungslosigkeit. Aber ganz sicher nicht und nie das schöne Bild, der friedliche Zustand, die ungetrübte Ruhe. Behauptet auch niemand? Doch, glaube ich schon, das ist das, was Landschaft als dramaturgisches Bild suggerieren soll. Tom Cruise. Schlecht gesehen, schlecht gedacht.

Streichquartett: Alles künstlich, alles mechanisch. Antimusikalische Entscheidungen. Alles abgekoppelte Einzelentscheidungen. Rücksichtslosigkeit. Z.B. Unterteilungen als eigener Parameter. Macht übrigens auch theoretisch Sinn: Taktkonstruktion/Zeitkonstruktion. Eigener Parameter für irrationale Takte? Why the fuck not!

Ganztaktige irrationale Unterteilungen: Eigentlich ja Taktschichtungen, Überlagerungen gleich langer, aber verschieden wertiger Takte.

Sainte-Colombe: Verdammt viel für fast nichts. Über-Vibrato.

Die Zukunft wird in der Provinz entschieden.

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Unabhängigkeit

Da müsste man ja bescheuert sein, wenn man keine Angst hätte.
Keine Angst: Wenn es ohnehin jederzeit zu Ende sein kann, wo ist dann das Problem?

Es müsste doch auch so/hier/überall gehen, es sollte eigentlich keinen Ort geben, an dem man nicht leben kann/will.

Blackoutbeach/Blues Trip: Muss man nicht mögen, ist aber überragend gesungen, besonders, wenn man die Details wörtlich nimmt.

Bizarre Tendenz, Dinge verschlampen zu lassen, wenn etwas zu Ende geht. Als ob es nur darum gegangen wäre, einen Schein aufrecht zu erhalten, der nun keine Rolle mehr spielt.

Auf der anderen Seite könnte es natürlich auch Sinn machen, seine Kräfte zu schonen und sich auf etwas Neues vorzubereiten. Es könnte ja tatsächlich sein, dass Ordnung, Zustand, Fähigkeiten nur für die aktuelle Situation relevant sind und bald keine Rolle mehr spielen werden. Warum sie dann weiter mühsam am Leben erhalten? Und wenn sie doch wieder relevant werden sollten, könnten sie ja wieder hergestellt werden. Also Status Quo nur so lange aufrecht erhalten, wie sicher ist, dass man ihn auch in Zukunft brauchen kann.

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Wrong

Bad Idea/False Thinking

Tonhöhen
Elemente
etc.
g
oder einfach so lassen?

WZ: Alles immer sofort erledigen.

Unterstreichen
Vereinfachen
Isolieren

Gewänder als Erzählmedium
Muster vs. Darstellung

Was macht eigentlich Uh Young Kim?

Orte: Organ of Corti/L.A.
Entscheidende Frage: Wie/wo wollen wir leben.

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Schuld

ruhiger lauter werden, kälter, dafür aber grausamer

Politik nicht unbedingt als die Kunst der Lüge, sondern eher als die Kunst der Schamlosigkeit: Dass man sich nicht dafür schämt, dass alle, und zwar wirklich alle, wissen, dass man lügt. Und gleichzeitig natürlich immer der Zwang, zu liefern, die Notwendigkeit, mit den gegebenen Ressourcen möglichst viel der eigenen Interessen, des eigenen Programms durchzusetzen. Strategisches Denken und Verhandlungsgeschick, oder einfach nur genialer Machtinstinkt, der ohne echte Schamlosigkeit, hier vor allem die Bereitschaft, die eigenen Ziele unter allen Umständen durchzusetzen, eigentlich nicht denkbar ist. Die Ziele sind so wichtig, dass die Mittel der Durchsetzung letztlich keine Rolle spielen. Und das bedeutet noch lange nicht Bosheit, sondern eher vollständige Abwesenheit von Schönheit, Stil und Moral. Die Moral ist das Ziel, das Ziel ist die Moral, sonst nichts.

1C6
2B4
3A4
4D1
5A6
6B4
7B2
8B7
9A7
10B2

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jedem Jugendtrend hinterher

Ich weiß noch nicht einmal mehr genau, ob es gestern oder vorgestern passiert ist. Aber doch, es war gestern, nachdem ich lange Zeit gewartet hatte.

Interessant, wie viel geschieht, auch wenn nichts geschieht. Und zwar noch nicht einmal Innenleben oder sowas, sondern einfach nur Handlungen, alltägliche Verrichtungen, Nachdenken, Lesen, Arbeiten, Nachschauen – eine eigene Welt, voll ausgestattet, letztlich völlig normal und nüchtern. Unvermeidbar.

Übertriebener Ehrgeiz auf der einen Seite, gähnende Langeweile auf der anderen. Is that it? Vorsichtige Beharrlichkeit: Das kann es ja wohl auch nicht sein, oder?

Wäre allerdings immer noch die Frage, was erwarten wir von einem Stück? Soll es knallen? Muss es knallen? Oder kann es seine Intensität wo anders her holen. Geht es auch ohne Intensität? Was wäre dann das auslösende Moment, letztlich der Kick?

Nicolas Boetsch: Because that’s what’s art for, to be happy and to do what you want to do.

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Einwürfe

Anschaulichkeit

alles nochmal prüfen/überdenken

Nacktheit
Kitsch
Behauptung

Wo bist du?
Wer bist du?
Warum bist du so traurig?

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non-music

Eins
Zwei

Vesuv
Ätna

wie heißen die denn?

Viele

– Dann ist das wohl falsch.
– Na ja, wenn das falsch ist,

dann muss das wohl falsch sein.

wie wenn/als ob – man sich einen Finger in den Hals stecken würde

wie gesagt:

Husten
Räuspern

Stören

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Beschwerden

I don’t even know if I’m

I don’t even know if I

Yeah, let’s –
Super Idee –
Super Idee –
Let’s -.

Begleitung – ganz was merkwürdiges, besonders, wenn sie wirklich nur stützt, nur die Harmonik und vielleicht ein bisschen das Metrum andeutet.

A SLAB ABOUT HOW ELSIE DIED AROUND A MONTH AGO: Wäre doch toll, diese Art von Geräusch auf ein Keyboard zu legen. Oder wären das dann zu sehr feste, in ihrem Verlauf wiedererkennbare Samples? Müssten sie bei jedem Abrufen neu moduliert werden, oder komplett neue Samples der gleichen Familie sein?

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die Sorge um sich

yes, sure

Man denkt, man kann etwas nochmal so machen, wie man es schon gemacht hat. Vielleicht hofft man es auch. Ist aber nicht. Geht überhaupt nicht. Ist genau das, was gar nicht geht. Soviel zu: Etwas gelernt haben. Vielleicht ist das eine Bedeutung von Personalstil: Das abarbeiten, was man gelernt zu haben glaubt. Und was danach übrig bleibt.

quäl dich!
mach ich doch!
das nennst du quälen?

nur gestimmtes Schlagzeug? dadurch eine Art Kontinuität erzeugen? möglicherweise Brüche nicht durch Instrumentenwechsel, sondern durch Registersprünge erzeugen?

reiben
streichen
oder einfach an/schlagen?

Die Instrumente sprechen zusammen mit den Stimmen, nehmen den Sprachgestus vorweg oder lassen ihn nachklingen. Das wäre eine Sichtweise und eine Begründung.

Das Gegenteil wäre ein rein instrumental gedachter Satz, in den die Stimmen eingepasst werden.

Dritte Möglichkeit: Instrumentaler und vokaler Satz, unabhängig voneinander konzipiert und ohne nachvollziehbare Synchronisation übereinandergelegt.

Werfen
Nochmal werfen
Nochmal werfen
Bis es dir gefällt
Bis du zufrieden bist

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um Gottes willen nicht so rumeiern, bitte

es interessiert mich gar nicht
es ist überhaupt nicht, was ich will

Pause/Pause/Pause/Pause/Pause/Pause: Keine Kontinuität (Vorspiel)

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ESCHEW SLOTH

Ludwigslust
Wittenberge

einfaches, schlichtes Stück: warum nicht einfach komplette Verdopplung (mal abgesehen davon, dass die Besetzung das nicht hergeben würde)?

Angst
Entschlossenheit
Demut
Bescheidenheit

Begleitfiguren: Don’t forget. Wäre doch eigentlich auch toll.

Stimmt.

Zeitüberbrückung

Stimmt.

komplette Indifferenz

Stimmt auch.

schnell, in Einem durch

Stimmt.

some live, some die – ist das unfair? ist das unfair, dass das nicht unfair ist?

Stimmt nicht.

Ich habe es genau gesehen, doch jetzt finde ich es nicht mehr.

Stimmt.

Zeitraffer
Zeitdehnung

Ja, stimmt.

Tier/animalisch

Stimmt.

darkness/light

Stimmt auch.

black
white

Stimmt.

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Rücksichtslose Stimmführung

Quasi durcheinanderreden.

g: Anfang und Ende synchron, dazwischen Abweichungen möglich. Quasi Block.
ä: Silbenüberschneidung
v: Wortüberschneidung

Staccato/Portato/Legato/Verbindungen & Aufteilungen

Stimmen und Instrumente immer gleiches Material? Wäre dann eindeutig von den Stimmen und damit vom Text bestimmt. Hätte den Vorteil, dass Stimmen und Instrumente klar und eindeutig aufeinander bezogen sind, die Stimmen führen und die Instrumente begleiten. Würde auch die zeitlichen Verhältnisse zwischen Stimmen und Instrumenten, die Zuordnung, eindeutig klären.

Könnte man als langweilig ansehen, würde aber auch den ziemlich unangenehmen Aspekt von Ausdeutung aus der Begleitung nehmen. Begleitung ist quasi ein technischer Vorgang, der die musikalische Struktur erweitert, aber keine eigenständige Schicht darstellt, sondern die vorhandene Schicht stützt. Quasi eine komplexe Vortragshilfe.

Die einzige Musik, in der dieses Verhältnis anders definiert ist, ist ja im übrigen tonale Musik, die das Verhältnis zwischen Melodie und Begleitung harmonisch definiert. Alle ähnlichen Verhältnisse davon abgeleitet. Klar, dass wir solche Musik nicht mehr schreiben, auch dann nicht mehr schreiben könnten, wenn wir tonale Musik schreiben würden.

Mittelalterliche und Renaissancemusik 100% homogen in Bezug auf das Verhältnis von Stimmen und Instrumenten. Erst wenn die tonalen Verhältnisse geklärt sind, kann eine gewisse Heterogenität entwickelt werden, die dann instrumentale Textausdeutung zulässt.

Gleichzeitig bekommt das Material dadurch, dass es von den Stimmen mit Text in die textlosen Instrumente überführt wird, eine neue Bedeutung, auch dann, wenn es sich um eine instrumentale Variante, eine instrumentale Imitation handelt.

Gefühlsmäßig ein reines Verfolgen der Stimmen durch die Instrumente interessanter als ein flexibleres Verhältnis.

Verwunschene Ecken, vergessene Plätze: Nicht immer, aber oft Orte, an denen man das Gefühl hat, dass sie schon lange niemand mehr betreten hat. Irgendwie auch Kindheitsorte, atmosphärische Erinnerungen. Frage wäre, ob die Wahrnehmung bei verschiedenen Personen gänzlich verschieden ist, oder ob sich Ähnlichkeiten, Gefühlsmuster ergeben würden. Hat, glaube ich, auch etwas mit heimlich/unheimlich zu tun.

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Abwesenheit

Akustik: Dumpfheit/Ferne/Hall

Dinge, die wirklich gelungen sind, sind rücksichtslos.

Ihr Startpunkt liegt auf einer unbefestigten Straße (Wasser).

C C C E FIS FIS FIS FIS /h /h /h /a /g /fis E E E E

Lustig, wie schwierig es sein kann, von den reinen Tonhöhen auf die Melodie zurückzuschließen.

I’m not there.
Actually, you aren’t.

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Antisymmetrie

Ziemlich krass, was man nicht wahrnimmt, weil man zu wissen glaubt, dass es nicht sein kann. Es war immer so, also kann es jetzt nicht anders sein. Selbst bei offensichtlichen Problemen wird das, was man zu wissen glaubt, erst zuletzt – oder nie – überprüft. Macht ja auch grundsätzlich Sinn. Man kann nicht alles auf einmal überprüfen, also prüft man zuerst dort, wo die Lösung am wahrscheinlichsten scheint. Trotzdem irrsinnig, wie dadurch Offensichtliches übersehen wird. Wie weit man sich durch vermeintliches Wissen von der Realität entfernt.

Angst kann sehr real sein – und deine Welt verändern.

Man spricht erst darüber, wenn man das Gefühl hat, auf der sicheren Seite zu sein. Wenn es also vorbei ist.

and then it’s oh-ver

der sprichwörtliche Täter und der Tatort

Ist heute Freitag?
Nein, heute ist Mittwoch.
Ach so.

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Hallo Welt!

Auch super: Wie schnell die Stimmung umschlägt. Kaum siehst du auch nur den Hauch einer Chance, schon bist du wieder die Zuversicht selbst.

Die Instrumente sezieren die Stimmen, zeigen, was die Stimmen tatsächlich tun. Prozess. Wahrscheinlich müssen wir irgendwoher einen in sich geschlossenen Prozess generieren. Damit die Musik nicht einfach so am Text entlangfährt.

totale Eindeutigkeit/absolute Verzweiflung/die Sehnsucht nach der Oktave

Verbrennt/Glimmt/Leuchtet/Strahlt/Flackert/Blitzt/Dämmert

Was man alles verschweigt. Und worüber man auch wirklich nicht reden sollte. Weil es sinnlos ist. Eine merkwürdige Linie, die man immer mal wieder ein bisschen übertritt, weil man denkt, dass man dies sich oder anderen schuldig wäre. Stimmt aber nicht. Ist immer falsch. Pathos, das nicht hilfreich ist.

Was ist eigentlich mit der absoluten Stummheit, der totalen Dämpfung, der völligen Finsternis: Haben wir die auf dem Schirm? Können wir die überhaupt auf dem Schirm haben?

die dunkle Wolke

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Es kann nur eine geben.

Pause

Arpeggio + Reibeholz: E.M.M.A.

Absurde Arpeggio-Ketten: Wäre schön. Wäre doch toll!

In dem Moment, in dem mehr als eine Stimme da ist, musst Du Dich entscheiden.

I like that. I’m beginning to see the potential.

Alles Unisono/Pseudo-Unisono?

Arpeggio als Gegenstand: Kriechen, quälend, in Nicht-Bewegung/Anti-Bewegung pervertiert.

sieht alles absolut phantastisch aus (durch die Straßen gehen)

Horrorfilm: Kameraposition und Timing (?)

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alles Stückwerk

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem erwähnenswert: Vor der Erfindung der Fotographie war Malen natürlich auch eine Gedächtnisleistung, und wahrscheinlich auch eine Art Abstraktion von der Zeit, Zusammenfassung. Man konnte nicht einfach den Himmel fotographieren und dann abmalen, sondern musste sich entweder möglichst genau merken, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesehen hatte, wenn einem dieser Zeitpunkt besonders wichtig war, und etwa in einer schnellen Skizze, einer Art Kurzschrift, festhalten – die aber auch schon eine längeren Moment zusammenfassen würde, da sie ja nicht die quasi ausdehnungslose Belichtungszeit der Fotographie, sondern einen gewissen Zeitraum der fortschreitenden Skizzierung benötigen würde. Oder man musste das Typische eines bestimmten Himmels, vielleicht auch eine gewisse Emotionalität, die der Himmel haben sollte, konstruieren, und damit einen deutlichen Abstraktionsschritt vom tatsächlichen Himmel weg vollziehen, auch wenn das nicht unmittelbar offensichtlich, weil nicht nachprüfbar, und dem Maler wahrscheinlich auch gar nicht bewusst war.

Nicht Stimmigkeit, sondern Unstimmigkeit, die Produktivität birgt. Altes Problem: Man kann nicht absichtlich unstimmig sein. Vielleicht kann man so lange an etwas arbeiten, bis es unstimmig wird. Ich meine damit allerdings nicht, dass etwas lebendig wird, sondern dass es tatsächlich nicht mehr zusammenpasst, und dadurch Bewegung erzwingt.

Schlagzeug: Nur Riffelung, oder fast nur Riffelung, verschiedene Grade, verschiedene Geschwindigkeiten, quasi Mikrorhythmus, regelmäßige Mikroimpulse in unterschiedlicher Dichte. Sonst ausschließlich gedämpfte Schläge, ebenfalls unterschiedliche Dämpfungsgrade und Dämpfungsmethoden.

Schwestern verdoppelt, spiegelbildlich auf Boden ausgestreckt, leicht gekrümmt, Rücken an Rücken. Eine sieht etwas kräftiger aus als die andere, gesünder, vielleicht auch jünger.

meinetwegen ruhig ins Extrem gehen, was Ausdruck, Dynamik, Tempo etc. betrifft, aber subtil = traurig

Völlig surrealer Sommer: Heiß/Kalt, Sonne/Regen, Heuschnupfen/Klarsicht. Man duckt sich so ein bisschen weg, hilft aber nicht wirklich. Einzige Option: So gut es geht arbeiten.

Eine Ecke, eine Kante, ein Hindernis übersehen: Dumpfer Knall, Bewusstlosigkeit

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anti-intuitiv

Silben vereinzeln, Parameter je Silbe, Satz vertikalisieren.

Reihenfolge/Abstand/Bindung/Taktend-Pausen/Endtakt-Pausen

Aufteilung immer Bindung

Intelligenzleistung beim Entziffern von Vexierbildern

So how the fuck are things?
Are you gonna –
I mean –

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Mode/Pop

Journalismus

U-Bahn: Hörgerät klemmt an Wandknopf

1 Ornament/2 Silbe/3 Silbe/4 Bindung/5 Bindung/6 Bindung

1 Anzahl Einheiten/2 Dauer gesamt/3 Aufteilung/4 Pause/5 Gesamt/6 Bindung

Grundsätzliche instrumentale Kontinuität etablieren, dann unterbrechen, aber nicht zerstören.

Aufteilung kann Ersatz für Anzahl Elemente sein.

Aufteilung immer gebunden.

Pause Takt
Pause Zeile
Pause Phrase

Man versteht es nicht, wenn man es nicht systematisiert. Und wenn man es nicht versteht, kann man nicht damit arbeiten.

Konzept als Möglichkeitsraum: Alle Möglichkeiten offen halten und damit auch nahelegen/denkbar machen.

Don’t let the air conditioning fool you, son. You are here, too. You ARE suffering.

Festspiele als Mediamarkt der Kultur: Pop als preiswerter Köder, um die Leute ins Haus zu bekommen und ihnen dann die teure Weiße Ware (Waschmaschinen = Hochkultur) verkaufen zu können). Ziemlich fieses Konzept – aber alle sind glücklich: Let’s fuckin’ survive. Even if we don’t.

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Motette: Kontinuität mit Beulen.

Einzelne Szenen/Teile auscharakterisieren oder das gesamte Stück monolithisch behandeln? Melismen als Addition und Melismen als Division getrennt behandeln. Register. Artikulation.

Your question seems to imply that there is some necessity to use these means in this historical moment. And I think the possibility to think so alone might be reason enough not to use it, because there is nothing we should doubt more than a generally accepted opinion – like that you have to use these means nowadays, basically because they are there and are supposed to stand for some contemporaneity. But: If everybody does it anyway, why should you, too? It’s ridiculous to think that everybody has to follow the same path, just because the path is there and seems to be – at least in technological terms – the most recently invented. I even doubt the notion that it is able to stand in more than the most banal sense for contemporaneity or being up to date.

Leitartikel-Musik, Populismus: Läuft doch letztlich immer auf Adolf H. hinaus, oder?

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Ein Königreich für ein –

Aber auch: Figur, Darstellung

Überstrapazierte Form

historische Grausamkeit

Schönheit

Die Danke-Lüge: Nur weil wir ratlos sind, heißt das ja noch lange nicht, dass wir uns in den Schutz der Religion flüchten müssen. Vielleicht will der liebe Gott ja sehen, dass wir unsere Ratlosigkeit aushalten können. Überhaupt eine irrsinnige Idee der Religionen, dass sich der liebe Gott dafür interessieren könnte, ob man an ihn glaubt oder nicht.

Liebe ist die Gabe dessen, was man nicht hat, an jemanden, der es nicht will. Ist das so? Klingt ein bisschen zu schlüssig, zu gut, um wahr zu sein.

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Mutwilligkeit

schleimiges Monster in der Schwarzteekanne, weniger Qualle als intelligentes, aggressives Plasma, plumpst aus der Tülle

Stimmen g/ä/v
Instrumente g/ä/v
Stimmen/Instrumente g/ä/v

– kann man das so sagen?
– ja, ich finde schon, das kann man so stehen lassen.

natürlich ist die Anspannung groß

wieviele Instrumente, wann, wo?

v zu expressiv

ratlos/Ratlosigkeit

Verharmlosung

ordne your Gedanken

antiintuitiv

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Ideen/verpasste Gelegenheiten

Sehr langes Stück für 6 Solostimmen. Kompakter Klang, eng strukturiert/gegliedert.

