der gesetzwidrige Gebrauch von Sprengstoff

Arbeitstitel: Schwarzfilm oder Ausschalten

Störung

Freiburg Experimentalstudio

Livelelektronik:

Violinklang, Replay, Violinklang, Replay, Einschalten/Ausschalten schneidet in Violinklang ein

Fehler als Grundlage von Liveelektronik, die auf sich selbst aufmerksam macht

Liveelektronik als Form, als feste Form, in die das Material erst im Nachhinein einkomponiert wird

Summen Elektronik Lynch

Freilassen Stören

Form: Diskrepanz zwischen Elektronik und Klangmaterial

durchlaufende Klangstruktur, sehr laut verstärkt – keine Verstärkung – sehr laut verstärkt – keine Verstärkung usw.

Knacksen

entsteht Knacksen IMMER, wenn Verstärkung in Klang ein- oder ausgeschaltet wird.

Wie entsteht ein natürliches Brummen im System – und wie kann ich es modifizieren?

Das Problem bei echter Liveelektronik ohne voraufgenommene Klänge: ALLES was man hört, hört man auf jeden Falll AUCH im Original, man wird also nie NUR die Verstärkung, NUR die Verarbeitung hören, man kann höchstens den Eindruck erwecken, indem man die Verstärkung das Original überdecken lässt oder Original und Verarbeitung weit auseinander zieht.

auf keinen Fall Sparelektronik, also ein bisschen Hall hier, ein bisschen Echo dort

Verteilung im Raum zum Beispiel per Zufall, um betonte Sinnfälligkeit (und Korrespondenz Original-Übertragung) auszuschließen. Allerdings wahrscheinlich nicht so weit gehen, dass einfach nur eine starre Maschinerie als Form für das gesamte Stück abläuft.

Im Unterschied zu Foto und Film (die einer Tonaufnahme entsprechen würden) sind das Abgebildete und die Abbildung gleichzeitig bzw. im gleichen Stück anwesend – daher muss der Unterschied zwischen Abbildung und Abgebildetem herausgearbeitet werden – andernfalls handelt es sich nur um eine Bequemlichkeit – Kommodität.

Extrem laute Störgeräusche – wall of noise – als Schwarzfilm – statt Pause – entweder echte Pause, durch Schwarzfilm ausgefüllt, oder keine Pause, aber Instrumente durch Schwarzfilm überdeckt – entweder gerade noch hörbar, oder gar nicht mehr hörbar.

DIE INSTRUMENTE KÖNNTEN SICH DANN NATÜRLICH AUCH STUMM WEITERBEWEGEN, und wenn der Lärm vorbei ist, würde man merken, dass sie gar nicht wirklich gespielt haben – oder man würde es nie merken, weil sie dann wieder richtig spielen. Aber das ist natürlich ein rein visueller/aufführungspraktischer Reiz.

wie kann man reinen Lärm/weißes Rauschen/etc. aus Instrumentalklängen elektronisch ableiten – oder sollte das weiße Rauschen als einziger synthetischer Klang zugelassen werden?

Alles zusammen (aus dem Stück) in einen Block verdichtet, komprimiert – wäre das schwarzes Rauschen, Lärm?

Eines der Probleme bei echter Liveelektronik ist ja immer, dass man erst etwas einfüllen muss, spielen lassen muss, um es dann liveelektronisch verarbeiten zu können, quasi wie eine Fuge. Könnte man bis zu einem gewissen Grade vermeiden durch sehr leises Spiel und sehr starke Verstärkung/Verzerrung am Anfang, so dass man zwar das Spielen sieht, aber nur über die elektronische Vermittlung hört.

Random Walk

Ein Aus

Weiterverarbeitung von Weiterverarbeitung

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