DESTROYER – OBSERVER

even Niney stating that when Tubby had finished a cut, he found it hard to recognise the track himself

Alles vollkommen egal.

Da sieht die Welt gleich ganz anders aus. Leider nicht besser.

mehr arbeiten

professionalisieren

nie mehr ärgern, nie mehr klagen

Schnelligkeit und Detailtreue

Best Bläsereinsatz ever: Mozart und Reggae

Niney/King Tubby: Akkorde, Begleitfloskeln, Spiel mit Begleitfloskeln, Riffs, angedeutete Melodien. Ja, so könnte es gehen. Wie immer die Begleitung nach vorne gebracht. Im Grunde erschreckend, wie interessant das ist.

Show some love, losers!

Wir sind alle etwas ganz besonderes.

Licht: Ganz einfach vorgehen, im voraus Zahl der Stimmen je Takt/Schlag/Abschnitt festlegen, dann eben zwischen 1 (0) und 14 Linien wählen und über Verdopplungen entscheiden. Je mehr Stimmen, desto weniger Verdopplungen möglich, logischerweise. Verdopplungen durch verschiedene Spieltechniken anreichern eventuell auch Oktavierungen – die allerdings auch im Satz schon als Oktavabweichungen vorgegeben sind. Nicht vergessen: Es ist nicht gesagt, dass die höchste Anzahl von Stimmen auch einen dramaturgischen Höhepunkt darstellt, auch eine Reduzierung ins Unisono könnte starken Einschnitt darstellen. Vorsicht: Du musst nicht alles ausfüllen, Du musst nicht alles verwenden. Problem der Gewichtung ähnlich wie bei Charms: Dub.

2 x 7 = 14 Streicher
4/4/4/2
4/4/3/2/1
bzw. 15

Kompatibilität Lichtblitz

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Wahrhaftigkeit und Konsequenz

Ein Instrument ist kein Speichermedium.

Keine Interpretation.

Text und Pause

Zwei

Nichts

Jetzt wird es nie wieder aufhören (zu bluten).

Gerüst – Gerippe – Maßwerk

wie doof darf man eigentlich sein?

Kolik: In die Schwärze

Alles neu. Alles anders. Am Ende ist alles egal. Logisch.

Wie Zugriff auf Text? Welche Parameter?

Geschwindigkeit
Verständlichkeit
Stimmklang
Dauer

Zahl der Tonhöhen je Silbe/je Wort/je Zeile
Tonhöhenrichtung
Lautstärke
Lautstärkeveränderung
Text-Pause

Viel natürlich im Voraus festgelegt – es sei denn, man würde wirklich radikal eingreifen: Nicht mehr auf den Text hören, nicht mehr an die Bedeutung denken, nicht mehr kooperieren.

Das Streichquartett nicht gleich komplett aufgeben: Die Bedingungen sind nicht identisch, und eigentlich auch nur entfernt ähnlich. Aber im Denken auf Streichquartett Bezug nehmen.

Meine Schultern brennen.

Was ist denn das für ein Gefühl? Würde mich mal interessieren.

Musikalisches Grundproblem: Reihenfolge. Lustige Idee, einfach Fragmente nach vordefinierten Kriterien an einem bestehenden Prozess aufzuhängen (Moguillansky). Aber natürlich auch Problemvermeidung.

Bei Leuten, die in ihrer Haltung suggerieren, dass es keine Qualitätsunterschiede gibt, kann man davon ausgehen, dass sie entweder tatsächlich Qualitätsunterschiede nicht erkennen können, oder dass es in ihrem Interesse ist, Qualitätsunterschiede zu ignorieren. Spricht in jedem Fall nicht für ihre eigene Produktion.

Beschissen formuliert.

Spätestens ab dem 2. Stock schwebt man. Gut dass der Boden hält.

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Traum III

Rainald war mit Freunden zu Besuch gekommen. Tilman war auch da. Wir wohnten auf einem Areal mit langgezogenen Mietskasernen und kahlen Freiflächen dazwischen. Kurz nachdem Rainald gekommen war, ging ich nach unten und begann, auf einer überdachten Laderampe im Hof längliche Säcke mit feuchtem Kaffeesatz auf einen riesigen Lastwagen zu stapeln. Als die Ladung so hoch gestapelt war, dass zwischen den Säcken und der Überdachung nur noch ein schmaler Zwischenraum übrig war, sah ich plötzlich gegen das Tageslicht, dass dicke, fleischige Fliegen auf den feuchten Säcken eine Art Tanz aufführten und sich dabei immer wieder von den Säcken purzeln ließen. Als ich wieder hochging, kamen mir Rainald und seine Freunde auf der Treppe entgegen. Ob Julia und Tilman auch dabei waren, weiß ich nicht mehr.

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Zwei/2400

Die Stille.

Von der Zahl.

Über Vernichtung.

Kill!

0,00083

Ich bin bereit.

Neu: Von der Zahl, nicht von der Dauer ausgehen (auch Abschnittsbildung). Möglicherweise genaue Zahlenwerte nicht ZU ernst nehmen.

M.B.R.M.M.P.P.: Bläser als Begleitung. Streicher als Begleitung. Alles als Begleitung. Nur Hintergrund. Kein Vordergrund. Interessanter Befund.

I‘m quite impressed.

süß + salzig = sauer

Nicht zu sorgfältig sein!

Text als Sammlung von Objekten

aufteilen

rein vertikal denken?

Text als vertikales Objekt?

Abschnittsbildung durch Gewichtung von Veränderung

Allerdings: Wie vermeide ich dabei einen reinen Prozess-Vollzug?

objektbezogene Operationen

Jetzt wird es still.

Es wurde still.

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philosophische Randbemerkungen

the real unreal life

nicht gut

warten, bis es weh tut

arbeiten

Konsonanz auseinanderstrebender Elemente

mathematisierende Strenge
latente Ironie der Figuren
absolute Selbstgenügsamkeit

klar und unbarmherzig

Ok, jetzt schaut jemand zu.

Jetzt nicht.

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IN DIE SCHWÄRZE

Nebenwirkungen werden in Kauf genommen – Nebenwirkungen sind erwünscht – Nebenwirkungen sind die eigentliche Idee des Stückes: Trotzdem müssen sie Fehler des Systems bleiben, weil sie sonst nicht mehr als Nebenwirkungen, sondern als Teil des Systems wahrgenommen werden. D.h. auch wenn der eigentliche Fokus des Stückes auf den Nebenwirkungen liegt, muss das Programm so gestaltet sein, dass diese Nebenwirkungen Fehler bleiben und als Fehler wahrgenommen werden. Frage wäre dann: Was ist der Unterschied zu einem System, das einfach so Fehler macht? Logischerweise keiner. D.h. du KANNST das gar nicht programmieren, du MUSST daran scheitern, um glaubwürdig zu sein.

Sich Gefühle ins Bewusstsein zu rufen, verfälscht sie. Als ob man nicht zu lange darüber nachdenken dürfte. Gerade das Festhalten an einem Gefühl zerstört es. Das Gebet als Versuch, das Bewusstmachen von Wunsch und Dankbarkeit zu formalisieren, um sie dabei zu konservieren. Das Mantra als formalisierte Wiederholung. Inwieweit das funktioniert, ist eine andere Frage. Interessant, wie schnell Gefühle in Sentimentalität abgleiteten, wenn man sich ihrer versichern will. You don‘t own them, after all.

Das gleiche, überspitzt, aber auch genauer: Gefühle werden erst konkret, wenn man sie ausformuliert, und durch das Ausformulieren verschwinden sie sofort wieder. Beständigkeit würde hier darin bestehen, dass das gleiche Gefühl – oder ein ähnliches – immer wieder kommt. Und ob das so ist, hat natürlich wesentlich auch mit deinen Lebensumständen zu tun: Ob deine Umgebung im wesentlichen gleich bleibt oder sich ständig verändert.

Mmmh, lecker: Der Hunger schmeckt.

Wie es wirklich war

Was wir hier immer wieder hatten: Die kurze Notiz hält den Gedanken zwar unmittelbar fest, ist aber später nicht mehr verständlich. Die Ausarbeitung führt den Gedanken zwar aus, entfernt sich aber in der Ausarbeitung unweigerlich vom Original und lässt es letztlich verschwinden.

Jede Ausarbeitung ist auch eine Veränderung: Für die Kunst toll, für das Denken –

Gedanke = Gefühl?
Erklären = Zerstören?

Arbeit

Schnelligkeit

sofort, sonst ist es weg

lustig, wenn alles digital ist, kann man nicht mehr ernsthaft etwas verschenken

Sciarrino: Das Unkontrollierbare, nicht restlos Aushörbare.

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ZWEI

Nur vom Auftrag, von den Rahmenbedingungen her denken: 16 Stimmen. Was passiert dann?

Ohne erkennbaren Grund an einer einzigen Stelle mp statt mf. Keine systematische Entscheidung, sondern nach der Natur gemalt. Fühlt sich richtig an. Wenn man es ändert, systematisiert, angleicht, fühlt es sich falsch an. Wie unsystematische Entscheidungen in System überführen?

Die schlechte Nachricht: Ich glaube es geht nicht. Man kann nicht individuelle Entscheidungen durch systematische Entscheidungen ersetzen. Jedenfalls nicht, wenn man gleichwertige Resultate haben will.

Die Optionen, wie man mit diesem Befund umgehen kann, sind ziemlich klar, denke ich: man kann ihn ignorieren, man kann versuchen, so gut, wie es geht, damit umzugehen, d.h. kaschieren, emulieren, nachbessern, oder man kann daraus ein eigenes Konzept machen, die Schwächen des Systems betonen, Fehler nicht verstecken, sondern herausstellen, deutlich machen, dass eine solche Musik nur durch einen systematischen Ansatz, der das Detail vernachlässigt, zustande kommen kann. Klar machen, dass es in gewisser Weise mehr auf die Operation, als auf das Ergebnis ankommt. Den Qualitätdruck herausnehmen. Und damit natürlich auch die Spießigkeit des gut gemachten vermeiden. Bernhard Lang wäre wahrscheinlich ein Kandidat für einen solchen Ansatz.

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Sperre

Momente, in denen es mir gut geht:

Forever Now

DÄMMERN
HÄMMERN
DÖSEN

Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen

IDENTITÄT
ÄHNLICHKEIT
KONTRAST
UNÄHNLICHKEIT
VERSCHIEDENHEIT

Hanoi Rocks: Nicht das geringste Verlangen nach Härte oder Schnelligkeit, interessant.

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Jetzt neu

ernst, nicht ernsthaft – Einzelhaft

Die Laune des Schicksals: Selbst wenn du etwas am Instrument ausprobierst, weißt du nicht, kannst du nicht wissen, ob es sich heute so verhält wie morgen, ob du morgen die gleiche Entscheidung treffen würdest, die du heute triffst. Selbst wenn du den Vorgang beliebig oft wiederholen würdest, um den Entscheidungsspielraum einzugrenzen, wirst du niemals wissen, welche Entscheidung du morgen getroffen hättest.

That‘s how strong my love is.

I don‘t question that anymore.

Blasinstrumente: Auch deswegen eindimensional, weil sie keine vier Saiten haben. Nur ein Rohr, wenig echte Alternativgriffe, die mehr sind als eine einfache Abschattierung. Und selbst dann ist ein Alternativgriff etwas anderes, weniger folgenreiches, als ein Saitenwechsel. Eine andere Saite ist eine eigene Welt, ein anderer Griff ist nur eine Modifikation des identischen Luftstroms.

jetzt, in diesem Moment

Opferbereitschaft

let‘s see how strong it is

lang kurz
kurz lang

1 0
0 1

A B
A B

Einfachheit kann man nicht kaufen, kriegt man aber auch nicht geschenkt, kann man auch nirgendwo abholen, muss man sich, wenn überhaupt, erarbeiten. Einfachheit als Einfachheit ist zu leicht kopierbar. Original und Kopie sind nicht voneinander zu unterscheiden, weil das Material so einfach ist. Ich glaube, ohne Binnenstrukturierung oder irgendein anderes Gegengewicht ist Einfachheit nicht mehr zu haben. Obwohl es natürlich toll war, solang es ging – als noch nicht jeder wusste, wie es geht und dass es geht. Da ging es automatisch nicht mehr.

man hört den einen und sieht den anderen: beides vermischt sich

oder: man hört den einen und denkt an den anderen: der andere überdeckt den einen

schwarzer Heilbutt

SCHWARZ

gerade komplexe Strukturen 1:1 wiederholen, zum Beispiel anderer Stimme, auf anderem Instrument

Phantasie aus Phantasielosigkeit

Man merkt, dass etwas richtig gearbeitet ist, wenn es Unregelmäßigkeiten aufweist, die sich von außen nicht nachvollziehen lassen. Ob es möglich wäre, das nachzubauen, ohne jedes Detail einzeln durchzuarbeiten?

Formalisierung von Material – Rationalisierung von Arbeit

Kann ich bitte –

You can‘t –

So ist das also.

You don‘t see anything when you‘re walking on stage. There‘s too much light.

Spießiger Spast-Perfektionismus: Beste Archivierungsmethode suchen. Vielleicht wäre es doch besser –

Flucht
Flucht
Flucht

bitte nicht

niemals direkt
immer warten

Shed: ausgespart

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anna laura braghetti

O.k., also erstens, warum keine Wiederholungen von Rhythmuswerten, und zweitens, wie tabellentechnisch über Anzahl der Schläge = Anzahl der Werte hinausgehen.

Arbeit
Verfahren
Verfahrenstechnik
Technik

Zitat
Exzerpte
Stichproben

Material

Verfremden durch Formalisieren – Refamiliarisieren durch Aufführung

Die Idee des Kalkulierens ist das Vermeiden von Begründung – wenn der Kalkulus dies oder das sagt, brauchst du nicht mehr darüber nachdenken, warum du es machst. Kalkulus als Letztbegründung, sich selbst begründend, die keine weiteren Fragen erlaubt.

white trash, rich and poor

Bild/Abbildung vs. Konstruktion

dumm gleich böse – ist das so? I‘m not so sure.

Verformung gegen Verformung: glatte Oberfläche, der man ihre Konstruktion nicht mehr ansieht. Was wäre dann der Sinn der Konstruktion? Vielleicht, die glatte Oberfläche erst denkbar zu machen.

Wichtig ist dabei, auch im negativen Sinn, dass die Konstruktion RESTLOS verschwindet, dass nichts übrig bleibt, das auf sie verweisen könnte.

Einfachheit

Stockhausen: Perfektion aus Verzweiflung. Alles perfekt vorbereitet, doch es kommt niemand. Aber es hätte, wenn –

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Ironie I

(Nicht-Ironie erschrickt: Vorsicht!)

I should fuckin‘ kill you fuckin‘ both. You are the fuckin‘ reason that this country is going down the drain.

You pay with the fuck you own.

Invisible Night

Light Life

Don‘t make me look for it, Terrence. Short freeze frame. Quite good, actually.

Im Vordergrund, hinter der Kamera, lauert das Böse. Also musst Du den Vordergrund deutlich machen, andeuten, dass da etwas ist. Irgendetwas, z.B. eine Straßenlaterne, wird genügen. Klare Botschaft. Auch, und gerade auch, wenn dann doch nichts passiert.

Sometimes, I have bad days.

lautlos

Protokoll

Year of the Arzt

Gucci State of Mind

Der Leguan

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Würg.

Text: It‘s all about Geschwindigkeit.