Spiegel trennen, aber unterscheiden nicht. Geometrische Elemente.

Dass man dann plötzlich irgendwo anders ist. Ortswechsel. Tatsächlich merkwürdig: Die Bestandteile sind bekannt, die genaue Zusammensetzung nicht. Die Regeln sind ähnlich, aber nicht gleich. Man findet sich zurecht, versteht es aber nicht. Es sei denn, zurechtfinden wäre schon verstehen, und alles andere wäre nur Detail, Zugabe.

Muss man halt auch sagen: Dass eine sogenannte Karriere die Möglichkeit, bestimmte Dinge zu denken, von vornherein beschneidet. Denn wenn man sie nicht sagen kann, warum sollte man sie dann denken? Insofern intellektuelle Profile auch immer Abbildungen der sozialen Situation, in der sich die jeweilige Person befindet. Es kann ja z.B. auch absolut opportun sein, gegen bestimmte Dinge zu opponieren, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet. Interessant wird es erst, wenn du gegen die Situation, in der du dich selbst befindest, opponierst. Oder, viel besser, unabhängig von ihr bleibst. Dich nicht von ihr beeindrucken lässt. Auch riskierst, wieder zu verlieren, was du dir erarbeitet hast. Die revolutionäre Geste kann in der richtigen Umgebung ein ganz normales Karriere-Instrument sein.

Toll, wie sehr wir heute wieder einer Meinung sind.

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Na ja, sag ich doch!

Neues Arpeggi-Stück schreiben: Stellar OM Source, aber auch The Knife, usw.

nur reine Intervalle

a-h-c-e: elektrische steel drums, Überleitung

einschließlich Unisono

das Produkt
die Entscheidung
DEKORDER

Schock des Einschlafens: Unwillkürliche (innere) Bewegung. Schlag.

no Zweifel

Armin Schuster

Cada dia tus ilusiones cruzan con las nuestras.

With Love: Klingt wie das erste Meisterwerk des Jahres

Verlust: Irre, wie traurig man ist, wenn man etwas verloren hat, was man mochte. Auch wenn es nicht wirklich wichtig war. Oder gerade dann. Das wichtig sein relativiert sich da ziemlich. Nützlich ist da z.B. ganz schnell gar nicht mehr wichtig.

Superinteressant das Problem des Schnitts, wenn er unorganisch, gegen das Material gesetzt ist. Wie bekommen wir heraus, ob die Wiedergabe korrekt ist, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, wie der Schnitt gemeint ist? Soll er völlig falsch klingen, soll er einfach nur als Schnitt wahrnehmbar sein, oder soll er quasi überblendet werden? Gilt allerdings nur für elektronische Musik. Das Instrument normalisiert jeden Schnitt und lässt ihn dadurch verschwinden.

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Versprechen: Alles Egal

Gewerkschaftsbosse als die schlimmeren Unternehmer: Fettleibigkeit ohne Risiko. Kann ich leider nicht wählen, sorry.

Elektrische Panflöte. Auch toll, natürlich.

Beethoven: Bewusster und vorgeführter Eingriff in die Struktur. Zeigen, dass es auch anders geht. Es hätte auch ganz anders sein können. Gerade in tonaler Musik möglich, weil es eine Grammatik gibt. Gleichzeitig ist Musik verzeihender als andere Medien, weil sie nicht gegenständlich ist. Deswegen handelt es sich um reine Grammatik, reine Dramaturgie, und nicht die Anordnung, den Abbruch von Gegenständen. Es gibt keine Provokation, die auf das Leben direkt zugreifen würde. Diese Einschränkung vorausgesetzt geht Beethoven so weit, wie man nur gehen kann, alle neue Musik eingerechnet. Man muss erst einmal eine Grammatik haben, um sie einreißen zu können, daher sicher auch das strikte Festhalten an der zugrundeliegenden Periodik.

wie kriegt man etwas noch hässlicher hin? wie macht man etwas wirklich hässlich?

Warme Sonne, wenig Wolken, die Luft fühlt sich gerade noch kühl auf der Haut an. 20 Grad. Leichtes Frösteln im Schatten. Quite pleasant.

Alles, was einem irgendwann einmal wichtig genug war, aufzuschreiben, stehen lassen.

Auf eine gewisse Art tatsächlich die Funktion, etwas zu bezeugen: Dass man da war, dass man etwas gesehen hat.

Nö, finde ich nicht.
Doch, sehe ich auch so.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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Rote Varis

Unisono: Das ist so dermaßen lustig, das muss man einfach machen. Tja, leider sind offensichtlich gute Ideen meistens ziemlicher Schrott. So auch hier.

never/older

Frage wäre, was interessiert, was hält das Interesse, wenn nichts passiert. Allerdings auch: Was würde das überhaupt heißen, dass nichts passiert. – Wirklich gar nichts?

Geduld/Tugend/Laster

Grundmodus Faseln

mur Rauschen
eigentlich nur Rauschen

Schläge zusammensetzen: Totale Staccato-Verpixelung

Rad-An1: Schöne Idee, irgendwann, aber auf keinen Fall in der Mitte des Tracks, ganz wo anders hinzugehen.

einfach nochmal lesen, anders auslesen, die gleichen Daten anders auslesen

zynisch, deprimierend, deprimierend zynisch

ready when you’re ready
ready when you’re not ready
:always ready

tot stellen
nicht bewegen
hell wach

This is fuckin’ symphonic!

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lauwarmer Saubazi-Salat

ihr müsstet dringend daran arbeiten, Dinge gut zu finden, die euch nicht gefallen

Wenn Du schon gleich einen bestimmten Ausdruck hineinlegst, kann es nicht mehr wirklich ausdrucksvoll werden. Dann ist es einfach vorgekaut, vorverdaut. Schnittchen. Kauf. Let it fuckin’ speak for itself.

Schwarzer Pfeffer/Leder

strenger, böser

Instrumentation Dvorak Cellokonzert zum Teil ziemlich perfekt im Sinne von glatt-effektiv-geschmacklos – so ein bisschen wie bonbonfarbener Sextraum. Sollte man sich mal genauer anschauen.

Fernsehen ist wie einen 100-Euro-Schein anzünden und zuschauen, wie er verbrennt. Und der 100-Euro-Schein ist dein Leben. Vorteil: Kurz und schmerzlos. Nachteil: Man hat nicht sehr viel davon. Eigentlich hat man gar nichts mitbekommen.

Lustig, dass mit einer bestimmten Tonhöhe Teile des Registers automatisch ausgeschlossen sind. So dass man sich dann zwischen Tonhöhe und Register entscheiden muss. Ich will aber … Geht halt nicht.

Aussitzen können. Warten können. Ist natürlich wirklich eine eigene Qualität. Wirst du nicht ganz ohne auskommen können.

No worries, just shame.

Okay. Let’s have fun.

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Kerngehäuse

Torjubel und Tröte auf gleicher Tonhöhe: Quasi-O. Interessant. Hört der denn nicht mehr auf zu jubeln? Klingt wie durchgedreht.

There’s too much drone in the World. Oder etwa nicht? Ist doch merkwürdig, dass man sich drone after drone after drone anhören kann. Klingt erstmal alles gleich, und ist dann eben doch total verschieden. Und ziemlich schwer, den Finger drauf zu legen. Qualitätsbeurteilungstechnisch. Wirkt sehr geschmacksabhängig, fast wie Essen. Ich mag dies, ich mag das, das mag ich aber überhaupt nicht.

Kunst als Konsensprodukt. Merkelismus oder so. Dass auch/gerade Kunst, die kritisch sein will, erstmal schaut, was das Stammpublikum will oder wollen könnte, und dementsprechend liefert. Mag auch mit Fördermechanismen etc. zu tun haben, sitzt aber, glaube ich, tiefer. Sicherheitsgefühl, auch auf Seiten des Publikums, aber erst recht auf Seiten der Künstler. Wäre es nicht schön, man macht mal was, wo niemand kommt? Man produziert was, und niemand geht hin? Theater ohne Publikum? Wäre wahrscheinlich viel spannender. Etwas, das gut ist und abstößt. Nicht gemacht ist, um abzustoßen, sondern einfach von Natur aus abstößt. Sogenanntes Rätselraten.

Kritische Kunst zum nach Hause tragen. Das bedeutet dies, das bedeutet das, damit ist jenes gemeint. So wohltuend verständlich.

I just happened to be there.

angenehm trist
geil traurig

Trauer, traurig, Linie, getragen, anheben

ich dachte, ich hätte das schon …

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Wunschvorstellung/Wunschkonzert

Falsche Entscheidungen, Fehlentscheidungen: Toll! Alles total falsch, alles total anders gekommen, und gerade deswegen interessant. Die besten Stellen fallen einfach weg. Und das Lustigste ist: Du weißt überhaupt nicht, was stattdessen kommt. 

Komplett gegen jede Planung. Und das ist im Übrigen ja auch etwas, was Planung interessant macht: Dass man sie nicht beherrschen kann. Dass man aber sehen kann, dass man sie nicht beherrscht. Dass die Abweichung deutlich wird. Und dass sie uns dadurch zwingt, etwas zu tun, was wir eigentlich nicht tun wollten. Und auch nicht hätten tun können. Notwendiger Umweg oder so.

Komisch, dass es so befriedigend ist, gegen sich selbst vorzugehen. Jedenfalls, wenn es einem gelungen ist. Man hat selten so sehr das Gefühl, das Richtige getan zu haben.

– Ich mag es, wenn die Dinge einfach so liegen bleiben
– Na, da wird mir manches klar. Deswegen ist es hier immer so unordentlich.
– Ich lasse gerne alles hängen. Und wenn ich was Neues aufhängen muss, hänge ich es einfach drüber.
– Manchmal muss man aber auch was abhängen.

where would you like to live?
how would you like to live?
in what kind of space would you like to live in?
what are your –

fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck.
please!
please!!!

Lustig: Wenn man sich mal entscheidet, nicht von vorne nach hinten zu arbeiten, entscheidet die Konstruktion, dass man es doch tun muss. Wenn man hinten etwas ändert, kann man nicht mehr sehen, wie es vorne hätte sein sollen.

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bedeutend

O Gott ist der unsympathisch! Hilfe! Bitte sterben! Ich! Was am besten den Gefühlszustand wiedergibt. Heulen wollen! Blankes Entsetzen.

Das realistische Theater setzt sich mit der realen Situation im Theater auseinander? Stimmt vielleicht sogar.

Bitte keine Gehässigkeiten.

Ganz leises Klingen, hohes Register, Glockenartig, auf jeden Fall Metall, fast nicht da, fast nicht hörbar, eigentlich nicht hörbar. Woher weißt du, dass es überhaupt da ist? Eigentlich nur, wenn es irgendwann lauter wird, deutlicher wird, und das ist schade: Dass das Undeutliche nicht undeutlich bleiben kann und trotzdem klar ist, dass es da ist. Wobei das natürlich die Definition von Undeutlich ist: Dass es nicht klar ist. Es ist klar, dass es undeutlich ist. Es ist klar, dass seine Undeutlichkeit beabsichtigt ist. Was meinst du denn überhaupt? Den hohen Ton, oder das Rauschen, das Klingeln, oder das Rascheln? Nein, ich dachte eigentlich, es wäre ein leises Ticken. Oder Kratzen. Das ist doch nur die Klimaanlage, oder die Heizung, oder so.

Wenn du es lauter machst, hörst du auch viel mehr. VIEL mehr. Oder näher ran gehst.

Nur Sprechen
Sprechen + Singen
Sprechen + Singen + Musik: Schnitte
Sprechen + Singen + Musik: Keine Schnitte
Einschränkung Anzahl Stimmen vs. keine Einschränkung

Musikstück als solide Masse vorstellen: Es darf keine Pause geben, sonst bricht es auseinander. Alles muss fest miteinander verbunden sein. Gegenteil: Pausen, in die Musikstücke hineingeworfen werden.

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Abbildung vs. Konstruktion

Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?

Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.

Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.

aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.

Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.

do I lie?

Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild

und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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eine Aufgabe

Alinea: Absolute Zartheit. Gespinst, quasi nicht vorhanden. Gewebefaden, ins Leere gezogen. Hässlichkeit der Fragilität. Abfall, Dreck, Staub, Spinnenweben.

Es hatte zu lange keine Bedeutung mehr gehabt.

Reim: Unmittelbare Überprüfbarkeit.

Das könnte übrigens ein wesentliches Merkmal des Zwanzigsten Jahrhunderts sein: Ständiger und systematischer Entzug der Überprüfbarkeit. Immer, wenn Du denkst, Du hast verstanden, was ich mache, ändere ich die Regeln. Was Du verstehst, kann nicht gut sein. In diesem Sinne wäre der konventionelle Roman definitiv nicht Zwanzigstes Jahrhundert. Und man könnte sage, Film wollte nie Zwanzigstes Jahrhundert sein. Wollte eher das Neunzehnte Jahrhundert in eine neue Technik überführen. Und was macht das Einundzwanzigste? Sagt es: Bitte versteh mich? Ich will auch ganz brav sein. – Wie versteckt man Unverständlichkeit?

Traum-Archetyp: Raum hinter dem Raum, Welt hinter der Welt, die offen sichtbaren, bekannten Vorgänge sind nur eine Fassade für die eigentliche Mechanik der Welt. Fließender, anstrengungsloser Übergang.

Flunkern: Dann passt’s besser. Viel besser.

Pieps-Elektronik: DJ Rashad, Drums Please

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Klavier

gleiche Stimme mehrmals gleichzeitig verschieden interpretieren

Trommel: Rim Shot/Schnarrsaiten/Dämpfen

So, wie die Vertikale flexibel eingeschränkt und wieder erweitert wird, schließlich auch die Horizontale einschränken: Du hast nur Platz für zwei/einen/halben Schlag etc. Zusätzliche Frage: Wo soll dieser Ausschnitt in Bezug auf den Takt und in Bezug auf das Sample liegen? Ist der Takt ignorierbar? Ist das Sample ignorierbar? Synchrone Ausschnitte gegeneinander verschieben? Asynchrone Ausschnitte ihrer ursprünglichen Lage entsprechend spielen? Asynchrone Ausschnitte übereinander legen? Vollständigkeitswahn. Ausschließen.

Ruhe: Ruhe – na ja.

Takt vs. Sample: Takt greift aus Sample gegebene Dauer ab. Dauer maximal Sample-Länge. Dauer über Takt fällt weg. Schweller oder Schnitt. Forte-Ausbrüche mit Wiederholungen auffüllen.

Kann mir mal jemand erklären, warum Konservative so irrsinnig niveaulos sind? Die deutschen Konservativen e.V.: Danke, Papst Benedikt!

Im Traum Angst gehabt, einzuschlafen, dann aufgewacht. Echt passiert!

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giftiges, gelbgrünes Licht

Großes Beduinenzelt, strahlend weiß, Federn, Hollywood Gesellschaft, Billy Jean King kommt rein, meine Mutter ruft ihr entgegen: Hast du Panzer?

Schatten/Geräusch: Alle tonalen Elemente geräuschhaft verdoppeln, wenn der Vordergrund aussetzt, bleibt der Hintergrund alleine zurück (und wird zur eigentlichen Information).

Pause/Geräusch: Weißfilm/Schwarzfilm

Interlocking Patterns

Lustig, wenn sich hohe Geschwindigkeit plötzlich schleppend anfühlt. Die Impulse springen in einen anderen Rhythmus/anderes Metrum.

Abwehrmechanismen/Ohrendruck

– Dass alles, was man nicht kennt, als Bedrohung empfunden wird, heißt natürlich auch, dass es mit der Zeit immer mehr Dinge gibt, die einen bedrohen, und der eigene Bereich demgegenüber immer kleiner wird und schließlich verschwindet.
– Wieso das denn? Ist doch genau umgekehrt!

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Unreifer Scheiß

tolle, angenehm grobe Konstruktion

6/7: Welche Nie Nicht?

Instrumentation:
1.) Volumen Spielraum
2.) Position Spielraum
3.) Positionierung im Spielraum

Ein riesiges, vielgliedriges, hässliches Krustentier, das über die Landschaft hinwegrollt.

Formeln
Beschwörungen
Zaubersprüche

Wenn du ein Wort dafür findest, ist es weg.

Schämen: Auch hier können beide recht haben. Egal, was du machst, du wirst dich dafür schämen. Es gibt keine Möglichkeit, hier herauszukommen, ohne sich dafür zu schämen.

Idee ausgeschwitzt
Pulsschlag verloren

Maurizio/Licht: Einstimmig beginnen, langsam reinschleichen, quasi Mahler 10
Regelmäßige Aussetzer + Dämpfung = Schwarzfilm (Schedelbauer)
Abbildung und Gegenstand langsam gegeneinander verschieben
Taktbruchteile
Am Ende ganz aus dem Raster fallen (oder gerade wieder hineinrutschen)

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Mühelosigkeit/Anstrengungslosigkeit

Noch mal zu Magie: Es erinnert ja ein bisschen an den Verbrecher, der immer wieder zum Tatort zurückkehrt, wenn ein Komponist, dessen Arbeit wie keine andere magische Momente abruft, immer wieder davon spricht, dass das magische Moment zerstört/vermieden werden muss. Ein normaler Instrumentalsatz hat nichts magisches, ein tonaler Satz letztlich auch nicht, ein Satz, der die Tonproduktion als Geräusch vorführt, aber eben doch. Auch das Ausstellen von tonalen Versatzstücken hat etwas magisches, als ob man sich mit den Köpfen der getöteten Gegner schmücken und dadurch seine eigenen Kräfte vermehren wollte. Nichts daran ist verwerflich, es ist nur das Gegenteil der offiziellen Verlautbarungen.

Sich seiner Schwäche schämen.
Sich seiner Fehler schämen.
Sich seines Pechs schämen.

Z.B. sich schämen, dass man sein Fahrrad nach Hause schieben muss – was natürlich kompletter Unsinn ist. Als ob wir vollständig unverletzbar und unangreifbar sein/scheinen wollten.

Rauschen
Knacksen
Schrapsen
Piepsen
Quietschen

Mikrophon

Irgendjemand muss irgendetwas spielen.

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Traktat über das ein-Kind-seiner-Zeit-sein

Absolut erschreckend, wie Pop zwei Jahre später klingen: Im Grunde erkennt man nichts wieder. War das wirklich diese Platte? Hat die wirklich so geklungen? Perfektes Beispiel für Zeit: Wir spüren nichts, aber plötzlich sind wir ganz wo anders. Und offensichtlich alle anderen mit uns. The world has fuckin’ changed. Wo bin ich? Absoluter, kompletter Riss bei etwas, von dem man dachte, dass man es genau kennt. Und von dem man weiß, dass es sich nicht geändert haben KANN. Also MUSS man sich selbst verändert haben, und zwar durchaus tiefgreifend. Immerhin sind das deine Ohren, ist das dein Herz. I don’t like that anymore. Keep away from me. Please! I don’t wanna hear that! I don’t wanna see that! Wo ist die Wärme hin? Wo ist die Tiefe? Das sind ja plötzlich nur noch Töne! Immer wieder interessant dabei, dass Sachen, die zu ihrer Zeit direkt, ohne Verzögerung, eingeschlagen haben, am schnellsten veralten. Tendenziell lächerlich wirken. Wäre allerdings ziemlich bescheuert, das für eine tiefere Gerechtigkeit zu halten.

Größte Tragik, zumindest für den Zuschauer: Wenn eine Figur glücklich ist, eigentlich aber unglücklich sein müsste. Wir wissen schon, dass der Zustand des Glücks nicht mehr lange bestehen wird. Es ist aber nicht nur die Fallhöhe von Glück zu Unglück, die die Situation so tragisch wirken lässt, sondern die Ahnungslosigkeit der Figur, die Schutzlosigkeit, mit der sie in ihr Unglück geht. Glück macht schutzlos. Und wir wissen, dass die Erinnerung an das falsche Glück, die Erkenntnis, dass das Glück nur ein Irrtum war, das Unglück noch viel schlimmer machen wird. Sicher auch Scham und Wut, dass man die Situation nicht gleich richtig erkannt hat. Dass man sich fälschlich in Sicherheit gewiegt hat (Mad Men wieder von vorne).

Ziemlich toll, das einfach im Raum stehen zu lassen, überhaupt nicht zu erklären: Sie ist glücklich, er ist großzügig, und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Scham: Schaut man sich da selbst zu, oder geht man davon aus, dass man beobachtet wird? Geht man GRUNDSÄTZLICH davon aus, dass man beobachtet wird? Was ich sehen kann, kann auch jeder andere sehen – kann auch EIN anderer sehen. Ich nämlich.

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Heimsuchung

Man muss sich klar machen, dass man ja wirklich jeden Tag schläft, jeden Tag in eine Welt hinabsteigt, die man nicht kontrollieren kann, und von der man in der Regel nicht weiß, dass man in sie hinabgestiegen ist, während man sich in ihr befindet. Mord.

