Shalom Dub: Warum willst du etwas fragmentieren, das ohnehin keinen Zusammenhalt hat? Im Grunde ist es lächerlich im atonalen Raum mit Fragmentierung zu arbeiten, weil es überhaupt keinen Widerstand gibt. Fragmentierung setzt Tonalität oder andere Zusammenhang generierende Grundlagen voraus, um überhaupt wirksam sein zu können. Zitat und Tonaufnahme als ein bisschen zu sichere Optionen.
Terrouzi: Absolute Schnelligkeit als eigener Wert. Dass man etwas schneller spielt, als man es hören kann (erstaunlich, dass das überhaupt geht). Das können Ereignisfolgen sein, bei denen man die Einzelereignisse nicht mehr auseinanderhalten oder nur im Nachhinein rekonstruieren kann, oder das können Einzelereignisse sein, die so schnell gespielt werden, dass man sie nur mit großer Konzentration oder Übung überhaupt angemessen wahrnehmen kann.
Wolken: Komplexe dreidimensionale Animationen. Perfektes Anschauungsmaterial, um sich Raum vorzustellen, immer gewesen. Allerdings in ihrer Dreidimensionalität sehr schwer wiederzugeben (zu malen): Es gibt keine Anhaltspunkte, mit denen man ihre Dreidimensionalität darstellen könnte.
Durchblick vs. Spiegel: Erstaunlich ähnlicher visueller Grundreiz, ein bisschen wie eine billige, geschmacklose Variante von Blickführung. Unschöner, oberflächlicher Reiz, aber genau deswegen natürlich auch interessant. Wie ein hyperflaches Bildfeld, obwohl das zumindest für den Durchblick natürlich gar nicht stimmt.
Klassische Musik: Es ist lächerlich, sich in einen geschützten Raum zurückzuziehen. Und hängt die Latte viel zu hoch – niemand löst die damit verbundenen Erwartungen ein. Schon allein deswegen, weil es diesen Raum so wahrscheinlich nie gab. Wir müssten also viel, viel besser sein als unsere Vorgänger – aber das sind wir nicht.
Piero/Arezzo: Interessant, wenn Verzeichnungen so gut wie gar keine Rolle spielen.
Vorläufigkeit: Jedes Problem, jede Frage wird sofort gelöst, ohne Rücksicht auf andere Probleme (oder auf Probleme, die sich daraus ergeben könnten). Eine Kaskade von Lösungen, die sich überlagern oder einfach nur unverbunden nebeneinander stehen.
Musist. 4-5
dass. dass
Stein fällt
Hand in der Sonne
und dann war der Esel weg
Die Erinnerung, wie ein gewaltiger Felskomplex, der sich immer weiter zerklüftet.
Was wir sehen
Was wir hören
Was wir fühlen
O Gott, hoffentlich sind wir bald weg hier!
Unperformed – silent snippet.
You buy score, not recording.
Category Archives: Liveelektronik
Scheißtragik
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islamistische Vergeltungsreligiosität
Rückschläge – ziemlich bescheuerte Erzählung. Interessant, dass diese Art von Narrativ zumindest im Moment überhaupt nicht mehr funktioniert. Frage wäre, warum nicht. Weil die ganze Epoche ein gigantischer Rückschlag ist und es darum lächerlich ist, von einzelnen Rückschlägen zu sprechen? Weil auch die kleinen Fortschritte sich tatsächlich wie Rückschläge anfühlen, weil sie die Gesamtsituation noch mehr in den Lockdown fahren? Insgesamt jedenfalls extrem freudlos und hysterisch. Für welchen Fortschritt soll es da einen Rückschlag geben?
Klarheit. Ziemlich grauenhaftes Rumgedruckse überall. Man fragt sich, wo die eigentliche Arbeit getan wird. Wo sich tatsächlich etwas bewegt.
“The tenderness of a folk song does not arise only from nostalgia about how wonderful everything is back home,” the feminist theologian Wendy Farley once wrote. “Whatever the particularities from which this nostalgic longing arises, it continues to wound our hearts because it is also nostalgia for something no one has ever experienced.” In handed-down tunes, she recognized “desire’s refusal to accept the limitations of life.”
Taste/Saite: Stereoeffekt
Alles, alle Effekte, durchgehend total übersteuern, so dass die Instrumente nur noch der Auslöser von einem merkwürdigen Lärm sind, der rein optisch-zeitlich mit ihnen synchronisiert ist, aber sonst nicht mehr erahnen lässt, was seine akustische Grundlage ist. Vielleicht wie der Caretaker. Muss dann natürlich alles viel lauter sein als die akustischen Klänge. Dann könnte auch der Sänger singen wie er will, letztlich, eine gewisse Grobheit könnte dann sogar nützlich sein. Das wäre doch eigentlich Elektronik: Wenn die akustischen Klänge vernichtet würden. Fände ich viel interessanter, als ein vorsichtiges Zusammenspiel von Instrumenten und Elektronik. Wie eine dicke, undurchdringliche, schwarze Rauchwolke, die sich über die Instrumente legt.
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SHUNGA
Wenn man Musik vor allem als Körperaktivität, oder als Formalisierung von Körperaktivität betrachten würde, könnte man vielleicht sagen, das Instrumente besonders sensible Vergrößerer und Verstärker von Körperaktivität sind. Natürlich eine sehr spezialisierte Körperaktivität, aber definitiv Bewegungen des Körpers. Was wir körperliche Musik nennen, ist in dieser Hinsicht meistens eher uninteressant und vereinfachend. Auch die normale Popvirtuosität ist meistens so sehr auf einen bestimmten Aspekt der Bewegungsmuster reduziert, dass die Bewegungen selbst nur in ihrer Geschwindigkeit, aber nicht in ihrer Subtilität eine Rolle spielen. Bei klassischer Musik bin ich mir da nicht so sicher, weil die unverstärkten Instrumente die körperliche Anstrengung viel deutlicher machen. Und die Instrumente selbst so ausgelegt sind, dass sie im klanglichen Ergebnis eine extrem genaue Vorstellung von der Art ihrer Berührung vermitteln. In der elektronischen Musik fällt dieser Aspekt logischerweise komplett weg, in der elektronischen Popmusik wird er durch das Samplen oder Nachbauen von akustischen Instrumenten zumindest nachgebildet, in der elektronischen Neuen Musik findet er höchstens als musique concrete, also eigentlich gar nicht statt. Hier kann Körperlichkeit nur noch im Klang selbst liegen, nicht mehr im Nachvollzug der Bewegungen auf den Instrumenten.