Am besten funktionieren die Dinge, wenn es in gewisser Weise egal ist, was dabei herauskommt, wenn man sich sicher sein kann, dass einerseits das Ergebnis in seiner Bestimmtheit eine Funktion haben wird, dass aber andererseits jedes Ergebnis auf seine Weise gut sein wird, wenn es richtig ausgeführt ist. Klingt, als ob man keine Fehler machen könnte (Serialismus/Feldman). Das meine ich aber nicht. Ich meine eher, dass man eine Position finden muss, in der man nicht an jeder einzelnen Note unendlich lange herumpopeln muss, weil sie so schrecklich wichtig ist. Das nimmt dem Stück seine Leichtigkeit. Vielleicht so etwas wie: langsam denken, schnell arbeiten. Oder, realistischer: Meinetwegen tausend Versionen wegwerfen, die letzte muss dann aber auf irgendeiner Ebene mühelos gelingen. Es muss dann einfach stimmen, sonst geht es nicht. Wir wissen ja, was dabei herauskommt: all die angestrengten Grusellangeweiler. In der Literatur übrigens noch größeres Problem, glaube ich. Da ist ja ALLES so irrsinnig wichtig.

Lange nachdenken, schnell entscheiden. Next problem: Wer entscheidet die Entscheidung?

Ungefähr da muss es sein. Am Ende ist es natürlich genau irgendwo. Aber nur ungefähr da.

Ökonomie vs. Verschwendung: einen riesen Chor für ein paar Töne, z.B. ein bisschen Brummen, auftreten zu lassen, ist natürlich eigentlich eine super Idee, viel besser als das krampfhafte Festhalten am symmetrischen Einsatz des Materials. Stichwort gerechte Verteilung. Funktioniert allerdings besser, wenn man es nicht von vornherein einplant, sondern wenn das Stück es verlangt (Berlioz). Dann Zeichen von Aussagekraft, Mut zur Entscheidung. Ansonsten ein bisschen zu affektiert-größenwahnsinnig, auch zu sehr die Wirkung berechnend. Im Übrigen: Es kann natürlich auch nerven, wenn z.B. das Blech für einen einzigen Einsatz den ganzen Abend auf der Bühne sitzt (Furrer). Aus der Struktur der Arbeit erklärbar, musikdramaturgisch nachvollziehbar und effektiv, wirkt aber trotzdem wie eine Fehlkonzeption. Und, tatsächlich, wie unberechtigte, weil nicht durchdachte, nur den arbeitstechnischen Zwängen geschuldete Verschwendung.

Ich habe beschlossen, nicht mehr zu schlafen. Es lohnt sich nicht. Man wacht ja eh wieder auf.

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Weil Du nicht weißt, wo Du landest.

Echte künstlerische Frage, lustigerweise: was ist ein Parameter, was ist kein Parameter? Die Frage, welche Parameter für ein Stück, oder für einen bestimmten Teil eines Stückes, wesentlich sind und welche nicht, ist absolut entscheidend für das musikalische Resultat. Wie weit muss man die Parameter aufteilen, unterteilen, wo kann man sie ohne weitere Differenzierung oder Staffelung verwenden?

Oder natürlich: die Vollständigkeit, das Ganze einfach abschneiden, kuppieren, es geht so weit, wie es geht, und das war es dann. Ich finde allerdings, das kann man nur machen, wenn man es wirklich ausprobiert hat, wenn man es wirklich entschieden hat, nicht, wenn es sich nur einfach so ergibt. Es sei denn, das wäre das Prinzip des Stückes. Und das wäre dann schon eine Vorentscheidung, eine im Voraus getroffene Entscheidung, die alle untergeordneten Entscheidungen ersetzt.

Andere Möglichkeit: ungefähr da. Genaue Werte ausrechnen, und dann sagen, ungefähr da muss es sein. Vielleicht die vernünftigste Vorgehensweise, auch, weil sie Spiel für Abweichungen zulässt und voraussetzt.

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MUST NOT SLEEP

Versprechen auskomponieren – warum nicht?

Le Rossignol: extrem antispektakuläres Ende

…explosante-fixe…: Wenn man ganz ehrlich ist, zum Sterben langweilig, und in dieser Hinsicht dann auch wieder interessant. Ich meine, was ist DAS denn für eine Dramaturgie: nudel nudel nudel – Licht aus: Einschub I – nudel nudel nudel – Licht aus: Einschub II – nudel nudel nudel – Schluss. Was DENKT er sich dabei, was, bei allem allgemeinen Respekt, den man vielleicht immer mit denken muss, WILL er, was HÖRT er selbst in dieser Partitur? Wenn gähnende Leere gemeint wäre, wäre es allerdings ziemlich toll. No kidding.

Analog Digital

Sidsel Endresen

Karmakar

Something happens in your life and you just get … sort of lost.

Einheiten, nicht Dauern

Einheiten ZU Dauern

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Filed under Film, Klassik, Neue Musik, Pop

2400 Objekte

60 x 40 = 2400

138 x 40 = 5520

+ Pausen

Pausen als Schwarzfilm

Where‘s the Einheit?

Actually, Pause, als Grenzen, Schnitt, Markierung

Vielleicht auch echten Schwarzfilm = Lärm

der dann das eigentliche Objekt ersetzt – zum Objekt wird – das Objekt wird zur Grenze

oder Rauschen – Flimmern – Bildschirm

Pause – Schnitt – IM Takt oder ZWISCHEN den Takten

Idylle – das retardierende Element schlechthin

In jedem Detail steckt eine Bedrohung – wenn man es richtig vorführt. Die Welt ist bedrohlich.

Verhältnis Objekt – Schnitt/Rahmen/Umgebung/Raum

logischerweise können auch die angrenzenden Objekte zur Umgebung werden – dann reiner Schnitt – funktioniert aber eindeutig anders als im Film

Kann ein Objekt auch mal extrem lang sein? Wieviel Binnenstruktur darf ein Objekt haben, wenn es ein Objekt bleiben und nicht in eine Reihe von gleichartigen Objekte umschlagen soll? Gar keine? Nun, ein bisschen hat fast jedes Objekt. Mikrovariation bei gleichartigen Objekten. Objekt kann Pause/Schnitt langsam ausfüllen – verschlucken. Dann könnte neue Pause/neuer Schnitt eingeführt werden. Der Schwarzfilm ist die Schwärze. Die Schwärze frisst das Quartett auf. Komplementär. Kein Rest. Am Ende bleibt nur die Schwärze übrig: Die Pause. Der Schnitt. Der Lärm. Die Zerstörung.

Das Frage-Antwort-Spiel könnte man auch als Methode, Grenzen zu ziehen, verstehen. Die Antworten trennen die Fragen voneinander und umgekehrt.

Verhältnisse Objekt/Schnitt: Ratio/Prozent

Schwarz/Weiß

Schwarzweiß

A Nightmare Hits Me

Register von M.B.R.M.M.P.P. übernehmen

M.B.R.M.M.P.P.: im Grund eimmer verzierte Einzeltöne, Verzierung als expressive Mikrogeste, sozusagen Geste und doch keine Geste, Belebung des einzelnen Tons

irrationale Takte in irrationalen Takten, so to speak, alles Verhältnisse

wenn man mitten drin ist, sieht alles ganz normal aus, später erfährt man, dass es das goldene Zeitalter war

es ist dann normal, wenn alle Platten plötzlich gut sind (1988)

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Und dann

Linke über Furrer: Sprache ist nicht da, um etwas zu sagen, allenfalls um etwas auszudrücken. Das stimmt, und ich halte es ja für ausgemacht, dass das eine Schwäche ist. Man könnte aber natürlich auch sagen, dass es eine Stärke ist, endgültig mit den unzähligen zwecklosen Versuchen, Sprache trotz aller Schwierigkeiten verständlich zu machen, gebrochen zu haben. Nur: Es ändert sich ja gar nicht so viel im Vergleich zu diesen gescheiterten Versuchen, man versteht weiterhin nichts, der einzige Unterschied: man weiß jetzt, dass man nichts verstehen soll. Aus unverständlichen Worten wird Atmosphäre. Immerhin.

Sciarrinonochnichtmehr

Keine Zeit: Nur ausführen, wenn es keine Mühe ist.

Das Ausführen und Mühe geben hat leider immer etwas sehr Spießiges. Besonders bei Texten ein Problem. Man muss versuchen, so lange zu arbeiten, bis die Mühe wieder verschwindet. Oder warten, bis die Dinge von selbst kommen. Erfindungsmaschine. Externe Vorgaben, die einen Teil der Arbeit abnehmen und die Nachvollziehbarkeit der Mühe einschränken oder sogar restlos zerstören.

Das Schlimmste im Film, das, was am schwierigsten auszuhalten ist, ist die Idylle. Funktioniert perfekt. Das perfekte Signal, um anzuzeigen, dass gleich etwas Schlimmes passieren wird. Selbst, wenn es das dann gar nicht tut. Dann halt das nächste Mal. Bewusstes Spiel mit dem Zuschauer, beidseitig: der Zuschauer WEISS, dass mit ihm gespielt wird, kann aber nicht anders als mitzuspielen. Ist das die Angst vor dem eigenen, ereignislosen Leben? Welche Erfahrung kommt da durch? Dass man sich nie sicher fühlen kann/soll/darf? Jedenfalls wahnsinnig unangenehm, egal, wie genau man weiß, welches Spiel gespielt wird. Zeichen: es geht ihm schlecht, den Kindern geht es schlecht, also wird er etwas Schreckliches tun. Fester Baustein, millionenfach eingesetzt. Funktioniert trotzdem, oder gerade deswegen. Wie Vordersatz/Nachsatz.

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Buch der Richter

Euklid 4

Die Trennung als Regel, das direkte Anschließen als Ausnahme. Allerdings: Binnenstruktur zwischen den Trennungen, innerhalb der Blöcke. Frage des Maßstabes. Nicht immer die Schultern so hochziehen. Mit dem Trennen und Zusammenfügen spielen. Dafür Text ein perfekter Ort.

Viel zu viel Realität. So viel wollte ich auch wieder nicht.

Gitarrenartiges Halbflageolett, die bei vollem Niederdrücken der Saite resultierende Tonhöhe erscheint als Schattierung des Pizzicato-Geräuschs (Fleisch/Nagel).

Schwarzweißschwarzperiode: Schwarz Weiß Schwarz

SCHWARZ WEISS SCHWARZ

The honey is – ah, there she is.

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Only

In einem Pariser Theater, ähnlich den Bouffes du Nord, Lucas Fels und mein Schwager Tilman sollen ein Cello-Duo von Wolfgang Rihm uraufführen. Ich sitze auf einem Balkon an der hinteren Bühnenwand, halb verdeckt von der hohen Balustrade. Das Publikum hat schon Platz genommen, die Solisten sitzen in der ersten Reihe, die Bühne ist vorbereitet, die Noten stehen auf den Ständern, so dass ich sie vom Balkon aus einsehen kann. Plötzlich ruft Tilman zu mir hoch, hast Du vergessen, dass Du bei der Uraufführung dem Publikum ein Märchen erzählen wolltest, wenn Wolfgang das Stück wirklich für uns schreibt. Das war doch versprochen. Ich habe keine Ahnung, wovon er spricht, habe nicht die geringste Erinnerung daran, dass ich etwas in diese Richtung versprochen haben sollte, habe aber das Gefühl, dass ich jetzt, wo alle glauben, dass ich etwas versprochen habe, mich schlecht aus der Affäre ziehen kann, und versuche mich locker zu machen und in der Art von Rihm aus dem Stegreif zu plaudern. Ein Märchen fällt mir auf die Schnelle nicht ein, auch nichts Märchenähnliches, aber mir ist aufgefallen, dass eine Passage aus dem neuen Duo wie Feldman aussieht, aber nicht wie Feldman klingt. Stimmt tatsächlich: Ich hatte vom Balkon aus eine Zeile gesehen, die wie ein Cellosolo aus Feldmans Zweitem Streichquartett aussah, dort aber leise, pizzicato, hier, bei Rihm, laut und arco zu spielen war. Vielleicht hatte ich auch an die tolle Musik für zwei Celli gedacht, die Feldman für Jackson Pollock geschrieben hat.

M.B.R.M.M.P.P.: Guter Einsatz von Dynamik, sehr präzise Positionierung von Crescendi und Decrescendi. Danke.

Alkmene: Verzweifelte Ironie, grimmig. Brutale Kommödie. Offensichtlicher tragische Gehalt. Everyday life. Baudelaire. Jeff Wall.

Davon ausgehen, dass alles gleichzeitig gesungen wird. Dann einzelne Wörter herausschälen. Das gilt auch für Einzelstimmen. Auf ein Wort ALLES singen. Ineinander verschachteln.

we will have him forever

Jenny Wilson: geil ältliche Stimme, Musical, aber toll

I‘m not here for the fight

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extrem dumm

Wissen Handeln

abîme

Turner

globale Integration lokale Desintegration

vergebliches Abtasten

kontrastierende Ableitung: Sprung ins Andere

Takt Subjekt Charakter Hegel

algorithmisches Komponieren: diskrete Grundelemente notwendig

Allerdings: Jedes Element kann zu einem diskreten Element werden, wenn man es entsprechend definiert.

Hans T. oder die Kunst der Platitüde: Muss man dumm sein, um Professor zu werden, oder wird man dumm, wenn man Professor ist?

versprechen verbessern

Karmakar

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Sozialspast

You don‘t own the moral high ground anymore.

Lieutnant

Notizen und Notizen

Lieber

If you look a little less you might see a hell of a lot more.

How would you define the idea of understanding?

Rhythmus

I think there‘s two ways of looking at the idea of understanding:

One is if you don‘t look you never will see.

electric mist

The other is:

Frauen als Opfer: ziemlich fieser Topos, besonders, wenn er zutreffend ist.

Dyke

Und Kinder.

Did you really think I would let you listen to it? I only wanted you to know what you‘re missing.

Boulevard der Stars: Wenn man das sieht, möchte man am liebsten sterben.

How could we be so stupid and naiv?

Von Brauchitsch und Frau Helga

Natrium-Pentobarbital

Letztlich ist alles interessant, wenn es an der richtigen Stelle steht.

Untertöne und Obertöne

Alice Schwarzer ist eine hervorragende Journalistin.

Kämpfen ist so pathetisch – geht gar nicht, oder?

Gleichzeitig verdammt schade.

werkwärts

Dokumentationszwang: wahnsinnig traurig, totale Vergeblichkeit, ich war

Hölle

That‘s a fuckin‘ nice statement. Nevertheless, let‘s die.

Andy‘s chest

Perfect

Day

Klimper

Öde Falsch Scheiße

Am I supposed to die now?

Verschiedenste Interpreten

Deppen

Wenichstens passiert was

Hilfe

Blase

Rauschen in der Stimme

Ja, und dann hat sich alles zerschlagen.

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asap

Silhouette

Ja, interessant, dachte ich, wie verschieden die Silhouetten sind, die man mit einer einfachen Hose konstruieren kann. z.B. sehen feste Arbeitshosen an O-Beinen besonders gut aus. Sehr begrenzte Grundform, tausend Möglichkeiten.

Die Rauheit der Stimme

Klar ist die Rauheit der Stimme der eigentliche Ausdruck. Nur: Genau das ist ja auch das Problem. Gerade in Verbindung mit Text wird auskomponierte Rauheit auf peinliche Art durchschaubar. Eine ganz deprimierende Form von unmittelbarer Expression, auch dann, wenn sie nicht so gemeint und nicht so gemacht ist.