Was wir wichtig fanden – und wie lange es her ist. Was wir können, und was wir nicht können.

Laufen lassen vs. Schneiden, zum Beispiel. Der Eingriff.

Ehem, what, where?

Schwarzfilm = Weißes Rauschen

Verschiedene Grade von weißem Rauschen

Knacksen

Sprechen: 16tel
Singen: 8tel

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And so – you just wait.

Ganz interessant, wie man immer wieder allmählich zu wählerisch wird und sich das dann wieder abgewöhnen muss, davon wegarbeiten muss, oder warten, bis es vorbei ist, bis diese Haltung von alleine zusammenbricht

Felswände, schroff, eigentlich eine riesige Höhle, oder ein Überhang, der in seiner Schwere über uns zu schweben scheint: Bild, Screen, Bewegung, Leinwand.

Nee, das geht jetzt wirklich gar nicht: Alles, was man auslässt, weglässt, was wegfällt, weil es nicht passend scheint oder weil es nicht aussprechbar ist. Es bleiben nur die Reaktionen, Antworten, Anschlüsse, die noch nicht einmal unbedingt auf die Fehlstellen verweisen, erst recht nicht auf das, was fehlt. Eher scheinen sie auf sich selbst zu verweisen, mit sich selbst zufrieden zu sein. Schweben im Raum.

Wie wäre das: Streichquartett tritt auf, setzt sich, spielt einige Takte, und steht gleich wieder auf, um hinter der Bühne zu verschwinden. Nach einigen Minuten kommt es zurück, spielt diesmal etwas längere Taktfolge, und tritt sofort wieder ab. Und so fort: Dauer der Auftritte und Dauer der Pausen exakt auskomponiert, keinerlei Reaktion auf das Publikum, kein Verbeugen, kein Warten, bis das Publikum ruhig ist, keine Rücksicht auf Applaus. Auch zuletzt einfaches Abtreten und dann, vielleicht nach vorherbestimmter Zeit, letzter Auftritt für Applaus, um die Gesamtdarstellung des Stückes zu definieren. Etwa 40 Minuten, wie Zwei/2240. Quasi Parallelstück. Auf keinen Fall auf der Bühne bleiben, kein pathetisches Warten, keine Ungeduld, keine Bedeutung. Könnte auch in der Zwischenzeit etwas anderes passieren (Interpreten/Publikum), nur die exakten Zeitabstände müssen eingehalten werden.

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Beide nicht nehmen

Tonhöhe als Geste bzw. Definition von Gestik: Die Bewegung wird enger/weiter, springt weit, dann eng, oder umgekehrt, usw.

Verzierungen ultraschnell

Gesang

Lully

Verzierungen Streicher: Streichquartett

Alles voller Verzierungen

Abel Tesfaye

Wischen

Verzierung ignorieren, so tun, als ob sie nicht da wäre: Expressive Geste.

Schreien auf Tonhöhe

In eine Position bringen, in der du nicht mehr nachdenken kannst. It’s too fuckin’ complicated, oder so. Oder eben nicht. Entscheiden, dass es auch so gehen muss.

Der liebe Gott ist Überforderung. Just CAN’T get it.

Fuck voting.
Fuck liking.

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Seelenlandschaften

Was soll das eigentlich sein? Gibt es ja tatsächlich, dass Landschaften etwas auszudrücken scheinen, auch wenn das real eher Unsinn ist. Ganz interessant dann aber, wenn man sich eine Landschaft vorstellt oder von ihr träumt, wenn sie also nicht mehr real ist, sondern auf realen Vorbildern aufbaut. Was macht denn da die Seele mit der Landschaft? Werden da reale Empfindungen vor echten Landschaften rückimaginiert, werden da z.B. Bedrohungen, die einer echten Landschaft innewohnen könnten, rückgeschlossen, werden also z.B. Ängste durch Bedrohungen, die von einer imaginierten Landschaft ausgehen könnten, bebildert? Ist wahrscheinlich noch ein bisschen komplizierter, viele Erfahrungen, die in einem Bild zusammenfließen. Nochmal komplizierter übrigens, wenn eine reale Landschaft imaginiert wird: Die Empfindungen von damals oder die Empfindungen von heute oder – am wahrscheinlichsten – ein Gemisch, eine Verquickung. Ähnliches Problem: Bild einer realen Landschaft vs. Bild einer imaginierten Landschaft. Die Seele. Lustig. Könnte aber tatsächlich eine Funktion von Landschaftsmalerei sein: Die Seele erkunden.

Der stramme Marxist hat halt wenig Ahnung von den feineren Verflechtungen der Seele, wie alle, die grundsätzlich davon ausgehen, dass sie recht haben.

Landschaft natürlich auch Urbild von Material, Reservoir.

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Angst

War das die richtige Entscheidung?
Was tue ich hier?
Wie komme ich hier wieder raus?

Toll fieses Gefühl.
Psychologisch gefangen.
Natürlich auch
Sozialdruck.

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Mögliche Themen.

Keine Arbeit: Es ist natürlich interessanter, wenn es keine Arbeit ist. Oder?

Ausgewählte Samples vs. systematische Samples

Damit könnte man doch?

the day Wakamatsu died

Können wir das bitte noch harmloser haben? Nee, ich meine total harmlos, ich meine, absolut total harmlos, so dass es absolut niemandem wehtut. Nee, noch harmloser. Ja, ja – super! Bitte nicht wehtun. Bitte niemandem wehtun. Geht doch. Ist doch super.

self sample

Interessant, dass beim Essen winzige Portionen genügen, um den Hunger zu stillen. Man isst dann meistens weiter, weil man das Gefühl hat, es lohnt sich nicht, so wenig zu essen.

wahnsinnig ruhig

der falsche Schnitt ist immer der schönste: Schnitt als Schnitt

es geht eigentlich nicht so sehr darum, zu gewinnen, sondern gut zu sein
gewinnen ist eher sowas wie ein Zubrot
aber gut sein ist der Hauptgewinn

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etwas Fremdes

Gegenstände

schamlos

Antihermetik

Frage wäre ja, wie lange etwas überhaupt erkennbar bleibt.

total offenlegen

ich mache Dinge, die ich nicht tun sollte

na ja, und sonst so?

eigentlich gerade eben kein neues Material daraus machen, sondern so lassen, wie sie sind

einfach hinstellen

was passiert, wenn man sie?

komplett alles reinwerfen

alles offen

allerdings nicht einsetzen, nicht auf etwas zielen, nicht einfach nur benutzen

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ich versucht

Es ist natürlich klar, dass sich Form nicht immer selbst generieren muss. Man könnte auch einfach sagen, das will ich hier, dies dort haben. Wie man vielleicht einen Raum einrichten würde. Auch wenn das dann eher in Richtung Geschichte erzählen geht.

Toll natürlich, wenn Form und Material miteinander identisch sind. Aber eben nicht die einzige Möglichkeit, Zeit zu strukturieren. Das Gegenteil wäre dann wahrscheinlich flächiger, deutlicher, auch gröber. Klare Materialformen, die gegeneinander gesetzt werden.

regelmäßiger Schlag ist an sich schon Wiederholung

Ganz lange etwas beibehalten, und dann plötzlich umschlagen lassen. Wie manche Dancetracks: Eine rohe, ultradeutliche Form. Nerven behalten.

Kurze Geistesblitze, die sofort wieder verschwunden sind. Wenn du sie nicht sofort aufschreibst, sind sie weg. Subtilitäten des Denkens. Kurzzeitig die Dinge in einem anderen Licht sehen. Für eine Sekunde etwas verstanden haben. Oder glauben, dass man etwas verstanden hat. Hätte sich ja auch als kompletter Unsinn herausstellen können, wenn man es aufgeschrieben hätte.

da stell ich dies rein, und da stell ich das rein

könnten wir nicht?

wollen wir?

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Gefahr

Parallelismus

Traum

uneigentlich

hoffend, dass der kommende Tag nicht so fürchterlich sein möge wie der vergangene

als Haltung natürlich auch authentizistisch: darauf achten, dass

alles ganz leise: wo laut war, muss leise werden

you have reached the limits of control

alles doppelt: Kaum zu glauben, dass Graphik so effektiv sein kann

self-sample: Schnitte nicht am Taktstrich, also materialgemäß, sondern taktübergreifend. Neues Material durch unsachgemäßes Sampling generieren

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Medienwechsel/Offenheit

Sound: Tatsächlich ja doch ziemlich entscheidend dafür, ob wir etwas mögen oder nicht, wenn der Sound nicht stimmt, ist es ziemlich schwierig, dennoch überzeugt zu sein. Bisschen vielleicht wie ein Fingerabdruck, nicht wirklich manipulierbar, nicht wirklich kontrollierbar, definitiv keine intellektuelle Entscheidung.

absolute Kontinuität, totale Intensität, dumpfes Pulsen: Wahrscheinlich nur mit Klangmanipulationen, die individuellen Ausdruck verhindern, auf Instrumenten möglich (luxury problems). Verdecken, nur halb durchscheinen lassen.

Kontinuität: Nur Rauschen, ganz leichte Andeutungen von Ton. Studie. Den GEGENSATZ zwischen Ton und Rauschen absolut vermeiden. Ja nicht das Eine aus dem Anderen entwickeln. Rauschdreiklang. Immer wieder. Anschwellen/abschwellen. Zu schnell. Was machen die da überhaupt?

Na ja, ist ja klar: Wenn’s läuft, sind alle zufrieden, dann hat man alles richtig gemacht, wenn nicht …

hätte schreiben können
die vielen Stücke
die man

ganz lustig, dass, wenn ein Stück fertig ist, man wirklich in einer anderen Welt steht

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Todessehnsucht

Geräusch Aufnahmepegel zu empfindlich eingestellt

Nichts, Hegel, Tod: Immer wieder faszinierend, wie viele Leute sich einfach nie angesprochen fühlen, in jedem Fall davon ausgehen, dass sie unmöglich gemeint sein können. So auch JH: Ist doch völlig klar, dass sich jeder in einer ähnlichen Situation im Wesentlichen gleich oder, viel wahrscheinlicher, schlimmer verhalten würde, völlig unverständlich, wie über die Leere der Figuren, ihre Dummheit und Unfähigkeit gesprochen wird, wo man doch in Wirklichkeit ziemlich lange suchen müsste, um unter den Entsetzten wenigstens gleichwertiges Personal zu finden. Ist aber natürlich ein eigenes Talent, sich selbst grundsätzlich für unverdächtig zu halten. Macht unweigerlich dumm, weil der Faktencheck schon an der Lebensbasis ausgeschaltet ist.

Parallelgeschichten: Ganz interessanter Gegensatz zwischen einer Konstruktion, in der Lebensgeschichten nebeneinanderher erzählt werden, ohne sich zu berühren, und einer Konstruktion, in der viele Figuren in einer Lebensgeschichte auftreten, um dann aber in der Mehrzahl der Fälle sofort wieder zu verschwinden und nicht mehr wiederzukehren.

Interessant, dass auch im Sport die eigentlichen Punkte/Tore dramaturgisch gar nicht so wichtig sind. Oft ist es sogar psychologisch enttäuschend, wenn ein Spiel sich entscheidet. Auch wenn der Spielzug selbst brillant ist.

Ensemble als Abspielgerät (quasi Samples)

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Heterophonie

Was ist denn das hier, was passiert da?

untrue, Einleitung: Versionen ineinanderschneiden.

Größte Bewegungsdichte festlegen, dann auf verschiedene Schlagtempi runterrechnen.

Das Fade

Das Staubige

Text komplett setzen und dann cutten.

mehr Glück für alle

work of fuckin art

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Lebensentwürfe

Lustig, dass Chefs für tausend Sachen ihr Gesicht hinhalten müssen, von denen sie keine Ahnung haben.

Melodie
Sehr laut
Sehr langsam
Tonfolge

Wirkt eher wie ein abstrakter Satz

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Und wieder

Flügel und Flipper: Ein großer, jugendherbergsartiger Kellerraum mit zwei Flügeln und mehreren Flippern. Ich schlurfe umher, Münzgeld in einer halben Plastikschachtel, wie die, in denen man früher Pflaster kaufte, nur kleiner. Offenbar will ich Flipper spielen, aber jedesmal, wenn ich kurz davor bin, eines der Flipper-Geräte zu erreichen, fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel auf den Boden und ich muss es mühselig wieder zusammenklauben. Dann mache ich mich auf den Weg zum nächsten Flipper-Gerät, und wieder fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel.

ad infinitum

Gezählt
Gewogen
Geteilt

Als Blasinstrumente gelten in Korea alle Instrumente, die den Ton halten können, also neben den Oboen Piri und den Querflöten Daegeum auch die gestrichene Zither Ajaeng und die Spießgeige Haegeum, im Gegensatz zu den verklingenden Zupfinstrumenten.

orte taten tage

heroin
tomorrow
happiness

Motette: Langgezogener Teppich, ins Geräuschhafte gehen, quasi Ausbuchtungen von Geräuschhaftigkeit, tendenziell alles leise, vor sich hin kriechend

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Things we are not proud of

Really happened. Not funny.

Fein schneiden und wie rasante Akkordwiederholungen mit minimalen Abweichungen ablaufen lassen.

Kappacher: Als ob nur das, was in der Erinnerung stattfindet, wirklich stattfände. Und wenn dann wichtige Informationen fehlen, waren sie eben in der Erinnerung nicht enthalten. Aushalten, dass etwas wichtiges fehlt. Schreiben als Metapher für Erinnerung.

Wenn es passt, liest du es. Wenn es nicht passt, lässt du es stehen.

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aufgehoben

oder sagte ich das schon?

I am as good as dead – well who isn’t?

nach der Szene ist vor der Szene
und nach dem Stück ist vor dem Stück

in der Zeit zu Hause sein

yeah, it’s a fuckin’ paradise, actually

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unsympathisch

Die Idee ist ja eigentlich, ein Recht darauf zu haben, anstrengungsfrei durchs Leben zu gehen.

Interessante Vorstellung.

Nicht zu genau hinhören, Sorgfalt kann auch nerven: Einfach mal weghobeln.

Formalisieren: Um Gottes Willen keinen Naturalismus! Die singuläre expressive Geste.

so schön rund
so toll gemustert

after death = before death:
well, don’t be too sure

Kolik, 9. Szene, Vierer-Gruppen: Bratsche, 2 Akzente, Ponticello

Skulptur

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christliche Ikonographie

Unterschied zwischen Bewegung und Nicht-Bewegung

Lüge: Nur 0 und 1?

CW: Man könnte denken, dass man diese Bilder nur im Original wirklich sehen kann, eigentlich ist es aber so, dass man sie auch im Original nicht erkennen kann, der Punkt ist nur, dass man genau das nur erkennen kann, wenn man das Original sieht. Auf eine technisch gar nicht so geheimnisvolle Weise verliert das Bild seinen Ort.

in sich hineinhorchen: stimmt das so? kann man das so lassen? muss da noch etwas geändert werden? macht es Sinn, hier noch etwas zu ändern?

Entscheidungsfindung

Gefühlsfrage

die Theorie für den Moment

lebt noch

betrübt

Seele

well, it’s amazing tennis

it’s been amazing tennis

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Krumen, Krümel, Kanten

dass sie sich überhaupt bewegen, einfach so

na ja, klar, und dann sind sie plötzlich weg

Frage ist, was dann übrig bleibt

Entweder es bleibt etwas, oder eben nicht. Klar, dass das Schreiben da nicht viel helfen kann. Die Erinnerungen. Etwas liegt in der Luft. Und verschwindet dann. Ausschließlich festgehalten in der Schrift. Ganz banal als Material, das ein wenig länger hält. Dann schreibt jemand über die Schrift. Alles völlig banal. Überhaupt kein Geheimnis.

Krg Wt rgr Whnsnn Klk Schlchtn
ie u Ä e a i o i a e

Zersetzungen

rot/grau – gelb/dunkelblau – hellgrün/hellblau

geschafft

nichts wie hin

Rest

Weinen

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Judasohren und Hiobstränen

looking for trouble vs. looking for pain

VS: Gott, lass meine Seele vor der Ernte reifen. Slut.

aggressiv leise

Household

eine merkwürdige Sprache
eine merkwürdige Sprachmelodie

Eins Eins Eins Eins

einerseits Tonbewegung, andererseits Intervall, andererseits Klanggeste im Registerraum

Casting: Ein visionärer Architekt – sieht aber gar nicht so visionär aus – na ja, ich meine, wie würde denn ein visionärer Architekt aussehen? – Alles klar, alles gegessen, aber warum habe ich trotzdem ein Problem damit? Muss man so oder so aussehen, um eine bestimmte Sache machen zu können/machen zu dürfen? Ehrlich gesagt ja, natürlich hat dein Aussehen eine Aussagekraft. Auf der anderen Seite: Heute nicht gut drauf, heute kein anderes T-Shirt gehabt, kein Geld, keine Zeit, krank, Sorgen, kein Interesse, kein Talent, so viele Möglichkeiten, falsch auszusehen. Und logischerweise schaust du jemanden, den du kennst, anders an als jemanden, den du nicht kennst.

Natürlich gehst du nicht nur vom Äußeren aus. Aber du versuchst beide zusammenzubringen. Du denkst, sie müssen etwas miteinander zu tun haben. Das Eine geht nicht ohne das Andere. Und plötzlich musst du ganz anders hinschauen, weil er/sie etwas gesagt hast, das du nicht erwartet hast. Soso, jemand, der so aussieht, kann also so etwas sagen. Warum sagt der sowas? Wie geht das zusammen? Widerspricht sich das nicht?

I’ve come to the conclusion that it is better not to live at all, not to eat at all, not to … well, you name it.

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Konfrontation

Der sieht aber verschlagen aus: Was wäre, wenn uns bewiesen würde, dass er der ehrlichste Mensch der Welt ist – könnten wir das überhaupt glauben?

Elektronik: Silkscreen. Den Ort verschwinden lassen. Der Ort der Produktion ist nicht mehr erkennbar, eigentlich tatsächlich nicht mehr vorhanden. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Elektronik sein.

Zeitverschiebung: Einzige eindeutige Kennzeichnung von elektronischem Eingriff.

Demo: Klingt wie Hitler – merkt das eigentlich niemand? Stört das niemanden? Be a Nazi für die gute Sache!

Ganz interessant, dass man immer, ausnahmslos, von dem ausgeht, was man schon kennt, was man kann. Wovon sollte man auch sonst ausgehen? Alles, was neu ist, ist anstrengend.

Wenn der Computer droht, seinen Geist aufzugeben, merkst du, dass du keine echten Probleme haben musst, um echte Probleme zu haben.

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important work

Ich war zu einer Theater- oder Opernvorstellung nach Süddeutschland gefahren. Angekommen, lief ich ein wenig in der Stadt herum, ging dann zum Theater, und war so müde, dass ich ein wenig schlafen musste. Nachdem ich aufgewacht war, traf ich als erstes Thomas, der ein wenig hektisch schien und mich halb belustigt, halb entgeistert anschaute. Irgendwann begriff ich, dass die Vorstellung gerade anfing. Ich wollte mich unbedingt noch umziehen, suchte einen Raum, konnte aber keinen finden, da alle belegt waren. Schließlich entschloss ich mich, mich auf dem Flur der Hinterbühne umzuziehen. Mir ging durch den Kopf, dass es doch eigentlich bescheuert sei, extra für diese Vorstellung hierher zu fahren, und dann den Anfang zu verpassen. Ich hatte das Gefühl, die falschen Sachen eingepackt zu haben, und wusste nicht, was ich anziehen sollte. Ich entschied mich dafür, mein Hemd, das ich bereits zusammengefaltet hatte, wieder anzuziehen, darüber einen hellblauen Anzug mit dünnen weißen Streifen. Dazu fielen mir nur Sandalen ein, besser völlig bescheuert als nur halb daneben, dachte ich mir.

Auf einem Fensterbrett saß eine junge Frau mit kurzen Haaren, die zum Theater zu gehören schien. Sie hatte mir offenbar die ganze Zeit zugeschaut, und lobte meine T-Shirt-Auswahl. Ich holte triumphierend ein ziemlich abgetragenes T-Shirt aus meinem Koffer und sagte, dies sei das beste T-Shirt überhaupt. Sie fragte, woher ich es habe, was ich nicht mehr wusste. Ich schaute mir das T-Shirt genauer an und entdeckte zu meiner Bestürzung, dass es mit goldenen Louis Vuitton-Logos bedruckt war, die allerdings ziemlich verblichen waren. Ich murmelte etwas davon, dass ich wohl mal einen ganzen Stapel davon billig bekommen hätte. Aus irgendeinem Grund zeigte ich ihr dann noch voller Stolz ein Sweatshirt, das von einem anderen süddeutschen Stadttheater stammte und mit der Graphik zu einer dortigen Aufführung bedruckt war. Ich hielt ihr also das Sweatshirt hin, sah sie über das ausgebreitete Shirt an und verstand im gleichen Moment, dass ihr Name auf dem Sweatshirt abgedruckt war. Sie war die Autorin, zumindest aber die Regisseurin des Stückes gewesen, und hatte mir das Shirt nach der Premiere geschenkt. Sie hatte sich nicht verändert, trotzdem hatte ich sie nicht erkannt.