Miguel Gomez, REDEMPTION
S1A: Ich denke, für die elektronische Fassung wird es absolut essentiell sein, Passagen zu haben, die auf nachvollziehbare Weise (entweder alle Parameter oder ein großer Teil der relevanten Parameter) völlig stabil sind, so dass das Eingreifen der Elektronik verständlich und sinnvoll wird. Letztlich, damit es auch Spaß macht, dem nerdigen Stöpseldrehen zuzuschauen. Im Grunde sehr lange Fermaten des Stillstands oder der Wiederholung, innerhalb derer alle Veränderung auf der Ebene der Elektronik stattfindet.
Chicken Noodle Soup: Aint no fuckin’ composition…
Oper muss die Welt darstellen, wie sie zerplatzt.
Ritualmusik: Reine Zeitmessung, Zählen.
Den gesamten Bühnenapparat benutzen, um ins Publikum zu schauen. Oder die Bühne vom Publikum zu trennen. Das wäre definitiv eine interessante Oper. Untersuchung. Labor. Hermetik. Abgeschlossener Bereich.
PLAGIAT: Eigentlich superschön, diese Nachbauten, gerade, wenn man sie vom Original nicht unterscheiden kann und nur WEISS, dass sie nicht echt sind.
sehr laut gespielt, sehr leise abgespielt/
sehr leise gespielt, sehr laut abgespielt, obviously
alles wird geschlagen
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Der Erfinder der Gleichgültigkeit
Well, I failed.
Band laut gesungen, leise gestellt.
Live sehr leise gesungen, Dynamik nur angedeutet.
MM: Angenehm unsauber, z.T. sogar extrem unsauber. Was ja nur heißen kann, dass es nicht so wichtig ist, oder dass es sogar gewünscht ist. Kann mir nicht vorstellen, dass die Entfernungen so groß sind, dass die Spieler sich nicht gegenseitig hören können.
Dixie was as much a love machine as he was a forgetting machine.
Ich pervertiere die Realität dadurch, dass ich sie extrem ernst nehme.
Großer Zeh, aus dünnen, ineinanderliegenden Knochenschalen aufgebaut, Knorpelmasse, Fett, wenig Fleisch. Geschmorte Ochsenbrust. Merkwürdige Träume.
taumeln durch das Leben
Auch ein interessanter Typus: Der Lahmarsch, der sich überall vordrängelt. Gehört vielleicht wirklich zusammen. Nicht wirklich sympathisch. Aber wahrscheinlich normal.
Wann genau ist die Textsorte Interview eigentlich langweilig geworden? Als es zuviel davon gab, als man zuviel davon gelesen hatte, oder als die Inhalte verschwunden sind?
WHISTLE
TRILL
STROKE
Das kann ja wohl nicht Dein – wahr sein!
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Unstern
Musik hinter verschlossenem Fenster. Merkwürdige Intensität, wie Verwischungen, die überzeugender wirken als das scharfe Bild. Wäre naiv zu denken, dass das einfach nur als Kritik an der Gegenständlichkeit zu erklären ist. Eher als sehr direkte Metapher für etwas, was man nicht fassen kann, was einem durch die Finger rinnt. Ferne, natürlich. Ich vermute aber, dass bei Musik auch noch der Aspekt der Reduktion auf das wesentliche Signal, nicht nur klanglich, sondern auch strukturell, eine wichtige Rolle spielt. Jedenfalls eine sehr merkwürdige, fast automatisierte, weil nicht hinterfragbare Emotionalität, die dabei erzeugt wird. Könnte auch noch etwas mit Erinnerung, Unschärfe des Gedächtnisses zu tun haben, dass im Gedächtnis – möglicherweise – nur die groben Züge festgehalten werden. Dann wäre das eine Metapher für Vergangenheit – oder Gedächtnis – und könnte in seiner Emotionalität mit einer Art nostalgischen Wehmut verglichen werden.
Mit ihm über komplexe Sachverhalte zu sprechen ist kein Spaß. Ich hatte heute zweimal das Vergnügen.
Auf eine bestimmte Weise verzeiht Kunst Fehler, freut sich sogar über Fehler.
Fiorituren müssen ganz klar auseinandergenommen werden, sonst macht es überhaupt keinen Sinn – einfach komplett unverständlich als Notation. Sinneinheiten nicht erkennbar. Heißt aber auch: Alles nochmal anhören, wenn es ernst wird. Mit dem Ohr entscheiden.
Du redest noch mit dir, wenn niemand mehr mit dir redet. Du bist allein. Vielleicht auch nicht. Vielleicht ist das einfach so, dass du vor dich hin redest. Einfach so eben. Kein Grund. Außer dass du es eben tust. Minibeobachtungen, Nachjustierungen.
Eine komplette Hautschicht hing wie ein leerer Overall an meinem Körper. Ich schnitt sie an den Zehenspitzen mit einem Teppichmesser durch, um mich von ihr zu befreien.
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gespenstisch
Filtern: Z.B. Decke über den Lautsprecher legen – ganz dumpf. Wir müssen viel dumpfer werden. Könnte interessanter Gegensatz zu nicht filterbarem Liveklang sein.