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Truthless

Zwei Wörter
gleichzeitig
übereinander
sind miteinander verbunden
haben aber nichts miteinander zu tun

oder ein ganzer Satz
auseinandergenommen
und übereinandergelegt,
alle Wörter müssen genau gleich lang sein

also Chor
vielleicht Wiederholungen
mit unterschiedlicher Aussteuerung
die einzelnen Wörter
nacheinander hervorheben

oder
zwei Rollen
gleichzeitig
übereinanderlegen
Wort für Wort.

Motorisch
quasi Parlando
aber niemand versteht etwas.

Rollen ansagen
Szenen beschreiben
(aus dem Off, über Lautsprecher, optional)
Platz frei halten

Warum Fehler, ich meine, warum sind Fehler nötig, um eine Sache erst interessant zu machen, vielleicht sind Fehler sogar auf igrendeine Weise notwendig für Vollkommenheit, Perfektion? Dass es Dir gelungen ist auch den Fehler, den Zufall, das Lebendige mit einzubegreifen in Deine Arbeit?

Gerade in umgekehrter Reihenfolge, dann umdrehen und Ungerade in korrekter Reihenfolge drucken.

It‘s too late: The poison of wanting to know the afterlife has already seeped into you.

4 Töchter! Sister Sledge

Ensembletheater: 1 + 1 + 4 bzw. 1 + 5

Aufgabe: Alles zusammenbringen. Gesagt ist da noch lange nicht getan. Von wegen Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Leider völliger Blödsinn.

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Körpersäfte

Restfreiheit
Widerspruchslosigkeit
Symmetriebedürfnis

Es muss alles verwendet werden, aufgebraucht werden – denn wenn nicht, wer trifft die Entscheidung, was nehmen, was nicht?

Widerspruchslose Entscheidungen: eine willkürliche Entscheidung ist auch widerspruchslos, oder?

musikalische Verfahrensprobleme, musikalischer Methodenstreit

Der Algorithmus – entbindet uns dieser Art von Entscheidung, schlägt vor, lässt uns zwischen Ergebnissen wählen. Widerspruch ist hier letztlich ausgeklammert, weil er im Verfahren negiert wird. Extrem spießige Diskussion, aber leider dennoch unumgänglich. Spuck etwas aus, und ich sage Dir, ob ich es gebrauchen kann, oder nicht. U.U. muss ich noch ein wenig an Dir herumschrauben.

Parameter in kleinste Einheiten auftrennen, dann freie Entscheidungen treffen. Statistik als Verfahren. Mittel. Durchschnitt. Realistische Vorgehensweise. Tatsachen beschreiben, auch wenn sie nur musikalischer Art sind.

Vollständigkeit als Grundforderung. Andernfalls Entscheidungsdilemma. Offensichtliche Zwanghaftigkeit.

Regeln: Im Grunde eine absurde Vorstellung zu glauben, dass man etwas begründen kann, indem man eine Regel dafür erfindet. Letztlich nur als Entscheidungshilfe/Entscheidungsvermeidung/Entscheidungsverschiebung und Verfahrenstechnik ernstzunehmen. Ist aber ein wie einstudiertes intellektuelles Verhalten. Man kommt gar nicht darauf, dass es unsinnig sein könnte. Besonders schlimm die zusätzliche Begründung durch Rückführung auf natürliche Strukturen.

Wie wollen wir denken?

Absichtliche, betonte Unvollständigkeit als Ausweg aus nicht einlösbarem Vollständigkeitswahn.

Ars Subtilior

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mid-year

Habe ich Dir eigentlich je erzählt, dass ich als Kind auf alles, was ich gegessen habe, Sojasauce geschüttet habe, egal was es war?

Soysauce was my Ketchup.

gut schreiben ist verboten – warum eigentlich?

Offensichtliche Virtuosität, offensichtliches Können ist spastisch, der Wille zu Brillieren ist so lächerlich und durchschaubar. Gleichzeitig natürlich tolles Überzeugungspotential bei Leuten, die Kunst eigentlich hassen. Thomas Mann.

Mühelosigkeit
Anstrengungslosigkeit
wirkt friedlich
pluckert so vor sich hin

Oval: Auch rauhe Klänge, laute Anschläge, die eigentlich höheren Energieeinsatz suggerieren würden, wirken wir nachempfunden, nachgestellt, nicht wirklich, in echt ausgeführt, obwohl sie echt klingen und wahrscheinlich nicht einfach nur aus dem Computer kommen. Der Eindruck der Mühelosigkeit bringt auch so etwas wie Vergeblichkeit mit sich, stille Melancholie. Darin auch ein Hauch versteckte Aggressivität. Interessante Uneigentlichkeit, die in der Auseinandersetzung mit realen Klängen erst wirklich deutlich wird. Hat sicher auch etwas mit dem relativ gleichförmigen Rhythmus zu tun, und mit einer jetzt etwas zurückgenommenen Vorliebe für entwicklungslose Klänge, reine Anschläge und reines Ausklingen.

Ich finde Anstrengung natürlich toll, ist ja klar.

Rezeptionsstoizismus, angeborener

kein Foto
keine Abbildung
keine Illustration
keine Erklärung
kein Verweis

Ein Mann mit vielen Abneigungen

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Selbstverliebt

Klavier-Cluster, falsch/ungenau/unregelmäßig angeschlagen, EXAKT wiederholt: Samplitude

Lispeln/Sprachfehler als Stilwille (Beyoncé)

Emilio de‘ Cavalieri, Lamentationes Hieremiae Prophetae, 1599
Emilio de‘ Cavalieri, Rappresentatione di Anima, et di Corpo, 1600
Il Giardino di Giulio Caccini, 1602
Claudio Monteverdi, Quinto Libro dei Madrigali, 1605
Domenico Belli, Il Nuovo Stile, Firenze 1616
Le Musiche di Bellerofonte Castaldi, 1623

Das oberste Stockwerk, die Treppe ist brüchig, eine Stufe fehlt ganz, nur ein kleiner Vorsprung an der Wand ist übriggeblieben, das Geländer schwebt in der Leere und würde einen Sturz nicht aufhalten können. Ich bin schon oft über diesen Abgrund getreten und habe mich immer gewundert, dass niemand sonst Angst zu haben scheint. Heute muss ich in unserer alten Wohnung übernachten, weil wir Freunde mit Kind in unserer eigentlichen Wohnung, die wie eine Mischung zwischen Grand Hotel und Bibliothek aussieht, einquartiert haben. In unsere alte Wohnung ist inzwischen eine Glühbirnen-Manufaktur eingezogen. Ein winziges Zimmer, die Glühbirnen-Kartons stapeln sich bis an die Decke. Obwohl ausgemacht war, dass ich heute hier übernachte, ist die Arbeit noch voll im Gang. Der Chef versichert mir, dass sie in kürzester Zeit das Zimmer freiräumen könnten. Es stellt sich heraus, dass man durch das Zimmer hindurch in einen riesigen Dachgeschoss-Raum treten kann, der auch zu unserer Wohnung gehört haben muss. Der Chef hat ihn nach allen vier Seiten verglast, allerdings nicht mit modernen Fenstern, sondern mit handgefertigten, unregelmäßigen Scheiben, man hat einen 360 Grad Blick über den Wedding. An diesen großen, schönen Raum, in dem die Handwerker zu leben scheinen, schließt sich eine Flucht von Dachböden an. Im dritten oder vierten finde ich ein sandfarbenes Stoffsofa. Eine junge Handwerkerin läuft durch die Böden und nickt mir freundlich zu, während ich schon am einschlafen bin.

Bilder

Schlag

Don’t lie to me

Die Welt

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DESTROY ALL MONSTERS

Das Kraftlose als Klang (Markus Popp)

Mühelosigkeit

Du glaubst an etwas, egal, wie doof es ist.

Riff vs. Loop w/o Jazzrecords

Tuba vs. Horn

Text-Musik gleich – verschieden/verschieden – gleich

Text gleich Musik verschieden
Text verschieden Musik gleich

Worte Silben Laute

aggressive Differenz

Fortsetzung Lichtblitz

Staffelung Szenen

technisch

Lüge

z.B. nur betonte Silben/nur unbetonte/jedes Wort eine beliebige Silbe/ein beliebiger Laut etc.

durch Wiederholung der nicht passenden Silben ZEIGEN, dass es nicht passt

Differenz DARSTELLEN

Verschiedene Formen von Differenz – z.B. auch Instrumente und Stimmen gegeneinander versetzen – s.o.

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j[a]lsr1:com

Jason Doerck

Broken Bells: klingt alles ein bisschen komisch, als ob es eigentlich anders sein müsste, EIGENTLICH müsste es eine tiefe Stimme sein, keine hohe, EIGENTLICH müsste es nur Gitarre sein, keine Elektronik, usw. Interessanter Effekt, den man wahrscheinlich ziemlich leicht anhand von Modellen erklären könnte, trotzdem ein bisschen beunruhigend, nicht restlos überzeugend, und vielleicht auch übertrieben ausgefeilt.

Scripted Reality

Geheimnis

Klarheit – Unschärfe

Deutlichkeit

Wie gut muss ein Buch sein, wie schlecht darf ein Buch sein?

Das Fade als positive Qualität: ziemlich schwer nachzuvollziehen, besonders wenn man Intensität als wesentliches Qualitätskriterium empfindet. Kann das Fade intensiv sein – intensiv fade, wie hätte man sich das vorzustellen?

Toll, würde ich aber nicht machen: lustig, wie schwer es ist, das zu machen, was man machen will, wie sich langsam herausschält, was eigentlich schon längst da ist. Es ist nicht so, dass man einfach machen kann, was man will

Endlich hat mal jemand ABSICHTLICH was Neues gemacht, und nicht nur, weil er nicht anders konnte.

Oktaven Oktaven Oktaven

Dann plötzlich so lassen wie es ist – ist das dann Romantizismus, oder ist es wirklich genau so richtig, oder will man nur einfach die Entscheidungswege abkürzen? Ganz schwierig, wahrscheinlich so etwas wie eine Gewissensentscheidung.

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Still Life

Cigarettes
Liquor
Tea
Toffee

Man müsste im Prinzip mal nachfragen, ob das, was trist aussieht, auch wirklich trist ist. Logischerweise ist es trist, aber irgendwie ist es doch auch ein Triumpf, zumindest des Überlebens, aber nicht nur.

Die fliegende Untertasse verbindet. Das Raumschiff hebt ab.

Auch wenn‘s nervt, weil es zu gut aussieht und den Bildern zu viel Glanz gibt, ist es natürlich nur konsequent, dass mit der Modernisierung des Landes das körnige Filmmaterial dem HDTV weichen muss. Lustigerweise ist es jetzt wohl auch das billigste und am einfachsten zu handhabende Material, und daher unvermeidbar. Wahrscheinlich je körniger, desto teurer. Körnig is the new expensive. Ist aber trotzdem zu schön. Ist ein bisschen wie mit IRCAM-Elektronik: Wenn man es wirklich benutzen will, muss man den Lack irgendwie brechen, sonst geht es nicht.

Apropos Krieg: Du kannst Dich unmöglich auf die richtige Seite stellen, es gibt nichts Dooferes als das zu tun, auf der richtigen Seite sind ohnehin alle, zumindest so lange es um nichts geht. Du musst das Böse ernsthaft und ehrlich darstellen, quasi objektiv, aber ohne Distanzierung. Das ist die einzige Möglichkeit, damit umzugehen. Du darfst das Publikum auf keinen Fall schützen, indem Du deutlich machst, auf welcher Seite Du stehst. Genau das ist künstlerisch Lüge und deswegen ist gutgemeinte Kunst so irrsinnig langweilig.

M.B.R.M.M.P.P., Schlagzeug: Anschläge nur in den Nahtstellen, da auch schnelle Folgen, u.U. irrationale Unterteilungen, wahrscheinlich nur Stoppschläge. Ungedämpfte Schläge möglicherweise ganz auslassen. Coda nur Schleifen, auch als Solo, da dann wahrscheinlich durchlaufend, ohne Ansatz.

das Leben ein Fest – klingt doof, stimmt aber

Das allerletzte Lied

Yellow He

Brynych

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Alien

Haydn: schnelle Tonwiederholungen als Verzierung

Suche zu

Zweimal verkehrt rum

Opfer

zählen
berichten
beschreiben
sein

Schuhe

M.B.R.M.M.P.P.: Ziemlich gelungenes Bläsertrio, könnte man weiter dran arbeiten. Streichtrio dito. Aber nicht jetzt.

reden reden reden
denken
tun
träumen

Das Problem wird normalerweise einfach vermieden.

Gegenstandslosigkeit

einfach etwas tun

Regellosigkeit

Zwei isolierte Ereignisse, die unmittelbar aufeinander folgen, werden immer als Frage und Antwort, Eröffnung und Reaktion aufgefasst (Furrer, Sciarrino, Lachenmann).

Das Material kennen: Was willst Du hören?

unbegründete Entscheidungen

Kalkulus

Komisch, dass man nie erklären kann, was man macht. Oder kann man es doch? Wie komme ich wohin? Warum? Wie treffe ich meine Entscheidungen?

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Absicht und Nachvollziehbarkeit

Die Horizontale aus der Vertikalen konstruieren – was denn sonst? Aber eben nicht einfach die Vertikale in die Horizontale kippen, sondern die Horizontale aus einzelnen vertikalen Schnitten zusammensetzen.

Nicht gefühlt.

Not funny at all, but…

Frage wäre, ob Tränen nicht vielleicht doch lügen. Weil es ehrlicher wäre, sie zurückzuhalten, bis niemand zuschaut. Ich weiß es nicht.

It‘s a …

Statement

Lüge

Animatograph

Auf der Flucht: Eine Stufe überwinden, die sich im Sprung als unendlich tief herausstellt, vielleicht sogar mit dem Sprung immer tiefer wird. Fallen und aufgefangen werden.

Auch Stimmen wie Akkorde denken = Klang

Ich öffne: gedämpfte Gitarre simuliert defekte CD (Griots de Mauritanie)

Blind

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Das Netz

Besitz als Suggestion von Wissen

By the way: Ist Lesen Wissen? Wahrscheinlich ja nicht. Eher die nächste Stufe des Nichtwissens, nach dem Besitz.

Erinnerung

Sehen

Sprechen

Schreiben

Erinnerung könnte etwas sein, was wir besitzen, solange sie präsent ist. Vielleicht auch das akute Sehen. Du besitzt sicherlich nicht, was Du sagst. Genauso wenig, was Du schreibst.

It’s a weird, weird nothingness.

Growth

Sammelwut

Sammelleidenschaft

Das Netz nur ein anderer Ort, um seinen Schrott abzuladen – letzter Ort des scheinbar unbegrenzten Wachstums? Letztlich hält das Netz die Illusion der Möglichkeit unbegrenzter Expansion aufrecht: Go digital!

Expansion als unvermeidbares Lebensmodell? Ich meine, würdest Du ernsthaft sagen, dass Du schrumpfen willst? Oder da bleiben, wo Du bist? Dich nicht mehr verändern? Kind of a fuckin‘ dilemma, I suppose.

Lemke München Peters Welt

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GO AWAY!

Ehrgeiz: Kann man definitiv auch zuviel haben. Wenn jede Faser des Gesichts und des Körpers EHRGEIZ schreit, ist etwas schiefgegangen. Geht gar nicht. Tut weh anzuschauen.

Gesang auf 5-Linien-System, Sprechen auf 1-bis-3-Linien-System, quasi Schlagzeug, insgesamt Doppelsystem. Damit spielen. Leise/laut.