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Hilfe Tod Erbrechen

Der Wedding war in ein glitzerndes Hochhaus-Paradies umgebaut worden, wie ein schöneres und prächtigeres Manhattan in Berlin. Zwischen zwei Hochhäusern eingeklemmt sah man die hohe, dunkle Fassadenmauer eines altdeutschen Domes, verschlossen wie eine Festung. Irgendwo inmitten des Lichtspektakels sollte es einen dunklen Hügel geben, vielleicht ähnlich wie der Kreuzberg am anderen Ende der Stadt, dessen Areal man besser nicht betrat, da hier eine nicht näher erklärte Gefahr lauerte. Im Karstadt am Leopoldplatz, das sich merkwürdigerweise nicht wesentlich verändert hatte, war entlang einer der Seitenwände des Gebäudes im Erdgeschoss eine Notenabteilung eingerichtet worden, in der ich Miniaturausgaben von Pauset und ein Manuskript von Berlioz fand. Die Miniaturausgaben waren kleiner als normale Taschenbücher und ließen sich leicht in einer normalen Jackett-Tasche verstauen. Während ich dies prüfte, machten sich zwei Gauner in zerlumpten Anzügen an mich heran und versuchten halb mit List, halb mit Gewalt, mein Portmonaie zu stehlen, auf das ich verzweifelt meine Hand hielt. Die Noten des Berlioz-Manuskriptes waren auf eine stoffartige, gestrickt oder gehäkelt wirkende Unterlage aufgebracht. Ich stellte mich in eine Ecke und begann, den Stoff des Berlioz-Manuskriptes langsam aufzudröseln.

Doktus
Scribd
Soundcloud

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all songs by levon vincent

Jede Stufe einzeln charakterisieren? Eigentlich nicht, warum nicht Entwicklungen nebeneinanderher laufen lassen?

Spieltechniken einander überlagern, quasi eigene Stimmen, die in der Überlagerung die Struktur verdichten? Wenn zwei verschiedene Spieltechniken gleichzeitig, dann automatisch auch mehr Aktion? Eigentlich unmöglich, aber lustige Idee.

Oder aber unabhängige Entwicklungen, die so lange dauern, wie sie vorgesehen sind, und sich gegenseitig überlagern und auslöschen. Also nicht verdichten, sondern unkenntlich machen.

Visuelle Hindernisse als Blenden in tracking shots, quasi Montage-Ersatz.

Ich würde gerne –
I would like to –
Please, let me –
But – of course!

The whole day it felt later than it actually was. Strange, huh? So tell me, why is that? How can it be?

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Zeit der Träume

Ich weiß nicht wie, aber ich hatte ein Probespiel beim London Symphony Orchestra bestanden und einen Platz in der Cello-Gruppe gewonnen. An meinem ersten Arbeitstag kam ich mit meinem alten Cello an und setzte mich auf meinen Platz. Ich benutze das Cello normalerweise nur, um Spieltechiken auszuprobieren, dementsprechend ist es ein absolut minderwertiges Instrument, das von einem russischen Geigenbauer aus drittklassigen Materialien zusammengesetzt wurde. Wie üblich, rutschten mir beim Einstimmen die Wirbel aus der Halterung, und es gelang mir nicht, die a-Saite wieder festzuklemmen. Ich musste also ohne a-Saite spielen. Berlioz’ Romeo et Juillet sollte geprobt werden. Da ich nie Cello-Unterricht hatte und auch kein anderes Streichinstrument spiele, war es für mich unmöglich, die richtigen Töne im vorgeschriebenen Rhythmus zu spielen, geschweige denn, einen angemessenen Klang zu erzeugen. Da dies sehr schnell deutlich wurde, zog ich mich irgendwann aus der Cello-Gruppe zurück und setzte mich hinter das Orchester, um den Proben-Ablauf weiter beobachten zu können. Dabei dachte ich fieberhaft darüber nach, wie ich es anstellen könnte, bis zur nächsten Probe Cello spielen zu lernen. Nach der Probe bemerkte ein Bekannter, der ebenfalls seinen ersten Arbeitstag gehabt hatte, dass alles so fürchterlich britisch sei. Um von meinem eigentlichen Problem abzulenken, antwortete ich, ja, es wäre schon ein Unterschied, ob man als Tourist nach England komme, oder hier wirklich arbeite.

Auswahlkriterium: Aufschreiben oder nicht aufschreiben. Wenn es aufgeschrieben ist, kommt es auch rein.

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Schwachsinn.

Gibt natürlich viele verschiedene Formen von Entscheidungen. Die bewusst getroffenen, die unbewusst getroffenen, die, deren Konsequenzen man sich bewusst ist, und die, deren Konsequenzen man sich nicht bewusst ist, Entscheidungen ohne weitere Bedeutung, und Entscheidungen, die den Rest eines Lebens bestimmen, weil sie nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Das muss gar nicht so dramatisch sein, wie es sich anhört, es kann sich beispielweise um eine einfache technische Irreversibilität handeln.

Melodien für Millionen: Das Rauschen

Klangfarben-Dramaturgie

Ich bringe mich in Situationen, in denen ich nicht anders kann, als –

vorurteilsgesteuerte Textautomaten

– You can never escape your fate. Submit with honour to a duel with my son.
– I agree.

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all absolutely non-sensical

Die Entscheidung ist der eigentliche und einzige Punkt, an dem sich das Ich zeigt – letztlich, weil es sich da auch nicht zeigen kann, aber deutlich wird, wie sehr es im Kern von seiner Umgebung definiert wird. Quasi überpersönliches Ich. Ich will in einer Komposition die Entscheidung hören, ansonsten bleibt sie marginal.

Bei Entscheidungen wird das Individuum in die Ecke gezwungen. Und dadurch definiert. Deswegen sind sie so interessant. Auch wenn es persönlich nichts mit dem Thema zu tun hat, ist das Individuum die überhöhte Entscheidung.

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spießig as fuck

Ich schäme mich so. Das hätte niemals passieren dürfen. Ich. Will. Alles. Wissen. Dass man gar nicht anders hätte handeln können, dass es aber trotzdem falsch ist. Eine unverzeihliche Schwäche. Mir ist übel.

Alles, was geschieht, ist in sich schlüssig. Sonst würde es nicht geschehen könne. Warum fühlt sich der Protest so falsch an? Wo er doch, wenn er nun einmal geschieht, die gleiche Schlüssigkeit wie jedes andere Geschehen hat. Natürlich manipulieren immer unzählige entgegengesetzte Kräfte den tatsächlichen Verlauf. Warum willst Du nicht eine diese Kräfte sein? Warum glaubst Du, dass die Position des Zuschauers, die gar nicht anders kann, als ebenfalls zu manipulieren, indem sie nicht eingreift, wo sie eingreifen könnte, die einzige akzeptable Position ist? Weil Du nicht weißt, wie es besser gemacht werden könnte, weil Du kein Ziel siehst, das eine eindeutige Verbesserung wäre. Trauer. Gebet.

nicht nachdenken, kein persönlicher Geschmack, jedenfalls nicht mehr, als unbedingt notwendig

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Noch einmal zum Horrorfilm:

Vorbereitung
ohne Vorbereitung

In gewisser Weise NUR die Vorbereitung interessant, NICHT die Erfüllung. Die eigentliche Tat ist dann eher eine Erleichterung, weil man endlich weiß, was passiert. Je länger die Vorbereitung, je länger die Ungewissheit, desto länger der Kitzel. Man hat nur Angst vor dem, was man nicht weiß. By the way: Gilt das auch fürs echte Leben? Kein ganz unwichtiger Punkt, auch arbeitstechnisch.

Glaubwürdigkeit
Vorurteile

Casting: Interessant, dass NICHT alles möglich ist. Gelungenes Casting ist meistens Erfüllung von Vorurteilen mit geringfügigen/wenigen Abweichungen. Wenn die gesamte Besetzung den Erwartungen entspricht, kann ein Charakter völlig herausfallen und damit vielleicht auch die anderen Charaktere in ein neues Licht setzen. Gleichzeitig verschieben sich sicherlich auch Erwartungen, Abweichungen werden zu neuen Erwartungen, von denen wieder abgewichen werden muss, um das Ganze lebendig zu halten. Einmal akzeptiert, wird eine Abweichung sofort normal, gehört zum Repertoire und kann auch entsprechend bedient werden. Trotzdem unwahrscheinlich, dass man eine Besetzung aus lauter Abweichungen zusammenstellen könnte. Wäre aber interessant, was passieren würde. Es dürfte natürlich nicht zu unwahrscheinlich werden, aber die meisten unserer Erwartungen haben eher mit Typen als mit erkennbaren Fähigkeiten zu tun, so dass Abweichungen ohnehin schwer zu widerlegen sind. Es hat also wirklich mehr mit Akzeptanz, Vorstellungsvermögen, als mit Durchschauen, Nachrechnen zu tun. Was wäre, wenn der bescheurt Aussehende der Intelligenteste wäre? Wenn der brutal Aussehende der Feinsinnigste wäre? Usw.

Auch das hat natürlich ziemlich viel mit dem echten Leben zu tun: Dass wir bestimmten Leuten auf Grund ihres Äußerens, aber auch auf Grund ihres Benehmens bestimmte Dinge nicht zutrauen, sowohl im Positiven, als auch im Negativen. Und wir völlig vor den Kopf gestoßen sind, wenn sie es dann doch tun. Das hätte ich niemals gedacht. Es reicht ja eine Bemerkung, die man nicht erwartet hätte, und unser Weltbild gerät für kurze Zeit aus den Fugen.

Was aber natürlich nicht heißt, dass wir auf unsere Vorurteile verzichten könnten: Sie helfen uns, Dinge einzuordnen, nicht alles ständig neu zu überprüfen, kürzere Wege zu gehen, die wahrscheinlichere Option zu ziehen.

Und, ganz klar: Das Set der Erwartungen mag für die meisten ähnlich sein, gleich ist es ganz sicher nicht. Man versteht oft an Nebenbemerkungen, dahingeworfenen Beobachtungen, dass unsere Selbstverständlichkeiten überhaupt nicht mit den Selbstverständlichkeiten anderer Leute übereinstimmen müssen.

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Tibetische Grunzochsen

Durée
Lenteur
Nuance

Bas volume

Pas de big statement
Rien sophistiqué
Rien intelectuelle

Tous les processus sont contenu dans le titre.

(ER)

Chris Sharma: Das Verlangen, eine Route zu schaffen, kann genauso gut zu dem werden, was uns den Erfolg verwehrt.

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frisch

Wenn es so wäre, wäre es logischerweise total normal.
Stimmt auch wieder.

reasonable doubt version: reasonable, weil es so vernünftig ist, die Besetzung zu reduzieren, doubt, weil ich meine Zweifel habe, dass es eine gute Idee ist, vernünftig zu sein. Also: Vernünftigkeit gleich wieder zerstören. Das ist doch mal eine gute Idee.

redoubtable version

HIMMLISCHER/GOTT/ERHÖHE/AGB

not bad, actually: AGORA

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Keith Jarrett

Du denkst, dass etwas schmerzhaft ist, weh tut, und in Wirklichkeit merkt es gar niemand. Was aber nicht heißt, dass es nicht stattgefunden hat, nicht heißt, dass es keine Bedeutung, keine Wirkung hat. Der Unterschied zwischen stattfinden und nicht stattfinden ist eindeutig, er teilt sich nur nicht als Veränderung mit, weil die Entscheidungen getroffen werden, bevor du auf die Bühne gehst. Die Entscheidung wird nur im Ergebnis, als Position deutlich. Stop crying.

gefühllos, weil dumm = gut (Entscheidung)

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Geiseln der Menschheit, Kapitel III

auf dem yueyang-turm

hörte oft vom dongting-see
heute steig ich auf den turm
wu und chu sind hier geschieden
tag und nacht im spiegelbild

keine zeile von zu hause
alt und krank in einem boot
rosse schnauben noch im norden
oben lehne ich und heul

Du Fu 768/Martin Winter 2008

If you talk about the future, do you talk about your wishes or about your fears? Do you fear your wishes may come true? Do you wish your fears may come true?

angewandte Musik: Darf ich dich mal kurz anwenden, bitte?

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Das Nichtgelingen

Direkte Verstärkung hat den Vorteil, dass man zumindest ansatzweise nachvollziehen kann, was passiert – Atem der Interpreten.

Jeder Einzelne erweckte den Eindruck er führe Böses im Schilde.

Es muss absolut furchtbar, unerträglich sein.

Nicht im Traum geweint, sondern geträumt, dass ich im Traum geweint habe.

Leider alles umsonst.

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und vielleicht Familie

Hipster-Bashing: Mal abgesehen von der Hipster-Karrikatur, die da zum Gegner erklärt wird, was ist die Alternative? Was soll daran schlecht sein, möglichst viel wissen zu wollen? Logischerweise kann das Wissen je Einzelgegenstand nur in Ausnahmefällen tiefgehend sein, in der Breite muss es oberflächlich bleiben. Aber soll man sich deswegen nur noch mit seinem eigenen kleinen Spezialgebiet beschäftigen? Und außerdem: Was für eine Möglichkeit haben wir denn, zu verstehen, wohin wir uns bewegen, wenn wir uns nicht mit den vielen Mini-Veränderungen unserer Welt beschäftigen? Der Gelehrte ist da sicher nicht das Gegenmodell. Ganz abgesehen davon, dass der Anti-Hipster natürlich der neue Hipster ist, der plötzlich alles schon immer viel besser gewusst haben will. Eigentlich auch ein ganz unangenehmes Besserwissertum, viel schlimmer als das originale Hipstertum.

Immer wieder Fehlfunktionen: Elektronik ist eigentlich nur interessant, wenn sie – scheinbar oder tatsächlich – nicht funktioniert. Wenn die Koordination zwischen Elektronik und Instrumenten aufgehoben oder bewusst verhindert wird. Wenn das Aussetzen eines Lautsprechers zum eigentlichen Thema der Übertragung wird. Immer wieder ein Knarzen, eine Andeutung von Klang – aber sonst nichts.

If you have nothing to hide, you’re almost certainly an idiot.

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selbstgerecht

HYBH: Alles, was dich schon immer interessiert hat, einfach hineinwerfen in das Stück.

disambiguation

Aufschreiben ohne Frage auch ein Abhaken, Erledigen, Wegdrücken als Selbstschutz. Damit ich nicht mehr drüber nachdenken muss. Kann man gut oder schlecht finden. Vergegenwärtigen und Auslöschen.

Bassdrum: Schnitt/Auslöschen/Schwarz – schnelles Crescendo vs. radikales Decrescendo

Rothmann, Der Hunger der Vergesslichkeit: Interessante Strategie, eine Pointe so zu unterspielen, dass sie fast verschwindet und das Unterspielen der Pointe zum eigentlichen Ereignis – und realen Erkenntnisgewinn – des Textes wird.

nothing ever changes: Was, wenn sich wirklich gar nichts ändern würde? Wenn wir nur das Gefühl hätten, dass sich etwas ändert, aber in Wirklichkeit in einer Art Zeit-Gallert stecken würden, der nur minimale Hin- und Rückbewegung als Zittern erlaubt? Illusion einer Bewegung: Träum’ weiter!

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Wir XXXXX

Ernst Busch

Mozart, Preussische Quartette: Once more without feeling. Was bleibt, wenn das Gefühl, die Intensität weg ist? Eigentlich ist (fast) alles da, (fast) alles stimmt, super Ideen, aber plötzlich wirkt es retrospektiv, als ob, was vorher da war, rekonstruiert werden müsste. Als ob wir nicht mehr wirklich dabei wären. Kitschig ausgedrückt: Das Herz ist nicht mehr dabei. Warum auch immer, vielleicht einfach aus Erschöpfung. Es tritt aber auch keine neue Qualität hinzu, außer eben die Abwesenheit, die leere Stelle, wo vorher etwas war. In gewisser Weise viel schöner, weil abstrakter, als die Haydn-Quartette, aber definitiv weniger beeindruckend, eigentlich auch ein wenig bedrückend, weil man spürt, dass etwas auf dem Weg kaputt gegangen ist. Wie gefroren. Auf einer Ebene, die nicht unmittelbar an die Musik gekoppelt ist, extrem traurig.

ensemble HAND//WERK

Leiden ist nur echt, wenn es echt ist, übrigens, by the way, wenn du nicht wirklich am Boden bist, ist dein Fake Kitsch, sorry. What you see is what you see.

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design does matter

Auch das übrigens eine Frage von Gedächtnis: Dass du weißt, wo du die Füße hinsetzen musst, wenn du schon nicht mehr hinschaust (funktioniert eben auch im Gelände). Gilt erst recht für Vierbeiner, bei denen der Kopf längst vorbei ist, wenn die Hinterbeine aufsetzen. Und die, sozusagen, die beiden Beinpaare gleichzeitig im Kopf behalten müssen.

Kann es sein, dass Bescheidenheitsgesten IMMER, AUSNAHMSLOS Unbescheidenheit ausdrücken? Denkbare Ausnahme wäre vielleicht, wenn es sich um zwingende Etikette handelt. Wenn ich wirklich bescheiden bin, muss ich das ja wohl nicht betonen.

Stimmt. Mein Vater hatte mal sehr schöne Handschuhe, bei denen die Nähte nicht nach außen, sondern nach innen gedreht waren.

Lichtblitz: 16 Stimmen, 16 Streicher, wieviele Bläser? Was für eine Funktion hätten Schlagzeug, Klavier und Harfe?

2/2/2/2//2/2/0 (Haydn)
2/2/2/2//2/2/0 (Mozart)
2/2/2/2//2/2/0 (Beethoven 1/2/7/8)
2/2/2/2//3/2/0 (Beethoven 3)
1/2/2/2//2/2/0 (Beethoven 4)
3/2/2/3//2/2/3 (Beethoven 5)
3/2/2/2//2/2/2 (Beethoven 6)
3/2/2/3//4/2/3 (Beethoven 9)
2/2/3/2//2/1/1 (Strauss)

Nochmal nachschauen, nochmal überlegen.

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Etwas mit Haaren

Bevor ich den Ball überhaupt bekomme, weiß ich, was ich mit ihm machen will.

Analyse: Das Problem ist eigentlich nicht, den Gegenstand zu verstehen, sondern eine Methode zu finden, wie man ihn darstellen (und damit verstehen) kann.

Der Ausschnitt sagt nichts über das Ganze. Bzw. bevor man das Ganze kennt, kann man nicht wissen, ob der Ausschnitt etwas über das Ganze ausgesagt hat oder nicht.

Ist doch logisch, oder? Vielleicht hat er ja im letzten Takt etwas ganz anderes gemacht.

Du machst einfach etwas und schaust, was dabei herauskommt.

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alle sind an allem schuld

Musik drinnen, Demonstration draußen

Turban, Vollbart, schwarze, glatte Daunenjacke, helle Jeans, grauer Satinrock, neue Adidas-Sneakers: Modetechnisch 1a, but certainly not meant as such.

Meinungen Meinungen Meinungen Meldungen

the good die young, but the great survive

Merkur: Ist es nicht verdammt konformistisch, bei einem Heft über Nonkonformismus mitzumachen? Oder: Wer über Nonkonformismus schreibt, ist ein emphatischer Konformist.

Balance zwischen Ton und Geräusch: Es könnte eine Tonhöhe sein, es könnte aber auch ein Geräusch sein. Im Unterschied zu angemalten Tonhöhen.

Z.B.: Alle spielen einen Takt, dann wechseln einige oder alle die Position, dann spielen alle den nächsten Takt, wieder Positionswechsel, nächster Takt, usw.

Kein Stück.

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Alles/Was man denkt

Danilo Duenas

Textmenge (Silben, Wörter), Dauer (Sekunden) und Tempo (Schläge/Minute) als voneinander unabhängige Parameter behandeln, möglicherweise auch abgekoppelt vom Text. Müssen nur noch die Figuren aufgeschnitten werden. Frage wäre, wie die Parameter dem Text zugeordnet werden, welche Eigenschaften bleiben als Rahmen erhalten und werden übernommen, welche nicht. Verteilungen des Textes auf die Münder.

Mayhem

Was ist denn das geiler für ‘n Spruch?

Auch nicht schön, wenn Sachen, die man geliebt und bewundert hat, plötzlich alt und öde wirken. Was war denn, was hat man denn daran toll gefunden?

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Steine Material Krieg Licht

Mein Herr, ich bitte Sie um Verzeihung, ich tat es nicht mit Absicht.