Aufnehmen, wenn der Cursor das Signal glitchet? Könnte man an der betreffenden Stelle abspielen, klingt ziemlich super, muss man ehrlicherweise sagen, Aufwand extrem gering. Z.B. Dannorua 6, Biwa-Schlag.
Gewalt ist keine Meinung. Meinung ist auch keine Meinung, sorry.
Dumpf. Mhm, das wäre in jeder Hinsicht ein Thema, Dumpfheit. Grade von Dumpfheit. Kissen über Lautsprecher. Ist ja genau das, was wir gemacht haben. Passt auch zu Loft Music, by the way. Ende totale Dumpfheit. Wie konnte ich das nur vergessen. Grade von Dumpfheit, distinkt abgerufen, in Stufen vorprogrammiert. Eigentlich am liebsten mit Knacks, das dürfte aber wenig Sinn machen.
Lautsprecherüberlastung + Dumpfheit: Vielleicht reicht das doch? Alles andere zu showy?
Dumpfheits-Coda. Das geht dann aber nur noch über Lautsprecher. Vielleicht Mini-Bruchstücke live, um den dann extremen Unterschied zwischen realer Akustik und gedämpftem Lautsprecherklang deutlich zu machen?
Passt auch zu den merkwürdigen Akkordveränderungen im Instrumentalsatz.
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don’t sleep, work!
Mix/Verstärker: Möglichkeit im Auge behalten, die Dynamik sehr asymmetrisch anzuordnen, ein Instrument weit in den Vordergrund, ein anderes ganz in den Hintergrund zu stellen. Müsste bei Verstärkung besser funktionieren als bei akustischer Aufführung, weil alles, was über die Lautstärker kommt, erst einmal grundsätzlich präsent ist, theoretisch nicht völlig überhört werden kann. Auch der Aspekt laut gesungen, leise abgespielt, und umgekehrt könnte da wichtig sein. Wahrscheinlich besonders bei der Gesangsstimme. Yeah, King Tubby, of course…
Das würde dann definitiv besser funktionieren mit voraufgenommenen Tracks als mit live eingesungenen Tracks, weil man dann keine Rücksicht auf das Feedback nehmen müsste.
Fake Feedback?
Unterbrechungsknopf/Stummschalteknopf, der gehalten werden muss, um zu unterbrechen (d.h. durch kurzes Loslassen kannst du auch die Unterbrechung unterbrechen, vielleicht so etwas wie ein umgekehrter Monitor).
Der Sänger ist der einzige, der beide Hände frei hat (wenn er ein Standmikrophone hat), der also grundsätzlich auch ohne vorproduzierte Aufnahme seinen Einsatz frei manipulieren könnte. Trotzdem wahrscheinlich besser, ein vorproduziertes Band zu haben, um die gleichen Optionen wie die Instrumentalisten (z.B. duettieren mit sich selbst/mit sich selbst mitsingen) zu haben.
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UFSP: Unique Fucking Selling Point
Etwas hören, weil man denkt, dass man es hören müsste. Eine Flötenmelodie aus den Geräuschen heraushören, die gar nicht da ist. Denken, dass man einen Satz gehört hat, obwohl es nur Geräusche waren. Wahrscheinlich filtert man dann wirklich Signale aus einem breiten Geräuschband heraus.
Könnte auch sein, dass es gut wäre, wenn man Aufnahme und Liveklang unabhängig voneinander manipulieren könnte. Das würde dann heißen, dass man zwei getrennte Einheiten bräuchte.
Die Bühnentechniker und die Totenmeister.
S1A: Clicktrack für das komplette Stück als Synchronisationsmedium für vorproduziertes und live gespieltes Material
Silbe für Silbe, NICHT Wort für Wort transkribieren
King Tubby, z.B. Crescendo Sweeps, einer nach dem anderen, synchron und gegeneinander versetzt, dann mit extremem Hall, um auf die kurzen Töne Crescendo projizieren zu können.
Allerdings auch mit dem koreanischen Paradox arbeiten: Crescendo, Glissando, etc. auf Staccatissimo.
Ja, das könnte das Thema sein, letztlich auch für eine rein instrumentale Fassung.
Hilft aber nicht viel, ehrlich gesagt. Bleibt stumm.
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Stimmung is a bitch.
Reduktionistische Einfachheit
Struktureller Reduktionismus
Geräuschhafte Komplexität
Lautstärke
Verzerrung (Klang: überlasteter/defekter Lautsprecher)
Hall
An/Aus (sehr schnell/kurz bedienbar:
1. sofort aus/an,
2. sehr kurz an/aus, also
1. An/ausstellen,
2. nur sehr kurz umstellen)
Jeweils an/aus und mehr/weniger (für alle Parameter?)
Schlachten 1: Arie (Bad Vibes Version)
Vielleicht doch Instrumente dabei haben und ab und zu mit sich selbst mitspielen lassen.
Oder leise stellen und alleine spielen.
Oder auf extremen Hall stellen und mitspielen.
Möglicherweise Sänger auch vorab laufen lassen, aber die gesamte Zeit leise stellen und (z.B.) nur bei den japanischen Stellen hörbar machen. Theoretisch könnte man auch den Sänger mit sich selbst duettieren lassen (gleiches oder verschiedenes Material). Ja, und, klar, auf das Livematerial müssten auch alle Operationen angewendet werden können wie auf das voraufgenommene. Müsste also über dieselben oder die gleichen Effektgeräte laufen. (Gilt dann entsprechend auch für die Instrumente.)
Ziemlich klar, dass in der Hofmusik das Vibrato eine rhythmische Funktion hat: Dort setzt es sogar immer/fast immer mit einem eigenen, deutlich hörbaren Akzent ein.
We won‘t look beautiful, we‘ll just look like what we are.
My beloved Queen.
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Zynischer Populismus
Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.
Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.
Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?
Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?
Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.
Pontormo
Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..
Drastik
Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.
LOVE
HATE
Was ist das denn für eine Textsorte?
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flammendes Grün
unmögliche Schnitte vorproduzieren
Elektronik (an/aus, Verstärkung, etc., im wesentlichen Mischpult) ganz normal rhythmisch ausnotieren, dann wie eigenes Instrument spielen.
shepard tone
shepard scale
risset glissando
tritone paradox
Licht an wie schneller Kameraschwenk: Du orientierst dich sofort, aber nicht ganz ohne Verzögerung. Als ob der Raum in seine Position schwingen würde.
Orchester durch zwei Türen hindurch gehört: Was bleibt, ist das unvermeidbare Pathos, das man ihm leider nicht austreiben kann. Eigentlich wie eine Art angeborene Seelenkrankheit, die allem eine falsche Betonung, eine falsche Farbe gibt. Als ob man das gesamte 19. Jahrhundert immer mit sich herumschleppen würde. Ein einfaches Entschlacken genügt da leider nicht. Eine Krankheit, die grundsätzlich alle klassischen Instrumente befallen hat, aber nirgends so heftig auftritt wie im Orchesterverband.
Wäre naiv zu denken, dass es das Problem bei Popmusik nicht gibt. Es ist aber mehr als einfach nur ein abgegriffener Klang. Eher eine Klanglichkeit mit falschem Anspruch: Ich bin so entspannt, ich bin so engagiert, etc. Immer nur, weil dieser Klang für diese Haltung steht, bzw. diese Haltung diesem Klang eingeschrieben ist: Er wird sie nicht mehr los, er kann sie gar nicht mehr loswerden.
Alter Porsche, sowas wie moosgrün: Super Idee, wahrscheinlich aber nachgespritzt, also einfach nur Design. Schade.
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Realitätseroberung
Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.
Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.
Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!
Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.
Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.
Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?
Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –
Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.
Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.
offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich
Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.
Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.
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HBSL
Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.
Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.
There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.
Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.
Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?
Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.
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Abbildung vs. Konstruktion
Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?
Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.
Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.
aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.
Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.
do I lie?
Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild
und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen
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Das hätte nie passieren dürfen.
Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.
Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.
Brummen (Frau)
Brummen (Mann)
Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback
Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.
hello hello – – hey.
Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang
off-cells 60/40
grollen
grummeln
dröhnen
es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben
Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen
Aneinanderreihung von Miniaturen
zartes Pfeifen/Seufzen
plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)
tiefes Brummen, breit, fast Rauschen
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Ausdrucken
Nicht zu schlau sein wollen. Stehen lassen.
Kaum sprichst Du es aus, ist es weg. Was war das noch mal? Was wollte ich damit sagen? Was war der verdammte Punkt? Strange: Bedeutung als Gefühl.
Ganz schön pathosselig/Welcome to Morricone-land. Und da dann auch ein bisschen dünn. Wird dann, ehrlich gesagt, wieder zum Effekt degradiert. Merkwürdigerweise gerade, wenn es gut gespielt ist. Weil es dann so durchsichtig ist. Offensichtlich. Deutlich. Man versteht es sofort. Trompeten 1-4 à 4.
Everybody knows everything. Stimmt nicht.
Auch gut: einfach Brummen (ER, Osaka). Warum nicht ein Stück schreiben, das so funktioniert?
Plattenrauschen/Knistern: Deutlich interessanter, wenn es aufgenommen ist (auch unbeabsichtigt), als wenn man sich wirklich damit herumschlagen muss.
Too much.
I like.
Yes.
I do.
Ich bin dafür da: Interessante Aussage. Vielleicht ist das wirklich so.
Wie der Schlaf sich herabsenkt. Tut er das? Schnee.
Being Beauteous: Anti/Gegen-Henze – gleiche Besetzung? Sopran, Harfe, 3 Bratschen, 3 Celli
Boris Charmatz
Xavier Le Roy
Laurent Chétouane
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Filed under Liveelektronik, Methode, Neue Musik, Theater
Todessehnsucht
Geräusch Aufnahmepegel zu empfindlich eingestellt
Nichts, Hegel, Tod: Immer wieder faszinierend, wie viele Leute sich einfach nie angesprochen fühlen, in jedem Fall davon ausgehen, dass sie unmöglich gemeint sein können. So auch JH: Ist doch völlig klar, dass sich jeder in einer ähnlichen Situation im Wesentlichen gleich oder, viel wahrscheinlicher, schlimmer verhalten würde, völlig unverständlich, wie über die Leere der Figuren, ihre Dummheit und Unfähigkeit gesprochen wird, wo man doch in Wirklichkeit ziemlich lange suchen müsste, um unter den Entsetzten wenigstens gleichwertiges Personal zu finden. Ist aber natürlich ein eigenes Talent, sich selbst grundsätzlich für unverdächtig zu halten. Macht unweigerlich dumm, weil der Faktencheck schon an der Lebensbasis ausgeschaltet ist.
Parallelgeschichten: Ganz interessanter Gegensatz zwischen einer Konstruktion, in der Lebensgeschichten nebeneinanderher erzählt werden, ohne sich zu berühren, und einer Konstruktion, in der viele Figuren in einer Lebensgeschichte auftreten, um dann aber in der Mehrzahl der Fälle sofort wieder zu verschwinden und nicht mehr wiederzukehren.
Interessant, dass auch im Sport die eigentlichen Punkte/Tore dramaturgisch gar nicht so wichtig sind. Oft ist es sogar psychologisch enttäuschend, wenn ein Spiel sich entscheidet. Auch wenn der Spielzug selbst brillant ist.