Die Idee, dass durch Notation der verschiedenen Parameter des Spiels in eigenen Systemen das Instrument selbst in seiner Identität aufgespalten wird, ist eigentlich Unsinn und nimmt das Notenbild zu wörtlich. Die Mühe des Spielers, Dinge, die normalerweise automatisch ineinander greifen, einzeln zu behandeln, ist offensichtlich. Das Ergebnis ist aber meistens enttäuschend, weil die Aktion im Klang wieder vereinheitlicht wird und kaum eine Spur von Aufspaltung bleibt. Höchstens die Entfremdung des Spielers zu seiner Arbeit ist spürbar – die durch Automatisierung erarbeitete Unmittelbarkeit des instrumentalen Spiels fällt weg, die Bewegungsabläufe müssen neu zusammengesetzt werden.

Hier geht es aber nicht um eine Auftrennung der internen Synchronisation der Ausführung, sondern um eine graphische Repräsentation dessen, was alle hören: dass zwei grundsätzlich verschiedene, klanglich entgegengesetzte Stimmtechniken einander abwechseln und den Text bis zu einem gewissen Grade auftrennen. Gleiche/ähnliche/verschiedene Dynamik kann den Effekt verstärken, aber nicht einebnen.

Dinge, die keine Konsequenz haben: auch schön. Dinge auf sich beruhen lassen. Nicht gleich etwas ändern, weil etwas mit etwas anderem zusammenfällt. Einfach miteinander zusammenstoßen lassen.

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Les pauvres riches

You got a knife? Big deal … I‘m not scared!

Ganz interessant: extrem kurze Kapitel, drei bis vier Zeilen, ein einziges Bild. Wirkt wie eine extreme Annäherung an Film, ist aber die Frage, ob man das im Film wirklich so machen würde, ein einzelnes, aus dem Zusammenhang gerissenes, aber aussagekräftiges Bild, wie eine Parallelmontage, die aber gar nicht stattfindet, es sei denn, man versteht das ganze Buch als Parallelmontage. Aber erst da DENKT man, dass es wirklich wie im Film ist.

Der Höhepunkt dann als echte Parallelmontage – wahrscheinlich sehr effektiv, aber auch ein bisschen cheap, finde ich. Funktioniert im Film besser, weil man keine Zeit nachzudenken hat. Dito Musik?

kurz – kurz – kurz – extrem kurz – sehr lang – extrem kurz – extrem kurz – extrem kurz – kurz – extrem lang – extrem kurz – extrem kurz – kurz – extrem kurz – extrem kurz – extrem kurz – lang – extrem kurz – extrem lang usw., alles extrem laut. Wie eine Empfangsstörung. Trotzdem innere Bewegung. Verstecken.

Lärm in Oktaven

tonaler Lärm

Ozean

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Streichquartett 2010

Ist es befriedigender, Dinge einzuführen, oder sie nebeneinander zu stellen? Was ist schmerzhafter? In der aktuellen Situation würde ich sagen, sie miteinander zu verbinden.

Re: Eigenwerbung ist Schwachsinn, Polemik dito

Das einzige, was sinnvoll sein könnte, wäre Dinge genau zu beschreiben und sie damit zu zerstören – oder eben nicht. Was der genauen, interessenlosen Beschreibung standhält, hat gewonnen.

Eine feste Position, die im Voraus feststeht, ist der Gipfel des Schwachsinns, weil es sie nicht geben KANN. Dinge verändern sich ständig, eine feste Position kann nur auf INTERESSEN aufbauen, also Erkenntnis vernichten.

Auf der anderen Seite:

Moe
Moguillansky
Lachenmann
Sciarrino
Xenakis

Baby 1:1 transkribieren und Sänger mit vollem Ernst – nicht theatral! – vortragen lassen

Akzent durch Verdopplung (Joy Orbison) – Klangstärke und Klangtiefe

Untrust: laute Akorde mit gegenläufiger Dynamik, möglicherweise Instrumentengruppen gegeneinander ausspielen. Möglicherweise Akkordfolge als Eröffnungsgeste, z.B. aufsteigend/absteigend 1 2 3 4 5.

Alles aus sich heraus motivieren, nichts für etwas anderes tun.

Das so lange wie möglich herauszögern könnte die beste dramaturgische Strategie überhaupt sein. Könnte allerdings auch übereffektiv sein.

Streichquartett könnte auch einfach aus zwei Teilen bestehen: einer Pizzicato, gedämpft, leise, einer Arco, lärmig, sehr laut. Beide sehr lang.

Untrust: Differenztonakkorde wiederverwenden, daraus Material ableiten – muss aber nicht sein. Untrue vielleicht doch mit Oktaven anfangen lassen. Auf jeden Fall Dubstep-Aspekte verstärken.

Lange Zeitabschnitte dramaturgisch UND als reine Dauern verstehen.

Eigentumswohnung

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Don Winslow

Schnitt vs. Entwicklung – The Gentleman‘s Hour: perfekte Modernisierung des klassischen Noir mit allen Zutaten, finde auch das fast ungebrochene Happy End ziemlich überzeugend. Erzähltechnik – kurzes Kapitel – Schnitt – nächstes Kapitel – Schnitt – nächstes Kapitel – funktioniert perfekt, könnte direkt in Drehbuch umgesetzt werden, aber vielleicht ein bisschen zu perfekt: manchmal würde man sich ein bisschen mehr Arbeit, ein bisschen mehr Mühe zwischen den Kapiteln wünschen. Weil ziemlich schnell klar ist, dass diese Art von Schnitt immer funktionieren wird, gar nicht schief gehen kann.

Jede Methode, die Fehler von vornherein ausschließt, ist uninteressant.

Keine gute Idee, jedes zweite Kapitel mit einer Pointe enden zu lassen. Auch das offensichtlich eine perfekte Methode, das Ende des Kapitels – also einen Schnitt – zu motivieren, aber auf die Dauer viel zu durchschaubar und daher als stilistisches Mittel zu schnell verbraucht.

Trotzdem: was wäre eine formale Pointe in der Musik?

Im Prinzip interessant als Rhythmus, wie Kapitel beim gleichen Gegenstand bleiben (selten) oder zu einem anderen gehen (fast immer). Beim gleichen Gegenstand bleiben als Vergrößerung, Intensivierung. Nicht unbedingt bei größter Spannung. Da eher Cliffhanger, also Schnitt, Szenenwechsel, als am häufigsten verwendete Strategie. Ziemlich offensichtliche musikalische Parallelen.

Zynische Nebenbemerkungen aus dem Off, die abgeklärt wirken sollen, als eher nervender Bestandteil der Noir Tradition. Auch wenn man gerne die implizierte Möglichkeit, ein intelligenter Loser zu sein, mitnimmt. Heldenbild, auf das sich alle einigen können. Die Winner UND die Loser. Wahrscheinlich, weil sich irgendwie alle als Loser fühlen.

Natty Dub: geniale Idee, die Regelmäßigkeit der Akkordschläge noch zu betonen und dann im Hall brechen zu lassen

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things shift

Und was passiert auf dem Weg? Das wäre dann das Stück – und ein echter Weg, wie eine Geschichte.

Höhepunkt einarbeiten oder damit abbrechen lassen? Ein Höhepunkt oder mehrere Höhepunkte? Alle Höhepunkte gleich, ähnlich oder verschieden? Wie würde das dann aussehen? Wie ist das bei Antichrist? Auf jeden Fall klare, eindeutige Höhe-/Wendepunkte. Prüfen, wie sie eingebaut/eingesetzt sind. Nochmal wehtun. Nochmal wehtun. Nochmal.

Einfache Rhythmen. Primitivität. M.I.A. Vernichtung. Zerstörung. Destruktion. Hässlichkeit. Konzept.

Was tut mehr weh: In die Geschichte einbinden oder alleine stehen lassen? Ehrlich gesagt: In die Geschichte einbinden. Siehe Porno. Bitte, nicht schon wieder! Au ja!

Nie über etwas lustig machen. Distanz veboten, es sei denn als Konzept.

Sind Höhepunkte immer laut? Müssen Höhepunkte immer laut sein? Irgendwie schon. Negative Höhepunkte sind ja bescheuert.

Was du zeigen willst, das ist dein Höhepunkt.

Entlarvung. Wohl eher doch nicht.

Was wolltest Du mir zeigen?

Protokoll von Erkenntnissen, die nichts wert sind – weil Erkenntnisse nie etwas wert sind – besonders, wenn sie aufgeschrieben sind.

In der Beschreibung schon Fassungen enthalten, die man voneinander trennen könnte.

Prioritäten

Form

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Verklemmte Aufzeichnungen

(Alles in Klammer – eigentlich eine ganz gute Idee, sorry.)

(Interessant, wie wir das dann tatsächlich anders lesen, anders verstehen, eine andere Bedeutung geben, vor allem atmosphärisch.)

(Nur einzelne Wörter singen, den Rest sprechen? Oder, natürlich ganz doofe Idee, auf Sänger und Sprecher verteilen?)

(Wie LSP Dub: Einzelne Silben, Laute raushauen, der Rest verschwindet im Nichts. Mash down.)

(Der Fokus bei HDTV ist ziemlich interessant, sieht aus, als ob man feiner schattieren könnte, eine andere Art von Unschärfe, weniger mechanisch, eher malerisch.)

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Symphonie mit Knabenchor

Horror Vacui: die Angst vor der Entscheidung. Gleichzeitig ist Dichte eine gewisse Garantie für Intensität.

Und es spricht erst einmal nichts dagegen, ein Stück dichter zu schreiben, als es wahrgenommen werden kann. Der Überschuss wird immer spürbar sein, wenn er nicht elegant/professionell integriert ist. (Wie z.B. oft bei Ferneyhough: die Dichte ist so sehr in der Geste aufgehoben, dass sie eigentlich keine Rolle mehr spielt, es sei denn auf dem Papier. Da ist es wahrscheinlich dann eher eine Selbstüberredung, dass man die einfache Geste erst stehen lassen kann, wenn sie auf dem Papier kompliziert aussieht. In diesem Fall wäre Komplexität also sogar ein Weg zu Einfachheit.)

Problem: Wenn Du willst, dass bestimmte Dinge wahrgenommen werden, musst Du die Wahrnehmung steuern, und das kannst Du nur durch Vereinfachung/Auslassung.

Farben Streicher/Bläser: Es ist offensichtlich, dass Streichinstrumente spieltechnisch zu einer viel größeren (und im Gegensatz zu den Bläsern in jeder Hinsicht kontrollierbaren) Klangfarbendifferenzierung fähig sind als Blasinstrumente. Auf der anderen Seite müssen die Streicher aber auch Klangfarbenkontraste produzieren, um in einem dichten Satz unterscheidbar zu bleiben, während die Bläser von vornherein ein durch und durch heterogenes Feld darstellen und also die Klangfarbendifferenzierung schon automatisch mitbringen. Sie ist nur nicht – oder nur mit Mühe – ausschaltbar. That might be the problem. Insofern sollte man vielleicht weniger darüber nachdenken, wie man die Klangfarben der Bläser differenziert, sondern wie man sie homogenisiert, aneinander annähert.

Es könnte also sein, dass der Versuch, die Bläser ähnlich differenziert wie die Streicher zu behandeln, nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern auch von vornherein Unsinn ist, weil zu einfach, zu sehr auf Gleichheit/Symmetrie bezogen. Gerechtigkeitswahn.

Gilt möglicherweise auch für Klavier: Griffe/Akkorde

Farben

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Seeigelsterben

Link: wäre doch toll, wenn einfach mal nichts verknüpft würde! – Anders gesagt: geil, den Link als Voraussetzung für Beachtung in Suchmaschine zu behandeln. Da kann eigentlich nur das Gegenteil als Bewegung kommen. Irrsinniger Vernetzungszwang fast ohne Gegenstimmen.

Eine Komposition, die nur aus Ausnahmen besteht: nur einmal dies hier, nur einmal jenes dort, etc. – Wie würde man so etwas ORGANISIEREN? Wie organisiert man Ausnahmen? Wie ERZWINGT man Ausnahmen? Wie macht man Ausnahmen möglich?

Unterspielen statt überpielen, bewusst unterspielen, so unterspielen, dass man merkt, dass es unterspielt ist, also überspielt unterspielen. Geht das? Wie macht man das? Z.B. Ausnahmen!

Es geht darum, den Kopf offen zu halten.

Linkwahn

Symmetriewahn

Ausnahme eigentlich das Gegenteil von Symmetriewahn

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Fuckin‘ A. I‘m an idiot.

Bruce la Bruce Nauman: „Kunst wird interessant für mich, wenn sie aufhört als Kunst zu funktionieren.“

Mal abgesehen davon, dass man DAS GEFÜHL HAT zu wissen, was gemeint ist: what the hell does he want to say? Mit dem gleichen Recht könnte man sagen, dass Kunst nur dann funktioniert, wenn sie nicht als Kunst funktioniert, wenn sie nicht einfach nur eine im Voraus festgelegte Rolle erfüllt, sondern darüber hinausgeht und ihre Rolle in Frage stellt. Das ist aber genau der Ort, wo Kunst überhaupt erst möglich wird, wo Kunst plötzlich eine andere Position einimmt und damit letztlich die Welt verändert. Man könnte das auch Erfindung nennen. Und das lustige ist, dass man nie im Voraus sagen kann, wo die nächste Erfindung stattfinden wird/stattfinden kann, sondern der Ort der Erfindung mit der Erfindung zusammen entdeckt werden muss. Zum richtigen Zeitpunkt kann eine Rückname auch eine Erfindung sein. Letztlich auch hier der Ort, wo es weh tut, gesucht.

Überambitioniert ist logischerweise unterambitioniert.

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Anatomisches Theater

Verpflichte eine Schauspielerin und du hast eine Hauptperson.

Beim zweiten Mal weißt du schon, was für Schuhe sie an hat.

Schreien.

Yes, people do that.

Viel passiert: andere Kleider.

Painting: Wenn du lang genug drauf schaust, beginnt es wie ein Gemälde auszusehen. Tiefe. Schärfe. Perspektive.

Der Hahn.

Beliebig viele Schnitte möglich.

Man erinnert sich wieder, z.B. wo sie die Straße gekreuzt hat, Dinge, die man eigentlich nicht erinnern kann. God bless you. Dann erstaunlich schnelle Schnitte. Im Gedächtnis sind sie also noch langsamer. For the poor. Lass das Bild allein. Manipulier es nicht. Führe nicht vor, dass du es nicht manipulierst, oder wie du es manipulieren könntest. Lass es allein. Plötzlich alles viel schneller als erwartet. Sie treffen sich wirklich. Noch eine Spende. Rette mich vor dieser Hölle. Dieses Land ist die Hölle. Diese Welt ist die Hölle. Ein Foto. Noch ein Foto. Fühlt sich natürlich viel realer an. Plötzlich passiert viel zu viel. Weil es nicht eingeführt ist. Weil es einfach so passiert.

Die Kamera folgt nicht den Personen, sondern die Personen laufen irgendwann in den Rahmen der Kamera.

Es ist merkwürdig, dass man überhaupt hinschaut, und es ist noch merkwürdiger, dass es beim zweiten Mal interessanter als beim ersten ist – im Gegensatz zu fast jedem anderen Film. Das erste Mal denkt man, dass nichts passiert, das zweite Mal wundert man sich, dass so viel passiert. Und dass man es sich zweimal anschauen kann. Und dass es beim zweiten Mal interessanter als beim ersten Mal ist.