Ach ja, was ich noch sagen wollte: Es gibt ja so Bücher, die ihren Gegenstand erschöpfend behandeln, und zwar nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Das Fiese dabei ist, dass auch damit nichts erreicht ist, außer eben, dass dieses Buch geschrieben ist. Niemand wird sich mit dem Thema jemals wieder so intensiv beschäftigen wie der Autor, es sei denn, man schreibt ein neues Buch zum gleichen Gegenstand. Man weiß, dass das Thema erledigt ist, aber das ist alles. Wahrscheinlich auch für den Autoren: Denn auch er selbst wird nie wieder das gleiche Verständnis für den Gegenstand entwickeln wie zum Zeitpunkt der Niederschrift. Auch ein Wiederholen hilft da logischerweise nichts: Die Erkenntnis verblasst. Ich frage mich, ob sie vielleicht nur exakt zum Zeitpunkt der Niederschrift, also wenn das Buch formuliert wird, wirklich vorhanden ist. Oder möglicherweise nur in der Formulierung, in der Schrift, existiert, nirgendwo sonst.

Die Präsentation hat AUCH die Funktion, den Zeitverlauf der Nahrungsaufnahme zu steuern. Und der Zeitverlauf bestimmt die Wahrnehmungsoptionen.

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Quasikristalle

The decent to hell is the same from every place.

Sun Ma Sze Tsang/Tang Wing Cheung

Wer früher stirbt, ist länger tot.
Totgesagte leben länger.
Stefano Pilati
Jonathan Ive

Stimmt in diesem Fall leider nicht.

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love to be unprofessional

2001: A Space Odyssey
Solaris
Melancholia
BWV 639

a communication outburst

Stück ganz aus Wiederholungen aufbauen, die aber niemand erkennt/erkennen kann: Heimliche Wiederholungen/Versteckte Wiederholungen.

Tonhöhenkonstruktion nicht auf Ensemble, sondern auf einzelne Instrumente beziehen?

Handwerker, nett, freundlich, intelligent, gutes Gespräch, gegenseitige Zuneigung. Irgendwann merkst Du: Du kannst keine Freunde haben, es ist völlig unmöglich, wie soll das gehen? Hüttenweg 14.

well-lighted

Zufriedenheit
Sorglosigkeit

ZEIT
WELT

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Wir sind tot! Ich sterbe!

Synchronisation Text/Musik
Sprechstimme/Singstimme komplett synchronisieren: Stockhausen/Stammheimer

Das, was nicht mehr kontrollierbar ist, ist dann das Stück.

Bisschen erschreckend, was so alles durch einen Kopf hindurchzieht pro Tag. Schon die Spuren sehen hinterher nach unglaublich viel aus, sind aber gar nichts im Vergleich zu der Datenmasse, die tatsächlich bewältigt wird.

Durchlässigkeit

Aus den Wolken fallen Gegenstände auf die Erde.

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Tektonik

Wenn dir etwas gefährlich wird/werden kann, ist es dann automatisch dein Feind?

Totale Störgeräusche, dumpfes Rumpeln, ziemlich interessant, besonders wenn es echt sein KÖNNTE.

abc:
Julije Knifer
Scott Lyall
Elodie Seguin
Haegue Yang

Dichte prioritär — äh, was ???

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a silent voice

essential killing: toller Anfang, toller Schluss, dazwischen sosolala. Am Anfang die Grundfrage aller Horroreffekte im Kino, was lauert hinter der nächsten Ecke, perfekt auf den Punkt gebracht, auch die Aufnahmen aus der Luft extrem plastisch. Wenn man weiß, dass der Hubschrauber animiert ist, meint man es auch zu sehen, wenn man es nicht weiß, ist die dreidimensionale Raumauffächerung extrem überzeugend – allerdings ein bisschen larger than life, wahrscheinlich würde es in Wirklichkeit doch nicht so aussehen – oder man würde es zumindest nicht so sehen. Den ganzen Film lang fragt man sich, wie will er da wieder rauskommen, ist doch völlig klar, dass der Protagonist absolut keine Chance hat. Den Tod selbst dann gar nicht zu zeigen, sondern nur Pferd ohne Reiter im Schnee als Metapher einzusetzen, ist ziemlich genial und absolut überrachend. Sozusagen überhaupt kein Abtritt, einfach weg. Interessant in der Schlusssequenz die extrem sparsame Musik: Sie ist eigentlich gar nicht da, nur ab und zu zwei drei Töne, die sich mit dem Bildton mischen, trotzdem wäre es etwas komplett anderes, wenn die Musik wirklich nicht da wäre. Muss da irgendeine Metapher besetzen, die wir alle verstehen, aber nicht erklären können. Mal abgesehen davon, dass ich mir Gallo immer gerne anschaue, nicht SO hervorragend gespielt/besetzt. Ein bisschen in den Film hineingesetzt.

Parameter für Unvorhergesehenes: Immer da, wo er Einsätze markiert, passiert etwas, das man nicht erklären kann. Abgesehen davon, dass ohnehin alle Parameter Setzungen sind, also nicht erklärt werden können. Die anderen arbeiten aber KONTINUIERLICH, dieser nicht.

HIER GESCHIEHT ETWAS UNVORHERGESEHENES. HIER WIRD ETWAS UNVORHERGESEHENES GESCHEHEN.

HOTEL WINDERMERE
Henry C. Baigelman
666 West End Avenue
Corner 92nd Street
New York, N.Y. 10025
(212) 724-8200

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Volker

(körperliche) Schwäche genießen/auskosten

and then
she
fuckin‘
died
after a good life
alone

(Hüttenweg 14)

Evgenii Bauer, Twilight of a Woman‘s Soul: Interessant und völlig überraschend, wenn eine 100% konventionelle Geschichte, die eindeutig auf ein Happy End hinsteuert, unerwarteter Weise schlecht ausgeht. Könnte man so heute unmöglich machen, würde wie ein Witz wirken. Kann eigentlich nur heißen, dass 1913 diese Konventionen nicht im gleichen Maße ausgebildet waren. Was merkwürdig ist, denn die Notwendigkeit des Happy Ends scheint sich ja eigentlich durch die Jahrhunderte zu ziehen. Möglich, dass der Film als damals junge Kunstform einerseits unbekümmerter mit Konventionen umgehen konnte, andererseits Geschichten extrem schematisch und für uns konventionell erzählen musste, was für unsere Augen hundert Jahre später nicht mehr zusammen passt.

things that happen

twice

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Empfindlichkeit

Kann man machen, sieht ok aus, hilft aber nicht.
Hilft nicht?
Kickt nicht, bringt uns nicht weiter.
Aha.

How are you?
Fine.
And now?

How is your day today?
Good.
And how is it now?

Rücksichtslos sein, vor allem gegen die eigenen Ideen. Wenn es so nicht geht, muss es eben anders gehen. Nicht um jeden Preis festhalten an Dingen, die man für gelungen hält.

Genießer sind natürlich auch schrecklich, genau wie Nicht-Genießer. Man kann’s nicht nur nicht jedem recht machen, sondern keinem.

Do you wanna cry or do you wanna shout?

wütend, extrem wütend

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Gob Squad

Das Ende der Verheißungen: Jetzt wissen wir alles.

I am very content.
I am very content.
I am very content.
I am very

Oh, shit! How could that happen???

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Was uns zur Verfügung steht:

Bei allen Regeln, bei allen Strategien, die man sich ausdenkt, ob klug oder dumm, intelligent oder bescheuert, ist natürlich immer entscheidend, dass sie ausführbar, also PRAKTISCH sind. Letztlich das entscheidende Kriterium. Und dass herauskommt, was herauskommen soll, vorausgesetzt, das ist bestimmbar. Alles andere ist Verzierung.

Untrust: Absolute Musik mit Text. Einfach so schreiben. Warum eigentlich nicht. Später arrangieren, wenn sinnvoll. Dinge zusammenbringen, die eben NICHT zusammengehören.

Patience has become my second nature.

Formale Metapher: Filmriss (fffff)

Dynamik als wesentliches dramaturgisches Steuerungselement

this is true, but not good: shame on you – don‘t excuse yourself with honesty

Dramaturgien übereinander legen, einander überlagern.

Boys don‘t cry: Ziemlich wirkungsvoll, wenn die Katastrophe von Anfang an allen komplett klar ist, wenn man nur noch mitleidet und irgendwie hofft, dass sie vielleicht, gegen jede Wahrscheinlichkeit, doch nicht eintritt. Hängt natürlich vom Mitgefühl mit der Hauptfigur ab. Letztlich relativ geniale Tragödienkonstruktion. Absturz – down, down, down. Unausweichlichkeit.

Manche Witze werden tatsächlich dadurch lustiger, dass man sie wiederholt. Und zwar nicht variiert, sondern einfach nochmal macht. Wie ein Baby. Die Variation kommt schon dadurch zustande, dass man sie nicht exakt wiederholen kann, bzw. dadurch, dass die Wiederholung dem Witz etwas neues hinzufügt. Und zwar jedesmal. Einzige Frage, ob es dann der Witz ist, über den wir lachen, oder seine sinnlose Wiederholung – ist die Wiederholung der eigentliche Witz geworden? Irgendwie schon, auf der anderen Seite ist aber auch klar, dass das nicht mit jedem Witz geht: Eher Gesten, kurze Pointen, Sinnlosigkeiten, als Witze, die man wirklich erzählen muss. Die ja eigentlich sowieso fast immer doof sind. Forget Witzeerzähling.

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Haydn

Over, vorbei, vergessen: Interessant, wie etwas völlig verschwindet, wenn wir es vergessen. Möglicherweise denken wir noch eine Weile, da war doch was, was wollte ich noch tun, hätte ich es doch bloß gleich aufgeschrieben, und irgendwann ist es dann ganz weg. Oder es war von Anfang an sofort weg. Wenn es uns wieder einfällt, kann es sein, dass wir uns erinnern, dass wir den Gedanken schon mal hatten, oder eben auch nicht. Dann ist eine Idee neu, obwohl wir sie schon einmal hatten. Frage wäre auch, ob wir uns an die Idee erinnern, oder ob wir in einer ähnlichen Situation die gleiche Idee haben. Das spurlose Verschwinden und das mögliche Wiederkehren, vielleicht aber eben auch nicht. Logischerweise wissen wir nicht, können wir gar nicht wissen, was wir schon alles vergessen haben. Auslöschung, einfach weg. Aufschreiben als Versuch, dagegen anzuarbeiten.

In der Erinnerung umformulieren: Ist das dann noch die gleiche Idee, oder eine andere/neue? Ohne Frage ändert sich die Idee mit ihrer Ausformulierung. Im Extremfall verschwindet die Grundidee in der Ausformulierung, hinterlässt höchstens Spuren, Indizien, wie sie einmal gemeint war.

Ein Archivsystem oder ein Reaktionssystem. In der gleichen/ähnlichen Situation reagiert er/sie immer gleich/ähnlich. Oder hatten wir das schon?

Im Dunkeln stochern. Was uns auffällt, was uns nicht auffällt. Woran wir uns erinnern, woran wir uns nicht erinnern. Bruchstücke aus einem Kontinuum.

dk-dk-dm-dm tk-tk-tk-tk ti-did ti-did ti-did ddl-ddl-ddl-ddl tit-dad-dad-dad-tit ti-te-to-ta tk-tk-tk-tk didl-didl-didl-didl bum taka-taka-did-did bip-bip-bip-bip-didld-did-did dudl-dudl-dudl-dudl did-didld-did-did did-didld-did-did drrrrrrrrrrrrrrr bab-bip-bab-bip bab-bip-bab-bip bip-bab-bab-bip bip-bab-bab-bip tktk did-did-did-did tktk dad-dad drrrrrrr bab-bab-bab takatakatakataka tokotokotokotoko tukutukutukutuku

SBTRKT

Never ask for what should be offered.

rural america: maybe too much of a story

IN CASE YOU CARE

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Winkel der Seele (pluriel)

Just when it was going so well …

Eine riesige Mülldeponie, die nach hinten hin steil ansteigt. Dort, am Hang, ein alter Mann, möglicherweise ein Arbeiter, vielleicht auch ein Penner auf der Suche nach brauchbaren Abfällen. Von oben wird ein großes Doppelbett herabgelassen, goldfarben, wahrscheinlich Messing, das wie frisch bezogen aussieht, und auf einer Ecke schräg senkrecht zu stehen kommt. Unter der Bettdecke zeichnet sich ein länglicher Gegenstand ab. Als der alte Mann die Decke zurückzieht, sieht man einen Leichnam, steif und gerade, mumienartig eingewickelt, dessen bleiches Gesicht an Jack Nance in Eraserhead oder vielleicht auch an Jack White von den White Stripes erinnert.

Es bleibt tatsächlich nichts übrig.

Finde dich damit ab.

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And then everything was over. Again.

Musik ist auch nur ein Geräusch (Dylan Nyoukis).

Die gleiche Papiertüte an die Wand geheftet und in meiner Hand sieht so verschieden aus, dass ich mehrmals hin und her schauen muss, um sicher zu sein, dass das Design identisch ist. Unbefuckinlievable.

Schon oft gesagt, aber ich sage es gerne noch einmal: Schade, dass man bei Filmen so schnell das Bild über die Story vergisst. Schade, dass man nicht beides haben kann. Für einen wirklich tollen Film müsste man eigentlich beides haben. So what are we gonna do? Das einzige, das für den Verlust des Bildes entschädigen kann, ist Emotion/Tiefe, by the way. Otherwise the film gets shallow. Nur eine öde Nacherzählung, mehr oder weniger spannend und bald vergessen. Gib der Story Tiefe, gib der Story Bilder, ansonsten vergiss es. Der Spannungswert und der Schauwert allein machen es nicht, soviel ist klar.

Leggins in Strumpfhosen-Ocker (I wanna have).

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GOT LOST

Komponieren heißt nicht, etwas zusammenzusetzen, sondern etwas in einen Zusammenhang zubringen.

Ganz klar symphonischer Zusammenhang, Verschmelzung von Stimme und Klavier in einem Feld. Verschmelzung von drei Texten in einem Feld. Text blitzt durch, wenn man ihn kennt, an einigen Stellen sogar ziemlich deutlich, an anderen gar nicht. Die Rufgeste kann man sicherlich nur mit Erklärung als Textausdeutung verstehen. Es stimmt aber tatsächlich, dass die Texte bei näherem Hinsehen eine starke Präsenz haben, obwohl man erst enttäuscht ist, dass sie letztlich vermieden worden sind.

Frage wäre sicherlich, warum ein Stück, dass auf der offensichtlichen Ebene nicht funktioniert, letztlich doch überzeugt. Vielleicht, weil es absolut ernst ist. Weil das Wort Gefahr am Ende einschließlich Klavierstretta tatsächlich als Aussage funktioniert. Als ob das ganze Brimborium davor nur daraufhin komponiert wäre.

Gleichzeitig muss die Frage erlaubt sein, warum es nötig ist, Texte so ineinander zu verzahnen, dass man sie nicht mehr verstehen kann, wenn man sie nicht in ihren Bestandteilen auswendig gelernt hat. Klar könnte man sagen, dass die Detailarbeit auf allen Ebenen, also auch der Textebene, gleichwertig sein muss, auf der anderen Seite ist Text eindeutig kein musikalisches Material und kann nur als solches behandelt werden, indem man ihn als Text zerstört.

Ein Mann mit einem riesigen Geschwulst auf der rechten Backe steht in der Konditorei vor dem Eistresen, genau an der Stelle, die zur Toilette führt. Ich bleibe stehen und warte darauf, dass er mich vorbei lässt. Er rührt sich nicht und schaut mich fragend an. – Hilfe!

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Gedichtaufsagen

Man träumt, man geht in Selbstgestaltung
Aus Selbstentfaltung der Vernunft;
Man träumte tief; die falsche Schaltung:
Das Selbst ist Trick, der Geist ist Zunft.

Sprich:
Gott ist Einer,
Ein ewig reiner,
Hat nicht gezeugt und ihn gezeugt hat keiner
Und nicht ihm gleich ist einer.

Und wenn der Herbst die Lilien bricht,
Denk und weine, so zunicht
Ist worden unsere Liebe.

Wenn erst die Rosen verrinnen
aus Vasen oder vom Strauch
und ihr Entblättern beginnen,
fallen die Tränen auch.

I don‘t know and I don‘t care. Few things we remember, but some. Well, after all, not that few.

Plötzlich fiel mir alles wieder ein.

Tuba: Sorry to be a Spielverderber, aber macht es wirklich Sinn, ein Instrument zu bauen mit ich weiß nicht wieviel Metern Rohrlänge, um dann zu demonstrieren, dass man damit auch hohes Rauschen erzeugen kann? Ist wahrscheinlich ein spießiges Argument, aber irgendwo ist da doch ein Problem, oder? Und wenn es nur die Nerdigkeit des Unterfangens wäre. Und ich sage nicht, dass das Ergebnis als solches nicht in sich überzeugend wäre. By the way, schöne Bässe.

Schatten auf Schatten auf Schatten: Keine schlechte Idee (Zumthor). S. Maurizio/Licht

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Augen

what if we wouldn‘t miss anything if all this was gone?

Im Prinzip ja alles ganz schön zerstückelt, übrigens: Einen Film anfangen, etwas anderes machen, am nächsten Tag weiterschauen, wieder eine Pause machen, eine kleine Reise unternehmen, und erst, wenn man wieder zurück ist, den Film zu Ende sehen. Könnte ja auch sein, dass das gar nicht geht, dass unser Hirn das nicht mitmacht, ist aber offensichtlich nicht so, sondern völlig selbstverständlich. Beim Buch geht es gar nicht anders, bei Film oder Musik kommt es einem doch komisch vor, wahrscheinlich, weil sie ursprünglich Aufführ-, Vorführmedien waren, und erst seit VHS und DVD privat gelesen werden können. Wäre aber lustig, wenn es nicht ginge, wenn das Gehirn streiken würde.

Merkwürdig, wie einen auch Kürzestreisen in eine neue Situation bringen: Du kommst nach Hause, und nichts ist so, wie Du es verlassen hast. Ein bisschen übertrieben: Vor allem ist der Aufräumzwang verflogen, anscheinend.

Staud: lang/kurz, schnell/langsam

Ist doch gerade toll, dass die Stadt keinen Kern hat!

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Sympathie

Otto von Passau, Die 24 Alten, Basler Buchmaler: Geometrische Felsblöcke (1457).

Sätze, die jeder sagen könnte, die von jedem stammen könnten, die Allgemeingut sind, aber deswegen nicht klüger, sondern dümmer, quasi aussagelos. Man hört gar nicht hin, es ist sozusagen gar nichts gesagt worden. Ausdruck totaler Unselbständigkeit.

Mondrian: Absoluter Rhythmus/Gewichtung, letztlich auch Perspektive (Linien, nicht Flächen). Bild Nr. 1: Abschattierungen, Überschneidungen, zusammengefasste Flächen.

Let Hässlichkeit reign.

Bezahlen: Wäre lustig wenn man das einfach nicht könnte, und zwar nicht, weil man kein Geld hat, sondern weil man das Prinzip nicht versteht. Man könnte ja auch sagen, dass es reines Mitläufertum ist, sich auf das Prinzip Geld einzulassen.

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Starrsinn

Ecken und Kanten: Kann natürlich auch ein bisschen peinlich sein, s. Ballack, obwohl ich eigentlich o.k. finde, wie er das macht. Die Figur des Helden mit Kanten ist aber sicherlich ein bisschen angeranzt. Wird ja auch leicht zu einem unangenehmen Automatismus: Man kann dann gar nicht mehr anders, als den Ungehobelten geben, auch wenn diese Rolle die größten Dummheiten mit sich bringt. Faulheit. Selbstgefälligkeit. Verkrustung.

Musings

Ooops! Becoming a Kinoshita fan lately.

Beat als universelle Einheit. Letztlich einfaches Raster/Zeitmaß.

Nicht-Salz als Gewürz: Man müsste verschiedene Grade von Gesalzen voneinander absetzen. Salz als Verstärkung, aber auch als Überdecken von Eigengeschmack.

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alamut: launch and learn

Nichts ist so interessant wie die gestrige Zeitung, im Gegensatz zum bekannten Diktum, und das Gestern kann sein das von vorgestern, von vor zwei Monaten, vier Wochen oder mehreren Jahren (RG): Stimmt, und stimmt nicht, der Druckartikel behält tatsächlich seine Anziehungskraft, die sogar noch größer wird, weil er die Atmosphäre der vergangenen Zeit speichert, der reine Text verliert aber mit seinem Thema an Interesse, fast egal, ob er gut oder schlecht geschrieben ist, so dass sich Zeitungsaussortieren fast von selbst ergibt, weil ganz vieles einfach nicht mehr interessant ist. Wer will denn die Aufregung von vor zwei Jahren noch einmal nachlesen, wer hat die Zeit? Es sei denn, man arbeitet an genau diesem Thema. Lustigerweise ist man tatsächlich und unweigerlich schlauer als der Schreiber von vor zwei Jahren, weil man weiß, wie die Geschichte weiter- oder ausgegangen ist.