Ensemble als Abspielgerät (quasi Samples)
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intellektuelles Mitläufertum
notwendige Fehler/die Fehlermaschine: Wäre doch toll, wenn man Fehler einfach vorausprogrammieren könnte, und zwar so, dass man nicht weiß, welche Fehler genau eintreten werden, und auch nicht, wann, dass man aber sicher sein kann, dass irgendwelche Fehler auf jeden Fall auftreten werden – und wenn nicht, dies dann eben der Fehler wäre. Fehlende Synchronisation. Die Maschine reagiert gerade nicht auf das reale Geschehen, sondern vollzieht ihre vorgeschriebenen Handlungen, egal, was passiert. Müsste aber noch toller sein: Dass es eben doch eine Reaktion gibt, dass die aber in einer großen Anzahl von Fällen einfach falsch ist, weil sie nicht passt. Regler hochfahren, wo nichts da ist. Regler runterfahren, wo etwas passieren müsste. Das Rauschen der Maschine. Rückkopplung. Falsche Einsätze. Falsche Schnitte. Viel zu laut. Viel zu leise. Vielleicht aber noch mehr. Eindringen in die Struktur. Die Struktur selbst darstellen. Eine Struktur gegen eine andere Struktur setzen, aufeinander bezogen, aber doch gegeneinander versetzt.
Verstärkung willkürlich ein- und ausschalten, womöglich mit Knacks. Darauf müsste die Musik allerdings dann wohl doch reagieren, sonst zu offensichtlich.
Gesamtes Stück im voraus aufnehmen und gegen die eigentliche Aufführung halten, wie ein Foto, das gegen sich selbst verschoben ist. Würde das Problem lösen, dass Klang immer nur dann bearbeitet werden kann, wenn er gerade klingt oder schon verklungen ist. Das Nachgeordnete der Live-Elektronik. Andererseits natürlich eine ziemlich künstliche Prozedur. Könnte sogar interessanter sein, wenn man es instrumental auskomponiert.
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Jünglingshafter Gestalt
an eternal error has occured
Ein extrem langweiliges Buch schreiben, das Langeweile als Weg zur Erleuchtung zum Thema hat. Am Ende bist Du erleuchtet.
Ein extrem unterhaltsames Buch schreiben, das Unterhaltung als Weg in die Selbstauslöschung zum Thema hat. Am Ende bist Du …
Das Buch als reale Verwirklichung des Themas des Buches.
Instrumente: Glissandi in Liegetöne einpassen, quasi Verzweigungen. Intensiver Stillstand.
sound of the machine: Nicht nachregelbare Elektronikeingriffe als unberechenbare Verstärkungsanlage, immer als Fehler, als Überreaktionen des Systems auf das Original
nicht übel
träum’ weiter
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ernsthaft verstörend
Elektronik imitiert Instrumente und Instrumente imitieren Elektronik.
es drängte sich auf
es ging gar nicht anders
Nebenmelodien
schön
unvorstellbar
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Filed under Liveelektronik
vielleicht ist es ja auch ganz furchtbar
Elektronik: Original und Kopie werden auf die gleiche Leinwand projiziert, wobei auch das Original bereits wie eine Kopie behandelt werden kann. Zusammenfallen & geringfügig verschieben. Abstand steht fest, egal welches Tempo angeschlagen wird. Du kanst deine Kopie nicht überholen.
Bestimmte Art von Leichtigkeit im Instrumentalmusik nicht machbar: Beispielsweise Hintergrundsklang, lange gehalten, langsame, kontinuierliche Veränderung, wird immer entweder expressiv oder bewusst zurückgehalten, also immer ausdrucksvoll klingen, statt einfach nur da zu sein und dadurch letztlich viel überraschender zu wirken.
Last Days: Unglaublich, wie eigenartig ein Film ohne Vorspann wirkt, letztlich vermisst man die ganze Zeit, wahrscheinlich bis zum Ende des Films, die Überschrift. Wirkt wie ein Amateurfilm, fast wie zufällig aufgenommen, der vielleicht gar nicht dazu bestimmt ist, von einem nicht Eingeweihten gesehen zu werden. Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass der Vorspann unsere Wahrnehmung entscheidend prägt, unsere Erwartungen an einen Film wesentlich beeinflusst, auch wenn wir das nicht bemerken. Ein Film ohne Vorspann ist ein bisschen, wie wenn jemand in einen Raum kommt und sofort zu reden anfängt, ohne darauf zu achten, ob überhaupt jemand im Raum ist und was die Anwesenden gerade machen. Insofern eine super Idee.
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Konfrontation
Der sieht aber verschlagen aus: Was wäre, wenn uns bewiesen würde, dass er der ehrlichste Mensch der Welt ist – könnten wir das überhaupt glauben?
Elektronik: Silkscreen. Den Ort verschwinden lassen. Der Ort der Produktion ist nicht mehr erkennbar, eigentlich tatsächlich nicht mehr vorhanden. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Elektronik sein.
Zeitverschiebung: Einzige eindeutige Kennzeichnung von elektronischem Eingriff.
Demo: Klingt wie Hitler – merkt das eigentlich niemand? Stört das niemanden? Be a Nazi für die gute Sache!
Ganz interessant, dass man immer, ausnahmslos, von dem ausgeht, was man schon kennt, was man kann. Wovon sollte man auch sonst ausgehen? Alles, was neu ist, ist anstrengend.
Wenn der Computer droht, seinen Geist aufzugeben, merkst du, dass du keine echten Probleme haben musst, um echte Probleme zu haben.
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have fun, retard!
Kader Attia, La Piste d’Atterrissage (2003)
Projektorgeräusch
Arabpop
Gespräch
Transvestiten
Belly Dance
Trommeln
Camille Henrot: Cut/Delay (Coupé/Décalé)
Wäre ja vielleicht gar keine schlechte Idee, eine Aufführung und ihre Verstärkung minimal gegeneinander zu verschieben, vielleicht auch Abstände zu verändern, 1 Sekunde, 2 Sekunden, eine halbe Sekunde, etc.?