Beethoven: expressives Unisono

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Was wir NICHT wollen:

Ok. Du hättest gerne einen Plan, aber Du verbietest Dir einen zu haben, und tatsächlich fühlt es sich auch nicht richtig an, wieder mit einem Plan zu arbeiten. Gleichzeitig hat es aber auch eine gewisse Bescheuertheit, einfach so drauflos zu arbeiten, oder Material hin und herzuschieben. Man hätte doch gerne eine gewisse Stringenz, einen gewissen Widerstand.

Ich bin nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, Zeitabläufe sich einfach ergeben zu lassen. Ein bisschen Zwang ist da im Grunde wohltuend und klärend. Nur, wo soll er herkommen, wenn es keinen Generalplan gibt/geben soll? Was wäre eine Arbeitsalternative?

Man könnte natürlich auch von der Arbeitshypothese ausgehen, dass Sprache und Musik ABSOLUT NICHTS miteinander zu tun haben.

Es ist merkwürdig, dass bestimmte Sachen wirklich nicht gehen, dass es nichts mit Prüderie zu tun hat, bei bestimmten Sachen nein zu sagen. Das interessante dabei ist, dass man automatisch schlechter wird, wenn man doch ja sagt, und das liegt nicht daran, dass das, was man tut, in der falschen Umgebung anders wirkt, oder dass der Betrachter die falsche Umgebung mitdenkt, sondern dass man faktisch das Falsche tut. Beispiel: Juergen Teller im Zeitmagazin.

Es könnte allerdings sein, dass man in bestimmten Situationen tatsächlich ja sagen muss, auch wenn man weiß, dass es falsch ist, weil nein einfach zu lächerlich wäre. Dass Korruption die einzige Möglichkeit ist, sich zu bewegen. In der Hoffnung, dass man da wieder rauskommt. Was aller Wahrscheinlichkeit nach eine Illusion ist, sieht man sich die Faktenlage an: Es sieht nicht so aus, als ob irgendjemand da jemals wieder rausgekommen wäre. Es sei denn, es gab eh nichts zu verlieren. Unausweichlichkeit. Tragödie. Berühmte Maler.

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Melancholia II: Lav Diaz

Extreme Schnelligkeit: kann nur durch Detailarmut erreicht werden. Relativ absurd, was ich in Lichtblitz versucht habe. Gerade die Stimmen werden diese Form von Schnelligkeit und Detailreichtum nicht realisieren können. Und selbst wenn, wäre die Frage, ob man es hören kann.

Wobei da die Verdopplungen natürlich schon helfen. Interessant, dass Xenakis zu ähnlichen Schlüssen kommt.

Möglichkeit wären sehr kurze, dichte Phrasen, die durch deutliche Pausen voneinander getrennt sind. So, wie die Musik letztlich ja auch konstruiert ist. Hier könnte man auch Stimmen und Instrumente gegeneinander ausspielen, letztlich einen Schlagabtausch inszenieren. Was den notwendigerweise schnellen Dialogszenen wahrscheinlich sehr helfen würde. Das Gefühl von Schnelligkeit erzeugen. Aleatorio: Überfülle von Details in klarer Gliederung.

systematische, auf sich selbst bezogene Differenz

sie sind identisch, machen vielleicht auch das Gleiche, laufen aber nicht synchron

Gleichzeitig, don‘t forget, macht es natürlich nur Spaß, wenn es absurd ist. Was sollen die ganzen Praktiker, die einfach nur funktionieren. Wieder andererseits: Es wäre natürlich schön, wenn man beides zusammenbekommen würde, das Unmögliche und das Mögliche. Noch einmal andererseits: Dann wird aber wieder das Schwierige als Mögliches nur vorgeführt, das Staunen, die bequeme Sensation, und es ist genauso langweilig wie alles, was praktisch ist. Was praktisch ist, tut nicht weh: Davon kann man wahrscheinlich ausgehen. Any Gegenbeispiele? Gibt es eine nicht-spießige Musik, die praktisch ist?

Murnau: subtiles visuelles Genie

Miike, Third Yakuza: Standbilder, schnell geschnitten, alle Bewegung im Schnitt

Ist Sprechen etwas GANZ ANDERES als Singen und muss deshalb auch GANZ ANDERS behandelt werden, formal? Kontinuität vs. Diskontinuität? Let‘s see.

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Faith and Action

Was wäre wirklich eklig? Wo würdest Du kotzen?

Vom trockenen, gedämpften Pizzicato zum Glissando, per se ausgehalten, fortissimo, Doppelgriffe, Tonhöhenschleifen, sehr hohe Lage, Saite mit beiden Fingern fassen, sehr hoher Bogendruck, rhythmisch regelmäßige oder annähernd regelmäßige Figuren, quasi Motive, extrem laut, extrem hässlich, natürlich zum Steg hin, umschlagen in Tremolo, extrem laut, extrem penetrant, Figuren beibehalten, Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen, aber keine echten Wiederholungen, sondern leichte Abwandlungen, die Idee der Figur wird wiederholt, tatsächlich etwas so doofes wie a-f-g-es-f-des (allerdings wahrscheinlich keine Tonwiederholung), stauchen, dehnen, aber diastematische Geste beibehalten, wie ein Gewitter, langanhaltend, schrecklich, so komponieren, dass es schrecklich bleibt, dass man sich nicht daran gewöhnen kann. Das als die beiden Extreme des Streichquartetts, dazwischen – vermitteln? Figur als Neudeutung von Untrue, vielleicht auch Möglichkeit, Untrue selbst umzudeuten.

M.B.R.M.M.P.P.: Schaben und dumpfes Klopfen im Hintergrund, alles Stoppschläge, auch Stoppschläge in Schaben übergehen lassen, kein neuer Ansatz (oder NUR so?), die wenigen ungedämpften Schläge als offensichtliche Ausnahmen, Ereignisse, Akzente, z.B. in Generalpausen plazieren, aber unauffällig, Rhythmus einfach halten, nicht zuviel machen wahrscheinlich nicht über die schon vorhandenen Unterteilungen hinausgehen, auf jeden Fall aber an sie anlehnen. Wahrscheinlich kleinste Notenwerte Achtel (für Schaben), vielleicht das schon zu kurz, also ziemlich entspannte, einfache Notation, insofern bestimmte (Sechzehntel-) Unterteilungen gar nicht möglich, es sei denn, es ist auch ein Sechzehntel-Anschlag im Takt vorhanden. Hier prüfen, ob Sechzehntel für Anschläge der richtige (und einzig mögliche) Wert, könnte auch zu schnell/zu langsam sein. Mit dem Ohr prüfen, rhythmische Gestik nachvollziehen.

Auch Hin-und-Her-Reiben! Aber kein Tremolo – oder doch? – wäre lustig.

OHM perfektes Beispiel – Partitur bestellen!

Tremolo – Schreddern – OHM

Tremolo als härtest mögliches Schreddern – muss möglich sein!

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Slide

Frage wäre, ob man davon ausgehen kann, dass bestimmte Dinge nicht mehr gehen (z.B. Wörter in Phoneme aufbrechen), dass die Verbrauchtheit dieser Mittel so offensichtlich ist, dass jeder, der sie dennoch einsetzt, automatisch als zurückgeblieben angesehen werden muss. Gegenposition dazu wäre, dass man ALLEM einen neuen Sinn geben kann, wenn man einen neuen Gebrauch dafür erfindet. Was dann allerdings immer noch heißen würde, dass der bisherige Gebrauch nicht mehr als künstlerisches Mittel ernstzunehmen ist.

Im täglichen Leben ständig der Glaube, dass man ewig lebt, versteckt. Implizit enthalten: Es wird immer so weiter gehen.

Risset-Glissandi innerhalb einer Oktave nach unten, fff, statisch, ausarbeiten, kein Prozess, aber Varianten

family values

begin to entwerf

Oedipus Schmoedipus: Soundtrack als Album, Album als Komposition?

Antivermittlung

Wer denkt, dass sich die Dinge von alleine fügen, träumt.

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Wein

Jean-Marc Boillot
Montagny 1er Cru
2008

Domaine Bouchard Père & Fils
Beaune du Château Premier Cru
2006

Casa Vinicola Plozza SA Brusio-Grigione
Valtellina Superiore Inferno
2004

Satan Side

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Don‘t throw things!

Manipulation: ich finde es eigentlich nur interessant, wenn die Manipulation spürbar ist, wenn man sie nachvollziehen kann.

Beherrschbarkeit demonstrieren um Nicht-Beherrschbarkeit vorzuführen

Schauspieler Jörg Schneider:
„Alkohol hat meinen Sohn in den Tod gezogen.“

Hotel Waldhaus
Opéra:
Wohin mit Gott?

Erinnerung: die Welt ist noch da.

Glocken

DISS LIGETI
MK 4865.6
CB 4939

This is my life. This is what I wanna do.

So why don‘t you do it?

Was würde passieren, wenn man wirklich ALLE KRAFT in das Projekt stecken würde? Von morgens bis abends nichts anderes als Arbeit? Wenn es das ist, was du tun willst, wo ist das Problem? Gegenfrage: Kann man das überhaupt drücken? Kann man mit Gewalt rangehen? Was ist, wenn es nicht läuft? Wie geht man mit Schwierigkeiten um? Kann man so überhaupt arbeiten? Kann man auf Ablenkung verzichten? Oder zerstört das gerade, was man erreichen will? Wie kann man die Zerstreuung in die Arbeit mit hineinnehmen? Vergessen wir nicht, wieviele Leute es gibt, die den ganzen Tag arbeiten und trotzdem nur Unsinn produzieren. Ideen-Management. Muss Teil der Arbeit werden. Wechsel zwischen Projekten als Ablenkung? Arbeitsorganisation.

Froh sein, wenn es vorbei ist: keine gute Haltung, besonders, wenn es um das eigene Leben geht.

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Antiinformation

Naturalismus

Welterklärungsmodell

Can I have some Schrott, please?
Brother, you GOT some Schrott there.

Akzente platzieren: das soll dahin, das soll dort hin (Feldman über Xenakis), und dazwischen muss irgendetwas passieren. Frage: sind Abschnittsbildungen wirklich interessant?

Das könnte auch eine Art Storyline sein: von hier nach hier nach dort, etc.

Abschnitte: zur gleichen Zeit passierte dies, es hätte aber auch so sein können, viele Jahre später …

formale GESTIK

etwas anderes vermutlich, wenn zum Umschlag HINGELEITET wird

Momente oder Zustände

Verläufe/Prozesse oder Schnitte

enge, schnelle Schnitte, die Prozesse darstellen, oder weite, grobe Schnitte, die Zustände voneinander trennen

Was WILLST du hören?

Stasis vs. Prozess: Wenn eine Situation wiederkehrt, müsste sie sich verändert haben, sie müsste eine andere Qualität erreicht haben, auch wenn sie vordergründig (auf der Textebene) gleichgeblieben ist. Die Spannung müsste sich von Wiederholung zu Wiederholung steigern. Und dabei geht es nicht einfach nur um Varianten des gleichen, sondern um echte Qualitätsveränderungen.

z.B. Antichrist, Brücke: wenn du etwas vorher schon gezeigt hast, in einem anderen Zusammenhang (Traum), hat es bereits eine eigene Qualität, wenn du in einem neuen Zusammenhang (Realität) auf es stößt. Vorbereiten, Wiederkehren. Immer tiefer einsinken. Aber das ist nicht die richtige Metapher.

Was ist denn mit Stockhausen und Stammheimer, was passiert mit ihnen, während sie vor sich hin trinken und an Helga denken? Auf der anderen Seite: einen einfachen Prozess auf die offensichtliche Stasis des Textes zu legen, würde die Idee des Textes aufweichen und verfälschen. Es muss also um eine andere Qualität gehen. Schnittartig eine andere Qualität des gleichen entstehen lassen. Schalter.

Oder GEGEN den Text die reine Wiederholung. TEXT als Abweichung, nicht Musik.

Horrorfilm als Reise in die Depression. Macht Sinn: die dunkle Glocke senkt sich langsam über Dich, der Druck steigt. Nur: Antichrist ist wahrscheinlich der nüchternste, analytischste Horrorfilm ever. Vielleicht gerade darum: Er versucht, die Glocke zu zerstören, den Druck aufzuheben.

Angst
Fear
Despair
(Gynocide)

The Three Beggars
Grief
Pain
(Chaos Reigns)

The Three Beggars
Grief
Pain (Chaos Reigns)
Despair (Gynocide)

Untrue: mehr Atmosphäre, klanglich verdichten, schärfen, muss wehtun, muss die Stimmung von 2008 (Wire, Burial) besser wiedergeben

Streichquartett: vielleicht doch genauer überlegen, wo es hingehen soll, was der Plott sein könnte, vor allem, wie man VERLUST spürbar machen kann (Material).

Spielplan

Eisler – Weill – Xenakis

Wagner???

Was genau wäre ein künstlerischer IRRTUM?

Maurizio/Licht: Atmosphäre

Slow Motion – muss Slow Motion bleiben, andererseits, je mehr Vergrößerung, desto mehr Details. Bei realen Bildern aber Verhältnis zwischen Detail und Gegenstand klar, daher keine Überfüllung. Möglicherweise gilt das auch für tonale Musik. In atonaler Musik ist jedes Detail Gegenstand, daher bedeutet mehr Detail automatisch größere Dichte. Weiß nicht, ob man das dann leer lassen kann, oder ob man mit dem Dichtegrad leben muss. Dynamik könnte helfen, Dinge zusammenzufassen. Details leiser als Hauptimpulse, oder alles leise und so geeignete Atmosphäre/Stimmung erzeugen.

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MELANCHOLIA

The three soldiers:

PAIN GRIEF DESPAIR

Deutlichkeit und Schmerz. Deutlichkeit ist Schmerz. Atmosphäre muss so verdichtet werden, dass es weh tut (Untrue).

You are all my guests. Not the other way around. That‘s the way I see it.

Nichts ist langweiliger als Dinge, die man durchschauen kann, Witze, die man verstehen kann, Motivationen, die offensichtlich sind. Es sei denn, sie sind gnadenlos offen. Weil dann die Motivation auch wieder verschwindet, das Geheimnis zurückkommt.

Lars von Trier

Dem Leben einen Sinn geben.

Es ist absurd zu denken, dass ein Leben weniger Sinn haben könnte als ein anderes. Leider.

Warum glaubst Du immer noch, dass Hilfe von außen kommen wird? Die nächste Information ist immer die Wichtigste. Und am nächsten Tag schon vergessen, egal, ob Du sie bekommen hast oder nicht. Wenn eine Information wirklich wichtig wäre, müsste man sie festhalten und nicht mit neuen Informationen verdrängen. Das nächste Buch bringt die Erkenntnis, der nächste Satz die Erlösung. Und manchmal ist es ja wirklich so, nur leider ziemlich selten.

Anhäufung

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Overkill

Don‘t forget:

Vielleicht nicht so sehr vom Text, sondern vom Wort, von der Sprache ausgehen. Dabei nicht Wörter auseinandernehmen, was furchtbar öde ist, sondern zeigen, wie Sprache und Musik nicht zusammenpassen – oder manchmal eben doch zusammenpassen. Aber die fundamentalen Unterschiede zwischen Sprache und Musik herausarbeiten. Zu schnell. Zu langsam. Falsche Betonung. Überproportionale Dehnung. Überproportionale Stauchung. Teile von Wörtern verschieden behandeln. Teile von Sätzen verschieden behandeln. Dabei dann immer in Beziehung zu Musik setzen. Eigentlich kann nur so eine Beziehung zur Musik entstehen: indem gezeigt wird, dass sie nicht zusammenpassen. Zeit als Hebel. Aber auch zu hoch, zu niedrig. GEGEN die Wortmelodie arbeiten, aber so, dass man es merkt – also nah genug dran bleiben.