Fehlt natürlich der Aspekt des Erinnerns/Vergessens: Dass man sich erst einmal erinnern muss, was damals war, auch die wichtigsten, beherrschenden Aspekte fallen irgendwann aus dem Bewusstsein.

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Humor

Geht es eigentlich nur mir so, dass ich Dinge, die im allgemeinen als humorvoll bzeichnet werden, überhaupt nicht lustig finde? Wenn von Stockhausens köstlich hurmorvollen Instrumentenschmatzern berichtet wird, dreht sich mir eher der Magen um als dass ich lachen muss. Ist nicht das, was dort als humorvoll bezeichet wird, eine ganz widerliche Form von Geschmacklosigkeit und billigstem Witz?

Ich denke ja eigentlich, dass man, wenn man wirklich witzig sein will, offensichtliche Witze um jeden Preis vermeiden muss. Mit anderen Worten: Alles, was offensichtlich ein Witz sein soll, kann nicht witzig sein. Echte Witze müssen so gebaut sind, dass man nicht entscheiden kann, ob sie witzig oder ernst gemeint sind. Sozusagen Pokerface-Humor. Wobei ich ehrlich gesagt noch nicht einmal sicher bin, ob Stockhausens Schmatzer wirklich lustig sein sollen – wenn doch, wäre das allerdings tatsächlich ziemlich schlimm.

Z.B. sind manche Marthaler-Sachen wahrscheinlich deswegen wirklich witzig, weil sie so tun, als ob alles ganz normal wäre, weil sie keinerlei Zeichen geben, dass etwas witzig gemeint sein könnte, weder während der Vorstellung, noch danach. Wie furchtbar wäre es, wenn man die Marthaler-Komik als Witz erzählt würde!

Z.B. Imamura, Profound Desires of the Gods: Extrem komisch, weil hundert Prozent ernst genommen, alles, was wir sehen, ist völlig absurd, aber total realistisch, und läuft wie eine klassische Tragödie unschuldig ins Verderben. Übrigens wird das Gute, das den Personen geschieht, immer unterspielt und nie direkt ausgesprochen, es sei denn, es müsste innerhalb der Geschichte angesprochen werden. Guter Witz wäre also: Unterspielen und nie offen aussprechen. Im Vagen halten. Vgl. Ironie.

Natürlich können auch total bescheuerte, völlig überspielte Witze toll sein, ist ja klar. Am liebsten beides zusammen, und ein bisschen ist das bei Imamura auch so.

Schwere, große, bunte Metall-Ölfässer hoch oben auf dem schmalen Sims eines überdimensionalen Tankstellendachs im strahlenden Sonnenschein. Ich friere.

Fremdes Material Oper

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Verantwortung macht dumm.

sadness button
hysteria button
headache button

coma button

fear button
love button
time button

fuck button

schwefelgelb

La Cubana/Der Kreidekreis

In doubt overdress.

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Güte und Bitterkeit

Wir waren mit Bernhard (oder war es Geza?) im Halbdunkel in einer Mischung zwischen Industriegelände und Wald unterwegs und kamen an einem Baum mit brennendem Stamm vorbei. Wir blieben stehen, prüften unsere Wasservorräte, und schütteten zwei halbe Flaschen Wasser, die uns noch übrig geblieben waren, auf den brennenden Stamm. Das Feuer wurde kleiner, mit den Füßen gelang es mir, es ganz auszutreten. Wenige Minuten später ging es aber mit einem Geräusch, das an das Anschalten eines Gasherds erinnerte, wieder an. Wir gingen weiter und kamen an einer Industrieansiedlung vorbei. Durch ein offenes Tor konnten wir einen Arbeiter mit nacktem Oberkörper sehen, durch das Feuer eines Industrieofens beleuchtet, der ein großes, gebogenes Stahlblech in den Händen hielt. Auf eine geheimnisvolle Weise schienen das Industriefeuer und das Feuer am Baum miteinander zusammenzuhängen.

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So ziemlicher Unsinn.

Urge Overkill: Alles perfekt vorbereiten, größte Sorgfalt, totale Poser, Detailverliebtheit, jeder Auftritt ein anderes Kostüm, und dann das Ding durchziehen, finde ich eigentlich schon ziemlich toll. Gefasste Traurigkeit, auch zeigen, aber stylisch, voll o.k. Nach 15 Jahren genau das Gleiche weiter machen: Für mich auch o.k. Actually, I love it.

Ich-Schwäche aus Erschöpfung
Ich-Schwäche = Entscheidungs-Schwäche
Entscheidungs-Schwäche aus Erschöpfung

Alles völlig egal.

Die man-Falle.

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Laokoon

SR: Opfer der eigenen Vermittlungswut. Irgendwann gibst du nur noch Sachen von dir, die irgendwie vermittelbar sind. Letztlich zensiertes Denken, Selbstzensur.

Text
Tempo
Dichte

Immer auf Text bezogen.

Ästhetische Konstruktion: Die Funktionsweise ist sichergestellt, es geht im Wesentlichen darum, sie darzustellen.

Ich hatte ein Orchesterprobespiel absolviert, ich glaube auf der Piccoloflöte. Alles lief gut, die Stimmung war gut, alle schienen zufrieden zu sein. Eine Freundin von mir, die Mitglied des Orchesters war, hatte Geburtstag und gab nach dem Probespiel eine kleine Party in einem Biergarten mit Zelt. Alle amüsierten sich und waren fröhlich. Nach einer Weile fragte mich ein Orchestermitglied, wie denn das Probespiel eigentlich ausgegangen sei. Ich antwortete, ich wisse es nicht, ich hätte noch keine Informationen, woraufhin mir jemand anderes, möglicherweise ein Mitglied des Orchestervorstands, sagte, sie hätten mir das Ergebnis in die Brusttasche gesteckt. Und tatsächlich, in der Brusttasche meines Jackets steckte ein Umschlag mit der Mitteilung, dass ich das Probespiel nicht bestanden hätte. Um meine Enttäuschung zu verbergen, ging ich auf Toilette. Als ich zurückkam, hatte meine Freundin die Party aufgelöst und stand wütend zwischen den gedeckten Tischen im Bierzelt.

Roman Opalka: Zahlen = Serien

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Incipit

In Ausdauersportarten war ich immer gut gewesen. Für den ganz großen Erfolg hatte es dennoch nicht gereicht. Bei der Tour de France kam ich nicht im Hauptfeld, sondern mit den Abgeschlagenen ins Ziel. Eines Tages wurde mir klar, dass die anderen Fahrer lange vor mir aufstanden, und auf die Strecke gingen, wenn ich noch schlief. Ich beschloss, es ihnen gleich zu tun, und fuhr am nächsten Tag vor Morgengrauen los. Ich kam als Erster nach Paris.

Merkwürdig an Reisen, dass in dem Moment, in dem man sich in Bewegung gesetzt hat, plötzlich alles wie von alleine zu gehen scheint. Was vorher wie ein unlösbares Problem ausgesehen hat, ergibt sich plötzlich wie von selbst. Es ist noch nicht einmal mehr als Problem erkennbar. Das muss der Modus sein, in dem sich Berufsreisende immer bewegen. Fast so etwas wie aufgehoben sein, beschützt sein, sich dem Strom der Dinge hingeben.

Let let let it flow.

Häh?

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EKG

10:30 Start
10:45 Fahrrad
11:00 Café
11:30 Fahrrad
11:35 Treppe
12:30 Schwarzer Tee, Schreibtisch
13:30 Hinlegen, arbeiten
13:52 Schlafen
14:18 Aufstehen, Schreibtisch
16:20 Treppe
16:25 Fahrrad
16:38 Café
16:58 Kieser Training
17:41 Ende Kieser Training
18:24 Fahrrad
18:36 Treppe
18:40 Schreibtisch
20:05 Hinlegen, ausruhen, schlafen
20:39 Aufstehen, Schreibtisch
22:26 Abendessen, Wein
22:44 Hustenanfall
0:28 Schreibtisch
3:09 Bad
3:32 Bett
7:45 Aufstehen
8:00 Stop

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Vunerability

Eine freie Fläche vor einer Altstadt, ich fahre in einem altertümlichen Auto, plötzlich wird die Straße abschüssig und eine Bahnschranke, die sich schließt, wird sichtbar. Ich bin zu schnell, um vor der Schranke stehen zu kommen, und fahre unter der sich schließenden Schranke durch. Hinter dem ersten Gleis viele weitere Gleise, wie auf einem Bahnhof. Ich versuche so schnell wie möglich die Gleisflucht zu durchfahren. Auf dem letzten Gleis naht in schnellem Tempo ein Zug oder eine Straßenbahn. Ich beschleunige und schaffe es gerade noch durchzukommen. Mit Vollgas breche ich in die engen Altstadt-Gassen ein.

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Utopie der Zusammenarbeit

SPEAR: Situation jedes Mal neu und nicht wiederholbar

Dinge, die man in der Partitur nicht sieht (z.B. Saiten). Klangfarben und Tonhöhen: Vorstellungen von Tonhöhen auf Instrumenten und ihre Variationsmöglichkeiten (Abdunkeln, Aufhellen).

Falsche Verzögerung, Einschnitt in Klang, Divergenz zwischen Instrumenten und Elektronik.

Künstlichkeit von Elektronik nicht verstecken, sondern betonen: Man könnte Liveelektronik im Verhältnis zum instrumentalen Satz programmieren, man könnte aber auch ein geschlossenes System programmieren, das sich öffnet und schließt, unabhängig davon, ob das betreffende Instrument spielt oder nicht. Bzw. die Instrumente müssten dann auf die Elektronik spielen.

Kurze Schlaglichter, wie ausgeschnitten, mit Rand, Knacksen, betont, absolut keine Verblendungen.

Kneipe, französischer Wirt: Träume meist durch Ort definiert. Heißt das, dass Räume viel wichtiger sind als wir denken?

Gigantische Installation von Rainald: Ein Haus in einem Haus in einem Haus. Anmutung von Messehallen. Eine RG Bar. In einem Raum ein Haufen von alten (oder neuen) Musikkassetten mit Schwarzweiß-Cover, darunter eine von Girls Girls. Auf einem der Dächer ein Kurzauftritt von Lambchop: Die Band schreitet als Chorusline nach vorne Richtung Publikum, die Reihe teilt sich, in der Mitte taucht für fünf Sekunden Kurt Wagner auf, grinst wie Aphex Twin, und verschwindet wieder.

Rauschen – Mikrophonabstand – Feedback

Ben Assiter
Rob McAndrews

West Wing

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What we do is secret

Frage, warum die Linke zu vornehm ist, eklatante Fehler der Rechten auszunutzen. Ist die Linke nicht überzeugt vom ihrer Politik? Es sieht ja fast so aus, als ob die Rechte viel mehr an die Richtigkeit ihrer Politik glaubt als die Linke und deshalb Lügen, absurde Kehrtwendungen und mangelnde Fairness gerne in Kauf nimmt, um ihre Politik durchzusetzen. Vielleicht ist es aber im Gegenteil so, dass die Rechte von vornherein weiß, dass ihre Politik falsch ist und ausschließlich ihr selbst nützt, und aus genau diesem Grund nur mit Unwahrheiten und Tricks durchzusetzen ist. Daher der radikale Verzicht auf jeden Anstand und jede politische Konsequenz, wenn sie nicht unmittelbar nützlich sind. Genau dies könnte dann aber wieder der Grund für die Wahlgewinne der Rechten sein: Der bedingungslose Wille zum Erfolg erweckt den Eindruck, dass man von der eigenen Sache überzeugt ist.

Wahrscheinlich könnte man von Antworten auf Sachfragen nie so überzeugt sein, wie es die Rechte zu sein scheint, in Wirklichkeit glaubt sie ja nur an den eigenen Erfolg. Dies wiederum das Problem der Linken, die vor dieser Folie hoffnungslos zögerlich und in Sachfragen verstrickt wirken muss. Das Geheimnis der Rechten: Es gibt gar keine Sachfragen, nur Machtfragen. Merkel als perfektes Beispiel: Falls es jemals sachliche Anliegen gegeben haben sollte, sind sie längst durch Machtkalkül abgelöst worden.

Leute, die man gut findet, Leute, die man hervorragend findet, und Leute, die man wirklich liebt. Leute, die man respektiert, aber eigentlich nicht gut findet. Mit allen Schattierungen. Liebe hat wahrscheinlich schon etwas mit Ähnlichkeit des Projekts, Vergleichbarkeit mit der eigenen Arbeit zu tun, hervorragend mit Größe, gut mit Qualität und Respekt mit Handwerk.

Unsicherheit: Eigentlich ja toll, wenn man etwas nicht auf Anhieb beurteilen kann. Merkwürdige Denkbewegungen, wenn wir unsere Meinung im Nachhinein ändern müssen.

Alles sehr zerfahren und unkonzentriert. Nervös.

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Ritterlichkeit

Lustig, wie man sich für scheinbare oder tatsächliche kausale Zusammenhänge interessiert und diese stundenlang beobachten kann. Im Traum eine maschinenartige Skulptur von David Rothman in der Nationalgalerie. Allerdings nur, wenn der Zusammenhang nicht sofort zu durchschauen ist. Eine einfache mechanische Vorrichtung reicht da nicht, die genaue Funktion muss durch Komplexität oder Unzugänglichkeit verschleiert sein.

vorausgesetzt

Komplexität
Einfachheit
Tiefsinn
Verständlichkeit

Wohlbefinden

Interessantes Gespräch mit Carsten über Schönheit und Wohlklang: Ich beziehe beides entweder auf vereinzeltes, tendenziell statisches Material (für mich der gewöhnliche, aber falsche Begriff von Schönheit), oder auf eine vollständige, in sich abgeschlossene Arbeit (für mich die einzige Möglichkeit, über Schönheit ernsthaft nachzudenken), er scheint etwas dazwischen zu meinen, das eine eigene Dynamik hat (also sich in der Zeit bewegen kann), aber nicht dem Zwang des Abgeschlossen, Vollständigen unterliegt, sondern ausschließlich dem Zweck des Gefallens. Für mich schwer zu denken, schwer vorstellbar.

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Helle Mitte

Aufräumen als Lebensaufgabe (ganz einfach Zimmer aufräumen und so).

Mit zusammengebissenen Zähnen singen.

La condition humaine (Kobayashi): Sehr offensichtliches Spiel mit Spannung-Entspannung, aber trotzdem überzeugend, weil im Detail stimmig, und weil man das Gefühl hat, dass auch die Teile, die die Storyline nicht voranbringen, einen wesentlichen Beitrag zur Aussage des Films, zur vollständigen Beschreibung des Gegenstands darstellen. Insofern eine extrem konventionelle Dramaturgie durch Ernsthaftigkeit überzeugend erfüllt.

Es gelingt ihm deutlich zu machen, dass die leisen Passagen nicht einfach nur ein dramaturgischer Trick sind, sondern dass sie eine echte Funktion im Gesamtwerk haben, dass sie dazugehören, dass etwas fehlen würde, wenn sie nicht da wären. Das Bild wäre unvollständig, wir würden Informationen vermissen, und letztlich wäre die Storyline auch zu geradlinig, um überzeugend zu sein.

Ab einem bestimmten Punkt geht das natürlich weit über formale Überlegungen hinaus. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere einen neun Stunden Film ohne auch nur den geringsten Hoffnungsschimmer enden zu lassen, erfordern echten, realen Mut.

Dolgopolov: Ganz schön schnell erwachsen geworden, als Tennisspieler. Kaum zu glauben, dass das geht: Gestern unbeherrschtes Küken, heute erfahrener Gewinner. Als ob er in der Zwischenzeit jahrelang gespielt hätte.

Wortwahl: Komisches hin und her, hier dies, hier das, dann umgekehrt, dann wieder das Gegenteil, dann passt es plötzlich. Merkwürdiges herantasten, vorarbeiten, zufallsbestimmt.

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Wicked Games

Bring your love, baby, I could bring my shame,
Bring the drugs, baby, I could bring my pain.

Ich war nach Paris gefahren, um in der neu eröffneten Nationalgalerie eine Ausstellung zu sehen. Nachdem ich die Ausstellung besucht hatte, wollte ich noch in den Nordflügel der Galerie, um einen anderen Teil des Museums und seiner Sammlung kennenzulernen. Ich musste durch ähnliche Gänge wie zum Ausstellungstrakt und kam dann zu einer großen Toilettentür, die man mit Gewalt aufstoßen musste, weil direkt dahinter eine Wärterin oder ein langhaariger Wärter kauerte, der durch den Stoß gegen die Wand geschoben und dort eingeklemmt wurde. Ich schaute kurz hinter die Tür, lief durch einen Vorraum in den eigentlichen Toilettenraum und hatte sofort das Gefühl, dass ich falsch bin. Ich fragte, ob das hier die Damentoilette sei, bekam aber keine Antwort und verließ den Toilettentrakt wieder. Auf der Suche nach dem Nordflügel musste ich kurze Zeit später durch die gleiche Tür, diesmal landete ich in einer Art Parkhaus mit tiefen Decken und mangelhafter Beleuchtung. Direkt hinter dem Eingang lag eine Jeans, vollgepisst und in Eile ausgezogen, in einem Nebenraum rechts wälzten sich zwei Menschen in Schlafsäcken übereinander, ich dachte an Sex, wunderte mich aber, dass sie in zwei getrennten Schlafsäcken steckten. Ich ging geradeaus weiter und kam in einen breit gestreckten Raum, an dessen hinterer Wand zahllose Menschen in Schlafsäcken lagen und sich manisch kratzten. Alle klebrig verschmutzt, genau wie der Raum selbst. Ich drehte mich um und wollte so schnell wie möglich den Raum verlassen, dabei stolperte ich über die beiden Gestalten im Vorraum, die, wie ich jetzt sah, keineswegs Sex miteinander hatten, sondern beim Kratzen übereinander hergefallen waren.

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Tragik des Verschwindens

Gallimard: Alles muss gratis sein.

All das kann ich haben! Interessante Problemverschiebung: In dem Moment, in dem tatsächlich alles gratis ist, fällt die Begrenzung des Budgets weg, d.h. man kann viel mehr einsammeln, als man verdauen kann. Extrem schwer für den einzelnen Gegenstand, im Gedächtnis zu bleiben. Das meiste verschwindet auf der Festplatte. Zeit als letzte, nicht hintergehbare Begrenzung.

Könnte allerdings sein, dass man da handelt wie die Kriegsgeneration in Bezug auf Essen: Alles, was da ist, stopft man gierig in sich hinein. Möglich, dass eine Generation, die mit Download/Streaming aufwächst, da eine völlig andere Einstellung hat. Das würde heißen, dass das Sammeln komplett wegfällt. Außer Freunde.

Stimmungen: Großwetterlage, Kleinwetterlage, eine Woche Verzweiflung, eine Woche Optimismus, und über den Tag verteilt ups and downs, vieles natürlich an Realität gekoppelt (falsch gegessen, falsch angezogen, schlecht gearbeitet oder jeweils das Gegenteil), manches vielleicht aber auch nur zufällig, eben wie Wetter, in Bewegung. Oder hat alles einen Grund?

Urge Overkill: Dandyismus als totale Verlassenheit – toll! Mal sehen, wie die Neue ist.

I think I just finished a piece for string quartet.

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Liar!

Geschenkpapier: Zufällige Verteilung eines festgelegten Musters, in der Regel falscher Maßstab und genau deswegen interessant. Nicht die Passgenauigkeit, sondern das Falsche, das sich Sperrende macht Zuordnungen bemerkenswert.

Falsche, nicht passende Maßstäbe übereinanderlegen, Ergebnis zufällig, aber festgelegt, und natürlich einem Gesetz folgend.

Am tollsten sind absurde Gedanken, die ernst gemeint sind.

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Room 482

Ich lebe auf einem amerikanischen College-Campus, mein Zimmer im Dormitorium ist direkt unter dem Dach, sehr niedrig, zeltförmig, ohne senkrechte Wände, wie ein Verschlag. Drei kleine Räume in einer Reihe hintereinander, nur durch Wandstutzen, nicht durch Türen voneinander getrennt. Es gibt eine Dusche direkt neben meinem Zimmer, ich gehe aber lieber in das Badehaus auf dem Campus. Neben dem Badehaus liegt ein Spielplatz mit Klettergerüst, ich versuche ohne Zuhilfenahme der Beine hochzuklettern, um meine Arme, vor allem aber meine Hände zu trainieren. Dann gehe ich in das Badehaus, merkwürdigerweise gibt es nur eine einzige Badewanne mit Duschvorhang, sonst keine Wascheinrichtungen. Die Wanne ist besetzt. Als ich wieder nachschaue, steigt mein Vorgänger gerade aus der Wanne. Er hat eine blaue Pumuckel-Frisur. Ich denke zuerst, er hätte eine Badekappe auf, weil die blauen Haare wie ein Plastikfell aussehen. Dann wird mir klar, dass es sich in Wirklichkeit um eine Wäscherin in blauem Reinigungskraft-Kittel handelt, die sich um nasse und bereits getrocknete, wahrscheinlich frisch gewaschene Handtücher kümmert. Ich drehe mich um und verstehe, dass ich in die Waschküche des Campus geraten bin. Hinter mir befinden sich metallene Arbeitsrampen, an denen vier oder fünf Wäscherinnen mit über ihre Haare gezogenen Plastikhauben stehen. Sie tragen die gleichen blauen Kittel wie die Frau mit den Handtüchern.