Auch wenn sich das Ensemble anzupassen versucht, bleibt der Abstand gleich – nur das (Gesamt-) Tempo verändert sich.
Eigentlich das perfekte Medium dafür. Könnte auch mit sich selbst multipliziert werden, so dass die Verschiedenheit größer wird, wenn der Abstand größer wird, und verschwindet, wenn die Schichten zusammenfallen: Replay mit dem aktuellen Geschehen multiplizieren. Problem: Könnte immer gut/immer schlecht klingen, also eigentlich bescheuert sein.
Was ist denn eigentlich das Problem? Das Problem ist, dass die Instrumentalmusik keine Elektronik und die Elektronik keine Instrumentalmusik braucht. Und man beides wahnsinnig leicht verwenden kann, um das andere aufzupeppen. Und wahrscheinlich bei einer intelligenten Lösung die Instrumentalmusik absolut minimal sein müsste. Und ob man das will, logischerweise.
Komisch, dass das Unentschiedene plötzlich so ein Gewicht bekommt.
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Arbeit/Erfahrung
Problem Auftakt: Taktinkontinenz. Wäre dann eher der Strich, die Grenze, als das Gebiet.
Instrumente, um Zeitmaß klar zu machen? Ist das die Funktion der Begleitung? Minimaleinsatz Pulsstütze.
Auf Zwischenakzente verzichten: Entweder ja oder nein.
Alles vom Schlag her denken, auch das Material. Das Material ist sozusagen ein mehr oder weniger raffinierter Schlag.
Das Ensemble ist ausschließlich dafür da, die Stimme zu unterstützen.
Takt wahrscheinlich doch als Sinneinheit GEGEN Stimme.
Keyboard als Controller für das komplette Elektronik-Geschreddere (Anfang Kolik).
Ensemble Mosaik: Elektronik und Video. Kein Schlagzeug. Kein Klavier.
Schlachten: Vater und Mutter/Schwestern auseinandernehmen und erst am Ende wieder zusammensetzen? Also: ABCDE? Wäre wahrscheinlich nicht doof.
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Das Nichtgelingen
Direkte Verstärkung hat den Vorteil, dass man zumindest ansatzweise nachvollziehen kann, was passiert – Atem der Interpreten.
Jeder Einzelne erweckte den Eindruck er führe Böses im Schilde.
Es muss absolut furchtbar, unerträglich sein.
Nicht im Traum geweint, sondern geträumt, dass ich im Traum geweint habe.
Leider alles umsonst.
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und vielleicht Familie
Hipster-Bashing: Mal abgesehen von der Hipster-Karrikatur, die da zum Gegner erklärt wird, was ist die Alternative? Was soll daran schlecht sein, möglichst viel wissen zu wollen? Logischerweise kann das Wissen je Einzelgegenstand nur in Ausnahmefällen tiefgehend sein, in der Breite muss es oberflächlich bleiben. Aber soll man sich deswegen nur noch mit seinem eigenen kleinen Spezialgebiet beschäftigen? Und außerdem: Was für eine Möglichkeit haben wir denn, zu verstehen, wohin wir uns bewegen, wenn wir uns nicht mit den vielen Mini-Veränderungen unserer Welt beschäftigen? Der Gelehrte ist da sicher nicht das Gegenmodell. Ganz abgesehen davon, dass der Anti-Hipster natürlich der neue Hipster ist, der plötzlich alles schon immer viel besser gewusst haben will. Eigentlich auch ein ganz unangenehmes Besserwissertum, viel schlimmer als das originale Hipstertum.
Immer wieder Fehlfunktionen: Elektronik ist eigentlich nur interessant, wenn sie – scheinbar oder tatsächlich – nicht funktioniert. Wenn die Koordination zwischen Elektronik und Instrumenten aufgehoben oder bewusst verhindert wird. Wenn das Aussetzen eines Lautsprechers zum eigentlichen Thema der Übertragung wird. Immer wieder ein Knarzen, eine Andeutung von Klang – aber sonst nichts.
If you have nothing to hide, you’re almost certainly an idiot.
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Geiseln der Menschheit
Reg’ dich doch nicht so auf!
Kunstfilm (Pedro Costa, Colossal Youth): Je länger die Einstellung, desto mehr wird jedes Detail, jede zufällige Veränderung bedeutsam. Ob ein Blatt vom Baum fällt oder ein Vogel sich im Hintergrund bewegt, alles wirkt wie inszeniert. Das Problem: Man fängt irgendwann an zu verstehen, dass man die Welt tatsächlich so anschauen kann, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass der Film ganz von alleine so funktioniert. Fluch und Segen der Aufzeichnungsmedien: Irgendwas passiert immer, und ist dann auch automatisch interessant – weil es gar nicht uninteressant sein kann -, und die Kamera zeigt da tatsächlich etwas, was wir sonst nicht sehen würden. Auf der anderen Seite ist die Bedeutung aber geschenkt, es ist von vornherein klar, dass es nicht schief gehen kann, da die Bedeutung ja schon da ist und nur abfotografiert werden muss. Gleichzeitig ist die Bedeutsamkeit auch eine fast unerlaubt wirkende Verschönerung der Realität, eine Beschönigung, die allein dadurch, dass etwas gefilmt wird, stattfindet. Irgendwann fängt man an, sich nach einer reinen Studioproduktion zu sehnen, in der alles entschieden künstlich ist.
Same goes for electronic music: Relief/Tiefenschärfe. Intention. Es ist immer nur das Ergebnis, wo man doch auch einmal einen Bruch zwischen –
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Schatten Schatten Schatten
Das Gespräch mit Toten.