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LICHT

Text Wörter Sätze leider immer zusammengesetzt: d.h. man hat als Komponist gar keine Chance zu einem einzelnen Element zu kommen, es sei denn man geht auf Phoneme zurück, was zum Gähnen langweilig ist. Auf der anderen Seite: Dass die Komponisten im 20. Jahrhundert so endlos auf den Phonemen herumgeritten sind, hat eben nicht nur damit zu tun, dass man den Text dekonstruieren wollte, sondern vor allem damit, dass man nur auf diese Weise eine äquivalente Behandlung von Text und Musik erreichen konnte. In dem Moment, in dem das nicht mehr geht, bzw. in dem man sich diese verbietet, hat man ziemlich schlechte Karten, ein annehmbares Text-Musik-Verhältnis herzustellen. Ein weiteres, nur äußerlich banal scheinendes Problem ist aber, dass Wörter immer eine gewisse Ausdehnung in der Zeit haben, selbst dann, wenn sie nur aus einer Silbe bestehen, was dazu zwingt, quasi immer arco zu spielen, die Möglichkeit des Stoppschlags fällt von vornherein weg. Das musikalische Material ist von vornherein zur Ausdehnung verdammt, es gibt keine Möglichkeit, die Ausdehnung zu erarbeiten, man muss die ganze Zeit schon immer von ihr ausgehen. Wie wäre es, Wörter in einen extrem kleinen, quasi unmöglichen Raum hineinzuzwingen? So dass sie quasi zu komplexen Geräuschen würden? Das wäre das Gegenteil von meinen Glissando-Exzessen. Was würde man dann daraus machen? Wie stehen die Möglichkeiten, daraus mehr als einen Gimmick zu machen? Ein echter Vorteil wäre jedenfalls, vom elenden Schnellsprechen wegzukommen. Mehr Raum – weniger Raum. Zusammendrücken – Auseinanderziehen. Bis es zerreißt? Dann doch wieder Phoneme? Man könnte natürlich dann auch mehrere Wörter zusammenziehen – oder mehrere Silben, unabhängig von den Wörtern. Anzahl der Silben je Schlag unabhängig von Wortgrenzen bestimmen. Unbestimmtheit in der genauen Dauer, da schwierigere Silben länger dauern als einfachere Silben, und genau auf einen Impuls keine einzige Silbe zusammengezogen kann (es sei denn ein trockenes Kehlen-A, z.B.). Ähnlich wie Glissando by the way. Damit arbeiten. Ungenauigkeit, Nichtdefinierbarkeit ausnutzen und zum Thema machen. Mögliches Material. Sozusagen auf der leichtest verständlichen Ebene bleiben und diese dann durch die falsche Geschwindigkeit zerstören. Geschwindigkeit also auch Thema. Was ist mit: zu langsam? Im gesungenen Text ja offensichtlich kein Problem sondern eher Regel! Kann man es trotzdem ausnutzen? Zu langsame Sprechstimme? Das könnte bedeuten, dass die Sänger tatsächlich nie singen, aber trotzdem ausgebildete Sänger sein müssen, damit sie die Tempo- und Rhythmusanweisungen genau ausführen können.

Alles eine Frage des Tempos.

Das Wort als komplexes Geräusch.

Die Welt als komplexes Geräusch.

Little Feat: Merkwürdige Fähigkeit, eine Platte mit einer möglichst beiläufigen Phrase zu beenden und trotzdem mit genau dieser Phrase im Gedächtnis zu bleiben.

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The End of Shame and Sorrow

Maurizio: Vielleicht Cyrus und Clayton in Material einbinden, so unverbundene Kontraste entstehen lassen? Wäre eine Möglichkeit zu nicht gestrichenen, nicht Tonhöhen-zentrierten Klängen zu kommen. Warum muss, warum sollte Material in einem Stück miteinander verbunden sein? Warum wäre abgeleitetes Material besser als neues Material?

Warum können wir das Gelingen und Misslingen bei anderen selbst dann erkennen, wenn wir von der Sache wenig oder keine Ahnung haben, unsere eigene Arbeit aber so schwer beurteilen?

Streichquartett: nur kurze, perkussive Klänge, wenn gehaltene Klänge, ausschließlich aus kurzen Klängen entwickeln, natürlich auch Knarzen als kurzer Klang, aber vor allem verschiedene Arten von Pizzicati, col legno Schlagen und Streichen, eher schnell als langsam, viele Oktaven, Quinten, Oberton-Verbindungen, sonst aber Gegenteil von Frequenzanalysen, aggressiv, aber nicht laut, holzig. 14‘. Grundtempo Viertel = 132? Am liebsten alles oder fast alles homorhythmisch, vielleicht auch annähernd alles auf den Schlag, quasi Orchestrierungen eines Schlags.

Wo würde es eigentlich wirklich WEHTUN in der Musik? Antichrist. Gibt es das überhaupt/kann es das geben? Es geht ja nicht um Verfahrensweisen, sondern um das Resultat.

Tut es weh, wenn es laut wird? Einfache Extreme sind viel zu leicht umzusetzen um erschrecken zu können.

HOLZ

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Van Dyke Parks

Discover America
love it
groß

hat zum Teil auch etwas wie trockener, Hall-loser Dub
geil falsch

Streichquartett: Warum nicht mit einem Ton anfangen, ihn dann orchestrieren als Teil von verschiedenen Spektren? Könnte man auch als Witz behandeln, Vexierspiel.

Orchester als Ausdehnung der Stimme (Kolik)

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Where the fuck is luck?

Willkommen in
Saig, Gde. Lenzkirch
Sieger im Bezirkswettbewerb 2009
„Unser Dorf hat keine Zukunft“

Vielleicht keine schlechte Idee, Rameau und Lully bewusst zu bestehlen. Prüfen, was hier direkt als Modell übernommen werden kann (besonders Rameau).

Sopranos 5: Dream Test / Test Dream

hinter jeder Ecke lauert Angst

Angst als verbindendes Element

letztlich keine logische Verbindung nötig, trotzdem das Gefühl von Unausweichlichkeit, gleichzeitig natürlich auch Selbstironie

Plastiktüte

Suizidgarantie

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Traum II

Ich hatte Arne verloren. Er war winzig und hatte sich im Spiel in einen Streifen Papier eingewickelt. Dann war er zwischen die Kiesel gefallen. Wir haben ihn lange gesucht, konnten ihn aber nicht finden. Auch am nächsten Morgen blieb er verschwunden.

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Perfektion

nip/tuck: weil die Fernsehserie so viel Zeit hat, kann sie es sich erlauben, Personen differenziert zu zeichnen, das Gute im Bösen und umgekehrt betonen, aber auch zeigen, dass Handlungen nicht grundsätzlich gut oder böse sein müssen. Alles, was für einen Moment gut aussieht, kann im nächsten Moment ins Böse kippen. Dito Personen. Dabei geht es ohnehin nicht um Innerlichkeit, sondern um Handlungen. Und man könnte sagen, ein Charakter definiert sich nicht so sehr über sein Innenleben, als über seine Handlungen. Oder, wenn man so will, das Innenleben ist Teil seiner Handlungen, nicht umgekehrt. Und für Handlungen ist die Fernsehserie das perfekte Medium. Weil sie soviele davon unterbringen kann. Hier tatsächlich: mehr ist mehr.

Motive und Handlungen: Komplexer Charakter

Touch of Evil/Mr. Arkadin: unvollendete, nicht abgeschlossene oder in mehreren Versionen vorliegende Filme können allein dadurch, dass man WEISS, dass sie auch anders sein könnten, dass man WEISS, das sie nicht in einer endgültigen Fassung vorliegen, ähnliche Qualitäten wie eine Fernsehserie entwickeln: dass man ihnen Schwächen verzeiht, von denen man annimmt, dass sie in einer endgültigen Fassung behoben worden wären, dass diese Schwächen aber auch den Film in seiner unabsichtlichen Heterogenität interessant machen, dass aus dem nicht zu Ende geformten Material eine Rauheit entsteht, die sonst nicht denkbar wäre, und dass der Film in all dem über die Fassung, die wir sehen, hinausweist. Er ist in gewisser Weise mehr, als wir sehen.

Gilt natürlich nicht für jeden Film, der nicht fertiggeworden ist.

Entscheidend könnte hier das Unabsichtliche sein, das nicht Ausgeformte, dass das Nicht-Gewollte interessanter ist als das Gewollte, dass die nicht zu Ende gebrachte Entscheidung interessanter ist als die durchgeführte, und letztlich, dass die volle Kontrolle in der Kunst nicht unbedingt erstrebenswert ist. Wobei geplante Leerstellen natürlich genau so langweilig sind wie ausgefüllte Leerstellen. Die Fehler müssen echte Fehler sein, der Produzent muss so mit seiner Arbeit umgehen, dass Fehler als echte Fehler erkennbar bleiben.

Das ist natürlich in der Fernsehserie leicht zu erreichen: Man denkt immer die ökonomische Begrenztheit der Produktion mit, selbst dann, wenn man sie dem Material nicht ansieht. Oder anders gesagt: Während im Kinofilm Perfektion vorausgesetzt wird und an sich langweilig ist, ist sie in der Fernsehserie ein Triumph, ein Sieg gegen die Produktionsbedingungen, gegen die Form Fernsehserie, und trägt noch spürbar die überwundene Imperfektion in sich.

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Was von Ihnen erwartet wird:

Cleanse the mind.

Maurizio mit LICHT/Aufblenden beginnen lassen. Erst wenn das Licht in einem stabilen Zustand ist, mit der Musik beginnen.

Würde tatsächlich gerne Lila/Violett/Rot für das Licht haben, auch wenn das ziemlich kitschig ist. Sanftes Glühen.

Kein Schwarzweiß, höchstens Annäherung an Schwarzweiß = Annäherung an Weißes Rauschen. Abstufungen von farbigem Rauschen.

Die Musik muss sich vom Text distanziere, aber der Text muss sich auch von der Musik distanzieren. Double-Unbind?

Das wäre dann tatsächlich eine wichtige Frage: Wie kriegen wir den Text aus der Musik raus?

Vielleicht eine gemeinsame Bindung, von der beide geplant abweichen?

Wir müssten eine Differenzmaschine erfinden. Eine Maschine um Differenz herzustellen. Eine Maschine zum Herstellen von Differenz. Eine Maschine zum Differenz herstellen. Maschine zum Herstellen von Differenz.

Oper ohne Text (Schumann)

Gut, dann muss man eben damit arbeiten, dass Sprache immer schon zusammen gesetzt ist, dann muss man betonen, dass es nicht zusammenpasst.

Yeah, fuck you too.

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Faventina

Problem Klassische Musik: spätestens nach fünf Minuten hast du das Gefühl, dass du das Stück verstanden hast, dass du den Stil verstanden hast, und dass es eigentlich keinen echten Grund gibt, das Stück weiter anzuhören. Und das gilt absurder Weise auch dann, wenn ein Stück mit deutlichen Kontrasten arbeitet oder über eine starke Dramaturgie verfügt. Bis zu einem gewissen Grade gilt das sogar auch dann, wenn noch gar nicht das das gesamte Material erklungen ist, oder wenn ein Stück aus mehreren Sätzen besteht und man sich noch im ersten Satz befindet. Merkwürdigerweise finde ich nicht unbedingt, dass das für Feldman gilt, obwohl es dort wirklich naheliegen würde. Was wäre eine vernünftige Strategie, um ein Stück am Leben zu erhalten, um es nicht gleich mit der Exposition des Materials enden zu lassen? Wichtige Frage.

Merkwürdigerweise gilt das auch nicht für Techno, also rein wiederholungsbasierte Musik: vielleicht, weil hier von vornherein klar ist, dass nichts Neues kommt, weil die Musik von vornherein als statisch definiert ist und ihren Reiz aus der Wiederholung und leichten Abweichung (und nicht unbedingt nur aus dem Motorischen) bezieht. Ferneyhough dagegen als extremes Gegenbeispiel ist eigentlich nach fünf Takten klar, egal, wie sehr er sich bemüht, aus seinem stilistischen Käfig auszubrechen. Genau das macht es sogar noch schlimmer = noch langweiliger. Man hat das stilistische Konzept verstanden, und der formale Diskurs, so sehr der Komponist sich auch bemüht, ihn als den eigentlichen Gegenstand des Stückes in den Vordergrund zu rücken, reicht nicht aus, um das Interesse am Leben zu halten. Big problem.

Polyphony sucks (Feldman): Musik als Fieberkurve (nicht faktisch, aber psychologisch)

Die fehlende Notwendigkeit, ein Stück bis zu Ende anzuhören.

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Filed under Klassik, Musiktheorie

Teenage Zombie

Tonerkennbarkeit als führender Parameter, vielleicht auch Tonkontrollierbarkeit (Maurizio, Streichquartett): Untersuchung

Mazzocchi: ziemlich tolle Klangflächen, die er immer wieder einbaut, fast so eine Art Überwältigungsstrategie, aber auch die Zeit, die er sich für bestimmte Harmoniewechsel lässt, dadurch extrem klare Gliederung möglich. Natürlich auch epochentypisch. Dürfte auch mit der Akustik der damaligen Kirchen zu tun haben, funktioniert aber eben auch losgelöst davon, vielleicht sogar besser, weil unbeabsichtigt deutlicher. Vielleicht wäre es gar nicht so toll, wenn es Absicht wäre.

Back to Absicht

Gelb auf Weiß: Spiel mit der nicht lesbaren Schrift, reveal and hide, tut tatsächlich weh in den Augen, statische Anstrengung. Besonders lustig, wenn es dann faktisch und endgültig nicht lesbar ist, aber eben doch da steht.

I was once

Beethoven op. 132, Zweiter Satz: Oktavbewegungen als Instrumentation eines stehenden Klangs

1. Wiederholung
2. Variation
3. Verschiedenheit
4. Kontrast
5. Beziehungslosigkeit

Michael Thalheimers Inszenierung Liliom (Hamburg 2000) beginnt damit, dass der Darsteller der Titelfigur, Peter Kurth, etliche Minuten lang seitlich vor dem Vorhang steht und mit neutralem Ausdruck ins Publikum schaut und schließlich einige Male wie eine leblose Puppe mit den Armen schlenkert.