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digitale Spuren

wieviel wovon?

stattdessen Räume definieren? wäre die sauberere Methode, würde aber bspw. Kontraste nur durch Zufall und nicht geplant entstehen lassen

auf der anderen Seite: klare und genaue Graduierung möglich

1-, 2-, 3-Schlag Takte etc. +/-

halbe Schläge können auf- oder abgerechnet werden

Notstand als Konzentrationszwang

Beethoven: Anschlüsse. How to get from here to there?

Just beam me up, Spock!

Greise aus der Schweiz

Yeah, nice.

Die Zeitmaschine ist die Struktur: Alles andere wird hineingefüllt.

Das Stück definiert sich selbst, je mehr je weiter es fortschreitet (rein technisch-faktisch). Mit jeder Veränderung wird mindestens ein Parameter festgelegt. Mit jeder Veränderung einen Parameter definieren.

Angstbestimmte, angstgesteuerte Programmpolitik: Wer nichts falsch machen will, macht alles falsch. Wenn es doch mal einen wirklich tollen Missgriff gäbe. Leider sind auch die Fehler völlig mut- und einfallslos.

In case you didn‘t realize: JEDES musikalische Fragment definiert ALLE musikalischen Parameter, auch die, an die Du noch gar nicht gedacht hast.

Plötzlich haben die Sachen wieder eine Dringlichkeit bekommen. Scheint wieder loszugehen. Ist doch super!

die meisten Menschen verschwinden

der Sinn

ferngesteuert, right?

ächz!

nur ich kenne sie

world on drugs

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Das Ganze muss als totes Material angesehen werden.

Der Mann, der zu viel wollte.

Verständlichkeit: Ganz interessant, wenn man etwas sagt, aber ganz offensichtlich nicht verstanden wird. Der Gesprächspartener geht davon aus, dass er verstanden hat, führt das Gespräch aber in einer Weise weiter, aus der hervorgeht, dass er im besten Fall genau das Gegenteil von dem verstanden hat, was man eigentlich sagen wollte, vielleicht aber auch einfach etwas ganz anderes. Man macht ein, zwei Versuche der Richtigstellung, merkt aber schnell, dass es keinerlei Aufnahmebereitschaft für das gibt, was man eigentlich sagen will. In einer Art unbewussten Absichtlichkeit kann der Gesprächspartner gar nicht verstehen, was wir sagen wollen, weil dies sein Weltbild (zumindest in Bezug auf den Ausschnitt, über den wir sprechen) zerstören würde. Offensichtliche Frage: Wie oft missverstehen wir selbst absichtlich, ohne uns dessen bewusst zu sein? Wie abgeschottet, wie unbeweglich ist unser Weltbild? Nächste Frage: Wie offen kann ein Weltbild sein, wenn es praktikabel bleiben soll?

Ich meine hier nicht einfach kleine Missverständnisse, sondern Situationen, wo man etwas sagt, das man für selbstverständlich hält, das vielleicht zwei, dreimal wiederholt und erklärt, und dann merkt: Oh, lieber nicht anfassen, lieber in Ruhe lassen, sonst bricht hier etwas auseinander, was Du später vielleicht nicht mehr zusammenbekommst. Hier verteidigt jemand sein Leben. Welches Recht hast Du, hier nachzubohren? Allerdings: Welches Recht hast Du, hier zu schweigen? Vgl. Taktgefühl: Wer hat Dir denn eigentlich erlaubt, taktvoll zu sein?

Und dann wurde er BÖSE.

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Deine Augen bestehen aus Scheiße.

Meistens bekommt man Dinge, die man sich wünscht, erst dann, wenn sie einem egal geworden sind. Oder dann, wenn man aktiv daran gearbeitet hat, sie zu bekommen – was auf das Gleiche hinausläuft: Wenn man sich etwas verdient hat, kann man sich eigentlich nicht mehr darüber freuen. Wieso sollte man? Das könnte auch der Grud dafür sein, dass man Dinge, die man sich wirklich wünscht, oft nicht bekommt: Weil man es ablehnt, dafür zu arbeiten, um die Freude, sie zu bekommen, nicht zu zerstören. Auf der anderen Seite: Warum sollte man sich über etwas freuen wollen? Wenn die Freude so leicht zerstörbar ist, warum sollte man für sie den Gegenstand des Wunsches opfern?

Können Sie diese Überlegungen nachvollziehen? – Nö, wieso?

Eine formale Struktur ist dann gelungen, wenn sie als Erfindungsmaschine funktioniert.

Angstgetriebene Manie, zu allem dazuzusagen, wie man es verstehen soll: Dass man es bloß nicht in den falschen Hals bekommt.

Der Tod ist peinlich, oder die Angst vor ihm?

Sich entscheiden, mit allen Konsequenzen.

Form: Parameter ENTDECKEN.

Habe ich damit wirklich etwas zu tun? Vielleicht ja, vielleicht nein, vielleicht ist es einfach nur völlig egal. Bei etwas mitmachen, weil es keine Alternative gibt, nicht aus innerer Überzeugung. Das politische Leben existiert nicht.

Eine Welt ohne Idioten wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht vorstellbar (Lenin).

alles so falsch

alles
so
falsch

überwintern

Wenn Ironie offen lassen bedeutet, müsste doch eigentlich das Einziehen ein zweiten Ebene, die die erste kommentiert, das Gegenteil von Ironie bedeuten. Das ist aber nicht der Fall: Die zweite Ebene ist eher so etwas wie das Aussprechen der ironischen Intention.

sich treu bleiben wird überbewertet

Schlinge

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The Vorbeiest.

Anger

Das muss ich mir unbedingt merken!
Ich auch!
Ich auch!

Psychologie: Interessant, dass man nicht einfach irgendein Gerüst konstruieren kann, es muss sich zumindest solange man daran arbeitet, sinnvoll ANFÜHLEN.

Stefanie Lobenstein Bensheim

Misserfolg als Korrektiv

Takte als Einheit für Mikrovariation, Module als Einheit für Makrovariation? Passgenau oder überlappend zusammenführen? Wahrscheinlich wesentlich, Zeitstrukturen auseinander zu halten.

Dinge, die sich schnell ändern: Mikrovariation
Dinge, die sich langsam ändern: Makrovariation

Anschauen und Wissen

glauben zu wissen

Formale Disposition und Binnenstruktur: D.h. der gleiche Parameter kann natürlich sowohl im Makrobereich als formbildende Kraft, als auch im Mikrobereich als Mittel zur Generierung von Mikrovarianten eingesetzt werden.

Parameter X verhält sich im Makrobereich so und so, und innerhalb dieses Bereiches im Mikrobereich so und so. Der Makrobereich gibt die Grenzen des Mikrobereichs vor.

ALLE Parameter sowohl im Makro-, als auch im Mikrobereich???

Den Mikrobereich GEGEN den Makrobereich setzen.

Im Großen und im Kleinen

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Un prophète

Fine images, but not too fine. Almost not at all. Quite perfect.

Geniales Script. Allein das Schlussbild: Korsen, Italiener und Muslime warten auf den Propheten am Tag seiner Haftentlassung und wollen ihn jeweils für ihre Partei reklamieren. Er beachtet sie nicht und läuft, als ob nichts wäre, auf die Frau seines toten Freundes, die ihn ebenfalls abholen gekommen ist, zu, begrüßt sie, und geht mit ihr und ihrem kleinen Sohn zu Fuß los. Hinter ihnen sieht man, wie sich die großen Karossen der Clans in Bewegung setzen und ihnen im Schritttempo folgen. Ein Bild, das die Verbindung von absoluter Unschuld und totalem Machtanspruch in einer Person genial begreiflich macht, ohne auch nur im Entferntesten literarisch zu sein, also Informationen vorauszusetzen, die im Bild selbst nicht enthalten sind. Tatsächlich ist das Bild extrem unauffällig gehalten und schöpft seine Kraft allein aus dem Gegensatz zwischen der familienartigen Gruppe von Fußgängern im Vordergrund und den Luxuskarossen im Hintergrund, die dem Propheten mit ihrem Schritttempo ihre Ergebenheit bezeugen. Selbstverständlich dreht sich der Prophet noch nicht einmal um, um zu schauen, was hinter ihm vorgeht.

Komisch, dass es in manchen Situationen von Grund auf falsch ist, zu viel zu verraten, zu offen zu sein, und dass man sofort merkt, dass man einen Fehler gemacht hat, wenn man es tut. Es ist aber nicht immer im Voraus klar, wo die Schwelle liegt, die man nicht übertreten darf. Vielleicht geht es auch tatsächlich darum, das auszutesten, manchmal auf der richtigen und manchmal auf der falschen Seite zu landen. Warum nicht ein bisschen schämen?

Wenn man sich schämt, schämt man sich für das, was man getan hat, was man ist, oder für die Situation, in die man geraten ist, in die man sich begeben hat? Nicht immer auseinanderzuhalten, klar zu trennen.

Es ist gar nicht so, dass man unbedingt etwas oder jemanden verletzt, sondern eher, dass etwas nicht passt, und zwar gar nicht passt.

Feingefühl: Ein bisschen eben auch wie ein gutes Stück, in dem man die richtigen – und die richtig falschen – Entscheidungen getroffen hat. Spüren, ob etwas geht oder nicht geht. Ob etwas interessant oder nicht interessant ist.

Takt: Schläge zusammenfassen und Teilschläge einfügen.

Schläge variieren heißt ja eigentlich, dass sie einzeln gezählt werden müssen, isoliert bleiben müssen. Schläge zusammenfassen heißt, solange man nicht an starke und schwache Zeiten glaubt, dass der Schlag in die Dauer übergeht. Es sei denn, wir sprechen nur über Praktikabilität. Think of Beethoven.

Takt, im Gegensatz zu Schlag, könnte dann den Abstand zwischen Schlägen bestimmen, also Leerschläge beinhalten – einzeln aufgefasste Leerschläge machen wahrscheinlich keinen Sinn – oder die Dauer von Ereignissen oder Gruppen von Ereignissen bemessen. Ein traditionelles Verständnis von Takt als Zusammenfassung von starken und schwachen Schlägen nach vorgegebenem Muster, also Restitution von tonalen Taktmustern, macht keinen Sinn und müsste, wenn überhaupt, Thema sein, und nicht Vorbedingung.

I enjoy the area of view.

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Stimmen aus dem Jenseits

Immer wieder der gleiche Gegenstand oder gar kein Gegenstand: Sind die Eigenschaften der Gegenstand, verdecken sie den Gegenstand, oder verdecken sie die Tatsache, dass es gar keinen Gegenstand gibt? Oder besteht die Dynamik der Form darin, den Gegenstand gegen die Eigenschaften und die Eigenschaften gegen den Gegenstand durchzusetzen? Woher kommt der Gegenstand und woher kommen die Eigenschaften? Sind die Eigenschaften die Form und der Gegenstand die Erfindung?

Schon wieder ein Traum:

Ich stampfe an Sylvester wütend durch München, irgendwo im Niemandsland zwischen Maximilianstraße und Museumsviertel. Könnte auch eine monumentale Variante des Pariser Platzes in Berlin sein. Kommt Friedrich Goldmann aus einer Kneipe und humpelt mir am Stock hinterher. Er hat Schwierigkeiten mit den hohen Trottoirs.

Ich: Und, wie isset?
Er: Ist doch klar: Egal.

Und fängt an zu rezitieren:

Der Sohn des Pferdes scheißt auf uns hernieder,
Bevor die Scheiße anfängt anzutrocknen scheißt er neue,
So kommt‘s, dass wir stets –

Ich: Und warum erzählste mir das?
Er: Na ja, die anderen hören nicht zu.

Dank an: Moguillansky/Frampton

Alle Ordnung ist wahnhaft.

Jahre der Schrift

Protest gegen den Protest

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Stay gold.

Wenige lichte Augenblicke. Precious moments of truth. Recognition. Re-Ignition.

Sparse

ätherische Musik

Kurt Wagner: Gliss. als Gliss., Rauschen als Gliss., Rauschen als Legato zwischen Ton und Ton, unvermutetes Wiederauftauchen in anderem Register und zurück ins Hauptregister.

This is all you want
This is all you ever dreamed of

Gold.

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Mr. Know It All

The Action Packed Mentallist Brings You The Fucking Jams: Ist ja super, toll! Na ja, o.k., ist o.k., sieht aber super aus.

Oval: Im Grunde irrsinnig schön. Mehr will man gar nicht. Aber natürlich eben doch.

Kleinbürgertum: Sich tot stellen und warten, bis das Leben vorbei ist = Vernunft. Auf keinen Fall lüften.

Wie schon gesagt: Fehler müssen echte Fehler sein. Wie reagiert man, wenn man einen Fehler bemerkt? Lässt man ihn stehen, segnet man ihn ab, dann ist er kein echter Fehler mehr, sondern plötzlich Absicht, verbessert man ihn, nimmt man dem Stück einen Fehler, eine Unregelmäßigkeit, die es vielleicht gebraucht hätte. In beiden Fällen entschärft man das Stück. Auch wenn es genau gleich bleibt. Es wird trübe, verliert an Kraft. Einziger Ausweg: Bis zur Erschöpfung arbeiten, damit neue Fehler entstehen. Oder man findet einen Ersatz für Fehler als Unregelmäßigkeit der Arbeit. Etwas, was sich der vollständigen Kontrolle entzieht, ohne Zufall zu sein. Denn Zufall schmerzt nicht. Und es geht notwendigerweise um Unvollkommenheit, um Schmerz, um ein nicht auflösbares Grundproblem als Kern der Arbeit. Vielleicht tatsächlich eher ein psychologisches als ein technisches Problem. Trotzdem glaube ich, dass sich die Haltung zum Fehler im Ergebnis mitteilt. Möglicherweise ist der Konflikt zwischen Kontrollwunsch und daraus resultierendem Kontrollverlust der eigentliche Punkt: Dass ein echter Kampf zwischen dem Wunsch nach Kontrolle und dem Unvermögen, Kontrolle auszuüben, stattfindet. Deshalb frühere Arbeiten einer Werkgruppe oft interessanter als spätere: Das Material widersetzt sich noch dem Zugriff, der Künstler hat noch keine vollständige Kontrolle über sein Material. Gegen seinen Willen unterlaufen ihm Dinge, die er später zu Gunsten von Fehlerlosigkeit vermeiden wird. Daher auch die Notwendigkeit, sich immer wieder neue Aufgaben zu stellen: Nur im Moment der Entdeckung kann es ein Gleichgewicht der Kräfte geben. Danach geht es nur noch um Vervollkommnung, letztlich um Fehlervermeidung. Es sei denn, es gelingt, aus der Perfektion eine neue, eigene Kraft zu entwickeln.

It is never o.k. to touch somebody else‘s private parts. Your mom and dad will tell you some.

The idea is not to have a voice (Mr. Isaacs).

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John Lely

Nie eine zweite Ebene einziehen. Nie über das sprechen, was man gerade tut. Allerdings: Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, manchmal ist die zweite Ebene wichtiger als der Vordergrund, das, was man eigentlich sagen will. Dann, aber nur dann.

Trockenheit. Nüchternheit. Der Hintergund ist da, wird aber nicht ausgesprochen. Punkt.

Erinnerung

Selbstbezug

Da haben wir‘s: Nicht darüber sprechen. Bezug, aber nicht Erwähnung des Bezugs. Keine Erklärung. Irgendwie aber auch schade. Ist logischerweise schon ein Thema. Und wie entscheidet man, was man auslässt und was nicht? Vieleicht lässt man gar nichts aus, sondern entscheidet nur, was sich richtig anfühlt und was nicht. Und dass eine bestimmte FORM von Selbstbezug sich immer grauenhaft anfühlt und deswegen verboten bleiben muss. Was wäre dann ein interessanter Selbstbezug? Jedenfalls kein bequemer.

Als Beispiel: Dinge kommen wieder, man erwähnt, dass Dinge wieder kommen, man zeigt, dass man weiß, dass Dinge wiederkommen. Irgendetwas stimmt am Erwähnen gar nicht. Vielleicht, weil damit nichts gesagt ist. Weil man damit keinen Gedanken weitertreibt. Nicht erwähnen eigentlich musikalisch: Ohne Kommentarfunktion.

Lupe

Ritardando

die Tonbewegung ein bisschen genauer anschauen

Immer wieder schön: verstimmte reine Intervalle

What gives you the idea that you should be fine?

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Pouring down hate and discontent like motherfuckers

realism sucks
formalism rules
sweet formalism
sweet, sweet formalism

REALISM SUCKS
FORMALISM RULES
SWEET FORMALISM
SWEET, SWEET FORMALISM

Geschwindigkeit des Denkens
Weg des Denkens

Essentialistische Musik: Direktheit des Ausdrucks erkauft mit einem Mangel an praktischer Intelligenz.

Unmittelbare Expressivität tatsächlich ein bisschen blöde.

Nicht musikalisiertes Material. Gar keine Expressivität. Auch keine offensichtlich vermiedene. Keine Musikalität als Ziel. Interessante Aufgabe.

schön wäre natürlich beides zusammen

ALLES AUF EINMAL

Leonardo Pisano
Sohn Apuliens

never pet a burning dog

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Kaputte Seelen

Verdopplungen als Halo: 1-14 vs. 1-14

Logischerweise kann es nicht mehr Stimmen als Instrumente geben (no Doppelgriffe).

Stimmen/Instrumente-Prädisposition als Struktur: Hilft, Schläge/Takte/Abschnitte voneinander zu trennen.

(15) 14/13/12/11/10/9/8/7/6/5/4/3/2/1
1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/12/13/14 (15)

105 (120)

Might help for Lichtblitz, too. Give it more (abstract) structure. Nicht ZU SEHR auf den Text konzentrieren. Noch auf die Bühne. Makes you tight and stiff – unflexible.

In der Tat: Auf Schläge heruntergebrochene Struktur könnte zusätzlichen Grip geben.

Make it easy. Don‘t be ashamed.

Back in the game.

It looks soo good.

Hr. Blockwart: Entschuldigen Sie sich bitte für
Fr. Gauleiterin: Ich verstehe nicht, was Sie in Ihrem Brief mit

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Traum III

Rainald war mit Freunden zu Besuch gekommen. Tilman war auch da. Wir wohnten auf einem Areal mit langgezogenen Mietskasernen und kahlen Freiflächen dazwischen. Kurz nachdem Rainald gekommen war, ging ich nach unten und begann, auf einer überdachten Laderampe im Hof längliche Säcke mit feuchtem Kaffeesatz auf einen riesigen Lastwagen zu stapeln. Als die Ladung so hoch gestapelt war, dass zwischen den Säcken und der Überdachung nur noch ein schmaler Zwischenraum übrig war, sah ich plötzlich gegen das Tageslicht, dass dicke, fleischige Fliegen auf den feuchten Säcken eine Art Tanz aufführten und sich dabei immer wieder von den Säcken purzeln ließen. Als ich wieder hochging, kamen mir Rainald und seine Freunde auf der Treppe entgegen. Ob Julia und Tilman auch dabei waren, weiß ich nicht mehr.

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IN DIE SCHWÄRZE

Nebenwirkungen werden in Kauf genommen – Nebenwirkungen sind erwünscht – Nebenwirkungen sind die eigentliche Idee des Stückes: Trotzdem müssen sie Fehler des Systems bleiben, weil sie sonst nicht mehr als Nebenwirkungen, sondern als Teil des Systems wahrgenommen werden. D.h. auch wenn der eigentliche Fokus des Stückes auf den Nebenwirkungen liegt, muss das Programm so gestaltet sein, dass diese Nebenwirkungen Fehler bleiben und als Fehler wahrgenommen werden. Frage wäre dann: Was ist der Unterschied zu einem System, das einfach so Fehler macht? Logischerweise keiner. D.h. du KANNST das gar nicht programmieren, du MUSST daran scheitern, um glaubwürdig zu sein.

Sich Gefühle ins Bewusstsein zu rufen, verfälscht sie. Als ob man nicht zu lange darüber nachdenken dürfte. Gerade das Festhalten an einem Gefühl zerstört es. Das Gebet als Versuch, das Bewusstmachen von Wunsch und Dankbarkeit zu formalisieren, um sie dabei zu konservieren. Das Mantra als formalisierte Wiederholung. Inwieweit das funktioniert, ist eine andere Frage. Interessant, wie schnell Gefühle in Sentimentalität abgleiteten, wenn man sich ihrer versichern will. You don‘t own them, after all.