Geräusch/Krach: Gewalt. Was macht das Geräusch zum Krach? Wohl vor allem die Lautstärke. Ab einem bestimmten Punkt kann sie nur unangenehm sein, also Krach. Ist das so? Nicht jedes Geräusch kann Krach werden, oder? Eingeschriebene Aggressivität, die sich aber bei niedriger Lautstärke versteckt. Kann Klang zu Krach werden? Oder wird er vorher zu Geräusch? Wenn die Lautstärke in die Verzerrung gehen muss, um im Krach zu landen, wäre Krach wohl immer Geräusch. Akustischer, nicht verstärkter Krach nur unter extremen Bedingungen vorstellbar: Große Maschinen, große Besetzungen, etc. Im musikalischen Bereich hat er aber auch dann noch etwas hübsches, fast niedliches. Nachteil von elektronischem Krach: Leichte Herstellbarkeit und Abrufbarkeit, der Aufwand ist ein wenig zu klein für die Wirkung. Bei akustischen Instrumenten genau das Gegenteil: Der Aufwand ist riesig, und es wird doch kein echter Krach. Übrigens könnte die Dauer auch eine Rolle spielen, ab welchem Punkt man etwas als Krach empfindet: Die Insistenz der Lautstärke. Letztlich Harmlosigkeit auf beiden Seiten. Der Tinnitus ist da kein Argument: Jeder Idiot kann dir das Trommelfell durchschießen.
Dass das Problem eben nicht eine stürmische Bewegung in den Abgrund, sondern ein ewiges Verharren wäre. Irgendsowas.
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Gleichmäßige, anstrengungslose Kraftzufuhr.
Zu Politik: Natürlich macht es Sinn, die Motive von Handlungen zu hinterfragen. Und meine Kritik an Wohltätigkeit, aber auch an Politik im Allgemeinen zielt eigentlich fast immer auf diesen Aspekt. Gleichzeitig muss aber auch die Frage erlaubt sein, ob die Handlung selbst, oder das Motiv das ausschlaggebende Kriterium für ihre Kritik ist. Kann das falsche Motiv eine richtige Handlung im Ergebnis korumpieren? Ich würde sagen: Leider ja. Ausschlaggebend ist das Detail, die Begleitumstände, die Ausführung, und die werden selbstverständlich durch das Motiv beeinflusst. Es ist unvermeidlich, dass die Haltung, mit der man etwas tut, die Handlung beeinflusst.
Klingen lassen. Vorteil von Elektronik: Scheinbar müheloses, energiefreies Anhalten des Klanges, unendliches Klingen, das Verklingen nur als Metapher, als Andeutung, als theoretische Möglichkeit, als künstliches Nachbilden akustischer Verhältnisse.
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Utopie der Zusammenarbeit
SPEAR: Situation jedes Mal neu und nicht wiederholbar
Dinge, die man in der Partitur nicht sieht (z.B. Saiten). Klangfarben und Tonhöhen: Vorstellungen von Tonhöhen auf Instrumenten und ihre Variationsmöglichkeiten (Abdunkeln, Aufhellen).
Falsche Verzögerung, Einschnitt in Klang, Divergenz zwischen Instrumenten und Elektronik.
Künstlichkeit von Elektronik nicht verstecken, sondern betonen: Man könnte Liveelektronik im Verhältnis zum instrumentalen Satz programmieren, man könnte aber auch ein geschlossenes System programmieren, das sich öffnet und schließt, unabhängig davon, ob das betreffende Instrument spielt oder nicht. Bzw. die Instrumente müssten dann auf die Elektronik spielen.
Kurze Schlaglichter, wie ausgeschnitten, mit Rand, Knacksen, betont, absolut keine Verblendungen.
Kneipe, französischer Wirt: Träume meist durch Ort definiert. Heißt das, dass Räume viel wichtiger sind als wir denken?
Gigantische Installation von Rainald: Ein Haus in einem Haus in einem Haus. Anmutung von Messehallen. Eine RG Bar. In einem Raum ein Haufen von alten (oder neuen) Musikkassetten mit Schwarzweiß-Cover, darunter eine von Girls Girls. Auf einem der Dächer ein Kurzauftritt von Lambchop: Die Band schreitet als Chorusline nach vorne Richtung Publikum, die Reihe teilt sich, in der Mitte taucht für fünf Sekunden Kurt Wagner auf, grinst wie Aphex Twin, und verschwindet wieder.
Rauschen – Mikrophonabstand – Feedback
Ben Assiter
Rob McAndrews
West Wing
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Die Flunder
Unvollkommenheit
Knacken bei jedem Sample
Rauschen
Rauschen
Rauschen
Eine der wichtigsten Aufgaben des Künstlers bei der Arbeit: Den Sinn zu töten, den Zweck zu killen.
Über den Sinn hinaus gehen: Das könnte auch heißen, den Sinn mit einzubegreifen, ihn mitzunehmen und so zu überwinden. Besser als der böse Sinn. Viel besser.
Somebody Else by Somebody Else
Oper als Sampler
Oper als Schrotthaufen
alle Samples falsch/hart anschneiden: immer eine Millisekunde zu spät
feel the weight
Oper: Vor Einsatz der Instrumente Raum sampeln und langsam hörbar machen, sowohl Raumakustik, als auch Publikumsgeräusche möglich.
Klavierkonzert: Zweites Keyboard als Sample-Timer einsetzen. Pedal zur Bestimmung der Instrumente, die gesampelt werden sollen, Tasten zur Bestimmung der Verarbeitung?
Samples müssen arbiträr, ungesteuert wirken, ob durch nicht zu vermeidende Abweichungen zwischen Keyboard und restlichen Instrumenten, oder durch mechanische Programmierung.
Samples immer mit Fehlern: Störgeräusche, Raumklang, zu früh oder zu spät – oder gar nicht.
Licht a capella
alles viel zu viel: durchsichtig halten
Man dachte, jetzt geht es endlich richtig los, dabei war das in Wirklichkeit schon das Ende gewesen.
Click here to lead a better life.