Orchestrierung von Schlägen zwischen Tonhaltigkeit und Tonlosigkeit, absoluter Klanglosigkeit, Halt, und Nachklang: Inszenierung des Tempos

I was a

Walked

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Filed under Dramaturgie, Klassik, Maurizio/Licht, Stücke, Theater, ZWEI/2240: Song Cycle

Mr. Me Too

Assafjew, Boris: Die musikalische Form als Prozeß, Berlin 1976

Barthes, Roland: Das Reich der Zeichen, Frankfurt am Main 1981

Dahlhaus, Carl: Analyse und Werturteil, Mainz 1970

Egenhofer, Sebastian: Produktionsästhetik, Zürich 2010

Eimert, Herbert: Grundlagen der musikalischen Reihentechnik, Wien 1964

Faltin, Peter: Phänomenologie der musikalischen Form, Eine experimentalpsychologische Untersuchung zur Wahrnehmung des musikalischen Materials und der musikalischen Syntax, Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft XVIII, Wiesbaden 1979

Faltin, Peter: Bedeutung ästhetischer Zeichen, Musik und Sprache, hrsg. v. Christa Nauck-Börner, Aachen 1985

Hutcheon, Linda: Irony‘s Edge, The theory and politics of irony, London 1995

Karbusicky, Vladimir: Grundriß der musikalischen Semantik, Darmstadt 1986

Kittler, Friedrich: Optische Medien, Berliner Vorlesungen 1999, Berlin 2002

Kühn, Clemens: Musiklehre, Grundlagen und Erscheinungsformen der abendländischen Musik, Laaber 1981

Kühn, Clemens: Formenlehre der Musik, München 1994

Mahrenholz, Simone: Musik und Erkenntnis, Eine Studie im Ausgang von Nelson Goodmans Symboltheorie, Stuttgart/Weimar 1998

Motte-Haber, Helga de la: Ein Beitrag zur Klassifikation musikalischer Rhythmen, Köln 1968

Ockelford, Adam: Repetition in Music, Theoretical and Metatheoretical Perspectives, Royal Musical Association Monographs 13, Aldershot 2005

Pütz, Peter: Die Zeit im Drama, Zur Technik dramatischer Spannung, Göttingen 1977

Rajewsky, Irina O.: Intermedialität, Tübingen 2002

Reinecke, H.-P.: Über Allgemein-Vorstellungen von Musik, Eine experimentelle Untersuchung musikalischer Stereotype, Kassel 1967

Tröndle, Martin (Hrsg.): Das Konzert, Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form, Bielefeld 2009

Ullmann, Jakob: Logos Agraphos, Die Entdeckung des Tones in der Musik, Berlin 2006

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Filed under Bibliographie, Theorie

Selbstdarstellung

Von Ihnen erwartet wird:

1.) 20 Minuten Einzelunterricht im Fach Komposition. Die Partitur des Studenten kann 30 Minuten vorher eingesehen werden.

2.) 15 bis 20 Minuten Kurzeinführung zur ästhetischen Position der eigenen Arbeit

Im Anschluss an die Lehrprobe bitten wir Sie zu einem kurzen Gespräch (ca 10
Minuten).

Es gibt keine ästhetischen Positionen, es gibt nur künstlerische Handlungen, man kann sich allerdings fragen, was für eine ästhetische Position sich aus einer bestimmten künstlerischen Handlung ergibt, d.h. man kann aus einer künstlerischen Handlung auf die ästhetische Position rückschließen.

Andererseits: vielleicht ist es tatsächlich möglich, erst eine ästhetische Position zu erarbeiten, und dann daraus künstlerische Handlungen abzuleiten. Das wäre eine extrem unintuitive Form der künstlerischen Entscheidung, aber deswegen nicht unbedingt eine falsche. Intuition würde dann wahrscheinlich vor allem in die Erarbeitung der ästhetischen Position einfließen.

Meine Ästhetik: Genauigkeit von Musik, die im Studio entsteht, auf Partiturmusik zurückwenden. Absicht. Trägermedium. Welche Parameter können sich vollständig erklären, welche nicht? Wo wird Genauigkeit erfahrbar und bleibt nicht einfach nur als Vielgestaltigkeit oder als Abweichung vom Genauen, also als Ungenauigkeit, stehen?

Musikhochschule: Institution als Institution interessant. Leerer Rahmen. Zunächst einmal als solcher zu akzeptieren oder nicht. Danach erst kann man sich im einzelnen fragen, was gut ist und was schlecht, was man gerne verändern würde und was bleiben sollte, wie es ist.

This is how I made Julien Donkey-Boy.

Pizzicato an Flageolett-Punkt. Finger neben Saite liegen lassen. Bounce.

Werbung ist für Bescheuerte.

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Fotorealismus

nicht Tonhöhen auflösen (OHM) sondern ZURÜCK zu den Tonhöhen als Trägermaterial

Rapture: I need your love

Wie kriegt man das ZU laute hin, das leicht, wie versehen, zu laut abgemischte, ohne dass es zu absichtlich wirkt? Möglicherweise geht es gar nicht in instrumentaler Konzertmusik, weil nie klar sein kann, ob ein Instrumentalist zu laut spielt, oder ob die Partitur wirklich so gemeint ist. Eines von vielen Beispielen, dass bestimmte musikalische Erscheinungen, besonders fehlerartige, in instrumentaler Konzertmusik eigentlich nicht komponiert werden können, weil die Absicht nicht klar gemacht werden kann. Ziemlich schade, alles in allem. Tatsächlich stört dass Instrument/der Instrumentalist als Vermittler: bezüglich bestimmter Parameter wie eben der exakten Lautstärkeabstimmung hat das Publikum nicht die geringste Chance, Partitur und Ausführung zu unterscheiden und wird grundsätzlich eher auf Ungenauigkeit als auf Absicht entscheiden. Bestimmte Feinheiten fallen also in der komponierten Instrumentalmusik (nicht unbedingt in der improvisierten, hier ist auch das Unabsichtliche Teil der Absicht) notwendiger Weise weg.

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Filed under Musiktheorie

Sterben Kacke Scheiße Tod

Lustig, wie das Leben vorformatiert ist durch Notwendigkeiten wie Essen, Trinken und Schlafen. Im Grunde ist der Gestaltungsspielraum ziemlich eng.

Wir verstehen einfach nicht, was es bedeutet, jemand anderes zu sein. Wir sehen jemanden, können ihn aber nicht verstehen. Was bedeutet es, so auszusehen? Bedeutet es überhaupt etwas? Auf der anderen Seite, warum sollte das, was jemand z.B. sagt, mehr bedeuten als sein Aussehen? Und umgekehrt. Grund für Fremdenhass: der Fremde macht uns klar, dass wir die Welt nicht verstehen. Und zwar gar nicht. Wie sollte man da nicht Panik bekommen?

Es ist schon ziemlich kacke zu sterben.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass deine letzten Minuten zu deinen unangenehmsten gehören werden. Wie solltest du da keine Angst vor dem Sterben haben, zumal es sich ja um deine finale Erfahrung handeln wird?

Man muss den Phänomenen ohne Scheu ins Auge blicken können, eine andere Wirklichkeit gibt es nicht.

Harald Fricke, Texte 1990-2007

Dinge, die intuitiv gemacht sind, sind meistens nicht gut. Man muss die Intuition brechen, z.B. durch Regeln, die ruhig auch absurd oder sogar sinnlos sein können, solange sie für die Arbeit fruchtbar sind. Auf der anderen Seite: das Ergebnis kann nur intuitiv beurteilt werden. Das Urteil, ob etwas geht oder nicht, ob etwas so bleiben kann oder nicht, kann nur intuitiv sein.

Gleichzeitig: Absicht ist natürlich auch Scheiße. Wobei Absicht und Intuition sich auch nicht gegenseitig ausschließen. Also: Absicht UND Intuition brechen.

Because they are the same.

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Pontormo

Man muss sich natürlich fragen, warum Komponisten um jeden Preis mit Text arbeiten wollen, wo doch offensichtlich ist, dass es so gut wie nie funktioniert. Nur, weil es mal funktioniert hat? Das geliebte historische Vorbild – ich will auch so was haben! Oder weil es die Möglichkeit einer Aussage bereitstellt? Der Glaube, dass man etwas gesagt hat?

In dieser Hinsicht nicht viel anders als der Glaube an die Vorlage, dass das Umsetzen einer Vorlage, die in der Umsetzung verschwindet, dennoch im Ergebnis durchscheint und die Aussage eines Stückes mit bestimmt. Wieviele Stücke, in denen man kein Wort versteht, werden erst durch den Glauben an die Aussage des (akustisch nicht vorhandenen) Textes zusammengehalten. Wirkung im Wesentlichen auf die Psychologie des Komponisten beschränkt.

Warum ist selbst schlechter Pop weniger peinlich als selbst gute Klassik?

Anspruch

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Musikalischer Ausdruck

Material – Form

Gestik – Dramaturgie

Dynamik

Instrumentation als Dramaturgie

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Transkription

Streichorchester

Maurizio

Streichquartett extrem laut die ganze Zeit press. wäre eigentlich eine geile Idee dann ganz tief in die Geräusch-Varianten-Kiste greifen. Grind Grind Grind. Die Saiten auf dem Griffbrett zergrinden. Aber auch ganz kleine Geräusche verwenden. Scelsi 5.

Das ganze Quartett ein einziges asthmatisches röchelndes Atemgeräusch Ein Aus Ein Aus

Glissando: Länge – Strecke/Dauer – Entfernung

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Filed under Maurizio/Licht, Stücke, ZWEI/2240: Song Cycle

Musiktheater

Form

Wie wäre es, Form ganz unabhängig vom Text zu erarbeiten, d.h.:

Abschnittsbildung identisch mit Text,
Tempi vom Text abhängig,
Dynamik vom Text abhängig,
Instrumentation vom Text abhängig,

aber Materialbildung und Verarbeitung losgelöst vom Text und vorformatiert.

Macht das irgendwie Sinn?

d.h. die benennbaren, zählbaren expressiven Qualitäten der Musik an den Text anpassen, um ein Zusammenlaufen an der Oberfläche zu gewährleisten, und die strukturellen Qualitäten der Musik unabhängig vom Text formatieren, so dass sich die Musik auch gegen den Text wenden kann.

Nur: Welches Material wäre das dann? Es könnte offensichtlich nicht eine direkte Übernahme des Textes in die Musik sein.

Musik-Text: Vertikale Desintegration

Wäre das möglich? Musik und Text auseinanderfallen zu lassen, d.h. das Verhältnis zwischen Text und Musik zum formalen Thema des Stückes machen. Aber was würde das heißen, wenn Musik und Text auseinanderfallen? Ist die Auffassung nicht so geduldig, dass sie jedes vertikale Übeinander als notwendigerweise zusammengehörend versteht? Kann es überhaupt ein Auseinanderfallen geben, so lange man nicht mit vollständig plattem, weil Vorurteils-generiertem Material arbeitet?

Erste Frage: Was würde es TECHNISCH heißen, Musik und Text auseinanderfallen zu lassen?

Aus dem AUSEINANDERFALLEN das Material ableiten?

Zumindest wäre das ein echtes, ernstzunehmendes Thema.

Personalstil

Aufarbeitung

Ende der Aufarbeitung

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DRESDEN

Jan Vermeer van Delft, Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster (um 1659)

Verschwommen wie ein missglücktes Foto: wie ist er darauf gekommen?

Giuseppe Maria Crespi, Die Sieben Sakramente (um 1712-15):

Taufe
Firmung
Abendmahl
Beichte
Letzte Ölung
Pristerweihe
Sakrament der Ehe

Horrorfilm, viel Schwarz, wenig (schmutziges) Weiß, quasi Goya, aber 100 Jahre früher: wie kommt er darauf?

Ismael Mengs, Selbstbildnis (um 1714)
Anton Raphael Mengs, Des Künstlers Vater, Ismael Mengs (1745)

Jan Kupecky (1667-1740), Selbstbildnis

laute, breite Schläge, die dazu neigen, gleichzeitig zu klingen, auch wenn sie gegenseitig versetzt gespielt werden

zufällig zusammen, obwohl sie eigentlich aufeinander reagieren sollen?

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Filed under Malerei, Musiktheorie

Erinnerung II

Abbate, Carolyn: Unsung voices, Princeton, NJ 1991

Bayerdörfer, Hans-Peter (Hrsg.): Musiktheater als Herausforderung, Interdisziplinäre Facetten von Theater- und Musikwissenschaft, Tübingen 1999

Bayerdörfer, Hans-Peter (Hrsg.): Stimme Klänge Töne, Synergien im szenischen Spiel, Tübingen 2002

Bernatchez, Hélène: Schostakowitsch und die Fabrik des Exzentrischen Schauspielers, München 2006

Betzwieser, Thomas: Sprechen und Singen, Ästhetik und Erscheinungsformen der Dialogoper, Stuttgart 2002

Danuser, Hermann: Musiktheater heute, Mainz 2003

Elzenheimer, Regine: Pause. Schweigen. Stille. Dramaturgien der Abwesenheit im postdramatischen Musik-Theater, Würzburg 2008

Engel, Titus: Generation Oper, Saarbrücken 2001

Gostomzyk, Swantje: Literaturoper am Ende des 20. Jahrhunderts, Frankfurt am Main 2009

Helms, Hans G: Voraussetzungen eines neuen Musiktheaters (1966), in: Darmstadt-Dokumente I, hrsg. v. Heinz Klaus Metzger u. Rainer Riehn, Musik-Konzepte Sonderband, München 1999

Kittler, Friedrich A., Schneider, M., Weber, S. (Hrsg.): Diskursanalysen 1: Medien, Opladen 1987

Kolleritsch, Otto: Oper heute, Wien 1985

Kühn, Hellmut: Musiktheater heute, Mainz 1982

Mahling, Christoph-Hellmut: Musiktheater im Spannungsfeld zwischen Tradition und Experiment, Tutzing 2002

Reinighaus, Frieder, Schneider, Katja: Experimentelles Musiktheater im 20. Jahrhundert, Handbuch der Musik des 20. Jahrhunderts, Laaber 2004

Seherr-Thoss, Peter von: György Ligetis Oper ,Le Grand Macabre‘, Hamburger Beiträge zur Musikwissenschaft 47, Eisenach 1998

Votteler, Juliane: Musiktheater heute, Hamburg 2000

Wagner, Bettina: Dmitri Schostakowitschs Oper “Die Nase”, Zur Problematik des Grotesken in der Musik, Frankfurt/Main 2003

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Filed under Bibliographie, Oper

Erinnerung I

Evelyn Annuß: Elfriede Jelinek, Theater des Nachlebens, München 2007

Balme, Christopher, Fischer-Lichte, Erika, Grätzel, Stephan (Hrsg.): Theater als Paradigma der Moderne? Positionen zwischen historischer Avantgarde und Medienzeitalter, Tübingen 2003

Barthes, Roland: Ich habe das Theater immer geliebt, und dennoch gehe ich fast nie mehr hin, Schriften zum Theater, hrsg. v. Jean-Loup Rivière, Berlin 2001

Berger, Christiane: Körper denken in Bewegung, Zur Wahrnehmung tänzerischen Sinns bei William Forsythe und Saburo Teshigawara, TanzScripte 5, Bielefeld 2006

Berman, Laura, Feyrer, Madlene Therese (Hrsg.): Klang zu Gang, Gedanken zur Musik in heutigen Theaterformen, Recherchen 73, Theater der Zeit, Berlin 2009

Drewes, Miriam: Theater als Utopie, Zur Ästhetik von Ereignis und Präsenz, Bielefeld 2010

Fischer-Lichte, Erika (Hrsg.): Transformationen, Theater der neunziger Jahre, Recherchen 2, Theater der Zeit, Berlin 1999

Fischer-Lichte, Erika, Risi, Clemens, Roselt, Jens (Hrsg.): Kunst der Aufführung – Aufführung der Kunst, Recherchen 18, Theater der Zeit, Berlin 2004

Gees, Nicola, Hartmann, Tina, Sollich, Robert (Hrsg.): Barocktheater heute, Wiederentdeckungen zwischen Wissenschaft und Bühne, Bielefeld 2008

Haß, Ulrike: Das Drama des Sehens, Auge, Blick und Bühnenform, München 2005

Hiß, Guido: Der theatralische Blick, Einführung in die Aufführungsanalyse, Berlin 1993

Jeschke, Claudia (Hrsg.): Bewegung im Blick, Beiträge zu einer theaterwissenschaftlichen Bewegungsforschung, Berlin 2000

Kluge, Alexander: Facts & Fakes 5: Einar Schleef – der Feuerkopf spricht, Fernsehnachschriften, Berlin 2003

Kordes, Barbara: Musikalische Lesarten, Heiner Goebbels und Heiner Müller, Göttingen 2009

Kurzenberger, Hajo, Matzke, Annemarie (Hrsg.): TheorieTheaterPraxis, Recherchen 17, Theater der Zeit, Berlin 2004

Roesner, David: Theater als Musik, Tübingen 2003

Roesner, David, Wartemann, Geesche, Wortemann, Volker (Hrsg.): Szenische Orte Mediale Räume, Medien und Theater 1, Hildesheim 2005

Roselt, Jens: Die Ironie des Theaters, Wien 1999

Roselt, Jens: Phänomenologie des Theaters, München 2008

Schmidt, Christina: Tragödie als Bühnenform, Einar Schleefs Chor-Theater, Bielefeld 2010

Siegmund, Gerald: Abwesenheit, Eine performative Ästhetik des Tanzes, William Forsythe, Jérôme Bel, Xavier Le Roy, Meg Stuart, TanzScripte 3, Bielefeld 2006

Siegmund, Gerald: Theater als Gedächtnis, Tübingen 1996

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Pareto

MATERIAL
STRUKTUR
FORM

B.A. Zimmermann
Intervall und Zeit

Rom, Marli, Arne: Tochter der Erinnerung, Sohn der Geschichte

Gebeine

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Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt und

cut!