Das gleiche, überspitzt, aber auch genauer: Gefühle werden erst konkret, wenn man sie ausformuliert, und durch das Ausformulieren verschwinden sie sofort wieder. Beständigkeit würde hier darin bestehen, dass das gleiche Gefühl – oder ein ähnliches – immer wieder kommt. Und ob das so ist, hat natürlich wesentlich auch mit deinen Lebensumständen zu tun: Ob deine Umgebung im wesentlichen gleich bleibt oder sich ständig verändert.

Mmmh, lecker: Der Hunger schmeckt.

Wie es wirklich war

Was wir hier immer wieder hatten: Die kurze Notiz hält den Gedanken zwar unmittelbar fest, ist aber später nicht mehr verständlich. Die Ausarbeitung führt den Gedanken zwar aus, entfernt sich aber in der Ausarbeitung unweigerlich vom Original und lässt es letztlich verschwinden.

Jede Ausarbeitung ist auch eine Veränderung: Für die Kunst toll, für das Denken –

Gedanke = Gefühl?
Erklären = Zerstören?

Arbeit

Schnelligkeit

sofort, sonst ist es weg

lustig, wenn alles digital ist, kann man nicht mehr ernsthaft etwas verschenken

Sciarrino: Das Unkontrollierbare, nicht restlos Aushörbare.

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Sperre

Momente, in denen es mir gut geht:

Forever Now

DÄMMERN
HÄMMERN
DÖSEN

Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen

IDENTITÄT
ÄHNLICHKEIT
KONTRAST
UNÄHNLICHKEIT
VERSCHIEDENHEIT

Hanoi Rocks: Nicht das geringste Verlangen nach Härte oder Schnelligkeit, interessant.

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anna laura braghetti

O.k., also erstens, warum keine Wiederholungen von Rhythmuswerten, und zweitens, wie tabellentechnisch über Anzahl der Schläge = Anzahl der Werte hinausgehen.

Arbeit
Verfahren
Verfahrenstechnik
Technik

Zitat
Exzerpte
Stichproben

Material

Verfremden durch Formalisieren – Refamiliarisieren durch Aufführung

Die Idee des Kalkulierens ist das Vermeiden von Begründung – wenn der Kalkulus dies oder das sagt, brauchst du nicht mehr darüber nachdenken, warum du es machst. Kalkulus als Letztbegründung, sich selbst begründend, die keine weiteren Fragen erlaubt.

white trash, rich and poor

Bild/Abbildung vs. Konstruktion

dumm gleich böse – ist das so? I‘m not so sure.

Verformung gegen Verformung: glatte Oberfläche, der man ihre Konstruktion nicht mehr ansieht. Was wäre dann der Sinn der Konstruktion? Vielleicht, die glatte Oberfläche erst denkbar zu machen.

Wichtig ist dabei, auch im negativen Sinn, dass die Konstruktion RESTLOS verschwindet, dass nichts übrig bleibt, das auf sie verweisen könnte.

Einfachheit

Stockhausen: Perfektion aus Verzweiflung. Alles perfekt vorbereitet, doch es kommt niemand. Aber es hätte, wenn –

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Only

In einem Pariser Theater, ähnlich den Bouffes du Nord, Lucas Fels und mein Schwager Tilman sollen ein Cello-Duo von Wolfgang Rihm uraufführen. Ich sitze auf einem Balkon an der hinteren Bühnenwand, halb verdeckt von der hohen Balustrade. Das Publikum hat schon Platz genommen, die Solisten sitzen in der ersten Reihe, die Bühne ist vorbereitet, die Noten stehen auf den Ständern, so dass ich sie vom Balkon aus einsehen kann. Plötzlich ruft Tilman zu mir hoch, hast Du vergessen, dass Du bei der Uraufführung dem Publikum ein Märchen erzählen wolltest, wenn Wolfgang das Stück wirklich für uns schreibt. Das war doch versprochen. Ich habe keine Ahnung, wovon er spricht, habe nicht die geringste Erinnerung daran, dass ich etwas in diese Richtung versprochen haben sollte, habe aber das Gefühl, dass ich jetzt, wo alle glauben, dass ich etwas versprochen habe, mich schlecht aus der Affäre ziehen kann, und versuche mich locker zu machen und in der Art von Rihm aus dem Stegreif zu plaudern. Ein Märchen fällt mir auf die Schnelle nicht ein, auch nichts Märchenähnliches, aber mir ist aufgefallen, dass eine Passage aus dem neuen Duo wie Feldman aussieht, aber nicht wie Feldman klingt. Stimmt tatsächlich: Ich hatte vom Balkon aus eine Zeile gesehen, die wie ein Cellosolo aus Feldmans Zweitem Streichquartett aussah, dort aber leise, pizzicato, hier, bei Rihm, laut und arco zu spielen war. Vielleicht hatte ich auch an die tolle Musik für zwei Celli gedacht, die Feldman für Jackson Pollock geschrieben hat.

M.B.R.M.M.P.P.: Guter Einsatz von Dynamik, sehr präzise Positionierung von Crescendi und Decrescendi. Danke.

Alkmene: Verzweifelte Ironie, grimmig. Brutale Kommödie. Offensichtlicher tragische Gehalt. Everyday life. Baudelaire. Jeff Wall.

Davon ausgehen, dass alles gleichzeitig gesungen wird. Dann einzelne Wörter herausschälen. Das gilt auch für Einzelstimmen. Auf ein Wort ALLES singen. Ineinander verschachteln.

we will have him forever

Jenny Wilson: geil ältliche Stimme, Musical, aber toll

I‘m not here for the fight

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Sozialspast

You don‘t own the moral high ground anymore.

Lieutnant

Notizen und Notizen

Lieber

If you look a little less you might see a hell of a lot more.

How would you define the idea of understanding?

Rhythmus

I think there‘s two ways of looking at the idea of understanding:

One is if you don‘t look you never will see.

electric mist

The other is:

Frauen als Opfer: ziemlich fieser Topos, besonders, wenn er zutreffend ist.

Dyke

Und Kinder.

Did you really think I would let you listen to it? I only wanted you to know what you‘re missing.

Boulevard der Stars: Wenn man das sieht, möchte man am liebsten sterben.

How could we be so stupid and naiv?

Von Brauchitsch und Frau Helga

Natrium-Pentobarbital

Letztlich ist alles interessant, wenn es an der richtigen Stelle steht.

Untertöne und Obertöne

Alice Schwarzer ist eine hervorragende Journalistin.

Kämpfen ist so pathetisch – geht gar nicht, oder?

Gleichzeitig verdammt schade.

werkwärts

Dokumentationszwang: wahnsinnig traurig, totale Vergeblichkeit, ich war

Hölle

That‘s a fuckin‘ nice statement. Nevertheless, let‘s die.

Andy‘s chest

Perfect

Day

Klimper

Öde Falsch Scheiße

Am I supposed to die now?

Verschiedenste Interpreten

Deppen

Wenichstens passiert was

Hilfe

Blase

Rauschen in der Stimme

Ja, und dann hat sich alles zerschlagen.

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asap

Silhouette

Ja, interessant, dachte ich, wie verschieden die Silhouetten sind, die man mit einer einfachen Hose konstruieren kann. z.B. sehen feste Arbeitshosen an O-Beinen besonders gut aus. Sehr begrenzte Grundform, tausend Möglichkeiten.

Die Rauheit der Stimme

Klar ist die Rauheit der Stimme der eigentliche Ausdruck. Nur: Genau das ist ja auch das Problem. Gerade in Verbindung mit Text wird auskomponierte Rauheit auf peinliche Art durchschaubar. Eine ganz deprimierende Form von unmittelbarer Expression, auch dann, wenn sie nicht so gemeint und nicht so gemacht ist.

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mid-year

Habe ich Dir eigentlich je erzählt, dass ich als Kind auf alles, was ich gegessen habe, Sojasauce geschüttet habe, egal was es war?

Soysauce was my Ketchup.

gut schreiben ist verboten – warum eigentlich?

Offensichtliche Virtuosität, offensichtliches Können ist spastisch, der Wille zu Brillieren ist so lächerlich und durchschaubar. Gleichzeitig natürlich tolles Überzeugungspotential bei Leuten, die Kunst eigentlich hassen. Thomas Mann.

Mühelosigkeit
Anstrengungslosigkeit
wirkt friedlich
pluckert so vor sich hin

Oval: Auch rauhe Klänge, laute Anschläge, die eigentlich höheren Energieeinsatz suggerieren würden, wirken wir nachempfunden, nachgestellt, nicht wirklich, in echt ausgeführt, obwohl sie echt klingen und wahrscheinlich nicht einfach nur aus dem Computer kommen. Der Eindruck der Mühelosigkeit bringt auch so etwas wie Vergeblichkeit mit sich, stille Melancholie. Darin auch ein Hauch versteckte Aggressivität. Interessante Uneigentlichkeit, die in der Auseinandersetzung mit realen Klängen erst wirklich deutlich wird. Hat sicher auch etwas mit dem relativ gleichförmigen Rhythmus zu tun, und mit einer jetzt etwas zurückgenommenen Vorliebe für entwicklungslose Klänge, reine Anschläge und reines Ausklingen.

Ich finde Anstrengung natürlich toll, ist ja klar.

Rezeptionsstoizismus, angeborener

kein Foto
keine Abbildung
keine Illustration
keine Erklärung
kein Verweis

Ein Mann mit vielen Abneigungen

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Selbstverliebt

Klavier-Cluster, falsch/ungenau/unregelmäßig angeschlagen, EXAKT wiederholt: Samplitude

Lispeln/Sprachfehler als Stilwille (Beyoncé)

Emilio de‘ Cavalieri, Lamentationes Hieremiae Prophetae, 1599
Emilio de‘ Cavalieri, Rappresentatione di Anima, et di Corpo, 1600
Il Giardino di Giulio Caccini, 1602
Claudio Monteverdi, Quinto Libro dei Madrigali, 1605
Domenico Belli, Il Nuovo Stile, Firenze 1616
Le Musiche di Bellerofonte Castaldi, 1623

Das oberste Stockwerk, die Treppe ist brüchig, eine Stufe fehlt ganz, nur ein kleiner Vorsprung an der Wand ist übriggeblieben, das Geländer schwebt in der Leere und würde einen Sturz nicht aufhalten können. Ich bin schon oft über diesen Abgrund getreten und habe mich immer gewundert, dass niemand sonst Angst zu haben scheint. Heute muss ich in unserer alten Wohnung übernachten, weil wir Freunde mit Kind in unserer eigentlichen Wohnung, die wie eine Mischung zwischen Grand Hotel und Bibliothek aussieht, einquartiert haben. In unsere alte Wohnung ist inzwischen eine Glühbirnen-Manufaktur eingezogen. Ein winziges Zimmer, die Glühbirnen-Kartons stapeln sich bis an die Decke. Obwohl ausgemacht war, dass ich heute hier übernachte, ist die Arbeit noch voll im Gang. Der Chef versichert mir, dass sie in kürzester Zeit das Zimmer freiräumen könnten. Es stellt sich heraus, dass man durch das Zimmer hindurch in einen riesigen Dachgeschoss-Raum treten kann, der auch zu unserer Wohnung gehört haben muss. Der Chef hat ihn nach allen vier Seiten verglast, allerdings nicht mit modernen Fenstern, sondern mit handgefertigten, unregelmäßigen Scheiben, man hat einen 360 Grad Blick über den Wedding. An diesen großen, schönen Raum, in dem die Handwerker zu leben scheinen, schließt sich eine Flucht von Dachböden an. Im dritten oder vierten finde ich ein sandfarbenes Stoffsofa. Eine junge Handwerkerin läuft durch die Böden und nickt mir freundlich zu, während ich schon am einschlafen bin.

Bilder

Schlag

Don’t lie to me

Die Welt

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Alien

Haydn: schnelle Tonwiederholungen als Verzierung

Suche zu

Zweimal verkehrt rum

Opfer

zählen
berichten
beschreiben
sein

Schuhe

M.B.R.M.M.P.P.: Ziemlich gelungenes Bläsertrio, könnte man weiter dran arbeiten. Streichtrio dito. Aber nicht jetzt.

reden reden reden
denken
tun
träumen

Das Problem wird normalerweise einfach vermieden.

Gegenstandslosigkeit

einfach etwas tun

Regellosigkeit

Zwei isolierte Ereignisse, die unmittelbar aufeinander folgen, werden immer als Frage und Antwort, Eröffnung und Reaktion aufgefasst (Furrer, Sciarrino, Lachenmann).

Das Material kennen: Was willst Du hören?

unbegründete Entscheidungen

Kalkulus

Komisch, dass man nie erklären kann, was man macht. Oder kann man es doch? Wie komme ich wohin? Warum? Wie treffe ich meine Entscheidungen?

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Absicht und Nachvollziehbarkeit

Die Horizontale aus der Vertikalen konstruieren – was denn sonst? Aber eben nicht einfach die Vertikale in die Horizontale kippen, sondern die Horizontale aus einzelnen vertikalen Schnitten zusammensetzen.

Nicht gefühlt.

Not funny at all, but…

Frage wäre, ob Tränen nicht vielleicht doch lügen. Weil es ehrlicher wäre, sie zurückzuhalten, bis niemand zuschaut. Ich weiß es nicht.

It‘s a …

Statement

Lüge

Animatograph

Auf der Flucht: Eine Stufe überwinden, die sich im Sprung als unendlich tief herausstellt, vielleicht sogar mit dem Sprung immer tiefer wird. Fallen und aufgefangen werden.

Auch Stimmen wie Akkorde denken = Klang

Ich öffne: gedämpfte Gitarre simuliert defekte CD (Griots de Mauritanie)

Blind

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Das Netz

Besitz als Suggestion von Wissen

By the way: Ist Lesen Wissen? Wahrscheinlich ja nicht. Eher die nächste Stufe des Nichtwissens, nach dem Besitz.

Erinnerung

Sehen

Sprechen

Schreiben

Erinnerung könnte etwas sein, was wir besitzen, solange sie präsent ist. Vielleicht auch das akute Sehen. Du besitzt sicherlich nicht, was Du sagst. Genauso wenig, was Du schreibst.

It’s a weird, weird nothingness.

Growth

Sammelwut

Sammelleidenschaft

Das Netz nur ein anderer Ort, um seinen Schrott abzuladen – letzter Ort des scheinbar unbegrenzten Wachstums? Letztlich hält das Netz die Illusion der Möglichkeit unbegrenzter Expansion aufrecht: Go digital!

Expansion als unvermeidbares Lebensmodell? Ich meine, würdest Du ernsthaft sagen, dass Du schrumpfen willst? Oder da bleiben, wo Du bist? Dich nicht mehr verändern? Kind of a fuckin‘ dilemma, I suppose.

Lemke München Peters Welt

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GO AWAY!

Ehrgeiz: Kann man definitiv auch zuviel haben. Wenn jede Faser des Gesichts und des Körpers EHRGEIZ schreit, ist etwas schiefgegangen. Geht gar nicht. Tut weh anzuschauen.

Gesang auf 5-Linien-System, Sprechen auf 1-bis-3-Linien-System, quasi Schlagzeug, insgesamt Doppelsystem. Damit spielen. Leise/laut.

Die Idee, dass durch Notation der verschiedenen Parameter des Spiels in eigenen Systemen das Instrument selbst in seiner Identität aufgespalten wird, ist eigentlich Unsinn und nimmt das Notenbild zu wörtlich. Die Mühe des Spielers, Dinge, die normalerweise automatisch ineinander greifen, einzeln zu behandeln, ist offensichtlich. Das Ergebnis ist aber meistens enttäuschend, weil die Aktion im Klang wieder vereinheitlicht wird und kaum eine Spur von Aufspaltung bleibt. Höchstens die Entfremdung des Spielers zu seiner Arbeit ist spürbar – die durch Automatisierung erarbeitete Unmittelbarkeit des instrumentalen Spiels fällt weg, die Bewegungsabläufe müssen neu zusammengesetzt werden.

Hier geht es aber nicht um eine Auftrennung der internen Synchronisation der Ausführung, sondern um eine graphische Repräsentation dessen, was alle hören: dass zwei grundsätzlich verschiedene, klanglich entgegengesetzte Stimmtechniken einander abwechseln und den Text bis zu einem gewissen Grade auftrennen. Gleiche/ähnliche/verschiedene Dynamik kann den Effekt verstärken, aber nicht einebnen.

Dinge, die keine Konsequenz haben: auch schön. Dinge auf sich beruhen lassen. Nicht gleich etwas ändern, weil etwas mit etwas anderem zusammenfällt. Einfach miteinander zusammenstoßen lassen.

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Seeigelsterben

Link: wäre doch toll, wenn einfach mal nichts verknüpft würde! – Anders gesagt: geil, den Link als Voraussetzung für Beachtung in Suchmaschine zu behandeln. Da kann eigentlich nur das Gegenteil als Bewegung kommen. Irrsinniger Vernetzungszwang fast ohne Gegenstimmen.

Eine Komposition, die nur aus Ausnahmen besteht: nur einmal dies hier, nur einmal jenes dort, etc. – Wie würde man so etwas ORGANISIEREN? Wie organisiert man Ausnahmen? Wie ERZWINGT man Ausnahmen? Wie macht man Ausnahmen möglich?

Unterspielen statt überpielen, bewusst unterspielen, so unterspielen, dass man merkt, dass es unterspielt ist, also überspielt unterspielen. Geht das? Wie macht man das? Z.B. Ausnahmen!

Es geht darum, den Kopf offen zu halten.

Linkwahn

Symmetriewahn

Ausnahme eigentlich das Gegenteil von Symmetriewahn

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Wein

Jean-Marc Boillot
Montagny 1er Cru
2008

Domaine Bouchard Père & Fils
Beaune du Château Premier Cru
2006

Casa Vinicola Plozza SA Brusio-Grigione
Valtellina Superiore Inferno
2004

Satan Side

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Traum II

Ich hatte Arne verloren. Er war winzig und hatte sich im Spiel in einen Streifen Papier eingewickelt. Dann war er zwischen die Kiesel gefallen. Wir haben ihn lange gesucht, konnten ihn aber nicht finden. Auch am nächsten Morgen blieb er verschwunden.

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Selbstdarstellung

Von Ihnen erwartet wird:

1.) 20 Minuten Einzelunterricht im Fach Komposition. Die Partitur des Studenten kann 30 Minuten vorher eingesehen werden.

2.) 15 bis 20 Minuten Kurzeinführung zur ästhetischen Position der eigenen Arbeit

Im Anschluss an die Lehrprobe bitten wir Sie zu einem kurzen Gespräch (ca 10
Minuten).

Es gibt keine ästhetischen Positionen, es gibt nur künstlerische Handlungen, man kann sich allerdings fragen, was für eine ästhetische Position sich aus einer bestimmten künstlerischen Handlung ergibt, d.h. man kann aus einer künstlerischen Handlung auf die ästhetische Position rückschließen.

Andererseits: vielleicht ist es tatsächlich möglich, erst eine ästhetische Position zu erarbeiten, und dann daraus künstlerische Handlungen abzuleiten. Das wäre eine extrem unintuitive Form der künstlerischen Entscheidung, aber deswegen nicht unbedingt eine falsche. Intuition würde dann wahrscheinlich vor allem in die Erarbeitung der ästhetischen Position einfließen.

Meine Ästhetik: Genauigkeit von Musik, die im Studio entsteht, auf Partiturmusik zurückwenden. Absicht. Trägermedium. Welche Parameter können sich vollständig erklären, welche nicht? Wo wird Genauigkeit erfahrbar und bleibt nicht einfach nur als Vielgestaltigkeit oder als Abweichung vom Genauen, also als Ungenauigkeit, stehen?

Musikhochschule: Institution als Institution interessant. Leerer Rahmen. Zunächst einmal als solcher zu akzeptieren oder nicht. Danach erst kann man sich im einzelnen fragen, was gut ist und was schlecht, was man gerne verändern würde und was bleiben sollte, wie es ist.

This is how I made Julien Donkey-Boy.

Pizzicato an Flageolett-Punkt. Finger neben Saite liegen lassen. Bounce.

Werbung ist für Bescheuerte.

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Traum

Wir lebten in Los Angeles. In der Nachbarschaft wohnten die Moraths. Bei den Moraths im Garten, oder auch an der Straße, das weiß ich nicht mehr, stand ein großer, hölzerner Schreibtisch. Nachts ging ich heimlich zu Moraths, setzte mich an den Schreibtisch und arbeitete. Als die Moraths wegzogen, stellte sich heraus, dass der Schreibtisch gar nicht ihnen gehört hatte. Er wurde von einem Manager in Business-Kleidung abgeholt.

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Mut zum Depp sein

Thomas Brasch Doku

geht eigentlich gar nicht, aber trotzdem toll

Dichter als Depp, der gar kein Depp sein will, aber alles wahnsinnig ernst meint und gerade dadurch erst recht zum Deppen wird, dadurch aber wieder mutig, weil ehrlich doof. Geil verletzlich, aber eben unabsichtlich. Will eigentlich stark sein. Fehlt.

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