Und schon wieder vorbei.
happy endings
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Still Life
Cigarettes
Liquor
Tea
Toffee
Man müsste im Prinzip mal nachfragen, ob das, was trist aussieht, auch wirklich trist ist. Logischerweise ist es trist, aber irgendwie ist es doch auch ein Triumpf, zumindest des Überlebens, aber nicht nur.
Die fliegende Untertasse verbindet. Das Raumschiff hebt ab.
Auch wenn‘s nervt, weil es zu gut aussieht und den Bildern zu viel Glanz gibt, ist es natürlich nur konsequent, dass mit der Modernisierung des Landes das körnige Filmmaterial dem HDTV weichen muss. Lustigerweise ist es jetzt wohl auch das billigste und am einfachsten zu handhabende Material, und daher unvermeidbar. Wahrscheinlich je körniger, desto teurer. Körnig is the new expensive. Ist aber trotzdem zu schön. Ist ein bisschen wie mit IRCAM-Elektronik: Wenn man es wirklich benutzen will, muss man den Lack irgendwie brechen, sonst geht es nicht.
Apropos Krieg: Du kannst Dich unmöglich auf die richtige Seite stellen, es gibt nichts Dooferes als das zu tun, auf der richtigen Seite sind ohnehin alle, zumindest so lange es um nichts geht. Du musst das Böse ernsthaft und ehrlich darstellen, quasi objektiv, aber ohne Distanzierung. Das ist die einzige Möglichkeit, damit umzugehen. Du darfst das Publikum auf keinen Fall schützen, indem Du deutlich machst, auf welcher Seite Du stehst. Genau das ist künstlerisch Lüge und deswegen ist gutgemeinte Kunst so irrsinnig langweilig.
M.B.R.M.M.P.P., Schlagzeug: Anschläge nur in den Nahtstellen, da auch schnelle Folgen, u.U. irrationale Unterteilungen, wahrscheinlich nur Stoppschläge. Ungedämpfte Schläge möglicherweise ganz auslassen. Coda nur Schleifen, auch als Solo, da dann wahrscheinlich durchlaufend, ohne Ansatz.
das Leben ein Fest – klingt doof, stimmt aber
Das allerletzte Lied
Yellow He
Brynych
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der gesetzwidrige Gebrauch von Sprengstoff
Arbeitstitel: Schwarzfilm oder Ausschalten
Störung
Freiburg Experimentalstudio
Livelelektronik:
Violinklang, Replay, Violinklang, Replay, Einschalten/Ausschalten schneidet in Violinklang ein
Fehler als Grundlage von Liveelektronik, die auf sich selbst aufmerksam macht
Liveelektronik als Form, als feste Form, in die das Material erst im Nachhinein einkomponiert wird
Summen Elektronik Lynch
Freilassen Stören
Form: Diskrepanz zwischen Elektronik und Klangmaterial
durchlaufende Klangstruktur, sehr laut verstärkt – keine Verstärkung – sehr laut verstärkt – keine Verstärkung usw.
Knacksen
entsteht Knacksen IMMER, wenn Verstärkung in Klang ein- oder ausgeschaltet wird.
Wie entsteht ein natürliches Brummen im System – und wie kann ich es modifizieren?
Das Problem bei echter Liveelektronik ohne voraufgenommene Klänge: ALLES was man hört, hört man auf jeden Falll AUCH im Original, man wird also nie NUR die Verstärkung, NUR die Verarbeitung hören, man kann höchstens den Eindruck erwecken, indem man die Verstärkung das Original überdecken lässt oder Original und Verarbeitung weit auseinander zieht.
auf keinen Fall Sparelektronik, also ein bisschen Hall hier, ein bisschen Echo dort
Verteilung im Raum zum Beispiel per Zufall, um betonte Sinnfälligkeit (und Korrespondenz Original-Übertragung) auszuschließen. Allerdings wahrscheinlich nicht so weit gehen, dass einfach nur eine starre Maschinerie als Form für das gesamte Stück abläuft.
Im Unterschied zu Foto und Film (die einer Tonaufnahme entsprechen würden) sind das Abgebildete und die Abbildung gleichzeitig bzw. im gleichen Stück anwesend – daher muss der Unterschied zwischen Abbildung und Abgebildetem herausgearbeitet werden – andernfalls handelt es sich nur um eine Bequemlichkeit – Kommodität.
Extrem laute Störgeräusche – wall of noise – als Schwarzfilm – statt Pause – entweder echte Pause, durch Schwarzfilm ausgefüllt, oder keine Pause, aber Instrumente durch Schwarzfilm überdeckt – entweder gerade noch hörbar, oder gar nicht mehr hörbar.
DIE INSTRUMENTE KÖNNTEN SICH DANN NATÜRLICH AUCH STUMM WEITERBEWEGEN, und wenn der Lärm vorbei ist, würde man merken, dass sie gar nicht wirklich gespielt haben – oder man würde es nie merken, weil sie dann wieder richtig spielen. Aber das ist natürlich ein rein visueller/aufführungspraktischer Reiz.
wie kann man reinen Lärm/weißes Rauschen/etc. aus Instrumentalklängen elektronisch ableiten – oder sollte das weiße Rauschen als einziger synthetischer Klang zugelassen werden?
Alles zusammen (aus dem Stück) in einen Block verdichtet, komprimiert – wäre das schwarzes Rauschen, Lärm?
Eines der Probleme bei echter Liveelektronik ist ja immer, dass man erst etwas einfüllen muss, spielen lassen muss, um es dann liveelektronisch verarbeiten zu können, quasi wie eine Fuge. Könnte man bis zu einem gewissen Grade vermeiden durch sehr leises Spiel und sehr starke Verstärkung/Verzerrung am Anfang, so dass man zwar das Spielen sieht, aber nur über die elektronische Vermittlung hört.
Random Walk
Ein Aus
Weiterverarbeitung von Weiterverarbeitung
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