MVRDV Mirador Building Madrid

Steven Holl Urbanisms Working With Doubt

Harmony Korine Mistakist Manifesto

Things that don‘t add up, jokes with no punch lines, or thinks where there are pages missing in all the right places. Or maybe it‘s not nonsense so much as an imperfection, things that have an emotional sense, rather than any kind of laid-out logic or standard set of rules. Things that are awkward. I just never really cared about perfect sense. I like perfect nonsense.

I was just thinking that the real world wasn‘t enough, that science isn‘t enough, that a true mistake is some kind of magic, or maybe God.

Gebäude wie zufällig horizontal und vertikal übereinander gestapelt, durch Farbe und Form voneinander unterschieden. Scheinbar zufällig in einen geometrischen Umriss gebracht. Dadurch das Absurde der Situation zusätzlich betont: Warum gibt sich jemand Mühe, etwas in eine äußere Form zu bringen, das von seiner inneren Struktur überhaupt nicht zusammenpasst – besonders wenn das, was nicht zusammenpasst, für diesen Zweck überhaupt erst entstanden ist und daher gar nicht anders kann als am Ende auf genau diese Art zusammenzupassen oder nicht zusammenzupassen. Das völlig undenkbare und sinnlose als Schönheit.

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Fucking Brainless the Second

Fernsehserie als Form: Du kannst Handlungsstränge beginnen, andeuten und dann einfach sterben lassen, als ob sie vergessen wären, wie im echten Leben natürlich auch. Nicht alles, was in der Welt passiert, hat Konsequenzen – könnte aber welche haben. Genau das geht im Kinofilm nicht, weil nicht genug Zeit zur Verfügung steht und deswegen jedes Detail die Handlung vorantreiben muss. Alles andere wäre Verschwendung und würde im Kinofilm als geschlosssener Form auch so wirken: überflüssig. Insofern ist die Fernsehserie viel realistischer als der Kinofilm und deswegen fühlen sich Kinofilme für uns inzwischen fast immer unglaubwürdig an. Wie eine tote Gattung.

Weiterer Vorteil von Fernsehserie: es ist tatsächlich egal, wie die Geschichte ausgeht. Man ist zwar gespannt, wie es ausgeht, wie es weitergeht, der Cliffhanger ist einer der wichtigsten dramaturgischen Kniffe der Fernsehserie, aber eigentlich weiß jeder, der schon einmal eine Season durchgeschaut hat, dass der Ausgang eines Handlungsstrangs absolut unwichtig und letztlich beliebig ist, es könnte genausogut anders ausgehen oder eben in der nächsten Folge/Season weitergehen. Dass der Ausgang immer enttäuschend ist und sein muss. Dass das aber in der Fernsehserie im Unterschied zum Kinofilm kein Fehler, sondern Bedingung der Form ist. Interessant ist dabei allerdings, dass man trotzdem, während man die Serie schaut, dem Ausgang ungeheure Bedeutung beimisst. Alles wie im echten Leben.

Gegenbeispiel Dexter: Hier gibt der Schluss der gesamten ersten Season eine neue Bedeutung und emotionale Tiefe. Eigentlich ein perfekter Filmschluss, der im Kino aber weniger glaubwürdig, weil zu konstruiert wirken würde. In der Fernsehserie ist es dagegen überraschend, dass eine gute, aber nicht überragende Season im Schluss noch einmal komplett gedreht wird. Nichts deutet in den ersten Folgen darauf hin, dass die Serie so weit über das normale Serienkiller-Schema hinauswachsen wird.

Auch das ein Merkmal von Fernsehserien: Du kannst Dir auch Schwächen erlauben, vielleicht sind sie sogar notwendig, um der Serie als Ganzes eine größere Fallhöhe zu geben. Qualitätsschwankungen tragen dazu bei, das Interesse wach zu halten. Zu viel offensichtliche Qualität ist gar nicht wünschenswert.

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Klinische Produktionsweise

Einführung von elektronischen Arbeitsweisen in analoge Kompositionstechnik

Reetablierung der Tonhöhe gegen das Geräusch

Dramaturgie

Form

Reetablierung des Schlages gegen den Rhythmus

Hintergrund, vor dem Differenzierung erst transportiert werden kann.

Du kannst nicht schlauer sein als Dein Schicksal. Auch wenn Du das weißt, nützt es Dir natürlich nichts, denn Du gehst ganz normal daran zugrunde, wie jeder andere auch. Das Wissen erhöht möglicherweise die Tragik, weil die Mühe so groß ist und dabei umso vergeblicher (Thomas Brasch).

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go away

3 Wiederholungen: bei der ersten denkt man noch, man hat sich getäuscht, bei der zweiten ist dann klar, dass wirklich wiederholt wird, und das reicht dann auch: quasi maximale Informationseffektivität. Einmal wiederholen ist keinmal wiederholen, zweimal wiederholen (also dreimal spielen), ist einmal wiederholen.

Es gibt kein kammermusikalisches Schlagzeug. Schlagzeug ist immer orchestral. Selbst (und gerade) King of Denmark. Schlagzeug-Panorama.

Ausnahme: Jazz/Pop-Schlagzeug. Durchlaufende Linie, individualisiert. Quasi eigener Charakter.

jay lesser

go

away

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Traum

Wir lebten in Los Angeles. In der Nachbarschaft wohnten die Moraths. Bei den Moraths im Garten, oder auch an der Straße, das weiß ich nicht mehr, stand ein großer, hölzerner Schreibtisch. Nachts ging ich heimlich zu Moraths, setzte mich an den Schreibtisch und arbeitete. Als die Moraths wegzogen, stellte sich heraus, dass der Schreibtisch gar nicht ihnen gehört hatte. Er wurde von einem Manager in Business-Kleidung abgeholt.

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Franz Gertsch, Gemälde 1969-2005

Huaa…! 1969

Hanne-Lore 1970
Brecht, Hanne-Lore, Silvia 1970
Maria und Benz 1970
Vietnam 1970
Junkere 1970
Ohne Titel (Stilleben mit Plattenspieler) 1970
Stillleben 1970
Markus Raetz 1970
Urs Lüthi 1970
Jean-Frédéric Schnyder 1970
Harald Szeemann 1970
Kranenburg 1970

Luciano Castelli I 1971
Maria mit Kindern 1971
Saintes Maries de la Mer I 1971
Aelggi Alp 1971
Saintes Maries de la Mer II 1971

Medici 1971/72
Luciano Castelli 1971/72
Saintes Maries de la Mer III 1972
Meerstudie I 1972
Meerstudie II 1972
Meerstudie III 1972
St. Guilhem 1972

Franz und Luciano 1973
Gaby und Luciano 1973
At Luciano‘s House 1973

Luciano und Cornelia 1974
Spiegelkabinett 1974
Barbara und Gaby 1974

Marina schminkt Luciano 1975
St. Guilhem II 1975

Luciano I 1976
Lucianos Leibchen (Fragment I) 1976
Lucianos Leibchen (Fragment II) 1976
Lucianos Leibchen (Fragment III) 1976
Lucianos Leibchen (Fragment IV) 1976
Luciano II

Irène und Luciano 1977

Patti Smith I 1977/78
Patti Smith II 1978

Patti Smith III 1979
Patti Smith IV 1979
Patti Smith V 1979

Selbstbildnis 1980
Küste bei Bandol 1980
Irène 1980

Tabea 1981

Verena 1982

Christina I 1983
Christina II 1983
Christina III 1983
Christina IV 1983

Johanna I 1983/84

Johanna II 1985

Gräser I 1995/96

Gräser II 1996/97
Gräser III1997

Silvia I 1998

Gräser IV 1998/99

Silvia II 2000

Silvia III 2003/04

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Five Years of Pain

Technik/Konzept: Es ist unmöglich, über das Stück zu sprechen, weil die Idee des Stücks von vornherein alles ausschließt, worüber man sprechen könnte.

Oberstes Entscheidungskriterium: Alles, worüber man sprechen kann, wird ausgeschlossen.

Blogsolipsismus

Soziopathie

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Liebeslied

Metalllineale/platten, o.ä., verschiedene Größen, angerauhte Oberfläche.

Nicht zu schwer, nicht zu laut.

Quasi Schaben, Reiben, Schleifen.

Ein bisschen wie Tonscheiben.

Christian

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Sprache und Musik

Gesang

Rezitativ

Sprechgesang

Monodram

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Mut zum Depp sein

Thomas Brasch Doku

geht eigentlich gar nicht, aber trotzdem toll

Dichter als Depp, der gar kein Depp sein will, aber alles wahnsinnig ernst meint und gerade dadurch erst recht zum Deppen wird, dadurch aber wieder mutig, weil ehrlich doof. Geil verletzlich, aber eben unabsichtlich. Will eigentlich stark sein. Fehlt.

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ANHALTEN

Freeze Frame
gehaltene Akkorde kurz lang sehr lang
Bewegung angehalten: Akkord

Film und DJ: mechanische Speichermedien als Metapher für musikalische Form

kein natürliches Tempo – bzw. das natürliche Tempo, Originaltempo, wird nie eingehalten, im Grund ist alles in Zeitlupe. Was bedeuten Bearbeitungstechniken, wenn auch das Original schon immer bearbeitet ist?

Warum? Um es schwieriger zu machen? Um die Möglichkeiten einzugrenzen? Weil die Möglichkeiten, die darüber hinausgehen, verbraucht sind? Weil es sonst zu leicht ist, musikalisches Material zu manipulieren? Aber warum ist es so leicht? Weil es sich nicht wehrt? Oder weil das Material selbst aus mechanischer Aufzeichnung stamt, und deshalb nur mechanische Bearbeitungstechniken angemessen sind?

In Assassination, there are virtually no long takes in the Mizoguchi style. Nor are there the sweeping traveling shots favoured by Kurosawa.

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Desiderat I

Die Geschichte der Begleitfiguren

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Aus den großen planetarischen Erzählungen I

Jens Eder, Dramaturgie des populären Films, Drehbuchpraxis und Filmtheorie, Hamburg 1999

Kandorfer, Pierre: DuMont’s Lehrbuch der Filmgestaltung, Köln 1990

Müller, Corinna: Die Modellierung des Kinofilms, München 1998

Oldham, Gabriella: First cut, Berkeley 1992

Thompson, Kristin: Breaking the glass armor, Princeton, NJ 1988

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der gesetzwidrige Gebrauch von Sprengstoff

Arbeitstitel: Schwarzfilm oder Ausschalten

Störung

Freiburg Experimentalstudio

Livelelektronik:

Violinklang, Replay, Violinklang, Replay, Einschalten/Ausschalten schneidet in Violinklang ein

Fehler als Grundlage von Liveelektronik, die auf sich selbst aufmerksam macht

Liveelektronik als Form, als feste Form, in die das Material erst im Nachhinein einkomponiert wird

Summen Elektronik Lynch

Freilassen Stören

Form: Diskrepanz zwischen Elektronik und Klangmaterial

durchlaufende Klangstruktur, sehr laut verstärkt – keine Verstärkung – sehr laut verstärkt – keine Verstärkung usw.

Knacksen

entsteht Knacksen IMMER, wenn Verstärkung in Klang ein- oder ausgeschaltet wird.

Wie entsteht ein natürliches Brummen im System – und wie kann ich es modifizieren?

Das Problem bei echter Liveelektronik ohne voraufgenommene Klänge: ALLES was man hört, hört man auf jeden Falll AUCH im Original, man wird also nie NUR die Verstärkung, NUR die Verarbeitung hören, man kann höchstens den Eindruck erwecken, indem man die Verstärkung das Original überdecken lässt oder Original und Verarbeitung weit auseinander zieht.

auf keinen Fall Sparelektronik, also ein bisschen Hall hier, ein bisschen Echo dort

Verteilung im Raum zum Beispiel per Zufall, um betonte Sinnfälligkeit (und Korrespondenz Original-Übertragung) auszuschließen. Allerdings wahrscheinlich nicht so weit gehen, dass einfach nur eine starre Maschinerie als Form für das gesamte Stück abläuft.

Im Unterschied zu Foto und Film (die einer Tonaufnahme entsprechen würden) sind das Abgebildete und die Abbildung gleichzeitig bzw. im gleichen Stück anwesend – daher muss der Unterschied zwischen Abbildung und Abgebildetem herausgearbeitet werden – andernfalls handelt es sich nur um eine Bequemlichkeit – Kommodität.

Extrem laute Störgeräusche – wall of noise – als Schwarzfilm – statt Pause – entweder echte Pause, durch Schwarzfilm ausgefüllt, oder keine Pause, aber Instrumente durch Schwarzfilm überdeckt – entweder gerade noch hörbar, oder gar nicht mehr hörbar.

DIE INSTRUMENTE KÖNNTEN SICH DANN NATÜRLICH AUCH STUMM WEITERBEWEGEN, und wenn der Lärm vorbei ist, würde man merken, dass sie gar nicht wirklich gespielt haben – oder man würde es nie merken, weil sie dann wieder richtig spielen. Aber das ist natürlich ein rein visueller/aufführungspraktischer Reiz.

wie kann man reinen Lärm/weißes Rauschen/etc. aus Instrumentalklängen elektronisch ableiten – oder sollte das weiße Rauschen als einziger synthetischer Klang zugelassen werden?

Alles zusammen (aus dem Stück) in einen Block verdichtet, komprimiert – wäre das schwarzes Rauschen, Lärm?

Eines der Probleme bei echter Liveelektronik ist ja immer, dass man erst etwas einfüllen muss, spielen lassen muss, um es dann liveelektronisch verarbeiten zu können, quasi wie eine Fuge. Könnte man bis zu einem gewissen Grade vermeiden durch sehr leises Spiel und sehr starke Verstärkung/Verzerrung am Anfang, so dass man zwar das Spielen sieht, aber nur über die elektronische Vermittlung hört.

Random Walk

Ein Aus

Weiterverarbeitung von Weiterverarbeitung

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Mayröcker

Groß/Kleinschreibung:

Montage?

Verbindungen herstellen und gleichzeitig brechen.

Radio Grammophon/Vogel Greif 24

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